Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 52 (29.6.1934)
- Date
- 1934-06-29
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 3 1 >3! 1 14 iliitt'i! ״;ich. ihre״ mehr «ler eitles Wem! tu, cs fhiffc. 1 ir.1t' Leit- 'k,Killt 'ilichc »Hcnttvskys t der hißte, tlicse e wir »mpf. Heiser, Urteil Alle» ־ ttur- (das ihre nnie *״ im milHT rozdl jlcich Auf- :lieiiit anzen über- Dokhalts. Taff ' den nicht, י von t ein• 1, der jetzt ■nbeit;clinft I die röten " (so wird. 1 von mchr1 •ssen, weil ediild voll•!ssen, >testsehen ändc, oder nachichen :hlio liier oder ■lond crur• töriff• 1 sei, ■nnic, 1 der ZUIlg rumi riiek• zehn :rieht ehrhart cutsich serc iges sagt >b“. beit sien ibe :eit. •ftig für sind sein cht• he iv tßeeuteutvon hen en• wir hen Kr. 52, 29. VI. 1934 Eine Jerusalemer Aussprache (Von unserem Korrespondenten.) Am Sonntag, dein 1f). Juni, fand in Jerusalem eine poli• tische Aussprache im Kreise deutscher Immigranten statt, die jjncn energischen Versuch darstclltc, das deutsche Element, soweit cs sich bisher keiner der bestellenden Parteien angeschlossen hat, aus seiner Atomisierung licranszuführen und es im Zusammenhang mit andern Gruppen des Jischuws so zu organisieren, daß seine Anschauungen im!.eben Palästinas ijikI des Zionismus zur Geltung kommen können. Es war hezeichnend für die Versammlung, dall in ihr neben einer grollen Anzahl von ״Neuen“ zahlreiche aus Deutschland stammende Palästinenser anwesend waren, die seit Jahr und Tag im Lande leben und trotz ihrer Zugehörigkeit zum alten Jischuw bis heute politisch heimatlos geblieben sind. Von diesen Kreisen ging auch die Anregung zur Aussprache aus und sie stellten in Dr. Ludwig P i n n v r und Dr. M. B i I c s k i zwei der drei Referenten. Der dritte, Dr. Gustav K r o j a 11 k e r, ist zwar auch schon Eiliger int Lande als die Mehrzahl der iihrigen Teilnehmer, kann sieh aber mit seinen Kollegen an Palästina• Erfahrung nicht messen, während ihm die Entwicklung der jüdischen Frage im Gallith besser gegenwärtig ist als ihnen. Krojankcr hatte cs deshalb auch unternommen, «len prinzipiellen Standort der neuen Gruppe zu umrcilleit. Einer oberflächlichen Betrachtung unserer Lage entspreche die vielfach vertretene Ansicht, dall siel! hei uns mit unerbittlicher Konsequenz «las wiederhole, was «len Kernpunkt der Eutwick• lang in Europa bildet: «lie Auseinandersetzung zwischen «len Extremen von Rechts und l inks, die mir mit einem völligen Siege einer der beiden Flügclgriippen enden könne, während die ״Mitte“ zwischen ihnen zerrieben werde. Aber das heilte Entwicklungstendenzen übertragen, für die im Zionismus mul Im Leben Palästinas weder die objektiven noch «lie subjektiven Voraussetzungen gegeben sind. Was für Völker und Staaten in normaler Lage vielleicht /!!trifft, körnte nicht ohne weiteres Geltung haben für eine Bewegung, die noch in den Anfaugsstadieu ihrer Verwirklichung stehe und für eine Gemeinschaft, «ler sehr Wesentliches zur Autonomie eines Volksganz.cn fehlt. Iin Zionismus und in Palästina sei jeder Totalitätsanspruch sinnlos, weil die ״siegreiche“ Partei nicht die Machtmittel besaite, «lein ״Unterlegenen“ ihren Willen aufzuzwingen und weil «lie Gestaltung der Dinge im Lande selbst in starkem Malte abhiingc von einer dritten Macht, «lic von allen innerjüdischen Entwicklungen unberührt bleibe. Es sei aber auch nicht zutreffend, dalt «las Ideal der persön• liehen Freiheit und Verantwortlichkeit inner• halb der Bewegung, auf das der Zionismus gegründet sei, bereits vor den