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Jüdische Rundschau · 1934-07-13 · Heft 56 (13.7.1934) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 56 (13.7.1934)
Date
1934-07-13
Page
– (sequence 10)
Language
German
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i *eite 10 JÜDISCHE RUNDSCH f U Nr. 56, 13. VII, 1934 und I! crrsclioft des Volkes Israel neu zu bcgrüntlcn. Dra* inatisch erzählt der Autor, wie die Mes-äashofliimig des vor• Kumten Volkes immer starker wird und sieh an Sabb.ifal Zc%vi klanimert — ף,ןא ןלא אחר ruft die Judcnhcit <icr ganzen Galtifli -- und fühlt sielt nicht einmal durch den Verrat Sabbatai Zewis getäuscht, der zum Islam Übertritt und Scraill־״;mtter wird. ״Hatte doch Moses* eine Zeit am Hole, des Pharao geweilt und die Gewandung der Acgypter ge* tragen!" ״Nach dem Christentum, das das Böse als ein Zauber des Teufels hiuslellt, 11,■uh Rousseau, der alle Schuld am Hebel stuf die verfehlten ntenscbliclum Einrichtungen schab, nach der _ französischen Revolution, die neben ״Freiheit“ una ״< ih iclihiit" die ״Brüderlichkeit“ verhielt, um damit die Ur» angst und Urvcrdäciitiguiig des Nächsten aufztihcbcn, nach <lc‘1t1 Liberalismus der davon zu überzeugen suchte, daß der Egoismus des Einen keim׳ Bedrohung für den anderen be* deute“, folgt der Sozialismus. Sein Verkünder gilt dem Autor als direkter Nachlahre der alten Propheten, sein Weltunter* gangsgesicht setzt er mit ihren ״Messiaswehen“ gleich. Drei flcistcswomlen sicht Fiilöp-Miller im Ablauf der Gc« scliirlile, um die Menschen von der Urangst zu erlösen: das erste Reich war das des Glaubens, das zweite Reich, gegründet in der französischen Revolution, das der Vor* nun ft (Naftirwisseiisclinffeu und Maschinen, mathematische Philosophie und ökonomische Systeme, Masscmiicnsch und Teclmokratic sind ihre Trabanten). ״Da aber erhob sich über Nacht jene Urgewalt, die jahrhundertelang zuerst durch die Kirche und dann durch die Vernunft im Zaum gehalten war tmd schlug die ganze Kathedrale der Universalität, die der Menschengeist über die Völker gespannt halte, in Stücke. Hie;׳eit war gekommen, wo der Nationalismus die Ih ri , alt '.'her die Welt liir sich in Anspruch nahm, um die cf rite Kirche aufzuhauen, die auf die Universalkirchen des Glaub ms und der Vernunft folgen sollte. So steht am An* fang der neuen Geschichte der Mythos von d e r N a t i 0 n.“ Gestützt auf Sarcl, Nietzsche und Bergson, wie sich die andere Revolution auf Heseartcs, Voltaire und Rousseau be* rief, setzt dieser Nationalismus an Stelle der ״Vernunft“ und ״Natur“' den ״Willen“ und die ״Gewalt“. ״Ein neues Welt* gcfülil hat die schicksalsfciudliche Vergangenheit abgclöst — ein Weltgefülil, indem der Mensch sich mit dem alten Wider* sachcr Schicksal zu versöhnen sucht und in der Schicksals* halten Ungleichheit ein schöpferisches Baugesetz des Leben» erkennt.