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Jüdische Rundschau · 1934-08-28 · Heft 69 (28.8.1934) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 69 (28.8.1934)
Date
1934-08-28
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr, 69, 28. VIII, m Euchels Komödie ist das erste jüdisch-bürgerliche Fa• milien-Drama, weit von jeder übertriebenen Sentimentalität, mit der doch die Schauspiel(' jener Zeit überladen waren. Sic ist stark, lebendig und positiv in ihrer Kritik und in ihrer realistischer! Schilderung. Dieselbe literarische Linie und denselben programmatischen Ideenkampf verfolgt der /weite Verfasser, Aaron Wolfsnlin. Auels er geht ans dem Kreise der ״Meassfiin“ sind 11c• bräischen Humanisten hervor, ist ein getreuer Schiller Mendels• solms und ein fanatischer Verfechter der Aufklärung. Seine Komödie ״Leichtsinn und Frömmelei״ besagt schon 1m Titel, worum es dem Verfasser zu tun war. Ihr Sujet und Zuschnitt ist derselbe wie hei Eucliel, wie Wolf soll 11 auch sonst verschiedene Berührungspunkte mit Eucliel aufweist. Auch hier treten fast dieselben Gestatten auf wie in der Etichelselien Komödie. Fincrscits ist es das orthodoxe Lager mit der repräsentativen Figur eines Reh Ghanoch (bei Eucliel: Reh Hcnoeli), eines Reh Josclclie (dort: Madel und Sclimucl), einer Jettchcn (dort: Elisabeth und Hedwig) und auch hier die leucht ende Gestalt des aufgeklärten Marcus (allerdings hier als Schwager R. Ginnoehs). Auch hier der für die neue Generation so typische Leichtsinn der Pscucloattfkläning, der durch die Figur der Jettehen verkörpert wird. Auf der anderen Seite aber wiederum eine dunkle, widerwärtige Gestalt des Tarlnffe-Josefchc, dessen verwerfliches Doppelleben am Ende zum Vorschein kommt. Im Unterschiede von F.uehelcs Komödie, die breit und aushoicml ist und eine Menge von nebensächlichen Figuren und Handlungen aufweist, ist das Stück von Woltsolin kondensierter und szenischer. Während Euchels Komödie nie vor• her irn Druck erschienen war, hat Woüsohtt sein Stück schon im Jahre 17<)(> Iierausgebraeht. Beide sind in deutscher Sprache a b g c f a ft t aber mit hebräischen L c t - fern geschrieben. Beide sind Komödien typischer ״Aufklärungsliterafur“, realistische Dramen, getragen von dem Lebcnsgcliilil einer neu atifkommendcn bürgerlichen Schicht, in denen naturgemäß die Probleme ans der Kampfzeit um die Emanzipation vorherrschend sind. Beide bilden den Eckstein der späteren jiddischen Dramaturgie, die über Etingcrs ״Scrkele" (um 1830), bis zu Gotttober, Lilienbhnn und Goldfaden, Schalom Alejehem und den Modernen führt. Max E r 1 k, der sich der Aufgabe unterzog, die fast vergessenen Werke in einem neuen Gewände herauszubringen, hat dieser Ausgabe eine ausführlich kritische lind litcrargeschichtliche Einleitung voransgcscliickt. Leider ist diese in manchen Punkten zu tendenziös gehalten und in den Hauptgcsichtspunkteii von einer dogmatischen Ideologie beherrscht. Er wird darum manchen Vorgängen jener Zeit nicht voll gerecht und übersieht zuweilen ganz den gcistesgcschicht• liehen Zusammenhang. ... Das Buch enthält neben der Einleitung die in ein modernes Jiddisch übersetzten Komödien Euclicls und Wolfsohns, außerdem ist Woifsohns ״Leichtsinn und Frömmelei“ in ilircr Urgesialt abgedruckt. Das Buch ist im Institut