Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 56 (13.7.1934)
- Date
- 1934-07-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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I &י§ 1 I «ifcl Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 56, 13. VU. 1934 ®3 «r׳ 1 l *P H r״' ' * ' l aU&a u~ ■ ך»"׳ ״J, KJ? I ך Die Tn&uerfeier in Wien Wien, 10. Juli. Der Text der Eintrittskarte zur Traucrfcier für Ch. N, Bialik lautete: ״Eintrittskarte zur Trauerleier für Ch. N. Bialik, sei. Ang., vor der Uebcrführimg nach Palästina, Montau, den 0. Juli 1031, präzise 12 Uhr •miltags, in der Zeremonienhalle des neuen israelitischen Friedhofs. Vorstand der lsraelitisehen KtiMusgcmcimlc Wien.“ In einer Nachbemerkung wurden die Trauergäste aufgefordert, nach der Beendigung der Zercinonic Viererreihen zu bilden und vor der im Arkadenhofe der Zereinonicnhallc aufgestcllten Bahre vorheizumarschiercti. Ich habe noch keine so eindrucksvolle Feier erlebt, wie die von dein Vorstand der Wiener Jüdischen Gemeinde Chaitti Naclim.'iit Bialik geweihte. Der Zufall fügte es, daß der Dichter In Wien sein Lehen beschloß, und die heute unter zionistischer I iilwuitg stehende Gemeindeverwaltung betrachtetc es als ihre selbstverständliche, offizielle Verpflichtung, sozusagen als Treuhänder des gesamten jüdischen Volkes dem toten Bialik in einer Weise zu huldigen, die seiner Bedeutung entsprach. Hierbei bewies die Gemeinde tiefstes Verständnis und menschlichsten Takt: man verzichtete darauf, bei der Wiener Traucrfcier Reden zu halten. Man unterstrich geflissentiieh, daß es sich in Wien, vor der Ucberfültrung der Leiche nach Palästina, nur darum handeln konnte, stumm dem toten Dichter Flirfurcbt zu erweisen. Und gerade das übte stärkste Wirkung und!unterließ unvergeßlichen Eindruck. Die im Arkadenhof aufgestelitc Bahre war mit einer schwarzen Hülle bedeckt. Ohne Prunk, ohne Blumenschmuck, ohne Inschriften. Man erinnerte sich an das Grab Napoleons im Dome des Invalides; man sieht dort nur den Sarkophag, aber keinen Namen und keine Inschrift auf dem Marmorgehäuse. Vor der Bahre stand ein kleines Tischchen; auf ihm einige schwarzgclutndcne Bände; Bialiks Werke. Nur wenige Bücher; ich glaube nicht einmal alle Schöpfungen Bialiks. Bewußt gewollt oder zufällig: auch diese Form der Huldigung war überzeugend. Bialik fährt mit an Umfang nur kleinem Gepäck in die Unsterblichkeit. Aber dieses Gepack enthält Juwelen, Stumm zog die Menge an der Bahre vorbei. Die Mittagssonne tauchte Arkadenhof, Bahre, Tischchen und die Menschcnmasscn in gleißendes Licht. Es gibt einen Rausch der Dämmerung. Viel starker noch ist der Zauber der strahlenden Helle. Auch sie hebt in eine Stimmung der Unwirklichkeit und vermittelt Ahnung von Eingebettetsein in unfaßbare Geheimnissc. ln solcher Stimmung empfindet man das All-Eins von Geburt, Leben, Schöpferkraft, Tod und Ewigkeit. os. at. * Die JTA. meldet hierüber noch: Schon in den frühen Vormittagsstunden waren der Rennwcg, die Landstraße und die lange Scmmcringer Hauptstraße, die zum Zentral(ricclhof führen, von zur Feier strömenden jüdischen Massen überfüllt, die dahin führenden Straßenbahnen waren dicht besetzt. Bereits um 10 Uhr morgens waren die grollen Flächen im Innenhof des Friedhofs gefüllt, die hcranstrünicndcn Massen stauten sich vor