Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 41-42 (25.5.1934)
- Date
- 1934-05-25
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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ו 11׳ ו iisa A 'Rl:u 6.30 4.15 :.'■יי 'sf.1L: 4.30 '^1.20־ :;י 'st'13.30 ״ wochs)!11! mich ■sgi. von Ostsee• -Saigon. UrMM 25. v. 1934 __ Brief aus Norwegen ז _ Oslo, Mitte Mai 1934. Ifclit’•' d'1’ Situation <I1*s jüdischen Lehens in Skandinavien i , •1|1»e1m’ine11 nml i״ Norwegen im besonderen, werden viel• { f ,, Jo phantastische Nach)lebten Verbreitet, d״[| es wün- 4,'iiwveit erscheint, diese 111 objektiver Weise zu beleuchten. J '’sgniHÜnavic'n kenne keinen Antisemitismus, das ist für 11 ,״'he eine Binsenwahrheit geworden, die sic immer wieder!11״,. vielt liiiiatisrufen, ln Wahrheit 1111114 das Land, das » wm'it Anti-enutNuuis kennt, wohl noch werden. I * ins Jmlciilinn in Norwegen hat noch keine grolle 1 1 reiche Tradition. Vor 5000 ־ Jahren zeigten sich erst!!' f(!;te1t Ansätze zu _ einer ()eineindebildiing in Oslo und 1 “'f )״, |,ihren wurde die zweite grolle üemeindc in Tromljan I ' ,,finniet. In diesen beiden (iemeindeu leben ilic allermeisten 0? kann! 201 Ml Juden des J amles, und nur wenige wohnen j 1,״dreiit in den kleinen Stadien mul Städtchen. Für die I i;{|r,u׳l1hnnf koiuiiien also im wesentlichen. die Vorliiiitnissc I «der I amleshaiiptslndt und die in Tromljcm, der nördlichsten I!"ijichcn (ieineimle der Welt, in Frage. |),1s Jmlentum Norwegens ist in Mitteleuropa, speziell in ׳Vntw'lilaml, wohl erst bekannt geworden, als die Welt von 'f,n Selm Idvn bot in Norwegen erfahren hat, Wenn man Lj psvitiolopiseheii (Iriiiide für das Sehiiehtver־hot mit ersucht, "|l״l wird mau finden, daß .eine falsche Aiill.asstmg vom I j'^cii der Scheeliila daliei eine große Holle gespielt hat. ei.-lilwle'toweniger wäre es ahn׳ grumtfatsch anzunehmen, (15!j (|,!s Motiv des Antiseinilisiniis dabei ausgeselialtet ge• ,"וך״י sei. Vielmehr ist es von den Gegnern des Seliiieht- ,jjhctcs im Slortliing mit aller Deutl.iYhkcit gesagt worden, (!j|i ,He betonte Tierliebe der Scherhit,ih-Ciegiier viellach eine \(3!l,1ra1le für Menschen und Judenhaß gewesen sei. Die soziale Struktur der jüdischen Bevölkerung Nor• cigfiis ist, im wesentlichen mit der der Gesamthcvölkcrunjv Norwegen ist das Land des Mittelstandes par cxellencc) vor* giilcu. Jedoch herrschen liier auch starke Gegensätze, mul J;l1fn1 ve 1haltiiismäßigoii Reichtum auf der einen Seite steht ״Ith besondere Armut gegenüber. Dieser Gegensatz hat sich Jnch verschärft, als durch eine Regierungsverordnung der ibihicrliainlel, von der die ärmere Schicht der jüdischen Bevnlket 111t;g lebt, verboten worden ist. |1ic kulturelle I nge der norwegischen Judenheit ist ];iflrrnrdentlich interessant. Die Tatsache des Mangels einer :,Taloi geschichtlichen Tradition tritt hier mit allen ihren Vor■ mul Nachteilen als entscheidender Faktor in lirscheiutmg, [;n (icsclilocht ist heram.rewachsen, das bereits im Lande [d«m1 ist und dessen Kulturstreben zunächst darauf gerichtet ,st. sich im Hahmcn der geistigen Bildung des Landes zu vervoilkommneii. Die Tatsache des Mangels einer intensiv jiidi- ״Inn ITzicImng im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich verhängnisvoll ausgewirkt. In den allerletzten!.