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Jüdische Rundschau · 1934-06-08 · Heft 46 (8.6.1934) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 46 (8.6.1934)
Date
1934-06-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5 'All Nr. 46, 8. VI. 1934 Iti/jj li I« ‘יד 'Init. ',,'1״׳■'I *nit 1׳•''1־'1״I (lCr ״'•«,״«sch! 1,1'1־",'Wirt liati״״ Ai! und ::'11, ssc i■ ( 1'Ml- , ■’Ht.1t a"1 ־ ehre •׳11•"־.( '!m!Ih rer Wie , '״Kt c"l't Dein ח'■'•,■ יי'׳ wir A:y1i ■elietn } i״|::u1־n, Ci l's'i\vit%, inhmciulcQ *%'' 511 ׳t’I Von der Ein Jahr Hllfsarbclt für Einwanderer aus Jüdin. 11 dein . '•den, '■'beug zu• *,,1•ji'iff so Flm'kcndt ielile nnd Ereieiiinp mehr: ci״ Situation rum, (laß it;11׳; fju deutschen m Schickleschichte ,n •teilt, hm Ilistitutif). ■(iliulirlier wert• kll- , geringe aber ein :enlrgitng :Iler oder Malaria, 111011 der .t man in teil Aus• litcil zu• von Pia» n Arluii- Aenschen den Hau nge der lieht um 1s aktive Objekte, :inamlcr• ircres in misntori• iteresscn len Auf•;eni'iibil• Modelle, ilirt und larbeitcr;11 k'oonsl,alten, einigen• der Ar• engem נ n z er* :11 auch alle An* ind ein ciipflau• dlungcn n. Hier w, '׳er• rangen* großen ieklting en ini* 11 Kak• it l'ilii• die von heute, je .sich;)mobil• c. Wizo“, richtet. :malles 1eit m , ihren rt und :htige“ exierne Kasten ule i״ ■iiiuliiis 11 stc- I)a6 Vusl'il• erden, tinme״ sein«* nngcn* Wir entnehme״ dem Bericht des Mcrkas der Hitachduth nlcj Germania fur die Zeit vom März 1033 bis Februar |1)j1 folgende allgemein interessierende Abschnitte: Qfganisatorisd1e Grundlagen [äs besieht ein La11 d c s v c r ha n d der 1 liiaciidntli Olej /](riii.uiia, *ler seine Zentrale und seine grüßte Ortsgruppe ,״ fcl-Awiw hat und der ebenso in Haifa, Jerusalem, neuerjlngs auch in den jud.iischcti Kolonien durch Ortsgruppen (Citreten ist. ['s braucht r.iclit misein.uidergcsd/t zu werden, inwiefern dtr besondere Charakter der jüdischen Ein- ״•anderer aus Deutschland, deren Zahl für das ver- ׳•jngene Jahr auf 10— 12000 geschätzt wird, Palästina auch for besondere Aufgaben gestellt hat, die mit den laufenden Mitteln unserer Fonds nicht zu bewältigen waren. Es bedurfte jjzu eigener Maßnahmen und eines neu zu schaffenden finanziellen Rückhalts. Die H. O. O. ist der freificmle Falctnr in der Schaffung einer Bewegung gewesen, ihm durch die Vorgänge aufgewühlten Jisclutw zu einer einer wirklichen Berufsberatung, die Keiner einzigen Stelle des l.amlcs systematisch Ik״ durch 711s,11־ume11f;\liie, wodurch die erste 1-11rjorge für die neuen I inwanderer auf die Schultern des g.elunv selbst gelegt wurde. Fs gelang, die Gründung des k’.aad M 1'11 c h a 11 herliei/iiführen, eine aus maßgebenden Körperschaften zusammengesetzte* Vereinigung, die mit einem eindrucksvollen Appell an den Jischuw hernntrnt und tatsäch- |!;1! in kurzer Zeit .1; 12 000 aufitringen konnte. Mit diesen Mitteln konnten die ersten (!ringenden Bedürfnisse bis zu <jem Zeitpunkt befriedigt werden, in dem mit der Schaffung der Deutschen Abteilung der J e w i s 11 Agency und dem Beginn der Einwirkung der im Ausland gcsammellen Gelder eine zweite Periode der Tiitigkcit cinsetzen konnte. Zwischen der Deutschen Abteilung lind der H.O. O. ist fit! Abkommen getroffen worden, auf (inind dessen eine enge Zusammenarbeit beider