Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 59 (24.7.1934)
- Date
- 1934-07-24
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU BERLINER Nr. 89, 34. JUU 1934 11. sie i'l (Irr urt!ui Vom Leben der Marannen!זו cinein ,Kiilttirhumlvortrag berichkte Dr. Hermann ^Insheim t r 111 gnnuHicher, wcHausholendcr und intcrcssan« icr Vt׳dse über tlie Maramien. lir zeigte /״nächst die bcsondcfi’ Stellung der Juden 1m spanischen Kulturleben, ihre Vcr- WJC!1scnlHit mit dein Lande und ihre auHcmrdciitliclicn Leiniif aUni (jemeien des Lehens. Durch besondere äußere Umstande wurden eine Reihe von Juden in die Stellung von St e u er p a c 111 e r 11 gedrängt, und dies war der Anlaut; eines wirklich fühlbaren Antisemiiisiinis in Spanien. Mau vcr|1reitclc (he I liame der Bereit h e r u 11 g der j ״ t! e!! iU| Koste n des Volkes, wahrend in Wahrheit die Masse jer spanischen Juden ro arm war, wie immer eine Masse ist. In jhrem Lehen beneidete die jüdische Oberschicht diese heßmhliclicn Tviideiuen nicht, sondern führte ein Dasein von Luxus und Verschwendung.. Die Uchertritie rum Christentum häuften sieh, und mit dem Lssen kam der katholischen Kirche der Appetit auf .alle Juden. So bereitete sich die Einrichtung der Inquisition und die Tragödie des 9. Aw 1 W2 vor. Die mich der Vertreibung in Spanien /iiriickpeWiebenen Juden, die als iVliemchristeii lebten, hatten grolle Opfer /« bringen, um existieren zu können. Sie waren iinigebeti von Spionen und von der Habgier der Kireiie. Aber je mehr Märtyrer ms ihren Reihen lierausgeliolt wurden, uni so eiipcr schlossen «ic sich zusammen. Die Grausamkeit der fiHjuisiiiöii schuf mir fin verstärktes B c k e 11 11111 i s 1 u in J u d c 111 u m und auch die Mur,innen der späteren Generationen, die vom Inhalt des Judentums keine Kenntnis mehr hatten, fühlten sich ilnrt doch verbunden einzig aus diesem Gefühl der Abstammung kraus. Sehr lebendig beschrieb der Vortragende das tägliche Lehen dir Mar,innen, die aus Furcht, entdeckt zu werden, hekanntlicli sich besonders christlich gebärdeten. Naturgemäß entstanden aus den Reihen der Maramien nach den unwandelbreit Gesetzen des Apostatciitiinis zahlreiche Verräter, die durch wahre oder unwahre Angaben sich selbst zu retten suchten. Weniger klar waren die Ausführungen über die beirächt• liclie Auswanderung aus Spanien und Portugal, die Sinshcimer >0 darstcllte, als oh cs siel* nur um die Auswanderung von Maramien gehandelt hätte. Audi schien cs einmal, als ob er Maramien und Sepliardim gleirliset/.te. — Sehr aufschlußreich war die Schilderung des Lehens des bekannten Maramien D'jarte, der einer der bcfäliigsteu unter diesen Menschen gewesen und leider zum Schluß verkommen ist. Nicht minder interessant war die Biographie der Donna Qracia ,Mendcs, der Taute des bekannten jüdischen Herzogs Josef Käst von Naxsw, die unter Uchcrwiudttng vieler äußeren Wider• Stande aus dem Sclieincliristeufiim zum Judentum zurückkehrte, und die allgemein wegen ihrer Wohltätigkeit ״die Fürstin“ genannt wurde. N, Miffclholzcrs Abessinienflug Hie ״Jüdische Rundschau" hat seinerzeit C. Z. Klötzels Bericht iiber die Filmaufnahmen der MiUelliol/er-Expcditbn