Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1934-05-25 · Heft 41-42 (25.5.1934) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 41-42 (25.5.1934)
Date
1934-05-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2653452-2653490--25257-2682383
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

Seite 8 JODISCME. RUNDSCHAU Nr• 41/42, 25. V. Jüdische Arbeiter ins Gefängnis 1 Aufgeregte Tagung der Assetat Haniwcharim Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Jerusalem, 17. Mal 10)1. In Jerusalem tagt zurzeit die Assel,1t Haniwcharim. Fs ist die von der Regierung bestätigte Vertretung der palästinnisischen Jmlenlieit, die über die Geschicke ries Jischuw zu beschließen hat. Sie wählt aus ihre,־ Mitte einen ständigen Ausschuß, den Waad Leumi, der die Geschäfte von einer Plenarsitzung zur anderen zu führen hat, Oie Assefat Haniw־ charim (wörtlich übersetzt Versammlung der Gewählten) stellt also eine Art ״Parlament“ 1 .s palästinensischen Judentuius dar. Freilich ist diese Körperschaft seit einigen Jahren mir mehr als ein R um p f p a r 1 a m ent zu bezeichnen. Von den ersten Versuchen zu ihrer Gründung an splitterten Teile der jüdischen Bevölkerung ab. Es war zuerst die Agudath Jisrael, als die Vertretung der intransigenten orthodoxen Nicht/ionistcu, die unerfüllbare Forderungen stellte (unter anderem Nichtzulassung der Frauen zum Wahlrecht) und sich von der Versammlung isolierte. Es folgte weiterhin die ״Hitachduth Haikarim“, die Pflanzcrvereiuigmig, die die starke Vertretung der Arbeiter in der Assefat Haniwcharim fürchtete und Aendcnmgcii des Wahlmodus verlangte. Die Pflanzer- Vereinigung, eine der starken und einflußreichen ökonomischpolitischen Körperschaften, ist also ebenfalls in der Versa minhing nicht vertreten. Fügt mail noch hinzu, daß die Rcvisionisten sich dieses Mal an den Beratungen nicht beteiligen mul als einzige Repräsentanten dieser Richtungen sich zwei Anhänger der Großmaun-Onippe im Saale befinden, so ergibt sich folgendes Bild: die Arbeiter steilen den wichtigen und entscheidenden Block der Assefat Haniwcharim, und neben ihnen erscheinen die übrigen weit kleineren politischen. Gruppen, allgemeine Zionisten und Misrachixtcn. f:.s leuchtet ein, daß unter diesen Umständen die Vertretung des Jischuw in der Versammlung keineswegs vollständig ist. Nun werden aber gerade in dieser Sitzung Fragen bchandelt, die eine möglichst weife Vertretung der jüdischen Bevölkerung voraussetzen, wenn die gefaßten Beschlüsse nicht nur auf dem Panier bleiben, sondern reale Folgen haben sollen. Auf der Tagesordnung stehen neben Berichten über die abgclaufene Aintspcriodc und Problemen der täglichen Arbeit die Maßnahmen der Regierung wegen der ImmifT r a t i o 11 und die Frage der jüdischen Arbeit in den Kolonien des Scharon. Was die Immigrationsfrage betrifft, so ist es sicher, daß die Assefat Haniwcharim einmütig eine scharfe Protestresolution annchmcn und Vor- Stellungen hei der Regierung, wenn nicht noch schärfere Mittel beschließen wird. Jedoch würde es auf das Oberkommissariat, das mit der Pflan/crvcreinigung und besonders mit ihrem Führer Mosch eh Smilanski in Verbindung steht, rineii