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Jüdische Rundschau · 1934-06-29 · Heft 52 (29.6.1934) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 52 (29.6.1934)
Date
1934-06-29
Page
– (sequence 10)
Language
German
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f Seite 10 JOD1SCHK RUNDSCHAU Nr, 52, 29. V!, t""י־• (u»^si0 י Die Zahl der ländlichen Siedlungspunhtc in Palästina, an denen junge Menschen aus Deutschland arbeiten, ist seit einem Jahre bedeutend gewachsen. An vielen Punkten des I.andes arbeiten kleinere oder größere Gruppen von Chahnim, die aus Deutschland nach Palästina gekommen sind; sei es, daß diese Gruppen erst im Gefolge der starken Alifah des Jahres 19311 entstanden sind, sei es, dnß sie schon jahrelang existieren und sich im letzten Jahre bedeutend vergrößert haben. Wir glauben, daß es untere Isscr interessieren wird, über den Aufbau derjenigen■ Siedlungspunhte, an denen Menschen aus Deutschland leben, Einzelheiten zu erfahren und insbesondere zu hören, welchen Anteil die deutschen Chaluzlm an der Ent■ Wicklung dieser Siedlungen genommen haben. Wir werden daher eine }leihe von Schilderungen aus diesen Siedlungen veröffentlichen, die von Chaluzlm aus dem Kreise der deutschen Alifah verfaßt sind. Als erste Darstellung bringen wir heute einen Aufsatz über Giwalh Uran ne r, eine ländliche Siedlung in der Sähe der großen Kolonie llcchoboth, die schon ihrer quantitativen Bedeutung nach der wichtigste Platz für die Aufnahme von Chaluzlm aus Deutschland geworden kt. (Red.) bereif* bewiesen, <1.1 ff er dieser Schwierigkeiten Herr *errt«, kann, mul cs lohnt sieh, liier fe!»l/usU׳lle11, dal! das tkut״? Judentum dem Lande nicht mir eine große Alijal! gibt sn« dem dal) seine Chalu/im sieh auch in relativ ho'htm Maße an der großen Aufgabe der Erobern»״ der Arbeit beteiligen. *> Manchen andere Ist auf dem Ochfet der kulturellen Ari״.:! geleistet worden, ein kleines Orc heiter gibt von zu Zeit gute und crtisfe Konzerte, eine Ri h I i 01 h e k Jskl den Menschen die Möglichkeit der Fortbildung in jeder V /ichung. Inzwischen hat man mit dem Han eines ״Kult!!,* ha 11 scs" begonnen, Da Menschen und Mittel fi'ir die fiihruug dieser Arbeit nicht hinreichend zur Verfügung sttlv»’ wird dieser Bau vor allem in den Freistunden amgefuhrt. " Uri R 0 s c n b jüD* SCHL litt, Giwath Brenner Der mit der Fisenbaliu aus Aegypten und der Wüste nach Palästina kommende Reisende erblickt als ersten jüdischen Sicdhmgsnimkt Giwath Brenner. Deutlich ist der Hügel mit den Zelten, Baracken und den zweistöckigen Steinhäusern sichtbar: es ist derjenige landwirtschaftliche Punkt, der die grüßte Zahl deutscher Clialuzim im Laufe der letzten Jahre aufgcnomnien hat. Vor etwa 5'V Jahren begann man hier die Alijali aus Deutschland zu konzentrieren. Jene Zeit war dem Zionismus und besonders der Chalu/bcwegiing in Deutschland nicht hold. Fine schwere Krise, begleitet von Arbeitslosigkeit, war über das Land gegangen. Die Regierung hatte die Tore geschlossen, und einen besonders schweren Schlag erlitt die (.haluzbcwcgung in Deutschland: der ״Blatt-Weiß“ war in Palästina gesciieitert und in Deutschland aufgelöst. Int Zionismus wurden Stimmen laut, die meinten, daß der deutsche Cltaluz. nicht die notwendige Kraft aufbringen würde, um seine in Pa- Jäslina herrschenden Aufgaben zu erfüllen. Man sprach vom Abbruch der Hachseharah und hielt cs für das_ wesentlichste Ziel