“ Ist cs in Italien der ״Wille“, so ist cs in Deutsch* ]and die ״glori'a sanguinis“, die Rasse, die dominiert. Dieses Buch, wie immer mau seine Grundhaltung be* urU'Men mag, stellt uns mitten hinein in die Geistesgcsclnchte unserer Zeit. Es bedarf einer Ergänzung. Zwar führt cs alle völkischen Ernciicrungshcwcgungcn auf, die chinesische Sun Yaf-Scns und die türkische, nur der des benachbarten Palästina wird mit keinem Wort Erwähnung getan. Ohwohl gerade hier ״Historie ans Visionen entstanden ist“, gerade liier das Volk, dessen Propheten die Welt des Olau* hens beherrschten und an der Welt der Vernunft tätig mitarbeiteten, sich erneuert: aus seinem Mythos. Herbert Fried e 111 ha 1• * * * Eine Harkavy - Festschrift Das verdiente Jiddische Wissenschaftliche Institut in Wilna (JWO.) legt mit dem lieft 1 des Jahrganges 1931 (Band VI) seiner Zeitschrift ״JWO.-BleUer“ eine Festschrift zu Ehren des 70 Jahre all gewordenen Meisters der jiddi* scheu Sprache, dem Philologen und Schriftsteller des jüdischen Amerikas: Alexander Harkavy vor. lieber die Persönlich* Reit llarkavys unterrichtet uns eine zwar knappe, aber wann gehaltene Würdigung des Meisters und Forschers. Im Mittelpunkt tler Fcstschiift stehen einige ausgezeichnete philologische wie literarische Arbeiten von bekannten Wissenseluiftlcrn. An erster Stelle verdient die ausführliche und gediegene Arbeit von Salomo Birnbaum (London) über die ״Geschichte der alten 11-Kläiige in der jiddischen Sprache“;erwähnt zu werden, eine Arbeit, die jeder anderen guten;philologischen Zeitschrist alle Ehre machen dürfte. Ebenso instruktiv ist ein weiterer Beitrag von Noah Prilutzki i (Warschau) über ״Zeitwörter mit dem Suffix ■ir 111 den jiddischen Mundarten“. Den literarischen Teil eröffnet Jakob 5 S c 11 a t z k 1 (New York) mit einem interessanten Beitrag, j aut Grund des vorhandenen Archivmatcrials, über Kultur* j ersclieiiiuiigen im polnischen Judentum um die Mitte des J10. Jahrhunderts. Der bekannte Literarhistoriker S. Niger {(New York) veröffentlicht Briefe Ber Borochows mit An* J merkungen. Bernhard Wach stein (Wien) bringt in seinem l Artikel ״Fine jüdische Gemeinde iin 18. Jahrhundert“ die |Gemeindestatuten einer jüdischen Klcingcmcinde in der Graf*!schalt Wied-Runkel, die noch im 18, Jahrhundert rcichs- {unmittelbar war, zum Abdruck. Eine Reihe kritischer Ab* jhamlhmgcn über Buchcrscheinungm u. a. von Sehat/ky und {Süllkind schließen diese vorzüglich redigierte Zeitschrift, 1 die als Festschrift den erneuten Beweis für den wissen- * schaftliehen Ernst und die Qualität der Arbeiten des Wiinaer {Institutes liefert. Dr.M. Die Frau als Rlchtcrin. Im Verlag Karl Heymann, Berlin,!laßt |)r. Vera Lo witsch eine Schrift über ״Die Frau als jkichterin“ erscheinen. * Unter außerordentlich fleißiger Vcr*!Wendung eines großen literarischen Materials (die Bibliographic umfaßt 7 Seiten) gibt die Verfasserin einen Ucber* } Blick über die richterliche Verwendung von Frauen in trüberen Zeiten, wobei u. a. aucli die Stellung der Richterin im alten Israel erörtert wird. In einem anderen Ab* [schnitt wird die Eignung der Frau zum Richteramt geprüft, 1 die Lhnvände und Entgegnungen beleuchtet tmd schließlich die Frage vom medizinischen und psychologischen Stand* Punkt aus erörtert. Im letzten Kapitel wird der geltende Rcchtszustand klargclegt. *n. C %» Als kürzlich Prof. Franz. Oppenheimer, der Sozio* löge und Nation,!!