in Palästina gebracht. Wer diesen Teil des Reisefilms be• sonders erwartet hatte, wurde durch die im Berliner Capitol zur Auffahrung gebrachte Passung eilt täuscht. Zu den Pal.'i<ti11ahiMcrn wird etwa folgender erklärender Text ge• sprochen: Palästina ist von Natur aus steinig und wüst. Jcru• «ian ist eine drei Wcltreiigioiien heilige Stadt. Das Land wird von'Seßhaften Arnhem und wandernden Beduinen be• wohnt. Die englische Regierung hat sehr viel für die Be• Wässerung getan und dadurch in den Pflanzungen neues Leben erweckt. Man sieht zwar (wenn man es weif!) jüdische Arbeiter beim Orangenpfliickcn und als Kamelfiihrcr bei ISaustott* tuiisportcn; aller daß Palästina auch eine namhafte jiidisclic Bevölkerung hat und daß es unter englischer Vcr• Mitling diese Juden waren, die den Aufschwung des Landes äiisgeiost haben, wird verschwiegen oder — als bekannt vor• ausgesetzt. Die Aufnahmen ans Aegypten und Abessinien sind sehr sehenswert und entschädigen für die Enttäuschung des Pa- Mna-Abschnitts. Der abessinisehe Herrscher stellt einen hochkultivierten semitischen Adelstypus dar (der Bcglciitext m'äln!t die sagenhafte Tradition ihrer Abstammung aus einer Verbindung des Königs Salomo mit der Königin von Sahn). Pie Mmikkoipi seiner Armee schmettern zwar europäisch gemutende Marschweisen, aber im Innern des Landes herr• *rlicn unter der dünnen ahessinisdi-ehristliclieii Tünche elocli noch typische ,,B11scl1״-Vcrl1ält11issc. Die Bilder und Mel> jhtn sind für .eilen völkerkundlich Interessierten von Reiz. "ג verlautet, daß manche Kreise deutscher Juden den Ge• «nken einer Auswanderung nach Abessinien erwägen, kann ״ur geraten werden, daß sic diesen Film eingehend be• trachten, um schon im voraus gegen Enttäuschungen gefeit tu sein, Hans Reiß ne r. ך-־,*־׳^ ך"• r ד־־־ז ד*-* ■ ן 1 ח׳;\! - * היח 1׳? M f******,! ' ן• feki Mi 12. Tisch'a Ii'aw-Vcranstaltunfj. 111 der B. Z. V.-Oruppc Sa- "ff״vplat_z gab Ernst Bauer, der Bundesleitcr der ״Werkfu.t״, cjnen historischen Abriß über die innerjüdische Situal10.״ iur Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels im ].™e 70. Der Partcirnliadcr hatte die Verteidiger zer- Mbcn — erst als die Sturniböckc der römischen Kohorten r ״eiligen Mauern rammten, ließen sie von der inneren “!,Störung ab. Der historischen Darlegung Bauers folgte .1e philosophische Beleuchtung der Galutli durch R.-A. Kurt ‘׳'5־nisoh 11. Das Land lebte als Fiktion im Judentum 'C|br, nun! betete um Tau und Regen, als cs schon längst uste war _ So stark wurde die Zionssehnsucht im Volke, 1e Mcssiassc und Dichter nufstehen ließ. Dieses Wunder 11 nur das alte, von Gott gegebene Gesetz vollbringen ',״"vii. Als dieses Gesetz in Gegensatz trat zu dem Lihc- 1׳viiius der Moderne, begann die eigentliche Tragödie des ',«ha b’mv: das heimatlose Volk wußte den Begriff der ■ühcit nicht zu deuten und verriet sich und sein Gesetz jlner zügellosen Assimilation, die zur Selbstaufgabe führen H, 1 — Dr- Joseph Weiß führte 111s, wie Pinsker und Perd tleit neiinten Aw zu überwinden suchten. Wieder ' Erez Israel im Wachsen, getragen von der Hoffnung »der Jahrtausende und dem Lebenswillen eines Volkes. Ste