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Jüdische Rundschau · 1934-07-24 · Heft 59 (24.7.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 59 (24.7.1934)
Date
1934-07-24
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Kr. 39. 24. VII. 1934 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 3 o ך 1׳״\ r $ ׳ f sjp 1r # r •►ן ןי״•־f ך־׳״־זו Ercz Israel und Galut In der Aggada Von Max D i oh c m a n n, I. Ercz Israel (irlit man der Frage naeh, wie mau im alten Sclirifttmn ״brr f.rcz Israel t׳ml Galut geredet hat, so drängt sich natiir• ן))!ן sofort die Antwort auf, daß die nherwiegende Zahl der minimen in vollem Ulior das Loh des Landes preisen, auf ms Wohnen _ in I re/_ Israel entscheidendes Dewielit legen und andererseits in der Galut das entsetzlichste aller Unglücke erhinken, das Unglück schleelilliin. Aber es gibt nicht bloll solche Stimmen, man hört auch abweichende Meinungen. Nicht '1ון reden von den Stimmen der Iröstiing, die, wenn schon (jaltit da ist, .loch wenigstens Gott so mit Israel in der Galut verknüpfen, dall seine schwersten Schlicken gemildert erjdifineii. Aber es gibt auch Ansichten, die die Galut in den Vorsdiiingsphm Gottes eiiibe/iehcn. Alle Aciiherungcn /u diesem Gegenstand sind nicht einfaf|1 ins Leere limcingcsprochrn, aus irgendeiner homiletischen ,Mmol!'. sie sind immer aus einer bestimmten zeitgeschiehtlichnr Situation erwachsen. Diese Situation ist oft heute nullt mehr völlig zu rekonstruieren, oft kam! man mir erfühlen, was damals an Kampieu innerhalb Israels sich abnspielt haben mag, von welchen I)iflereiizen der Anschaminreu damals Israel geschüttelt wurde. Oft sind es die spora- ()!<(■11 erhaltenen Aeulimmgen, aus denen mau eine Situation jblfscu kann, von der man sonst nichts wulHe. Und es hat besonderen Heiz, wenn solche Situation in einer gewissen Parallele zu Heutigem stellt. So ist' es z. B. mit einer Aeullertiiig, die au der Grenze zwischen I lalacha und llaggatla stellt, und mit der eine Reihe von solchen ActiiScrungcn aus alter Zeit ciugcleitet sei, die hier ohne die Absieht der Voll- »tkndigkcil mul der erschöpfenden Darstellung wiedergegeben seien. Ls heißt (Baba kama SOb): ״Wer ein Haus in Erez Israel lauft, für den schreibe man den Kaufvertrag sogar am Sabbat" Gleichgültig, wie daun die Praxis der llalaclia mit dem Sahh.dgcbot sich aiiscinaiidersetzie und harmonisierte; man spurt jedenfalls hindurch, daß um jene Zeit, der Tradcnt gehört etwa ans Lude des dritten Jahrhunderts, eine Situation rewesen sein muß, in der die Bemühungen, Menschen in Ercz Israel anzusiedeln, auf solche Schwierigkeiten stießen — unbekannt oh auf Schwierigkeiten im Willen der Juden oder der Verkäufer —, daß mail, wenn nur eine Möglichkeit jiidiselten Kaufes vorlag, man sie unter allen Umständen rasch ifdbaltcn wollte. Daß man aber bei Besiedlung mehr Genicht auf landwirtschaftliche als auf städtische Siedlung legte, dafür als Zeugnis den folgenden Satz: ״So wie Gott hei seiner Schöpfung sich zu allererst mit Ptlauziing bclaßte, denn 5,ר hcillt es (I. M. 2, 8): Und Gott nflanztc einen Garten in Eden, so auch ihr, wenn ihr ins Land kommt, erstes ist Pil.111/1111g, denn sa heißt es ('). M. 1{J, 23): ״Wenn ihr in das Land kämmt, sollt ihr pflanzen“ (Midrasch rahba zu 3. M. Abscli». 