Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 47 (12.6.1934)
- Date
- 1934-06-12
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2651273-2653452-2653495--25348-2682479- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU lipf 8te; i 4 Im Anschluß an unsere Notiz unter dem gleichen Titel (Zitat;ms der Zeitschrift ״Das deutsche Wort;׳) in Nummer 45 vom 5. Juni erhalten wir aus Paris nnchatoliciule Ausführungen. Red* Vor einigen Wochen fand in einem der größten Säle von Paris eine von (>().)0 Personen besuchte Versammlung der Internationalen I iga gecen den Antisemitismus statt, tun gegen antisemitistisehe Vorkommnisse in den Straßen von Paris 11ml gegen die wachsende Tätigkeit antisemitischer Gruppen in Frankreich zu protestieren. Wenn man diese Nach* rieht liest, so kann man leicht der Meinung *ein, daß die antisemitische Bewegung in Paris und In Frankreich In der letzten Zeit einen so bedrohlichen Aufschwung genommen habe, daß es notwendig erscheint, dagegen in voller Ocf feilt• iiehkeit aufzutreten und entsprechende Resolutionen zu fassen. Kein Kenner der jüdischen (!('schichte, besonders in den letz• tcu Jnlu zehnten, wird geneigt sein, an antijüdischen Ersehe * nuugeu in irgendeinem Lande mit der Auffassung vorbei* ziigehen, daß dieses l.ruul dagegen gefeit ist, Schauplatz, einer umfassenden ,antisemitischen Bewegung zu werden. Auch Frankreich bildet in dieser Hinsicht keine Ausnahme, wovon die Jahre der Drcyfiill-AHare klares Zeugnis abgelegt hüben. Aber in diesem Augenblicke wäre der •Schluß irreführend, daß Frankreich in der enden Jahreshälfte PHI tatsächlich schon Schauplatz, ernster nntisemitisclier Strömungen sei. Fs handelt sich vielmehr bei den Erscheinungen, die von der Internationalen I iga zur Bekämpfung des Antisemit!•;- mus in Paris zum Anlaß genommen wurden, eine I'rotcstvcr« sainmlung cinzubertifen, um Symptome der international auf die Tagesordnung gesetzten I) I s k 11 s sf o n der Juden־ frage. Denn darüber besteht kein Zweifel, daß seit einiger Zeit In der ganzen Welt das Judenproblein viel stärker erkannt und in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses gerückt wurde, als im ersten Viertel unseres Jahrhunderts. Hie im Jahre 1033 aus Detilschland in die Nachbarstaaten des Deutschen Reiches gekommenen jüdischen E 111 i g r n!11 c n haben naturgemäß die Aufmerksamkeit auf die Juden frage In weitere Kreise gelenkt, als es diejenigen gewesen sind, die schon früher aus den verschiedensten (irümlen irgendein besonderes Interesse für dieses Problem gezeigt hatten. Das gilt besonders für Frankreich. In diesem Lande hatte die Judenfrage in den letzten Jahrzehnten eine durchaus periphlire Bedeutung, und auch die deutsch-jüdische Einwanderung hat es nicht zuwege gebracht, dal) große Volksschichten ein wirk• llchcs Interesse, sei es lür oder gegen, iür die Jtidenfrnge bekundet hatten, trotzdem in der letzten Zeit wieder einmal ausgesprochen antisemitische Organe in Frankreich zu er• scheinen begannen. (Nebenbei bemerkt ist all diesen Organen kein langes Lehen besehlcdrn gewesen.) Heber einen kleinen Kreis ist die antisemitische