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Jüdische Rundschau · 1934-08-17 · Heft 66 (17.8.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 66 (17.8.1934)
Date
1934-08-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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f* ff Zwei Welten in Palästina lung, Die Londoner ״Times“ veröffentlicht in ihrer Aus■ ״,!he vom 12. August einen ausführlichen Artikel eines 5״c/i;ilkorrcspomlcntcn aus Jerusalem unter der Ucber* sclirift ״Die Araber von Jutliia, ein kämpfendes Volk“. In dem Artikel wird geschildert, wie die im jtidäischen Gebirge wohnenden Araber innerhalb des so prosperiefcnileii Palästinas schwer tun ihre Existenz zu ringen haben• Dieses Problem der Fellachen ist kein neues. Die PaliisIiו. 1 י-Regicr 1111 ין• hat bereits durch Spezialkomntissionen einige offizielle Untersuchungen über die Lage der Fellachen anstelle» lassen, sie bat auch von Zeit zu Zeit durch geeignet scheinende Malhiahmen wie Steuernacltlali, Lieferung von Saatgut usw. ihr Los zu verbessern gesiichl, und auch in der jüdischen [,resse ist die Frage schon behandelt worden. Den Leser״ der ״Jü- (iisclien Rundschau“ ist das Problem gewili nicht unhekan nt; wir erinnern nur u. a. an den umfassenden Artikel von Adolf Böhm in der ״Jüdischen Rundschau*‘ vom 10, Mai 1932. Richtig ist, daß das Los der in schwerem Elend lebenden Fellachen und das Problem des dichten Nebeneinander von hoher Zivilisation nebst Wohlstand auf der einen Seite und jahrhundertealter Rückständigkeit nebst Armut auf der anderen Seite nicht von allen jüdischen Kreisen des Landes beachtet und in seiner ganzen Schwere gewürdigt wurde. Die vielen Schwieriglicitcn und Aufgaben des jüdischen Aufbauwerkes absorbicren begreiflicherweise die Aufmerksamkeit und Energie der Juden so sehr, daß ihnen für die in der Nachbarschaft vor sieh gehende Entwicklung nicht viel übrig bleibt. Aber wenn häuiig das Elend der Fellachen als ein Argument gegen die jüdische Siedlungs a r be i t verwendet wurde, so beruht das auf einem agitatorischen Mißbrauch von Tatsachen, die miteinander in keinem Zusammenhang stehen. Das Los der (iebirgsfellachen ist durch die Juden vielleicht nicht verbessert, gewiß aber nicht verschlechtert worden. Sie 11, dien jahrhundertelang im Elend gelebt, wurden von den Effcmlis und der türkischen Bürokratie unterdrückt und ausgebeutet, leiden unter Mißernten; ihren Schicksalsgenossen in anderen Gebieten, /.. B. in dem gänzlich judenfreien T r a n s j o r d a n i e 11, geht es nicht besser, sondern noch um manche Stufe schlechter als ihnen, obwohl in Transjordanien reichlich Land zur Verfügung sieht. Wenn die Regierung Palästinas imstande ist, ab und zu doch etwas für die Fellachen zu tun, so beruht diese ihre Fülligkeit auf dem glücklichen Umstand, daß dank der jüdischen Einwanderung die Regierung finanziell sorgenfrei ist und beträchtliche Budgetü b c r s c h ti s s c ansaimuedt. Indirekt also ist es doch den J 11 d e 11 zu danken, wenn das bedauerliche Los der Fellachen allmählich gebessert werden kann. Ein jüdischer Forscher, Agronom Wilkansky, ist es gewesen, der die beste wissenschaftliche Monographie über die Wirtschaft des Fellachen geschrieben und auch Reform- Vorschläge gemacht hat; die Regierung hat bei 'ihren Arbeiten verschiedentlich sein Material verwerten können, Spczialkorrcspondenteii der sein, denn der Leser