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Jüdische Rundschau · 1934-06-29 · Heft 52 (29.6.1934) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 52 (29.6.1934)
Date
1934-06-29
Page
– (sequence 9)
Language
German
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T.10.4ר jüdische RUNDSCHAU JUGEND - RUNDSCHAU NR. 82. 39. JUNI 1*84 ,«Abi.it,. i ' *״’*”•% i i o ףייי# ***!»Mun. ״ ׳"!יי• A״rf 1 " ״"> «ll.n.i, ־־.?•£׳״!& **, ח)ן ' *»nf,. 1,1'״'1 ’י'Inn*, •icl'it 'f-St0״, «. 1» 310). ”• ""'י• U»(. ״׳"'"י׳Umו{,. pr>l!'<־kcn|lt|t' נ> r i " ״״ ז׳! Nür». ״varla 77Jj krn «t>R״U. , *n!lr:krn. I!a.! U ,1nradrrk.fi »WIMMER knl■97.9 •׳! | ר״־ r . l:\zu *W K'-i'iMe!, mit Pur fli-rj f »tiilH-hmfft ׳»«ult. k-iiilm »»,!!־.,'ni-l'irnfr tfn (V. rmittl. וזי׳1ויו | ii-rrpn Pkr.'.riU 10, rctoin j?r Sir.18,1, nbrrj’er Hat® i 212 י •nhaEfiang iüräi gut R'FOtlt, {turhr. unlff Iß. irmä'fiufjfl IjrcHp. flT.UUN* ep'5־»n &1לל i״, K *pitaUsl« heil I. rrin״■., VW* iU!» Vermag.« I jc׳l!c .0ן, T׳i Aviv h. ■ ז! 7!lrtr i*»4 i t 101• p)$ rll« WI5 (tdam;i15l du V 1 Der Verlauf der Tagung Am 22. Juni herrschte in den Vormittagsstunden auf dem tclirgut Winkel b, Spreenhagen, wo /ahlreielic Chahi/im ihre landwirtschaftliche Ausbildung für!,aliistina erhalten, Irolilii'lu's Leben und Treiben. 82 Führer und Fiihreriuucn des Makkabi-I la/air aus Berlin und allen Teilen Deutschlands waren hcrbcigceilt, um diese Tagung des Bundes mit/u- «lebe». In wenigen Stunden stand ein Zeltlager da, das den Jungcns und Mädels für die drei Tage der Tagung als Unteikunft zu dienen hatte, Fiu grober Fahnenmast wartete darauf, d.ill an seiner Spitze die Bumlesflagge den Beginn der Tagung nn/cigte. Am Nachmittag wurden die Besprechungen jjiit den Berichten der Führer der einzelnen Cidmlim eröffnet. Von der Leitung des Makkabi-I la/air der Tschechoslowakei war Ji/chak Hosen berg erschienen, der einen anßcrordcnt- )ich interessanten und anschaulichen Bericht über seinen Bund gab. In der T schechoslowakei ist der Makkabi-Hazair der weit• aus grollte zionistische Jugendbund. Eine stimmungsvolle Scliahbatleier beendete den Abend. In den frühen Morgenstunden des nächsten Tages weckte ein Trompctensignal die Schläfer zum Waldlauf und M o r g e 111 r a i n i 11 g. Dann trafen alle zum Appell an, und unter dem Gesang von ״Nell Ziona“ ging die Btindcsfahnc am Mast hoch. Damit war die Führcrtaguiig feierlich er• öffnet. 1111 Mittelpunkt stauet •das Referat von Hans Friedenthal: ״Der Weg dej> Makkahi-Ha/air“. In über z\v<fctündigcn Ausführungen ging der Redner auf alle zionistischen Probleme, sowie die Aufgaben des Makkabi-Us/air und der zionistischen Jugendbündc ein. Er schilderte zunächst die F n t s t e h u 11 g des Bundes aus der Mnkkahibewcguug, Eingehend auf die verschiedenen Fragen nahm Fiiedenthal zur gegenwärtigen Lage der Zionisti- ,sehen Organisation Stellung. Aus den Zcrfallserscheimmgen und der Bürokratisierung heraus müsse durch die Mitarbeit der Jugend