IAnstellung In der letzten Zeit in Frankreich nicht hlnansgegangrn, Einige rechtsstehende Gruppen verwenden zwar mich antisemitische Schingworte, aber ihre politische, soziale und moralische Bedeutung für die grollen Massen des französischen Volkes slmi von sehr geringem Gewicht. Schließlich gibt cs in jedem Volke vielfällige Anschauungen. Fs ist richtig, daß das französische Volk allen in seiner Mitte lebenden fremden Elementen eine bemerkenswerte Reserve zeigt; cs mag zutreffen, daß diese Reserve sich den eingcwnmterteii Juden aus Osteuropa und Deutschland gegenüber starker äußert als etwa gegenüber Italienern oder Spaniern *— aber Gegenstand einer tief• greifenden, weile Schichten erfassenden Bewegung ist diese Ablehnung der Juden nicht. Diese Haltung des französischen Volkes kommt daher, weil Frankreich, besonders seit der Zeit der fallenden Geburtenrnte, bereit ist, alle Personen in sein Volkstum auf/tiitchmcn und nttlzusmigen, die sieh voll und ganz den Interessen Frnnkrtlchs und seiner Kultur atischlleßen. Die prinzipielle Bereitschaft hat durch die mittlerweile mich in Frankreich fühlbar gewordene Wirtschaftskrise gewisse Hemmungen erfahren. Man sicht cs nicht mehr gern, wenn humlerltnusende Polen In den Imlustrierevieren polnische Sprachinseln bilden und dirhte italienische Siedlungen sich namentlich nicht weit von (kr französisch-italienischen Grenze festsetzen. Fs gibt auch Stimmen, wc'clte sieh gegen das Entstehen von besoit• deren polnischen, jüdischen, spanischen und italienischen Guartieren in Paris sowie dagegen ausspreehen, daß Frankreichs Priinkstraßc, die Clmmps Elvsecs, durch die Fremden ihren Charakter verliert; aber eine ausgesprochene Fremden- und Judenfcindsrhaft ist, hei dem gegenwärtigen Stande der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse Frankreichs, nicht Voi'hnmlen, Das kann sieh hei einer Verschärfung der Wirtschaftskrise, der politischen Spannungen im Lande oder auch aus anderen Gründen ändern, vorausschen und voraus• berechnen läßt sieh das jedoch nicht. Hinsichtlich der Juden ist noch die alte französischliberale Auffassung vorherrschend, daß aitnn bereit ist, sic aufzusangen, wenn sic auf ihr Eigenleben als besondere Gruppe verzichten. Es ist vielleicht in dieser Hinsicht heute eine radikalere Forderung zu beobachten: daß nämlich auch das religiöse, gesellschaftliche mul so/lal-chnritative Sonderleben der Juden von manchen französischen Schichten mit kritischeren Augen unter die Lupe genommen wird, als cs früher geschehen Ist. Es ist zu bemerken, daß die Zahl derjenlgeii Juden in Frankreich — wie überhaupt die Gesamtzahl der Juden ״--, die für eine Aufsaugung in Frage kommen, nicht bedeutend ist. Vielleicht würde der Fall anders liegen, wenn es sich 11m viele lltimlerttanseiule handeln würde. Aber das Problem der für die Aufsaugung erwünschten Juden ist zahlen• mäßig nicht allzu umfangreich. Hinsichtlich jener Juden, die ihrer allgemeinen Haltung nach und ihrer Lebensform gemäß nicht in das französische Kulturleben hiuciiigcwaehsen sind, besteht natürlich auf französischer Seile kaum die Geneigtheit, alc voll