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Jüdische Rundschau · 1934-08-21 · Heft 67 (21.8.1934) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 67 (21.8.1934)
Date
1934-08-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
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'JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5 Nf. 67, 21■ V1U. 1934 כ י־־ץ ןי**- י > i!.~ f ־־־׳׳/ ר ״Sturm im Wasserglas" Der Kullurhuiul kann zum Ausgang der Sommcrsalson ״och ‘•1־,rlit',111111 ״’■״ wohlverdienten Erfolg buchen. Die Komödie ״Sturm im Wasserglas“ von Bruno Frank fand eine ,clic Iremitlliclie Resonanz. Wir erleben hier, wie ein haß. i;c|1Cr Hund, unter zoologischem _ Oesichtspunkt ein Tier (chiccMesfer Rasse, durch die Liebe eines Menschen zu ' -״,״ kostbaren Out wird, um das sich die Leidenschaften V> iii iigcr eben fliöl• mit und Er :len•;den crci^ bei ״nk, uicli mich i'rntc vor- 1!n1Q taghau Vogel (Kam Valctti) — Frau Stadhat, 'I'hoß (Käthe kotrderj — Stadtrat Thoß (Martin Brandt) nhiiiidi’11 und tim dcssenlwillen schließlich sogar die Politik j1:1cr ganzen Stadt umgesUir/t wird. Diese Oeschiclitc erregt hüte nicht mir Lachen; sic weckt wehmutsvolle Gefühle um Menschlichkeit, und vielleicht sogar eine Nachdenklich- /ui, die sich nicht in Pointen erschöpfen muß, sondern Menschal für ihr wirkliches Leben eine kleine, harmlose, aber doch auch bedeutsame Lehre sein kann. Lachende Philosophie jho, wie jeder echte Humor. Zwei Welten stehen sich gegen- ,!her: auf der einen Seite der trockene Bürokrat, der kein vaildicltes konkretes Lebewesen, sondern nur die Abstraktion;cmit, für den es mir ein ״Prinzip“, aber keine Wirklichkeit ms Heisch und Blut gibt; auf der anderen Seite das echte Volk mit seinen tinverbogenen Instinkten, mit seinen oft rnlogk'licn, aber dafür aus der Seele kommenden Argumcn- Kn. Der Stadtr.1t, der zum Bürgermeister kandidiert, sieht indem Ihiml nur ein Objekt der Finanzpolitik, das so und so ücl Hundesteuer einbringt, aber vor dem wirklichen Hund graut ihm; die alte Blumenfrau aber vermag durch ihre Liebe zur Kreatur auch noch dem schäbigsten Köter gute tuten ah/ugewiiinen. Au dem Hund wird es demonstriert: man kann überall nur Schlechtes sehen oder Gutes finden, c, kommt mir auf den Menschen an. Die Sympathie aber sst auf der Seite des Lebendigen und Liebenden. Durch dicVer- (liicntlidumg eines Artikels über die Herzlosigkeit des Stadt- Mts, der den Hund wegen rückständiger Hundesteuer er* «;hießen lassen will, verursacht der junge Redakteur Burdach, der damit seine ganze Karriere aufs Spiel setzt, eine kleine Revolution; die Bevölkerung nimmt für Frau Vogel «ad ihren Hund Partei. Stadtrat Thoß wird in der ent• idicitlcmlcn Wahlversammlung vom Publikum durch ein viel* stimmiges Wau-Wati nicdcrgcbriillt, und statt Bürgermeister ZU weiden, muß er die Stadt verlassen. Die mit viel Witz, Geschmack und Thenicrsinn geschriebene Komödie wurde vom Ensemble des Kulturbundes unter Leitung von Kurt I! ,111 in a 1111 sehr flott und wirksam ge* spielt, im Mittelpunkt des Interesses stand die Frau Vogel der Rosa Valctti, die eine Figur von echter Volkstümlich■ keit und erschütternder Leheisswahrheit hmsteiit. Bei ihrem ergreifenden Kampf um das Leben ihres geliebten Hundes vorgißt man leicht, worum es in der Komödie geht und fühlt mir die Note eines Meusclicnhcrzcns, das sich in einer übermächtigen Welt gegen Unrecht verteidigt. Ihr urwüchsiger Humor entfesselt Sturme des