Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 61 (31.7.1934)
- Date
- 1934-07-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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i Seite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU M Knut Hamsun Antisemit? Zum ZS. Geburtstag des Diditers Am 4, August feiert die Welt den 75. Geburtstag eines der Profiten lebenden Dielder, des nordischen Maliers Knut!!*!יי?)•"• ~ Dieser Tag ist allgemein ein Anlaß zu einer Würdigung des Dichters; bei dieser Gelegenheit wurden in der I resse auch Bemerkungen über Hamsuns Stellung zu aktuellen politischen Fragen und zur Juden frage gemacht. Den Kenner der Hanisiinsclicn Ideenwelt überrascht cs keineswegs, daß der Meister sich warm für die Ideen des neuen Deutschland ausspriclit, finden wir doch in allen semen Werken von ״Hunger“ bis ״Nach Jahr und Tag“ Gedanken und Anschauungen, die manchen Grundsätzen des Nationalsozialismus verwandt sind. Immer wieder richtet sicfi der Dichter t. B. mit aller Leidenschaft seiner Dialektik, mit allen Mitteln seiner Tiefen- •Psychologie und seiner unübertrefflichen Darstellungskunst gegen die Entartung und Dekadenz des Stadtcrtiims und schleudert dem liberalistischen Fortschrittsglhubigcn sein ״Zurück zur Naturl“ •— zurück zum ״Segen uer Erde“ entgegen. Für ihn gibt es nichts Größeres, nichts Frstrcbcnswerteres als den Menschen, der in innigster seelischer Vcrbundenheit mit der Hcimatschollc sät und erntet, das Moor entwässert und das llrland rodet, Familie gründet, Kinder, viele Kinder, ein neues, gesundes, starkes Geschlecht in diese Welt setzt, in der der Hausherr als ״Führer der Familic“, der Gutsherr in fast patriarchalischem Sinne als ״Führer der Gemeinschaft“ gilt, (fiese Gemeinschaft aber sei sich ihres rassisch-völkischen Eigenwertes stets stolz, bewußt und bereit, nach innen für soziale Gerechtigkeit, nach außen für die nationale Ehre zu kämpfen und zu streben. Das ist das Weltbild, fiir das der Dichter seit etwa 35 Jahren mit einem Clan, einer Intensität, einem Temperament sondergleichen streitet, mit einer künstlerischen Virtuosität, die iftm auch in weltanschaulich durchaus entgegengesetzten Kreisen, wie im neuen Rußland, viele leidensenaftliehe Verehrer geschaffen. In der T at, Hamsuns Verherrlichung der bäuerlichen Primitivität, fast möchte mau sagen; der Fanatismus, mit dem er immer wieder die Schönheit und innere Harmonie des Landlebens predigt, läßt cs zwar begreiflich erscheinen, daß der Dichter des ״Segen der Erde“ vom norwegischen Landsmnal als ״Schöpfer einer neuen Bibel“ gefeiert und seine auch vielfach ins Hebräische übersetzten Werke in den jüdischen Dörfern Palästinas begeistert gelesen werden; aber daß ein solches Werk auch in einem Lande, das gerade die Industrialisierung der Landwirtschaft anstrebt, Millionenauflagcn erreichte, daß es ferner von jenen Kaffeehatisgroßslädtcrn, die es immer wieder bespöttelt, heiß geliebt wird, sollte denjenigen zu denken geben, die in der Kunst das ״Was“ vor das ״Wie“ stellen. Ist damit nun aber auch gleichzeitig gesagt, daß es uns völlig gleichgültig sein kann, ob dieser oder jener große Dichter antisemitisch eingestellt ist oder nicht? Nun, wir wollen uns nichts vnrmachcn! Es würde dem jüdischen Hamsim-Verchrcr unwillkürlich einen Stich versetzen, wenn t!1 sich bewahrheiten sollte, daß der Dichter judcnfcindlich gesinnt sei. Die Beantwortung der Frage, ob Knut Hamsun Antisemit sei oder nicht, ist in keiner Weise für unsere Be- Wertung seines dichterischen Werkes, die ja feststeht, von Bedeutung, sic ist aber für die innerliche Haltung des jüdischen Lesers zum Menschen Hamsun von Belang. Fest steht, dal! der Dichter Knut Hamsun die Reinheit der Rasse, die Entwicklung völkischer Eigenart ebenso leidenschaftlieli verteidigt, wie er bei jeder Gelegenheit Ausländertum und Sprachcnfimmel, vor allem die Anglisicrmig des norwegischen Volkslebens und die Amcrikanisicrung des allgemein-geistigen Lebens, mit der ätzenden Lauge seiner Ironie übcfgicßt. ״Er war ein Mischling, also ein aus zwei Halbheiten zusammengesetztes Ganzes.