Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 59 (24.7.1934)
- Date
- 1934-07-24
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Und ebenso: ״Unter diesen Völkern wirst du keine Ruhe finden" (5. M. 28, 65); aber fänden sie Ruhe, sie kehrten 1 lieht zurück (Midrasch rabhah zu 1, M. Abschnitt 31). Deutliclie Umschreibung des Ciedankens, dal! der persönliche Wille?11 Ln•/. Israel von dem jeweiligen Zustand in der Cialut bcdingt ist. Dann aber feldt es auch nicht an Stimmen, die in der Cialut eine in einen bestimmten Weltplan eingebaute Fügung Gottes selten, die teils um Israels willen, teils , um der Welt willen gesandt ist. Rabbi Oscltaja sagte: Eine Wohltat hat der Heilige, gelobt sei er, Israel erwiesen, daß er sie unter die Völker zerstreut hat. (pesaohim 87 b.) Ocmciut ist: gerade weil sie über alle Welt zerstreut sind, kann es nie zu einer völligen Vernichtung kommen; wären sie in einem Lande, so wäre eine restlose Vernichtung möglich; darum ist die Zerstreuung^ eine zur Erhaltung Israels dienende Planung Gottes, Oscltaja gehörte als .Schüler Chaninas dem ersten Amorüer- oder dem letzten •Tanaitciigcschlccht rin. Und mm zum Schluß: ״Raw Elasar sagte: Der Heilige, gelobt sei er, lud Israel mir deshalb unter die Völker verbannt, damit Prosclvten sieb ihm?!!gesellen. Denn so heilst es (llosea 2, 25): Ich säe sie mir aus ins Land. Man sät ein Mall aus, um soundsoviel Mall ehizuernten(Pcsachim 87b.) liier ist also der absolute Missionsgedanke und Israel Werk• zeug in seinem Dienst, Elasar gehörte dem zweiten oder dritten Amoraergcsclilccht in Ercz Israel — drittes Jahrhundert — an. Deutsche Juden hauen eine Siedlung (Die Sch'chunaih Olej Germania b'mifra* Haifa) Von Kurt Ruppin, Haifa Mit «lern Regina einer größeren Einwanderung deutscher Juden nach Palästina taucht das besondere Problem ihrer Selihaffimiclitttig auf. Die Zionistische Exekutive hat bekannt* lieh eine Zentralstelle geschaffen, um die Ansiediung deutscher Juden in Palästina zu leiten. Neben dieser Zentralstelle haben die deutschen Einwan• derer sich seihst Organe geschaffen mit der Aufgabe, durch gegenseitige Hilfe und Selbstorganisation die Einordnung im Lande zu erleichtern. Die wichtigste Organisation dieser Art ist die Hitaduluth Olej Ocrmnnia. Eine der Aufgaben dieser Organisafion war, billige Wohumüglichk eiten für die Ncueinwandercr auf dem Wege der Vorstadtsicdlmig zu schaffen. Die Vorzüge solcher Siedlung bestehen nicht nur in der billigen Miete, sondern auch in der Verbundenheit mit dem Boden, die in irrtscrenv Falle die endgültige Seßhaft in achung des neuen Einwanderers bedeutet. Die jüdische Arbeiter-Organisation hat bereits eine große Anzahl Vorstndtsiedlimgcn geschaffen, und diese Siedlungen waren das Vorbild für unseren Plan. Doch eine Siedlung deutscher Juden konnte nur dann einen Sinn haben, wenn es gelingen würde, innerhalb eines Jahres alle Vorbereitung*- arbeiten zu beenden und den Bau der Häuser zu beginnen. Die llitachdtüh Olej Germania in Haifa begann vor einem ahr, den Platt der Vorstadtsiedlung in Angriff zu nehmen, )ie Bedingungen in Haifa waren günstiger als in Tcl-Awiw, da der Keren Kajcmeth in der Nähe der Stadt Haifa eine [ grolle Hodcnflärhe in der Haifa-Bay besitzt. I