dem llanpfportal und besetzten die ge* wolligen Vor flachen, sowie die Wiesen und Auen längs der Friedhofsmauer. In den Zeremoniells,aal konnten mir offiziell Geladene kommen. Nachdem Oberkantor Matthias das Totengehet vorgetragen hatte, zelebrierte Oberrabbiner Dr. Feuchtwang, assistiert von sämtlichen Rabbinern Wiens, das ״El male rachamim“. Der Sarg wurde hierauf aus der Zeremonien« halle in den Arkadenhof getragen, wo er auf einem erhöhten schwarzdrapicrten Podium aufgesteilt wurde. Jetzt begann die Defilierung der Massen. In breiten Reihen ging der Strom, der kein Ende zu iiciimen schien. Vor dein Sarg lagen die Werke Bialiks, obenauf lag die Bibel, in der der Dichter noch während seiner Sterbestunde gelesen hatte. Erst nach Stunden war das Dcfild zu Ende. Die Ucbcrführung Bialiks Am 10. Juli ist der Sarg mit der Leiche Cliaiin Nachman Bialiks in Triest eingetroffen. Der Zug wurde auf dem Bahnhof von Vertretern der Jüdischen Gemeinde Triest, Delegierten der jüdischen Vereine und Freunden des verslorhcnen Dichters, die mit dem Dampfer ״Italia“ aus Palästina cingctroffcn waren, unter ihnen Ussischkin und der Chefredakteur des .,Hnarez“, Dr. üliicksohu, erwartet. Mit dem Zuge reisten die Witwe Bialiks, der Wiener hebräische Schriftsteller Dr. David Rothblum und seine Gattin und der Leiter des Untcrrichtsaintcs der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, Prof. Moses Rath, der im Auftrag der Gemeinde den Sarg bis nach Tel-Awiw begleiten wird. Am Mittwoch, dem 11. Juli, wurde der Sarg auf das nach Palästina abgehende Schiff gebracht. 1700 Flüchtlinge in Konstaniinopel London, 10. Juli. (J.T. A.) Im Gegensatz zu der Mittcilung der türkischen Regierung, daß bloß hundert jüdische l ajmlien infolge Mißverstehe!« einer Order aus der europnschen Türkei vertrieben worden waren, und daß die Regicrung Maßnahmen zur Wiedergutmachung getroffen hat, meldet Reuter, daß aus Thrazien, der Dardanellen- und Marmarameerküste nicht weniger als 1700 jüdische , c"M*nßc *n Konstantinopcl cingctroffcn sind und daß weitere Hunderte Juden unterwegs auf der Wanderschaft wären. Der türkische Innenminister Sluikry Bey c. 1t 1 Pcr,s,i>ll!ic)1 י!»«״ Adrianopel begeben, um an Ort und t u1in!1 81״rtcn. von Beamte״ zu untersuchen, die bescnuuugt sind, daß sic Judenaustreibungen verfügt und luden- Icmdliclic Ausschreilungen geduldet haben. Wie es heißt, wurden mehrere jüdische Familien auf Staatskosten ttiedcr in ihre Heime zurückgebracht, während uclc andere sich fürchten, nach Adrinnopel und die anderen ^uäckTukchreS’ tv° (-c״f",rchlDbar, terrorisiert worden sind, iruckzukehrcn. Die türkische Regierung erklärt, sie crureife 0uniMWnfte1 ״ n° a״w ״n“ischu .ProPaganda *־י* י־י Türkei ichf״ w Sa* Weltcrerscheinen eines antlsemi -.f,׳ *44, in London, 1». Juli. (J.T. A.) Im Hauptbüro der Zki* nistischen Weltorganisation fand eine Bialik-Ucdenkfcier statt, hei der das Mitglied der Exekutive der Jewisli Agency Prof. Hrodetsky, Leo Simon und der HnuplschrifUeitcr des hehr. Zcntra.lorg.ms der Bewegung ״Haolam“, M. Klein* m a 11, Ansprachen hielten. Prof. Hrodetsky führte aus, daß diejenigen, die in der Lage sind, Bialiks Schaffen im hebräischen Original zu würdigen, die Empfindung hatten, daß mit ihm das goldene Zeitalter der hebräischen Literatur wiedergekehrt