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Jüdische Rundschau · 1934-07-24 · Heft 59 (24.7.1934) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 59 (24.7.1934)
Date
1934-07-24
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 ־JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 59, 24. VH. Sin t fl ut my st cricn «׳ Spiele im alten Palästina Von Dr. Max ü r tt n w a 1 d In der >,Jüdischen Rundschau“ vom 10. tt. M. bezweifelt der rinscitiier einer Zeitungsnotiz, über SiiitHutuiystenen* daß sich eine derartige Feier bei den allen Juden finde. Nun habe ich in meinem Aufsatz ״Zur Vorgeschichte des Sukkotfeslcs“ im ״Jahrbuch für jüdische Volkskunde" 1923 darauf hingewiesen, daß Einzelheiten in der leier dieses Festes auffallend an gottesdienstliche Bräuche bei anderen Völkern erinnern. Daß man in feierlicher Prozession aus einer Quelle Wasser holt 11ml es in einen Felssclilmid gießt, daß man mit (VC ciden-)R11len den Boden schlägt, tim das vicrausch der licnibprassclnden Regens zu erzeugen, daß man den Altar umtan/t, eine Hütte errichtet, die einst ans der Maut des großen Fisches (Ltvjafltan) hergcstellt werden soll, der die Urne des Wassermanns leert und den göttliche Macht (s. Psalm 71, 14) erlegt und dergl. mehr, sind Zuge, die sich in ähnlichen Festen und Vorstellungen der Acgyptcr, Mesopotamien, Klein,asiaten, Araber, wie schon_ l'lutarcli zu vermuten sei׳,eint, in den cleiisiiiischen Mysterien, im Mai- Königtum europäischer Völker »• •י״ ■י• nachwciscn lassen. Der Ursprung des ״Wasscrsehöpfjuhcls", des ,,Rutenkloptcns" 11.su־. am Sukkot wird vom Talmud in die Tage der Propheten verlegt. Sccharja (s. Kap. 14) stand äugenscheinlicli inner dem Fimlrnck einer solchen ״Messe", w׳ic sie, als ״Trcuga l)ei", an verschiedenen Orten Massen aus alter Welt /um (ioitesdienst und Warenaustausch vereinte. Als solchen Wallfahrtsort der Völker erschaut er das Jerusalem der mcssiaiiisc lien Zeit. Feinen Versuch, die Sukkot-Wallfalirfcn von Jerusalem abzulcnkcn, unternahm bekanntlich Jcrohcam (s. f. Könige Kap. 12). Er veranstaltete in Bethel ein Fest, wie das in Jerusalem, aber, anstatt am 15. Tischri, im Chesrlivvan. Dort opferte er dem goldenen Kalbe, das er anfgcstcllt hatte. Die Aggadalt läßt uns darin ein Opfer um Regen vermuten, wenn sie (Ta,׳mit 25 h und sonst) erzählt, ein Rcgcncngcl in Gestalt eines Kalbes habe während der Wasserspeudc am Sukkot den oberen Wassern ziigcrufcn: ״Filet hernieder!“ und denen des Abgrundes: ״Schwellet empor!“ Dal) sich gegen diesen Festtcrmin kein 'Widerspruch im Volke erhob, hat schon M. Fricdmann in seiner Studie über Jcrohcam (in der Graf z-Jubclschnft) auf die Vermutung gebracht, daß hier vielleicht nur die Erneuerung einer uralten Ucbimg vorliege. Am 17. Gicscliwan, dem spätesten Termin für den erwarielen Regen (s. Ta,•mit 6a), scheint ein uralter Regenhiltgotte!dienst auf dem Moria stattgefimden zu haben. Unter dem Irgcndcnunisponncneti Stein, auf dem die heilige Fade staud, dachte man sich ja die Wasser des Abgrunds gebändigt und mit Gottes Siegel gebannt. (Psalm 20, 10, int alten Ritual für Sukkot: ״Der Herr thront über der Sintflut.