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Jüdische Rundschau · 1934-07-27 · Heft 60 (27.7.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 60 (27.7.1934)
Date
1934-07-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 60. 27. V1I hier die fc'i:1/elhci<en des Wiedcrauftauclieiis von OedankeiiRängcii aufzuzei{>en, die wir im Anfang für überwunden ansafien. Mehr interessieren uns heute andere Zusammen■ hänge. Zunächst brachte der Weltkrieg, wie lür alle Religionen, auch für sehr viele der jüdischen Soldaten, ein st arkes Au flehen religiöser Empfindungen. Mau hatte oft Zeit, zu sich selbst zu kommen, und die allmählich regelmäßig stnttfimlenden jüdischen Fehlgoltesdienste brachten so manchen zunächst zu seiner ’. Religion, dann auch zu seinem Volkstum zurück. Mau empfand sich bei diesen Zusammenkünften oder auch an den Feiertagen, die man oft allein mit sieh verbringen mußte, hincingestcllt in das gesamtjüdische Schicksal, und mau ließ die Jahrtausende jüdischer Vergangenheit, nun losgelöst von all dem, was zu Haus einst wichtig erschien, unter ganz anderen Gesichtspunkten an seinem geistigen Auge vorbcizichcn. In dem Umfang, in dein man erkennen mußte, daß man von seinen Kameraden bei aller selbstverständlichen gegenseitigen Hilfsbereitschaft, wie sie das Feldleben mit sich brachte, doch als andersartig empfunden wurde, erwachte auch bei den meisten, die bisher von jüdisch-nationalen Dingen nichts gewußt hatten, das Bewu fitsein ihrer eigenen Art. Zunächst ganz äußerlich entstand für den Feldsoldaten die Erinnerung an die Zeit der Makkabäer und die Tage, an denen der Jude für seine Freiheit mit der Waffe kämpfte. Ich erinnere mich, daß in den späteren Kriegsjahren ganz besonders die nachher leider wieder eingegangene, von Maitin Buber so vorzüglich geleitete Zeitschrift ״Der Jude“ diesen Prozeß der seelischen Läuterung beschleunigt hat. Im allgemeinen mußte man ihn mit sich selbst durchfccbtcn, hier und da hatte man Oe- Icgcnheit, mit dem Feldrabbincr darüber zu sprechen, und einer von ihnen hat mir auf diesem Wege innerlich bcigestamlen. Einmal zu dem Begriff jüdisch-nationalen Denkens erwacht, war cs, als ob die Schlacken einer früheren Existenz völlig von einem abfielen. Es war so, — und ich erinnere mich deutlich an jene Stunde zionistischer Erschüttcrung -, als oh man ein ganz neuer Mensch geworden wäre, als ob plötzlich das ganze Widerspruchsvolle unseres früheren Daseins nun gelöst wäre und man freier, offener und ehrlicher in die Zukunft schauen könnte. Auch das Verhältnis zum Vaterland wurde ein um so festeres und echteres; man fühlte sich als Jude innerhalb der Gemeinschaft, in die man hineingestellt war, und da man selbst die Bedeutung des Jude-Seins und der Judenfrage erkannt hatte, verminderte sich das Unbehagen, das durch den Antisemitismus hervorgerufen worden war. Man kämpfte als bewuRt jüdischer Soldat für Deutschland, und nun fühlte man sich erst recht verpflichtet, uin-dor Ehre - des jüdischen Namens willen um so mehr sein Bestes zu geben, weil man wußte, daß auf jeden Einzelnen von uns, die wir doch immer nur eine verschwindende Minderheit sein konnten, die Blicke der christlichen Kameraden gerichtet waren. Es war ein neues Ethos, das den Juden gepackt hatte, und zu dem man hier draußen viel besser heranreifte als vielleicht so mancher, der in die Ideen des Zionismus von Kindheit an hineingewachsen, die Erschütterung des Umbruches