Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 44 (1.6.1934)
- Date
- 1934-06-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2651273-2653452-2653492--25294-2682422- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 44, 1. VI. 1934 jüdische Rundschau Seite 3 d! d! ui ' i I (' '11 [ 1 'dl'Ui-, 11־' »lio \!■nt. ■11 Kun(, Jfiit'r '■ l!״J de Doll!'* dre k «len ׳d'irait tk-m V;r Ildicr 1 ■'i'-isiinjj ,“Üiiialilicli III• r viele eill> Auf ha״ 1t ,1 iu'irh-ntii■ 11.11 ",erden 1 lialuii ״״lj lr1׳r!,nicht ,k 1'11, indem nadien, dnß > üim nie!,( l'iüdit bis 11.11 für das ikvr das in fiiiitnis die, war schwer il1׳r Widerbi;!r itte, die und wohl. /. 1 111 h, für tibdie Jude td Anerben- ^laiiiber ist g 111 11 ־ b c r. mdini jetzt der Propa- ־ n Op ler• .,s ab, lyiscas mitaibcit A ׳.: c n c y miv'imi des v I utwiek-; vorr.i’k׳,;(. des 1111:11 st 1 «e; :leitet : 1 J c \v i s h die ge!:en• zu nuninenrie: 11 ׳ von . t ' Fd ר• 3 in i'1 i• I’׳ idistina■ .'!ln 1 :rieben, lervs'hti'jter! m 11 fuhrt, wieder ge-?riefes wird »ra hinge• ►ruek ei״« I inwarnle״ r I' i st reise* •fimd lass* Zertifikate 111 sodann ■n Bestim* beiter wird die durch 1 a 11 d e 1 s denn wiih• treu in der :11t als de• ■nielit nicht Die Man• suchen, um zeit. der Man• »ןן S0W0W Forderung isclien Na* Cl Jir Herbert ä i s c 11 c n m 30״ Perder Riciite■' richtete an isation von , schaffe«•!rbert Sa* Bedeutung t der Lage!• Stadivcrr Fmptaug ׳(״off niit־ Vwiw jk*c" Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Td-Awiw, 24, Mai 1934. Volle Durchführung des Streiks in Stadt und Land Der Beschluß der Asscfat I laniwcharim, als Protest gegen ,lic Einwanilerungspolitik der Regierung eine allgemeine Arbcitsrnlie diirch/ufültmi, wurde vom Publiku/in und von der Presse mit großer Bereitwilligkeit aufgegriffen, Die Arbcits* ruhe war für Mittwoch, den 23. Mai, von 12 Uhr mittags S,js 7 Uhr abends, angesetzt, Um 4 Uhr sollten an allen Orten große Protest Versammlungen siattfinden. Während sonst bei allen politischen Sdiritten unter den Juden im Lande schwere Uneinigkeit herrscht und eine gemeinsame Aktion beinahe aussichtslos erscheint, war die Stimmung der Massen un«| die Meinung in den verschiedenen Parteien durchaus ci n h c i 11 i c 1! für die Durchführung der Arbeitsruhe. Das Ihld in den Städten und Siedlungen wandelte sich von 12 Uhr mittags an von ()rund auf, nachdem in »len Morgenstunden »üc Arbeit ihren normalen Ablauf genommen liatte. Die Läden schlossen sich, die Fabriken entließen ihre Arbeiter, der Verkehr auf den Straßen der Stadt und den Bcherlandwegen wurde vollkommen eingestellt, auch Reslau- ■ ratits und Cafes schlossen ihre Türen. Von der Altstadt in Jerusalem bis zu den modernen Vierteln der 1 lauptstadt, von dem ücschäftsviertel in Haifa bis nach Haiiar Hakarmei hin, in »len Siedlungen und in den Straßen von Tel-Awiw war der Streik so komplett, wie mau es selten irgendwo zu sehen bekommt. Palästina hat sich in den letzten Jahren nach und nach an Proteststreiks gewöhnt. In dem politischen Kampfe zwischen den tlrei Faktoren Palästinas, Engländern, Arabern und Juden, hat: man gern zu dieser Waffe gegriffen. Aber kaum