2>). Durchsichtig׳, daß der Sprechende mit der Anknüphmg an die alte Zeit seine eigene Zeit meint. Wie stark man siel! für das Wohnen in Ercz Israel einsetzte und gegen jede Auswanderung Stellung nahm, davon legen etwa folgende Aeiißertmgen Zeugnis ab: ״Man wohne mir in Erez. Israel, selbst wenn in der Stadt mehr Nichtjmleit als Juden wohnen, und wohne nicht außerhalb des [;indes, selbst in einer Stadt, die überwiegend jüdische Bevölkerung hat. Denn wer in Erez Israel wohnt, ist, als hätte er Gott, und wer draußen wolmt, ist, als hätte er Gott nicht.“ (Tosifta Awoda Sara IV, 3.) Die Aeußemng ist in der Tosifta enthalten, abo ,älteres Gut. Wenn man aber solch eine Aeullenmg zu tun für nötig hielt, so midi damals ein Kampf gegen Auwandcrungstcnden/cii notwendig gewesen sein. So zeigt es sich auch in folgendem Satz: ״Man darf aus Erez Israel ins And,1ml nur gehen, wem! solche Teuerung ist, daß der Preis für 2 Mall Getreide aut einen Sein steigt. Rabbi Schimon sagt: Audi das mir, wenn mau sie für diesen Preis nicht auch wirklich bekommt. Aber solange man noch die Ware wirklich erhalt, auch wenn mau für ein Maß ein Sela zahlen muß, darf man nicht auswandern.“ (Tosifta Awoda sara IV,4.) Auch dieser Ausspruch älteres Gut. Man war geteilter Meinung, ob cs verdienstvoll sei, wenigstens im Tode in Erez Israel 1u sein. ״Rabbi Herokja und Rabbi!dieser heu Pedat gingen spazieren in der Umgebung von Tibcrins. Da kamen Särge, die man;ms dem Ausland nach Erez Israel führte. Sagte R• Bcr.ikja zu R. Eiieser: ״Wie nutzlos, was die da tun; im Leben ließen sie Erez Israel abseits, jetzt im Tod kommen sie. Ich wende auf sie das Wort an (Jirmijalm 2, 7): Mein Erbe macht ihr zum Greuel, ihr kommt und verunreinigt mein Land.“ Da antwortete R. Eiieser: Nein, sowie sie in Erez Israel begraben sind und auch nur eine Scholle seiner Erde he berührt, entsühnt sie sie; denn so heißt cs (5. M. 32, ■13): ״Sein Boden entsühnt sein Volk“ (Midrasch rabali zu 5. M. Absclm. 07). t P״d in Tosifta Awoda sara IV, 3: ״Wer in Ercz Israel ergraben ist, ist gleichsam unter »lein Altar begraben.“ Von der stürmischen Liebe zu Erez. Israel handelt die folgendc Erzählung: ״Als Rabbi Scira naeh Erez Israel wanderte, »nd er keine Brücke, da hielt er sich an einem Mnck, der über den Fluß gespannt war und zog sich hinüber. Sagte ein Abtrünniger zu ihm: Vordringliches Volk! immer ist der MumP) eiliger als euer Ohr, seid ihr immer noch so vordringlich? - Er antwortete ihm: Hierher zu kommen sind Mose und Aaron nicht gewürdigt worden. Wer sagt nur. daß iclis erreiche; soll ich nicht jede Möglichkeit ergreifen? (Kctubot 112 a.) Leicht kann eine Stimmung entstellen, die das Land als solches vergottet und damit zugleich veräußerlicht, als ob das Land an sich alles wäre. Dagegen machen Worte wie die tot- Senden f ront: ״Rabbi Meir sagte: Wer ständig in Erez Israel wolmt, auch die gewöhnlichen (nicht zu 111 Opier gehörigen) Speisen in Reinheit ißt, die heilige Sprache spricht uml morgens und abends Sch’ma betet, dem ist die künftige Welt sicher (Talmud Jeruschalmi Sabbat 1)“• ln dieser Ver* Lniipfimg von Erez Israel und Hebräiscli-Rcden mit der