׳ihren ist ein intensiveres Streben nach Vervollkommnung im Geiste des Judentums tcsDustellcn, das Im wesentlichen 11־,and in Hand geht mit dem Erstarken des zimiistischeu Gedankens. Zionistische Vereinigungen existieren in de« beiden grollen Gemeinden des Landes und umfassen in der Regel die gesamte jüngere Generation, wobei zu betonen ist, daß es einen ausgesprochenen Antizionismus nicht gibt. Rabb. Julius Samuel. Seminar und Tührerlapnfl des Hahonim Vom 9. bis 19. Mai fand auf Gut Winkel bei Berlin rin Fiilirerseminnr des Hahonim noar chaluzi statt, an dem sich 72 Führer des Hundes beteiligten. -- Anschließend daran find daun in Leipzig die diesjährige FülirerTtgung des Bimdes statt, zu der 2t0 Führer aus allen Teilen des Reiches (rscliirtion waren. Unter den angenommenen Resolutionen ist nt erwähnen, daß die Fiilirertagmig von jedem C.lnwcr des Hahonim fordert, dem Makkabi beiziitrcten. Wir werden über den Verlauf der Tagung demnächst ausführlich berichten. In die neue Dundeslcitung wurden S. F. Orb,ach, Mosche Bcr* ttnllial, Jaakov Simon und Atte I Icilbrimn gewählt. Pcgischah des Brith Cluduzim Datihn in Blankenese, für die norddeutschen Gruppen des llritli Chaluzim Datum lind vom 19. bis 21. Mai eine Pegischah in Blankenese «ätt Etwa 60 Chawerim der Snifirn Berlin, Hamburg, Drage- Huch, Kiel, Gchringshof, Blankenese, Lübeck nahmen daran Mil mul verlebten Schabbath und Schawiioth gemeinsam im Rlanknicser Betli Chain/. Als besonders gemciimchaftsgestal- Mntl wurden die gemeinsame Tcfillah, die Sclialibathfeierii i«1d Jomtow, das Lernen in der ersten Jomtow-Nacht und *e verschiedenen Scliiiirim an den drei Tagen des Zusammen- ■fins empfunden. — Heber das kulturelle Problem in Ercz /p . ■ hrael referierte Rudi Herz, Kibbuz Rodges. Von besonderem g (Ff׳׳ S bteressc war außerdem eine Arbeitsgemeinschaft über das jj Thema ״Der Kibbuz — unsere Lebensform“. Die Cbaweroth ן 'ptacl eil in einer weiteren Arbeitsgemeinschaft, die von Ilse p Herz, Kibbuz Rodges, geleitet wurde, über den Anteil der | Frau .1111 religiösen Aufbau Palästinas, insbesondere über die * hVnsgcstnltuiig in einem religiösen Kibbuz (FamTc, Kinder-! '!Ziehung, geistige Arbeit der Cbavvcra usw,). Isi Fisncr, 'ן Min, hielt ein Referat über ״Die Aufgaben des Bachad in II ״oitscliland“ und umriß damit vor allem die Richtlinien für dne intensive Arbeit in den einzelnen Gruppen. Da ein poBcr Teil der anwesenden Chawerim die Absicht hat, in 1Mibarcr Zeit zur Alijah zu gehen, wurde ein Kibbuz-Alijah ־־״“ ־״ p Pgriimict. 1)20.0 ag: 23.55 ag ן 6.00 ag 22.10 eh• 1 22.20 .w .jc oben, f . Frankfurt. Die Palästina-Atisstclliitijg findet nicht, wie irr•;,•Hnch 4 1™'lieh angegeben, vom 3. bis 10. Juni, sondern vam 8. bis 1 .. J"'■ Wir maelicn heute schon die Orte der Um• IS' | fpun? darauf aufmerksam, daß sic sich den 8. Juli für! (int Besichtigung der Ausstellung frcihaltcn. Nähere Mit- * 1™!'gen ergehen noch. jüdische Rundschau Kleine Nachrichten Als Vertreter der Mamlatarmacht zu der am 30. Mal in Genf beginnenden Tagung der Ständigen Mandatsk o in in i s s i o n d c s V ö I k c r b 11 n d c s ist der General- Sekretär der Palästina-Regierung, John Ilathorn Hall, angemehlet. Die Pal.1slina-I)chatte wird wahrscheinlich senon am zweiten Verliandlimgs agc, d. h. am 31. Mai, eröffnet werden. Der Jahresbericht der M a 11 d a t a r in acht für Pa- Lästina soll erst zu Beginn der nächsten Woche nach Genf kommen, Am 21. Mal ist der erste lligli Commissloner von PaListin,1, Sir Herbert Samuel, mit seiner Gattin in Haifa eiugelroffcn. Er wurde am Hafen von Vertretern der Regierung mul der Jcwish Agency begrüßt. Jerusalem, 23. Mai. (J.T. A.l Die Ernennung des bishörige» .stellvertretenden Chefsekretär» der