niemals erlebt hatte. Durch dieses Erlebnis bekamen diejenigen von uns, die diesen Weg gegangen waren, auch den seelischen Ausgleich für die vielen anderen Enttäuschungen, die man erleben mußte und die nun einmal dem Juden auf seinem Wege durch die Geschichte nicht erspart bleiben. Gewiß, durchblättert man seine alten Aufzcichnungen von damals, so hat man sicherlich Zurücksctzuugen in Beförderung und Auszeichnung mitunter schmerzlieh empfunden. Es war manchmal bitter schwer, wenn man bei einer neuen Formation vom ersten Augenblick an, weil mau Jude war, doppelt schwer um seine Geltung zu ringen hatte, aber cs war auch wieder ein schönes Bewußtsein, wenn man diese Schwierigkeit überwand, man war nach solchen Vorgängen wieder ein Stückchen weitergekommen. , Wir sprechen nicht von dem, was wir auf den Schlachtfeldern erlebten. Der wirkliche Kricgssoldat hat meist über diese Dinge geschwiegen, und selbst in seinen Briefen und seinen Tagcbuchblättern nur andeutungSwcisc von dem Furchtbaren geredet, was er zu , erleben hatte. Die Häufung dieser Dinge und die Tat- Sache, daß nun einmal Krieg war, stumpfte auch vorhhltnismiillig rasch ab. Die heutige Generation hat in unzähligen Kriegsbii'chcrn die Gelegenheit, dieses Felderleben von den verschiedensten Seiten 11er dargcstellt zu erhalten, nur der Weg des Juden als solchen, das Werden einer neuen jüdischen Formung, die nach dem Kriege dann zu neuer jüdischer Tat führte, sollte hier angcdcutct werden. Erinnerung an die Vergangenheit hat nur daun einen Sinn, wenn sie neue Aktivität auslöst. Das jüdische Erinnern an den Weltkrieg bringt gewiß mancherlei Schmerzliches für Allgemeinheit und Einzelnen mit sich, aber auch das Bewußtsein, daß die Generation, die durch djesc Zeit gegangen ist, in der Lage ist, ihren Kindern ein neues, bewußteres Judentum mit auf den Weg zu geben,׳ das tatbcrcit am Aufbau der Zukunft wirken kann — und im Aufbau Palästinas schon Früchte zeitigt hat. , ׳ ן"׳ ך־"׳/ 1L«ft e jfl■■ ii bäÄ \üi W V*■ I Aus Palästina kommen Berichte, die überall lebhafte EntrUstung wecken werden. Am Snbbnth, 21. d. M,, kam cs wälirend des Gottesdienstes In der Großen Synagoge von Tcl-Awiw־ zu schweren Störungen, als Abraham Stavsky, der neben Roscnblatt dem Gottesdienst beiwohnte, zur Thora auf ge rufen wurde. Eine Gruppe Jugendlicher versuchte Stavsky auf dem Wege zum Vorlescpult aufzuzuhalten, es wurden auch Steine geworfen, Blinke wurden umgeworlen. In dem Gedränge wurden mehrere Personen leicht verletzt, unter Urnen der Polizeikorporai Sllberg. Die Polizei hat die Identität mehrerer Angreifer lestgcstcllti ihre Verhaltung wurde nngeordnet. Die Lage in Tel- Awlw Ist a uIU׳ro rden t lic 11 gespannt, doch beherrsci>en die Behörden nach Verstärkung der Tel-Awlwcr Polizei durch Mannschaften und Offiziere durchaus die Situation. Am Nachmittag kam cs in den Straßen von Tel-Awlw zu einem Zusammenstoß zwischen Revisionisten und Arbeiterparlcilcrn. Eine Person wurde durch einen Stelnwurt am Kopie verletzt, sechs Personen, die leichte Verletzungen erlitten hatten, wurde in einer Apotheke erste Hilfe geleistet. Die Polizei-Inspektoren Barkcr und Golfer haben Stavsky und Rosenblatt darauf aufmerksam gemacht, daß nach den bei der Tel-Awlwcr Polizei vorliegenden Nachrichten Ihr Leben in Gefahr Ist, und rieten Ihnen, Tcl-Awiw zu verlassen, da die Polizei sich für ihre Sicherheit nicht verbürgen könne. Verschärfung des Partelka:nples auch in Polen