der zionistischen Jugendbewegung, sielt zionistisch-politischcr Arbeit zu widmen. Fs lohnt sielt heute zu konstatieren, daß es in diesen Tagen der B rith Ha 01 im (JJWB.) mit seiner Hachscharaharhcit und vor allein mit seinem Kibbuz. Chernfh war, der der schweren Aufgabe der Chaluziuth für die zionistische Jugendbewegung treu blich. So kann mail sagen, daß in jenen Tagen die Voraussetzungen geschaffen wurden, um die große Einwanderung von Chaltmm, die mit der Umwälzung in Deutschland einsetzte, zu organisicrcn und cinztigliedern. Als im Winter 1928 die ersten Zertifikate bewilligt wurden, ging der Kibbuz, Cherutli ins Land, ausgerüstet mit Frfahrttngcn, die man aus den Schwierigkeiten und dem Versagen der bisherigen deutschen Alijali gewonnen hatte. Zwei Grundsätze galt es zu wahren: zunächst mußte die Gefahr der Isolierung vom neuen jüdischen Leben des Landes, in der sich der ״Blau-Weiß“ befunden hatte, überwunden werden, und dattn war es nötig, diese erste kleine Gruppe aus Deutschland zu konzentrieren, um so in gemeinsamer Arbeit das Eindringen in Leben und Spraelte zu erleichtern. Im Sommer 1928 verließ eine kleine Gruppe des Kibbuz Hamctichad in Rcciioboth die Kolonie, um ihr Lager eine Stunde Weges südlich von Rcchohoth atifzuschlagcn. Hier befand sich ein Gelände des KKL von 120 Dunam. in ihm sah man den Ansatzpunkt für eine Hilfswirtschaft dieser Lohnarbeifergruppe. Mit ihm verband man die Hoffnung auf die Errichtung einer großen eigenen Wirtschaft. Die riesigen Orangcnanlagcrt südwärts von Rcchohoth verraten heule nicht ohne weiteres, daß diese ganze Flache noch vor sechs Jahren eine Wüste war. Und wenn die Chawerim bis dahin von der Kolonie aus mitunter eine Stunde bis zu ihrem Arbeitsplatz, gclien!mißten, so hatten sie jetzt diesen Weg zu verdoppeln. Aul einem Hügel, ztt dem das Wasser von weither mit einem Esel gebracht werden mußte, in der Oedc, inmitten von Bcduinen/cltcn, schlug diese Gruppe ihr Lager auf. Mit ihr verband sich die neue deutsche Alijahgruppe, der Kibbuz. Chcruth. Anspornend wirkte es, daß nach den schweren Erfahrungen der vergangenen Jahre es nun gelang, die neuem Einwanderer schnell in die Arbeit und in die Sprache des Lantfcs cinzuftihrcn, ihnen einen Einblick m alle Fragen des Aulbaus und des Arbeitcrlebens zu geben und sie so mit den neuen Aufgaben innig zu verbinden. Wenige Monate vergingen, und die Unruhen int Jahre 1929 unterbrachen jäh die Entwicklung der jungen Gruppe. Nachbarsicdlttngcn, wenige Kilometer entfernt, Chulda und Bcer-Tuwia, gingen in Flautmen aut. Der Siedliingspuukt war nicht zu halten und mußte verlassen werden. Man ging auf einen benachbarten Hügel, der zu verteidigen war. Es war so gut wie sicher, daß die Araber die verlassenen Baracken und Zelte in Brand setzen würden. Aber wider Erwarten konnte man nach einigen Wochen in das fast unversehrte Lager zuriiekkehren, um nunmehr die begonnene Arbeit fortzusetzen. In diesen Tagen gelang es dem KKL, eine Fläche von 1000 Dunam für die Gruppe zu erwerben, und nach einigen Monaten konnte man mit dem Bau der eigenen Wirtschaft beginnen. Ungeheure Schwierigkeiten waren be! dieser Arbeit zu überwinden. Die zionistischen Fonds waren damit beschäftigt, die bestehenden Siedlungen ztt konsolidieren. Es blieb also kein anderer Weg übrig, als von den Ersparnissen des geringen Loitues eines Koloniearbcitcrs mit den bescheidenen Anfängen der Wirtschaft zu