Palästina-Regienmg, Eric Mills, zum Leiter des Einwanderung»- amt es als Nachfolger Albert M. Hyamsoiis, der nach Errelcluing der Altersgrenze von 60 Jahren In den Ruhestand tritt, wird jetzt offiziell bekanntgemneh*. Warschau, 23, Mai. (J.T. A.) Auf Anregung des /innistisclicu Zciilrai-Comites In 1*01011 haben sämtliche zianistlscheu Vorhände des Landes, die Jüdischen Gemeinden und eine Reihe anderer Organisationen, unter ihnen der Rabbinerverband Polens, beschlossen, gleicli/nlig mit dem jüdischen Generalstreik in Palästina eine allgemeine Protestk 1111 d g e b 11 n g der polnischen Judenheit gegen die Einwamleriingspolilik der Paläsllnaregicrung durclnufuhren. Die palästinensische Regierung bereitet ein Gesetz vor, das die Stadtverwaltungen In Jerusalem, Jaffa, Tel- Awiw und I laifa zum Erlaß k o m m 11 n a I c t Wochentag sruhe v e r o r d n u 11 g e n ermächtigt und auch aut andere Bczirke ,׳mgeweinlet werden kann. Der Entwurf sicht vor, daß jede Stadtverwaltung mit Genehmigung des Oberkommissars generelle Anordnungen betreffend das Schließen sämtlicher oder einer Gruppe von Unternehmungen an einem bestimmteu Tage der Woche treffen kann. Die in Jerusalem in englischer Sprache erscheinende Zcl* tum; ,,The Arab Eedcrntion“ wendet sich gegen den Leiter des Unter1i׳ lits-Departmcnts der Regierung, M. Bo w 111 an, weil er die arabischen Lehrer in einem Zirkular aufgc-!ordert hat, ein in der Hebräischen Universität stattfiiidciides Kon zert zu best!׳Iren. Dies sei, so schreibt die Zeitung, eine .,neue Form der jiidisdien Propaganda", denn die Juden hätten alles Interesse daran, der Welt zu zeigen, daß die Araber si־־h auch an jüdischen Veranstaltungen beteiligten; der Leiter des Untcrrichts-Dcpartmcnts gebe sich dazu her, dieser jmlisihcn Propaganda Vorschub zu leisten. Das Blatt warnt daher die Lehrer, diese Veranstaltung zu besuchen. Wir erhalten soeben ein neues Organ der hebräischen Weltbewegung unter dem Namen ״Brith Am" (Tci- Awiw, Achad Haam-Str.. 13, P, O. B. 1121). Das Heft enthält Beiträge von einer großen Anzahl hebräischer Schriftsteiler und Vorkämpfer der hebräischen Sprachbcwegung und wird vielen Freunden der hebräischen Sprache manche An* regung bringen. Die ״Basler Nachrichten“ vom 19./20. Mai mehlen aus Haifa, daß die Initiative fremder Banken in Palästina immer noch im Wachsen begriffen ist. Neuerdings entfaltet die South African Company verstärkte Tätigkeit im Hypotheken- und Immobiliengeschäft. Niederlassungen weite* rer Auslandsinstitutc sollen demnächst gegründet werden. Die ״Rourse Egyptienn e“, eine der großen Tages- Zeitungen in Kairo, die auch in Palästina viel gelesen w׳ird, widmet am 1. Mai eine 40 Seite'11 starke Sondernummer Palästina anläßlich der 6. Lcvantemcssc in Tcl-Awtw. In der reich illustrierten Nummer wird das palästinensische Siedhmgswerk und die jüdische Aufbauarbeit von allen Seiten bcleuchtet. In Wien findet augenblicklich ein Esperanto-Kon* groß statt, bei dem namens der hebräischen Esperantisten Dr. Tulo Nussenblatt den Kongreß in einer hebräischen Anspräche begrüßte. Vor kurzem ist das Haus in der Avenue Matignon in Paris, in dem Heinrich Heine nach langem Leiden in der ״Matratzengruft“ starb, nicdergelcgt worden. Die Ge* dcnktafcl, die man erst im Jahre 192) an der Fassade angebracht hatte, ist spurlos verschwunden. Mehrere Seliriftstellcrvereinigungen haben an zuständiger Stelle Beschwerdc erhoben. Dr. Heinz Ungcr hatte bei seinem Elnführungskonzert in London am 16, April einen außcrordcnllich