Ökonom, seinen 70. Geburtstag feierte, wurde liier sein Lebenswerk, besonders in seiner Verbundenheit mit Palästina, ausführlich gewürdigt. Jetzt legt seit! Sohn Lud* wig ein auf den Ideen seines Vaters weiterb,tuendes, timfang* reiches und grundgelehrtes agrarpolitlsches Werk vor'), von «lern mau fest stellen darf, dal! es, obwohl von deutschen Problemen ausgehend, für Zionisten von hohem Interesse ist. Oppenheimer ist davon überzeugt, daß ein gesundes, wurzcltcstes Volksleben nur möglich ist aüt der Grundlage einer bäuerlich-ländlichen Leben ־,ordming, in er stellt die Stär* kung des Bauerntums in den Mittelpunkt jeder richtigen Wirt* Schafts* und Sozialpolitik. Doch unterscheidet er, wie sein Vater, scharf das wünschenswerte Eigentum des selbstarbcitcn* den Bauern vom ״absoluten Grundeigentum", das nur allzu* leicht zum Rcntcneigentum eines nichtarbeitenden Besitzers werde — eine Entwicklung, gegen die O. für den deutschen Osten Aufsichts- und Eingriffsreclite für Stnat und Gemeinde fordert. Vor allem sieht aber O. den Bauern nicht als Isoliertes Einzelwesen, sondern als Glied der Dorfgemeinschaft, die heute, wie in allen Jahrhunderten bis auf das 10,, ihre wich* figen gemeinsamen Aufgaben habe, Dabei ist rein prak* tisch die Tatsache entscheidend, daß der bäuerliche Betrieb sich zwar, wenn er sich vorwiegend auf Veredckmgscrzcugnissc einstellt, recht gut gegen den iin Getreidebau stark überlegenen Großbetrieb halten kann, aber aut alle Fälle der Stützung und Ergänzung durch genossenschaftliche Einrich* tun gen bedarf. So ergibt sich die schicksalsschwere Frage, welche Wirtschaftszweige in Zukunft überhaupt noch vom cm* zelncn Bauern und welche in irgendeiner Form gemeinsam betrieben werden sollen, — eine Frage, deren Entscheidung offenbar ebensosehr von prinzipiellen wie von praktischen Gesichtspunkten bestimmt wird. Wenn O. einerseits den liberalen ״individualistischen Rationalismus“ ablehnt, der mir die unbeschränkte Herrschaft einseitiger Prinzipien kenne, so wendet er sich ebenso scharf gegen den kollektivistischen Rationalismus, der den vollkommen vergesellschafteten, jede Eigenart tötenden Koilektivbetrieb hervorbringe. Dagegen ent* spreche ״genossenschaftlicher Wirtschaltsaufbau den Auflas• suugen und Erfahrungen organisch verbundener Lcbcnskrcisc“, In praktischer Hinsicht tritt O., um die Erlialtungsmöglichkcit des Bauerntums zu stärken, dafür ein, daß das Genossen* schaftswesen über die Einkaufs-, Absatz*, Vcrwaltungs* und Verwertungsorgan Kation hinaus mindestens diejenigen Erzeugtingszweige mit eiithcz.ichcn müsse, die in Deutschland den früheren gemeinsamen Nutzungen der Allmende (Wald, Weide, Gewässer) entsprächen. Darüber hinaus glaubt aber O., dab selbst die Forderung, Teile der Ackerwirtschaft genossenschaftlich zusammen zu fassen, grund* sätzlich den Leitgedanken genossenschaftlicher Wirtschafts* fiihrung nicht widerspreche mul praktisch, wegen der wachsen* den Mechanisierung der Ackererzeuguug, die größte Bedeutung beanspruchen dürfe. Freilich will er unter keinen Umständen, daß der genossenschaftliche Betrieb die Grundlagen des bäuer* liehen Lebens, die Eigen Wirtschaft