ist. Früher noch habe Ach ad H ,1 a m den Ausspruch tun dürfen, daß Bialik der größte hebräische Dichter seit Jchuda linlcvy ist. Einige der Dichtungen Bialiks klängen in tnnnclier Hinsicht an das prophetische Schrittlum an. Doch sei Bialiks Einfluß auf die Entwicklung der hebräischen Spruche nicht aut «ein dichterisches Schaffen beschränkt geblieben. Sein Plan, wie er ihn imutchcu Freunden von Zeit zu Zeit, Insbesondere in den allerletzten Jahren entwickelte, ging dahin, dem gegenwärligcn und den kommenden Geschlechtern der Judcnlieit ein Kompciidiuni der hervorragendsten Schönt u n g c 11 d c 8 jüdischen Geistes in allen Zeiten in die!fand zu geben, ein Werk, das nicht nur bis in die rabbiiiisclieu, sondern bis in die biblischen Zeiten hinausreichen und über das Mittelalter bis in die Gegenwart hineiiifiilircn sollte. Es war dies ein Plan, der in dieser Großartigkeit mir von einem Bialik konzipiert werden konnte. Die von ihm veranstalteten Ausgaben klassischen jüdischen Schrifttums, seine Bihelaus/iige, die auf die jüdische Bildung in vielen!.ändern eine tiefe Wirkung ausgeiiht haben, seine Ausgabe von Geschichten aus dem Talmud und die begonneue Ausgabe der Mischna bildeten nur einen kleinen Teil des großen Werkes, an dem zu arbeiten er gehofft hatte. Es wäre indessen falsch, von Bialik zu sprechen, ohne auf die dritte Seite seiner Bedeutung hinzuweisen. Lese man manche seiner Aeußerungen, so erkenne man, daß er nicht nur Dichter und Gelehrter, sondern auch ein Führer seines Volkes war, ein Führer im Sinne der Propheten. Das unangczweifcltc und absolut einzigartige Ansehen, dessen er sieh in allen Kreisen des Jiscliuw erfreute, gab ihm die Macht, auf den Jiscliuw und die gesamte Judcnheit einen Einfluß wie kein anderer ausz.uübcn, und stempelte ihn zu einer einmaligen Erscheinung der heutigen Zeit. Leo S i 111 o 11 hob den bedeutenden Anteil Bialiks an den Bemühungen hervor, Meinungsverschiedenheiten und Gegensätze in Palästina zu überbriickcii. Es gebe niemanden, der ihn in dieser Arbeit ersetzen könne. Wer könne wissen, ob jemals wieder ein Mann wie Bialik aufstehen wird, doch biete der Gedanke Trost, daß ein Volk, das einen Mann wie Bialik hervorgebracht hat, kein totes Volk ist und die Kraft haben muß, wieder solche Gestalten hervorzubringen, in dieser Hoffnung müsse man leben und Bialiks großes Werk fortsetzen. Chefredakteur Kl ein man erklärte, Bialik sei der größte aller modernen jüdischen nationalen Lichter ge* wesen; aber diese Tatsache allein bedinge nicht die Schwere des Verlustes, den wir durch seinen Tod erlitten haben. Die hervorragende Stellung, die Bialik cinnahm, beruhe darauf, daß er der modernen jüdischen Literatur einen neuen Status und einen neuen Sinn gegeben hat. Denn er habe die moderne hebräische Literatur mit der alten Literatur in eine lebendige Verbindung gebracht. Bialik-Ehrung in Jerusalem Jerusalem, 10. Juli. (J.T. A.) Eine eindrucksvolle BinliK- Gedenkfeier durch Aufführung des Mozartschcn Req ui eins ״Lacrimosa“ durch die palästinensische Oratorien- Vereinigung fand in Gegenwart des High Commissioncrs Sir Arthur Wnuchopeim Amphitheater der Hebräischen Universität auf dem Skopusberg statt. Der Aufführung des Requieins ging diejenige des Haydnschcn Oratoriums ״Die Schöpfung*‘ voraus. Der High Coiurnissioncr