großen Erfolg. Bcitragskarfc für Hilfe und Aufbau. Wir erhalten folgemlcn Aufruf: Der Zcnlralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau und in seinem Aufträge die Zentralwolilfahrtsstellc der deutschen Juden führen In diesen Tagen die B c i t r a g s k a r t c für Hilfe und Aufbau in die jüdischen Gemeinden ein. Ziel der Beitragskartc ist, daß jedes Mitglied der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland mithclfend und mittragend an der Arbeit der jüdischen Wohlfahrtspflege und an den andern Werken von Hilfe und Aufbau teilnimmt. Die monatlichen Beiträge sind so bemessen, daß keiner von der gemeinsamen Arbeit ausgcschlossen ist. Alle in den Gemeinden, Männer, Frauen und Jugend, Vereine und Bünde, werden atifgefordert, mit allen ihren Kräften mit/uwirken. Die Beitragskartc ist ein Ausdiuck־ dos jüdischen Lebens- und Gcmcinschaftsw'illens, der Verantwortung und des Opfers. Bacck, Vorsitzender des Zentral,'uisscluisscs der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau und der Zcntrnlwohlfahrtsstclle der deutschen Juden. Seite 9 111 11 ic dculsclicn Zionisten In Ercz Israel Der KKL 11.1t an die deutschen Zionisten in Ercz Israel einen Aufruf erlassen, worin sie aiifgcforilcrt werden, sich der Arbeit für den Keren Kajemcth zur Verfügung nt stellen, damit größere Mittel für den Ankauf von Boden beschafft werden können. In dem Aufruf wird darauf liiiigcwiesen, daß die Einwanderung deutscher Juden wieder bewiesen hat, wie dringlich die Anlage einer Bodenreserve des Keren Kajcmeth sei. Bisher konnte der Keren Kajemeth nur im Fiiiek Glider )?110 Dtmatn für hundert jüdische Familien aus I)eutschlaml und im Fmck Sdmlon I'10 Familien vurstadtisehen umt 20 Familien landwirtschaftlichen Boden znteiien. Auch an anderen Stellen halten sich Familien aus Deutschland auf Boden des Keren Kajcmeth angesiedelt. Fs wird an die deutschen Zionisten appelliert, dabei niit/tiwirken, daß der Keren Kajcmeth zu größeren Leistungen imstande »ein soll. Der Aufruf ist unterschrieben von: Dr. A. Ruppin, ferner von Dr. Albert Baer, Dr. A. Barth, Dr. A. Biram, Kurt Blumenfeld, Dr. W. Brucnii, Dr. Max jacohsohn, Dr. S. Kanmvitz, Dr. Max Kollcnschcr, Dr. Georg Landauer, Dr, Alfred , Landsbcrg, Richard Lirbtheim, Felix Roseiiblüth, Dr. H. Schachtel, Dr. M. Sichel, Hermann Siruck. Dr. Ernst Simon, Haifa, ist auf Erstirben der Mittelstelle ftir jüdische Erwachsenenbildung in Frankfurt a. M. von der Hebräischen Realschule in Halft hi• zum Herbst 1913 betirlaubt worden, uni an den Arbeiten der Mittdstdle tcil/tinehmen. Damit gewinnt die jüdische Rildimgs.irbeit in Deutschland eine pädagogisch und jüdisch gleich hervorragende Kraft. I)r. Frust Simon, den l.rscrn der ,,Jtid. Rundschau" als Mitarbeiter wohlbekannt, Ist aus der jüngeren zip* nistischen Generation Deutschlands hervorgegangen. Die Jüdische Buch - Vereinigung teilt mit, daß durch das Erscheinen des Romans von Jacob Wassermann ״Joseph Kcrkhovcns dritte Existenz" nicht eine Veränderung, sondern lediglich eine Verschiebung des weiteren Buchprogramms cintritt. So erscheint nach im Herbst dieses Jahres der erste Band der Jüdischen Bibel in dcutscher Sprache und im Januar l'H3 Professor Elhagrns ״Oeschichte der Juden in Deutschland“. Der erste Band des Romans von Jacob Wassermann wird, wie bereits mitgcteilt, am 15. Juni ausgegeben und nur an Mitglieder geliefert. Beitrittserki irnngen an die Jüdische Btifli-Vcreinigtmg, Berlin W 15, Pariser Str. 7. Die Jüdische Buch-Vereinigung teilt fern ־ mit, daß als erste Vertratiensstclle im Ausland die Universitäts-Buchhandlung J. G i n s b e r g in Leyden gewonnen worden ist. Btlchcrsocndcn für die Jüdische National- und Univcrsltälsbibllothck In Je usalem werden entgcgengenoinnicn, abgeholt und weitcrgcleitct von der Berliner Zionistischen Vercinigung, Berlin W 15, Meinekostr. 