Der Keren Kajcmetli hat durch den Städtebauer Professor Avercrombie eine Generalplanung seines Besitzes in der llaifa-Bay anfertigen lassen, durch welche eine Aufteilung des Bodens nach dem Verwendungszweck festgelegt wird. Angrenzend an Kirialh Cltajim (Arlosorolf-Stadt), die Siedhing der Arbeiterschaft, ist eine große Wohnzone vorgeselten, die in Zukunft eine neue Stadt an der Bucht sein wird, und innerhalb dieser Wohnzone stellte der Keren Kaienuth den deutschen Juden eine Fläche von zunächst 600 bmtam zur Verfügung, von denen 100־ I)miaut für 20 lamlwirtschaftliche Siedler;1 20 Dimam bestimmt sind, und 200 Dunau! für die Vorstadtsiedlung bestimmt waren. | Jeder Vorstailtsicdlcr soll *5 Dunam in Erbpacht erhalfett. Aut dieser Parzelle ist der Siedler verpflichtet, ein Stein- Itatts zu hauen und sein Fand zu bearbeiten. Der Siedler hat die Möglichkeit, auf dieser Fläche!!hinten und Gemüse für den Hausbedarf zu pflanzen, sieh Hühner zu halten usw. Er wolmt für weniger als die Hälfte der städtischen Miete, wenn auch damit in keiner Weise eine Lösung des Existenz* Problems erfolgt; er bleibt weiter darauf angewiesen, in der Stadt Haifa — und vielleicht später auch in der 111dtidriezoite der Haifa-Bucht — seinen Lebensunterhalt zu suchen und zu finden. lki der Organisierung der Siedler mußte man, von 1\1!etn Recheitexempel ausgehen. Der Durchschnittspreis einer Zwoi/iiiimer-Woluitiiig auf dem lladar-Hakarmcl ist £P 6 pro Monat. Die Hausherren verlangen oft eine Mietszahlung für ein Jahr im Voraus. Drei Jahresniieten bedeuten zirka W)ס״ der Kosten der vcrstädtischen Siedlung. Den Rest der Kosten kann der Siedler in kleinen Raten in einem Zehraum von 20 Jahren ab/ahlen. Der Einwanderer hat durch den Bau eines sohlten Hauses sofort einen Teil seines Geldes produktiv angelegt und ist vor allem auch in der Lage, bei einer längeren Wartezeit die Kosten seiner Lebenshaltung aut ein Minimum zu beschränken. Der Keren Kajcmeth kam den deutschen Siedlern besonders entgegen und stellte für die ersten 100 Siedler eine .größere. ISodenlläcIic alu die übliche zur Verfügung; sic stillen je einen Dtiu.tm (1000 qm) erhalten. Diese 100 Parzellen a 1 Dunam bildeten den ersten Bauabschnitt der Siedlung. Die Schwierigkeiten des Baues dieser 100-Häuscr-Sfadt schienen so unüberwindlich zu sein, daß das Projekt manch• mal gefährdet erschien. Die Towti Planing Commission Icltnle die Bestätigung des Parzellierttiigsphuies ah, solange der Gesamtplan von Avercrombie nicht vorlag. Mit Hilfe verschiedener Instanzen gelang es trotzdem, Ende Mai die Bestätigung des Par/ellienmgsplanes zu erhalten, und an* schließend erreichten wir durch ein provisorisches Abkommen mit dem Stadtingciiicur die sofortige Bauerlatibnis für die geplanten Haushauteu, Vorher hatten wir bereits begonneu, mit dem Plat/c den Boden zu nivellieren‘und an* schließend die Parzellen abzustecken. Inzwischen tauchten Immer neue Probleme während der Vorbcrcitungszcit auf. Es war nicht die Frage, Wasser zu fiiitleti, wie ott in Palästina, sondern gutes und geeignetes Wasser durch Prohchohningcn zu erhalten. Die bisherigen Hohrversuche haben fiir die Vorstadtsiedlung bereits qualitati״ t ul quantitativ genügende Wassermcitgeii ergeben. Du ׳!eben