besonderen Fimlnick machen, wenn hei dieser (jelegenheit sich diese Körperschaft einer Demarche der Assefat Haniwcharim nnschlicßen würde. Es käme dabei zum Ausdruck, daß die Forderung tim mehr Eiiiwamlerungscrlnubiiisse von allen Kreisen des Jischuw getragen wird, und daß über diesem gemeinsamen Kampf auch alte Streitigkeiten wie die zwischen den Pflanzern und der Assefat Haniwcharim bei- Seite geschoben werden. Die A b w e s c n h c i t der Pflanzer bekommt jedoch erst ihr volles Gewicht in der Frage der jüdischen Arbeit. Schon als das Aktions-Coinite in Jerusalem zusnniinentrat, mußte es sich mit jenen Arbeitskonflikten in Kfar Saba beschäftigen, die daraus entsprangen, daß Kolonisten, die bisher nur mit Juden gearbeitet hatten, Araber cinstelltcu. Dieses Vorgehen ergab sich zuerst aus dein in den Siedlungen herrschenden Arbcitcrmangcl, den jedoch die Arbeiter durch Anwerbung von Freiwilligen ans der Stadt und den Arbeiterwirtschaften sowie durch Einstellung der Bauarbeiten in den Kolonien zu belieben suchten. Es gelang wirklich, wenn auch mit größter Mühe, trotz, hoher Löhne und dringender Arbeit, Menschen in die umstrittene Zone zu pumpen, aber gerade in Kfar Saba konnten die Dinge nicht geregelt werden. Aus einem zu Beginn leichten Konllikt, der wegen einer geringen Zahl arabischer Arbeiter ausgebrochen war, wurde ein Streit, der sich nicht beilegen ließ, das l.eiien in der Kolonie aus dem Gleichgewicht brachte und das Land seit Monaten in Atem hält. Das Aktions- Cnmite entsandte, weil sich schon damals die Dinge zuspitzten, eine Delegation nach Kfar Saba. Sie berichtete und das Aktions-Coinite nahm einen feierlichen Beschluß über die zionistische Pflicht, jüdische Arbeiter zu beschäftigen, an. Dabei blich es jedoch, denn in Kfar Saba änderte sicli dadurch gar nichts. Die Pflanzer beharrtrn bei ihrem Beschluß, Araber zu beschäftigen, die Arbeiter stellten au den Toren der betreffenden Plantagen Posten aus, die Polizei in der Kolonie war dauernd auf Wache. Es folgten immer neue Verhandhingen und ihre Resultate waren mehr oder weniger gleich Null. In den letzten Tagen spitzten die Dinge sich weiter zu. Es kamen neue zahlreiche Verhaftungen der Posten vor und die Urteile des Gerichtes wurden schärfer. Der Dislrikfskommissar lud einige der lokalen Arbeiterführer Vor ein administratives Gericht und verurteilte sic zu sechs Monaten Gefängnis, nachdem vorher bereits auf dem n־>r• malen Justizwege einige Gefängnisstrafen ausgesprochen wor- (len waren. Als Alternative schlug der Distriktskommissar den Verurteilten vor, eine schriftliche Versicherung abzugehen, während eines halben Jahres keinen Anlaß zu neuen Bescliwerden zu gehen. Dieses leimten die Arbeiter ah und ho• reik'fcn sich zu ihrer Wanderung ins Gefängnis vor. Die Lage wird noch dadurch kompliziert, daß die Regierung vor kurzem ein Gesetz publiziert hat, nach dein das Posten* stehen verboten ist, wenn es sich um Arbeitskonflikte handelt,'die mit nationalen Belangen verbunden sind. Das heißt die Arbeiter dürfen bei einem Konflikt mit einein Pflanzer. der sicli um die Einstellung von Arabern dreht, keine Posten mehr stellen. Diese Verordnung rief unter den