Lachens; aber sie ist nicht bloß Komikerin, sondern Charaktcrdnrstcllerin ungewöhnlichen Ranfies. Die Valetli hatte einen würdigen Partner in dem Magistratsdiener Brennckc des Herrn Ludwig Roth. Es war Merkwürdig, sich bei dein Spiel dieser beiden tirbcrliner Gestalten zu vergegenwärtigen, daß man in einem jüdischen Theater sitzt und jüdische Seil ,inspirier vor sich hat, Martin Brandt gab den .Stadtrat als trockenen Neurnstcnikcr, der mit einem Phruscnsdiwall d er Welt imponieren will, sehr überzeugend. Käthe Focrdcr war eine anmutige, wenn auch vielleicht etwas zu hausbackene Frau Viktoria, Ernst L e n a r t verlieh dem Journalisten Burdach den Schwung des jugendlichen Idealisten. In den übrigen größeren Rollen sind Fritz Lion, Ernst Rallen und C'crda Weiß mann mit Anerkennung zu nennen. Die Gcrichtsszcnc hätte vielleicht noch etwas gestrafft werden können. Das Publikum der Premiere zeigte sich dankbar lind beifailsfrciidig, zuweilen ließ es bei Stellen, denen man aktuelle Beziehungen unterlegen konnte, Zustimmung erkennen, so z. B. wenn (in bezug auf den Hund) gesagt wird, es komme doch wohl nicht nur auf die Rasse, sondern auch auf das Herz an. Ucbcrhaupt, das Publikum I Es ist hier wie in keinem Theater ein Teil des Ganzen und selbst mitwirkend. Man kann oft studieren, wie genügsam es geworden ist, wenn cs irgendwo etwas hcrauslcscn zu können meint ... Zum Schluß wurde besonders die Valctti gefeiert Mi—r. D Redakteur Burdach (Errut Lenart) — Lisa (Gerda Weißmann) Chefredakteur Quellinfj (Fritz Lion) — Stadttat Thoß (Marlin Brandt) Photo Htrhtrt Sonnenftld Aus palästinensischen Zeitungen Versöhnungsfcundgebimöcn in Algier zu Welt hes* jhr-1 IS ab* ehrt* {vor• «tro-i Bet•' sunt 1 um hier׳ tkirt erkt lern ond den lg®•! Der Zauberkrei* Der Redakteur des ״Hapod llazair", f. Lufbau, bc* Treibt die schwierige Situation, die sich in Palästina durch i.11 Mangel an einer genügenden Anzahl arbeitender Ein-;anderer'ergehen hat. Es sei aber ein Irrtum, den Schwerfjnkt der Situation außerhalb des jüdischen Lagers z.u suchen. Politik der Regierung hat sich bisher immer wieder der '•;Tsdicn tmd arabischen Realität anpassen müssen, und «nm cs gelungen ist, in wenigen Jahren von 300 Zertifikaten, "flclie der vorige Obcrkommissär bewilligt hat, zu einer /Midien Einwanderung von 1)1׳ (K)0 bis 50 000 zu gelangen, י'• ן ist dies ein Beweis, daß sich die jüdische Realität immer |FKn die Fiktionen der Bcanitenhierarchic durchziisctzcn «fMß. Der Schwerpunkt der heutigen Situation, deren J -droliliclikcit durch die immer stärker werdende Fiinvandevon Arabern aus den Nachbarländern offenbar wird, ,;;d im jüdischen Lager selbst; einerseits in der Mipmg des jüdischen Kapitalisten, diese billigen Arbeiter!s1 beschäftigen, andererseits in der Landflucht des jufetheii Arbeiters. Der immer wieder aus den Kreisen der Arncitcrscliaft sich erhebende moralische Appell an die ju- »chen Arbeiter, aufs Land zu gehen, bleibt wirkungslos, 11«i bloß wegen der hohen Löhne in der Stadt, sondern f'11 deswegen, weil der Arbeitsplatz, welchen der jüdische ״Wer in der Stadt verläßt, leer bleibt. Man kann nicht *‘*tinem Arbeiter zwei machen und kann nicht von ihm Cr’angcn, dal! er gleichzeitig zwei Aufgaben erfülle. Man Gn ihm nicht in einem Atem sagen: gehe in die Kolonien 1 verteidige dort die jüdischen Errungenschaften m der ™dwirtsclialt und bleibe in Tel-Awiw und verteidige dort ‘15 jüdische Stellung im Bau und in der Industrie. Wurde * c'n