Warschau, 23. Juli. (J.T.A.) Der Parteikampf zwischen dem Arbciteriliigcl In der zionistischen Bewegung und den Revisionisten hat sich zu einer bisher unge kannten Hcftlgkeit gesteigert. Die Mahnungen der jüdischen Presse an beide Parteien, den Bruderkrieg cinzustcllcn, sind bis jetzt wirkungslos geblieben. Am Tiscna b'Aw kam cs vielfach zu Zusammenstößen. Die Revisionisten versuchten, die Sammler für den Natlonal-Fonds In ihrer Arbeit zu stören. Der Vorfall in der Synagoge von Tcl-Awiw am Schabbath Cliason ist ein überaus trauriges Zeichen der in Palästina entstandenen inneren Zerrüttung. Es ist un ertraglieh, daß mm auch die Synagoge zmn Schauplatz politischer Demonstrationen wird. Ob cs richtig war, den freigesprochenen Stavsky in der größten Synagoge des Landes demonstrativ zur Thora nufzuriiÄn, muß dahingestellt bleiben. Wenn Stavsky das Bedürfnis hatte, eine religiöse Handlung vorzunchmen, so hätte er dies in weniger auffälliger Form tun können. Bei der Anschauung, die nun einmal sehr weite Kreise über Stavsky haben und die infolge der Formulierung des Gerichtsurteßs auch jetzt noch lediglich juristisch, nicht aber men schlic 11 völlig geklärt ist, hätte eine Handlung vermieden werden w w müssen, von der man wissen mußte, daß sic von v'! als eine Provokation betrachtet werden wird '!ל zwar nicht aus ״politischen•‘ Gründen, sondern aus einem*^ rprünglichen menschlichen Gefühl heraus. Wenn aber? Sy nage gcn-Vorsf eher von Tcl-Awiw sich diesen Akt nicht gehen lassen wallten, so hätte derjenige Teil der BesucW der sich beleidigt fühlte, mit um so größerer Wurde Selbstbeherrschung reagieren sollen. Wir können^ 7״ B. vorstellen, daß ein stilles Verlassen desB* ha us es einen viel mächtigeren Eindruck Durch die Demonstration, das Slcinewcrfen De;,, I ו v gemacht m- und Baukc-V. schmeiße״ haben sich nun die Leute, die sich zu solchen T hinvrißen ließen, i n s LI!!recht g e s e t /1, Dieses Verl!,,' wird von der gau/nt jüdischen Welt mißbilligt wt!!. Es ist bisher nicht bekannt geworden, wer die!trauten waren und zu welchen Kreisen sie gehören. ״ lediglich erklärt, es handle siel! um eine ״Gruppe ״וי," ' lieber“. Aber unabhängig von dieser Frage mutt tmch!? mit Nachdruck gesagt werden,, was wir schon in dem t nrtikcl der vorigen Nummer betont haben: das Urteil i Gerichtes muß von allen Kreisen respektiert werden.!,! Einlaß, daß jemand, der mit dem Urteil nicht übcrcinsti!-« selber Justiz, spielen konnte, ist völlig absurd und wärt,!. Ende jede« geordneten Gemeinschaftslebens, Daß die Rev;,*' nisten nach dem Urteil wieder bombastische Vcrlautb״Uf,‘ machen werden, deren innere Haltlosigkeit offenkundig ist ,•t vorauszusehen; aber auch die Erklärung der Arbeite? partei, die uns bei Redaktionsschluß der vorigen Nun■,.» zukain und deren Hauptinhalt noch in der vorigen Num!?» Aufnahme fand, wäre unseres Erachtens besser unter', blieben oder anders formuliert worden. Es ist selb!!, verständlich, daß, wenn jemand Beweis m ateri»! einem Kriminalfall hat, er cs den Gerichten vorlegt, die dir!" Ihre Schlüsse ziehen werden. Wenn mail aber das Bo« material nicht hat, so ist es sinnlos, dies anzukiimligen »• eine private Interpretation des Urteils zu geben,sie sich damit zu begnügen, den Wortlaut des Urteils betau!• zumachen. Diese Form des Kampfes mutt nun ein End! nehmen. Wir haben schon in unserem vorigen Artikel gtr»:! an die mittleren Schichten des Jisciniw appefe nunmehr die Führung in die Hand zu nehmen und zu suchen, daß wir aus dem Hexenkessel, in den wir in Pal»!