Orgamsalionrrt gewährleistet ist. Fs tiegeld hei der Deutschen Abteilung ein Beirat, der aus Mifi S/old und führenden Mitgliedern der!1.0. O. zusammengesetzt ist. Fr tritt etwa zweimal im Monat zusammen, erhalt Berichte über die Tätigkeit der Deutschen Abteilung und gibt die Wünsche und Anregungen der FI. 0.0. und der ijculschen I■:inwanderer weiter. Die meisten Mitglieder des Beirats sind Referenten für bestimmte Arbeitsgebiete innerjialb der Deutschen Abteilung, die ihre Arbeit zu einem großen Teil durch den Apparat der 11.0.0. ausfülirt. Erste Hilfe bei der Ankunft Die 11.0.0. unterhält in den Häfen von Jaffa und Haifa finen eigenen Dienst zur Aufnahme der d e tt t s e h 111 ׳ Einwanderer, uni bei der Erlcdigimg der Paß-, Oepäck- und Zollformalitäten behilflich zu sein, sowie überhaupt die erste•״ Ratschläge zu geben. Dieser 1 l.ifendienst ist in den letzten Wochen von der Deutschen Abteilung übern 3mmcn worden. Ferner unterhält die H.O.01. in Tcl-Awiw 11ml tl.iifa Zeltlager, durch die für mittellose!:inwanderer La der ersten Zeit eine unentgeltliche Aufnahme ermöglicht wird. Während des Winters sind diese Zelllager aufgelüst worden. Für diese Zeit wurde der H.O. O, in Haifa das Sanatorium der Arbeiterschaft auf dein Karmel zur Verfugung gestellt. In Icrusnlein ist mit Hilfe des Wand Mcuchad und der Biiei-Brifh-Logc ein I inwaiulererheim geschaffen worden. In Tcl-Awiw fiat die I i. O, O. erreicht, daß die Stadt- (crw.altnng im Norden der Stadt Baracken für die Aufnahme teuer Einwanderer errichtet hat. fl Mit der Gründung der Kolonie-Ortsgruppen der 11.0.0». || ist das Problem der vorläufigen U 111 c r b r i 11 g 1111 g der j| Ein wandercr in den Kolonien einen Schritt weiter gediehen. Die Verhältnisse in diesen Kolonien sind teilweise Lum günstiger als in den Städten, und die neuen Einwanderer warm vielfach gezwungen, unter unsanitären Verhältnissen zu wohnen. Hier wird in doppelter Weise Abhilfe geschaffen werden: einmal durch die Deutsche Abteilung, die ein großes Rauprograinm entwickelt hat, andererseits durch die Kolonien selbst, die gewisse Baupläne (Baracken) auszuführen beginnen, 80 in Petaeh-Tikwah und in Rechowotli. Von besonderer Bedeutung ist die erste Hilfe für die jungen deutschen Einwanderer, die in Kihuzlm und Kw 11 7 0t 11 gegangen sind. Fs konnte hier durch Aufstellung von Zellen die erste Unterbringung für ca. ‘)00 Menschen geschaffen werden. Außerdem hat der Waad Mcuchad ein jetzt von der Deutschen Abteilung fortgesetztes Bauprogramm m die Wege geleitet, das eine dauernde Vergrößerung von Siedlungspunkten und die Schaffung dauernder Werte darstellt. Der Gedanke, auch In den Städten durch Schaffung• kooperativer Hiiuscr und vorstädtisch er Sied« lungen der Wohnungsnot ein Ende zu machen, konnte bisher — und zwar teilweise auch curch das mangelnde Verständnis der für die Siedlung in Ftage Kommenden seihst — noch nicht hinreichend verwirklicht werden. Lediglich in Haifa ist die Aktion für vorstiidtisclie Siedlung von Erfolg gekrönt worden. Hier wird mit der Errichtung der ersten 50 Häuser jetzt begonnen. Wirtsdiaftlichc Einordnung In der Frage der Arbeitsvermittlung hat die H.O.Ci. es sich zum Prinzip gemacht, alle diejenigen Falle, die ohne weiteres durch die bestehenden Arbeitsämter bearbeitet werden können, dorthin zu überweisen. In Haifa fungiert ein Beamter der H.O.G. gleichzeitig als Beamter innerhalb der liistadruth und sorgt sowohl _im Büro der H.O.