Wunder geschehen und Tausende von Arbeitern arden heute von den Baugerüsten heruntersteigen und zur andwirtschaft übergehen, so würden sofort arabische Em- *anderer aus dem Ostjordanland ihre Arbeitsstätte cinnchmcn, 1..1״an nuillte ihnen nachlaufcn und sie 111 die •{‘35*י ״],ckholcn. Lufban sieht, solange es nicht gelingt, die Zahl! «üHikalc zu erhöhen, den Ausweg in einer Veränderung j q!. Proportion der Einwanderer innerhalb der bestehende 1 | 0״amtziifer,;ici» icistcr der ■itcit 1,1111*!och He“) choi ' leiser J bc* |xl1 20 Jahre Hebräische Realschule in Malta!k\vU.״Unscrer Notiz über das Haifa er Technikum •naVJ »om 24. 7. teilt uns Professor Dr.-Ing. S c h w e r ו n iTcfi,״•?® cr bereits seit Dezember v. J. Vorlesungen am ‘ibhaii c" Übet- Statik und Einführungen in die Mechanik י icrwt,‘ ״m biamc ist außerdem in der erwähnten Notiz ״■ י*fMtch mit Dr. l״mit berichtigen. ג*,» mit Dr. Edwin Schabrin angegeben worden, was Algier, 17. August. (J. T. A.) Arabische und jü• di sehe Führer in Algerien haben Briefe niisgetausclit, in denen sie ihr Bedauern über die letzten Vorliillc zum Ausdruck bringen und sich gegenseitig ihrer Sympathie und Freundschaft versichern. Sämtliche mohammedanischen Mitglieder desUcmeinderats von Oran haben folgende Kundgcbting erlassen; ״Die inoslemilischcn Vertreter im Gemeinderat von Oran bekräftigen nach den Ereignissen von Constantinc noch einmal ihren Willen, daß Frieden zwischen den Rassen und Religionen herrsche. Sic erfahren mit Bedauern den Entschluß des Gencralrats Ghighi, des einzigen jüdischen Stadtrats von Oran, bei den nächsten Wahlen nicht mehr zu kandidieren. Sie versichern ihn ihrer Dankbarkeit für die von ihm uneigennützig geleistete Arbeit und sprechen den Wunsch aus, daß ein jüdischer Kandidat mit echt menschlichem mul französischem Geist für den frei werdenden Posten des Gencralrats sich zur Verfügung stelle.“ Da Crhighi bei seiner Weigerung verblieb, wurde der jüdische Ad'okat Karscitly zum Mitglied des Stadtrats nominiert. Unter der Anklage des Mordes sind in Constantine 4 Personen verhaftet worden. Die Zahl der anderer Verbrechen Beschuldigten geht in die Hunderte. An Fcuerversicherungs- Gesellschaften sind im Zusammenhang mit den Brandstiftungen in jüdischen Geschäften 200 Schadenersatz-Forderungen gestellt worden. Paris, 18. August. (J.T.A.) Der aus Constantine stammende jüdische Friseur Adolphe Gticdj erfuhr in Paris, daß sein Laden in Constantine während des Pogroms ausgcnlün* dert und zerstört worden ist. Er begab sich sofort auf die Heimreise, wurde jedoch in Marseille infolge der Aufregungen wahnsinnig. Das französische Innenministerium hat beschlossen, einen Betrag von 120000 Francs für die Opfer der antisemitischen Ausschreitungen in Constantine als erste Hilfe zur Verfügung zu stellen, ln der marokkanischen Stadt Oudschda ist es zu einer Reihe von kleineren Zusammenstößen zwischen Juden 1n!d Arabern gekommen. Polizei stellte die Ordnung wieder her. Es sind keine Todesopfer zu beklagen. Antijüdisclie Ausschreitungen in Ulanen Kaunas, 19. August. (JTA.) In der litauischen Stadt Schaulen ist es zu ernsten antijüdischen Ausschreitungen ge* kommen, wobei acht Juden durch Messerstiche und Steinwürfe erheblich verletzt wurden. Fünf der Verletzten mußten ins Krankenhaus transportiert werden. Die Polizei leitete eine strenge Untersuchung ein. Unter der jüdischen Bevölkerung herrscht wegen dieser Vorgänge große Erregung. Uns wird geschrieben: Aus Anlaß