Arheitern um so mehr Aufregung hervor, als es bekannt war, daß die P f I a 11 z c r v e r c i n i g 1111 g selbst ein Gesetz dieser Art von den Behörden verlangt hat. Trotz, der Verbote haben sich die Posten in den letzten Tagen verstärkt. Schon seit langem haben sich an dieser Aktion nicht nur die Arbeiter von Kfar Saba beteiligt, sondern auch Mitglieder der Exekutive der Arbeiterorganisation. In den letzten Tagen kamen dazu bekannte Persönlichkeiten, die nicht dem Arbcitcrlager angeboren, wie Dr. Gliickson, der Redakteur des Haare/, und der hebräische Dichter Tschcr* nichowski, die damit ihr Eintreten für die Forde der jüdischen Arbeit demonstrieren wollen. Am Tage der Eröffnung der Assefat Haniwcharim sollte einer der Arbeiterführer von Kfar Saba, der Mitglied der Ver- Sammlung ist, seine Gefängnisstrafe antreten. Er verlangte von der Polizei einen Aufschub von drei Tagen, tun an den, Beratungen teilnehmen zu können. Die Polizei gewährte ihm einen Aufschub von 24 Stunden und in der Eröffnungssitzung wurde sofort mit der Beratung der Frage der jüdischen Arbeit begonnen, wobei das genannte Mitglied eine Abschiedsrede vor seinem Marsch ins Gefängnis hielt und von den Versammelten stürmisch a k k 1 a m i e r t wurde. Es ist offensichtlich, daß die Assefat Haniwcharim bis vielleicht auf einzelne sich völlig mit der Forderung der jiklisehen Arbeit identifiziert. Sie sicht das Problem zur-, zeit im Zusammenhang mit der ungenügenden Zahl ierung der E i n w a n d e ru 11 gs e r i ,111׳ b 11 i s 8 c und befrachtet den Kamp! um jüdische Arbeit als dm•״ Teil des Kampfes um eine breitere Immigration. Jedodi Ist ehe״, wie wir oben zeigten, hei all diesen Verhandlungen der zweite Partner, eben die ['flauwvcreiiuguu!׳׳, nicht verlrclen und auch die Hilfe, die jetzt aus anderen Kreisen des Jiselmw zu kommen scheint, hat' bisher nicht vermocht, die Ocgeiifront zu brechen. Wie sich die Kreise des nrbeifcrfrctmdlichcn Teiles der ״Allgemeinen Zionisten“ zu der Sache stellen, sieht mau aus einem Artikel des ״Haare/“, der nach Verkündung des Urteils im Admiiilslrniivpro/cß geschrieben ist. Der Redakteur weist darauf hin, daß die Regierung mit diesen Urteilen und ihrem scharfen Vorgehen kaum ihr Ziel, eine Beruhigung der Atmosphäre, erreichen dürfte. Denn — so fährt der Artikel fort — überall Im Jischuw befrachte man die Aktion der Arbeiter und ihrer Führer keineswegs als ein yergehen und es wäre daher nichts anderes zu erwarten als eine Vcrschär• hing des Kampfes. Die frage der jüdische״ Einwanderung und der jüdischen Arbeit hat bisher alle anderen Punkte auf der Tagesordnung der Assefat Haniwcharim zurückgedriingt. Sic hat sieh jedodi noch mit vielen praktischen Angelegenheiten zu beschäftigen, die für die tägliche Arbeit von Wichtigkeit sind. Ucbcr diese Fragen wird noch gesondert berichtet werden. Die Assefali hat ein J a 11 r c 8 b u d g c t von 100000 Pfd. beschlossen, in dem 37 000 Pfund für Erzicluingswescn und 60 (XX) Pfund für Gesundheitswesen vorgesehen sind. (Weitere Nachrichten Uber Beschlüsse der Assefat Nlwcharlm siehe Seite 2.) Jerusalem, 17. Mal. (J.T.A.) Die von der Assefat Haniwcharim gegen die Verurteilung von drei