Dr. ERNST MARKUS: Pölltili und wiplsclilt in Palästina "1,11י.mm.. iiiiiiiiiuinuinumiiniuimii Donnerstag, den SS. «lull, SOJ/a Uhr in! BZV-Helm, KantstraDe 94 8ERUNER ZIONISTISCHE VEREINIGUNG EZI R KB Q R U f P B Nu WILMRR8D0RR kCHNINER PLATZ / 8CHMAR8INOORP- 8TZ0UTZ Aus der Arbeit der Künstierhilfe Die Kiinsllerhllfe der Berliner Jüdischen Gemeinde hat soeben ihr einjähriges Bestehen gefeiert. Zur Situation des Jüdischen Künstlers , Kaum ein ücrufsslaiul, der von Juden stark besetzt war, jst so sehr von der Umwälzung des letzten Jahres betroffen wordcn wie der der jüdischen Künstler, Während es bis vor einigen Monaten noch in einz, einen Aus nahm c n Juden gestattet war, an öffentlichen Bühnen zu wirken, ist das jetzt kaum ״!dir möglich. Für die Masse der jiidischeu Künstler hat sich diese Situation bereits in der Mitte des vorigen Jahres ergeben, und in großen Schare» drängten die 111 Berlin ansässigen wie die aus der Provinz nach Berlin geströmten in die Gemeinde, um dort durch Unterstützungen, lieber aber noch durch praktische Maßnahmen, den Fortbestand iiires künstlerischen Daseins zu sichern. Aus der zwingenden Not dieser Situation heraus entstanden damals der Kulturb u n d deutscher J u d e 11 und die K ü 11 s 11 c r 11 i I f e der Berliner Jüdischen Gemeinde, die in besonders enger Zu• sammenarbeit mit dem Preußischen Landesverband Jüdischer Gemeinden steht. Künstlcrhilfc und Kulturbund Die Küiistleriiilfe hat vor allem versucht, in Zusammen• nrbeit mit dem Kulturbund Veranstaltungen aulztiziehen. Wir ciinnen! insbesondere an die große Berliner Aufführung des I ländelscheii'Oratoriums ״Judas Maccabäus“ oder an die Aus- Stellung jüdischer Kunstgcwcrhlcrinnen und die damit vcrbuiidcnc Veranstaltung des Kulturbundes ״Die kmistschaffcndc Frau“. In aiien_ diesen und ähnlichen Fällen konnte die Künst• lerhilfe dem Kulturbund Personen empfehlen, die auf diese Weise zu einem Engagement kamen. Die Berliner Künstlerhilft• steht ferner in enger Verbindung mit den anderen Kultur* blinden im Reich, denen sic vor allem Schauspieler und Mtisiker vermittelt. Aber es ist selbstverständlich, daß diese Tätigkeit nicht aiisreielicn konnte, um die große Zahl der erwerbslosen Künstler miterzubringen. So hat die Kiinstlerliilfe zu eigenen Versuchen übergehen müssen, die wir Ln folgendem kurz schildern wollen. Versuche zur Arbeitsbeschaffung Einer der nächstliegenden und zuerst unternommenen Versuche waren Tourneen, die man im 111• und Ausland unternahm. Diese Form der Arbeitsbeschaffung hat sieh in der Praxis als ungeeignet erwiesen, weil nach den Erfahrungcii der Künstierhilfe der geeignete Boden für solche Unternehmungen nicht vorhanden ist. Verschiedene Totirnöcn, die mit hervorragenden Kräften hinauszogen, waren Wirts c h a f 11 i c 11 e Mißerfolge. Mau versucht ferner, in den K1 ci n g e m c i 11 d e n Künstler unter/nhriiigen, indem man dort Gastspiele und Gastkonzerte absolvieren möchte; man versucht es ferner mit den Bädern, in denen es noch jüdische Pensionen und jüdisches Publikum gibt und möchte dort Uiiterliaitungsabende einricliten, die gewiß nicht mir im Interesse der Künstler, sondern