liefen die Verhandlungen über den Bauvertrag mit den Unternehmer. Als Grundlagen wurden alle bisher!gen Erfahrungen der Zionistischen Exekutive und der Ar* neiterschaft benutzt. Am 4. Juli 1934 konnte der Rahmen- Bauvertrag mit dem Bauunternehmer Sega! endlich unter* ceicimet werden, Dieser Bauvertrag sieht vor, daß 100 Häuser im Laufe;irres. Jahres gebaut werden. Nach den Bedingungen des Bauvertrages sind folgende Fristen für die Fertigstellung ier ersten .100 Häuser vorgesehen; Aus der Praxis des Botendienstes bei der Landung Von Frieda W c I!1 r e I c h, Sdiiftslürsorgcriii der Jcwisli Agency Dia nachfolgende Schilderung des Wirkungskreises irr auch in Merlin am ihrer Tüllgheit in der Zentralwohlfahrts• stelle bekannten Sozialbeamtin (emi uns etwas gekürzt) Ist für alle l’tdäslina-llvisenden wichtig• Ilcd. Die Möglichkeit, sielt bald nach Anlegen des Schilfes über alle praktischen Fragen zu orientieren, besteht seit lau* gern durch die Ikninten der Jevvish Agency (Sochmit), die mit der PalSkoufroll-Komiiiissior! zusammen aufs Schiff kontmen. Diese Bcamlcu stehen den Ankommenden gern mit Rat, Auskunft und Hilfe zur Verfügung. Aber sie werden von den Reisenden als solche Auskunftspersonen selten erkannt. Um mm die Arbeit der Beamten der levvish Agency in bestimmter Richtung zu ergänzen, vor allem bezüglich Schutz, Rat, Auskunft, Betreuung allein cinreisender Frauen und Müde 11 en sowie von Familien mit Kindern, wurde auf Initiative von Iknridta Szold, der Leiterin der Sozialen Abteilung des Waad Lcutnt, zunächst versuchsweise eine *,Schiffsfiirsorgeriii“ eingestellt. Mit Genehmigung der Komntission besteigt diese alle in Jaffa nnkommcndeii Schiffe, die Juden in größerer Zahl ins Land bringen. Sic ist durch eine weiße Armbinde kenntlich, und sofern sie nicht sofort nach ihrem Erscheinen auf Deck von den Ratsuclienden umringt wird, tritt sie selbst mit aufnniiiteritdcn Worten an besonders besorgt und verzweifelt mtsschcmlc Leute, var ■ allem Fratteit, Mädchen, Mütter mit kleinen Kindern, verängstigt dreinblickcude Alte, heran. Sehr schnell ist der Kontakt bergestelli und liehen der Beantwortung der typischen Fragen und noch vieler persönlicher, wird sie zur pralltischen Hilfeleistung hcraugczogcii. Vor allem stellt sie hei besonderen Schwierigkeiten die Verbindung mit den Bcamten der Agency her. Allcittrciscnüc Frauen und Mädchen, die keine Unterkunft wissen, weist sie an die bcrcitstchcnden Unterkunftst,itutie, die von der Wizo verwaltet werden. Da hält sie die kleinen Kinder fest, während die Mutter das Gepäck ordnet, da beschafft sie einen Träger, dort vermittelt sie der geplagten Frau mit dem Säugling auf dem Arm eine raschere Zollabfertigung. Sie hilft den plötzlich entschwundenen Spröllling suchen oder den schon als vermißt beweinten Kaffer finden.... So gibt es natürlich Situatbncit und Erfahrungen, die sicli bei jedem Schiff wiederholen, daneben rollen sieh aber auch in wechselvoller Folge Einzel- Schicksale ab, die einer besonnenen Augenblicksltilfe bedürfen. Unvergeßlich bleibt das tragische Erlebnis des furchtbaren Unfalls auf der ״Itnlia“ vor ca. 4 Monaten, dem junge Menschenleben /uni Opfer fielen. — Auf zwei nachfolgenden Schiffen waren Kinder gebotet) worden, und