jüdischen Arbeitern, die 111 K f a r S a b a vor jüdischen Orangenoflrnzungen, In denen arabische Arbeiter beschäftigt werden, Posten gcsl,andeii haben, bei der Regierung erhobenen Vorstellungen sind erfolglos geblichen. Die drei Arbeiter wurden am 17. Mat ln das Jerusalemer Gefängnis clngelicfert. Inzwischen hat sich die Lage in bezug auf Verwendung von arablscher Arbeit in Kfar Saba verschärft. Die Zahl der jüdiscl’cn Pflanzer, die arabische Arbeitskräfte beschäftigen, Ist auf sieben gestiegen. Jerusalem, 22. Mai. (J.T.A.) Elf jüdische Arbeiterfülirer, die auf Grund der neuen Verordnung, durch die das Postcnstehen vor Betrieben, die arabische Arbeiter bcschättigcii, verboten wird, in letzter Zeit verurteilt wurden, haben die Schnwuotli-Fciertagc im Gefängnis verbracht. Vier von ihnen sind erst am Feiertag verurteilt worden, und zwar zu je zwei Monaten Zwangsarbeit ohne Bcrufungs״ recht. Ein Strafaufschub bis nach den Feiertagen gegen Hinterlegung einer Kaution wurde ihnen verweigert. New York, 18, Mai. (J.T.A.) Der Präsident der Zionistischcn Organisation Amerikas, Morris Rothenberg, hat an den Führer des Verbandes der jüdischen Landwirte Palästinas, Mosche Siniliansky, folgendes Telegramm gerichtet: ״Die Juden der Vereinigten Staaten sind alarmiert angesichts der ernsten Folgen, die der Kampf um die Frage der jüdischen Arbeit für den Jischuw haben könnte. Ich muß an Sie als den Führer des jüdischen Lamlwlrte-Vcrb,■indes und an Ihre Kollegen den dringenden Appell richten, alle Anstrengungen zu machen, um eine Verständigung in der Frage der Beschäftigung jüdischer Arbeitskräfte herhei/ufiiliren und dainit dazu beizutragen, daß die ungünstige Einwandcrungs- Politik der Pnliistiua-Regicrung eine Aciiderung erfahre.“ Die Ncuausgabc von Herzls Schriften Selten ist ein Buch סף zu rechter Zeit gekommen. Die ״Jiid. Rundschau“ hat iin Laufe des Jahres 1033 wiederholt Zitate aus Hcrzls grundlegenden Schriften gebracht, die zeigten, wie dieser Mann, aus dem europäischen Literatentum hervorgegangen, aus tiefer Einsicht eine Wendung vollzog und eine neue Epoche der jüdischen Geschichte durch tiefe Einsichten in das Wesen der Judenfrage und prophetische Voraussicht cinlcitctc. Hcrzls Schriften sind icdoeli einem großen Teil der Juden noch unbekannt. Gerade in der heutigen Zeit gibt cs aber wenige Bücher, die so aufsc 111 ti ß rcich und zugleich so trostreich sind wie dieses. Es ist also dankenswert, daß der ״Jüdische Ver- I a g“, Berlin W 50, jetzt diese von uns bereits angekündigte Ncuausgabc von Hcrzls ״Zionistischen S c h r i ften“ veranstaltet. Der bisher vorliegende erste Band zeigt, daß der neue llcrzl gegenüber der ersten und zweiten Auflage völlig neu gestaltet Ist. Ans der von Prof. Leon Kellner herausgcgcbcncn 1. Auflage wurde der Beitrag ״Theodor Hcrzl und Baron Hirsch“, der die denkwürdige Unterredung dieser beiden Männer im Jahre 1803 in Paris schildert, wcggclassen, da sicli die betreffenden Stellen in Hcrzls Tagebüchern finden. Die ״Tagebücher“, die der Jüdisclic Verlag vor etwa zehn Jahren in drei Bünden herausgegeben hat, erscheinen jefzt innerhalb der neuen fünfhändigen Gesanitaii'igabe als 2., 3, und 