“ Achnliehc Sätze finden wir bei ihm bis in die letzte Zeit. Das alles hat natürlich nichts mit Antisemitismus zu tun. Wenn Knut Hamsun einigen Zcitungslcuten «klärt haben mag, daß er antijüdisene Maßnahmen billigt, so ist dies 11. E, ohne Kenntnis der näheren Umstände solcher Acußcrung noch kein Grund zur Aufregung; vor allem widerlegt man cs nicht durch das kindliehe Argument, daß Hamsuns deutscher Biograph, der Germanist Bcrcndson, Jude sei. All denen, die Leben und Wirken Hamsuns naher verfolgt haben, ist bekannt, daß der Dichter sich in Zcitungs- Äußerungen schon öfter widerspruchsvoll verhalten hat. Halten wir uns ferner vor Augen, daß der Dichter von seinem Arbeitszimmer auf Nörholmen aus die Dinge nur theoretisch sicht. Man hat ihn gefragt und er hat geantwortet. Jawohl, hat er gesagt, er gestände dem deutschen Volk durchaus das Recht zu, sich von der geistig-wirtschaftlichen Uebcrmacht einer jüdischen Minderheit zu befreien. Die Juden, hätten sie ein eigenes Reich, würden cs wohl auch nicht anders getan haben. Ist das Antisemitismus? Es ist letztlich nichts anderes ats die Erkenntnis, daß das kulturelle und soziologische Verhältnis von Deutschtum und Judentum einer neuen Klärung bedurfte, eine Erkenntnis, die man ja heute auch im jiidisehen Lager nicht bestreitet. Die Klärung und Bereinigung selbst sieht Hamsun freilich von Norwegen aus nur in der Theorie. Er weiß nichts von den tausenden seelischen und wirtschaftlichen Tragödien, die diese plötzliche Neuregelung im Gefolge hatte. Wüßte er es, wir dürfen sicher sein, daß sein großes, gütiges Dichterherz auch für sic schlagen würde. Denn daß Hamsun weit entfernt von jedem Vulgär- Antisemitismus ist, daß es ihm lerniiegt, die jüdische Rasse oder den jüdischen Menschen als solchen zu diffamieren, dafür haben wir einen überzeugenden Beweis in einer seiner lebendigsten, echtesten Konianfigtircn, nämlich in dem alten Uhren-)uden Pabst aus den ״Landstreichern“. ln jenem Pabst, der als einer der wenigen Vertretcr seines Volkes in Norwegen auf den Märkten her- Umzieht, den jeder kennt, von dem sich jeder einen Rat holt, der zweifellos gerissen, aber durchaus nicht immer nur auf seinen Vorteil bedacht ist. Der Erzähler weiß Von Fällen zu berichten, in welchen der alte Pabst sich als hilfsbereit erwiesen hat. Dabei ist Hamsuns Uhrenjude durchaus kein Engel. Mitunter treibt er es sogar ziemlich bunt, aber daß er sich dabei von dem Nordlandsburschen . Edevart helfen läßt, beweist nur wieder Hamsuns Unvoreingenommenheit, wie überhaupt diese Gestalt aus den ״Landstreichern״ offensichtlich von der Sympathie des Dichters getragen wird Und dabei selbst in der kleinsten Nuance so lebensecht Una lebensnah ist, daß der hier kompetente jüdische Leser!Vom der nahezu shakespearehaften Blicksicherheit des nordischcn Dichters Hamsun für jüdische Wesensart und der Virtuosität, mit der er sie künstlerisch verarbeitet, überrascht tmd. angenehm berührt ist. ■Wer die ״Landstreicher" Knut Hamsuns gelesen, die tnit ־zauberhaften impressionistischen Pinsclstrichen verewigte Gestalt des alten Pabst kcmicngeternt hat, für den steht es daß der große norwegische Meister, der nun seinen 75. Geburtstag begeht, nicht als ״Antisemit“ im landliufi* gen Sinne betrachtet werden darf. Kurt Bebrettd.; ■LZ W.»