auch des jüdischen Publikums in den Klcingcmcintlcn wie in den Erholungsorten liegen würden. Leider sind solche Pläne teils wegen finanzieller, teils wegen prinzipieller Schwierigkeiten nur s e 11 r schwer, manc h m a I auch gar nicht durchführbar, so daß auch dieser Weg nicht als Lösung betrachtet werden kann. Einige Möglichkeiten praktischer Hilfe sind der Künsfierhilfc noch ühriggcblicbcii. Ha ist zunächst die besonders in den letzten Monaten stark in Erscheinung getretene neue Art des Musizierens in liaiiskoiuertcn. ln dieser Form hat die Künstierhilfe es vermocht, einer Anzahl unbeschäftigter Musiker und Sänger für kurze Zeit ihren Beruf wiederzugeben und ihnen eine kleine Einnahme zu verschaffen. Nicht ungünstig lagen die Verhältnisse auch auf dem Gebiete der K a b a r e 11 k ti 11 s t. Hier konnte insbesondere deshalb einer größeren Anzahl von Künstlern geholfen werden, weil der Kulturbund auf diesem Gebiete keine Konkurrenz darstcllt. Eine Reihe jüdischer Kabaretts haben sieh in den vergangenen Monaten in Berlin etabliert, viele sind wieder gegangen, manche sind geblieben; aber im ganzen ergaben sich doch hier noch Möglichkeiten eines Arbcitcns vor jüdischem Publikum. Neuerdings hat die Künstierhilfe eine neue Gelegenheit für ihre Schutzlmlürftigcn ausgespürt, das sind Darbietungen musikalischer, rczilatorischer und sonstiger Art in jüdischeu Schul c 11. Das Unternehmen wird so organisiert, daß jeder Schüler mindestens 10 Pf. als Eintrittsgeld bezahlt und daß die auf diese Weise ziisnmmengckommciic Summe k o 11 e ktiv unter die mitwirkeuden Künstler verteilt wird. Wenn vor. einer größeren Schule gespielt wird, so sind die Einnahmen 1 eines Künstlers an solch einem Vormittag manchmal durch-, aus liriclitrnswcrt — unter heutigen Mailstähcn gemessen. Im ' übrigen haben die Künstler seilnt eine große Freude an diesem! unyi rbiIdcten und noch ganz naiv sich freuen könnenden י I iihluuin, das für alle Darbietungen außerordentlich dank•: bar *st. In der Sprechstunde Neben ihrer praktischen Tätigkeit hat die Künstierhilfe auch mich eine beratende Funktion auszuübcn. Wenn man einen Vormittag in der Sprechstunde mitcrlcbt hat, dann versteht man die Schwierigkeit der Arbeit dieser Stelle. Zuerst tntt ein Bariton ein, ein Mann mit sonorem Organ und gepflegten Manieren, Er fragt mell Beschäftigung. Der Leiter der Künstierhilfe, Egon J acobs o 11 n, spricht mit ihm Seme Lage durch und stellt ihm in Aussicht, daß er vielleicht 111 Synagogen Verwendung finden könne, in denen vor der Predigt ein Lied zu singen wäre. Größere Bcschäfti-j guiigsmogliclikeitoii lassen sielt im Augenblick nicht erkennen. Sodann betritt eine Sopranistin das Sprechzimmer' und fordert unter heftigen Bewegungen und großem Wort- Schwall ein Engagement. Die Unterredung endet unentschitden, es hat sich kein Weg zu einer Beschäftigung herausgestellt. Line Schauspielerin, die in der Hitze ihres Tempe- < raincnts sehr viel durcheinander redet, macht Vorschläge über ihre Programmgestaltung, die eittgcgciigcnommen werden, olinc daß damit ein Auftreten ermöglicht worden ist., Lin junger Schauspieler, der bisher m der Schweiz tätig war