beginnen. Aber was soll geschehen, wenn auch diese Arbeit nur in ungenügendem Maße vorhanden ist? Eine neue mit den Unruhen verbundene Krise hatte Arbeitslosigkeit übers Land gebracht. So mußte man, ohne nennenswerte Hilfe von außen, das schwere Werk beginnen. Das ohnehin niedrige Lebensniveau wurde weiter gesenkt. Entbehrungen und Krankbeiten zeichnen den Weg dieser Jahre. Doch Opfer an Leben und Gesundheit — wir verloren damals einige unserer besten Mitarbeiter — konnten den Willen, den begonnenen Weg fortzusetzen, nicht vernichten. Arbeiten an anderen Orten des Landes wurden gesucht. Eine Gruppe neuer Einwanderer ging ans Tote Meer, um bei Rcglcrungsarbcitcn einen geringen Lohn zu verdienen. Eine andere arbeitete am Bau des Elektrizitätswerks am Jordan. Es verging ein Jahr, und ganz allmählich besserte sich die Arbcitslagc, so daß die beiden Gruppen vom Jordan und vom Toten Meer wieder zurückkehren konnten. Indessen begann man in allen Zweigen der Wirtschaft mit bescheidenen Anfängen. Trotz der Krise wurden die ersten Grundlagen für Orangengärten, Baumschule, Gemüsegarten, Kuhstall, Hühnerzucht, Werkstätten, wie Tischlerei, Schusteret und Schlosserei gelegt. Heute sind bereits 200 Dunam Pardess gepflanzt, 80 weitere Dunam sind für neue Pflanzung vorbereitet, 40 Dunatn ״'-*<•»״ schon Frucht getragen. Eine bedeutende finanzielle Stütze bildet die Bau mach ule. Sie zählt zu den besten des Landes und umfaßt eine Fläche von 60 Dunam. Außer allen Cylrusartcn zeichnet sie sieh vor allen Dingen durch die Zucht europäischer Fruclitbäume aus. Auch der Anbau von Hluinen hat nennenswerte Erfolge gebracht. Nach großen Antangsscliw ier igkelten hat der Gemüsegarten einen holten Grad von intensiver Bearbeitung erreicht. In der 11 it 111t c r f a r in wurden in diesem Jahr 2-1000 Küken, teils zum Verkauf, teils zum eigenen Bedarf ausgebrütet. Der Zweig, erst nett errichtet, hat 2(MX) I.egltültner herangezogen. Der K 1111 s t a 11 zählt 20 Kopf Milchkühe. Die l.cishmgsfäliigkeil der Tiere ist eine der höchsten Im Eattdc. Besondere ■ Regenntilagcn für Anbau von Klee und Luzerne sichern die tirüntutter■Versorgung. Mit 50 Bienenstöcken ist die Grundläge für eine Bienenzucht gelegt worden. 700 Dunam werden für extensiven G e t r c i d c h n u bearbeitet. Mit wachseiuler Intensität der Wirtschaft wird dieser Zweig im Laufe der Zeit ausgesehaltet werden, und das ganze Gelände wird .in einen intensiven gemischtwirtschaftlichen Be* trieb verwuidclt werden. 100׳ D tt n am Parties s, 100 D tt tt a in Gemüscgarteil, 300 Dunam Grünfuttcr, 120 Dunatn B a u tn - schule, 90 Dunam Obstpin ntagc, das ist der endgültige landwirtschaftliche Bebau ungsplan dieser FI ä c 11 e. In demselben Tempo entwickeltet! sich die Werkstätte n. Die T i 8 ch 1 c r c i wurde vom Lager > in die Kolonie überführt, weil man außerhalb des Ortes nicht den genügenden Absatz gefunden hätte. 14 Tischler arbeiten heute in ihr hei der Ausführung von Möbel- und Bauarbeiten. Die gute Qualität ihrer Erzeugnisse ist bekannt. Auf Monate hinaus ist sie mit Aufträgen überhäuft. Mit modernsten Mascltinen ausgerüstet ist sie ztt großer Arbeitsleistung imstande, Aelinliclies ist von der Schlosserei zu sagen. 