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Jüdische Rundschau · 1934-07-27 · Heft 60 (27.7.1934) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 60 (27.7.1934)
Date
1934-07-27
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 60, 27. VII. 1934 J 0 DIS C H E RUNDSCHAU Seite 11 %•׳ י"^ ׳fine R'iid '! p'(r| I יי" 1!e) |< nd •fver׳, ו" |ch'׳‘ (Jüa, |.n!e tj ein l aus |hal «|U’• n״3 v! -§Un fl!; i- . j] e 5S I 1 34 'i KKL'Diplom Im Zimmer des Staatspräsidenten Zfonliihchet au» Chile Von unserem Berichterstatter Santiago (Chile), 13. Juli 1934 (durch Luftpost) Die Zionistische Vereinigung von Chile leiert hi diesem Jahr ihr ISjahrigcs Bestehen. Es fehlt leider noch eine ziojiistische Jugendorganisation, wenn auch kleine Jugcnclgrtippcri vorhanden sind. Es werden jetzt Versuche unternominell, eine clialuzischc Jugcndgruppc ins Leben zu rufen. Bei der diesmaligen Zertifikatsvcrteilung sind auf Chile zwei Zertifikate entfallen (auf Argentinien mir drei!), die für eine Familie aus Santiago und eine aus Valparaiso bestimmt sind. Trotz der grollen räumlichen Entfernung von Palästina herrscht hier ein r c g c s z i o 11 i s t i s c h e s L e b c 11. Die Fülljer der Zionistischen Vereinigung versuchen, zionistisches Oedankengnt in alle Kreise zu tragen. Eine zionistische Dolegation, bestellend aus dein Präsidenten Mauricio Faivovich und drei Direktoren, unternahm vor einigen Wochen eine Propagandarcisc nach dem Süden Chiles, wobei jeder Platz besucht wurde, an dem Juden leben. Es ist interessant, daß bei dieser Reise zionistische Propaganda in einem Ort gemacht wurde, von dem man sagen kann, daß dies der südlichste Platz, der Welt ist, wo Juden an zu treffen sind: Puerto Monft, wo zirka 20 jüdische Familien leben. Von den letzten Veranstaltungen ist die Hcrzl-Gc• denk leier zu erwähnen, welche am 3. Juli in dem Oebäude des Circulo Israelita stattfand. Umrahmt von ernsten Musikvorträgen der besten Künstler des Landes, wurde von verschiedenen Rednern das Werk Theodor Hcrzls gewürdigt. Eine zweite I Icrzl-Gedcnkfcicr fand am 8, Juli in dem Gebände der scphardischcn Juden statt, die sich sehr rührig zionistisch betätigen. Am 2(1. Juni wurden den beiden chilenischen Partamcntsmitglicilern Carlos Vienna Fucntcs und Edmundo Fucii/alida Espino/a in dem Gebäude des Cirtu|0 Israelita die Diplome des KKL übergeben, die den Dank der chilenischen Juden ausdrücken sollen für die itideiifreundliche Haltung dieser beiden Politiker in allen das Judentum angehenden Fragen. Es soll bei dieser Gelegenheit nicht unerwähnt bleiben, daß der erste Chilene, der in das Goldene Buch des KKL eingetragen wurde, auch der erste Bürger des Staates ist. Der jetzige Präsident der Republik, Art uro Alcssandri Palma, wurde im Jahre 1021 von den Juden Chiles in das Goldene Buch des KKL eingetragen, als er das erstemal Präsident der Republik war. Als damals der Völkerbund tlas Palästina-Mandat bcriet, versuchte der Vertreter Brasiliens in Genf im Laufe der Verhandlungen einigen Punkten zu widersprechen, die aber tin stimmig angenommen werden mußten. Die politischen Führer der zionistischen Bewegung wandten sich seinerzeit telegraphisch an die hiesige Zionistische Vereinigung mit der Bitte, bei