man hatte sich fast mehr um die fassungslosen Väter, als um die ruhig ausharrenden jungen Wöchnerinnen zu bekümmern. — Da kamen neulich zwei reizende Bübchen von 4 und 5 Jahren ganz allein an, die in unverfälschtem bayerischen Dialekt Ihre Reiseerlebnisse heraussprudcltcn. Sie waren liehst ihren Papieren schon in München Mitreisenden anvertratit worden und führen ״zum Vater nach Palästina“. Wo aber dieser Vater wohnen sollte, war nicht angegeben, und n!s auch am Hafen in Jaffa steh kein solcher meldete, erbot sich ein junger Wiener, der als Aussteller zur Lcvantc-Mcssc kam, die Kinder mit in sein Hotel und in seine Obhut zu nehmen, bis es den Bemühungen der Fürsorgerin gelang, den Vater ausfindig zu machen. — Fine besonders freudige Stimmung herrscht am Schilf und Hafen, wenn Transporte der ״Kinder- und Jtigcndalijah“ oder die ״Wi/omHdcIicn“ eintreffen. Seihst die mühevollste Abfertigung der höchsten Berge von Koffern und Kisten wird gern in Kauf genommen, wenn man den frischen, erwartungsvollen Jungen lind Mädeln in die strahlenden Augen blickt. — Ein andermal wird die Fürsorgerin aut eine ganz, junge Witwe aufmerksam gemacht, die mit zwei kleinen Kindern völlig fremd und unerfahren ins Land kommt. Sic wird schon für den nächsten Tag in die Sprech* 10 Häuser innerhalb 4 Monaten nach Baubeginn 10 n מ 5 fl tt tt 15 n n 6 ft 9• n 20 H . M 8 ft M H 20 h n 10 ft tt 9• 25 ti n 12 >• 9» Außerdem werden in den ersten 6 Monaten 15 Häuser für die bcnachbarlc Gruppe der landwirtschaftlichen Siedlung Ueutscher Juden tcrtiggcstellt werden. Gleichzeitig mit dem Hau der Häuser werden wir dem Bau der inneren Straßen beginnen, wobei vorgesehen ist, daß die Hauptstraße der Siedlung, die eine Breite von 35 in haben wird, als Boulevard angelegt wird, mit einer Baunmllec in der Mitte und 2—3 m breiten Asphalt-Straßen an beiden Seiten. Die Verhandlungen mit der Hypothekenbank führten zu dem Ergebnis, dnli sie bereit ist, auf jedes Haus 50 ״> der Baukosten als erste Hypothek zu geben. Das Zentralbiiro fiir die Ansiediung deutscher Juden in Palästina hat als eine besondere Hilfe für Siedler mit beschränkten Geldmittelt! 40 Siedlern eine zweite langfristige Hypothek ä £ 50 zur Verfügung gestellt. Und wieder tauchen neue Probleme auf. Schule, Volkshaus, Kindergarten sollen gebaut werden. Die ältere Generation lernt schwer hebräisch. Die Schule wird das Kultur- Zentrum der Siedlung werden. Außer der Schule wird auch das Kinde! heim ״A ii a w n h“ aus Berlin seine Wirtschaftsgebiituie in der Siedlung haben. Eine Gruppe von Wiener Arbeitern hat ihren Boden gleichfalls innerhalb unserer Siedlung. In der Nähe baut die Arbeiterschaft ihre große Vorstadtsiedlung ״Kiriath Chajim“ weiter. Die ScU’chunath Motzkin, die Siedlung des Poel Misrachi und der Juden aus Saloniki sind andere Vorstadisiedlungcn, die schon lange geplant sind und hoffentlich bald zur Ausführung kommen. Deutsche Juden sind die erste Gruppe nach der Arbeiterschaff, die die Stadt an der Bucht aufbaut. Es besteht (wie schon berichtet) der Vorschlag, die Siedhing ja Verehrung des hiugeschiedencn Dichters Bialik ״Kiriath Bialik" zu nennen, ln diesen Tagen ist die feierliche Grundstein* tegung. Zu dieser Feier werden, neben den Siedlern die Vertreter aller Institutionen eingeladen. Während der ersten 6 Monate des Jahres 1934 betrug der Wert des Exports aus Syrien nach Palästina £ 1293532, während Syrien aus Palästina Waren im Werte von £ 3&4 372 cinführte. Nr M• «<■ v״. m, T] dml1 stunde der ״Fürsorgcsiclle für Finwandcr aus Dcut<ru bestellt, und binnen einer Woche sind die Kleinen!1 Schemen versorgt, damit die Mutter sich rasch f!