und ganz zu rezipieren. Wie stellen sieh aber die Juden zu diesem Problemkomplex? Die meisten von ihnen wären bereit, den Preis, der fiir ihre Aufnahme in das französische Volkstum verlangt wird, zu zahlen und auf ein Eigenleben restlos zu verzichten, wenn sic könnten mul wenn mau Urnen zwei Generationen Inug Ruhe ließ, Aber zwei Umstände erweisen sieh als starke Hemmnisse für diesen Prozeß der jüdischen Bereitschaft in Frankreich, sieh aiifzulösen: erstens die immer wieder ins Land strömende jüdische Einwnmlcrung, besonders ans Ostciiropn, und zweitens die Tatsache des Vorhandenseins einer allgemeinen Judcnfrage In der ganzen Welt, Diese zwei Faktoren stellen jede jüdische Generation in Frankreich erneut vor das Problem, ob sie imstande ist, sich restlos von ihrer Vorgmigeuheit zu lösen, Es ist überhaupt so in der Jüdischen Geschichte, daß eigentlich jede jüdische Generation in ihrem eigenen Leihe die Problematik ihres Jtideseius in der Zer- Streuung erlebt und vor die Aufgabe gestellt ist, sich mit dieser Frage auscinaiidcrzusclzen. Dies trifft auch für die frnnzöslsclicn Juden zu und besonders für die junge jüdische Gene* ration, welche durch dos stärkere Betonen der Judenfrage in den anderen Ländern der Welt zum Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zur jüdischen Gemeinschaft gebracht wird, Es besteht noch keine akute Juden frage in Frankreich; sie ist latent wie in vielen Ländern Westeuropas und in Uebctsec. Bei Aenderung der allgemeinen sozial-ökonomischen und politischen Verhältnisse kann sie vielleicht eines Tages, ebenso wie ln England, in der Schweiz, In Belgien oder in Holland, eine Rolle spielen. D. R. ־pica" ווו ©ca tuqit Das Presseamt des Köscner S. C, sendet dem ״Landes* Pressedienst״ eine Mitteilung, worin es heißt: ״Her allgemeine Dnitsehe Waffen ring fordert die Eiltferming 11 i c h 1 n r i 8 e 11 versippter Angehöriger mu h innerhalb der Aitherrensehnften aus den Ihm, dem Allge• meinen Deutschen Wnffenring, nngcschlosscncn waiteiistudcn* tischen Verbänden. Von insgesamt IM relcliadcutsrheri KÖ»c* nee Corps hnlieu •12 Corps ’überhaupt keine irlchtariseh ver* sippten Angehörigen, wahrend 57 Corps den Bestimmungen des Alh'cmelncn Deutschen Wnffenrings 11 ac h g e k o m m e n sind. Köscncr Corps mit je 1 oder 2 nkhtnrlsch versippten Angehörigen haben »leb geweigert, •der Anordnung des Allgemeinen Deutschen Waffenringes nach/ukotnmcn mit der Begründung, daß sic Ihren niehtarlsch Versippten die Treue zu brechen nblehncn. Den Anordnungen des Allgemeinen Deutsehen Waffenringes nachkommcml, hat der Führer des Köaencr SG-Verbaiute» diese Corps aus dem Köscncr SC• Verband ausgeschlossen. In Verfolg dieser Maßnahme wurden die 5 Corps ßorussiii-1 lalle, Vnndalln-I icidclhciff, Rhena11i«*St1nIiln1rg*Mnrb11rg. Suevla-Mimchen und Suevla-Tü* hingen muh mm der Deutschen Studentciwehnft und aui dem Allgemeinen Deutschen Waffenring •u«gc»chloa»cn.״ Wie der ״Frmtkf, Ztg.