der Regierung cin/uwirkcn, daß dieselbe Brasilien gegenüber ihren Eiiiduß geltend macht, das Mandat rückhaltlos a 11 zu e r k e 11 n c n. Der damalige Präsident der Zionistischc» Vereinigung von Chile, Isaac Drapkill, sprach sofort hei dem Staatspräsidenten Alcssandri vor, der unver/iiglieh seinem Außenminister die Anweisung gab, ein treundschaftliches Telegramm an die brasilianische Regierung zu riehten und zu bitten, ihren Vertreter in Genf anzuweisen, für das Mandat zu stimmen, was dann auch geschah. Das Diplom des KKL ist in dem Arbeitszimmer des Staatsoberhauptes angebracht. Heinz Gotthilf. Für innerziomsiische Reform Von Simon Helfer, Berlin Vor kurzer Zeit erschien in der ״Jüdischen Rundschau“ «in Artikel, in welchem der Verfasser dieses und Heinz-Werner Goldstein zum ״totalen Zionismus" autriefen. Hie Zionistische Organisation ist heute ein Haufen von durch alle Weltanschauungen, die das 19. und 20. Jahrhundert geschaffen Italien, bestimmten oder zumindest doch beeintlußten Kräften, Sie ist, ganz entgegen der Ursprungliehen Konzeption Herzls, jüdische Partei geworden statt jüdische Bewegung, Bewegung der Juden zu sein, Sie wurde, wie wir formulierten, nichts als ״Dachverband innerzionistisch anderweitig festgelegter Schckclzahlcr“. Im'Galtith und in Erez Israel gibt es einflußreiche Cirup* pen, die iiti Namen eines ,,Vollzionismus" nationale Fonds sabotieren. Der Arhisoroff-Pro/eß, eigentlich Anlaß tiefster Scliamle, weil es möglich war, daß Juden in ernsthaftem verdacht stehen konnten, gemordet zu haben, bietet willkommene Gelegenheit, sich hüben und drüben in abstoßenden Manifesten zu ergeben. Wir alle sollten schweigen jetzt, nachdem das Urteil gesprochen ist. . Diesem Bruderkrieg ein Ende zu bereiten, ist Aufgabe einer Jugend, die, weil sic Palästina braucht, keine Zeit haben sollte, sie .1 an überlebte und fremde Weltanschauungen *u, klammern. Diese unverbildete Jugend, von ihren Führern wiRbramht, bildet aber die Kerntruppe zu einem Bürgerkueg, der das Aufbauwerk zerstören wird. Uie Zionistische Organisation hat versagt, weil Ihre Udirer jede Autorität vermissen lassen, einzugreiten gegen die zerset/ung innerhalb des Zionismus. Als Richtlinien für eine Reform der Organisation bc- ”achten wir: 1• Eine einheitliche Tarbuthbewcgung muß die gesamte ״eganisalion erfassen (Schaffung eines zentralen Tarbuth* *kzcrnales der Exekutive). 2 ״. An zionistischen Fonds zu arbeiten, ist Pflicht aller Gruppen. . ,3. Allein die Zionistische Organisation bestimmt die zio- Histische Disziplin. Sie ist für alle Gruppen verbindlich. . ■}. Der Hcrhaluz in den einzelnen Ländern ist die Orga- Ration, die allein und nur Huchscharahstcllcn vermittelt. Die ׳arhutharbeit ist dem Hcdialuz zu entziehen. 5. Die Histadruth ist unantastbar als Gewerkschaft mit dazugehörigen Aufgaben. Der Histadruth ist jede Taroulharheit zu entziehen. , 6. Schaffung einer Exekutive, die so stark ist, daß sie 1״'stände ist, die gesamte jüdische Politik und Wirtschafts- Politik in Palästina zu leiten und auch die mit Einzelaufgaben befaßten Organisationen zur Disziplin zu verhalten. Die führenden Männer der Zionistischen Organisation sollte« sieh der Aufgabe unterziehen, dies zu verwirklichen “n” die notwendige Einheit licrztistcllen, andernfalls werden 81« hinweggefegt werden. Totaler Zionismus muß die Organ!