autoritären Parolen «ler extremen Flügel kapi* tuliert habe. Im Gegenteil, die Kreise, die jenem alten Ideal noch anhingen, seien innerhalb und außerhalb «los Landes stark, und sie seien im Wachsen begriffen angesichts der Bedrohung des Aufbauwerks durch den Bmdeikanipf der Flügelgruppen. Was ihnen fehle, sei ein organisatorischer Kristallisationspunkt und ein Organ. Eine Gruppe, die ihren bürgerlichen Charakter ebenso betone wie ihre entschiedene Gegnerschaft gegen den Revisionismus und bei aller Bereit• Revisionistische Sonder ״Aktion Aus London wird gemeldet, daß «lie revisionistische Organisation den Mitgliedern «les englischen Paria• nt c 111 s eine 32 Seiten umfassende Broschüre zugesandt hat, die Einzelheiten aus den ״Petitionen“ enthält, für die von den Revisionisten bekanntlich Unterschriften gesammelt werden. Diese Petitionen sind, wie wir seinerzeit gemeldet haben, an den König von England, das englische Parlament, die Re• gicrtmgeii und Parlamente verschiedener anderer Länder gcrichtet und verlangen Unterstützung für «lie Durchsetzung des revisionistischen Programms in Palästina. Diese Aktion der Revisionisten wird voraussichtlich der jüdischen Palästina-Sache wenig Nutzen Wringen. Die Bcfürch* tung, die auf ernster zionistischer Seite gehegt werden muß, besteht darin, daß «lie Mitglieder des englischen Parlaments nur eine sehr oberflächliche Kenntnis der innerjüdischen organi• satorischen Verhältnisse haben und, da die überreichte Broschüre von jüdischen Forderungen in bezug auf Palästina handelt, zu der irrigen Meinung kommen könnten, es handle sich um eine Denkschrift von verantwortlicher zionistischer Seite. Dies würde der Reputation des Zionismus zweifellos sehr abträglich sein. Die kindliche Art und Weise, in der man in revisionistisehen Kreisen Politik auffaßt, wird beleuchtet durch eine Episode während des kürzlich in Jaffa durchgcfiihrtcn Prozesses gegen die revisionistische Terrorgruppe ״Britli liahir• jonitn“. 111 der Verhandlung erklärte der Angeklagte Dwiri, der sich als Mitglied des Betliar (Britli Trmupeldor) und der revisionistischen Partei einführic: Wenn er in einem seiner Briefe die Worte gebraucht hatte ״Regimenter des Britli Hahirjonim“, so Italic er damit gemeint, «lall im Falle eines neuen Krieges seine Leute bereit sein müßten, bei der Eroberung 'on Palästina ebenso init/uheHen, wie es «lie jüdische Legion im letzten Kriege getan hat. Als darauf der Vor• sitzende, Justice Copland, bemerkte, die Eroberung Palästinas sei ja bereits durchgeführt, antwortete der Angeklagte: ״Dantjds wurde das Land von den Engländern erobert. Diesmal wird cs von uns erobert werden.“ P*»'" a; ■y ״y ■CAU D£ COLOGN£ T *”1VT־ ■PARfÜM , «ö!» «... ״ . . _ . _hsg Das interessanteste, p&anie Modeparföm ״־•ARTWim ■FAOISC4+ *CINfc PAPFÜMtRICN cMgg'gg» Cgc*öften. i Ü־a4 iteu kwi m r1"׳ c~ ”1 r'־ 1i-4 *.4 schaff, in vielen wesentlichen Fragen mit der Arbeiterschaft 7.11 gehen, doch Ihre volle Unabhängigkeit von der hlstadruth wahre, sei eine Notwendigkeit und werde starke Anzichungskraft beweisen. Diese prinzipiellen Ausführungen Krojankcr» fanden eine sehr dankenswerte Ergänzung durch eine Reihe praktischer Forderungen, von denen Biicski wünschte, daß sie einen Teil des ״Sofort-Programms“ der neuen Gruppe bilden sollen. Sie zielen auf eine radikale Reform der zion isti sehen Organisationen und Institutionen hin, Auch liier sei «las Prinzip der ״persönlichen Verantwortung“ wieder zur Geltung zu bringen. Der Zionismus dürfe nicht länger «lie wichtigsten Entscheidungen einem Kongreß anvertrauen, zu dem jeder wählen kann, der auf irgendeine Weise veranlaßt wurde, einen Schekel zu kaufen, ohne sich sonst mit der Bewegung verbnmlcn und ihr verantwortlich zu fühlen. Dem Kongreß sei jene eng tnnrissene Aufgabe wieder ziizuweisen, die er einst zu ller/ls Zeiten hatte und die heute notwendiger ist als seihst damals; der Wett in repräsentativer Weise «len Stand der Jtidenfrage zu zeigen und die Forde* rungen des Zionismus zu proklamieren. Alle übrigen heute von ihm erfüllten — oder vielmehr nicht erfüllten — Funktionen habe er abzutreten an ein weiteres und modifiziertes Aktianskoinitee, «las aus allgemeinen Wahlen hervorgehen soll, zu denen aller nur Zionisten wahlberechtigt sein sollen, die lan* gcre Zeit «ler Organisation angehört haben. Als ein Krebsschaden aller gewählten Körperschaften habe sieh der Fraktions/wang erwiesen, «ler deshalb in der Zionistischen Organi* saliou radikal beseitigt werden müsse. Endlich müsse der P a r t e i e i 11 f 111 ß überall da gebrochen werden, wo allein die sachliche Leistung maßgebend sein dürfe. So sei es sinnlos, wenn etwa das Bankaufsichts-Koniitcc genau nach «lein Verteilungsschlüssel «ler Parteien gewählt werde, statt «laß man «lic besten Bankfachlcutc hineinsetze, ohne nach ihrer Parteizugehörigkeit zu fragen. Ludwig Pi 1111 er wies auf die Verhältnisse in der Land- Wirtschaft Palästinas hin 11ml wie auch liier auf «ler einen Seite das Parteiwesen, auf «ler amlern rein doktrinäre Auf* fassungen — auf allen Seiten — die ohnehin reichlich bc* steheniieii Schwierigkeiten noch vermehren. A11 die Referate schloß sieh eine sehr lebhafte Aussprache, in der zutage trat, «laß cs sich keineswegs um einen isolierten Versuch von Immigranten aus Deutschland handelt. Es wurde bckaiintgcgc* ben, «laß sowohl in den Kreisen der Allgemeinen Zionisten wie beim ״Noar Zioui“ (Zion, Jugend) ein starkes Bcdiirf* nis vorhanden ist, mit der deutschen Gruppe zusammenzu* arbeiten. Und diese kann als ein großes Plus betrachten, daß ein so angesehenes Organ wie der ״Haarctz“ sich ihr zur Verfügung stellt. Niemand verhehlt sich die Schwierigkeiten, die sich einer Gruppe cutgcgcnstcllcn, die Verantwortung und Vernunft als Losung hat und in einer so sehr vom Gefühl beherrschten Zeit wie der unsern bewußt auf Sclilagwortc und Zukunfts* Programme verzichten will. Aber der Versuch ist der Mühe wert, und «lic Stimmung in der Jerusalemer Versammlung, die jedem müden Skeptizismus fern war, schien zu beweisen, daß cs auch Zionisten genug gibt, die bereit sind, ihn zu unter* nehmen. czk. Berufungsverhandlung am 16. Juli J c r 11 s a I c 111, 27. Juni. (J.T. A.) Der Appellations-Oc* richtshof hat «lic erste Verhandlung in dein gegen die Ver* urtcilmig Abraham Stavskys eingclcitetcn Berufungsverfahren aut den 16. Juli festgesetzt. Die Jerusalemer revisionistische Tages 7. ei* tung ״Majarden“ ist vom High Commissioncr für einen Monat verboten worden. Als Grund für diese Maßnahme wird «lie von der Zeitung an dem Urteil im Arlosoroff- Prozeß .geübte Kritik angegeben, (Dies entspricht der eng* lisclien Auffassung des Vergehens ״Contcmpt of Court“, d. i. Mißachtung der Autorität des Gerichts.) Eine Gruppe von Rabbinern, die den Aufruf des Oberrabbiners Knk nicht unterzeichnet haben, hat an den lligli Commissioncr unmittelbar ein Gesuch zugunsten Stavskvs gerichtet, in dem nachdrücklich darauf hingewiesen wird, daß das Bewcismatcrial, das gegen den Verurteilten vorlag, nicht ausreichend