“ geschrieben wird, handelt es •ich hei dem Vorgehen gegen das Corps Suevla-Tüblngcn darum, daß es sieh geweiuert hat, zwei arische ״Alte Herren", die 1801 und 1017 militärische Frauen geheiratet hatten, auszu* schließen. Weiter teilt die Pressestelle der Heidelberger Studenten* Schaft mit, daß sielt auch das Korps ״Questphalla" (Heldcl* berg) suspendiert hat. Vom Osiscebad Arendsec Wie der ,,Niederdeutsche Beobachter" erfährt, hat der Hauptausschuß der Gemeindeverwaltung Arendsee beschlossen, allen jüdischen Besuchern, such den Angehörigen der jüdischen II a u s m an n S11 f t u 11 g, die Benutzung des Strandes Innerhalb der Grenzen de* Badeorte» Arendsec zu verbieten. Eingcselilosscn in dieses, Vcr* bot ist muh selbstverständlich das Betreten der See• I a n d u n g 8 b r ü c k c, der Lesehalle und des K011zertgartem. Nichtarier zur Landhilfe nicht zugclasten Zur Durchführung der Lnmlhilfe hat der Präsident der Rcidisnnstalt für Arbeitsvermittlung und Arbcltslosenverslchc* rimg weitere Bestimmungen erlassen, Darin wird betont, daß tlie Lmidhilfe vor allem auch zur Unterbringung der noch nicht in Lehr- oder Arbeitsstellen vermittelten städtischen Schulentlassenen eingesetzt werden müsse. Personen nichtarischer Abstammung aeiett zur Landhilfe nicht zugelassen. Die Arbeitsuchenden hätten die Erklärung ab/11• gehen, daß ihnen trotz, sorgfältiger Prüfung keine Umstände bekannt seien, die die Annahme rechtfertigen könnten, daß sic nicht arischer Abstammung seien. Nr. 47, 12. VI.!934 •יי" ״" '." iür llilk und Aufbau lieber die Bedeutung der Einführung der vom Zentral;!״, schuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau in Verbind״,,™ mit der Zentralwohliahi Isstcllc der deutschen Juden a״Sr,c,,״ heilen B c i t r n g s k a r t e als Mittel, die jüdisihe | lilLarluat 1״f breiteste (Irunilliigen zu stellen und die mit der Mitarbeit des '14 dlscheu l'rmienlnimles organisierte Sammelaktion bis In 0jc ntj sten (lemrluden hineinzutrageii, machten immens des /.ciitrjL Ausschusses und der Zentral-Wohlfalietsstelle l)r. Fricdrk.h OllemloiI und I)r, Georg l.uhiiiski am 5. Juni den Vertretern der jüdischen Presse Mitteilungen, in denen darauf hlngcwies;» wurde, daß hier der Versuch unternommen wird, jeden Ein. /einen zur aktiven Wohlfahrt*,arbelt und zum Gesamtwert f(j* Hilfe timt Aufbau heran/ii/lcheu, ,47 ,׳%! Beiordnung von Arincnamvilltcn. Die ״Deutsche Justiz" (Heft Nr. 23 vom 8, ö, WH) veröffentlicht eine Vcrfügiuig des Sächsischen lustiziiniiistcrs vom 27. 4, 1031, nach der die Gerichte hei der Beiordnung eines Armcnanwalts in erster Linie dnrntif Hcdncht zu nehmen haben, daß der Beigeordnete Anwalt sich des Vertrauens der armen Partei erfreut, In diesem Zusammenhnnge heißt es In dieser Mini- *terlnlvcrfügung: ״Ein solche*.Vertrauensverhältnis wird offen• sichtlich In allen den Füllen vorlicgen, In denen schon vor Erteilung des Armcurcchts die arme Partei einen Recht»* nnwalt veranlaßt hat, etwa durch Einreichung eines Armen• rcehtsgesuchs oder eine» den Sachverhalt klärenden Schriftsnt/es, tätig zu werden. Andererseits wird bei rassischer Verschiedenheit des beizuordnctuleti Anwalts und der armen Partei ohne weiteres die Grundlage für ein solche» Vertrauensverhältnis verneint werden können." Arlerpnrngrapli Im NnUirhcIlvereln. Wie tut* aus Gl ei• witz (O.