> |יי־-׳״/ * 1 tk /■”*N . c—»f I ״y r׳ ■, ו1•"־"» Nr. 61, 31. VII, 1934 Von unserem London er Mitarbeiter. London, im Juli. Ein Ausdruck des verstärkten Interesses nn jüdischen Problemen ist ein Film, der schon seit vielen Wochen im Mittelpunkt des Londoner Filmprogramms steht. ״Das Haus Rot 11 sc hi Id" zeigt die Entwicklung des großen Bankhauses von den kleinste« Anfängen in Frankfurt, ln einer Vorbemerkung wird darauf hütgewiesen, daß der Film keinen Wert darauf lege, historisch immer getreu zu sein. Aber die grolle Knust des Hauptdarstellers George Arliss verkörpert den Londoner Nathan Rothschild meisterlich und eindrucksvoll als den Typ des (llieltojuden — Shakespearisch, Shylockisch gesehen — mit allen seinen men sc 11liehen Regungen und Reaktionen, mit allen guten und schleehteil Seiten, wie sie aus seiner Lage beinahe mit Notwendigkeit folgen. Der jüdischen Familiciitrcnc wird in diesem Film ein Denkmal gesetzt, der seherische Blick des alten Meier Amsehel, die voraiisschauendc Berechnung und die kluge Taktik des Nathan Rothschild können auch heute noch jedem Interessenten zeigen, ״wie ׳man’s schafft". Daneben darf der verzweifelte Wille /um Geld nicht wunder nehmen. Schon der alte Meier Amsehel, der fromme Jude, empfindet die Notwendigkeit, sich vor seinen Kindern zu rechtfertigen: ״Geld ist die einzige Macht, die wir Juden haben können, ein anderes Verteidigiingsmittcl besitzen wir nicht.“ Und so versucht er, aus diesem Notberuf das Beste hcratts/uholcn. Doch damit sind wir bereits in die Erzählung übergegangen. Würde, Ehrlichkeit, Zusammenarbeit der fünf Brüder und der Frieden Europas »sind die Grundsätze, die der alte Vater seinen Söhnen an seinem Sterbebett für ihr Lehen zu beherzigen gibt. ״Vor allem aber denkt daran, daß ihr )uden seid. Denkt daran, Geld ist längst nicht alles. Und ihr werdet nicht eher glücklich sein, bis unser Volk mit Würde Geschäfte führen kann, in Würde leben und in Würde durch die Welt gehen kann. Seid immer bedacht, die Lage unserer jüdischen Brüder zu bessern.“ Diese Grundsätze werden bei allen Gelegenheiten von den späteren grollen europäischen Financiers ins Gedächtnis gerufen und angewandt. Als Napoleon den Frieden Europas bedrohte, finanzierte Rothschilds Geld den Ocgcnfcld/ug der Alliierten. Und doch ist der Jude Nathan Rothschild in London zu den großen Feierlichkeiten, die dem siegreichen Wellington zu Ehren gegeben werden, nicht cingcladcn. Als Wellington das erfährt, verläßt er den Saal: ״Wenn Rothschild nicht hier sein kann, kann ich zu ihm gehen.“ Durch Wellington erfährt Rothschild später, daß eine grolle französische Anleihe aufgenonunen werden soll. Die Bank, die diese Anleihe gibt, werde zur größten Finanzmncht Europas werden. Aber Rothschild dar! sich an dieser Anleihe nicht beteiligen. ״Aus technischen Gründen", wie der preußische Einnnzkommissar, Baron Lcdrautz, ihm zur Erklärung sagt. Rothschild weiß Bescheid: ״Darf ich liinzufügen, der Grund ist, daß ich Jude bin.