für jüdisch •proletarische Kultur hei der Allukrainischcn Wissenschaftlichen Akademie erschienen und in die ״Texten-Bihhoflick fiir die Hochschule“ cingerciht. Die Orthographie, die ganz der Phonetik der russischen Juden entspricht, weist große Unzulänglichkeiten und Mangel besonders hei der Wiedergabe von hebräischen Wörtern auf. Das Buch schaltet sich daher von seihst aus fiir die große Masse der Jiddisch• sprechenden in anderen Ländern, da cs wegen seiner Ortlmgrapliie ihnen unzugänglich gemacht wird. Der schlechte Druck und das schlechte Papier sind bestimmt nicht dazu angefan, den Genuß des Lesers zu erhöhen. Umbau der jüdischen Sozialarbeit Die jüdische Sozialarbeit jn Deutschland tritt in ein neues Stadium ein. Nach den Ereignissen des Frühjahres 1033 war es möglich, erhebliche Mittel fiir Hilfszwecke ohne allzu große Schwierigkeiten aiifztihringen. Inzwischen hat sieh die Situation erheblich versteift, und die verantwortlichen Organisationen stehen vor der unabweisbaren Notwendigkeit einer Durchprüfung und Rationalisierung der gesamten H i I f s t ä t i g k e i t. Besondere Beachtung verdient bei einer Durchprüfung die jüdische W o 111 f a I! r t s p f 1 c g c. Die U oltlfahrfspflegc, die sich die Erhaltung des Imlivkltnmis durch Gewährung eines Lcbciisininimtmis zur Aufgabe stellt, wird in umfangreichem Maße von den öffentlichen Fiirsorgebchördcn ausgeiiht. Juden sind in der Fürsorgcgcsetzgcbuiig glciehge* stellt und bekommen die üblichen Unterstützungssätze, wenn sic sieh wirtschaftlich nicht mehr selbst erhalten können. Die Gewährung von zusätzlichen Geldern durch jüdische Stellen hatte bisher ihre uneingeschränkte Berechtigung. Die zu Wohli'ahrtsenipfnngern gewordenen Menschen kamen meist aus einem bürgerlichen Milieu und empfanden daher die Senkung ihres Lebensstandards besonders hart. Eine zusiitzliehe Leistung durch die gemeindlichen Wohlfahrtsstcllcn war zur Erleichterung des Ucbcrganges durchaus gerechtfertigt. Ebenso unbestritten war, dal) die jüdische Wohlfahrt*• pflege in besonderen Notständen, wie Alter, Krank* iicit, wo die allgemeinen Fürsorgemittcl nicht ausreichten, ein• springen mußte. Das letzte Jahr hat die Situation in der jüdischen Woldfahrtsarbeit erheblich geändert. Der Kreis der Untcrstiitzimgs• bedürftigen ist ungeheuer gewachsen. Wir gewinnen einen Begriff über die Zahl der Fiirsorgcbediirftigen, wenn wir uns vergegenwärtigen, daß die Berliner Gemeinde über 20000 Menschen unterstützt. Die Mittel der Gemeinden haben mit dem Ansteigen der Bedürftigkeit nicht Schritt gehalten. Die Folge ist, daß die Unterstützungssätze, die die Gemeinden auszahlen können, ganz erheblich gesunken sind. Die Beträge, die monatlich einem Hilfsbedürftigen oder einer hilfsbedürftigen Familie gegeben werden können, bewegen sich vielfach um 3—5 RM. Die Ausgabe eines solchen Betrages stellt natürlich keinerlei Hille dar. Am besten wissen dies die Hilfsbedürftigen selbst, die stets, wenn man mit ihnen über jüdische Wohlfahrtsstellen spricht, darauf hinweisen, daß diese geringen Summen in keiner Weise einem Notsland abliclfen können. Hinzu kommt, daß die Zeit, in der Mittel gegeben werden mußten, um die Dcbcrgangspcriode zur niedrigen l.cbcnshalhing zu erleichtern, ihrem Lrnle cntgcgengeht. Die meisten Hilfsbedürftigen