-S.) berichtet wird, hat der dortige Naturhcilvcrein, Besitzer des Ercischwimtn• und Sonnenbades Glciwltz-Richtcrs• doif, in einer außerordentlichen Generalversammlung den Arierparagraphcit clngcliinrt und seine letzten 6 jüdischen Teilnehmer — etwa 40 sind bereits iin vorigen Jahre aus* getreten — nach erregter Debatte ausgeschlossen. Es htm• Gelt sich bei diesen durchweg um Frontkämpfer. — Der Verein erfreute sich seit seiner Begründung der Ideellen und materiellen Förderung vieler Juden. Die jüdischen G c m e i 11 d e ti ha beit sielt bercitwlfl!» In ״en uienst der Aktion ged eilt, Ihnen wird In erster Krlh* die praktische Durcliftdming, Aufgabe der Beitragsmarken um ־ Organisierung der Liithcbimg der Monntdnitrage, oblie׳n״ Nur dort, wo jüdische Gemeinden nicht bestellen, »ollen andere jüdische Körperschaften mit der Durchführung (!er Sammlung betraut weiden. In jeder Gemeinde wird die• Werbt, aklion durch eine Versammlung aller Werber eingrkitet, Die Beitragsknrtc selbst, die■ auf der Vorderseite die Au*, gäbest eile, den Namen des Beitragenden und die Höhe (jf5 Moiiatsheltrngs, der zwischen 25׳ kpl. und 3 UM, IcMgciet« wird, atifevelst, bietet auf dem zum Eliikleben der Htutrsg*. marken bestimmten Blatt einen Wobcrblkk über die Ve>. w c n d 111t gs z w e c k c der Mllfs!׳eldcr in Form der jur jeden Monat »״»gegebenen Losungen: Lür die Mütter, für die s״!״, Ilngc. für da» Kleinkind, für die Schuljugend, Ausbildung |jjJ Handwerk, Benifsunnu'ltichttmg, Arbeitsvermittlung, Wirt, aehuftshilfe•, Wnmlcrmtgshilfe, Speisung und Kleidung, Kranken* hllfc, für da* Aller. Die iimcrlialh eines bestimmten Gebiet« gesammelten Gelder sollen in erster Reihe den Bedürftigen dieses Gebiets zugute kommen. Zwei Drittel des Ertrages »ollen innerhalb der gesammelten Gemeinde verbleiben, ein Drittel wird an den Zentrnlntwschull «!)geführt, damit ein gerechter Ausgleich zwischen den großen und lelstunpfih!. gen und den kleinen und leUtungssehwaclicn Gemeinden her. bclgetührt werdet» kann. Resolutionen der Agndas Jisroel Der Zcntralrat der orthodoxen Weltorganisation der Abu. das J i 8 r o c I hat in der Schlußsitzung seiner in Warschau nbgchalterien Tagung eine Reihe von Resolutionen angenom* men. Die Resolution betreffend Palästina lautet: ״Der Zentralrat fordert die Exekutive der Agudas Jlsrod auf, Int Hinblick auf die allgemeine Lage des jüdischen Volke* die besten geistine״ und materiellen Kräfte des rcllgli *en Judentum* in den Dienst des Wiederaufbaus des heiligen Landes int Geiste der heiligen Thora zu stellen, damit die Thora da» ganze jüdische Leben in Ercz Israel beherrscht Die» soll nach den Weisungen der religiösen Führer vor »ich gehen, Dabei soll die allgemeine Aufgabe der Aguda» Jisrocl, hauptsächlich die der religiösen Erziehung, nicht verasch, lässlgt werden." In einer anderen Resolution wird tlic Judcnhclt aufgefor* dort, ztirtickzukehren zu Lehre und Glauben und die Hoffnung auf die göttliche Hilfe nicht sinken zu lassen. i Kleine Nachrichien Wie die ״Frankfurter Zeitung" meldet, wird In Württemberg, nach einer soeben erlassenen Verordnung, israelitischer