der llaucrntninilic, antasten solle: er glaubt aber, daß selbst, wenn Teile der Ackerproduk״ tion genossenschaftlich betrieben werden, noch genügend Zweige der bäuerlichen Erzeugung für die Familienw'irtsehaft geeignet bleiben werden, und dafl gerade diese der Familie noch übrigbleibcndcn Zweige ״an Zahl wie an Wirtschaftlieber Bedeutung zunehmen werden“. Diesen frohen Glauben teilen wir freilich nicht — ist doch der Fehler, der technischwirtschaftlichen Entwicklung eine Richtung vor- oder zuzu* schreiben, die man aus weltanschaulichen Gründen gerade wünscht, schon von einem bekannten Autor gemacht worden, den O. zwar nicht nennt, aber gewiß kennen wird. ... Doch sind jedenfalls diese Ausführungen höchst interessant, ebenso wie O. scharfe Kritik an der bolschewistischen Agrarpolitik, der er im Grundsätzlichen maßlose Ucberschätzung rein tecli•' nischcr und intellektueller Fortschritte und entsprechende Unterschätzung der ewigen Grundlagen menschlichen Gemein* scliaftslchcns vorwirft, und bei der er praktisch die Koilekti* vierung der Vichwirtschaft für den entscheidenden Fehler hält. - Aber neben derartigen Erörterungen allgemeineren Inten• esscs enthält Oppenheimers Werk auch Teile von unmittclbarer Beziehung zu Palästina. In einem Abschnitt ״Oe* nossenschaltliche Siedlung und Großgrundbesitz“ behandelt O, Fragen, deren zionistische Aktualität auf der Hand liegt: die genossenschaftliche Führung (Auswahl und Aufgaben der Führer), die genossenschaftliche Mitarbeit, die Unterführung, die genossenschaftliche Ertragsverteilung und Eigentums* bctciligung. Und in den dann folgenden Abschnitten ״Pro* duktivgenossenschaft und Führerfrage“ und ״Möglichkeiten und Grenzen der Gcmcinschaftssicdlung" (S. 318—330) nimmt O. auch zu den Sicdlungsformen Palästinas Stellung. Dabei ist nun besonders bemerkenswert, daß hier O. jun. teilweise erheblich anders urteilt als sein Vater; gegenüber der Kwtizah kommt der Autor zu einer positiveren Bewertung, während er das Administratioussystem weniger günstig beurteilt. O. er* kennt die Kwuzah nicht nur in den Fällen als lebensfähig lind sinnvoll an, in denen sie auf religiöser oder Verwandtschaft* lieber Grundlage beruht, sondern auch als vorübergehende Not* und Aufbaugcniciiisehaft, ferner als ״Schulungs* und Auslese* gemeinschaft“ und unter Umständen auch als ״Pionicrgcmcln* schaffen“, die ihrer Natur nach zwischen den vorübergehenden und den dauernden Gemeinschaften in der Mitte stehen wilr* den. — O. sucht, zmn Teil in engem Anschluß an Ritppin, die Kwuzotli als Pioniergemeiiischafteu in ihrem besonderen Wesen und ihren spezifischen Aufgaben zu verstehen und sowohl als Laboratorien z.ur Erprobung künftiger Gcmcinschaftstormcn wie zugleich als Scluiltings- und Auslcsegcmcinschaften zu rechtfertigen. — Nicht minder unterscheidet sich O. von seinem Vater dadurch, daß er, seiner oben geschilderten scharfen Ablehnung jedes Kollektivismus entsprechend, glaubt und wünscht, daß die Grmcinschnftssicdlimgen die in ihren Atiihau. ciiigcuieiigtcn kollektivistischen Ideen ausstolku und sich den Genossenschaften (denen de eigentlich viel näher Mamjtri nnuähern