reu- Klüsen Praxis liegt eine Frontstellung gegen den Glauben, daß es Land und Sprache allein machen könnten. Ebenso 111 dem folgenden Wort: ״Es sagt Rabbi Jochanan. Drei erben die künftige Welt: wer in Erez Israel wolmt und seine So me zur Thora erzieht und über Wein am Sabbatausgang Hawdala macht,“ (Pcsachim 113 a.) *) Spöttische Anspielung darauf, hAHcs, was Gott gebietet, wollen *Iso das Hören in zweite Reihe stellte, daß Israel am Sinai sagte: wir tun und hören“ und 'wiuijii ו®# fura ■>*'׳-י*׳* ״--—- — ch leistungsfähigen Grossisten mit eigenen Walten für!rllrt von wirklich groß eingeführtem Vertreter 9®8־1”®״ IL unter A 178 an die Anzeigen - Abteilung, Melnekestr. 10 Es hat aber auch nicht an Stimmen gefehlt, die sinh gegen eine Miiiderbewcrlmig des Lebens außerhalb Palästinas wandten. So findet man z. B. einen Ausspruch von Raw Jehinla (Ernle zweiten Jahrhunderts in Babylonien lebemll: ״Wer Von Babel nach l'.rez Israel geht, Übertritt ein biblisches Gebot.“ (Sabbat ■Ha.) Welche Gründe für ihn maßgebend waren, einer Abwanderung von Babylonien nach Erez Israel sieh entgegen/uset/en, ist kaum feslztistelleir, was er selbst als Begrundmig angibt, nämlich den Vers (Jirmejalm 27, 22): ״Nach Babel sollen sie gebracht werden und dort sollen sie bleiben, bis ich sie bedenke“, ist deutlich eine willkürliche Anlehnung, eine Asmaelita, bei der der Lehrende seine ans irgendwelchem Grunde gefaßte Meinung in das Bibelwort liinrinprcßt; zumal ihm nicht entgangen sein kann, daß jener Vers von eien 1 einpelgeriitrn handelt und nicht von Menschen. Entweder sah er die Lage in Erez Israel als unhaltbar an, oder er wollte der Diaspora nicht wertvolle Kräfte verloren gehen lassen. Von ihm ist auch ein Ausspruch überliefert: ״wenn einer in Babylonien wohnt, ist cs, als ob er in Erez Israel wohnte" (Ketubot Hl a). Er beruft sieh dabei auf einen Seeharjah-Vers (2, 11): ״Wehe Zion, rette dich, Ansassin der Tochter Babels", einen sehr dunklen Vers, den er so versteht, als bedeutete er eine Gleichwcrt-Sct/ung von Habel und Zion. Durchsichtiger in seiner Motivierung, wenn auch wenig erfreulich, ist eine andere Bemerkmig: ״Alle Länder sind gegenüber Erez Israel wie Teig, aber Erez Israel ist gegenüber Babylonien wie Teig“ (Ketubot lila); motiviert ist dieser Satz mit einer Bezugnahme auf die Eaniilicim-inhcit, mul man scheint also der Meinung gewesen zu seiu, daß man in Babylonien strenger auf Reinheit der Abstammung geachtet habe als in Erez Israel. Aber der vollere Chor der Stimmen erklingt natürlich zum Lob des!,,indes. Zu den oben zitierten seien noch die folgenden getilgt. ״Es heißt (3. M. 2f>, 5): ״Ihr werdet im Lande in Sicherheit wohnen“, das will sagen: In eurem Lande nur seid ihr wirklich in Sicherheit, aber nie seid ihr in Sicherheit außerhalb des Landes.“ (Jalkut zur Stelle.) ״Auch wem Verdienst der Väter zur Seite steht, dem bleibt es nicht, sobald er von Erez Israel nach außerhalb geht.