eine neue Entwicklung cingeloitet werden. Ausführlich ging der Redner auf die Gefahr des Re- Vision ismus ein, der durch Kampf gegen die Orgauisation mul die Fonds eine schwere Gefahr für die Einheit der Bewegung darsteflt. Auch hei schärfster Abgrenzung dürfe die Hoffnung nicht aufgcgcbcu werde«, die Revisionisten zur Umkehr zu zwingen. Ein besonders schwieriges Kapitel ist die starke Zersplitterung und Ueberpolitisic- Tung der zionistischen Jugend in kleine und kleinste Bünde ohne wesentliche Unterschiede in ihren Programnien. Durch diese Zersplitterung und die Bindung der Kräfte in inneren Auseinandersetzungen leide der Kampf gegen •die Assimilation. Fricdcnllnl sprach dann über die l< o I וו n i s a t i o n s f o r m Palastin ns. Die Entscheidung zu einer Wirtschnitsform müsse weniger ideologisch, als durch die Notwendigkeiten der Landwirtschaft begründet sein. Wahrscheinlieh sei die geeignetste Siedlttngsform für intensive Kulturen der Moschav Owdim oder die privatwirtschaftlichc Kooperative. Dagegen sei der Kibbuz eine geeignete Stätte zur Ausbildung junger Menschen (ähnlich einem Arbeitslager), aller keine dauernde Siedltuigslorui, da seiner Natur ״ach nur für extensive Wirtschaft geeignet. Einen breiten Raum nahm ■ die Auseinandersetzung mit der Histadruth ein. Bei einer durchaus positiven Linsteilung zu ihr als Trägerin des Oedankeus jüdischer Arbeit forderte der Redner eine Selbsthcsimiiing durch Entpolitisierung und Rückkehr zu ihren spezifischen Aufgaben, damit sie wieder Zentrum einer nationalgeeinten Arbeiterschaft werde. Die Menschen des Makkabi werden in die Histadruth gehen. -- Ausführlich wurden die K u 11 u r f r.a gen des neuen Palästina behandelt, ebenso die A r a b e r f r a g c. Hier setzte sich der Redner besonders für eine Kooperation mit den Fellnehen ein. — Dann gab er eine klare Abgrenzung gegenüber den anderen zionistischen Jugend b ü n d c n. Vor allem forderte der Redner eine Neutralisierung des II ec ha In z, der ein Bund zur Bcrufsumschiehtuiig für alle Zionisten werden müsse, ohne selbst innerzionistisch-poHtisch gebunden zu sein. Starke Kritik wurde an den heute üblichen Formen der llachsrharah geübt, die keine genügende fachliche Ausbiklung für Palästina darstcllc. Eingehend auf den Makkabi-Hazair sprach der Redner über die (1 rund lagen der Körperschulung für eine gesunde Jugenderziehung. Wichtigste Aufgabe sei die Ausbildung der Führer und ihre zionistische Schulung. Diskussiou sei notwendig, aber sinnvoll nur unter geschulten Führern. Die Politisierung der Zehn- und Zwölfjährigen müsse von uns fcrngehalten werden. Während der Makkabi eine grolle nationale Volksbewegung sei, müsse der Makkabi-Hazair die Kerntruppe des allgemeinen Zionismus werden. — An der Aussprache am Nachmittag beteiligten sich auch Dr. Franz M e y c r und Benno Cohn, die als Vertreter der Z. V. f. I). erschienen waren. Allseits wurde die Notwendigkeit anerkannt, den allgemeinen Zionismus wieder stark