“) Auch der auffallende Nachdruck, mit dem Lev. 23, 30—43 die Feier des Sukkot für den Tischri auberaumt wird, wird als Polemik gegen einen .solchen uralten Landeskult verständlicher. Daß ihn 'die Propheten mul, unter Berufung aut sic im Gegensätze zu den Sadduzäern* die Pharisäer, allerdings im Rahmen der Thorasatzung, gelten ließen, erklärt sich aus ihrem volkstümlichen Bestreben, alte Bräuche, dem Mosaismus angepaßt, lebendig zu erhalten. Daß man aber am 17. Chcscliwati nicht nur um Regen, sondern ausdrücklich, wie ja auch wir noch jetzt am Schcmini az.crct, um sein heilsames Wirken gebetet haben dürfte* legten wohl nicht allein Unwetterkatastrophen, wie die neuliehe in Tibcrias, nahe, l ebendig war vielmehr im Hintergründe des Voikshcwußtseins der Gedanke an die Sint- 11 וז t. Am 17. Chcschwan hatte sie begonnen, das Jahr darauf am 27. war die Erde wieder trocken. Daß an diesen 'bedeutsamen zehn Tagen vom 17. bis 27. Cliesclnvaii in vorisraeiitischer Zeit ein entsprechendes Fest mit Mysterien- Charakter stattfand, bei dem Rabe, Taube und Üäblatt eine Rolle spielten, hält Fricdmann für wahrscheinlich. Wenn nun derartige Feste bei anderen Völkern ־zweimal des Jahres, im Frühling und Herbst, begangen wurden, so liegt die Frage nahe, ob uns nicht vielleicht auch im Judentum ein(‘ Spur eines solchen Frühjahrsfcstes begegnet. Als Termin käme hierfür das dritte Datum der biblischen Sintfluterzählnng in Betracht: am 17, Nissan fand die Arche Grund, deren Symbol in jenem Mysterienspiel eine Sukka gewesen sein könnte. Nun kennen wir nur ein Frühjahrsfest, das wenigstens in einem Punkte, in der Illumination und den mit ihr verbundenen Tänzen, sich mit dem Wasscrschöpfjubc! am Sukkotlcste vergleichen läßt: die Schimcon heil Jochai-Fcicr zu Mcron am 18. ljar. Auch hier haben wir offenbar ein altes Volksfest vor uns. Vielleicht gelingt es noch einmal, seine Herkunft aus vorkabbalistischer Zeit zu ergründen. ki M. Orcnstein: Zur Problematik der Klbbuzbewcgting in Erez. Israel. Diese Broschüre, die vom ״tlaschomcr Ha/air“ hcrausgfgeben wurde, will zu den grundsätzlichen Fragen der Kibhuzbewegung vom Standpunkt des Kibbuz Arzi Stellung ticliitmi. Vom Autor, der als Palästinenser und Mitglied einer Siedlung des ״Haschomer Ha/air" (Misra) eine gründliche Kenntnis der palästinensischen Problematik besitzt, wird zunächst die Bedeutung der Kwu/ah für die Verwirklichung des Zionismus aufge/cigt. Im Mittelpunkt der Schrift steht die Auseinandersetzung zwischen der Richtung des Kibbuz Meuchad, die in der Kwu/ah einen Weg für die Massen im Sinn einer Volksbewegung sieht und der Richtung des ״Haschomer Ha/air“, die die Grundlage der Kwu/ah in der Erziehung des Individuums durch die Jugendbewegung sicht, für die das Leben der Kwu/ah die Verwirklichung der ethischen und nationalen Ideale der Jugendbewegung hedeutet. Wenn sich die Broschüre auch in erster Linie an die hündische zionistische Jugend und besonders an die Mitgücilcr des ״I lechaluz“ wendet, so wird auch der ältere Ziomst einen Begriff von den Vorstellungen und vom Leben uer chahi/isdien Jugend in Palästina durch sic bekommen. Infolge der starken Nachfrage wird in den nächsten Tagen die /.weite Auflage erscheinen. Aus dein Inhalt: Jugendbewegung und Kibbuz. Grundbegriffe zum Wesen des Kibbuz. Ar/1 -- Zum Problem des großen und offenen Kibbuz ~ Einordnung der Alijali — Zur Entwicklung der kleinen Kwuzoth (Chewer Hakwuzotli). Jüdischer Kunstkalender. Die Kiinstlerhiife der l u d 1s c he n Ge incindc Berlin (Abt. Bildende