“ (Baba Batra 01a.) Der Ausspruch wird zurückgcführt aut Raw, der allerdings selbst von Erez Israel nach Babel ging, und aut dessen Arbeit die geistige Bliite der jüdischen Diaspora in Babylonien zurückgeht. ״Rabbi Jose hon C.halafta (dem Tanaitengcschlceht nach Rabbau Gamliel zirka 100 angchörcnd) sagte zu seinem Sohn Ismael: ״Willst du die Schcchinah (Gottes Gegenwart) in dieser Welt schon sehen — dann beschäftige dich in Ercz Israel mit der Thora“. (Midrasch Schocliar tow 105.) ״Die Luft von Erez Israel macht weise“ (Baba Ratra 158b) sagte Raw Scira, ein Ainora aus dem Anfang des dritten alirhmulerts, der entgegen dem Willen seines Lehrers Raw chuda von Babylonien nach Erez Israel ging. II. Galut Der Grumlfoii der Stimmen ist die Klage über die drückende Last der Galut. ״Schwer ist Galut, sie wiegt alle Flüche der großen Strafrede auf“ (Sifrc zum Abschnitt Ekew). Man vergleicht Israels Schicksal mit dem anderer Völker und findet, daß auch bet scheinbar gleichem Schicksal ein gewaltiger Unterschied ist. Es heißt (Klaget, 1, 3): 1״ s r a e I muß in die Fremde." Aber mußten andere Völker das nicht aueli? Ja, aber auch wenn sie in die fremde müssen, ist ihre Galut keine Galut, aber Israel, das nicht von seinem eigen gezogenen Korn sein Brot hat und nicht von seinen! eigenen Wein trinkt, seine üalut ist wirkliche Fremde. (Midrasch rahbali zu diesem Vers.) Es drückt sich in diesem Ausspruch die bittere Klage über die mangelnde Bodenverbumlenheit, die wirtschaftliche Zwtschcnstcllung in der Galtith aus, und zugleich ist in ilun der Hinweis darauf, daß die Galut eine wirkliche Heimat nur dann ist, wenn man in ihr mit dem Land, dein Acker verbunden ist. Man ist immer wieder erstaunt über die Gegenwartsnahe solcher Midraschworte, ״Es heißt (3. M.?״ :(33 ,<׳Euch streue ich unter die Völker,“ Das ist Israels hartes Schicksal. Wenn Menschen einer Landsehalt sonst amwamlei 11 und sie lassen sich an einem Ort nieder, selten sie einander und trösten sich aneinander, liier aber heißt es; Euch streue ich unter die Volker, ich zerstreue euch /«kcIich die Volker der Welt lind nicht einer von euch ist dem anderen nahe.“ (Jalkut uir Stelle.) Man muß das Wort richtig verstehen. Dem Sprecher war bekannt, daß Juden sehr wohl beieinander wohnen. Trotzdem spricht er in diesem Ton. Er hat die einzelnen Teile im Auge, die so zerstreut sind, daß ein Teil mit dem :111deren nicht Zusammenhang hat, mul er findet die Wucht der Galut in dem maugrhidcu Zusammenhang der Juden einer Landschaft mit dem der anderen. Aber zugleich erblickt man in der Galut aueli eine Sühne. ״Raw Jchuda sagte: Galut ist Sühne für dreierlei Dinge, für Pest, Schwert und Hungersnot. Denn so hcillt cs (Jiritiejalui 21, IQ): ״Wer in dieser Stadt bleibt, sali durchs Schwert fallen oder durch Hunger oder durch Seuche, wer aber hinatisgcht zu den Chaldäern» der wird leben und sein Leben wird er gewinnen.“ Man erinnere sieh, daß Raw Jeluula uns schon mehrfach als der Wortführer der babylonischen Diaspora begegnet ist. ״Raw Jochanan sagte: Galut ist Sühne für alles. Denn sa heißt es (Jirmejalm 22, 3h): ״Nie wird es einem seines (Jecbonjali’s des Königs) Samens gelingen, auf dem Throne Davids wieder zu sitzen.“ Aber weil er in die Verbannung ging, kam einer seiner Nachfahren doch als Statthalter zur I lerrschatt.