und dort infolge Nichtbcschältigung eine Unter- Stützung von seiner Organisation erhält, bittet um eine Be-! schcinigung, daß er auch in Deutschland arbeitslos sei. j Ein Klavierpädagoge unterrichtet sich über die; Bedingungen, unter denen er Unterricht erteilen darf. Er wird( an zuständige Stellen verwiesen. : , Zum Schluß ein zweifelhafter Fall. Eine Pianistin, die' sich als invalid ausgibt und nicht mehr anftreten kann, vcrlangt Unterstützung seitens der Künstkrhilie, die gar keinen Untcrstüt/ungsfonds besitzt. Es hat den Anschein, als ob die personeilen Angaben, die sic macht, falsch sind. Im April und Mai wurde die Sprechstunde von über 250, Besuchern in Anspruch genommen. Erfolge Es steht außer Zweifel, daß die Kunstlerhiffe bei manchen I Kategorien von Künstlern Erfolge aufzuweisen hat. Insbeson* dere auf dem Gebiet der Hauskonzcrte wie des Kabaretts konnten eine Reihe von Kräften untergebracht und ihnen zu einem Existcnzminimmn verholten werden. Am unbefriedigend* *ten scheint es mit den Schauspielern zu stehen, denen offenbar bisher keine wirksame Hilfe zuteil werden konnte. Dem Brief eines jüdischen Schauspielers an uns entnehmen wir folgende Stellen; ״Für den Schauspieler wurde bisher nichts getan. Man hat wohl versucht, Tourneen auf die Bühne zu bringen. Da man cs aber immer privater Initiative überließ, die mehr oder minder spekulativ ist, mußten diese Tourneen scheitern." In dem Brief wird weiter gesagt mit Bezug auf die Engagements des Kulturbunds: ״Der jüdische Provinzseh,mspicler, der schon seit etwa 1*)30 mit Engagementschwicrigkeitcn, besonders bei jüdischen Intendanten, zu kämpfen hatte, blieb u 11 berücksichtf gt. Man überließ ihn in seiner wirtschaftlichen Not dem städtischen Wohlfahrtsamt." Vielleicht ist an der Kritik, die dieser Schauspieler übt, manches ungerecht, aber im ganzen dürfte cs wohl richtig sein, daß die Schwierigkeiten fiir die jüdischen Schauspieler, die in größeren Stücken anftreten wollen, erheblich größere sind als für die Ausübenden der Kleinkunst, für die sich viel leichter ein Publikum findet. Alles in allem ist die Lage der jüdischen Künstler «ine Äußerst traurige; und trotz aller Maßnahmen, die sich im Augenblick treffen lassen, muß man mit Sorge der ZukunCt entgcgcnschcn. N. Mittagstisch für jüdische Künstler. Im Rahmen der Hilfsaktionen der Künstierhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und unter Leitung und aktiver Mitarbeit eines von Frau Dr. London geführten Damcnkainitees wurde in Berlin ein Mittags tisch für engagementiose jüdische Künstler eingerichtet. Die Eröffnung des Mittagstisches, an dem täglich zwanzig Personen tcilnchmcn, fand am 12. Juli statt. Für einen geringfügigen Kostenbeitrag wird den bei der Künstierhilfe der Gemeinde angcmcldetcit Personen Gelegenheit geboten, im Kreise von Berufskollegen eine in ansprechenden Räumen von den Damen des Komitees servierte kräftige und schmackhaft zubereitete Mahlzeit einzuiiciimcn. Aber noch ein anderer Gedenktag soll der neunte Aw uns sein — daß die inneren Widerstände nicht zur inneren Zer- Störung werden wie unter Titus: erst mit ihrer Zurückdrängung wäre Tisch’a b’aw