war. Gerüchte über Abdullahs Pläne I, o 11 d o 11, 21. Juni. (J. T. A.) In letzter Zeit brachte die arabische Presse Artikel, in denen gegen einen angeb* lieh bestellenden Plan, Palästina in arabische und jüdische Kantone c i 11 z u t c 11 c 11, protestiert wurite. Es war behauptet worden, Emir Abdullah werde über einen solchen Plan in London verhandeln und verlange, daß die arabischen Kantone an Traiisjordanicii angcschlosscn werden. In Kreisen der britischen Regierung wird entschieden bestritten, daß ein solcher Plan erwogen wird, Arabischer Friedensschlu$ Wie die Times vom 25. Juni berichtet, wurde der Frie* de ns vertrag zwischen Ihn Saud und den! Imam von Yemeu am 2L Juni /»gleich in Mekka, Sana, Kairo und Damaskus veröffentlicht. Der Vertrag soll für 20 Jahre gelten. In der Präambel wird er bezeichnet als ein ״Ver* trag moslemischer Freundschaft und arabischer Brüderlichheit“, der die ״Einheit der arabischen Nation fördern und ihre Würde und Unabhängigkeit aufrecht crhalteil“ solle. In dem Vertrag wird die beiderseitige Unabhän* gigkeit mul Souveränität innerhalb der beiden Länder festgelegt und die Grenze zwischen den beiden Reichen genau gezogen. In einem wichtigen Artikel erklären die Kontraheilten, «laß ihre Völker eins sind und die Interessen des einen die Interessen des anderen seien. Ferner wurden gegenseitige II a ml cIsc rl eichte r u n g e 11 zwischen den beiden Ländern vereinbart. Bileam Er ober hub sein Gleichwort an, er sprach: Von Arom geleitet mich ßalek, Moabs König von östlichen Bergen: Geh, verfluche mir Jaakob, geh, bcschreie Jisrael! Wie soll Ich verwünschen, wo Gott nicht verwünscht, beschreien, wen ER nicht verschrieI Ja, ich seh es vom Haupte der Felsen, ich gewahre es von den Hügeln: Da ein Volk, einsam wohnt es, unter die Erdstämme rechnet sichs nicht. Wer zählt den Staub Jaakobs, ermi&t den Wirbel Jisraelsl Sterbe meine Seele das Sterben der Geraden, meine Nochkunft werde wie erl Des Bucht ln der Wüsl« Kap. 23, Fers 7—ii. (Ueberschi von Buber-Rosentwetg.) Aus dem Wodienahsdmiit Jur Sabbat, 30. Juni. Boykott und Ausfuhr Die ״Frankfurter Zeitung“ vom 28. 6. beschäftigt sich mit der Frage des Zurückbleibens der deutschen Ausfuhr hinter der Einfuhr und sagt hierzu folgendes: ״Im »lij.H'1»cinen!>01<1י»1י Einigkeit d.inilirr, dali iiir da« /,utiiek* bh'ihcii «ler «Icitisolicii Aiiäuhr hinter «ler 1011(11111 mul Ihr «lie «t.iram cm ■Inmleiie Vcpieliiiiluii״ der I)evi-n1l,׳g1• nicht eine einzig«•, somlern eine Reihe von 1 h.aeheu von lledeulieig ist. Infolge«le«;׳CH ist c« eine weitgehend«: \ ereim mhnng des 1 י rot >1 <-1 n s. wenn gelegent* lieh geändert worden ויו, alle Sehw ierigkeilen «ies «lent sehen Aus• kinil'geM'liältcs seien allein von einer Im •,liminU 11 Kategorie von Ab-,nl1rhii1<lerhi'sen aloiiliik-11, etwa voll den Wirkungen «les in man• eben l.iimlern Icst/ndcllendcii 11rg,1״i1i«׳rt«״ 11׳ler sldlui lloykods «leul-eher Kr/ei'gnivic. Es verdient daher B'.uhtii״״. «Lid die Zeitschrift ״Der .)lei rieh, Führer וו וו «I Inlorma ti ons• organ der NS HO•‘, in ihrer Ausgabe vom 15. Juni sich mit dem Thema befallt und «laliei zu dem Ergebnis kommt, «laß der Ahsalzauslall inlntgc llovkolu, der ein/etne Firmen immerhin «;ehern empfindlich trollen könne, im Verhältnis zur gesamten Ausfuhr l>culs« Irlands ganz, unlu'il rutcml sei.