wurde im Namen der Palästina-Exekutive von Ben Gtirion und Josclma Gordoii, im Namen der Hebräischen Universität von Dr. Julian Meitzer begrüßt. Der Aufführung wohnten auch der anglikanische Bischof, der Kommandant der britischen Luftstreitkräfte, hohe Beamte der Palästina-Regierung und die höheren Offiziere der Luftflotte, der Armee, der Polizei und des vor kürzest zu einem Besuch cingctroffcncn englischen Mittelmcergcschwaders bei. * Mit der Durchführung der Vorbereitungen zu dein Ehrenbegräbnis für Bialik in Tel-Awiw wurde ein Organisations-Komitee betraut, dem als Vertreter der Palästina-Exekutive der Jewisli Agency D, Ben Gurion, als Vertreter des Waad Leumi Elialui Berlignc, als Vertreterin des Stadtrats von Tel-Awiw Frau Persitz und ein bisher noch nicht bestimmter Vertreter der literarischen Kreise angehören werden. Der Zionistische Zentralverband für die Tscheche»• Slowakei, Sitz Mährisch-Ostrau, erließ zum Tode Bialiks eine Traucrkundgchuug. in Konstantinopel tischen Wochenblattes* wurde verboten. errened״rrtl״t|iSChC110.cnlci"de Saloniki sind entsetzenritifhtUn״!. . a c h n c M c n über die Lage der jüdischen zeugen berichte״'^ r?Paiscl,lcn Türkei cingctroffcn. AugenorcaMsicrten R^’״ad “ ״ ״chreren Städten der Türkei von wurden Es seien Fä״«. J״Chc8״ J«״»c"P°8«>me durchgeführt wuracn. U seien Falle von Folterungen vorgekommen, Frauen und Mädchen seien geschändet, viele Personen in abgelegene Gebirgsgegenden getrieben worden. Man wisse nicht, was aus ihnen geworden ist. Aus Tiirkiseh-Tlirazien sollen fast alle Juden vertrieben worden sein, ohne daß ihnen Gelegenheit geboten wurde, das Notwendigste für ihren weiteren Lebensunterhalt mit sich zu nehmen. Der Rabbiner von Kirkilisse sei nackt ausgezogen und schwer mißhandelt worden. Man habe ihm auch den Bart abgcschnittcn. Mehrere Bataillone Militär seien in Thrazien cingctroffcn und hätten unter den Pogromiieldcn Masse 11 Verhaftungen vorgenommen. Gerüchtweise verlautet, daß der Unterrichtsminister Hi km et Bcy zurückgetreten ist, weil er sich von Anfang an der Massenevakuimmg von Juden ohne vorhergehende Ankündigung widersetzt hatte. Vertretungen aaslän« dischcr Mächte haben in der Angelegenheit der thrazischcn Juden Schritte in Ankara unternommen. Wie die Jüdische Gemeinde in Konstantinopel telefonisch mitteilt, ist die Ruhe jetzt wiederhergestellt. der jüdis! ״ Von Dr. Hans Friedenthal Seit Jahren kämpfen wir im Mahkabi darum, daß di? zionistische Welt die vielfache Bedeutung unserer Turn• un,j Sportbewegung anerkennt. Heute wird, cs wohl kaum noch jemand ווו unscrii Reihen geben, der nicht versteht, daß <ttr Makkahi neben seiner Arbeit an der physischen Regem׳rati0n unseres Volkes ein aiisgee/ichnctes Instrument im politischen Leben darstcllt, das, wenn man auf ihm zu spielen versteht von größter Bedeutung für die Erreichung unserer nationalen' Ziele sein kann. Drei Ereignisse der letzten Zeit sind geeignet, die Hict», tigkeit dieser Behauptungen zu unterstreichen und üntn Fingerzeig dafür zu geben, wo der Makkahi eingesetzt werden kann, wenn die Fülircr unserer Bewegung Weitblick genug haben: * 1. Die U c b c r 1! a 11!11 e des Protektorats der zweiten M ה k k ,1 b i a b durch den High Commlsslontr. Nach einigem Zögern hatte der jetzige High Commission er in Palästina, Sir Arthur