völlig überwunden. Herbert Friedenthal. Die Berliner Zionistische Vereinigung teilt mit, daß Herr Dr. Walter Fisch el von der Hebräischen Universität in Jerusalem während seines vorübergehenden Aufenthalts in Deutschland allen i-'mimlen der Hebräischen Universität und der jüdischen National• und Universitäts-Bibliothek, die diese Kulturstätten durch Stiftungen von Büchern, Lehrmitteln und Apparaten unterstützen wollen, bereitwillig zur Verfügung steht. Adresse: Dr, Walter Fischei, Frankfurt a. M., Jahn* Straße 17. Ankündigungen 'JUdlichf* Ktlnitlrrkonicrt. Populäres Koiucrt am 25. Juli 1034, abend» 9 Uhr, im Cuf4 Leon, Lfhniner Plais. Mitwirkung namhaiirr Künstler, anschließend Taus (Jka-Jarr-byrnphoniker, Jko-Tango' Kapelle). Dal Jtldlicha Erwerbaloaen-KUnitlerorchcitcr veranstaltet am 28. Juli, abend* 9 Uhr, in den Mii.ik, r• I V ,1 Ulen, Berlin, Kai,.cr־WilheIm• Strafte 31, sein 4. pnputiirrs Korerrt unter Mitwirkung najiihailer Künstler. Dirigent: KapellnieMer llogi Strauß. Anschließend Tan(• musik der Jko-Jaw.Symplioniker und der Jko-Tanco-Kapelle. Bezirksgruppen Wilmcnderf, Lchniner Platz, Schmargendorf-Stcglltn Am 26. Juli, 20.30 Uhr, liZV.-Hcim. Kanlslr. 54, l)r. Ernst Markus: ״Politik und Wirtschaft in Palästina“, siehe Trxtnmcigc. Hebräische Kurse. Anfang August beginnen neue Aniängerkurae am Bayerischen Pla'z, in Charlollcnburg und um Akxa1»dcrplalz. Anmeidungen an die Kullurabtcihing tief BZV., Meinekeitf. 10, IV. St. (Tel. Bismarck 7105, App. 44). Hcbräischlerncndc, die bereits Vorkennlnisse besitzen, können sich unseren verschieden weit fort-־ geschrittenen, in vielen Stadtteilen stattfindenden Kursen anschließend — Die Bezirksgruppc Obersprco hat einen Hchrüischrn Kursus für Anfänger und Fortgeschrittene eröffnet. Der Unterricht wird von Herrn Taman Montags und Donnerstags erteilt. Auskunft bei Dr, Mchlcr, Johannisthal, Triilzschlerstr, 21. —- Die B. Z. V, Ist in der Lage, erfahrene Privatlchrer für hebräischen Unterricht nachiuweiaen, Vom Stollen Markt Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise. (Kaufmännische Abteilung, IlausporsonM und freie Bcrulc, Berlin SW 19, Lindenstraße 48-50, Telephon: A 7 Dönholf 307-30$. Abteilung lür gewerbliches Personal, Berufsberatung, Lehrstellenvermlttlung, Berlin C 2, Roscnstr. 2-4, Telephon: Norden D 1 6711.) Gesucht werden für Berlin (nur für Berliner Bewerber): Krfuhrcnc Direktrice für Uluscnkonfoktion, Klcidcrnähcrinncn für Konfektion, Miltclgcnrc, Damemniintel-Stcppcrinnen, l'uttcimachcri:*• nen und ersle llandniiherinm-n lür Herrenkonfektion, llo^cnstepp«• rinnen, Heimarbeiterin für Knnben:1nr.iigc und -mimte!, auch Loden» miete I, Zuschneiderin für Schürzen, perf. Zuschneiderin für kunst• seidene Damenwäsche, lür Herren«״׳sehe, Näherinnen für seidene Damenwäsche, für Büstenhalter, für Ober, und Sporthemden, Nr Zickzack (Betrieb), Müuenitepperin für Sportmützen für Betrieb, perf. Zunrbeiierin für Putt, perfekte Kiirschncrmamsell (Hand und Maschine), Pullovers!riekerinnen, Heimarbeit, Punktstidkerin, Misrhlnc, MatraUcnnähcrin mit Zuschnitt (Zellennäherin). -i- Für ■aüerhalbi Flotte Näherin für Damenkonfektion, Mittels, ,י »4