׳ 1.״ Existenz, nufbauci! kann. e י-,',׳ So ergibt sich «in vielseitiges Feld der Tätigkeit , muß beraten, beruhigen, trösten und vor allem recht fr ״ lieh sein, denn die Nerven der Einwanderer werden a״< c,u“' Proben gestellt. Allerdings könnte dem Publikum m,r Anstrengung, Aufregung und peinliche Situation erspart”' den, wenn eine bessere Organisation bei der Palla |)k׳rt; getroffen würde. Wenn man das sttmdeiiLnigc Ansteh” das Drängen und Schieben, die gewaltsame Abwehr I ״Türhüters“ immer wieder und wieder mit ansieht (״ S'" cs bei meiner Touristenreise 1925, so 19)2, s:> heute V List allen Schiffen), so wundert man sieb, daß m.in ׳״■‘ nur den so einfach erscheinenden Ausweg verläßt d Reisenden nach Seliüfsklasscti und innerhalb dieser evtl' Kabinen oder Alphabet Nummern vorher auszugeh so daß einer, der Nr. 520 hat, sich nicht zwecklos <jf J." anstrcngt und oft einen halben Tag lang hungert, wenn7 die Nummern 6 bis 12 dran sind. Aber vielleicht wird >״' dieses Ideal einmal erreicht werden! Wie wickeln sich nun all die Formalitäten nach An!״, des Schiffes alj? Nachdem der Arzt der Uesumlhcitspoi״, das Schi(» frei gegeben hat, kommt die ״Konimissian״ ihrem Motorboot aufs Schiff und nimmt an langer Tu im Salon 1. Klasse oder einem anderen Raum Platz. I)jt, Kommission besteht aus Regicrungsbeaintcn des Immic’raib!• departements und ist aus Engländern, Juden und Nichtjude■ sowie Arabern zusammengesetzt. Ihr obliegt die Prüfung 8. Pässe, Visa, Zertifikate und sonstiger Dokumente. Wie c׳, wähnt, wird diese Regieningskommissioii begleitet du! einige Beamte der Jcwish Agency, Abttg, Ali'jali, darum einen Beamten des Bctli Olim, sowie öfter durch einen V treter der Histadruth Owditn, die ihrerseits bestimmte Vct. merke auf die Sehiffslisteii machen, so z. B. über den Den, des Eimvandermlen, ob er hebräisch kann, wo er Wahn»* nehmen wird u. a. Ferner wird von ihnen nachgcprüit, e Kopfsteuer, Ausbootung, evtl, erster Aufenthalt im Bc Olim schon bezahlt sind, andernfalls werden die erfortk:׳ liehen Gebühren gleich auf dem Schiff einge/ogen. Die R(i senden erhalten ein Qiüttungsformular, auf Grund desm sic 111111 nichts mehr gesondert zu bezahlen brauchen; ats: Gepäckbeförderung vom Schiff aufs Boat, vom Baot in d. Hafen, vom Hafen in den Wagen ist damit abgegolten. 1) Reisende dart allen Bestürmungen von Trägern und ״Hain• hylincn“ auf Trinkgelder usw. ruhig und bestimmt widerstehen. Ist die Paßkontrolle, die sich für Zcrtifikatsinhab meist ganz reibungslos, für Touristen oft recht kritisch יו■ wickelt, beendet, so nimmt man einen der arabischen Trap:, die am Ausgang des Kontrollraumcs harren, und läßt i! das Gepäck aus Kabine und Schitfslagcr heraus aufs Bo befördern. Dabei ist es nicht wichtig, daß das Gepäck r ins gleiche Boot kommt, wie der Reisende selbst. Wiek!,- ist hingegen, daß jedes einzelne