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Jüdische Rundschau · 1934-07-31 · Heft 61 (31.7.1934) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 61 (31.7.1934)
Date
1934-07-31
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Kr. 6t, 31. VII. 1934 JÜDISCHE RUNDSCHAU »1 Seite 7 (un- Was geht im R.J. F. vor? Unter der Ucbcrschrift ״Versuch mit unt,■üblichen Mitteln“ btschällißt sich die /citsclirift des Roichsbundes Jüdischer frontsoldatcu (״Der bduld“ vom 27. Juli) nut der Veröiicnt- Heining ‘Iw ״J״״• Rundschau“ vom 21. d. M., wo wir im Anschluß ־m eme Resolution der Düsseldorfer Ortsgrupp* dt» R-M■ dcf, 'l״ fm"'K Ausdruck K,Xc[lCtt haben, daß der von allen deutschen Juden ehrlich gewünschte innerjüdische Friede nunmehr hcrbeigefiilirt würde. Der ׳Schild" teilt seinen Lesern den Wortlaut der Resolution nicht mit, sondern umschreibt ihren jeren Lesern erinnerlichen) Inhalt folgendermaßen; ..nie Umschließung gehl davon »Us. ,laß di« mnerjüdi.chc Enlwicklmig der Ruten .Monate bedauerlicherweise zwischen den *״,chieilenen Richtungen des deutschen Judentums schwerste Gegen aue hcrvorgehraclu habe, um! »etil sich dafür ein. daß der! RjF. יחי /,u-.animi'iiiirhcilcn mit allen anderen Organisationen iür; Behchung dieser innerjudiwlicn Zwistigkeiten eintrelen möge.“ i [>as ist alles. Von den tatsächlich für eine I Inntriüdischc Befriedung geeigneten konkreten > Vorschlägen der Resolution erfährt der Leser des ״Schild“ |<rin Wort, obwohl es sich doch um eine genug wichtige An-; Gelegenheit handelt! י Aber cs kommt noch besser. Der ״Schild“ erlaubt sich, : uns gegenüber folgendes zu behaupten: I ״Auf bisher nicht f r 51 g c s t e 111 c Weise war es j Her ,Jüdi.'cbfn Rundschau‘ möglich, den genauen Wortlaut dieser I ft׳.al״t1nn /״ bringen, bevor die Ortsgmppe Düsseldorf selbst 1 jie der Oellentlichkeit übergeben halle. Da dieses Vorgehen von J jieinlsiiv her Seite uns nm 11 den Kr Jahrringen der letzten V'er- , gsngenlreii ni׳׳hl in Erstaunen setzt, beschränken wir uns darauf, (j*. fr■,״׳!.teilen.“ 0, diese Entrüstung! Wir wollen den Herren vom ״Schild“ dis Geheimnis verraten: Die Resolution war im Dussel• tjorf er Jüdischen Oemeindeblatt abgedruckt! Dieses Blatt ist aber keineswegs ein Geheimorgan des R.J.F., tondrrn jedermann zugänglich. Aber selbst wenn uns das Dokument auf andere Weise : nieekomineii wäre, ist nicht einzusehen, wieso in der Ver- י olfentliclning eine Indiskretion lüge! Jeder, der den innerjüdischen Frieden ehrlich will, mußte ' diese Resolution der Düsseldorfer R, J. F,-Gruppe begrüßen.; Die damit verbundenen internen Vereinsangeiegenhciten des : R,J,F. interessieren die Oeffcntliclikeit dabei natürlich nur in zweiter Linie, 11 n <k־r 11111 c g d er i| c 11 c t;i 1 u |־r, | Für Aldivicrun^ der Jewish Agency Das Presse-Büro der Londoner Exekutive der Jewish Agency meldet: Anläßlich der Anwesenheit prominenter iBitr'ikanischcr Nicht-Zionistcn in Europa• be-!:bloß die Exekutive, eine nicht-formelle Besprechung mit , niehf-zionis'.isclien Freunden der Jewish Agency aus verschicl denen Landern einzuberufen, um gemeinsam über die Methoden einer Aktivierung und Reorganisierung des nichtzionistischen Teiles der Jewish Agency im Sinne der Bc- ן «Müsse der Prager Tagung des Council zu beraten. Diese I Besprechung wird in Zürich am 16. August 1934 stattfinden. I Dr. Max Köhler gestorben 1 Der als Jurist und durch seine umfassende Tätigkeit auf ‘1 jüdisch-öffentlichem