zu machen, um die Zukunft der zionistischen Sache sichern*״, stellen. Am Sonntagniorgen wurden nach Waldlauf und Sport die Beratungen fortgesetzt. Max Awcrbuch sprach über ״Zo״ fiuth“ (Pfadfimlertum), Hans Samuel über ״Makkabi und Makkabi-Hazair“, Paul Lcwin soll 11 über Organisationsfragen des Bundes. Nach Beendigung der Aussprache wurde die neue Leitung gewählt: Hans Fricdenthal, Kurt Marx und David Rubins lein. — Von den Beschlüssen seien folgende hervorgehoben: Die Mitglieder des Makkabii la/air, die auf llachsrharah gehen, sind zum Eintritt in den Hcchaluz verpflichtet unter der Bedingung, daß die Auto* nomie des Bundes gewahrt bleibt und der Hcchaluz die Mitglieder des Bundes in eigenen Kibbuzim zusammenfaßt. — In Erez Israel ist den Mitgliedern des Makkabi-Hazair der Eintritt in den ״Mapocl“ verboten. - Die neue Leitung wird bevollmächtig(, die Fusion mit dem I. P. D. schnellstens durchzuführen. Am Nachmittag wurde gegen die Praktikanten von Winkel ein Fußballspiel durchgeführt, das die Makkabim mit 12:3 gewannen. Der Schweizer des Gutes spielte den ״inter* nationalen“ Schiedsrichter. Mit einem S c h I u ß a p p e 11, dem Einholen der Fahne, einer Ansprache von Fricdenthal und def Hatikwah wurde die Tagung geschlossen. ״Anfänge“. Aus den ersten Tagen der 2. Alijah, eine Sammelschrift, herausgegeben vom Hcchaluz, Deutscher Landesverband. Im Rahmen der Matcrialiensammlung des Hcchaluz ist soeben diese Schrift erschienen, die eine Reihe von Erinnerungen aus den Tagen der 2. Alijah von Elijahu Ewen-Tow. einem Siedler in Kfar-Jcchcskicl, und Alexander Seid, einem der Mitbegründer des ״Haschomcr“, der pal.istinensichen Wächter-Organisation, enthält. Diese Erinnerungen zeigen den schweren Kampf der ersten Arbeiter in Palästina um den Arbeitsplatz, um Geltung im Jischuw und mit den Wider* ständen einer feindlichen Umgehung. Wir tun einen Blick in die heroische Epoche des Aufbaus, die uns heute in einer Zeit der Konjunktur und der stürmischen Vorwärtsentwicklung weit entfernt erscheint, die aber zeitlich doch noch so nahe ist und auch für die heute ins Land kommende junge zionistische Generation ein Vorbild in der Hingabe an die Arbeit darstclit. b« »t, j ־׳»!.ן*»* tFj־ tmmß j! -י<*ייי-זיי,\-׳יו/־•'■״>■*, *' sV, » ■ 7 4• V ß , I: י׳ ־, m i 1 fä־ , ׳ *//.t* ״ י* •* h v H * •t» jßS ¥T # *>■ f-״״ ־0| ׳׳ y ';« •ויי 'i-ßß r •v ׳י, \f,i y■ * w. s , ־ ' \ ׳Jr. ׳־ t| : £ ‘41 krv׳ *'4 #j ii y. 1־ f ‘■■ll “ & ^4 ״ 4 V» # 'Kt \ ' fc.״.*., *j g»' , i ׳‘^ < 1/ * ' ׳ J '״ 4 י'־Ui a. w if *v *,6V»• ,‘"ז*,. . . < a , ■י « * ,״ V W. \ ► 'י ” j/V■ " ן x־', te v v Y \\vt: V x v /*Y'i ״ ¥ ׳A\ ׳- -,-jUti־‘• r•“ Mi׳ Di* Bundesjahn« (m Lager - Z Bei der Essenausgabe. - 3• Eine gut mundende Mahlzeit; im Vordergrund Dr. Hans Friedenthat und Dr. Fron* Meyer — 4 n ״ , S. Während der Dühussiop• — 6. Appell, mm' 7, BItch in« Zeltlager. : Recht~1‘ Benno Cohn »JiriAt F«to: H. S. Sanmn/tU

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