9 Schlosser arbeiten in erster Linie für die Bedürfnisse des Marktes. Die kleine Barm ke des Anfangs Ist verlassen, und man ist in eine größere Werkstatt, die mit elektrisch betriebenen Ma• scltinen arbeitet, ciitgczogcn. Der Grundstein zu einer Bäckerei wurde schon früh gelegt. Ein großes Gebäude mit modernem Otcn gab die Möglichkeit zur Errichtung eines guten Betriebes. Vor einem Jahr wurde gemeinsam mit den Bäckereien der Kolonie eine Kooperative gebildet, die die alleinige Herstellung und den Vertrieb des Brotes in der Hand hat. Um für Mädchen einen dauernden Arbeitsplatz zu schaffen, hat Ciiwath Brenner eine moderne Arbeiterküche errichtet. Der Betrieb hat einen beträchtlichen Umfang angenommen, 10 Chnwcroth finden in ihm Arbeit und angemessenen Verdienst. Eine Schusterei sorgt vollkommen für die Schuhversorgttng der Siedlung. Eine Seifenfabrik wird Im Moment erriclt• tei, 10 Zugtiere verrichten die nötigen Arbeiten des landwirlschaftlic'icn Betriebes und schaffen Baumaterialien' fiir die großen Arbeiten. Zwei Raupenschlepper־ Traktoren arbeiten in Wirtschaft und Lohnarbeit. Drei Lastautos arbeiten für den Markt, für die Versendung der landwirtschaftlichen Produkte und für die Versorgung der Wirtschaft mit nötigen Materialien. In drei großen einstöckigen Häusern sind die Kinder untergehr,acht. Ein großes zweistöckiges Haus dient als Wohnhaus. Alle übrigen Chawerim wohnen In Baracken und Zelten. Aber in drei Monaten werden fünf neue zweistöckige Häuser beziehbar sein, und 100 Chawerim werden in ihnen eine bessere Wohnung finden. Zu gleicher Zeit wird auf einem Nachbarhügel ein Sana• fori um errichtet. 40 Menschen, vor allem Chawerim des Kibbuz, Meucliad, werden sich hier kräftigen und erholen können. Ein beträchtlicher Teil der Chawerim, etwa 70, arbeiten als Lohnarbeiter in Pardessim und heim Brunnenbau. Hier hat fast überall Giwalh Brenner die Verantwortung für Leitung und Ausführung der Arbeiten übernommen. Int Sommer 1928 gingen 28 Menschen auf einen öden und verlassenen Hügel. 1111 Laufe von fünf Jahren ist ein Werk geschaffen worden, das 300 Chawerim und Chawerotli Arbeit, F.xislcnz und ein Leben mit großen Aufgaben gegeben hat, 50 Kinder wachsen im Angesicht dieses Werkes heran. Von der Größe dieses Aufbaues macht man sich eine Vorstellung, wenn man sieh vergegenwärtigt, daß der Geldumlauf itn, Jahre 1932 7000 Pfund, 1933 Ft (MIO ]Pfund betrug und im Jahre 1934 23(MM) Pfund betragen wird. Das Charakteristische dieser Wirtschaft liegt darin, daß sie fast ohne Hilfe zionistischer Fonds, fast aus• schließlich aus eigener Kraft, aus dem Ver• dienst der Wirtschaftszweige, der Wcrkstät• ten und der Lohnarbeit errichtet wird. Von den 300 Chawerim, die In Giwath Brenner leben, stammen 200 aus Deutschland, den Kern der deutschen Alijali bilden die Gruppen des Britli Ha 01 itn JJWB., die bis zum Jahre 1933 in die Siedlung kamen. Itn letzten Jahr der großen Einwanderung geseilten sich zu ihnen die 61a• xverim der ״Habonim" und viele neue Chawerim des Deutschen H e c h a 1 tt z. Es bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung, daß bei der neuartigen Zusammensetzung und dem ungewohnten Umfang dieser Einwanderung gesellschaftliche und kulturelle Probleme entstanden, die mit netten Mitteln bewältigt werden mußten. Die Erlernung der hebrli lachen Sprache erfordert ungeheuere Anstrengungen, und die Lehrkräfte reichen nicht aus, um auch nur die ersten Grundlagen zu schaffen. In der nächsten Zeit werden nette Lehrer in die Siedlung kommen, tun den Chawerim eine Möglichkeit zu geben, Kontakt mit dem geistig-kulturellen Leben des Jischuw zu gewinnen. Umfassende