Religionsunterricht an den höhe* ren Schulen nicht mehr erteilt. Es bleibe der Israelitischen Religionsgemeinschaft unbenommen, privat israelitischen Un• terricht erteilen zu lassen, Zuschüsse aus öffentlichen Mit• teln würden nicht gewährt. Die Gauleitung und Onu-Propngnndalcltung Franken wenden sieh In einer Anordnung gegen falsche Prediger de» Nationalsozialismus. Es wird in der Kundgebung darauf hin• gewiesen, daß in der letzten Zelt besonder» auf dem Gebiet der R a s s c 11 f r a g c von sogenannten Wissenschaftlern ״gelststörende, langweilige und volkslrcmdc Vorträge" gclial* ten werden, deren Auswirkung da* Gegenteil von dem *el, was eigentlich bezweckt werden solle, Es wird daher In der Mitteilung angeordnet, daß alle Veranstaltungen, In denen Über das natioiialsozlalistlsehc Gedankengut gesprochen wer• den soll, der Genehmigung der zuständigen Krelspropa• gnndalcltuug bedürfen, Wie der Berliner ״Montag‘1 aus Wien meldet, haben sieh dort im Laufe des Sonntag eine größere Anzahl von Bo m be 11 n n »e 111 li g en ereignet, ln Wien »elbst wurde neben anderen Bombenanschlägen auch dn Bombenanschlag auf eine Synagoge im 8. Gern ein dcbczirk verübt, 111 allen Fällen, so schreibt die Zeitung weiter, wurde bcdcu• tender Sachschaden angcrichtct. In Castorin (Griechenland) l*t e* zu schweren Au*• achreitimgcn von Mitgliedern der antisemitischen Organisation E. E. E. gegen die Juden gekommen. In der Kaunnscr Vorstadt Slobodka (Litauen) fand die Grundsteinlegung zum Neubau der in der ganzen religiösen jüdischen Welt berühmten Slobodkacr Jeichiwah (Lchrhaus) statt. Da* Warschauer Schnlktlrntorium hat der Mädchen• fach *cli ule der Gesellschaft ORT in Warschau Ocffent• lichkcitsrceht verliehen. Im Alter von 79 Jahren starb In Paris der Bildhauer Ernantie! II an na ux, Mitglied de* Zentralkomitee* der Alliaiice Israeliie Universelle, Sehr viele seiner Werke wurden für öffentliche Sammlungen in Frankreich und im Auilande erworben. Lenk! dreht einen Palästina-Film Man *chrcibt uns mm Tcl-Awisv: Der bekannte Pholograph und Filmfachmann Helm» Lerakf, der »eit längerer Zelt In Palästina lebt, hat die küimtlcrische Oberleitung mul Regie eine* großen abend* füllenden I,nllisUnn*l ilms üherimmmen. Zum erstenmal wird damit ein berufener Künstler die Gestaltung eines Pnlästim* Films in die Hand nehmen, der ohne Spielhamlhuig und ohne verfälschendes Pathos Palästina — Landschaft und Menschen — nach neuartigen Gesichtspunkten /eigen wird, Darsteller sind die arbeitenden Menschen Palästinas, die In Ihrem Lehen und in Ihrer Arbeit unbeobachtet auftreten. Die bisherigen Leistungen Lcrskis, dessen photographisch« Werk ״Köpfe des Alltags“ großes Aufseiten erregte, und dessen kürzlich in Tcl-Awlw gezeigte Ausstellung jüdischer Köpfe stärkstes Interesse fand, lassen erwarten, daß hi« ein künstlerisch gestalteter Palästina-Film eigener Prägung entsteht. Der Film wird von der Palcsline Plelurcs Ltd. Jerusalem, einer von deutschen Zionisten gegründeten Gesellschaft, ah erstes Werk Ihre* Produktionsprogramms hcrgcstellt. Die Aufnahmen »ind in Kürze beendet. In Kfnr Saba wurde