4. Band. Ferner wurde ans den beiden ersten Auflagen nicht mitühernommen das Feuilleton ,,Diiimtcrle und Bätimerlc“, da es keinen spezifisch jüdischen Inhalt hat. Der Herausgeber der neuen Auflage der ״Zionistischen Schriften“, Dr. Sicgmutid Kaznelson, konnte hingegen die ״Zionistischen Schriften“ um die nach- .stehenden vierzehn neuen Beiträge aus der Feder tler/ls erweitern: die bisher unbekannte Rede Hcrzls hei der Makkah.'ierfeier der jüdischuationalen Verbindungen im Rottacher- Saal zu Wien, am 2. Dezember 1806; ״Die Jagd in Böhmen“ (in der ״J. R." bereits zum Abdruck gelangt); ״Fran/ösische Zustände1'; ״Zionismus“ (Ein Briet an das ״Berliner Tageblatt“, der sieh gegen den Arahienforscher Dr. Eduard Glaser wendet); Hcrzls ״Botschaft au die amerikanische Zionistenkonferenz" im Jahre 1808; aus demselben Jahre eine ״Boischaft an die englische Zionistcnkonfcreiiz“; ein Aufsatz über diese, betitelt: ״Clcrkcnwcll Town Hall“: ein Artikel zum zweiten Zionistcnkongreß (1808); der Bericht über Hcrzls Palästina-Reise im Jahre 1808; ein Brief ati die Wiener Jugendzeitschrift ״Unsere Hoffnung“, mit dem Titel ״Reise-- segen“,Hcrzls Reden über ״Palästina oder Uganda" auf der Konferenz des (Iroflcn Aktionskomitees in Wien, 1004, kurz, vor seinem Tode; ferner der letzte Artikel Hcrzls, ״Die Konferenz der Verständigung“ (über die genannte A.-C.- Sitzung).. Den Abschluß des Bandes bilden Hcrzls ״Lite• rarisclics Testament" vom 12, Februar 1807 und sein ergreifender Brief ״An das jüdische Volk“ aus dem Jahre 1004. Der drucktechnisch hervorragend ausgestattetc Band mit einem Umfang von 550 Seiten enthält überdies das Vorwort zur Ncuausgabc und ausführliche Anmerkungen, ferner ein Hcr/l-Bild ans dem Jahre 1805 in Kupfer• tiefdruck. Mit dieser Neuauflage dürfte dieses klassische Buch des Zionismus nunmehr seine endgültige Gestalt erhalten haben. — Die Bände der Gesamtausgabe von Hcrzls Zionistisehen Werken sind,' wie der Verlag mitteilt, auch einzeln zu beziehen. H. Das Schweizer Zentralkomitee für jüdische FUlchtlingshllte teilt mit, daß cs gezwungen war, ab 15. Mai seine Büros zu schließen und die Arbeit weitgehend einzuschränken, da die Mittel ׳ erschöpft ,sind. ' ' * 193( Nach der soeben erschienenen Luftnostüstc ,1,,, n , Rcichspost, in der alle Rcichspostfhtgc eiiisdilirm■'!51^ Anschlußfhige nach den außcmirop.iisehcn 1 ämw, 11'f geben werden, sind augenblicklich vier Luftpost-Vcrbi1 ״ *"Kt־ nach Palästina vorhanden. Bei den für den Postverkei *י'" Palästina in Frage kommenden Fuftpostlinicn handelt ״,ck meist um Linien holländischer, französischer und *י',.®?,״ Vcrkehrsgesclhi haften, für die die Deutsche lulLל ״ nur Zubringefiüge durchfuhrt. Line Ausnahme bildet'צ®' Strecke Berlin—Athen. uct äie 1. Holländische Linie. . ah Halle ׳Leipzig Donnerstag früh an Athen I )oimerstag nachmittag ab Athen Freitag früh an Kairo Freitag mittag an Gasa Freitag nachmittag Postschluß: Hallc/Lcip/ig (Flughafen) Postamt I lalle (Saale) 8 Postamt Leipzig (. 