je hat die Proklamation eines Streiks eine so durch- (׳reifende Ausführung nach sich gezogen wie bei diesem Kampfe der Juden um eine Verbreiterung der Einwanderung. Ikibei war es offensichtlich, daß cs keines besonderen Brnckes brauch(»’, um Gehorsam gegenüber »ler Streikproklaniation zu erzielen. Auch an »len Stellen, wo die Kolonie- Verwaltung nicht ausiHicklich selbst zur Arbcitsruhe aufgefordert hatte (wie zum Beispiel in Rcehowoth), wurde »lie Arbeit allgemein von Mittag an stiügelcgt. Auch in der Zusammen- Steilung der Redner für die vielen Massenversammlungen zeigte sich die einheitliche öffentliche Meinung. Arbeiterlnlircr traten zusammen mit bürgerlichen Repräsentanten und mit Revisionisten auf. Die politischen Kämpfe schienen für »Uesen Tag zurückgestellt. Die ersten Stunden der Arbeitsruke in Tel-Awiw Um die Mittagsstunde, bei Streikbeginn, war die Stadt erfüllt mit den Tausenden, die von der Arbeit zurück nach Hause strebten. Die Automobile, die den Verkehr besorgen, machten ihre letzte Fahrt und verschwanden von den Straßen. Viele mußten den Weg nach Hause bereits zu Fuß zurücklegen. Trotz der allgemeinen Bereitschaft, der Streikparole nachzukommen, halfen überall Gruppen auf »len Straßen mit allem Nachdruck nach. Verspätete Autos wurden aufgehalten, die Fahrer zum Ausstelgeii gezwungen, schließlich Steine, große liiscnlcitern, die von den umliegenden Bauten geholt wurden, quer über die Straße gelegt, um jeden Verkehr unmöglich zu machen. Gegen 1 Uhr waren die Straßen von Menschen geleert, die riesigen 1 laufen, die an »len Kreiizungen standen und immer wieder von der Polizei zerstreut wurden, hatten siel! verlaufen und nur ein paar Hunderte blichen auf der Wache. Wer auf einem Fahrrad saß, wurde hcrimtcrgcholt, wenn sich noch ein Auto hindurchwagte, so wurde es mit Gewalt angchaltcn, der Fahrer und die Fahrgaste hcrausgcholt. Die Straßen wurden schließlich so still, wie es am Schabhath niemals erreicht wird, lieber die Stadt senkte sich eine ganz ungewohnte Ruhe, es fehlte nicht nur das Rattern der Baumaschinen, sondern ebenso das Hupen der Autos und das Zischen »ler Motorc. Polizei, jüdische und englische, war vom frühen Morgen an durch »lie Stadt patrouilliert, tiic jüdische mit Knüppeln, die englische auch mit Gewehren bewaffnet. Alle trugen den Stahlhelm am Arm, Die leitenden Offiziere durchfuhren in Ule Demonstrationen anläßlich des Proteststreiks in Tel-Awiw kleinen offenen Autos »lie Stadt. Die einzigem Gefährte, auf »lie sie trafen, waren »lie Wngi'11 »ler Streikkommission der Stadtverwaltung »uni des Arbeiterrates, die mit Bändern und großen Schildern gekennzeichnet, ihren Dienst machten. Immer wietlcr gab es au dieser und jener Ecke kleine Zusammenrotümgen, diskutierende Haufen, Hier um! »ia waren Fremde oder Leute, die nichts von öffentlichen Dingen wissen, vom Streik überrascht worden. Ein alter Jude, im Kaftan, der am Strand gewesen war, stand hilflos milfen auf der Straße, unfähig, den weilen Weg zu seiner Wohnung zurück/ulegcn. Vorübergehende berieten, wie man ihm helfen könnte, und zehn Minuten später sah mau »las Auto der vier befehlenden Offiziere um einen Insassen vermehrt. Sie führten den alten Juden mit sich in »lie Nähe seines Hauses. Ein Anblick, der viel Heiterkeit und auch Anerkennung unter den Passanten hervorrief. Die Versammlungen und Zusammenstöße Schon lauge vor 4 Uhr fing die Menge an, sieh nach »len Vcrsanunhingsorlcn zu begeben. Alle Veranstaltungen verliefen ohne nennenswerte Zwischenfälle, wenn auch in einer, wo ein rcvionislischer Redner auftral, die Zwischenrufe und Storni!