sind schon längere Zeit Wohlfahrt*• empfang er, und eine zusätzliche Zahlung ist unter diesem Gesichtspunkt nicht mehr zu rechtfertigen. Obwohl cs sich im Einzelfall um minimale Summen liandelt, macht der Gesamtbetrag der UnterstiitzungsgcUler eine ganz erhebliche Belastung des Sozialetats der Zentralstellen und •<lcr Qcnu'iwit־n »us■ Es ist unabweisbare Pflicht, diese Betrage an anderer Stelle, wo sic wirksam verwandt werden können, cumisctzcn, Die jüdische Wohlfahrtsarbeit muB sich auf besondere וchwerc Nottat bestände, wo die öffentliche Fürsorge nicht ausreiclit, konzentrieren, und ihr Eingreifen muß immer in einer Form geschehen, die zu einer wirklichen b c h e b 1111 g d es akuten Notstandes beiträgt. Alters- Versorgung, Gesundheitsfürsorge ״sw. werden weiter zu bearbeiten sein, weil hier wirklich mit Erfolg eingegriffen wer- »I!..1 1״n'o"1^ s,nd ^10 Mittet zuzuführen, die durch weit- Fr»! , e,! ”esc'}1gung des zwecklosen Untersfützungssvstems werde» r״r;!.V״n Umbau dcr jüdischen Sozialarbeit nm.chichm״״ ,da ./0'®.c■״ ^er produktiven Hilfe (Berufs• Umschichtung und Kredithilfe) profitieren. Erwin Pollak. Der Friedhof auf dem Aventin Zu der Meldung über die Verlegung den jüdischen Fried• ho/s in Rom schickt uns ein Mitarbeiter noch folgende Details: Kr. R o m, Ende August. In Rom, im Herzen Roms, gab cs auch bis vor kurzem' noch eine jüdische Gräberstraße, sozusagen eine jüdische ״Via Appi.1". fn_ wundervoller Lage an den Abhängen des Aventin führte sie, nur von den wenigsten beachtet, eine Art!)ornröschemlascin. Das war uni so merkwürdiger, als es in der an Aussichtspunkten so reichen Hügclstadt nur wenige Pläl/e gibt, von denen man ein so umfassendes Panorama des antiken Rom, der ursprünglichen ״Roma quadrata“, ge• nießt, wie von liier aus, von den Höhen des Aventin. Zu Füllen hat mau die Ruinen des Circus Maxiunis und direkt gegenüber auf dem Palatin sicht man die gewaltigen Mauern der römischen Kaiserpaläste. Durch roscnuniranktc Zypressen gleitet der Blick von der Peierskuppcl im Norden bis zu den lichtblauen Konturen der Albancrbergc im Süden, die die römische Canipagna begrenzen. Es mag wenige Grabslättcn in der Welt gegeben haben, die ein solches Panorama haben und deren intime, nachdenkliche Schönheit sich auf einem so gewaltigen Hintergründe projiziert. Und man begreift, daß die jüdische Gemeinde von Rom lange um die Erhaltung dieses Friedhofs gekämpft hat, der dem Durchbruch einer neuen Straße auf den Aventin, der unaufhaltsamen Entwicklung Roms zur modernen Großstadt weichen mußte, Eine Hauptursache der in diesen Tagen erfolgten Verlegung des jüdischen Friedhofs auf dem Aventin ist die projektierte Ausgrabung des Circus Maximus, dessen südliche Längsseite sich an den Aventin leimte und der teilweise in den dort viel später errichteten jüdischen Friedhof hineinragte. Dieser Friedhof wurde zu Beginn des 16. Jahr• lumderts angelegt. Bisher hat man etwa sechstausend Gräber gefunden und mit größter Schonung und Sorgfalt nach dem von der Stadt Rom zur Verfügung gestellten Ocländc am Vcrano überführt. Oie gesamten Kosten der Heberführung und des zum Teil äußerst mühsamen Wiederaufbaus der Familiengräber wurden von der Stadt Rom getragen. Außer״ dein hat die Stadt Rom der jüdischen Gemeinde gewisser• maßen als