ritt junges Mädchen aus dem Kibbuz Hsscltoitter Hnzalr am 27. Mal durch einen unglücklichen Zufall erschossen, als ein Mann mit »einem Revolver hin• tierte. Warnung vor Betrugsversuchen bei Sammlungen Der ZcutralatiMchun der Deutschen Juden für Hill* und Aufbau teilt mit: In letzter Zeit sind leider wieder von Schwindlern, die sieh als Werber de» Z c n t r * I * Ausschusses der Deutschen Juden für lliife und Aufbau ausgnbcti, bctrügetischerw eise Beträge vereinnahmt worden. Wir weisen nochmals darauf hin, daß jeder Werbfh •Irr int Aufträge des Zeutitilaitsseluisses der Deutschen Juden für Hilfe und Aulhmi vorsprleht, im Besitzc eine* von un* ausgestellten L I c h t h i I d a u * w c 11 e s «ein muß. und vir bitten, Im Zwclfelafalle *Ich den Ausweis verlegen *u lassen. rf? n im; U# n ---wr^ •׳י— ־־״י w—- יי*■—- — — - Au» zahlreichen Zuschriften und Anfragen entnehmen wir. daß viele unserer Loser über Eln/clheitcti der moderne״ jüdischen Entwicklung unlnformlert sind und daher rnanc״• Stellen In Nachrichten und Artikeln nicht verstehen. ״״ haben uns daher entschlossen, einen ständigen F raße* kästen der ״Jüdischen Run dich« ״" clnzttrlch durch welchen Anfragen aller Art Über jüdische Tatiae'«" beantwortet werden. Wir glauben, daß die in einem *״ייף1״ Fragekasten gegebenen Antworten dazu beitragen wc«״■״' daß einzelne in der ״Jüdischen Rundschau“ verüffcnlbcn» Artikel auch solchen Lcaern besser verstHndllch werden. «> deren Voraussetzungen, z. B. die Vorgctchfchte des Zwni» n}u», nicht kennen oder tlic auf Grund ihrer bisherigen tr« zlchunß keine ausgedehnten Jüdischen Kenntnisse hesil*«״׳ Die Fragen können sich außer auf Zionismus, Palästina. I. dlich« Gegenwart, Itebriiischc Kultur uiw. *elbitvcritina״«" auch auf acgoniUintle der Jüdiichcn Vergangenheit sonstige Fragen Jüdischer Bildung beziehen. Wir g״״״"! daß durch die»» von vielen Lesern gewünscht!! Einricni« » die Verbreitung von jüdischen Kenntiuiicit gefördert w*f wird. ... Zuschriften *Ind zu rtchfen an die Redaktion «' ,•JQdtschen Rundschau", Abteilung Fragekasfen. 1 Wie 1 ff tn st cli auf die Ju such in 1 einen sch einem Au Zeitschrift jjrtic Situ welche be ichaft ein drangt Juden nui utul macl m e n t" ( *ich bemc bd Tätig! notwendig rv (*f| \1SW, ßisrhe D< ״iiti-r/tibri die Agent ling jede brauchbar junge j ü »dien Kn ts genüg jüdische» dies davi Wirtschaf welchen Relipon jn Wirkli des geg I >1e hundert Freiheit, wird heu wirtsci deren ZU Frage, « Sachlage sehen I so sagt Pt tionen fe die stark während Fehler. Ti hin erzie Arbeiter den judlt ist besot Ucberfüll worden, ן Schaft »e) ten Maf bieten •!nt der Lobt des Jttdi neue Gt VerUis^ Ai|! wer die, früheren* »irrt WO keine V* von sein Verdi* leben von ih wirtschal lamlwirt* gebenen dringen, die nach nötigen und Rad überwun kann di neues L Ai Nac Gallerie: ler cröl Karl Bt Worden Major t den ein Pcrs(>nJ| Rothet» Patron» eine Ai herein;! auch 1׳ m yuäker jeder;) siinslli bendcf Di* macht# fagen, hchkeit die bei tative <1 '11x1 gi Kräfte 1 sirnd. Da mir ml AlbrecJ kommt ließen fanjlet* köpfe ׳ Rockel stellun] hiidhar *ehr r! aiwge! *hier ,!' ' Tl . I itl