Gebiet bekannte Anwalt Dr. Max kohl er, ein Sohn des Führers des amerikanischen Reformjiiilentums und scincrzcitigcn Präsidenten des Hehrcw Union , College von Cincinnati Dr. Kaufmann Kollier, ist in Long | Lske, N. Y., im 63. Lebensjahr einem Herzschlag erlegen.! Dr. Kollier hatte seit dem Jahre 1905 der Exekutive des American Jewish Committee angehört. Sechzehn Jahre lang ‘ wir rr Mitglied der Fxckutivc des Dclcgiertcn-Ausschusses \ der Union ot American liebrew Congregations. Seit dem J Jahre 1906 gehörte er dem Kuratorium des Baron Hirsch- ( Fonds an und bekleidete in der Verwaltung des Fonds die Stelle eines f'hrcu-Sckrctärs. Wiederholt hat er vor Kami ™,«innen des Kongresses der Vereinigten Staaten zugunsten ' ftner liberalen Einwandcrungsgcsctzgcbung interveniert. Von , ihm stammen zahlreiche Schriften über juristische und jii- 5 fischt Fragen, darunter ״Jüdische Rechte vor internationalen | Kongressen“ (1917), ״Zurücksetzung der Juden in den Balkan- ־ Staaten*‘ (1916 unter besonderer Bezugnahme auf den Ber- : Ü״er Kongreß), ״Die jüdischen Rechte auf den Kongressen von Wien und Aachen“ (1918), ״Das Asylrecht“ (1917), ״Die Juden in Amerika“ u, v. a. Er hat ferner zahlreiche Artikel für di! Jüdische Historische Gesellschaft Amerikas und die Jewish cncyclopcdia, sowie den Artikel über die amerikanischen ׳ Juden in der Eneyclopedia Americana geschrieben. |mß , ו tc!! ו״ג־1 fdult «L11.1, |״ht Band- |s ״ ■labet Zum Tode von Carl Gebhardt Am 27. Juli ist der bekannte Spinozaforscher Dr. Carl Debhardt in seiner Heimatstadt Frankfurt a. M. gestorben. Gebhardt, der Nichtjude war, hat einen großen Teil seiner Lebensarbeit auf Gebiete und Menschen verwandt, di® uns Juden besonders nahestehen. Neben wichtigen Arbeiten über Lfiel da Costa und Leone Ebreo, deren Werke er heraus- |וי1י kommentierte und mit wichtigen Einleitungen versah, «r insbesondere eine große Reihe von Untersuchungen ror Spinoza veröffentlicht. 1925 erschien seine Edition “ff Werke Spinozas in vier Banden, versehen mit der be• nikmttn Einleitung ״Von den ewigen und festen . Dingen‘. W27 erschienen seine ״Vier Reden“ über Spinoza, unter «wen besonders wichtig der Vortrag ״Spinoza, Judentum J!n4 Barock“ ist, in dem der Zusammenhang zwischen bpinoza und den religiösen Strömungen innerhalb des sc- Phardischcn Judentums) insbesondere mit dem Marannentum( *״!gezeigt w'ird. _____________ .Friedhofsschättdung. Aus Flieden bei Fulda wird uns ™׳chtet, daß auf dem dortigen jüdischen Friedhof der Gemeinde Flicden-Neuhof sechs Grabsteine umgeworfen wur* 0{|י• Von den Tätern fehlt bis jetzt noch jede Spur. Bwfe c; die Redc-kUen ״Tod xwefer Lyriker" Berlin, 29. Juli Sehr geehrte RedaktionI 1934. ״ Ihder dieser Uebersi'hrift linden wir im Juli-Heft der Monatsblatter de» Kulturbundes Deutscher Juden einen kurzen Nachruf auf die beiden jungen Lyriker Wolfgang Hcllmert und George A. Ooldschlag, Dichter ״jüdischer » r j ״ .״rl(! deutscher Sprnehgewalt", wie dort zu lesen ist. k * 1 ‘ l°lpcndcn Seiten sind Gedichte der beiden Genannten 10(;01סו1ז|, Proben mehr oder minder starker Begabung, Aber das ist in diesem Fall nicht so wichtig. Man hält es einfach nicht für möglich, aber vielleicht ist es bereichnend, daß dem bedeutendsten Toten, C11. N. Bia Hk, und «emem werk nicht eine Zelle Raum eingeräumt wurde. Ich glaube, daß dieses Verhalten einen großen Teil der Mitglieder sehr enttäuschen muß. * Artur Sawady. DcrlcIntQ 0,113 ÜZlll ÜQl'Zll (Von