Künstler) bringt soeben einen Kunstkalender für das kommende Jahr 5(}')0 heraus, ln diesem Kalender, der im Kunstverlag Dr. Herbert loewcnslcin (Berlin SO 16, Köncnickcr Str. 76) erscheint, begleiten uns die Arbeiten'von vierzig Malern und Bildhauern durch das Jahr. Dr. Max Osborn, Prof. Franz M?,״״S,bnrf׳Cr1ll1nd E,r״a Stein, Kustos am jüdischen Museum, Berlin, haben den Bildern kurze erklärende Texte beigegeben, um dadurch das Eindringen in die Mannigfaltigfer rK^ *U ׳'־1״chtern. So wird dieses Werl, eLrdSl-MaX E'eher mann das Geleitwort schrieb, zu ri,״ kiu . ,״.dscten Kunstgeschichte, die mit Absicht neben den bekanntesten Künstlern Deutschlands, n״ tL)U,,P׳ v׳’eni«cr bekannte Krklte V8זי״!"/? ״״? Kalenders, MuseumrtB«Uneld״’ vCf, *uns״erm״e> Jüdischen KünstlcrhJfe zu. b'‘m Vcr,age “ haben “«־»«» ־ Fine von Berloty und Genassen gegen die Pa lest Ine Potash Company Ltd. ciiigcbrachic Feststelhingsklngc, in der verlangt wurde, daß erklärt werde, die Beklagte sei nicht berechtigt, dem Toten Meer Mineralsalze zu entnehmen, und daß der Gesellschaft die Fortsetzung ihrer Tätigkeit untersagt werde, ist von der King's Beuch Division (Oberster Gerichtshof für Zivilsachen) unter Vorsitz van Richter Roche kostenpflichtig nb gewiesen werden. Aus ׳zuverlässiger Quelle wird berichtet, daß die Wahlen zum Stadt rat von Jerusalem voraussichtlich Ende August staftfitulen werden. Die Behörden sind gegenwärtig mit der Zusammenstellung der Wählerlisten beschäftigt. Cs verlautet, daß in Regierungskreisen gegenwärtig der Plan, die jüdische Kolonie P c t a c 11 Tikwah zur Stadtg c in e i 11 d e zu erheben, erwogen wird. Pctach Tikwah bat jetzt 16 000 Einwohner. Die 1' a I ä s t i 1! .1 - R c g i e r 11 n g hat an den Obersten Moslemischen Rat 50000 Pfund ausge/nhlt auf Rechnung des W a k f - E i 11 k o m m 0 u s, das die Regierung mit Rücksicht auf den Steueniachlaß an die Landwirte eiitbeh,alten hatte. Wie die Zeitungen melden, beabsidit die Palästina-Regierung eine Str a ß c von T 111 k e r e m zur Meeresküste zu bauen, wodurch diese mit der Bahn und mit der Jaffa— Ilaifa-Str.iße verbunden würde. (Die Straße würde über jüdiseiics Gebiet führen.) Die Palästina-Regierung hat dem jüdischen Dorf Naha- I a! die große Wasscrhohrmaschinc zur Verfügung gestellt, die in eine Tiefe von 300 m dringt, da das bisherige Wasser in Nal1al.1l nicht aiisreicht. Gegenwärtig werden im Nahatal 35 neue Häuser gebaut. Wie wir den Zeitungen entnehmen, wird der Berliner. Dirigent Michael Taube in der Zeit vom November 1034 bis März 1035 in Tel-Aw׳iw zehn Symphonickonzcrte dirigieren. Das jüdische Hilfskomitee für Auswanderer aus Deutschland in Prag fertigte am 11. d. M. 40 Aus- Wanderer, die bisher in Prag weilten, nach Brasilien ab, wo ihnen eine Existenz gesichert wurde. Das Komitee hat in diesem Jahre bereits 69 Personen nach Ucbcrscc, hauptsächlich nach Brasilien, geschickt. Nach Palästina wurden in den letzten II Monaten 207 deutsche Emigranten aus der Tschechoslowakei abgefertigt. Der jüdische Bildhauer Prof. Henryk OI icc n s t cin über* wacht gegenwärtig den Broii/cgiin einer von ihm geschaffenen Statue des Präsidenten Roosevclt. Das Bildwerk wird im Go* vciiant-Ghih in Gliikago anfgcstcllt werden. Eine in Italien cingctroffene aus neun Personen bcstehende Motorradfahrer-Abteilung des Brith Trunipel• dor