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Jüdische Rundschau · 1934-06-01 · Heft 44 (1.6.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 44 (1.6.1934)
Date
1934-06-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Erinnerung an Franz Kafka Zu seinem 10. Todeslage: 3. Juni 1934 Von Ludwig Hardt*). Her Unkrstiticd *wischen dem ״Ja“ und ״Nein", das er seinen Zeitgenossen sagt, und jenem, da» er eigentlich zu sagen hiittc, (füllte dem vom Tod und Leben entsprechen, ist auch nur ebenso altnungsweise für ihn faßbar. * Du bist die Aufgabe. Kein Schüler weit und breit. F)ie Ursache dessen, daß das Urteil der Nachwelt über den Kinsrl»cn richtiger ist als das der Zcitgenosseri, liegt im Toten. Man entIultet sich in seiner Art erst nach dem Tode, cr.t wenn nun allein ist. Das Tot sein ist für den Kituclncn wie der Samstagabend für den Kaminfeger, sie waschen den Kuß vom Leibe. T. K. Als ich Franz Kafka das letztcmal sah, ein Jahr vor seinem Totlc, schenkte er mir die Beschreibung einer Reise durch Sibirien, die er gerade las, und schrieb hinein: ״Als Vorbereitung zu einer gemeinsamen 11 a I i e n f a h r t.“ Kann man zarter die Hoffnungslosigkeit eines Blattes andcuten? So I i I # V y tf 4׳ :,*י i ,■J* '1 i y U 1 ן .j war Franz. Kafka, ganz er selbst, in jeder Handlung und in jedem Komma. Fühlt man die Narbe seines Lächelns in dieser Widmung? Dieses Lächeln barg und verbarg seine Abgründe — nicht nur dem Fremden. Fs verlockte zur Annäherung; mehr noch, cs sollte seinen Träger enthüllen in die Mimikry der Unscheiubarkeit; brüderlich - freundlich sielt zu verbergen, seinen Dämonen Stille an/tinietcii, ihnen gesellig zu zwinkern, nett a u s s c h c 11 zu wollen — über dieser schonen, er• greifenden Bemühung lag, unpathetisch wie in jeder For• derung, die er an sieh stellte, die aufregend-geheimnisvolle Stille seiner Schöpfung. Mit ebendiesem Gesicht verwart er alles, was er ״gekritzelt“ batte und pries leidenschaftlich einen nebensächlichen Satz eines belanglosen Zeitungsartikels. Mit seinem Knabcnliieheln konnte er so viele viele Einzelheiten der Erde lohen und rühmen und fand im gleichen freundlichen Atem die Welt ganz und entschiede״ fragwürdig. Franz Kafka war ein lächelnder Gerichtshof, vor dem er dringend sich seinen Freispruch verbat. So wird er nicht erlauben, dal) ich von seinem Werke rede. Er könnte vielleicht sagen: Der Todesschlaf kleidet cs, ach, wie gut[; aber er würde sielt nicht zu dem Bekenntnis entschließen mögen, daß sein Werk ein Werk der Reinigung gewesen sei, ganz unzugänglich der Begegnung mit einem anderen Men* sehen. Er würde vielleicht sagen: Das einzige Nicht-Dilettantische' ist, daß ich,s keinem zeige — und sielt denken: Wo ist der Tag der Erlösung, da ich ganz befreit sein werde von dieser, leider, niedergeschriebenen, niemals endenden, peinlich-grausamen Auseinandersetzung mit der niederen Sphäre, in die der Mensch hier verbannt ist? Solche Antworten würden ganz, denen entsprechen, die er im Leben gab. So ließ ich mir einmal die Frage entschlüpfen, warum er —Fr. Kafka war Doktor juris — als Beamter tätig sei, und er antwortete mir: ״Ich glaube, der Direktor hat' mich sehr gerne“; aber keinesfalls hätte er die Wahrheit ausgesprochen: Mein Lieber, Sie fragen mich das — und dadurch nehmen Sie der Frage etwas von ihrer Zudringlichkeit — weil Sie glauben, ich, in Ihren Augen der Dichter Franz Kafka, solle meine Tage Besserem zuwemlen; aber selten Sie, dies, gerade dies ist das