könnten, während Franz Oppenheimer an eine nj!,^ innere Verwandtschaft der (Jemcmsehaftswirtschaft mit der Kollektivwirtschaft glaubt, die er beide als ״kommunistische“ Wirtschaftsformen ziisammcnfalU. — Endlich betont O. (jUn! bezüglich des Adininistrntionssyslcms, daß zum Leiter eines genossenschaftlichen Großbetriebes der durchschnittliche A!f. rniiiistrator auch nicht wesentlich geeigneter zu sein pnf״ als der übliche sclbstwirtschaftcnde Besitzer, weil er seinen schwierigen psychologischen Aufgaben meistens nicht restlos gewachsen sei. Ebenso wie Riippiu glaubt €),, dalt in dnljch aufgeb,inten kleineren Betrieben tnchlicb minder geschulte iclbstgewählte Leiter mitunter bessere Leistungen zustande bringen könnten, als unbeliebte Administratoren. — Vielleicht genügen diese Hinweise, um das große zi&. nlsfische Interesse des Werkes klar werden zu lassen. Djß Oppenheimers Buch neben starken Vorzügen auch erhebliche Mangel aufweisf, die vor allem auf formalem Gebiet ll<־g{n (übermäßige und verwirrende Fülle wörtlicher Zitate im Text abgesehen von den Anmerkungen usw.), das soll gerade de!,' halb nicht verschwiegen werden, weil wir von O. künftig sicher noch man׳■ ,'cs wichtige Werk zu erwarten haben. * _ Dr. A. P. ״PakJtlnc, DcrnRre Hcurc." Von Suzanne R0u k h omov». ky. Paris 1933. Die Autorin dieses kleinen Werkes gibt uns Ihr Tagt, buch In die Hand und überläßt es dem Leser, sie auf ihrer kurzen Reise durch Ercz. Israel zu begleiten. Fs ist «ine glückliche Idee der Verfasserin, bei der Beschreibung geschau• tcr Städte, Kolonien und anderer Sehenswürdigkeiten gleich ein wenig Geschichte mitzuverarbeiten. Mme. Roukho. movsky kennt die führenden palästinensischen Persönlich, keilen, was ihr den Einblick in Betriebe und Organisationen aller Art ermöglichte und sic mit Menschen jeglichen Stan• des zusammcnbrachtc. Das Buch kann für alle, die auch nur wie die Autorin einen ״trip“ ins Gelobte Land machen wollen, als Führer dienen. Neben dem Stoff trägt das ge• wandte Französisch dazu bei, das Lesen der kleinen Schrift genußreich zu machen. Mme. Roukhomovsky läßt die Er• cignlsse des letzten Jahres in Deutschland nach Möglichkeit unberührt. Das gibt dem Buch den freien Charakter. Ilse Cohnen. Fcdor Stcpum Das Antlitz Rußlands und das Gesicht der Revolution. Reihe religiöser Russen I. Gottheit Verlag, Bern-Leipzig. Stepun ist Russe, Christ. Das Buch ist wichtig auch für uns, nicht nur, weil es in einer Anmerkung die Stellung der Juden in der Frage der bolschewistischen Revolution berührt. Stepun (1922 aus Rußland atisgcwiesen) stellt die Leitfrage: Die bolschewistische Revolution ist nicht mit ihrer eigenen theoretischen Intcrnrctation zu fassen. Was ist sie eigentlich im Hinblick auf das wahre Wesen Rußlands? Fr denkt tief und bildhaft und sucht sieh durclmidenkcn bis dahin, wo Menschen sich und die Dinge von ihrer religiösen Haltung her neu gestalten können. Maxa Harden. Biblische Geschichte. 