Palästinas wurde in Rom von der fasch istisehen Jugendorganisation offiziell empfangen. Die Motorradfahrer-Gruppe wird auf ihrer Reise durch Italien von einem Offizier der Fasci Giovnnili, des Verbandes der faschistischen Sport- und Er/iehungsbiiinle, begleitet werden. Wie das Pressebüro der Agudah mitteiit, hat die Agu• das jisroei neuerlich vom Einwaiulcrungsanit der Palästiua-Rcgicrung 25 Zertifikate für Aufnahmewerber an der J c s c h i w a h des Oberrabbiners Duschinsky in Jerusalem zugewiesen erhalten. Achtung, JUsei in Palästina! Kurse iür deutsche Einwanderer Die Kiiltiirahteihmg der Hitachdtuh Olcj Germania in Tel-Awiw (Geschäftsstelle: Lilienblurnstr. 26. Sprechstunde des H. Nacliiiui Lewin täglich von 4.30 bis 5.30 Uhr) veranstaltet nachstehende Lehrkursc: 1. Hebräische Kurse. Anmeldung täglich fn den Cicschäftsstumlcn der H.O. G. Die Kurse finden in der Schule ״Tcl-Nordau“ (Mcndelc Mochcr Sfarlmstraßc, Autohus Nr, 7) statt, und zwar in den Abendstunden von 6 bis 8 Uhr. Teilnehmergebühr hei drei oder vier Unterrichtsstunden wöchentlich: volle Gruppen (25 Schüler): monatlich 150 mils; kleinere Gruppen (15 Schüler); monatlich 25(1 mils. 2. Hebräischer Zirkel (C h u g iwri). Der Chug hvri kommt jeden Mittwoch um 8 Uhr abends in der Tel- Nordau-Scliule zusammen. Die Beteiligung ist kostenlos, Leitung: Nachm« Lcwin. 3. C11 o r v e r e i n i g u n g. Zur Pflege des hebräischen Liedes unter den deutschen Olim besteht eine Chorvcneinigütig, die jeden Dienstag uni 8 Uhr abends in der Tel- Nord.ati-Schtile zu!,rohen zusammcnkomint. Leitung: Daniel Saniburski. Beteiligung vorläufig kostenlos. 4. Kurs iiherMisclina 11. Leitung.Dr. Simon Einhorn. Teilnehmergebühr: 50 mils monatlich. 5. Ein f ü h r un g in Tcmc U. Behandelt werden u.a. folgende Fragen: Das Fpos im Teuach, — Der snziale Geist der Bibel, —- Die Frau im Ten,ach. — Der Held und sein Verhältnis zu Gott. Teilnehmergebühr: monatlich 50 mils. 6. Vorträge und Kurse in deutscher S p r a * che. a) Vortragsreihe .״Palästinensische Bürgerkmidc", Leitung: Dr. Mcinhold Nußbaum. Teilnehmergebühr: monatlich 50 mils. — b) lustitutioucu und Struktur der palästinensischen Wirtschaft. Leitung: Fritz Naitali. Montag von 9—10 Uhr in der Tcl-Norilau-Schtilc. Teilnehmergebühr: 50 mils nionat« lieh, c) Palästina in der jüdischen Geschichte. Leitung: Dr. Fritz Noack. Sonntag abends von 9—10 Uhr. Teilnehmergebühr: 50 mils monatlich, d) Führungen durch das Museum. Unter Leitung von Dr. Karl Schwarz, an jedem Dienstag um 8.30 Uhr. (Von unseren Berichterstattern.) Palästinas u. a. berücksichtigt hat. der in Buchhandlungen, bei Künstlerhilfe, im Jüdischen Sprechstunden der juristischen und wirUchafilichan Beratung■• stella der ״ Jüdischen Rundschau ״ Montag und Donnerstag von 17 bis 18.30 Uhr In unserem Büro, Berlin W18, Meinekestr. 10. Bel Besuchen sind Abonnamsnts-Qulttungan mitzubringen. Bel allen schriftlichen Anfragen sind dia latcta Quittung und sin Iralgamechter Briet- Umschlag od,ausreichendes Rückporto balzufügsn Zur Ausstellung der jüdischen Kunstgemcln«ch>11 u,» fembergs. In Stuttgart findet vom 11. bi* 25 יי״;!"ן Ausstellung von jüdischen bildenden Künstlern mu! Kn!"