- 5ation erfassen, er wird die Organisation ideologisch und?■,{Dnisatorisch verjüngen und Herzls Ideale verwirklichen. ts ist fünf Minuten vor zwölf! Zum ersten Male ist, wie uns aus Tel-Awiw geschrieben ^1fo. jetzt in Palästina nach europäischem Muster ein V'ät-Sa n atoriu m unter facjiärztlichcr Leitung einge- ״ehtet worden. Nahe dem Meere in Tel-Awiw haben Le!• “{״־de so die Möglichkeit der Heilung im eigenen Lande, ״״ne eine weite und kostspielige Reise in europäische Bäder. Der revisionistische ״DoyZuoti* ffeffen den Kcrcii Eejcnictli Eine Erklärung «1« KKL-HaupfhOrot Das Keren Kajcinelh-Direktorlum in Jerusalem schreibt: 13er von der Well zentrale der Zionistcn-Rcvisionlsten gegen den Keren Kai cm et 11 erklärte Boykott, und Gcwaltsakte, die diesen Boykott vielerorts noch verschärfen, haben in der zionistischen Bewegung und bei allen Teilen des Volkes Befremden und Erbitterung liervorgerufeii. Ursprünglich hatte die revisionistische Exekutive beim Ausruf des Boykatts die Behandlung hei der Zertifikatsvcrteilung als Oriind angcgeben. Ohne auf die Frage selbst näher einzugehen, sei hier nur gesagt, daß die Führer der Revisionisten sehr gut wissen, daß diese Dinge gar nicht der Kompetenz und dem Einfluß iles KKL unterliegen, er also nicht verantwortlich gemacht werden kann. Um den Boykott zu rechtfertigen, bediente man sich auch noch einer anderen Begründung: Die Mitglieder der Revisionisten und des Betar würden bei der Zuteilung von Boden für ihre Ansiedlung durch den KKL zurückgesct/t. Das Hauptbüro des KKL erklärt hiermit, daß diese Beschwerde völlig unbegründet ist. Es ist uns kein Fall bekannt, wo die Leitung des Revisionismus oder des Betar sich mit konkreten Forderungen 11111 Boden an uns gewandt hätte, die wir nicht erfüllt haben. Das mag daraus zu erklären sein, diß diese Organisationen, welche noch in den Anfängen ihrer kolonisat .irischen Arbeit stellen, nicht viele Mitglieder zählen, die für eine Ansiedlung auf KKL-Boden bereit sind, oder daß ihnen die nötigen Mittel für die Durchführung solcher Aufgaben fehlen. .Sic haben daher nur in vereinzelten Fällen Boden vom KKL verlangt. Aber wann immer sie an den KKL herantraten, hat dieser ihren Forderungen gegenüber eine durchaus positive Haltung eingenommen und dieselben erfüllt. Erst im Januar d. J. haben wir Im Zusammenhang mit Artikeln, die Herr Jabotinskv in der Presse über die Zurück- Setzung des Betar durch den KKL veröffentlicht hat, der Leitung des Betar in Paris all dieses ansein,indergesetzt. Wir erhielten von ihr unterm 24. Januar 1934 die folgende Antwort: ״Wir haben Herrn S. Jabotinskv, dem Vorsitzenden des Rcfar, den Absatz Ihres letzten Briefes übermittelt, der sich aut seinen Artikel im ״Moment“ bezieht. Herr jabotinskv dankt Ihnen für Ihre Bemerkungen und verspricht, den Felder in einem seiner nächsten Artikel richtigzustcllcn.