3. Heft: Moses. Von & Rosenf c I d e r. Im Selbstverlag, 1934. Ein geeignetes Buch, das sowohl ln kindgemäßer als auch dem Stil der Bibel adäquater Form die biblischen Geschichten erzählt, vermißt der jüdische Erzieher seit langem. Die Biblische Geschichte von S. R o s c n f c I d c r, deren 3. Heft jetzt erschienen ist, erhebt, wenn wir die Absichten des Verfassers recht verstehen, nicht den Anspruch, diese Lücke ausznfiillen. Diese Heftchen wollen wohl vielmehr ein WiederholungsWichlcin für die Hand des Kindes sein. Diesen Zweck erfüllt das Heftchen in der vorliegenden Form — so• fern man überhaupt solche Wicdcrholungshcftchcn für nötig hält. Der besondere Vorzug dieses Büchleins Hegt vor allem darin, daß die Sprache der Bibel fast durchgängig gewahrt wird, die Zeichnungen stellen eine lebendige Ergänzung dar. Der Sabbat. Bei J. Kaufmann, Frankfurt, läßt soeben Rabb, Jakob Horovitz eine zu Peß.ich 5(10-1 gehaltene Predigt über den Sabbat erscheinen, in der er mit außerordentlicher Kraft des Wortes seine Hörer zur Heiligung des Sab• b a t aufruft. Insbesondere der jüdischen Jugend liege heute die Pflicht ob, sich zum Sabbat zu bekennen. Die Monatsschrift ftlr Geschichte und Wissenschaft des Judentums hat soeben ihr Mai-Juniheft herausgegeben, in dem sich einige bemerkenswerte Aufsätze befinden. An Hand einiger in den letzten Jahren erschienener Werke spricht Max Wiener In einem Aufsatz: ״Zur jüdischen Weltanschauung*• lehre“ über verschiedene jüdische Richtungen. Die Arbeit van M. Oaster (mit Ergänzungen von B. Heller) ״Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde“ wird fort• gesetzt. Walter Fi sc hei gibt eine unveröffentlichte ״jü* diseh-pcrsisclic Toldoth Icschu-Handschrift" bekannt. Pro״ fcssor Guido Kisch berichtet über den ersten in Deutschlaml promovierten Juden; seine demnächst erscheinende Arbeit ״Die Prager Universität und die Juden“ wird die wissen* «chaftliclicn Beziehungen der Juden zu den Universitäten seit dem Mittelalter bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts dar• stellen. Anläßlich des 900jährigen Jubiläums in Worms bringt Louis Lewin einige neue ״Wormatiensia“. JÜDISCH) IR flordwet § Die / kabim e für den «Mg״•« auch die Osnabrück Dir kurz* stein (B. im 5000*״ und Disk J) Dr. Ludwig Oppenheimer: Groß- und Kleinbetrieb ln der Siedlung. Jena 1934. XVI und 370 S. (Gustav Fischer, Jena.) Eine Rede, die Joseph Schulsinger Im April dieses Jahres vor belgischen Zionisten gehalten hat, liegt jetzt in Form einer Broschüre unter dem Titel ״Nfcessitf d'tme doctrine“ (Verlag: Lcs Editions Sionistcs, Anvcrs) var. Der Verfasser beschäftigt sich eingehend mit den Assimilation*• erschcinungen und ihren Folgen für das jüdische Leben und sucht aus der allgemeinen geschichtlichen Abkehr von der liberalen Gedankenwelt seinen Lesern begreiflich zu machen, daß der Zionismus die einzige Antwort auf die Probleme des jüdischen Lebens der Gegenwart ist. Hamburg), mit 1,70 1 den Daniel den 10ü*n Der Höhe Teilnehmei grüßte die Weitspmn 2. R W'eiHpnm 2. R. , Weitspnm Meye r4000 m, J 1 barth 100 Bl, A Basch Hoch -1 > r UI (Dana «00 m, Hi 56,1 Diskuswcrl Wald! KugcUto&c (Maki llochspmn 100■ ruhig aut Mitte August erscheint in Buchform: HSlUtlStät .cg iafc'ii Lehrgang A von Dr. A. Kalctko« Leiter dar Sprachkurse der ItafUnat £ioni«U*vhen V*rs imgimg. und