״ wcrblcrn statt. Dieser erste Versuch imterltalh der Slutt״* ' indischen Kiinstgemeinschatt, mich die bildende ״Kunw"'7 ihrem Rechte kommen zu lassen, Ist als gelungen ' sprechen. Fs ist vor allem gelungen, daß jüdische 60,1״; Künstler Württembergs, soweit sic erreichbar waren ״׳,, men ausgestellt haben. Fs wäre mir zu wünschen, daß 7.״' den jüdischen Künstlern recht bald eine rege Zu** m enar heit entstehen möge, so daß gegenseitig ’n fruclitiingcii, die für das Weiterkoimnen eines jeden Litt ״ln’ lebenswichtig sind, wirkliche Frfolge hervorbringen. Ich ״!/l würde mich freuen, wenn cs möglich wäre, wenigsten» pliischc Arbeiten mit Kunstlerkollegcn cinzutanschen. (»5 zugleich ein Weg, sich gegenseitig bekannt zu machen uh für einander zu werben. Es ist notig, daß endlich t!nm! in den Jugend b ii n d c n, und gerade dort, auch der j/ disclic bildende Künstler kcnncngelcnit und verstanden denn nur durch bildende Kunst wird letzt, Endes alte Freud e a n 8 c 11 ö p f c r i s c h 111 a n 11 cj|.י Arbeit geweckt. In jeder großen Stadt gibt cs jiulistD bildende Künstler, die in dieser Hinsicht Außerordentlich*' leisten könnten. Denn nur so tragen wir dazu bei, daft g.'׳ Kunst innerhalb des Judentums das sein wird, was vi sein soll. Hermann Fechenbach, Eine Bczlrkswlrtschaftshilfe In Schwclnfurf. Zur (״ derung der Not in Stadt und Land wurde die z i r k s w i r t s c 11 a 11 s s t c 11 c gegründet und dem Bezirks rabbinatc angtschlossen. In der Bc/irksgcmcindcvcrlrctfr. Versammlung am 2t. Juni 1914 legte Bc/irksrabbincr t> Köhler die Grundsätze fest, nach denen er die soziale Arbeit leiten wolle. Jede Familie in der Stadt und au( dem Lande muß durch Monatshciträge nach der Kraft des V«, tnügciis zur Frlialtuug der Wirtscliaftsliilfc beitragen, I)!e praktische Arbeit hat bereits mit dein 1. Juli 103( ht. gönnen. Auch die bereits bestehende Darlehenskasse wird ein. gegliedert. Btalik-Feier in Hamburg. Der Verstand dci Deutsch. Israelitischen Gemeinde in Hamburg veranstaltete »« Mittwoch, dem 18, Juli, einen (iemeimleaheiut, der ״tlc״ Gedächtnis Ciiaim Nachm,an Bialiks" galt. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden des Vorstandes der Gemeind:, Rechtsanwalt David, feierte Dr. Ernst Simon, Haifj’ Bialik zunächst in hebräischer Sprache als den geniale! Erneuerer des Hebräischen und schilderte dann den Werdegang des großen Mannes und Dichters an Hand Werke. Harmonium Vorfrage n i t z e r leiteten den Abend Variation des Teschesaknah. seiner des Oberkantors Leon K זב. ein: den Abschluß bildete eint Frankfurt n. Main Stcrbclall. Nach schwerer Krankheit ist am 29. Juli der stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, R.-A, Dr. Eduard Bärwald, im Alter von 58 )3)1׳ ren gestorben. Der Verstorbene war Vorsitzender der iihtraten Fraktion des Preußischen Landesverbandes und M!tglied des Conseil der Jcvvish Colonisation Association (JCA.| Die Blinden und Körperbehinderten bildeten eine Ort gruppe für Frankfurt a. M. und Umgebung, mit der (k• schäftsstellc: Btciclistraße, unter Leitung von Int Dresdner. Obmann der Blimlengruppe Ist Max Leo nold, ihm beigeordnet Emil Munster. Der Varstand du kph.