teilweise Entschädigung für den schweren Verlust ein Terrain von 2800 qm zur Errichtung eines neuen Schulgebäudes in ausgezeichneter Lage zur Verfügung gestellt. Mussolini selbst besuchte dieser Tage die Arbeiten auf dem Aventin und den jüdischen Friedhof, dessen viclhundcrtjährigc Zypressen erhalten werden sollen. Sie werden vermutlich einen Teil der neuen Straße ein• rahmen, an der gegenwärtig einige hundert Arbeiter schaffen lind die bis zum US. Oktober d. J,, bis zum Jahrestage der faschistischen Revolution, fertig dastchcn soll. Das wird natürlich mir ein trauriger Ersatz für die einstige Schönheit des jüdischen Friedhofs sein. Abgesehen davon, daß nach dem Rituell und den Vorschriften unserer Religion eine Exhumierung und Verwendung von Friedhöfen fiir andere Zwecke als die, für die sie einmal bestimmt waren, nicht erlaubt ist, darf man ohne Uebcrtrcibillig sagen: Rom ist um einen überaus stimmungsvollen, geradezu romantischen Winkel ärmer geworden. * Der «katholische Friedhof in Rom Zu dem ״Brief an die Redaktion“ des Herrn Leo Guttmaiin (Haifa) Nr. 68 gestatte ich mir die ergebene Be* merkung, daß tatsächlich auf dem akalholischcn Friedhof an der Gestüts-Pyramide auch Jude n liegen. Meine Tante Henriette Bamberg er, die lange Jahre in Rom gelebt hat und dort gestorben ist, ist auf dem Friedhof begraben. Sic war die Frau des bekannten Ibscn-Ucbcrsctzers Max Bambcrger, In ihrem sehr gastfreien Hause in Rom, in der Via Basilicata, war u. a, der alte Björnson mit seiner Frau Christine Stammgast. Auch kehrte dort aus Deutschland so mancher Künstler und Schriftsteller von Rang und Namen aut seiner ,,Romfahrt“ ein und verplauderte am Kamin des fraulichen Hauses, in dem die alten Möbel aus Berlin damals standen, die schnell dahinflicgcndcit Stunden des Abends. — In memoriain hängt noch heute in meinem kleinen Arbeitszimmer Pirancsics schöner Stich ״Vcduta dcl Scpolcro di Cajo Gestio“ über der Bibliothek. Dr. Theodor Simon, Wannsce. Lernzeit der Mlttclstclle für Erwachsenenbildung In Kassel. Die Mittclstctlc für jüdische Erwachsenenbildung veranstaltetc vom 12. Bis 15. August eine Lernzeit in Kassel. Ein• leitend sprach auf einer Veranstaltung des Jüdischen Kuliur• blindes in Kassel Dr. Ernst Simon über: ״Der Weg der Bibel“. Fs fanden Kurse über Einleitung in die jüdische Gcschichtslitcratur, über das erste Kapitel der Genesis im Lichte der Uebersetzungen und Kommentare lind über die Bibel in der Weltkultur statt. Für die Lehrer und Jugend• fiihrcr wurden zwei Sonderbesprcclnmgcn über die Klein• gemeinde,•irbcit abgcbaltcn. Außerdem wurde mit den Jugend• liehen und Jugeiidfiilircrti eine Aussprache über ״Jugend und Tradition“ veranstaltet und von Dr. Ernst Simon zwei Mustcrhciniabcndc diirchgetührt. Sämtliche Kurse und Ar. beitsgcmeinseliaftcn mußten von den Teilnehmern vorbe• reitet werden. ״ ך׳, TT י“* u C. . HA i . - A* | י ' y f**■*/ יי .., «. 4 ׳..׳z jh 3 EWItM ..® J km Mä. •ווי.. AÖENCY poa P HC & T t Mg W 15! Mclnckcstr. 