Bessere; sich einzugliedern, tätig zu sein für das Allgemeinere — und sei es auch nur als Vize• Sekretär der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Gcscllschatt meiner Vaterstadt Prag. Ist nicht in dieser Antwort ebenjene skeptisch-schamhafte, wehe Gewissenhaftigkeit, die seinem ״Hungcrkünstler“ ein Wort von den sterbenden Uppen nimmt, diesem Hunger• künstler, der mit dem Fanatismus eines Franz Kafka sein ganzes Leben an die Aufgabe gesetzt hat, der größte Hungerkünstler seiner Zeit zu werden, der daran stirbt und sterbend noch sein Leben vor jeder pathetischen Entweihung bewahren wird und also auf die Frage des Zirkuswärters: ״Warum ״ i.l:״,dw!K Hardt spricht Sonntag, am 3. Juni, die Mitglieder des Kulturbundes, 8.15 Uhr, im Bcrl Theater, unter dem Titel ״Theater! Theater!! T ater!II“: Theater, Varictd, Konzert und Zirkus in l tungen, Kritiken, Anekdoten und Späßen; dazu zehn Sc 1p1eler*,,P0rtrats“. U. a. wird von Franz Kafka gesproi ״Aul der Galerie“, — Karten auch an der Abendkasse. kannst du denn nicht anders als hungern?“ antwortet, indem er noch einmal das Köpfchen hebt: ״Well ich nicht die Speise finden konnte, die mir schmeckt, Hätte ich sie gefunden, glaube mir, ich hätte kein Aufsehen gemacht und mich vollgegessen wie alle.“ Weil es also eine Reinigung ist — wenn man will: die Reinigung eines Asu'cti — ist es so bedingungslos entschieden, dieses Werk. Ihr entspringt die Reinheit, Klarheit und biblische Einfachheit einer Prosa, die zu rezitieren, für mich immer ein Entzücken war, Kafka hat, das entspräche durchaus seinem Wesen, es gewiß nicht gerne gesehen, daß ich ihn vertrug; Vortrag war ihm vielleicht schon zu sehr Udn'rredimg — und gerade überreden sollte sie durchaus nicht, dieses Dichters einfarbig-beharrliche Fata Morgan« über nie erblickten Gefilden der Einsamkeit. Doch seine holte Freundlichkeit tat anders: nach jenem Abend, an dem er mich zum ersten Male hörte, und an dem ich, ohne zu ahne״, daß Franz Kafka unter den Zuhörern sei, vier Meister der!,rosa sprach: Kleist, Johann Peter Hebel, Kafka und Robert Walser — nach jenem Abend also schickte er mir seine alte Ausgabe von Hebels ״Scliatzkästlein“, mit der Inschrift: ״Für Ludwig Hardt, um Hebel eine Freude zu machen.“ Damit ernannte er mich zu der Dichter Brüder (und verlieh mir die höchste Ehrung), Um dieses Wortes willen möchte iclt’s wohl sein. Also auch Franz Kafkas Bruder, ihm und seinem Werke treu. Zur Rüualmord ׳״ Beschuldigung Die Zeitung ״Der Deutsche“ vom 29. Mai veröffentlicht eine Nachricht aus Regen 8 bürg über die Auffindung der Leiche eines Knaben in einem Kleeaeker in Wnllcrdort. Die Nachforschungen der Polizei nach dem Täter waren bisher erfolglos. Diese Notiz wird von der Zeitung mit der Heberseltrift ״R i t ü a I ttt o r d?“ verseilen. Wir Juden können nur hoffen, daß eine restlose Aufklärung des Falles Veranlassung gelien wird, die in einer solchen Uclicrschrift enthaltene Vcriläehtiirung zurückzuzichen. Die Benutzung der Ritualniord-Bcschuldigum; ist In letzter Zeit ein beliebtes Thema, von dem sielt manche Blatter ans'licincml Zugkraft versprechen. Die Tatsache, daß am 2b. Mai vor 30 fallreu der Rcirlistagsabgeordiietc Wilhelm B r 1111 n die Strafanstalt Tegel verließ, in der er wegen Beleidigung ,'er Konit/er Juden eine Gefängnisstrafe von ft Monaten zu hüllen halte, ist der Berliner ״Wahrheit“ ein Anlaß, imter der Schlagzeile ״B I u 1111 o r tl - A 11 k I ag c" die Ko- 1'it/er Affäre aufzuwärmen. Die Darstellung