des 20 jährigen Bestehens der He* bräischcn Realschule in Haifa wird im Bericht der Schule ein Rückblick und Ausblick gegeben. Interessant sind die Tage der Gründung, die CI1.1nukk.1h 5074 (1913/1•*) erfolgte. Insbesondere mag der S p r a c 11 c n k a m p f manche Erinnerung waclmifcn, der im Winter 1913 ausbracit und mit dein Sieg des I (ehraist hon als Unterrichtssprache endete. Dieser Kampf hat sich außer in Palästina vor allem in Deutschland abgespielt und in Berlin zu erregten Auscinamlersct/.iingen geführt, Von seiten des Aktions-(.oimtes hat sich heson* ders Sclmt,irj,ah Lcuin lim die IItirehsel/mig des Hebräischen verdient gemacht. Am Kampfplatz selbst, in Haifa, sind an erster Stelle zu nennen: Sclunucl Pewsner, dessen Name auch iii der Entstehung׳, geschickte des Stadtteils Hadar Hacarmel eine hervorragende Rolle spielt, Nathan Kaisermann, Dr. Auerbaeii, Kroll, Lifschitz um] die Lehrer, die bis dahin an der Schule des I lilfsvercins der Deutschen Juden gewirkt hatten. Die Schuh• hatte damals 01) Schüler. Der Bericht schildert den Weg, der durch den Ausbruch des Krieges unter!!rochen, nach dem Kriege von der Arbcitsschule, die zugleich höhere Schule war, zur ״höheren Fachschule" (Vocalional I ligli School) führen sollte. Dieser Weg konnte auf dem Gebiet de«; technischen Unterrichts aus Gründen der iniicr/ionistischcn Politik nicht zu Ende geführt werden. Aber er führte zur Gründung eines Departments ior commcrcial and sccrctcrial training, das zu einem Cammercial College rmsgehaut werden soll; andere Fachabteilungen sollen geschäftet! werden. Auch die t a n d w i r t s c h a f tliehe höhere Schule, die nach Sukkot 1934 in Pardess Clianna durch die Hitarhduth llaikarim eröffnet werden wird, ist unter Mitwirkung der Schule entstanden. Vor allem haben diese Gedanken zu einer neuen Schulorganisation geführt,_die nach sechs Klassen allgemeiner Bildung und einer beruflichen Tcilvorbercitung dann in den darauffolgenden Klassen einen beruflichen Oberbau gibt. Damit ist in der Schulorganisation Palästinas etwas prinzipiell Neues geschaffen, das bei der Umbildung von der rein intellektuellen Lcrnschulc nach der Seite der fachlichen Ausbildung von größter Bedeutung werden muß. Daneben hat die Schule die Sorge für die immer stärkere Vertiefung des Hebräischen — nicht nur als Unterrichtssprache — als besondere Aufgabe erkennen gclernt. Nichts ist heute so vernachlässigt, wie die Methodik des hebräischen Unterrichts. Er muß ncugestaltet und zugleich muß in ihm immer mehr überliefertes Kulturgut zum lebendigen Besitz einer neuen Generation gemacht werden. Durch den ganzen Bericht gellt das Streben nach einem klar erkannten Erzichungsprogramm, das die Schule seit ihrer ersten Verlautbarung im Programm vom J all re 1914 bis heute konsequent verfolgt hat und das in der Forumlicrung von Dr. Birain und l)r. Kaufmann etwa folgendermaßen lautet: Unser Ziel ist, unsere Kinder mit dem Ged ■in* ken vertraut zu machen, daß es auf peinliche und absolute Pflichterfüllung ankommt, auf Wahrhaftigkeit in all den kleinen Dingen des Lebens, bei Ausübung jeglicher Arbeit, detm der Chaluz unserer Tage ist ein Chaluz des täglichen Lebens. Dienst am Volke, Dienst an der Gemeinschaft ist oberstes Gesetz. > Der Bericht gibt Zahlen, von denen seien: Wurden im Jahre 1920 in 6 Klassen 11 Lehrern unterrichtet, so ist die Zahl Jahre 1933/34 auf 707 gestiegen, die in 47 Lehrern unterrichtet werden. Im Jahre 1922 betrugen die Einnahmen