“ Die genannte Zeitschrift sagt u. a., daß die Dinge so dargestellt würden, als ob die deutschen Absatzschwierig* keiten und der damit zusammenhängende Devisenmangel eine Folge des jüdischen Boykotts wären. Man lasse dabei dtirchhlickcn, «laß diese Wirkungen sofort verschwinden würden, wenn Deutschlands Stellung den Juden gegenüber sich zugunsten der Juden ändern würde. Es solle durchaus nicht geleugnet werden, «laß da und tlort der Boykott deutscher Waren durch Juden einen Absat/rückgang in bestimmten Warcngattungen hervorgerufen habe. Vor allen Dingeii werde das in jenen Waren der Fall sein, die sich an Käufcrscliichtcn״ wenden, i1׳ denen die Juden besonders stark vertreten seien j (Acr/te, Rechtsanwälte lisw.). Das Blatt gelangt aber zu dem Urteil, daß der Rückgang der Ausfuhr durch Boy* k tj 11 doch ganz, unbedeutend s e i. Es heiße den ge* stinden Geschäftssinn der iihrigen Welt verkennen, wenn man annchincn wollte, die Geschäftsleute des Auslandes ließen sich eine Gelegenheit zu preiswertem Einkauf aus politischen oder weltanschaulichen Gründen entgehen. Die NSBO, wird auf die sich hier bietende wichtige Gelegenheit zu sachlicher Auf* kkirung hingewiesen. Da nichts größer sei a!s die Leicht* gläubigkcit und Unwissenheit, so sei es notwendig, daß überall mit sachlichen Beweisen der unterirdischen Propa* Panda zugunsten d c r J u «I c n cntgcgcngctreten werde. Hierzu bemerkt die ״Frankfurter Zeitung", daß es sich allerdings kaum allgemein sagen lasse, daß der Boykott bis- Her einer iuden freundlichen Propaganda als Argument gedient habe. Der Wiener Prozeß um die Riluaimord BeschuIdigung Wien, 26. Juni. (J.T, A.) Der von der Fülircrin der österreichischen Bewegung gegen den Antisemitismus, Irene Ha r a n «I, geführte Prozeß 111,1 R i t 11 a I 111 o r «I - B c s c 11111 digung und ״Protokolle der Weisen von Zion“, in dem Frau Haraml den Nachweis führen will, daß der von ihr gegen ein österreichisches antisemitisches Blatt wegen Ver* öffcntlichung von Teilen aus den ״Protokollen“ und Wiederholung der Ritualmoiil-Beschuliligung erhobene Vorwurf der l-iigc und Verleumdung berechtigt ist, wird mit Rücksicht auf das Umfangreiche Material erst nach Schluß der Gerichts* ferien Anfang September fortgesetzt werden. Um zu be* weisen, daß auch «lie Behauptung «les Blattes, die Juden seien faul und arbeitsscheu, als Verleumdung ge* kennzeichnet werden kann, hat der Anwalt Frau Harands «len Antrag gestellt, einen hohen Funktionär der Pa* lästina Verwaltung als Zeugen über jüdische Leistungen und jüdische Arbeit in Palästina zu vernehmen. Frau liarand hat sieh bereit erklärt, die Kosten der Reise des Zeugen nach Wien zu tragen. Aniijüdischer Boykott in Posen Das ״Posen er Tageblatt“ vom 22. 6. berichtet: ״Die Vereinigung der Papierwarcnh,ändler der Poscner Woje* wodschaft hat in ihrer letzten Monatsvcrsammluug beschlossen, nicht mehr bei jüdischen Vertretern einzukaufen und auch dann nicht, wenn diese jüdischen Vertreter christliche Firmen repräsentieren. Während jeder Versammlung sollen laut jenem Beschluß die Namen derjenigen Papicrwarenhändler ver* lesen werden, die obige Resolution übertreten.“ Nach einer soeben veröffentlichten Hochschu 1 st«• tistik Württembergs für «las Sommcrhalhjahr 1033 studierten an der Tübinger Universität 0,4 »,0 Juden, an der Stuttgarter Universität 1,1 «y0. ln Hohenheim sind keine Juden in der Statistik angegeben. SCHIRAS raoMOSSUL 80 »130 cm SO KARADJA bis zu 90**140 cm i!mfa HERIS bis zu 100*190 cm Unser Lager echten P£RS£R-Teppiche aller Provenienzen enthäitSlücke in allen Größen von seltener Verkauf nur Schönheit. Spandau er l ־> 5 Deutschlands m *ößfet ■ Fctthqeuhisff für Itppidfe Möbelstoffe, Gardinen