(i., wie nn bestimmten Tagesstunden im Büro der Mistnilruth für die Arbeitsvermittlung, insbesondere für qualifi/ieitc Facharbeiter und für Menschen, die mit oder ohne Hadischarah in die Landwirtschaft gehen. Auch in Tcl-Awiw ist in der letzten Zeit ein ähnliches System durchgeführt Korden, Fbcnso erfolgt in Jerusalem die Arbeit in sieter!'lililmignahme mit der I listnilrutli und den sonstigen hierfür 111 Frage kommenden Institutionen. Ls kann im allgemeinen gesagt werden, daß (he folgenden /ypen von Neueinwaiiderern ohne weiteres Arbeit finden konnten; Städtische Facharbeiter aller Art, in erster Reihe in allen mit dem Bau zusammenhängenden Berufen, aber auch in den mcisien anderen Erwerbszweigen; geschulte Landwirte; , , . ungelernte Arbeiter, die bereit waren, m eine Kolonie zu gehen u׳״l dort entweder in der Landwirtschaft oder auf dem Bau tätig zu sein. T . Weit schwieriger ist das Problem eines sehe wesentlichen Teils der deutschen Einwanderer, von dem cs im vorhinein Kl,r bt, dal! er den bisher ausgeühtcii Beruf in Palästina nicht?'■'der verfolgen kann. So ist in den meisten Füllen für K ä u f in ä n u i s c 11 e Angestellte aller Art, für Agenjunge Akademiker usw. die Aussicht, in ihrem ' zu bleiben, äußerst gering. Hier ergab sich die absolute Notwendigkeit bisher an trieben wird. Es ist eine schwierige, aber ungeheuer wichtige Aufgabe, die hier die H.O.G. durch Berufsberatung durchgdulirMiat und weiter durchführt. Eine Statistik des Büros I'cl-Awiw zeigt, daß nicht weniger als etwa öS ״'» der in die Arheifks!»rechstunde kommenden Fälle einer ßcrufsberatung in diesem Sinn bedarf. Zu einem großen Teil sind dk'se Menschen, wenn sie jung und kräftig sind, auf den Weg der Lamlwirtscliaft hingewiesen worden, und tatsächlich simi im laufe des Id/kn Jahres zirka 1000 M e 11 8 c 11 e 11;11 s Arbeiterin die L a n 11 w i r t s c 11 a f t übergegan• gen. Sic sind teils in die bestehenden Kibbuzim und Kwu• zoili eiiigelreten und haben teils als ungelernte Arbeiter in den Pflaimmgskolcmicii zu arbeiten begonnen. Dieser Weg hat den grollen Vorteil, daß die Menschen vom ersten Tage an verdienen und gleichzeitig einen Beruf erlernen, mit dem sie spater weiter׳kommen können. Gleichzeitig hat die H.O.G. den Gedanken der C.liawur a 11 wieder nufgenommen und den veränderten Bedingungen und dem Typus des deutschen Einwanderers «״gepaßt, Die Chawtirah ist eine Gruppe junger Einwanderer und Finwamle• rinnen, die Lohnarbeit in einer Kolonie machen, zusammen lebcii und zusammen wohnen, gemeinsam hehräiscli lernen und!:(ineinsam versuchen, den Weg in das palästinensische Arheiislel»(•!! zu finden. Die beiden geschaffenen Chawtirollt in Naelilat J c h 11 d a und Gliedern haben diese Aufgaben zu lösen vermocht. Fs kann kein Zweifel bestellen, dal! diejenigen Menschen, die ein halbes Jahr in einer Ghnwiirali gewesen sind, in ganz anderer Weise geeignet sind, in Palastina das beben eines jüdischen Arbeiters zu führen, als diejenigen Finwamiercr, die auf eigene Faust in einer Kolonie sicii ihren Weg suchen. Neben dem Uebcrgang in die l amlwirtscliaft ist ein mindesfens ebenso wesentlicher