“ , _ Wie man die Frage auch betrachtet, haben die Revisionistrn und Mitglieder des Betar keine Ursache, sich über den KKL zu beklagen, geschweige denn, ihm den Boykott zu erkläret.. Es müssen andere, parteipolitische Bcrcchnungcii sein, die diese Organisationen zu ihrer Haltung und zur Verkennung der Pflichten gegenüber den! KKL gebracht haben. Wir schon in dieser Handlungsweise ein nationales Unglück, nicht etwa, weil wir befürchten, daß in dem Boykott eine Gefahr für die Einnahmen des KKL liegt. Wir wollen den Wert der Arbeit, die die Mitglieder der revisionistischen Partei mul des Betar für den KKL bisher geleistet haben, nicht schmälern. Sie haben unter ihren Mitgliedern und in anderen Kreisen in vielen!.ändern nicht unbeträchtliche Summen für den KKL. aufgebracht. Aber wir sind sicher, daß der durch den Boykott verursachte finanzielle Schaden voll und mehrfach ausgeglichen werden wird durch die Anstrengungen der dom KKL treuen Mitarbeiter und Spender. In diesem Jahr ist in den meisten Ländern ein Ansteigen der KKL-Einnahnieu zu verzeichnen, obwohl der Betar und die Revisionisten ihre Mitarbeit schon monatelang vor dem Boykott fast gänzlich eingestellt haben. Seit der ״Boykotterklärung״ sind die Eingänge noch weit mehr gestiegen (um 30 0'״ in der ersten Hälfte 5694 gegenüber derselben Periode im Vorjahre). Dem KKL droht also durch den Boykott keine Gefahr. Aber trotz alledem erblicken wir ein nationales Un• glück in der Tatsache, daß eine zionistische Partei sich dazu entschließen konnte, ihre Hand gegen den KKL zu erheben — gegen die Schöpfung Herzls und Schapiras — der aller Aufbauarbeit im Lande die feste Basis verschafft. Zweifellos gibt cs in der revisionistischen und Betar• Organisation weite Kreise, dig der Boykott tief schmerzt. Es liegen bereits Nachrichten vor, daß treue Mitglieder aus den Kreisen der Revisionisten mich nach der Boykotterklärung fiir den KKL entstehen. Wir hoffen, daß solche Fälle nicht vereinzelt bleiben werden. Und allen anderen Kreisen, die durch verdoppelte An• slrengtmgcii für den KKL in die Bresche gesprungen sind, rillen wir zu: Fahrt so fort mit aller Kraft. Und Euer end• gültiger Sieg — der Sieg positiver über negative Arbeit, der Sieg des Aufbaus über die Zerstörung — wird nicht aus• bleiben. Hauptbüro des Keren Kafemeih Le }Israel Revisionistische Aktionen gegen die Fonds Jerusalem (Paltor). Das Hauptbüro des Keren Ha• jessod in Jerusalem erhält in der letzten Zeit alarmierende Nach richten, über die destruktive Tätigkeit der Revisionisten in Polen gegen die Palästina-Fonds, den Keren Hajcssod und den Keren Kajeincth. Die Revisionisten begnügen sich nicht mehr mit dem von ihnen gegen die Fonds prokla-!liierten Boykott, sie lassen sich vielmehr auch nicht von physischem Terror gegen die Keren Hajcssod-Zahlcr, -Mit• arlieiter und -Delegierten ahhaltcn. Der Kampf der Rcvisionisten findet seinen Ausdruck in der Sprengung von Keren Hajcssod-Vcrsammlungcii tmd in gewalttätigen Uchcrfällen aut die Instruktoren und Mitarbeiter des Keren Hajcssod bei deren Besuchen in den einzelnen Städten. An vielen Plätzen hat die revisionistische Jugend und der Bcthar auch das gesnmtc Keren Kajcmctli-Matcrial, das ihnen in die Hände fiel, vernichtet, ist in die Häuser cingcdrungcn, in denen sich Keren Kajemcth-Büchscn befinden, und hat diese vernichtet, hat ferner in den Synagogen, in denen die Beter Spenden für den Keren Kajeincth machen wollten, wiiste Skandale inszcliiert. In