Gepäckstück, auch & kleinste, deutlich gezeichnet ist, möglichst mit volle Namen« Bestimmungsort und Adresse. Setzt man arn Hafen den Full an Land, wird man 1־ Eiltempo zur Impfstation getrieben. Touristen werden ui״ gens nicht geimpft, dagegen erhalten Einwanderer, ן;• gleich, ob sie auf Kapitalisten- oder Arbeiterzertifikat, : 1. oder 3. Klasse kommen, eine Spritze gegen Typhus er eine Impfung gegen Pocken, falls sie nicht sichtbar Zeichen einer bereits erfolgten Impfung vorweisen. Erleid* fett atmen die Reisenden auf, wenn sie vernehmen, daß ti eine Quarantäne für die aus europäischen Ländern Kon■ menden nicht mehr gibt. Die Zollbeamten walta gründlich ihres Amtes. Man darf zwar als Einwanderer für seinen eigenen Bedarf zollfreies Gut «inführen, nicht »btt Geschenke und Pakete für andere, ohne «lies zu deklarieren. Sind endlich, endlich alle Koffer, Bettsäcke usw. mit den weißen Krcidczeiclien des Zollbeamten verseilen, kann nt« das Hafengebäude ungehindert verlassen, seine vor den Torrn des Hafens harrenden Angehörigen in die Arme schließen und in einem der bcrcitstehcnden Wagen den Weg ins Freie suchen. Abkommen Englands mit Transfordanicn Das Colonial OHicc veröffentlicht soeben Erg,im״״• . . . den. Auf Grund der neuen Bestimmungen wird in Tran«• Jordanien ein englischer Geschäftsträger eingesetzt, durch dessen und des High Coinmissioner Vermittlung die Rt• gieruug Transjordaniens mit allen Mächten in verbindur; tretet! kann. Das Abkommen sieht ferner vor, daß Trans• Jordanien eigene Konsuln in den benachbarten arabischen Staaten haben soll, wo das Bedürfnis hi״• für besteht. Gleichzeitig verpflichtet sieh Emir Abdullah, daS Trnnsjordanien künftighin die normalen Ausgaben der ZW׳ regierung und -Verwaltung selbst tragen wird. Ferner wird bestimmt, daß cs keine Zollgrenzen zwischen Paläslim unü Transiordatiicii geben soll, cs sei denn, daß die beide» Länder sien darauf einigen. Vom Hoifaer Technikum Die von der Palästina-Regierung dem Haifaer Tech kiim gewahrte Beihilfe von 1!) (XX) Rfuml wird u. a. nsbau von Lehrwerkstätte« fiir angewandte Mechanik 11 d Elektrotechnik, sowie zur Verbesserung def arschungsmöglichkeiten verwendet werden. Es sollen auch :uc Vortragssäle und Werkstätten gebaut werden. In de» chrkörper des Technikums sind eine Reihe neuer :hrkräftc aus Dt :tschland cingctreten, unter ihnen der ehe׳ aligc Leiter des Breslauer technologischen Instituts, Dr. I«■ etnricli Markus, der Dozent für Eisenbetonbau *em trd, ferner Ing. J. Haber-Schalm, Fritz NaftiU r. Max K11 rre 111 und l)r. Edwin Sch a h rin. . Am Technikum wurde ein Kurs für Handhabung ebcrwachung landwirtschaftlicher Maschinen und Ger«« ppenchtet, Ferner wurden besondere technische Klassen fur id 1 s c h c Ei ף w a n d c r c r aus Deutschland?e* halfen. Unter den Besuchern dieser Klassen befinden sk» ן Tageshorer. Sic werden im Bauhandwerk und sei״״ ebengewerben (Holzbearbeitung, Betonerzeugung und Betau• m, Eiscnbcarbcitung und Ziegclerzeugung) ausgcbildct- .Kuratoriums der Hebräischen Uni* ,f ״ürde für den 13. August nach Zürich cinbcruf*"• ™ Umversitatsvcrwaltung werden Kanzler J.L.Mag«*‘ »1414;^״ ur S־ üln*ber? “״ der Sitzung teilnchmcn, J:״״״ ־ lärt w«dc«V!rird.Pfa8^ratCn “ Wci2m die v״■ ann g*־