seines Aufsatzes muß den Eindruck haben, als ob cs sich nur darum handelte, diese Fellachen vor der Wirtschaftliehen Umklammerung durch die Juden zu schützen. Dali ein Manu, der heute Palästina besucht und nichts anderes sieht als die dicht nebeneinander bestellenden, so kontrastierenden Welten, zu solchem Ergebnis gelangt, ist begreiflich. Wer weder die Vorgeschichte noch die Zusammenhänge kennt, kann durch den äußeren Eindruck leicht zu Fehlschlüssen verleitet werden. Der Korrespondent der ״Times“ stellt fest, daß die Juden etwa ein Zehntel des bebaubaren Bodens erworben haben. Es sei zu verwundern, wie wenig die Juden Palästina als Ci an/, cs durchdrungen hätten und wie sehr sie von der Masse der arabischen Bevölkerung gcschieden bleiben. In dem judäischen Gebirge, wo r״nd zwei Drittel der arabischen Fellachen wohnen, seiet! Juden kaum zu finden. Nach dem Zensus von ^1931 "olmten in den drei nördlich an Jerusalem angrenzehden Distrikten Ramallah, Nablus und Dschenin unter 1231)00 Arabern nur 0 Juden. Die Juden, so fährt der Verfasser fort, hätten sich lediglich in dem fruchtbaren Teil des Landes, der Küstenebene usw, angesiedelt und das unfruchtbare Hochland den Eingeborenen überlassen, eben* so wie sie cs vor 350t) Jahren bei ihrer ersten Ein- Wanderung getan hätten. Der Verfasser des ״Times“- Artikels beweist hier eine erstaunliche historische ״ nk c n 111 n i s, denn vor 3500 Jahren salkn die Israe- »Rn bekanntlich gerade in dem Bcrgland, während “R Küstenebene von den Philistern besetzt war, mit ^nen Israel dauernd Krieg zu führen hatte. Aber abgesehen von dem historischen Exkurs ist auch seine Analyse der jüdischen Motive unrichtig. Die Gegend V0n Ramallah, Nablus und Dschenin ist zum Teil überaus fruchtbar, blühendes Land, und wenn cs sich in Beschlossenem arabischen Besitz befindet, so nicht darum, '',eil die Juden cs nicht kaufen wollen, sondern weil die Araber cs nicht verkaufen. Würden die Juden in diesem kJcbict größere Bodcnflächcn zu erwerben versuchen, S0 würde sich vermutlich bald ein Geschrei erheben, daß 1ח^יי den Arabern auch diesen Teil des Landes wegkaufen wird aber diese geschlossene arabische Siedlung V0n jüdischer Kolonisation gemieden, dann behauptet Ranz zu unrecht, das Land sei den Juden ״zu *tnlecht“. In der Küstenebene und an anderen Stellen fl£s Landes war der Boden vor dem Eingreifen der JuiJen All dies scheint dem ״Times“ u n b e k n n n t zu Aus der Haftamh für Sonnabend, den 18. August Wie «!mutig sind auf den Bergen die Füfse des Mftrchrlngcr», der hören löfsi: Friede 1, der gute MSrc bringt, der hören löfd: Befreiung!, der zu Zion spricht: Dein Golf trat die Könlgsdioft enl Sllmmschoil deiner Späher, sic erheben die Stimme, sie jubeln vereint, denn Aug in Aug sehn sic, wie KR noch Zion zurückkehrt. Auljouchzct, Jubelt vereint, Ihr Ocdnlssc Jerusalems, denn ER tröstet sein Volk, er löst Jerusalem aus, Blofigcslrcllt hot ER den Arm seiner Erhelllgung vor oller Weltstfimme Augen, dofi sehn olle Enden der Erde die Befreiertot unseres Gottes. Weichet 1 weichet 1 tahrel von dort ausl Mokllgcs rührt nimmer anl fahret aus Ihrer Milte I läutert euch, Ihr Träger SEINER GeräteI Nicht in Hast Jo fahret ihr aus, nicht in Fluditmarsdh geht ihr hinweg, ER Ja geh» vor euch her und eure Nachhut ist Jl&raels Gott. Jcstfutfahu 32, 1~12 (Uebcrsctzung Rubcr-Roscnzwcig) völlig unausgeuiit/.t. Nach der Einführung