10. Telephon: J 1, Bismarck 7M5m1 Postscheckkontos Berlin Nr. 167 08. Eine Tagung des Palästina-Amte» Am Sonntag, dem 2(1. August 1934, veranstaltete da« Palästina-Amt Berlin eine Arbeitstagung mit den Zweig stellen des Amtes. Aus 18 Städten des Reiches waren dir Leiter der Zweigstellen erschienen und folgten 111it grüße» Interesse den Verhandlungen. m In seinen Erüffnmigsworten gab Dr. Kramer ein» Debersicht über die Tätigkeit des Palästina-Amts seit Früh, jahr 1033; er konnte darauf hinweisen, daß die Zahl der in diesen I Vz Jahren nach Palästina abgewanderten deutvlJ•» Juden etwa 18 (XXI betragen dürfe, Dr. M ec fi 11 er, der vor kurzem nach einem mehr, rnonatigen Aufenthalt aus Palästina zuriiekgekehrt ist, gaß cj' anschauliche _ Darstellung der gegenwärtigen Situation dn deutschen Ali iah im Lande und wies insbesondere nach in welchem Maße eine Einordnung dieser Alijah inzwischen erfolgt ist. 0 ln überzeugender Weise referierte sodann Herr Adler. Rüde! über Rertifsniöglidikeiirn. Die Zionisten sehen in Palästina kein Einwamfcritngslaml wie irgendein anderes, nur die Rettung von wirtschaftlicher Not, sondern den Ver. such einer Umbildung des jüdischen Menschen zu einem p״> duktiv arbeitenden. Der deutsche Einwanderer kommt mit ganz anderen Vorstellungen als der Ostjudc, für den die Ein. Wanderung eine Hebung des sozialen Standards bedeutet, Ei muß daher bei der Beratung Wert darauf gelegt werden die Schwierigkeiten des Landes aufzuzcigcn und die Menschen dazu zu bringen, Berufe zu wählen, die den Anforderungen des Landes entsprechen. ° Namens der Zertifikats-Kommission berichtete Alexander Adler über die Grundsätze, die in der Praxis der Zertifikats. Abteilung maßgebend sind. An die Referate schloß sieh eine mehrstündige Aus» Sprache an, in der vor allem die Zwcigstcllcnleiter Oe. legenheit hatten, über ihre Arbeit zu sprechen und die sieh aus der Erfahrung der Tagesarbeit ergebenden Anregungen zu übermitteln. Im weiteren Verlauf der Tagung kamen wirtschaftliche Fragen zur Frörlcrung. In Kurzreferaten stellte Assessor i. R, Wal Ibach (Palästina-Amt) die gegenwärtig für Kapital! Überführung maßgebenden Vorschriften dar; Dr. Ernst Markus (Paläsfina-Trcuhand-Stclle) sprach über die Bedeutung, die das Transferabkommen fiir die Kapitahibcrführiing gewonnen hat• Dr. Herbert Focnlcr (Tcl-Awiw) erörterte die Möglichkeiten “ palästinensischer Kapitalanlagen. Nachdem Dr. A. W. M il11 er noch kurz aufgezcigt hafte, bei welche״ deutschen und. pal-idinensischen Stellen derjenige informiert wird, der Wirtschaftliehe Unternehmungen begründen oder sich an solche״ bctciligen will, konnten Einzclfragcn aus den behandelten Gebieten erörtert werden. Alle Teilnehmer hatten den Eindruck, daB diese Tagung den in sic gesetzten Zweck erfüllt und die Zusammenarbeit zwischen der Zentralstelle und den Mitarbeitern im Reich wesentlich gefördert hat. ans dem Reich (Von unseren Berichterstattern.) Attenkirchen Die hiesige jüdische Gemeinde feiert am 1. September mit einem Festgottcsdicnst das 50jährige Bestehen der Synagoge, Lehrer Salonion, der vor 5״ Jahren die Weihe vornahm, wird auch jetzt in seinem 80. Lebensjahr die Festpredigt halten. Bamberg , Am 18. August veranstalteten Hcchaluz itncf LP. D. im Jugendheim einen Abend mit dem Paliistina-Lichtbildstrcifcn: Tel-Awiw und die Orangcnkiistc. Eingcladen und erschienen waren auch die Vorstände der Gemeinde und die Mitglieder des Jiid. Jugcndbiindes. Der Abend wurde durch hebräische Lieder eröffnet. Hierauf sprach Fritz Stein, der Leiter des Orfsringes der Jüdischen Jugcud-Bünde, einleitende Worte. Den Vortrag hielt Julius Sündern!,inn vom Hcchaluz. tirolaut Breslauer ZionistLehe Vereinigung. 