rrwclicilr Aullaga mit Vokabu* Wrtam (Uhar IJOO WArtrr) tmd Indax der gram» tnatUthrn Hageln. Praia hartoalirt UM »*Äf. ferlad!Odlscüe BunCiftau fl. m. b. B. 7m berlahan durch •11• Buchhandlungen oder gr׳*en Voreinsendung de» Hcirage» durch zlonlsiisdievcrcUUflanflflirDeiifsflilana Abteilung Literatur *Vemnd Berlin W!5« MelneVeatr.10, P0*1acheck Berlin 6091 Schriften über Zionismus MX H*r*l lebt*. Die neue Broechür• ...... — ,tö Dr. Georg Herlitz! Der Zlottiemua a. •ein Werk — ,30 Leo Piniker: AulotnunzIpaUon ...... «»,45 Theodor Herd! L)tr Judenstaat ..-»,90 Theodor Harri auf der Rhcinbriickc. Hin Bild neu hcrao»C«c*b*n *um 20. Ttmmtit . . . —.25 SimmcUchrill: Theodor Harri, Ei» Cedankbucb 1,0צ SammeWchrlfti De? 20. Tnmmu*. —,75 Sclitnarja Gorrlikf lUrnl In ••iotn Tagtbtlchero —,30 Kurt ßlumenfcld! Im Kampf um den 7-ionlimu« —,50 Zwei .Jahr* ZtonDtiech• Politik 1931/1933 . . —,75 Max TDchlar: Arabische Arbeit — Jüdisch« Arbeit (als Manuskript gedruckt) .... —,40 Sprechchor ״iJn Volk - «10 Laad", Text von Joachim Priat —,25 Slmllicha hier •ufgeführlen Schriften aiod gegen Vnrefn• itodung da» BaUigta zumfil. Porto au baziahan durch dl• Zionistisch» Vereinigung fOr Deutschland Abltiloaj Uur.lw*V.t..B<t, B.rli.V IS, M.ln.ktilr. (0. P..beh.ckkoat«1 BI■• 6091 HERZL Thaodor Hirxli ..G«»»mmelta xlonitHicha Werk« In S ßladant Baad 11 «ZioaUlUcht Schrlltan״ Laintn RM. 6,50 kaf l. RM. 4,50 Suhtkripiloftftpfati ״ m 5,65 * . 5.R5 m l •Alt-Nculind“ (Roman) , # Laincn RM 3.75 . 1 JMeniUat״ kart. RM. 0,90 - ״ וDa» neue Ghetto" .... « * I,— Dr. Manfr« d OaorjH Th. Harri, taia Laban u, •ein Varmlchtai» m ״ Laiaao RM. 3,75 Prof. Leon Kaünart ״Theodor Her*!• Lah'fahra" « M 1.25 Dr. Z.F.i*inkelcteln1ScHkk»at»«tundanala>aPi)hr«r•• 3.50 JoeafKrKnkrl 1 Th.lltril d«1 Schflpftr»«rite» Wollaa- . 2,50 Dr, Adolf Friademamt! Da» Laban Tb. Uartta , kart. L— Harri ז Ein Ged«״kbuch Lalaan RM. I,$0 Dr. Tulo Nu»»«nbUtt! MZ«lt(Jenoa«fn übarHarri" kart. H 3.— wHani-Portfir, Bddgf. 37X45em, Kartohgr. 56X173®• 0 3,— B I A L I K Ch. Bi.likl E.iayi (D.ut.eh) . ..gbd. RM.■ 4,R5 - Au«CewlhlU G.dickt. (l)«ul,et>) . , ״ J.50 - *״kl■ «k»odi<• Pr.ch(.u1|.b. (H.br.) , 31,69 ״ . achlrlm.L.la.a , 9,so . . Stl«r H»e»d.t> ..!0,50 Buctihindiung «»M Bcssnoian, asrtln «111■ nalnekutr. 18 Tclf,onl י יי Blwmrck 9504 . PnK.chrcUkonto! B.rlia «S44J י— »»« ■!*«JMlMk• BBch.r. —— Schriften des Hechaluz Wa• i*t drr Hechaluz? Kibbuz, Kultur und Wirtachaft Cheruth.. Arbeitsprogramm f. Grupprn-Fufirar d, Hachilua LiUraturyirrtSchni• das Hechalur. Haeoltl, Habontn».Mltt«iiung«blatt liir MiltUr# Dia Hhtadruth.. Zum Jödlieh-Arablachan Prohltm * Tateaehan und Problama Pallilina• ..... Ghaluzlicher Zionlimua odtr Raviaionitma«, Zioniatlicha Aiiiahpoiitik. Habontb, Haboßim« MlttailungibUlt lör Altar• Tal*Chai.*.. Hachicharsh. .. Katranalaon, ZrratOnmg odar Neuaufbau , . . Aafft11|a, aua d«n •rataa Ta^ca dar t AUjak * Slmtllcha klar 1uffi«IOhrt«n Schrift#» lind #a|•■ Vortf•״ aandueg da! Betrag•# tuzQgl. Porto *a bariahab durah di• zionistische Vereinigung tor Diutsenisnd AMrilu! LIUr.t.r*V*ri.6d. B..U. 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