unseren Berichterstattern.) Blalilc - Gedenkfeier In Dresden 111 der Zionistischen Ortsgruppe Dresden Weif «m 25. lull Rabbiner l)r. Biel er (Forst i. L.) eine Gedenkrede auf B i a 1 i k. Er bemühte sich, eine Geschichte der pifhterierie zu geben, mehr als eine Biographie des äußeren Lebens, und knüpfte an mehrere der berühmtesten Gedichte Bialik» an. Bialiks dichterisches Schweigen der letzten Jahrzehnte legte der Redner als einen Protest gegen die schwäch־ liehe Haltung des Gesauitjudcntums aus. Den zweiten Teil de* Abend» bildeten drei Reiseberichte. Hermann Schocken zeichnete in großen Linien seine positiven Eindrücke von Land und Leuten. Herr R e i n h o I d gab treffliche Finzelbetrachtungen. Herr Bochner verstand es, sowohl die Stimmung der Landschaften, wie des Volkslebens in den Kolonien und Städten an Hand!eines umlangreichen Reisetagebuches zu schildern. Die sehr zahlreich erschienene Ortsgruppe, die Ju* gend und die Gäste dankten allen Vortragenden lebhaft. B. Aufgabe der Mitte , Ansbach Mfr., den 29. Juli 34. An die J Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin Mit großer Freude las ich Ihren in Nr. 69 vom 27. 7. 34 erschienenen Artikel ״Neugruppierung in Palästina?“. Es wäre sehnlichst dem Lande, dem palästinensischen Jischuw, dem gesamten Judentum zu wünschen, daß endlich diesem so verhängnisvollen und beschämenden Bruderkrieg ein Ende gemacht wird. Neue Energien, die bisher nutzlos, ja sogar verderben bringend vergeudet wurden, könnten dazu beitragen, unser Nationalheim in noch viel kürzerer Zeit und vor allem unter viel geringeren Schwierigkeiten aufzubauen, ״Im Bürgenagcr, das seit einigen Jahren im revisionistischen Fahrwasscr sich zu bewegen schien“, so schreiben Sie, ״scheint jetzt eine Reaktion eingetreten zu sein.“ Ist dies der Fall, dann werden sich sicherlich nicht nur mittlere und ältere Jahrgänge von der destruktiven revisionistischen Phraseologie innerlich loslösen, sondern auch ohne Zweifei viele junge Menschen. Es wäre nun die historische Aufgabe der politisehen Milte, diesen jungen noch leicht beeinflußbaren Leuten, das hohe Ziel dieser Richtung ״Innerer Ausgleich“ immer Wieder cinzuhämmem und sic vor allem auch straff zu organisiercn. Nur so kann einer andauernden Radikalisierung der Jugendlichen und weiterhin auch der übrigen Massen vorgebeugt werden. Genau so wie die Jugend sich für die leeren Schlagworte begeistern kann, wird sie sich auch für folgende Parole gewinnen lassen: ״Unsere Aufgabe ist, dem Lande zum Aufbau die 10 nötige Ruhe und Ordnung wiederzugeben, dadurch, daß wir vermittelnd und ausgleichend nach rechts und links wirken. Unser Ziel muß sein eine immer stärker werdende Mitte.“ Mit Zionsgruß! Franz W. * Unglückliche Wortbildungen Königsberg, 16. Juli 1934. Sehr geehrte Redaktion! Der Chahiz aus Dänemark schreibt ln dem Brief ״Eltern und Kibbuz“ in Nr. 56 Ihres Blattes von den ״berüchtigten lOOO'Pfürtdlcrn“. — Man hört diese und ähnliche Wendüngen leider häufig, mit denen in gedankenloser Weise ganze Schichten diffamiert werden, ohne daß dazu auch nur ein Schimmer von Berechtigung vorhanden ist. Akademiker, kleinere Kauflcutc und andere Menschen, die, jetzt Im Alter zwischen 15 und 55 Jahren, schwere Zeiten hinter sich haben; Menschen, die in diesen Zeiten Kinder aufgezogen haben, von denen sie sielt jetzt vielfach unter seelischen und anderen Opfern trennen müssen, Menschen, die jahrzehntel,mg in jeder Beziehung ihre Pflicht