intensiver Wirlscliaftsmetlmden und nach der Eroberung großer früher gänzlich brachliegender oder wegen Versumpfung unbewohnbarer Gebiete für hochwertige Pflanziuigskultur, konnte das Land nicht nur eine große jüdische Bevölkerung aufnehmen, sondern auch der Korrespondent der ״Limes“!null zugeben, daß die Belmuptimg der Juden, die arabischen Bauern hätten durch die jüdische Kolonisation materiell und zivilisatorisch gewonnen, auf diese Gebietsteile Palästinas zutrclfc, Wenn er mm befürchtet, daß der Fellach des Gebirgsl;indes info'ge seiner übermäßigen Verschuldung seinen Boden wird verkaufen müssen, der auf diese Weise schließlich in die Hand der Juden fallen würde, so widerspricht er seiner eigenen früher aufgestcllteii Behauptung, daß die Juden auf dieses unfruchtbare Land keinen Wert legen, ln Wahrheit stehen gerade die wenigen heute bereits existierenden jüdischen Siedlungen des Hügellandes in bestem Einvernehmen mit ihren arabischen Nachbarn, die von den Juden auch liier neue Methoden der Bewidschaftuiig lernen, ebenso wie die Juden so manches von dem traditionellen Terrassenbau der Araber im Hügelland gelernt haben, Durch ein stärkeres Eindringen des jüdischen Elements in das Gcbirgsland könnten wahrschcinlicli die Araber noch so manches profitieren, schon weil sie sich durch den Verkauf eines Teiles ihres Bodens entschulden und ein kleines Kapital zur Verbcssmmg der ihnen bleibenden vernachlässigten Wirtschaft verwenden könnten, Jedenfalls ist die odiose Be- Iiaiiptung des'״Tin1cs״-Korrcspondcuten, England dürfe nicht erlauben, daß die Araber von den Juden so zurückgedrängt werden wie die Indianer in Nordamerika, ganzlieh deplaciert. Die arabische Auswanderung aus Palästina ist, wie der Verfasser aus den offiziellen Berichten der Maudatarmacht hätte entnehmen können, heute viel geringer als etwa in der Zeit vor dem Kriege. Wenn der Korrespondent der ״Times“ schließlich einer energischeren Fürsorge der Regierung für die Fellachen das Wort redet, so wird man ihm mir tiiieingeschiänkt zu stimmen können. Währciul die Juden, so schreibt er, das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen gut ausgcbildct haben, sei der individualistische Araber schwer dafür zu haben. Allmählich aber gewinne auch liier das Gciiosscnscliafts- System (Gründung von Raiffeisen-Kassen) an Boden. Man erhoffe hiervon auch die Förderung der Sparsamkeit bei den Fellachen. Denn, so fährt die ״Times“ fort, nicht nur schlechte Ernten sind die Ursache für die Verschuldung, sondern die Veranstaltung von vcrschwcn• dorischen Festen hei Familicnfcicrlichkcitcn und die Morgengabe, die jeder Bräutigam zahlt, beträgt 50 bis 100 Pfund und mehr, wobei dieser Betrag oft von Wttclierertt gegen hohe Zinsen geliehen wird. Der Araber habe auch eine besondere Leidenschaft für Prozesse. Mau hofft, daß diese Ucbelstäudc allmählich beseitigt werden, wenn durch das Genossenschaftssystem das ganze Dorf für die Finanzen jedes seiner Mitglieder verantwortlich sein wird. Dieser Hoffnung kamt man bcistiinmen, sicher aber ist, daß die gerügten Sitten nicht von Juden verursacht sind. Der Araber im Gcbirgsland wird, so schließt der ״Ti1nes“־Korresponde11t, auf lange Sicht wahrscheinlich der entscheidende Verteidiger seines Volks- 111111 s sein. Denn die Händler und Agenten werden durch jüdisches Kapital und Organisation verdrängt und auch Mitglieder der freien Berufe