• gen sieh mehrten. Zur seihen Zeit wir »ler Strand voll he- »leckt mit Menschen, die ihre freie Zeit hier verbrachten, aber man mußte auf »lern Sand sitzen, es gab keine Liegestiilile und cs fehlten »lie sonst üblichen Eisverkäufer und Ausrufer, und die vielen kleinen Speisehäuser waren ausnahmslos geschlossen. Das (ietnebc unten ain Meer machte einen überaus friedlichen Eindruck. Keine fünf Minuten von hier entfernt bekamen jedoch »lie Dinge schon ein ernstes (jesicht. Während sieh die Massen «ach Schluß »ler Versammlung still zerstreuten, begannen an »ler Stelle, wo viele Revisionisten konzentriert waren, Schwie* rigkeiton. Gruppen bildeten sieh mul sangen, formten sich vor »Inn Lokal zu einer I)0111 niintratir»11 mit Rufen für freie Einwanderung und gegen die Regierung. Eine rote Fahne war plötzlich da 11ml Flugblätter erschienen, die zum Demonstrieren mifforilorten.!11 der Masse, »lie sich auf »lie Straßen ergoß timl sich bald mit den anderen Massen traf, die aus anderen Versammlungen kamen, war cs überhaupt nicht zu unterscheiden, ob hier eine planmäßige Demonstration vorlag oder »las Werk einer Gruppe oder einiger, an Zusammenstößen interessierter Unruhestifter. Es wurden sofort Mitglieder der Streikkommission licrangcholt, die die Demonstranten w a r 111 c n, aller ohne Erfolg, Schließlich forderte ein Schutzmann die Menge auf, sieh zu zerstreuen. Die Leute schlitten weiter und waren bereits in die Hauptstraße gekommen. Hier griff eine Feuerspritze ein, deren Wasserstrahlen jedoch eher erhitzend als abkülilend auf die Menge wirkten. Von diesem Moment an bis zum Abblascn des Streiks, also fast zwei Stunden lang, war die Ruhe auf der Hauptstraße nicht wicderhcrzuslcüen. Das Bild, das sich dem Beschauer bot, war eines, wie cs die Stadt noch nicht pcschen hatte. Der Mittelweg wird von zwei großen Lastautos blockiert, die englische Polizei herangefahren hatle. Diese stehen, mit den Stahlhelmen auf dem Kopf, auf ihre Gcwehre gestützt, immer wieder von Rufen gegen die Polizei limbrnudct. Auf den Gehsteigen und der Fahrstraße drängt sieh eine unübersehbare Menge. Teil.» sind es unschuldige Spaziergänger, die ihren Üblichen Weg nehmen, teils Neugierige, die hier UinclugcMtcn waren und min nicht mehr fortgelien, und dazwischen Trupps, die der Polizei ein Scharmützel mit Steinen liefern. Es dauert nicht lange, bis der Asphaltwcg mit großen und kleinen Steinen besät 13t, die man von den nahen Bauplätzen holt und auch von den Dächern schleudert. Der große Platz, auf dem sich die Verkelirsadern schneiden, ist ebenfalls von Polizei besetzt und telephonisch werden neue Kräfte zugezogen. Auf der einen Seite hat das Unfallauto seinen Standplatz eingenommen, das Immer wieder in Benutzung genommen werden muß, auf der andern stellt die schon gebrauchte Feuerspritze, Reitende Polizisten treffen ein, verschiedene Mitglieder der Streikkommission versuchen cinz.ugrcifcn und organisieren einen Ordnungsdienst. Das erregte Summen der ,Masse wird immer wieder durch Schmährufc gegen die Polizei abgclost und immer wieder versucht man, die Straßen frei zu t e.