gegenüber der Allgemeinheit getan haben, Schätze aber nicht sammeln konnten. Mit 1000 Pfund können sie, aus der Bahn geworfen, in ihrem Alter nicht viel anfangen. Zu Ihren Sorgen erfahren sie nun obendrein, daß sie ״berüchtigt“ seien! In dem Referat eines zionistischen Ortsgrunpenleiters, das ich vor längerer Zeit hörte, wurden diese Menschen verächtlich •U ״die Leute von der 1000-Pfund-Branche“ bezeichnet. Was sollen derartige oder ähnliche Anwürte? Es wird Zeit, daß Menschen, die als anständig gelten wollen, diese oder ähnliche Vokabeln aus ihrem Wortschatz strei* chen und darüber hinaus sich bemühen, gerade dieser Gruppe Verständnis entgegenzubringen und Ihr helfend gang• bare Wege für die Begründung Ihrer neuen Existenz in Palästina aufziiz.cigcn. Das ist aber — bedauerlicherweise — ein weites Feld. Dr. H. * . * Wir stimmen den Ausführungen des Einsender» vollständig zu. Der Briefschreiber in Nr, 56 wollte sich die Bezeichnung wohl auch nicht zu eigen machen, sondern setzte das Wort ״berüchtigte 1000-Pfündler" unter Anführungszeichcn, worin eine Mißbilligung dieser in anderen Kreisen zuweilen anzutreffenden Oeringschätzung zu erblicken sein dürfte, Es ist an der Zeit, daß die gegenseitige Verächtlichmachung von Einwanderergruppen aua allen jüdischen Kreisen verschwindet. Red. Bucfkoctcn dek Redaktion Jf. Haas, Frankfurt a.M. Ueber das von Ihnen berührte Thema haben wir uns bereits vor Monaten in der ״Jüdischen Rundschau“ ausführlich geäußert. Wenn Sic uns Ihre Adresse mltteilcn, können wir Ihnen das betreffende Blatt schicken. Eröffnung eines Hachscharah-Kibbuz bei Hamburg. Am 15. Juli (and Im Brüderhof bei OxenzoII (Hamburg) die Eröffnungsfeier der Hachscharaii-Plugah des Kibbuz Maanith statt. Das Gut hat 260 Morgen Land, davon sind 120 Morgen bebaut und kultiviert. D׳r Hachscharah-Kibbuz setzt sich aus 21 Jungen und 10 Mädchen zusammen, die teils aus dem Hechaluz, teils aus den Jugendbünden Bonim und J. P. D. stammen. Goch Am 18. Juli sprach Frau Lilly Mannheimer (Kleve) Im Jüdischen Frauen-Verein über jüdische Erziehungsträgern Sie schilderte vor allem, wie gerade die jüdische Frau und Mutter berufen ist, durch sinnvolle Anwendung der alten schönen Sitten und Gebräuche unsere Häuser wieder zu Erziehungsstätten zum Judentum zu gestalten, Kleve Bei dem Qemeindeabend am 26. Juli sprach Lehrer Mannheimer über ״Geschichte und Aufbau unseres Gebetbuchs". Es war ein Gang durch die jüdische Oeschichte und das jüdische Denken, wie er an Hand der ״Telilla“ unschwer darzustellen ist. Da der Besuch des Gottesdienstes in der letzten Zeit stark zugenommen hat, war diese Ein• führung in das Gebetbuch eine Notwendigkeit. AhkÜHcU^Uft^Ch. Slrtlsundi Am 4. August, abend* 8 30 Uhr, im Gemeindehaus«« l.»ng*«1r. 89, Lirhtbildervnrtrap: JeriH Hamisrteh und Adlojad», Brgleitvortr.ig; Georg Kopydlowjki, Stettin. Die Stldt. Technisch» Lehranstalt Bodenhach beginnt am 1. Septem• bet 1834 das neue Schuljahr und nimmt Anmeldungen bi» su diesem Zeitpunkte entgegen. Als Vorbildung wird absolvierte Burgersehule oder Untermittelschule verlangt. Abteilungen für Ma.chinenbau, Autohau, Elektro- und Ferniiielilriechnik (Rn •liowr>en), Heizung und Lüftung (Installation), iiorhhau (Eisenbeton). Kostenlose Prospekte durch die Direktion. Familien - Nachrichten Herr Malermeister J. Brand und Frau Olga, geh. Jottknwitt, Ham* bürg 30, Krempestr. 