Wnuchopc, das Protektorat der ersten Makkabiah 1932 übernommen. Es ist noch in unser aller Er■ imicrung, wie ungewiß damals das Gelingen dieser erstmaligen Veranstaltung war, In einer Zeit furchtbarer Depression nach den Araber-Unruhen des Jahres 1929 gingen wir an die Vw• bercitung der ersten Makkabiah, aus der wir ein nationale» Ereignis machen wollten. Niemand von uns konnte wissen wie die Araber dies aufnelimcn würden. Die Ucbernahme des Protektorats war damals für den I ligh Commissioner eine I, freundliche Geste. Der Verlauf der Makkabiah iihertraf alle t Erwartungen. Sir A. Waiichopo selbst gab in einem Schreiben 1 an das Präsidium des Mak ka bi-W eit verbände» seiner Bewun■!, dcrimg über dieses große Sporttreffen Ausdruck. Di» Ucbet•; nähme des Protektorats der /.weiten Makkabiah in einer Zeit schärfster politischer Spannungen in Palästina, in einem Mo; ment der Gefährdung unserer Beziehungen zur Mandat!»•! macht, ist ein Polit ikum. Sir Wauchone weiß jetzt, was die!; Makkabiah ist. Wenn er sich in diesem Moment an die Spitze )-״ einer solchen jüdisch-nationalen Veranstaltung stellt, so t*. ׳' deutet das u. E. einen Versuch der Annäherung und eine Gest(, 1 die über das gewöhnliche Maß von Höflichkeit und Freundlich• I keit hinausgeht. Wie wir hören, wird auch die Einwanderung».י bchördc den Sportlern zur Makkabiah Entgegcnkommw f zeigen. Makkahi als Faktor in unsertn Verhältnis ו zur Mandatar macht Palästinas wird hoffentlich auch voi1 der politischen Führung des Zionismus in das Kalkül gezogea werden. 2. Die westasfatlschcn Spiele In Delhi, i Wir haben schon wiederholt darauf hingewiesen, wie wich• ׳ tlg uns die Tatsache erscheint, daß auf den international« westasiatischen Spielen in Delhi auch Palästina als asiati■; sehe* Land durch den Makkahi vertreten wurde. Wir habenj berichtet, wie außerordentlich erfolgreich das Auftreten du 1 Makkabimannschaft aus Erez Israel nicht nur in sportlich« | Beziehung gewesen ist. Wir haben wiederholt zu zeigen ver•! sucht, welch großen Wert wir der Tatsache beilegten, daß I in einer Welt, die zum Teil eine moslemische ist, JudetI aus Erez Israel als Sendboten des Friedens und der Freund■■ schaft aiiflratcn. Eine neue Bestätigung für diese Ansicht j gibt uns ein anderen Orts veröffentlichter Brief des General•! Sekretärs des Komitees der westasiatischen Spiele, Professor; Sondhi au« Lahorc, an das Präsidium des Makkabi-Wclhtt• j bandes, in dem cs u. a. heißt: 1 ( ״Es war ein großes Vergnügen imif eine Freude für tins. Hi* | pafiistincnsin'hcn Sportler bei uns zu sehen. Wir sind alle be■; cindruekt von ihrem Sport geist und als Ergebnis ihm; Besuchs hallen viele von uns die 1* a! äst in»• Probleme von einem anderen und 5 y m p a t h i t ch(■ ren Gesichtspunkt aus sehen gelernt.“ Wir haben nicht viel hinzuztifügen. Hier ist ein Beweis dafür erbracht, daß der Makkahi imstande ist, etwas für die Besserung des Verhältnisses zur arabischet Weit zu tun. Man hat in Delhi beschlossen, die nächst« westasiatischen Spiele in Afghanistan und die darauf folgen• den In Tel-Awiw abzuhaltcn. Tcl-A\vi\v als Gast׳ geber für arabische und indische Sportlervielleicht verstehen auch die Leiter unserer Politik endlich, daß hier für sic eine Möglichkeit vorhanden ist. 3. Einladung Palästinas zur Olympiade in