Weg für die Eingliederung die .Erlernung des Berufes eines E a c h a r h c i t e r 8 in der Stadt, Die günstige wirtschaftliche Konjunktur erlicht immer von neuem den Ruf nach Qualitätsarbcitern. Fs ist bis jetzt 200 Menschen die Chance gegeben worden, einen hamhverkliehen oder Eaeharheiterberuf zu ergreifen. In dieser Be- Ziehung ist jel/t ein entscheidender Fortschritt gemacht worden. Im Zusammenwirken verschiedener Institutionen ist es gelungen, eine systematische Lehrlingsausbildung zu schallen: es können nun junge Menschen in größerem Umfang in Betrieben lmtergehraeht werden, wo Gewähr dafür geboten wird, daß sie bestimmte Berufe, wie Betonbau, Bau- Zweitens waren Projekte fur laudwirlsciiaftliehc Sied- .׳ Siedler selbst mußten orga* H.O. G,, die Pica zu ver,in* Hanna vorerst 2t) Platze fur utsdilnml zur Verfügung zu stellen. Diese ) £ Kapital i'in/ahlen und erhalten von lergruppcn vomibcmicii und nisiert werden. Fs gelang der lassen, in der Kolonie P.ardt'ß Einwanderer aus D Siedler müssen 12( fc' 1934 ) Siehe ״Jüdische Rundschau“ Nr. wd Nr, 30 vom 13. April 1934, 12 vom 9. Februar .Schlosserei, Halattenlegcn usw. in gründlicher Weise erlernen können. Die Deutsche Abteilung und die Kupat Milweh gehen dabei Zuschüsse zu dem geringen Verdienst der ersten Zeit, so daß der Unterhalt der Lernenden gesichert ist. Ferner werden im Technikum in Haifa und in der Gewerbeschule der llisiadrufh in Tcl-Awiw systematische Kurse, verbunden mit praktischer Arbeit, eingerichtet, die ebenfalls dem Zweck der 1 leranhihlimg von Facharbeitern dienen. bin Problem ganz anderer Art ist die Frage der Kaplta Fis teil, die leider durchaus noch nicht als gelüst hetrachtet werden kann. Die große Mehrzahl dieser Kapitalisten bringt nicht mehr als die vorgcschricbrncii UDO £ nach Palästinn mit, und cs ist klar, dal! dieser Betrag im wesentlichen als eine Art Rückhalt zu betrachten ist. Die H.O.G. hat seit langem in allen ihren Büros eine W i r t s c 11 a f ts b e r a - tung eingerichtet, wo wirtschaftlich erfahrene Pcrsonliehkeiten derartige Finwamlerer beraten. Der Initiative der H.O.G. ist cs weiter größtenteils zu verdanken, daß in Tel-Awiw dem bestellenden American Economic Committee for P a 11׳ s t i n c eine zentrale Industricberatiingsstcllc angcglicdert worden ist, die sehr stark von deutschen Einwanderern in Anspruch genommen wird. Leider ist die wiederholt gegebene Anregung 7.11m Zwsammensehlul! von Kleinkapitalistcn mul zur Schaffung von kleinen Fabriken und Werkstätten auf kooperativer Grundläge nicht nufgenommen worden. Man kann aber »״nehmen, daß dieser Gedanke in der weiteren Entwicklung doch noch eine Rolle spielen wird.!111 Zusammenhang damit steht die Frage der Kredite. Nachdem der Waad Mcuchad bereits Beträge bis zu etwa 120') C für kleine Evisten/gründungcn zur .Verfügung gestellt hatte, ist diese Arbeit durch die Deutsche Abteilung in vergrößertem Umfang fortgcfiihrt worden. Es wurden im Laufe der letzten Wochen Kredite von zirka 2000 £ vergehen; dazu zirka 1000 C als Imlustriekreditc. Mit Hilfe dieser Krcelitc ist einer großen Reihe von Existenzen geholfen worden, und die beginnenden Rückflüsse der »״?gegebenen Gelder zeigen, daß das Geld richtig verteilt worden ist. Die 11.0,0. hat aulScnlein den Gedanken einer eigenen