des Falles in der ״Wahrheit“ selbst beweist, daß cs sich um eine völlig grundlose Beschuldigung handelte, beruhend auf einer in der Konit/er Bevölkerung hervorgerufenen Psychose. Ob das aber die Leser der ״Wahrheit'• merken? Wir fürchten, viele behalten im Gedächtnis mir die Schlagzeile ״Rlutmord- Anklage“. Solche Worte, oft wiederholt, sind oft das weiß jeder Psychologe — Entsteluingsiirsaehcn von Masscnpsychosen. Darum müssen wir uns dagegen wenden, daß dieses Thema jetzt so häufig angeschnitten wird. Ein Leser aus Rom sendet uns die Ausgabe der italicni* s I1e1׳ Zeitung ״II Lavor o" vom 13. Mai, worin eine ausfuliili lic entschiedene Stellungnahme gegen die Ritualmordbcsc Huldigung enthalten ist. *Feind des deutschen Volkes״ Wie die ״Fränkische Tageszeitung" unter der Dcberschrift ״Wer zum Juden stellt, ist ein Feind des deutschen Volkes" berichtet, hat Gaubctriebs• zcllcnolmiami Pcßler vor den Angestellten der jüdischen Geschäfte in Nürnberg eine Ansprache gehalten, in der er u. ,1. erklärte: ״Jene, die heute 110:11 nicht erkannt haben oder erkennen wollen, daß der Jude der größte Feind des deutschen Volkes ist, die sielt zu ihm stellen und dafür vielleicht deutsche Volksgenossen verkaufen, schließen sich seihst aus der deutschen Volksgemeinschaft aus und vcr* dienen die Verachtung aller wahrhaften Deutschen.“ Zur Frage der B c t r I c b s f ii 11 r c r erklärte nach dem Bericht der ״Fränkischen Tageszeitung“ Bctriebs׳ellenobmaun Peßlcr, daß natürlich in Franken nichtarisrlic Betriebsführer überhaupt nicht in Frage kommen, da die Oatilcitung Franken unter Führung des Fraiikcnführers Julius Streicher unbedingt auf dem Standpunkt stehe, daß arische Menschen nur von Ariern geführt werden können. Die Basis der Ariergeseizgebund Der Reichsführer der deutschen Acrztcscliaft und Beau׳f• fragte der NSDAP, für Volksgesundhcit, Dr. Wagner- München, hielt in Weimar einen Vortrag über die Entwicklung des Gesundheitswesens im Dritten Reich, Dr. Wagner führte u. a. aus: ״Zwei Tatsachen sind cs, die außerhalb unserer Grenzen eine höchst uruntiige und von den Emigranten künstlich geschürte Errcgnng licrvot gerufen halten: Die Ariergesetzgebung und da» Besuchen, unsere rmimdiehe mul weibliche Jugend zu kraftvollen, körperlich, geistig und seelisch widerstandsfähigen deutschen Menscheu zu erziehen. Wir lassen die Frage ganz offen, ob wir rassisch wertvoller sind als die G ii s t c unseres Volkes, aber wir sind rlicn anders als sic und lehnen cs nb, durch die zu euge llcrülming oder gar durch die Vermischung mit ihnen in einen M'di-chiti Zwiespalt zu geraten, der die Grundlagen unsere» völkisehen Daseins und Bewußtseins zerstört.“ Diese Erklärung, die von fachlich qualifizierter Stelle zur Frage der Grundlagen der Ariergesetzgebung abgegeben worden ist, verdient besondere Beachtung, weil sic sich auf den Boden der rassischen Andersartigkeit stellt, ohne die Frage der Rassen bewertung nnziisclinciden. Es trägt gewiß zur Entspannung des Verhältnisses zwischen Juden und Nichtjuden bei, wenn jede diffamierende Begründüng der Rassengesetzgebung vermieden wird. Der ״Obcrrnbblncr von Berlin". Die Pressestelle der ״Rcichsycrtrctuug der deutschen Juden“ teilt mit: Mitteilungen ausländischer Blätter berichten aus verschiedenen Oroflstädtcn Westeuropas von Herrn Rabbiner Frankel, dein der Titel eines ״Oberrabbiner van Berlin“ zugelegt wird. Hierzu stellen wir folgendes fest: Die Stellung eines Obcrrabbitters von Berlin gibt es überhaupt