Berlin. Seit. Jahren bemühen sich die leitenden Menschen da Makkahi um eine Aufnahme Palästinas ins Olympische Komitee Es ist nicht nötig, viel über diese Sache zu sagen. Wir war« immer überzeugt davon, daß auf dem Wege zur Anerkennung des jüdischen Volkes im Rat der Nationen die Aufnahme Palästinas als selbständiges Land in das Olympische Komit« ein wichtiger Meilenstein bedeutet. Wir wollen uns erspare»! die äußere und innere Bedeutung des endlich erreichten Ziele» hier zu schildern. Die nächste Olympiade soll bekanntlich HÜ in Berlin stattfinden. Palästina ist mm wie alle änderet Mitgliedsländer des Olympischen Komitees von der Deutsch« Regierung zur Olympiade 193(> in Berlin ein gell* den worden, Die Mnkkabibewcgmtg hat damit zu einem folge beigetragen, von dem wir glauben, daß seine Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte. Nicht in eitler Selbstzufriedenheit verzeichnen wir dies« Erfolge des Makkahi. Treu der Ueberlieferiiug Theodor Her;!» haben wir uns bemüht, die von ihm gezeichneten Wege ti gehen. Zum 30iä!1rigen Todestag unseres unsterblichen Fuh■ rers legen wir keme Kränze auf sein Grab. 111 Bescheidenheit und Zuversicht bringen wir seinem Gedenken unsere Erfolg־ dar. Mögen sic beitragen zur Regeneration unseres Volk« auf dem Wege in eine stolze Zukunft. In der letzten Sitzung der Repräsentanz der Prager israelitischen KulUtsgeiiicindc wurde, da auf Grumt eines Kompromisses der drei großen Parteien in der Kultusgemeinde Neuwahlen in die Repräsentanz entfallen sind, mc Wald eines neuen Präsidiums vorgenommen. Z.im Präsidenten wurde mit 2t von 24 Stimmen (drei leere Stimmzcttcl) der Prager Advokat Dr. Maximilian Reiner, Führer dTgSkfUH sa äää *״•־ ״״״ Keine Veränderung in Palästina Kürzlich varen in der Presse Nachrichten verbreit«t* fr';l1,״״.lr1erv(^!lVl k c ,r * D c 1 e K a * I o 11 in London, der d« 4 ״?*™י0."“ ״dcr Quäker-Schule in Libanon, Daniel «riiiu״״ r> ״anK,cll«rlie, dem englischen Koioniaiministcr VorunÄJiV 1 •■״c" J *י ö i s c 11 - a r a b i s c h c n Ausgleich kern bn1 ״ K Wcß eS' daR in dcm vo11 dc" sondere a״ch dem Er"ir Abdullah eine b־■ »iimren ,u« c.,71 '/'1,י .N11"mcI>r melden palästinensische Z«‘ einKInterv1eu,Da,"C lv!er bei scincr Rückreise in Aeg.vpt« PtläaH»״ .fWcbc" hah<־, worin er gesagt habe, daß'״ sind n״ake1״« Veränderungen beabsichtig! MsachlÄh8 .‘uch• de.s •Emir Abdullah in London * ausschließlich Iransjordanischen Angelegenheiten gewidmet׳ unter *Öer FnPtS0n dcr mohammedanischen I ״ d «f nenskehen B 8"‘ס y?״ bcl1a״kat Aii befindet sich, palasti- PaJäitln* J!aMc™«ldpnRen zufolge, bereits unterwegs nad> Palästina' n״H a m°s|c״d*1(men Institutionen im don begebo» Aegypte" ״״handeln und «ich dann nach Lo»‘ ntu! and zur Tat« wes and׳ Ged von das dies Ged übet haft nisti weg wen revii Org, Reel ford ihre orga Schl sehe Bcdt Ver» ist ( and« das Täti; I Jabo׳ wegu zeugi tik fr heuti! P ra stand lieh wird weil di Partn und erach dem odei führ hcln Wat k.im gam p,t Iii jetzt B dingm R nelmu unsere Engjai die v zuspie der b scharf land ן durch Regier Ni schuld 1. W 2. W teilen Englan zum / Eit per er Konferi der F< lauge seine 1 aut di. Anders der R, De jfetitic Von de (ein bi ,1!stisch חיי ein! za er!( ״»rüber nachtet Mittel | ״ölkerb die pct zionistf! den Pa, hinter ,4 schreck, Anstrem Ausdai!« 'hm