aus Schulgeld CI* 1229 und stellten etwa 27 "/» der Gesamteinnahmen dar. Im Jahre 1934 sind die Schulgeld- 1 eingängc £F 9900 und stellen 98 ״/o der Gesamteinnahmen dar. Während im Jahre 1925/26 nur 40״/(> der Schüler das volle Schulgeld zahlten, sind cs heute 77 ״/״, wozu noch 240 Schüler aus _ 8 Vorschulklassen kommen, in denen nur volles Schul- ... Mit der Entwicklung der Schule geht der Aufbau des Internates einher, das im Jahre 1923 erbaut und in Bctrieb genommen wurde und beute nahezu 60 Kinder in zwei getrennten Häusern für Knaben und Mädchen umfaßt. Auch hier liegt eine Tatsache vor, die für die gesunde Entwicklung des Landes spricht. Während in früheren Jahren hauptsächlich Kinder aus dem Ausland Aufnahme im Internat suchten, ist in den letzten Jahren der Anteil der Kinder aus dem Lande immer mehr gestiegen — cr beträgt heute 70 0׳,״. Jetzt sollen auf dem Hadar Hacarmel neue Gebäude für das Internat er• richtet werden, die 100 Schüler aufnehmen können, i Der hebräische Jahresbericht wird Interessenten atrf Wunsch zugesandt; cr wird jetzt auch ins Englische übersetzt und ist bei dem Büro der Hebräischen Realschule in Haifa, Hadar Flacarmcl P. O. B. 920, zu erhalten. einige mitgctrilt 122 Schüler von det Schüler im 22 Klassen von Eröffnung der Lemhcrger Misrachi-Konferenz Lemberg) 47. August. (J.T. A.) Die Tagung des Zen* tralrats des Misraehi-Weltverb,indes konnte nicht pünktlich eröffnet werden, da infolge eines technischen Versehens die behördliche Bewilligung am vorgesehenen Eröffnungstag noch nicht cingctroffcn war. Dagegen fanden inoffizielle Bcsprcchungcn statt, in denen vor allem folgende Themata bc* handelt wurden: 1. Das Projekt Rabbi Amiels (Antwerpen), betreffend eine gemeinsam mit der Agudas Jisrocl zu bil* dende interterritoriale religiöse Organisation. 2. Die Frage des Austritts aus dem Waad Icumi. 3. Die Stellung der ״Thora wc-Awodah•Bewegung“ innerhalb des Misraclu und andere organisatorische Probleme, Lemberg;, 19. August. (J.T.A.) Nach Eintreffen der behördlichen Genehmigung konnten die Arbeiten offiziell aufgenoinmen werden. Es wurde eine Permanenz-Kommission gebildet. Die Kommission hat in ihrer ersten Sitzung eine Reihe von Resolutionen zu organisatorischen und politischen Fragen ausgearbeitet. In der Ürganisations-Hesoiut i o n wird Wahrung der organisatorischen Geschlossenheit des Misrachi in allen Ländern ge fordert. Gegen die Ein- Schränkung der Palästina-Einwanderung und das System der arabischen Patrouillen wurde eine Protestentschließung ge* faßt. Eine weitere Entschließung spricht sich gegen das Projckt der Einsetzung eines Legislative Council in Palästina aus. in einer anderen Resolution wird die Durchführung des Grundsatzes jüdischer Selbstarbeit in Palästina gefordert. Die Gründung eines misrachistischcn Sonderverbandes In Palästina durch Rabbi Ostrowsky veranlaßte die Permancnz-Kommission, eine Reihe besonderer Maßnahmen zu treffen. Die Permanenz-Kommission. stellte fest, daß Rabbi Ostrowsky nicht mehr als Vertreter des Misrachi im Waad Leumi anzusehen ist. Ab Berlin! jeden Freitag 16 Uhr Rückkehr Berlin 1 Montag* 9.40 Uhr (länger• Auf«ntHalt״nögHcM(0l1) nur RWI «1•gf Ab Barlin! 27.Aug.,10.,24.Sepf.,8.,22.Okt, Mürö Tellnehmorprelit Berlin-Berlin nur RM --- — ■ — - 11 ■ -— ■■ ___ Auskunft und Prospekt Reisebüro der American Express Comp. m. b. H. Berlin W8, Unter den Linden 3 IT.Iefon 1 A2 Flora 69 51)

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