“ Rothschild erreicht cs durch geschickte Manipulationen, daß er doch zur Anleihe herangezogen wird. Seine Bediiigung ist aber, daß er allein die ganze Summe über* nimmt. Aus diesen Verhandlungen werden die Teilnehmer durch die Nachricht aufgcsdireckt, daß Napoleon von Elba nach Frankreich zurüekgekehrt sei. Der Rothschild von Paris glaubt, Napoleon unterstützen zu sollen. Er habe den Juden die Befreiung aus dem Ghetto versprochen und will überdies die doppelten Zinsen zahlen. Aber Nathan in London bleibt der Stärkere. Er überzeugt seine Brüder, daß der Frieden in Europa nicht eher wieder hergcstdlt sein werde, als bis Der Kamp! um die jüdische Arbeit in Klar Saba Nach Verbüßung der über sic wegen Pöstenstehens zum Schutz jüdischer Arbeit in jüdischen Orangen* plantagcn verhängten Gefängnisstrafen sind der Führer der Landarbeiter-Gewerkschaft Simon Kuschnir und die Funktionäre der Landarbeiter-Organisation, B. Minkowski, D. Schulman und A. Kantor, aus der Haft entlassen worden. Napoleon für immer gefangen sei Vorkämpfer des Friedens. Ala die Und die Juden seien »,4 ,U. Jrtiv AU* ( / .ך»" Vertreter der Verbünde(«! zu Rothschild kotim״! und ihn lim eine Anleihe bitten, sagt er zu unter einer *** dinginig: Die Verbündeten müssen sich verpflichten 4 Juden Freiheit und Sl.ialslmrgerredit zu gewahren, ’ Von Frankreich, dem Kriegsschauplatz, werden s|w. schlechte Nachrichten nach London gemeldet. Die Bürst L findet sieh in Panikstimmung. Nur Rothschild kaujj »;j versucht, den Markt zu liehen. Plötzlich erreicht ihn als erig durch seine Taubenpost die Siegesuachrkhi. Rothschild sclnl׳ es in den erregten Biirsensaal: ״Wellington simcirh Waterloo, Napoleon gefangen!“ 8 England enthält Rothschild die verdienten Ehrungen niiM vor. Der König selbst dankt ״Englands Adoptivsohn, 4״ durch seinen Mut und seine Großzügigkeit so viel für <j״I Frieden der Welt getan hat. Er war zu allen Zeiten loyaler Bürger seines Landes.“ Rothschild ist in die e! fische Gesellschaft aufgenommen. Der Ehe seiner Tochter ,״, einem nichtjiidischen Leutnant steht nun nichts mehr im Wt-I Früher hatte sie der Vater bekämpft. Jetzt ist diese tV nach Rothschilds Meinung keine Würdelosigkeit mehr, vor £ der sterbende Vater so gewarnt hatte. Jetzt ist Rothschi gleichberechtigt. Damit hört der Film auf, in einer Situation, in der vit! Juden von heute im geistigen Sinne angefangen habt! und er fängt an in einer Zeit, in die wir Teile des Judetums von heute wieder zurückversetzt finden. Aber der \ftj den dieser Film durchläuft, kann nicht der Weg dtj m o d c r 11 c 11 Juden sei n. Der Film ist gewiß von dem Ruten Willen beseelt, Judenfrage -- wie die Produzenten des Films sic verstehen objektiv aiif/urolleu, zugleich ist er ein Versuch, den! er, lischen Juden von heute ein Stuck seiner Entwicklung*,^, schichte vurzuführen. Und mancher englische Jude wird, mit sich seihst zufrieden, nach Hause gehen und sagtj' So weit hätten wir es also geschafft. Unserem mmlcrntj jüdischen Gefühl ist dieser Film fremd. Wenn «r Richtung an/cigcn will, in der die jüdische Gesamtheit weitn. ztigehen hat, so ist er ab zule h neu. Als Meier Aiiisckrf starb, konnte er seinen Söhnen vielleicht keinen besseren Kr geben, um ihrer seihst mul um der Juden willen. Es war dt Zeitalter des Individualismus, und jeder einzelne Jude, <k befreit wurde, konnte positiv gewertet werden. Heut w c 11 r e 11 w i r u n s d n g e g e n, die Befrei 11 n g dt! luden auf de m U m w e g ti her fremde politische Interessen und private Geldgeschäfte an zu streben. Wir wissen, daß Befreiung aus Opportunismus fa Befreienden nie echte Freiheit mit sieh brachte. Wir crirntm uns, daß schon viel früher einmal ein anderer, ein sehr gro vielleicht der grüßte englische König, Edward I., die Juden aus England vertrieben hatte, weil das Geldgeschäft i«. zwischen auch von anderen, von Flninlämlcrn und Italienern, betrieben wurde und man die Juden nicht mehr _brauch Wirkliche Freiheit gehört zu den Dingen, die niemand Geld abschiit/.eu kann oder auch nur in irgendeine Ott• funktion zu setzen