% Vv׳•■׳■^/^!: / ® 4י• 1׳ ■י י יי •י ־ '׳ ’ G»Yi. *ü t&1 » P׳<T , ,״ •׳ ׳o ו f /;•״ 1 44 /"ז"• j. ■\ ׳*»׳׳*״!־,:׳* ׳T » Zf '*fl n *f.,1 ' 'tü,' * ׳ 1 y! ״׳ p 3 j< ל/ #׳*/!׳! \ י! ׳■ f * 1 •* 1(, m e_״z! I / :7־ 9 .V ׳ * &,׳' f? '־ 1W ö u fl Potiaei beseitigt Hindtmissi. auj der Straß* > ««1 IdnJu: Autot werden angehatUn Fol#.2 ׳. Ktufir. T«t-Au׳hw Aus der Haflara für Sonnabend, 2. Juni Jauchze, freue dich, Todtier Zion, denn da komme ich, daß ich einwohne dir inmitten - Erlernten von IHM Viele Wcllstiimme hangen MIR an an jenem Tag und sie werden mir zum Volk, da idt einwohne dir inmitten. - Dann wirst du erkennen, daß mich ER der Umscharte gesandt hat zu dir: als sein Teil eignet ER sich jehuda zu auf dem Heiligkeitsboden, nochmals wählt er Jerusalem. Still, alles Fleisch, vor IHM, denn sdton regt er sich von der Burg seiner Heiligkeit. Satfiarja 2, Hj 17. Ut'bcrsvhung von Martin Buber. (Au• <f*m •oebtn neu •rarhif nrner» U.trtd ,.Das Buch der Zwölf"» Schoeii en-Vr! lag׳, Berlm) bekommen. Bei jedem solchen Versuch, wobei die Polizei mit ihren Knüppeln vorgeht, beginnt ein Teil der Menge Ir» wilder Flucht davonzustürincn und sich In die Nebengassen zu werfen. Aber balll sind die Plätze wieder voll besetzt. Hätte die Polizei auf ihren Willen, die Straften zu räumen, wirklich bestanden und ihre Waffe gebraucht, 80 wäre ln dieser eng zusammengckeilten Masse, in der Frauen mit Kindern und Kinderwagen sich befanden, ein unausdenkbare* Unglück ge diehen. Eine einzige!Salve hätte eine Metzelei angerichlet. Dadurch jedoch, daß man den Dingen mit viel Geduld ihren Lauf ließ, wurde das grüßte Unglück verhindert. Als schließlich, kurz, vor 7 Uhr, die ersten Autobusse auf den Straßen erschienen, die ersten Sodawasserkioske sich öffneten, wurde cs langsam still. Immerhin haben diese zwei Stunden 52 Verwundete gebracht, von »lenen 15 im Krankenhaus bleiben mußten. Es sind meistens Verletzungen durch Steiuwürfc und Kniippct- Schläge. 1111 Krankenhaus der Hadassah, wo die Verbände gemacht wurden, war für eine solche Menge kein Platz um! matt mußte draußen im Garten provisorische Unterkünfte zurcchtniaclicn. Der Hof des Krankenhauses mit der vor dem Tor wartenden Menge machte den Eindruck eines Verband« platzcs in einem Feldlager. Die Reaktion der Öffentlichkeit An» Tage nach den Zusammenstößen erscheint der ״Hajarden“, die neue Tageszeitung der Revisionisten, mit einem Leitartikel unter dem Titel ״Und was jetzt?“ Es ist klar, daß das Blatt kein Wort des Bedauerns über die Zusammenstöße hat. Schließlich entsprechen diese ja den revisionistischen Methoden und ihre Frage: ״Was jetzt?