« geraten sind, hcrauskommen. Ein in unserer heutigen Numut veröffentlichter Bericht über neue Gruppierungen im bürgeliehen Lager läßt erhoffen, daß siel! allmählich dicjcsii;! Gruppen hcrauskristallisicren, die für eine solche entseta dende Handlung geeignet wären. Jedenfalls gibt cs »•*׳ niemanden mehr, der den Ernst der Lage unterschätzt sich nicht klar darüber ist, daß bei der Ordnung der inner• Verhältnisse im jüdischen Lager das Schicksal des sehen Nationalheims und des Zionismus auf dem Spiele stek ■ge־ HsrWo *■e Jcru,salcmer ״Ralcor“ mitteilt, hat die Pa-■ .51'na-Rcgier!4!׳g f״r 50 Personen zwischen 31 und 45 Jah- ״״' mc Monistische Funktionäre " ren, die tourlich spezielle l״S wciltrVcg™ Üfikats-Bewilhgung für verdiente Funk waren, außererteilt. Die Exekutive der einer generellen Zer- Funktionäre. , ". 1200 weitere" ’Zerfifilcaie Jerusalem, 23. Juli. (J.T. A.) Die Palästina-Regierung bewilligte am 23. Juli die Ausgabe von weiteren 1200 Einwanderungs-Zertifikaten an die Jewish Agency über die Anfang Mai festgesetzte Einwanderungs-Quote von 5600 hinaus. Von den neuen Zertifikaten sind 660 für landwirtschaftliche Arbeiter, 465 für Industriearbeiter und 75 als Reserve bestimmt. Die Hälfte der Zertifikate soll deut* sehen Juden zugcteilt werden. Die Nachricht von der Erteilung weiterer Zertifikate wird gewiß in der jüdischen Ocffentlichkeit mit großer Oen 11 g t u u n g atifgcnommen werden, Insbesondere die Tausende von Chaiuzim, die in allen Ländern auf Zertifikate Warten und für die natürlich auch dieser Nachtrag nicht nusreiciit, werden darin doch eine Neubelebnng ihrer persönliehen Hoffnung sollen. Bekanntlich hatte die Jewish Agency, unterstützt von der ganzen palästinensischem und sonstigen jüdischen Oeffeiitlichkcit, von der Palästina-Regierung dringend die Erhöhung der letzten Zcrtifikatsziiteihmg gefordert, Die Schäden des fühlbaren Arbeitcrmangcls, besonders in der Erntezeit, waren so offenkundig — und sind auch vom Landwirtschafts-Department der Regierung anerkannt worden —, daß die Regierung offenbar nicht umhin konnte, wenigstens eine kleine weitere Anzahl von Arbeitern zuzulassen. Mehr iiqcIi als die Ziffer der neuen Zertifikate wirkt die Tatsache, daß die Regierung nicht schroff auf ihrer einmal gefällten Entscheidung bcliarrt, sondern Argumenten z 11 g ii 11 g li c 11 Ist. Es scheint, daß seit dem Wechsel in der Leitung des Einwanderungs-Departments eine etwas leichtere und großzügigere Führung der Einwanderungs-Angclegcnheitcn Platz gegriffen hat. In Anbetracht der ungeheuren Not des jüdischen Volke9 und der erst jetzt wieder durch den Emigranten-Kommissar des Völkerbundes, James MacDonald, zugegebenen Tatsachc, daß Möglichkeiten für Einwanderung in anderen Ländern so gut wie gar nicht zur Verfügung stehen, muß dieser Umstand, daß wieder 1200 arbeitende Juden ihren Weg nach Erez Israel zu dauerndem Aufenthalt finden können, voll gewürdigt werden. 40000 Einwanderer 1m Jahre 1933 Jerusalem, 23. Jul!. (J.T.A.) Das von d?r Palästina- Regierung herausßegcbcne Commcrcial Bulletin veröffentlicht Ziffern Uber die jüdische Einwanderung I. J, 1933, Danach wurden während des Jahres 40703 jüdische Einwanderer als für die Dauer sich Niederlassende registriert. Von diesen sind 27 862 auf Grund von Zertifikaten cingewandert, 10 376 kamen als Touristen und erhielten die Erlaubnis zu dauernder Niederlassung, 2465, die als Touristen oder illegal eingcwandert waren, wurden nachträglich als Einwanderer anerkannt. 