-Gruppe ist Irina Dresdner, Walter Grünstein all Schriftführer und Dora Kelsen. München Ausstellung jüdischer Berufsphotographen. Der ״Jiidisck Kulturbund in Bayern“ hat 1m Sitzungssaal der Münchener Gemeinde eine Ausstellung von Lichtbildern jüdischer Beruf! photngraphen Münchens veranstaltet. Die Arbeiten hatten fad ausnahmslos ein besonders hohes Niveau, das sie von Lieb• haberarbeiten vorteilhaft unterschied. Am cimlrucksvollst« waren wohl die Arbeiten des Ateliers von Eili Hcymaim. Ui Heymann, die vor der Auswanderung nach Palästina sieht, gehört zweifellos zu den künstlerisch Feinfühligsten unserer Bcrufslichtbildiicr: Sic zeigte u. a. Bildnisse von Justi/nl Eli Straus und Erich Kuby. Bewährt hat sich auch schon in •jahielangcm Schaffen Frau Helene Bicbcrkraut, die neben Porträts auch einige gelungene technische Aufnahmen aus• stellte, während die Arbeiten von Dr. Ruth Sclnveishcimer und Hertha Landauer Proben von dem beachtlichen Könne« der jüngsten Generation abiegten. Alfons Eskcnasy-Esqucr» zeigte reizvolle Aufnahmen der Münchener Haupts)׳nagogr. Angoglicdert an diese Schau war eine Ausstellung von Szenen׳ bildern des Berliner Kulturbundes, Wir hoflen, daß die br• achtlichc Ausstellung im gewünschten Maß das Publikum aut unsere Berufsphotographen hinweist. H. L Ankündigungen Handwerkerkurse in Haifa. Das Jüdische Technische Institut in Haifa teilt uns mit: Infolge der Menge der Bcwerbilligen wurde am 1. Juli die Liste der Teilnehmer für den ersten Kursus geschlossen. Wer nach diesem Termin eingereicht hat, kann seine Dokumente entweder zuriickcrhalten oder sie für das nächste Jahr im Tcchnion belassen. Er muß aber bis spätestens März 1935 mittcilcn, ob er im nächsten ahr an dem Kursus teilneliinen will. Das Tcchnion teilt erner mit, daß cs für diejenigen Personen, die das erlorder• liehe Geld erst nach dem 15. Juli eingeschickt haben, keine Garantie für die Erteilung des Visums übernehmen kann. Sic können das Geld entweder zuriickcrhalten oder cs für das nächste Jahr im Tcchnion belassen. Alle diese Bestimmungen beziehen sieh lediglich auf Teilnehmer des Kurses A, jedoch nicht aut Bewerber zum Kurse B oder C des Technions. Breslau! Am 25. Juli, 20.40 Uhr, Lc»slngsaal, Agnesstr, 5, Bislik• Gedcnkfe'er der Breslauer Zionistischen Vereinigung und de» Mir rächt, Ortsgruppe Breslau. Harmonium-Vorträge, Streichquartett. LI mole rachamlm, Gedenkrede! Dr. Israel Rabln, Rciltaliott, ScMid• chor. — Frankluri am Malm Jüdischer Frauenbund. Am 28. Jul* naelimilliigs 4.30 l'lir, Art! ״!!׳ il zung. II.ms. 11 ,indwerk-Str.iß« 3. — Selbsthillegruppen jtld. Blinder und Körperbehinderter, OrtigrtW• Frankfurt am Main. Mitgliedern׳!׳.!miMiliuig um 31. Juli, 20 Uw Tunis,igl, IJIcirhstr. 8, Vorlrjg: K.ilihii.er Dr. Lende: ,.Si'liiclsl und Wille“. — Sprecht! in! den: Dicust.ig von 18.30 bi< 201h. Mittwoch und Freitag von 10 bis 11 Uhr, JJlcichstr. 8, feiet. 2391t Bar Mizwah-Termine Am 28. Juli — 18• Awi Rolf Koaiilictg, Hohn von berg, geh. Matrus, London \V 11, 9, Fcmbridge Villas, Mary R0W' Schaft■ Boden in twz IsMtd duWt Spenden für den Jüdischen Nnttonationds Eieren Haleiiefli LefSsrael Berlin W15. Heinekeslr.tQ Postsdteck 28247 Hauptschriftleitert Dr. Robert Wett ach, Berlin-Charlottenburg ‘ Steltvcrtrcteri Kur» Loewenatein, Berlin W15. Verantwortlich« Schriftleiter für den gesamten redaktionellen Teilt Kurt Loewe»• stein, Berlin W15. Anzeigenlcilerin und verantwortlich Wf Amelgentcil! Helene Chanctner, Berlin N 84. Verlag und A» telgenrerwaltungr Jüdische Rundschau, Berlin W 18, MeinekesU. ״ D-A. Juni 38 089 ExpL Druck: Siegfried Scholem, Berlin-Schöneböf

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