“ bezieht sich nicht twa auf die Lösung der inneren Schwierigkeiten und die Ent* Spannung der Atniosphär»־, sondern auf »len weiteren politisehen Kampf. I)er Streik ist nach ihrer Meinung nur ein von der herrschenden Richtung veranstaltetes Schauspiel, weil diese zur Beruhigung der Masse auch einmal zu scharfer», das heißt ״revisionistischen“ Mitteln greifen mußte, um aber dann den politischen Kampf sofort wieder abzublasen. Der ״D o a r llajom“ bezeichnet »lie Zusammenstöße als einen Angriff der Polizei auf friedliche Bürger und verschweigt folgerichtig überhaupt »len Demonstrationsversuch der Revi* sionisten. ״Dawar“ und ״llaarez“ dagegen sind sich einig in der Verurteilung dieser Gewaltpolitik und deuten auf die schweren Folgen, die daraus entstehen. Im ״Haarcz,“ erklärt Gliiekson, durch »lie Aktion »ler unverantwortlichen revisionistischen Jugend sei der Wert des Streiks ins Gegenteil verkehrt und die jüdische Sache schwer geschädigt worden. Fs fragt sieh jedoch, oh es überhaupt möglich ist, »lie Massen, die gestern den Streik durchführten, so in der Hand z.u behalten, »laß man vor derartigen blutigen Uehcrraschungcn sicher ist? Ob noch so gut gemeinte Warnungen der natio itnlon Instanzen und der Stadtverwaltung Tel-Awiw genügend Wirksamkeit haben, um die Trupps, die mit Steinen werfen und die Straßen unsicher machen, im Zaum zu halten? Ob nach den Ereignissen »ler letzten Zeit, den inneren Parteikämpfen, den Arbeitskonflikten, in »ler Zeit tles Prozesses um den Mortl Arlosoroffs, ein solches Unternehmen wie ein Proteststreik überhaupt in Ruhe vorühergehen kann? Noch vor den niederdrüvkomlen Erfahrungen des 21. Mai hätte ein Kenner der Verhältnisse diese Frage verneinen müssen. Heute hat siclr diese Verneinung blutig bestätigt. Aber nur unter der Voraussetzung, daß alles in voller Ruhe und Würde abläuft, behält eine solche Veranstaltung wie der Proteststreik gegen die Einwanderungspolitik der Regieruug ihren politischen Sinn. Ohne diese Voraussetzung ist er eher eine politische Gefahr als eine I iilfe. Die Gefahr liegt nicht nur in den Beziehungen zur Regierung. Sic liegt in der immer stärker elektrisierten Luft Palästinas, in der Unsicherheit, die sich aiisbreitet, der immer steigenden Bereitwilligkeit, zu den äußersten Mitteln zu greifen. Wer noch eine Bestätigung für die politische Situation im jiiüisehen Lager brauchte, hat sie durch die blutigen Köpfe in der I lailassali und die Steinwürfe auf den Straßen schlagend erhalten. Untersuchung der Vorfälle Jerusalem, 30. Mai. (J. T. A.) Die Palästinaregierung verfügte die Einleitung einer Untersuchung über die Umstände des Zusammenstoßes zwischen Demonstranten und Polizei in Tel-Awiw. Mehrere Teilnehmer und alle Redner der_ jn» Gan Rinalt (Konzertgarten) ,•»!)gehaltenen speziellen revisionistischen Versammlung, deren Teilnehmer angeblich einen Demonstrationszug gebildet haben, wurden zum Verhör vor die Polizei geladen. Der St ad trat von Tel-Awiw hat eine von der Linken׳ eingcbrachtc. Resolution, in der die Revisionisten für den ■Zusammenstoß mit der Polizei verantwortlich gemacht werden, mit Stimmenmehrheit abgeiehnt und eine Ent- Schließung angenommen, in der die Handlungsweise ״aller unverantwortlichen Elemente, die der Stadt Tel-Awiw Schaden zufügen‘‘ verurteilt wird.