zionistische Arbeit ist an vielen dieser Menschen zu leisten. Die Ereignisse des letzten Jahres ließen keine Zeit, die Hnchscharah gründlicher durchzufuhrcn, und es besteht kein Zweifel, daß nur dann eine wahrhafte Verwurzelung im Lande möglich sein wird,, wenn man un* mittelbar au die Quellen unserer Kultur gelangt. Elariibcr hinaus stehen für uns die Fragen der A k k 11 matisicrung und dcrOcwöhnungandlckÖrper• liehe Arbeit im Vordergrund. Der deutache Chalut hat FT A .. *S. .1• •äZ Qz.1 DBA 3BWISM A&EMCV FOR B AUSITtutj W 18; Mclnekcstr. 10. Telephon 1 J 1, Bismarck 7165,ןן Postscheckkonto! Berlin Nf. 167 08. Handwerker mit ISO fi Die Mandatsregierung bst der Ftrit. Paßstelle, die erst?<* wenigen Tagen eine größere Anzahl IllanktvZortifikate der K»e. goric Al (CP 100(1) erhallen bst, nunmehr 200 Zertifikate der Kategorie A III zur Verteilung an folgende Hamlwcrl«!. Kategorien zur Verfügung gestellt: a) Tischler und Schreiner b) Beton-Arbeiter, c) I Irktro-T :chniker, d) Maler, e) kor,•!teure, f) Polsterer, g) Rohrt!•ger, h) Glaser. Für die R». riicksielitigung kommen nur soll te gelernten Handwerker in Frage, die im Besitze eines frei verfügbaren Eigenkapj. t ,ו I s von mindestens LI* 2"10 sielt befinden und mindestens 4jältrigc Praxis im erlernten Handwerk während der letzten Jahre nnchwciscn können. Weitere Voraiisstt/unj ist selbstverständlich Eignung fiir Palästina. Anfragen •.my* cvcntl. Anträge können an das Palästina-Amt, Berlin Wß, Mcinckestr. II), Abt c i 1 u n g H a 11 d w e r k e r * Aii j a h, gt• richtet werden. Sfcdlungsmoglichkcüen in Beer Tuvfah Die Kolonie (Moschaw Owdiin) Beer Tu v iah, söd- [ich von Tel-Awiw gelegen, hat in den letzten Monat™ etwa 40 deutsche Familien mitgenommen, die dort auf Erbpachtbodcn des Keren Kajcmcth Lcjisrael eine lanihvirt• scliaftticlic Existenz gefunden haben. Die deutsche Abteilung der Jevvish Agency hat dafür Sorge getragen, daß eine Ab• zahl weiterer Siedlerstellen für Nctteinwamlertr frcigchaltcn worden sind. Es handelt sielt tim die Möglich• keit, auf 35 Dunam Boden eine Gcmisclitwirtscliaft zu er• richten, deren Hauptzweige Gemüsebau, FuHerbati, Citrus- Pflanzung und Hühnerzucht darstellen. Einschließlich eines cm lachen Hauses erfordert diese Sicdlungsform ein Kapital von rund £P 900, und ermöglicht — bei bescheidenen An• Sprüchen — die Existenz einer Familie. Hcrvor/uhcbrn ist besonders die Möglichkeit, in Beer Tuvialt seihst bei Kolo nisten, die schon langer ansässig sind, sielt für die cmlgoltige Niederlassung hcrutlich vorzuhcrcitcn und um/uschichtcn. Nähere Auskünfte gibt die Beratungsstelle des Palästina-Amtes Berlin. Siedlung Sch'diunath Olef Germania Bcmifraz Haifa Nach vielen Bemühungen ist cs nunmehr der deutschen AW teilung der Jevvish Agency itn Zusammenwirken mit dem Jüdi* sehen Nationalfonds und der I litacfulnth Olcj Germania gclantgen, die Gründung einer Vorstadt-Siedlung in der Haifa-Bucht 711 r Seßhaftmachung deutscher Juden zustande zu bringen. 