sind verstimmt über die fremdartige Kultur, die in ihr Land dringt, und denken an Uehersiedlung nach Syrien. Diese Schichten können die Konkurrenz nicht aushaltcn, der Fellache in den Bergen jedoch werde allmählich seinen Fclsbodcn so zu bearbeiten lernen, daß er seine Position verteidigen kann. So ungerecht gegenüber den Juden manche Beliauptuiigcn dieser Darstellung der ״Times" sind, man wird von jüdischer Seite doch die Tatsache, daß englische Beobachter solche Eindrücke im lande gewinneu, nicht gering veranschlagen dürfen. Daß die Palästina-Regicrung, die ihre Pflichten gegenüber der Landbevölkeriing vernachlässigt hat, sich dieser Aufgabe in stärkerem Maße zuwendet und das Elend der Fellachen wirksam bekämpft, wird von den Juden nicht nur aus menschlichen, sondern auch aus politischen Gründen bcgrüßt werden. Denn die Juden haben kein Interesse daran, im Lande ein notleidendes unzufriedenes Element zu konservieren. Aber es darf nicht der Anschein entstehen, als ob dieses die einzigen wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben der Palästina-Regierung wären. Ihre Erfüllung steht in keinem Widerspruch zu der Erfül« lung auch der andern Aufgaben, die nach den Be- Stimmungen des Mandats in der Förderung der jii« d i s c 11 e 11 Ein w a n d c r u 11 g und Siedl u n g liegen. Das Jüdische Nationalhcim in Palästina ist nicht lediglieh unter lokalen palästinensischen Gesichtspunkten zu betrachten, sondern nur im Zusammenhang mit der gesamten Judenfrage, die heute brennender ist als jemals. Artikel wie dieser letzte der ״Times" dürfen nicht dazu dienen, diese Zusammenhänge zu verdtmkein. Dies werden die Juden am besten dann verhindern können, wenn sie in noch weit stärkerem Maße, als das bisher geschehen ist, keinen Zweifel daran lassen, daß sie nicht etwa gegen eine Fürsorge für die Fellachen sind und daß sie diese keineswegs als auszurottende ״Indianer" betrachten, sondern daß sic der Uchcrzeugung sind, daß der Wohlstand Palästinas und das Gc* lingcu des Jüdischen Natioualhcims von dem hurmo* nisclicn Fortschritt aller Bevölkerung?* gruppen abhängig sind. Einkommensteuer vertagt Bericht der Handelskammer Jerusalem Die Handelskammer in Jerusalem hielt vor kurzem ihre Jahresversammlung ab. Der Präsident hielt bei dieser Gelegenheit ein ausführliches Referat über Fragen und Projekte, die den palästinensischen Handel bc• rühren. F.r verlangte von der Regierung eine endgültige gesetzliche Regelung der M a I) e 11 n d Gewichte in Palästina, die schon seit Jahren von den progressiven Kreisen des Handels gefordert wird, aber bisher nicht durcbgefulirt wurde. Fr kam dann auf die Frage der Einkommensteuer 711 sprechen, die im letzten Jahre im Aufträge der Regierung von einem englischen Experten untersucht und mit Vertretern alter Kreise der Bevölkerung diirvhhcrateii wurde. Der Präsident begrüßte es, daß der Expert lind mit ihm die Verwaltung sich entschlossen hätten! die Linlührting einer Einkommensteuer in» Lande zu vertagen, da der Meinung weiter Kreise nach das Land für eine solche Maßnahme nicht reif sei. 1111 weiteren Verlauf der Rede berührte der Präsident die Einführung neuer I n <1 11 s t r i e n im Lamle, verbreitete sich über die Möglichkeiten einer Zucker- und Papierindustrie, die eine Förderung durch die entsprechenden l<cgicn1n;%:organe verlangen, und betonte die Wichtigkeit der neugcgrüiidetcrt Glasfabrik, die