Darlehenskasse seit langem verfolgt, und es ist nnninehmcn, daß diese trotz einer Reihe noch bestehender Schwierigkeiten bald in Wirk* samkeit treten kann. Kulturarbeit Neben den wirtschaftlichen Aufgaben bestellt die Notwendigkeit einer systematischen Arbeit zur geistigen und killtiirdlen Eingliederung der deutschen Einwanderer in die Probleme des Landes, wobei natürlich die systematische Frlorming der hebräischen Sprache einen Hauptpunkt darstellt. Fs gibt mannigfache Kreise, die den Organisator!- schm Apparat für die kulturelle mul sprachliche. Einführung stellen. Die H.O.G. selbst unterhält eigene hebräische Kurse, die insbesondere in Tel-Awiw einen sehr großen Umfang angenommen haben. Diejenigen, die in der Kenntnis der hcbrüischon Sprache weit genug fortgeschritten sind, treffen sich wöchentlich in einem Cliug Iwri, wie er auch in Haifa bestellt. Außerdem veranstaltet die Knllurabtciluug der H. O. ü. Tcl-Awiw regelmäßige Vorträge und Diskussionen abwechselnd in hebräischer und deutscher Sprache. Bei dem Problem, die Kinder der Neueinwan• derer in die palästinensischen Kindergärten und Schulen einziigliedern, bemühte sicii das Kiilturdczcrnat der H.O.G,, die Fltcru hei der Frage, in welche Schule oder Vorbcrcl« tungskursc sie ihre Kinder schicken sollen, zu beraten. Soziale Arbeit Palästina hatte bisher in bezug auf soziale, d. h. hier f ü r s o r g e r i s c I! c Tiitigkcit, keine zureichenden instimtioiu'ii ausgchlldct, und die Befriedigung der Bedürfnisse der deutschen Alijah involviert zur gleichen Zeit die Lösung von allgemein-palästinensischen Problemen. Nach graßen Schwierigkeiten sind hier — besonders durch die Arbeit von Miß S/old mul Frau Wronski — beachtenswerte Fortschritte erzielt worden. In Haifa und Icrusnlein sind nach modernen Methoden arbeitende soziale Kommissionen der Gemeinden geschaffen worden, mit denen die Sozialarbeiter der H.O.Ü, kooperieren. In Tel-Awiw wurde eine besondere soziale Kom« inission des Waad Mcuchad mit Beteiligung der H.O.G, ins Lehen gerufen. Die Arbeit in den Kolonien ist ebenfalls organisiert worden. Landwirtsdiaftlidic Abteilung Erstens war ein landwirtschaftlicher dienst erforderlich. Jedem Einzelnen finanziellen, persönlichen und familiären zu zeigen, die für ist ferner beim Kauf der Pica den Boden auf langfristigen Kredit. Darüber hinaus muß den Siedlern noch ein Reservckapital von 300—500 £P« zur Verfügung stehen. Vom Nalionalf.mik wurde den deutschen Einwanderern eine Hache in der ilaifa-Bay zugesagl, auf der zirka 70 Siedler ä 20 I)1111 am angesclzt werden sollen. Diese Zusage wurde jedoch später auf 21 landwirtschaftliche SiedlersU'llen reduziert, die m Anlehnung an die vorst,ultische Sied* hing von 175 (Iculselicii Einwanderern erfolgen soll. Durch die langwierigen Verhandlungen wurde der Beginn der Siedhing sehr verzögert, wird aber jetzt im Fruhjalir voraussichtlich erfolgen. Die Organi-icrnng der Siedlcrgruppen erfolgt durch die H.O.G. Haifa in Zusammenarbeit mit der Deutschen Abteilung, die auch einen kleinen Kredit dafür teils selbst gibt, teils verschafft. Das Sicdlcrkapital muß zirka ROO CP, betragen. Der Nationalfomls hat ferner eine Fläche von 1000 Dun am In Wadi G 11 a w a r i 111 fur 50 Familien zur Verfügung gestellt, die auf je 2(1 Dun,1111 Pardeli