berechtigt ist. 1111 Falle Rothschild ah sind Konflikte zwischen dem berufsmäßigen Gcldleiher «־: dem Vertreter politischer Interessen unvermeidlich, frotz t■ ehrlichsten Absichten, die die Rothschilds bei ihrem Gest? geleitet halten mögen, die Tatsache, daß die Brüller 5 fünf verschiedenen europäischen Hauptstädten für den Fricfc Europas kämpfen, kann hei dem außenstehenden Beobaü• ter ein Gefühl der ״Judophobie“ entstehen lassen, das diese Frieden nicht dienlich ist. Wir glauben mit Theodor H«d nicht mehr an den ״Geldjudeit“, sondern an den ״Geiste■ juden“. Nicht durch Geldgeschäfte kann den Juden geholte werden, sondern nur durch ihre ״Aulo-Emanzipation“ «1 durch die Erhebung der ganzen jüdischen Volksgcmeinsehilt zu bewußtem Wirken für ihre Zukunft. J ui ius Kollenscher, Der Bodenbesitz des Keren Kajemdh Die Zentrale des KKL für Deutschland teilt uns folgend« mit; In den Kreisen der Interessenten für die Nir-An• leihe mit KKL-Obligationcn herrscht vielfach Unklarheit über den Bodenbesitz des Keren Kajemcth. Um diese Unklar• beiten zu beseitigen, geben wir bekannt, daß sich ®י Bodenbesitz des KKL zurzeit auf 333 067 Dunam belauf Davon sind 33138t Dunam ländlicher und 1186 Dunam stad«• scher Bodenbesitz. (1 Dunam 0(101 =•־ qm.) Neuerungen im Posiverkehr mit PaläsiiiM Der Fernsprechverkehr von Deutschland t«d Palästina bziv. in umgekehrter Richtung ist jetzt nach Mit• tciluug des ״Amtsblatts des Reichspostministeriums“ auch *״ die Orte Bethlehem, Jericho und T c l - A w i w ausgw™ worden. Bisher konnten Gespräche nur mit Gaza, Hä'“׳ Jaffa und Jerusalem geführt werden. Die Spree!1 gebullt beträgt 76,80 RM. für ein Drciminutcn-Gcspräch. Im Post a n w c i s u n g s * V c r k c b r wird erneut י|י״ו lichcrscits darauf hingewiesen, daß die Abschnitte der ro״‘ anweisungen keinerlei Mitteilungen für den W fiingcr enthalten dürfen, da die Zahlkarten usw. nur bis “ einer bestimmten Verrechnungsstelle gelangen, nicht 1® in die Hände des Empfängers selbst. >Ojj ״KKL H3ttä; J«. *׳- ■ ׳• ■ ' 'Vi-: j Die twechs D11rc/1sfl,-1Mj der nesrhüfti^ung indischer Arbeiter vor 'den •jüdischen l’lmtmjcn aufi/estellten Wo,;hm (Mischmaroth) sprechen hier mit einem arohnchrn ArbriUvermitller.. Die vor den jüdischen Pmdntim angebrachten Tafeln tragen die Inschrift ״Vertreibet nicht den jüdischen' Arbcitert' Fhete; Oritnt Prtf Photo Company. T*l-Au׳lu1 Jüdische Heilstätte ״Etania". Wir erhalten eine Zuschuß! der wir folgendes entnehmen: Die Jüdische Heilstätte ״ttan׳* in Davos, die vor 15 Jahren vom Hilfsverein für juuisc״ Lungenkranke begründet wurde und unter Leitung von r*׳ Ocri und Dr. Galiuski stellt, wird orthodox geführt. 5.111״ und jüdische Festtage werden besonders feierlich begaffi!*’׳״ Auch des 30, Todestages von Herzl wurde durch eine A spräche und eine ansehnliche üaumstiftung für den gedacht. Während der Zeit seines Bestehens haben im ״Etania" mehr als 1200 Palienten aus allen Teilen der »" eine Kur durcligcmacht. Einen verhältnismäßig hohen Pro*«£ satz. stellen die Patienten aus Palästina, was darauf 2־״ rückzuführen ist, daß dort noch kein Höhensanatorium vor banden ist. Besonders hervorzuheben ist die große Leist» der Schweizer Judcnhcit für die lungenkranken Juden »״> aller Welt. Notwendig wäre aber, daß auch die Länder, ** denen mittellose Patienten kommen, sich an der Unterste ״» der ״Etania“ beteiligen. Anläßlich des 15jährigen Jubila«״״ sind dem Hilfsverein ״Etania“ in Zürich und der Verwalt« zahlreiche Dankschreiben /!!gegangen. Hebräischer Fernuntcrlcht Die Fortsetzung des Fernunterrichtes mußte in Nummer .aus technischen Gründen wegbleiben.