jetzt zu funktionieren beginnt. Eine besondere Behandlung erfuhr die im Frühjahr in Tcl-Awiw nhgchnltcnc Levaiitemessc, die nochmals als ein großer Erfolg gebucht wurde. Der Präsident wies hei dieser Gelegenheit nachdrücklich darauf hin, daß die Juden es ganz besonders b egrüßen w ii rd c 11, wenn die Araber sich in Zuk 1111 f t an den T c I - A w i w c r Messen beteiligen würden, was sowohl dem arabischen Handel, der Industrie und dem Handwerk grolle Vorteile verspräche, zugleich auch der Messe weitere Möglichkeiten eröffne. Fs wurd-■ die Floßniuip ausgesprochen, daß schon hei der nächsten Messe eine Kooperation mit den arabischen Kaufladen und Industriellen zustande käme. Das Referat beschäftigte sich weiterhin mit der Ah- Stellung verschiedener fühlbarer Mißstände in Jerusalem und und hei den Verkehrsmitteln, wobei die Regierung zu einer raschen und durchgreifenden Aktion nuigefurdort wurde. Die g e s c t z I i c 11 e R c g e 111 u g d e r Arbeitszeit für Angestellte, Durchführung einer zeitgemäßen s a 11 i t ä r c n Kontrolle in d e r I i a 11 p t s t a d t, Bckämpfung der geschmacklosen Reklame und des überhandnehmenden Straßenlarms, Reorganisierung de# Eisen hall 11- und Autoverkehrs — dieses sind die wesentlichen Punkte, die bei dieser Gelegenheit besprochen wurden. Der Bau eines neuen Postgcbäuacs in j er 11 salem, seit langem von der Bevölkerung dringend verlangt, und die Vorbereitungen für die Wasser versorgnng der Hauptstadt wurden als wichtige Etappen auf dem Wege zu einer modernen Entwicklung der Stadt charakterisiert. Für die Wasserversorgung, für die die Röhren bereits auf der Strecke Ras el Ein ־ (der Quelle des Jarkon- Busses) Jerusalem hereitliegen, sollen vier Pumpstationen, in Ras el Ein, Latroun, Bah el Wad und Saris, errichtet werden. Freilich wurde auch hei dieser Gelegenheit nicht geklärt, wann dieses für die Stadt lebenswichtige Werk beendet sein soll. In derselben Sitzung berichtete Herr Mills, der neue Leiter des Immigrationsdepartements, über seine Kcorganisationsplänc im Amte. Die jüdische Einwanderung im Jahre 1934 Jerusalem. (Palcor.) Nach den Ziffern der Jewislt Agency sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres, d. h, vom I. Januar bis 31. Juli 1931, 16 837 J ujJ e n nach Palästina c i 11 g e w a 11 d e r t. Außerdem haben in den ersten sechs Monaten, d. h, bis zum 1. Juli, 1510 jüdische Tou• risten die Erlaubnis erhalten, sich legal in Palästina nieder• ztilasscu. Auf diese Weise beträgt die jüdische Einwanderung in den, ersten sieben Monaten dieses Jahres 18 301 Per• son eil (außer den Touristen, die im Laufe des Monats Jul! die Erlaubnis erhalten haben, im l ande zu bleiben, und außer den jüdischen Einwanderern, die im Monat Juli über die Fcstlandgrcnzcn nach Palästina gekommen sind, und über die die Ziffern noch fehlen). — In den gleichen siebe« Monaten des Jahres 1033 betrug die jüdische Einwanderung, einschließlich der Touristen, die die Erlaubnis erhielten, im Lande zu bleiben, 13 708 Personen. Die Zahl der jüdischen Einwanderer, die in diesen sie'en Monaten als Kapitalisten nach Palästina gekommen sind, betrug, einschließlich ihrer Familienmitglieder, 3000 Personen, d. h. mehr als 24 <0/י der allgemeinen Einwanderung. In den gleichen sieben Monaten des Jahres 1933 betrug die Zahl der Kapitalisten nur 1884 Personen.

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