2, feiern am 4. August das Fest der silbernen lluchzcit. Ein Lehrstuhl für jüdische Wissenschaft an der UnlversttHt Dorpat. An der esüändischen Universität Dorpat ist ein Lehrstuhl für jüdische Wissenschaft in der Philosophischen Fakultät errichtet worden. Das Ziel ist, den Studierenden eine wissenschaftliche Forschungsstätte und den werdenden Lehrern der jüdischen Schule eine gründliche Ausbildung zu geben. Nach den Statuten können Judaica als Haupt- und Nebenfach gewählt werden. Nach einer achtsemestrigen Ausbildung in Vorlesungen, Hebungen und Semi• narep erfolgt die Zulassung zu Abschlußprüfungen, die die Berechtigung zum Lehramt an einer Mittel• schule gehen. Ebenso können die akademischen Titel (Ma• gister und Dr. phil.) nach Anfertigung einer Wissenschaftliehen Arbeit erworben werden. Der Lehrplan soll nach den Plimen des ordentlichen Professors für jüdische Wissenschaff, Dr. Lazar G ul ko witsch, als Grundlage vor allem Hebräisch enthalten; außerdem sollen Aramäisch und Arabisch gelehrt werden. Parallel gehen Einführungen in das tal• mudisch-midraschische Schrifttum und dessen Textinterpreta« tionen. Zur Immatrikulation ist die Genehmigung des Ministeriums zum Besuch der Universität, die bei Vorlage des Reifezeugnisses einer staatlich anerkannten Schule erteilt wird, notwendig. Ein jüdischer Lebensretter. Die ״Danziger Volksstimme“ vom 27. 7. berichtet folgenden Vorfall: Heute vormittag, gegen 11.15 Uhr, spielten einige kleine Kinder auf der Straße Am Sande, an der Radaune. Plötzlich stürzte eines der Kinder, das *ich in Uniform befand, ins Wasser. Es entstand sofort an der Unfallstelle ein Gedränge von hundert Leuten, darunter 60 bis 70 Männern! Keiner hatte jedoch den Mut, dem Kinde nachzuspringen, bis plötzlich ein jüdischer Junge, mit Namen Samuel Grauer, in voller Kleidung und schweren Stiefeln ins Wasser sprang und das Kind, das bereits drei Minuten unter Wasser und von den Umstehenden schon aufgegeben war, herausholte. Danach verschwand der mutige Retter, wurde aber von dem Schupobeamten, der Inzwischen dazugekommen war, eingeholt, der den Namen des Retters leststelitc. f.lalar ouchbind Puchdruckor AlBERT TE1CHER Voael «& Rausch Lelptlg, Ineel»7/8 * Tel. *♦ *«* Einflve jfid. OroS-Budiblnäer•! »8׳ Verhnr, Privat• u, Induatrla »«•> *“׳*״״'* •״ •׳ lUlltllun י*י JJhrka, ZetUchritUn, KaUtoo* Olaaartallonan, GaaehiHa- und Le1B>IM Privat Druckaaokan ® CI, INDUSTRIS-PALAST ' BRANDENBURGER3TR.10I1 BUrobodarf Tischlerei SKchs. EiUro-Mnaohtn״» und M»Icrlnl־V ©rlsrlet* PrU* HoB• L»lpz)a Ci. TsnsokMratr«• ייי Teletex illl« Berliner Str. 71 Telefon! 419*4 äiull. verkommenden Bautischler* u. Glaser Arbeit«» \ CH. VOGELHUT tl*!•!1■• Lsekiartr* ».TapAiiarariilli *«!(Un •acbj'.AtDftQ »uittlühri. Ulpsljr» N0r<htra8e 27 / TeUfoni 3ISS3, r־ 1־־ sioHe r~1 ד■ . r:, u IlHlllllHililSSIlliUliUtlliltHimiilllWHHllSmiMIHHUWlMWlH Diese Rubrik erscheint erst wieder in der Ausgabe vom 14, August• Auto-Boralfun כ:1!S;,KÄ!.'," Fabrikate G«<br• Ro««nhlUth,!*•IpstgCl JaeebstrsS« 2 * Talafor» Nr. 32067 I-1 Hsusvsrwaltunsen f 1 Im -׳*]«. י י. ■«ie—enee—1—- ■“״»*l Rtchti« und Gn«mlatüek»verkahr Ulptl|C1! Flelacharpl• lb * Tat 23317. MEISTER & Cie. Inhaber) CARL BLUMLIIN Lelpüj C1, laaaUlr. 5. Fataapr. UltL ־'] Klampnerol "X Dau-Kicmpnoroi und instaiiauonsgeschan für sanitär• 088• 11. Waismntagsn UlPZlg S S, Moltkaatrale 67 / Tal. 32286 Polza FRXNKEl MlPht 17 (tC$nig,afalari•) י* MtlaatartifURf u. Modrmiiltr•* ia •if•Rar Karacbearal

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