nicht. Herr Rnbb. Friinkel hat in Berlin keine Rabbinerstellung an einer Gemeinde, weder an der Jüdischen Gemeinde Berlin, noch an einer der kleineren Privatgemeindcn bekleidet. Er hat, ohne irgendeine Gemeindefunktion zu bekleiden, eine Zcitlang als Privatperson in Berlin gelebt. iiiitimiHniiiiHtmiimiMwiiimtttitiittitiniiitiitiiHiiiHitiiiititMtiiiMtiiiiitiHiwntimHtiHHinitittiiiittHttHHiiiiitttttttwM 0 Nr. 44, t, Vj W34 Wird er es lächelnd anhöreti, dieses Gelöbnis? (),!,,r er heute, an seinem Todestage, mit einer Hand, die ^11 bebt, auf seine Brust weisend: Es scheint also <|;,s aSt!* flr' 'ז Recht zu behalten, daß dem Unrettbar-Verlorenen jeder helfen möchte. ',״n Und bedeutet dieser Bescheid eine Annahme ״der (, Abweisung? Lest nach in seinem Werk, das alles widerspic״!!!t' — so wahrhaftig wie nur die Welt im Traum, so waltrli;^.,! wie Franz Kafkas Traum von der Welt, so wahrhaftig'utJf vieldeutig wie Franz Kafkas Gewissens-Traum. 14 flr ,1:1 rc״ Sä m Sp11 »arci ־ü't'R :;cid llarw a-.al* k Thomas Mann über Kafka Thomas M a 11 n hat für einen *zum 50. 0chuft(|., Max Brod gewidmeten in!,rag erscheinenden A!1ns1״־"S eine Begrüßung Max Brods zur Verfügung gestellt, worin ״ zunächst Brods Leistung als Dichter und Religions״,־״!״!״, würdigt und dann fortfahrt: Außerdem verdanken wir ihm die Kenntnis von ctws! traumhaft Großem: die Bücher seines verewigten Freund« und Landsmannes Franz. Kafka; denn ohne sein H״. greifen, seinen Enthusiasmus, seinen Sinn für «ffcnMkh« Wirkung wären wir dieses int allerhöchsten Sinne sonder• baren Schatzes von deutscher Prosa und weltbcreichernd« religiöser Humorlstlk nie teilhaft geworden. Thomas Mann. Bezug bei jüdischen GrofMirmen Die ״Schlesische Tageszeitung“, Breslau, vom 26, 5 schreibt unter der Ueberschrift: ״Schämt euch was!“: ״Wir Imttcit gcücrii au du•-er ■Stolle au'geiülirt, cl.iß die JU(|f״ in Breslau jetzt wieder ein Verhallen an den Tag Jegen, (],, liöelistc Aufmerk..imkeit verdient. Was soll man als'r nun danj sagen, daß Itrrd.iuer Firmen, deren Besitzer deut ■ehe Volk», grmr.-c», l’ailcigctms ■en siml, einen Teil ihrer Waren ros j ii rl i s e h e n G roßt ir men beziehen? Gibt es keine deijt. sehen Grnßfirmeii, dir dic-elticn Waren zu gleichen!,reisen nsd in g'ciclirr Qualität führen?“ ' Nach den mehrfach wiederholten Erklärungen der In Fragt*■ kommenden Regierungsstellen, daß das Arierprinzip m der Wirtschaft keine Geltung haben solle, scheinen uns derartige Ausführungen nicht geeignet zu sein, den Fort• schritt des wirtschaftlichen Konsolidierungsprozesses zu be• schleunigen. Jüdisch klingende Namen Der ״W e s t d e ti t s c 11 e Beobachte r“, Köln, vom 23. Mai veröffentlicht einen Aufsatz: ״Klingt Ihr Name jü- (lisch?‘‘, worin sich das Blatt mit den jüdisch klingenden Namen zweifelsfrei arischer Familien beschäftigt. Gegenüber dem Wunsch derartiger Namensträger, ihres Namens wegen nicht für Juden gehalten zu werden, sagt die Zeitung folgendes: ״Diejenigen, die einen ,jüdisch* klingenden Namen deutscher IL'rkmdt tragen, :11 ii s •י e 11 ihn behahen, denn wir dürfen den Juden auch dic-cr Gi-hiet nicht überIa,,eil! Wer Mitmenschen gfgrniilo — e; gibt ja leider viele Neider — seine arische Abstammung be• »eben muß, der wende sich unter Einsendung *Ihr vrdii״l>,m־n Urkunden an den S,n׳hverslareligcn tiir Ka.»etop>ehung beim Kcirlisministrrinfn de. Innern, der nach l'nihing des Materials die arische Abst itmiming hrvrlicini^t.