2 Berlin (Flughafen) Berlin € 2 Zubringefiüge (Reiclispostfiüge) RPF 46 ab f khingfors an Tallinn (Reval) RPF 3T ab Tallinn (Reval) an Riga ab Riga an Königsberg (Pr.) RPF 27 ab Kowno an Königsberg (Pr.) ab Königsberg (Pr.) an Danzig ab Danzig an Berlin (Flugh.) RPF 16 ab Königsberg (Pr.) an Berlin (Flugh.) RPF 135 ah Köln (Rh.) an Berlin (Flugh.) RPF 136 ab I lannover an Berlin (Flugh.) Von Hannover auf ist auch direkte Halle/Leipzig mit spifferern Postschluß Hamburg. RPF 2 ab Berlin (Flugh.) Do. 4.45 an Flallc/Lcipzig Do. 5.30 Bei Sendungen aus Danzig, Königsberg und den Osts» lindern Leitvermerk: ״Mit Luftpost via Berlin". Donnerstag 633 Donnerstag 4,15 Donnerstag 4j)!*omierstig 4» Donnerstag 533 (Stets Mittwoch!) 0.30 1 10.00 10.50 12.35 12.55 14.15 12.55 14.15 14.45 15.40 16.00 18.15 22.15 1.45 18.15 20.55 14.25 16.00 Abfertigung nxh möglich, desgi. voa 2. Französische Linie. Air France, Linie 486, Extrcmc-Orieut. Marseiile—Saigoa. ab Neapel Donnerstag mittag an Korfu Donnerstag nachmittag ab Korfu Freitag früh an Athen Freitag vormittag ab Athen Freitag vormittag an Castclrosso Freitag mittag ab Castclrosso Freitag mittag . an Beirut Freitag nachmittag ab Beirut mit Postkraftwagen nach Haifa jeweils etwa 1 Stunde nach Eintreffen dos Flugzeugs. Postschluß: BahnPA. I München Dienstag 20.00 Zug D 65 Mii—Kufst. Dienstag 23.55 für Sendungen via Neapel ' ' Rcrlin C2 Donnerstag 6.00 Zug D31 Mii—Salzburg Mittwoch 2240 mit Zug bis Wien, dann RPF 3. Breslau—Oderberg Zug D37/337 Mittw. 22.29 mit Zug bis Wien, dann RPF 3. RPF 3 Zubring ef lüge: Sonstige wie oben. ab Berlin Donnerstag 7.00 an Wien || 9,05 ab Wien )t 9.25 an Budapest >» 10:20 ab Budapest 9» 10.30 an Belgrad 9» 11.45 ab Belgrad 9» 12.00 an Sofia »9 14.20 ab Sofia!9 11.40 an Saloniki )9 15.55 ab Saloniki 99 16.00 an Athen 91 18.15 Zubringefiüge aus Richtung Königsberg (Pf) 3. Englische Linie London—Slngapore. ab Brindisi Montag früh an Athen Montag mittag ab Athen Montag mittag an Alexandrien Montag nachmittag ab Alexandrien Montag nachmittag an Kairo Montag nachmittag ab Kairo Dienstag früh an Gasa Dienstag vormittag Postschluß: Berlin C2 Sonntag 7.15, dann RPF 81 ״״ Bahn Rom—Brindisi , München NW 2 Sonntag 11.20, dann wie ob«■ Zubringefiüge aus Nordost-Europa wie bei L M0* stets Sonnabends statt Mittwochs. 4. Englische Linie London—Kapstadt, ab Brindisi Freitag früh an Athen Freitag mittag ab Athen Freitag mittag an Alexandrien Freitag nachmittag . . ab Alexandrien Freitag nachmittag an Kairo Freitag nachmittag ab Kairo Freitag nachmittag an Gasa Freitag abend ,, Postschluß: Berlin C 2 Donnerstag 6.00, dann mi*RtlCl־״ postflug nach Athen (vgl. unter 2)■ ״ Berlin C 2 Donnerstag 7.45, dann mit post bis Rom, weiter mit Bahn nach disi. .,סי München NW 2 (Flugh.) Donnerstag “׳״׳' dann mit Luftpost nach Rom usW״״״־ Breslau Zug I) 37/337 nach (Kierberg-«״1׳" dann mit RPF 3 nach Athen. Frankfurt a. M. 2 (Flughafen) Donn 9.15, dann mit Luftpost nach Rom Zubringefiüge aus Nordost-Europa wie bei Luftpost-Gebühren. us#, Alle mit Luftpost zu versendenden Briefe, Karta müssen voll freigemacht werden; nicht ״e׳ß Sendungen gehen mit gewöhnlicher Post, erleiden also liehe Verzögerungen. . m. Der Luftpost-Zuschlag beträgt bei alle«1« gegebenen Linien für je 5 Oramm 10 RPf•! mindest doch iS RPf. I 'i I ■1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.