“ (S.mhedrin 37 h.) •Stärkstes Motiv tler Tröstung über Galut ist der Gedanke, daß Gott mit Israel in die Verbannung gezogen ist. ״Rabbi Schimon beit Jochai sagte: Sieh, wie geliebt Israel von dem Heiligen, gelobt sei er, ist; wohin sie «׳andern müssen, «׳ändert seine Gegenwart mit. Sie mußten nach Aegypten — Gottes Gegenwart ging mit; nach Babel ־ - Gottes Gegenwart mit ihnen, mul wenn sie künftig wieder erlöst werden, auch dann wirst Gottes Gegenwart mit ihnen heimkehren aus tler Verbannung, denn so heißt cs (5. M. 30, 3): ״Und ER dein Gott wird mit deinen Gefangenen rückkehren.“ Ls heißt nicht: er wird rück f ii h r e n, sondern er wird rück kehren, also kehrt der Heilige, gelobt sei er, mit ihnen aus der Galut heim.“ (Mcgilla 20 a.) Es fehlt allerdings auch wieder nicht an Stimmen, die die Galut Gott fern sein lassen. ״Du findest, als sie noch imcrlöst in Acgypten waren, saßen sic für sich mul die Gegenwart Gottes für sich. Als sic erlöst wurden, wurden sie beide eine große Ein• heit. Als sie in die Galut gingen, ging die Gegenwart Gottes wieder ihren eigenen Weg. Darum heißt es (Klaget. 1, 1): ״Wie sitzt einsam die Stadt!“ So weit hinauf steigert sich die Tröstung, daß sic Gott mit Israel in der Galut in Trauer und Tränen sein läßt. ״Wenn der Heilige, gelobt sei er, seiner Kinder gedenkt, wie sie in Nöten zwischen den Weltvölkern sind, vergießt er zwei Tranen, sic fallen ins große Meer, und ihres Falles Gedröhn ist zu hören von einem Ende der Welt bis zum anderen.“ (Bcrachot 50 a.) ״Drei Wachen währt die Nacht, und mit jeder Wache sitzt der Heilige, gelobt sei er, und brüllt wie ein Löwe und spricht: Wehe um meine Kinder, tun ihrer Sünde witten habe ich mein Haus zerstören mul mein Heiligtum verbrennen müssen und habe sie in die Fremde geschickt unter die Völker der Welt," (Ikrarhot 3 a.) ״Vier Dinge erschaffen zu haben gereut den Heiligen, gelobt sei er; die Galut, die Chaldäer, die lsiuaehten und den bösen Trieb. Galut, denn so heißt es (Jcschajnli 52, 5): ״Jetzt aber, was habe ich hier, spricht Gott, umsonst ist ja hinweggenommen mein Volk“ (Sukka 52 b.) Es gibt unter den Aussprüchen über Juden in der Galut auch Stimmen des Unmuts und des Grimms über die Juden seihst. ״Es heißt (I. M. 8, 0): Und die Taube fand keine Ruhe. Hätte sic aber eine Ruhestatt gefunden, sic wäre nicht in die Arche zurückgekehrt. So ists auch mit Israel. ״Sie sitzt unter den Völkern, und findet keine Ruhe.“ (Klagelieder 1, 13.) Fände es Ruhe, es würde nicht zurückkehren. Ein Volk gedenkt seines Toten;־דייי P i v »’ * %4 ‘ .j - *!. -*־* *h *י 4« ' ׳״•v \ :JL.^b \ר:ו ) ן ו־/* ׳1 iII*». Au( die Nachricht vom plötzlichen Tode des größten hebräischen Dichters der Gegenwart, Ui. N. Biahk, eersam■ mellen in allen palästinensischen Städten sich Tausende zu Trauerfeiern. - Unsere Bilder zeigen links die erste Versammlung der Arbeiterschaft Tel-Awiws auf dem großen Vorplatz der ehemaligen Levante-Messe während der Trauerrede non Bcrl Kaznctson. — Rechts oben: Ausschnitt der ersten Abend-Versammlung im ßeth-Am in Tel-Awiw. - Rechts unten: An dem kleinen Tischcheh im Vordergrund, auf einem der beiden bequemen Stühle sitzend, schrieb Bialik seine letzten Arbeiten, Hinter der offenen Glastür sieht sein langfähriger Freund und Besitzer des Zimmers, der Tel-Awiwcr. Schriftsteller Ravnitzhi. Fota iWuttn* 4״מ ־•

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