vielen Städten haben die Revisionisten auch Ucbcrtälle auf die Basare des Keren Kajcmeth organisiert, die Delegierten und Redner, die in die einzelnen Städte durch die Zentrale entsandt wurden, überfallen. Die Eingänge der Fonds, des Keren Kajeincth und des Keren Hacssod, sind jedoch in Polen nicht gesunken. Die britisch cr Seemann s-Ocsellschaft veröffentlicht in der ״Times“ vom 21. Juli einen Aufruf zur Sammlung von 10 (XX) Pfund für den Aufbau eines englikhen Seemanns-Institutes in Haifa. In dem Aufruf heißt es, daß die Palästina-Regierung schon 1925 einen wunderbaren Bauplatz am Fuße des Karmel zur Verfügung gestellt hat unter der Bedingung, daß die britische Seemanns-Gesellschaft. das Gebäude und die Ausstattung übernimmt. Am 18. März 1934 wurde die Arbeit bereits in provisorisch gemieteten Räumen aufgenommen. ir״* .A ץ׳־׳ו ז \ W 15! Mcinekcslr. 10. Telephon! J 1, Bismarck 7165/70. Postscheckkonto! Berlin Nr. 167 08. Anerkennung von 18 Zweigstellen des Palästina« Amtes Berlin Das P a 1 ä s 11 n a - A m t hatte vor einiger Zeit hei der zuständigen Reichsbehörde beantragt, eine Anzahl von provinzteilen Stellen des PaBistlna-Amtcs als Zweigstellen an* zuerkennen. Daraufhin hat der Rcichsministcr des Innern durch Erlaß vom 12. Juli 1934 (IV 6042 11/7) im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt und nach Benehmen mit den zuständigen Landesregierungen achtzehn Zweigstellen des Berliner Palästina-Amtes ״hinsichtlich der Beratungen jüdischer Auswanderer nach Palästina" als gemeinnützig anerkannt und die für die Leitung dieser Stellen seitens de* Palästina-Amte* vorgcschlagcnen Berater als solche bcstätlgl. Demnach bestehen nunmehr gemeinnützige Auswanderer- Beratungsstellen als Zweigstellen des Palästina-Amtes in folßenden Städten: Beiitlien, Breslau, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Erfurt, Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover, Karlsruhe. Köln, Königsberg, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart. Einwanderung nach Palästina für Handwerker mit Klein «Kapital Auf Grund der Bern Übungen der Exekutive der Jewish Agency ־ hat die Palästina-Regierung 500 Zertifikate der Kategorie A3 für die Verteilung in den einzelnen Ländern zur Verfügung gestellt. Hiervon entfalten 2«) Zertifikate aut Deutschland. Es handelt sich um ausgebildete Handwerker, die in ihrem Fach eine Betätigung von min• destens vier Jahren in der letzten Zeit nachwcisen müssen. Die Zertifikate sind fiir Angehörige folgender Berufe vor• gesehen: 1. Tischler und Schreiner, 2. Beton-Arbeiter, 3. Elektrotechniker, 4. Maler, 5. Dekorateure, 6. Polsterer, 7. Rohrleger, 8. Glaser. Als Kapital wird eine Mindestsumme von EP 250 verlangt. Aitcrsbcschränkuiigen bestehen nicht, jedoch wird ein arbeits• fähiges Alter vorausgesetzt. Das Handwerker-Zertifikat gilt, wie alle Zertifikate, fiir den Antragsteller, seine Ehefrau und Kinder unter 18 Jahren. Anträge und Anfragen können an das Palästina-Amt Berlin, Abteilung Hamlvvcrkcr-Alijah, Ber« lin W 15, Mcinckcstr. 