29, Augu-t, 20.30 Uhr, im großen Lc.Gngs.iul: ItliMriertc ״Go-proi hrrrc Zeitung”. ..ferid lfitmisraeh", ein Filmst reifen von der Lcvniitoincs•*״ .1934 ׳Auf H»<hseharnh in Deutschland“, Bilder vom Leticn im Kibbuz K.iübor «'*■ ״.Skizzen von einer Faläslinarri•«‘" (Rcfcrrntiit: ILmmtli l.evy). ״I’««« Aufgabe im neuen Jahr, Rürkhlick und Ausblick“ (Referent: lü. Ha״• l’finz). ״Festtilge in ILiUh“, eine llildrc|»>r!ugc von der neuen jüd- Stadt, ״Jüdiselu’r Sj(0rt“ (zkmiäKt’hes Jugend-porttC'l Br, -lei U3L Wettspiele in Oppeln u-w.). Verbindende Wnrle zu den Fi 1111 יי reiten und Filmen: Hans Prinz, Allan 11,muh. — Darmstadli Zumidi.,rh« Vereinigung: Am 3. September, ,.llislorisehr Kinhilirnng in <1* Koloiilsiitionsgesclii, 11(0 l’aliölInas“, kderenf: A-'C-'wr Hc״rg füillimann, Frankfurt a. M. — Am 17. September, ..Bas neue l’ala-lina — F.in Gesamtbild". Referent: Dr. II an, l’omeranz, Frankfurt a. M. — Jeweils nüenils 8.45 Uhr in den Räumen des Hotel ״St,idt!tank• furl", Darmsladt, llloirhslr. 22, — Emden! Am 30. August. 8.30 l lir, in der Sclndc, Dr. IIroß. Hamburg: ,.Neiilwginri, Wieder,i'if-neg. der Weg der 1>0<Hschon Juden“, — Alle < '.cmeindnnitgtifdrf ■dM «ungeladen. — Frankfurt a, M.t Sell>»tl1ilfegruppo jiid. Blinder und Körperbehinderter. Ilrlsgr. Franklmt a, M, ((;rM-liiiflv.lellc: Straße 8, (Tcl. 23912): Am 4. Seplemf>cr. 20 Uhr, im TuimaA Klciehstr. 8, Vortrag von Lmit Münster: ״Die Kunst des Redens“• ־•־ Gesellschaft fiir jüdische Volksbildung c. V.: Am 3. Seplemlvr im Geseitschuflshuus, l'.srhetsheimer Laiiddr. 27: Vorbereitung aut die hnlien Feiertage. Ansprache: Kahhiuer Dr, I.cmle. Mu-ikalisrlie Mit- Wirkung: Jüdischer Kämmen Imr unter Leitung von Dr. N. H'rf״■ *rieh» Uesiingo von Salonmnc de Rossi, H. 1״ Rosowskv und H"C* Adler (Uraufführung). -— Lauenburg I. P. 30, Angust. Hotel Baden Gemeindeversammlung, 8.30 l'lir, He rr Knpydiowski (Stettin) spricht über ״Neues Jahr — Neues Land.“ Dazu Lichtbilder. Bar Mizwah-Termine Am 8. September '28. Flui: Leo Red i sch, Sohn von M®58* Redisch, Bottrop i.W., Schützens( r. 23. Familien - Nachrichten AUOH KSOnttl DlttCt ־Uns» flCht zustcllen, daß cs in dem zweiten T;ii des Aufsatzes .J Aufgabe“ in Nr, 67, Spalte 2, Zeile 5 von oben statt ״Ucb emstimmung“ richtig heißen muß ״U e b e r s t i m m u n g“. , Hie Ra last in a-Regierung hat erklärt, sie sei bereit, die wegen illegaler Orenzüberschreitung verhafteten VH0, ,lnt GHängms von Bethlehem untergebrachten 32 jüdischen Frauen aus Polen zu befreien, falls diese sich verpflichten, sofort das Land zu verlassen. Frau Sofie Stern gcb. Srlignunn, Kretizlingeii (Schweiz), Zoll(1״* Straße, wird am 6. September 70 Jahre att. Haupt tchri ft Iciter! Dr. Robert Welt sch. Berlin-Charlottenburg י• Stellvertreter•. Kurt Loewenatein, Berlin W 15. Verantwortbc״“ Schriftleiter für den gesamten redaktionellen Teil: Kurt Loe«״‘׳' stein, Berlin W 15, Anzcigenleilerin und verantwortlich für ״t# Anzeigenteil! Helene Chancinei, Berlin N 54. Verlag und Mleigenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15. Meinekeitr- 1» D.*A. Juli 37011 Expl. Druckt SiegfriedSchoiem, Berltn-Schöneberg•

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