** Der Artikel bezieht sich, wie gesagt, nicht auf Juden, sondern auf Arier, die jüdisch klingende Namen tragen. Daß jüdische Träger jüdischer Namen diese Namen be• halten und in Ehren tragen, ist wohl sclbstv erstand• lieh. y.tsrd liehe ״(WC. mit I «tmt S!e c: Klo (.has; teil(,1׳' tor T nicht An 7“ /!״:<! bei 1 Folie Abu Morg er d» poli? Arlos disch sehee t rrldäi Mord Als der I llael.1 in I j «sch Arlos siehe Aral»! Gene nie t rit doch ward Ahr.1 bitte wie gebet groß« Flasc Akze sei v i Pro ange׳ Absc I kalt litt \ in i Modi leihe aufgt Arierparagraph und würüembergische Kirche Das ״R e u 11 i n g c r Tagblatt" vom 22. 5. berichtet über eine Pfingstprcdigt von Landesbiscltof D, Wurm in Reutlingen u, a., daß der Landesbiscltof int Verlaufe seiner Predigt erwähnte, warum die württemberßische Kirche den sogenannten Aricrparajrraplicn nicht entführen konnte, da di« Auflassung von christlicher Kirche aus dem Pfinfjstcrlebnis her keine Rasscnuntcrscliicdc kennen dürfe. Kleine Nachrichten Nach einer vom ״l.aiulcsprcsscdicnst“ verbreiteten Mdteilung hat der Führer der Heidelberger Studentenschaft da* Corps ״V a n d a I i a“ (Heidelberg) aus der bitmlöchcn Kammer der Studentenschaft ausgeschlossen und allen Mitgliedern der Heidelberger Stiiileiiienschaft die Zugelmrigkeit zu diesem Corps verboten, weil sich das Corps geweigert habe, ״jüdische und jüdisch versippte Alte Herren auszu schließe!!“. Auch der Cösencr S. C. um der Allgemeine Deutsche Waffenring hätten das Co■,"; ausgeschlossen. Die Berliner ״Nachtausgabe“ vom 29. Mai berichtet unter dem ironischen Titel ״So ist’s richtig“ über die Au!• führunp des Dramas ״Jeremias“ von Stefan Zweig in Paris in hebräischer Sprache durch die palästincn• siscltc Truppe ״Ohe!“ in der Inszenierung von llalevv, ״« Musik von Y. Gorchow, Ausstattung v ווי Abraham l-lcM• nani. Die ״Nachtausgabe“ zitiert den Bericht der!’arlM Zeitung ״Le Journal“ über diese Aufführung und schreibt, si habe es schon lange gewünscht, daß Stefan Zweig scl” Dramen hebräisch und für ein jüdisches Publikum schreibe■ Zum Schluß spricht der Autor der Notiz die Hoffmm? au־, daß Stefan Zweig mit seinem Drama nicht am t'mle « heutige Deutschland gemeint habe. Dem Autor ist 11*״' , entgangen, daß das Drama Stefan Zweigs bereits 1918 1 Druck erschienen ist. Der Stadtrat von Bruchsal hat in einer seiner letzte" Sitzungen beschlossen, für Nichtarier den Besuch u städtischen Schwimm* und Sonnenbades zu verbieten. Die englische Abteilung der Jewlslt Agency ha gegen die Begrenzung der letzten Arbcltcreinw a d e r tt n gs S c h c d u Fe für Palästina eine Protcstresolu gefaßt. Unter dem Vorsitz des Abgeordneten Rabbi Lc« יי wurde In Warschau die Tagung des Zcntralrats der Vveltok nisation Agudas JLsroel eröffnet. Der Frankfurter jüdische Physiker Dr. Manfred Ma«" heim er, der im letzten Jahre durch seine Erfuiating’ Wolkennrojcktora bekannt wurde, ist an die Yale uiuvc 1 In Ncwitavcn (Connecticut) berufen worden. Am 29. Mai verstarb In Hamburg der Oheff•'11’'׳^j des Deutsch-Israelitischen Synagogenverbandes, Dr. - * Spitzer, im 63. Lebensjahre. ׳ , Die Sängerin Teresa Oerson (früher an ״fnem wird am 14. Juni im holländischen Sender der AVRU 1״ Orchester-Abend Arien aus verschiedenen Opern vortrag mens cingc I 1 hei . | Abzt; ן das 1 1 ist, i , geret , Pfun 1!eher Pfun Bcdii pro Mi ( Jihrt 1 siche schal Zins• esset Rech durc; lehn Kerc leihe ntgi Stuc so t sei!!( reich betr; Ru nt der wen 1. A tlom mit ca.

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