und gemischte Wirtschaft betreiben können. Das Ansiedhmgskapilal beträgt zirka 1100 CP., wovon jedoch durch die Di'tii-.che Abteilung der lewisli Agency 300 Cp als Kredit aus dem ägyptischen Hilfsfonds gewährt werden. Bisher hat jedoch die Sammlung einer geeigneten Siedicrgrtippe für Wadi Chawarith noch •keine 1 orkchritte gemacht. In ID er Tuwi« wurden der H.O.G. 20—25 Siedlerstellen cingcräiimt, und cs wurde auch eine Gruppe von geeigneten Kandidaten ziisammcngcstellt. Die Ansicdlung wurde aber dadurch verzögert, daß der Fniergency-Fonds die ur* *priingliclien Ansicdiungslmlingimgci! erschwerte. Die Ver* handhingen mit dieser Stelle müssen daher noch weiterge* führt werden. Eine Gruppe von 20 Siedlern wurde auf Basis der Ge« f I ii g c I f a r m auf kleiner fläche durch private Initiative ohne Mitwirkung der H.O.G. in H j n - 0 11 a i geschaffen mul ist schon in der Arbeit. Das erforderliche Kapital betrug 000 Cf'., wird sieh jedoch voraussichtlich etwas höher stellen, da die Siedler jetzt die Möglichkeit haben, ihre Bodenfläche zu vergrößern, wodurch die Siedlung aber an Solidität viel gewinnt. bin Erfolg ist in Ka rkur zu verbuchen, wo die Deutsche Abteilung eine Option auf eine bewässerbare Flache von 650 Dtmam erhalten halte. Fs gelang vor einigen Tagen, die recht schwierigen Verhandlungen zu einem Abschluß zu briti* gen und den Boden endgültig zu erwerben. Es werden dort zirka 30 Familien zur Ausleihung gelangen, von denen schon mehr als die Hälfte angenommen sind. Das Siedlerkapital beträgt 1200-1650 CP. Ein neuer Sirdlungspunkt für deufsche Einwanderer Ist ferner in Mcgcd hei Pardeli Chanali im Entstehen, wo auf dem Terrain der Jnffn-Plantutions Ltd. eine Anzahl von Ak• tionären der Gesellschaft und neue Siedler Wirtschaften er• richten. Drittens nahmen einen nicht geringen Raum in der AVbeil der landwirtschaftlichen Beratung die 11 a c 11 s c 11 a r a h Fragen ein. Auch hierbei ist individuelle Behandlung der Siedler notwendig. Nicht für jeden kommt eine Hachscharah in (ler Kwu/,1h in Frage; dieser wünscht Spezialausbildung in Bienenzucht oder Geling(־!nicht, für jenen muß zusammen mit einer ganzen Familie eine 1 Inchscharah-Sicllc gefunden werden, ein Dritter null! an eine Stelle kommen, wo er gang allmählich sich erst nn die körperliche Arbeit gewöhnen muß usw. Bis auf die Spe/intaushiidungsmögliehkriten, bei denen sich in der letzten Zeit manchmal Schwierigkeiten ergehen hatten, ist es 1ms in den meisten Fällen gelungen, die *Siedler! in geeigneten Hncliscliarah-Stclien unterzuhringen. Als letzte Aufgabe wäre noch die landwirtschaftflehe Begutachtung von abgeschlossenen Kaufverträgen oder Offcrtcn über landwirt* schaftliche Objekte zu erwähnen, die für solche .Ab- Schlüsse gemacht werden muß, welche als Grundlage ein« Kapitaltransfers aus Deutschland gilt. Siedlungsmöglichkeit tracht kommt. Er i& unsere Zeitung regel* mäßig am Dienstag u. Freitag mit der Frühpost erhalten wollen, füllen Sie den nachstehenden Schein aus und senden ihn (evtl, unfr.) durch die Post An den Verlag ״Jüdische Rundschau", Berlin W15 loh bestelle hierdurch zur laufenden Lleferunfl bl» auf Widerruf die ״JQdlsohe Rundschau" ab__und ward» die Bozugs-GebQhren stots Im voraus zahlen. 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