10, gerichtet werden. Hebräisches Technikum in Haifa Das Hebräische Technikum in Haifa teilt mit, daß Aufnahmen fiir den ersten Kursus des kommenden Lehrjahres nicht mehr erfolgen können, da die Einschreibungen für das Jahr 5695 bereits abgeschlossen sind. Daher können nur noch diejenigen Bewerber berücksichtigt werden, deren Gesuche vor dem 1. Juli 1931 eingegangen sind. Dagegen können vorläufig noch Aufitahmegesuchc für den zweiten und dritten Kursus cntgcgengenommcii werden. Die Aufnahme-Gesuche für das Jahr 5(196 (1935/1916) müssen bis März 1935 ein• gereicht werden. Die genauen Aufnahmebedingungen in deut• scher Ucbersctzung sind gegen Einsendung von 1 RM. vom Palästina-Amt zu beziehen. Wegen der Anerkennung wei* terer Zweigstellen in Düsseldorf, Essen, Kassel!und Stettin sind die Erwägungen des Rcichsinncnmiiiistcriums noch nicht abgeschlossen. Nächste Abiahrion nach Palästina {mitgeteilt vom Palestine & Orient Lloyd, Berlin NW 7, Fricdrichstr. 100, Tel. A6 Merkur 2915). Carnaro 1. 8. ab Triest Hel;man 2. 8. ah Genua Hclouan 3. 8. alt Neapel Mar. Pacht 3. 8. alt Marseille Kali,ו 8. 8. ab Triest Polonia 8. 8. ah Konstanza Palria 10. 8. ab Marseille Espcria 11. 8. ah Genua Pils na 15. 8. ah Triest Gen. Metzinger 15. 8. all Marseille Tcvcre 16. 8. ah Genua Tevere 17. 8. ab Neapel Atisonia 18. 8. ah Triest Italia 22. 8. ah Triest Polonia 22. 8. ah Konstanza Sphinx 21. 8. ab Marseille Flugverbindung: jeden Donnerstag ab Halle-Leipzig nach Oaza. Das ״Amerikanische Wlrlschaftskomitce für Palästina‘1 teilt mit: Die palästinensische Filiale des ״Amerikani• sehen'Wirtschaftskomitccs für Palästina“ hat ihr zweites Tätigkeitsjahr, dis der Entwicklung der palästinensisclmi Wirtschaft umi der Unterbringung des jüdischen Kapitals und der Einwanderung im Lande galt, soeben beendet, Während der zwei Jahre verlangten über 2000 Personeu Auskünfte über Kapitalanlage 11, die insgesamt 6 197 355 Pfund zu investieren beabsichtigten. Die Invcstitionen in die verschiedenen wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes umfassen eine große Anzahl wirtschaftlicher Gebiete, von der Landwirtschaft und Industrie bis zum Verkehrs- und Bankwesen. Die meisten der neuen in Paliistiiia errichteten Industrien in den letzten zwei Jahren wurden von dem amerikanischen Wirtsehaftskomitcc mit den notwendigen statistischen Unterlagen versorgt. Die Einwan* derung aus Deutschland benötigte eine spezielle Bebandlung. Eine Broschüre, die vom Komitee veröffentlicht wurde, gab die ökonomische Information für jeden Ein- Wanderer, der sich nicdemilassen wünschte. Durch seine Informationen und Berichte und durch seine spezielle Arbeit für die Immigranten und die größeren Institutionen hat das Komitee weitgehend die Unterbringung neuer Siedler cr* leichtert und ist zu einem bedeutenden Faktor für die An• legutig jüdischen Kapitals in Palästina geworden. llmiphrbriflleiier! Pr. Robert W c 11 s c h, Hcrlin-Cliiirlottciibiirg #. Slellvctlrelcr: Kurt Locwe n s t c i n, Berlin W 15. Verantwortlicher Schriftleiter liir den gesamten redaktionellen Teil: Kurt Locwe n• stein, Berlin W 15. Auzeigenleitcrin und verantwortlich fiir den Anzeigenteil: Helene Chanciner, Berlin N 54. Verlag und Anreigenverwaitung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Meinekestr. 10. D.-A. Juni 38 089 Expl. Druck: Siegfried Scholen, Berlin-Schöneberg.

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