7 km vom Mittelpunkt linitas entfernt, mit Bahn und Autobtts bequem erreichbar, liegt das Gelände, auf dem sehr bald etwa 200 Häuser entstellen werden; diese Häuser sollen dem Einwanderer aus Deutschland, der in Haifa Stellung oder Beschäftigung gefunden hat, ein gesundes, billiges und bt• quemes Wohnen ermöglichen. Zu diesem Zweck hat der KKL den Boden in Erbpacht gegeben, während der Hausbau vom Siedler seihst finanziert werden muß; allerdings bestellt die Möglichkeit, 50 0'״ der reinen Baukosten als Hypothek zu erhalten. Der Haifaer Architekt Schalinger hat zwei veraclticdctte Haustypen entworfen, und zwar ein Zwcutmmcr• haus mit Küche, Bad, W. C. und großer Terrasse, das je nach Ausführung .CP 270—310 erfordert, und ein Brei• zimmcrltaits, das .CP 310-400 kosten wird. Dieser Grundpreis erhöht sielt um die Anteile für Nivcilicntng.xkostcn, Arcl«• tektenhonorar, Zaun, Wasserversorgung, elektrisches licht, Wegebau ttsw. jeweils tun CP 60—70. Es besteht die .Mnj• llchkcit, das Haus durch Zubau weiterer Zimmer und Neben• gelassc zu vergrößern; auch werden die Fundamente so stark sein, daß evtl, später eine Aufstockung vorgcnontnic״ werden kann. Von den Baustellen sind rund 100 bereits fest vergeben: jedoch ist Vorsorge getroffen, daß weitere Df• zellen für zukünftige Einwanderer in Reserve gehalten werden• Wer sich für diese Siedlung interessiert, wende sich an die Beratung*-Abteilung des Palästina-Amts Berlin, die in dtf Lage ist, nähere Auskünfte 711 geben, Beschaffung der Kapitallstcnvlsen für Kategorie A l* l,m Einverständnis mit dem Britisli Passport Control Office 1» das Palästina-Amt bereit, die Besorgung von Kapitalisten• Visa der Kategorie A 1 (CP 1000) gegen mäßige Besorgung*• gebühr zu vermitteln, Interessenten erhalten aut Anforderung eine Aufstellung der beizuhringenden Unterlagen. Anfrage« sind an das Palästina-Amt, Berlin, 7tt richten. Studium am Hebräischen Technikum in Haifa. Das K«• ratorium des Hebräischen Technikums in Haifa hat für das akademische Lehrjahr 5595 (Beginn Herbst WO gellenden neuen Aufnahmebedingungen vor kurzem vtr' üffentlieht. Eine Ucbersct/ung der Aufnahmebedingungen kan gegen Voreinsendung von T RM. in Briefmarken vom U' lästina-Amt, Abteilung Allgemeine Beratung, bezogen werde״• Autorelse nach Palästina. Nur In den Monaten Mai Oktober ist eine Autoreise nach Palästina dtirchzufün«״• Wir haben für Interessenten in Zusammenarbeit mit «!<** anerkannten deutschen Automobil-Klub eine Route zusamt«״■ gestellt, die gegen Voreinsendung von 2 RM. vom!’«'ףיי׳!!®' Amt, Abteilung Allgemeine Beratung; Berlin W 15, Meine» ־ straße 10, zu beziehen ist. Bue§kadm da UedcMia* Df. E. C. u. a. Der Leitung des Fernunterrichts li*$ nichts ferner, als etwas zu tun, was religiöse Empfindung verletzen kann. Das Gedicht von Schncur dient u. E. 0*',׳ in einer überpolntiertcn Form dem Gedanken der Selbstarn Ausdruck zu geben. Die Haltung der ״J.R.“ beweist w Genüge, daß wir nicht daran denken, an den Grundfesten <• ■ jüdischen Mcssiasglaubcns zu rütteln. Da wir sehen, ö manche Leser an dem Gedicht Anstoß nehmen, 90 bedaue wir die Aufnahme und haben Sorge getragen, daß In Zuku Aufnahme ähnlicher Stücke unterbleibt £111« יי Alle*׳ all״ Pro muß י"”,'' [j j 11 nt h sehen Gei jntcrcss.ut bloch, da: Bloch Orchester den Untc set/ung י dienst“ 1 hat man Recht. Fs reines Ku meint", 8 Text pur leben, vt!wischen weg*-•"“, *0 sehr ״Awodas. Parsit.d; bei!■ s niimgsin; dienst st Bloel Klangsvir Instrmne dürfen E ״wahr" wohnt Is kann, d! Thcniatil nun gen als voka jisrocl v bekennt nis in al brande. Hölter n Quarte der auf erlebt, mit det Boden 1 tun. W dagcgci ganz vt Da autgefii einer r hotte, lingchc ganze Platze die Er. diktion /fiii osj ntelodi» Herkuti des cn an eint gäbe , ״ Awod werden uninitti Di« von II Werk faltig. 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