2067 Juden haben das Land verlassen. Von den Jtldischcn Einwanderern besaßen 3250 ein Mlndestvcrmßgcn von 1000 Pfund (die Jewish Agency beziffert das durchschnittliche Vermögen der Einwanderer der ״Kapitalistenkatcgorle“ mit 2000 Pfujidj cs wären also durch diese Ein- Wanderer 6'A Millionen Pfund 1ns Land gebracht worden). Im Jahre 1931/32 hatte die Zahl der Einwanderer der Kapl•' talistenkategorle nur 1060 betragen. Holland bestraft antisemitische Propaganda Die Erste Kammer der holländischen Genen! Staaten (Parlament) hat ein Gesetz zum Schutz der Jlfc liehen Ordnung angenommen, das u.a. schwere Stil fen für die Verbreitung antisemitisch( Schriften und für aufreizende Reden gegen den jüdisch« Teil der Bevölkerung Vorsicht. Dagegen stimmten i: sozialdemokratischen Mitglieder der Kammer, die jefcl erklärten, daß sie mit dem gegen die antisemitische Ps> paganda gerichteten Passus einverstanden seien. Das Gort wird von allen maßgebenden holländischen Zeitungen ‘ grüßt. Englische Parlamentarier über Paläitiw Englische Parlamentarier, die vor kurzem Palästina be sucht haben, berichteten in einer Londoner zionistisc. Versammlung über ihre Eindrücke. Der Abgeordnete Carl׳ Strickland erklärte u. a., die jüdische Einwanderung ni den Arabern Nutzen gebracht, Abg. Major Proctor $»; die Regierung lasse sich in ihrer Politik von Furcht den Arabern und der mohammedanischen Welt leiten, führen“, sagte der Redner, ״das Mandat weder nach so״' Buchstaben noch nach seinem Geiste aus. Wenn Ihr י י nicht allzu ungeduldig seid, so wird Euer Fortschritt Palästina unaufhaltbar sein. Wenn freilich Uneinig in Euren Reihen herrscht, dann werden Herds Bemüh®;׳ nutzlos gewesen sein.“ Es sprachen noch die Abgeordneten Barnett Jauner C. H. Summcrsby. Prof. Broiletsky richtete insbesow* an den zionistischen Arbeitcrfliigcl den Appell, UneimA־ in den zionistischen Reihen zu vermeiden, Ruhe zu bewi״ und sich nicht provozieren zu lassen. Grundsteinlegung zu Kirfath Bialik In Gegenwart des (arabischen) Bürgermeister» Haifa, von Vertretern des Distriktskommissars für Nord-Distrikt und zahlreicher jüdischer Institutionen am 18. d. M. auf dem Gelände des Jüdischen National an der Haifa-Bucht die Grundsteinlegung zu dem ■J*!. Wohnviertel für Siedler aus Deutschland statt, das K11־J*‘ Blalik benannt wird. ,. , Eine ausführliche Darstellung der Entstehung dl( ersten Siedlung deutscher Juden brachten in der vorigen Nummer in einem Aufsatz Kurt R«PP!’ Defizit der syrischen Regierung Wie aus Damaskus gemeldet wird, beträgt das D'j zlt im diesjährigen Budget der syrischen Regierung *Pv samt 700 000 syr. Pfund. Im vorigen Jahre hatte die syn Regierung ein Defizit von 300 000 Pfund. Zur seihen Zeit hat die Regierung palästin»»־ nächsten Nachbarlandes .Syriens, in ihrem Staatsschatz Betrag von mehr als 2 800 000 Pfund, der ihr als Vf J schuß der Einnahmen über die Ausgaben geblieben יי{• J scr ungeheuere Unterschied in der finanziellen Situation,־ beiden Nachbarländer erklärt sich naturgemäß *usschlt , aus dem Oeidstrom, den die jüdische Einvvander« nach Palästina führt. Aus einer Statistik der Jüdischen Nationalb *•»c.k geht hervor, daß von d«1' en Sf«r Büchern 28 °/0 hebräisch, 26 % deutsch und Ide/• hscher Sprache geschrieben waren.

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