10, Tel: Bismarck 7165 70. Voreinsendung von Bücherverzeichnissen zweckdienlich,‘ Erwünscht sind: Nicht veraltete wissenschaftliche Literatur jeder AH, erstklassige Belletristik, vor allem aber Judaica lind Literatur zur Judenfrage, Johanna Löwenberg, die langjährige Vorsitzende des Hilfsvereins für die jüdischen Taubstummen Deutschlands E. V., gedenkt in nächster Zeit nach Pnl.v.'itia übcrzttsiedcln. Der Vorstand des ״Fördmiugsvercins" hat aus diesem Anlaß beschlossen, eine Stiftung zu errichten, die den Namen ״Frau Johanna Löwenberg-Stiftung“ tragen soll. Berichtigung. In dem Bericht in Nr. 40 über die Palästina-Ausstellung in Breslau hat sich ein Druckfehler eingeschlichen. Es tntiß heißen: ,,Mehr als 4000 Besucher wurden gezählt, davon 1000 Jugendliche.“ Preisausschreiben des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr. Der Jüdische Kulturbund Rhein-Ruhr!ordert die jüdischen Schriftsteller, vor allem der jungen Generation, auf, Dramen aus allen Lcbemgchietcn, besonders aber mit jüdischem Gc* halt, einzureichrn. Das Theater des Kölner Kulturbundes ist eine Wanderbühne. Deshalb müssen die Stücke von höchstens 8 12 Darstellern und mit einfachen dekorativen Mitteln spielbar sein. Als ersten Preis setzt der Kulturbund die Aufführungsgarantic für das beste cingesandtc bühnenreife Werk zu den Normaltanticmcn aus, vorbehaltlich der behörd* liehen Genehmigung. Die Aufführung findet innerhalb der Winterspielzeit 1031/35 statt. (Die Normaltanticmcn entsprechen einem Betrag von 250 RM.) Für das nächstbeste bühnenreife Stück wird ein Geldpreis von 100 RM. a/tsgesetzt. Das Preisrichterkollcgium setzt sich zusammen ans: Dr. Paul Moses, Köln (1. Vors, d. Jüd. Kulturbundes Rhein- Ruhr), Dr. jur. Julius Hcrzfcld, Essen, Dr. jur. Heinz Kahn, Wuppertal, Willibald Fracnkel-Froon, Köln (Oberregisseur der Kulhirbundbühnc Rhein-Ruhr), Fritz. Worm, Lindlar b, Köln, Dr. phil. Trude Roscnthal, Köln, Gerhard Walter- Rosenbatim, Köln (Dramaturg der Kulturbunclbühne Rhein- Ruhr). Die Entscheidung des Prcisrichtcrkollegtums ist unanfechtbar; der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Als letzter Finscndungstermin ist der 15, August 1934 angesetzt. Die Ein* Sendung der Manuskripte wird unter Kennwort ohne Namensnennung erbeten: An den Jüdischen Kulturbund Rhein-Ruhr, Preisausschreiben, Köln, Dischhatis, Zimmer 433. Die Adresse des Autors ist unter Nennenttng des Kennwortes zu hinterlegen bei. Rechtsanwalt Dr. Kurt Alexander, Prcisattsschreiben, Krefeld, Königstr. 140. Dora Bcrtonoff tanzte nach ihren Tcl-Awiwer und Jcrusalcntcr Erfolgen nun im Amphitheatron in Haifa vor über dreitausend Menschen, die sie außerordentlich feierten. Die Tänzerin wurde auch im Emek (Kinercth) am nächsten Tage vor ungefähr 1000 Menschen aus der ganzen Umgebung herzlich aufgenommen. Reichs* >). it Luft* :11 Urin* , 11.20, v. _Wl«b .nerst.if» usw 1. n us"׳׳ •machte erheb* der an* «113;/ ך d.i '//* 'Mm ■״ Li ^N***«*׳«^ 11 160 Oi?5 tss ji fl 2M n co. / HO ן1ף nach auswärts־./ \ verlangen sie T.-23Ö L1 ר 315 .295 ÖL . ■\i:m T“ 390 DD.־ be musEerHe / iangeboN 1 läufer ca. 65«3W1 Ivorlag.« 65 »120״.-. t ־״״ -*■״..״״ .. Vorlagen«.57*110 3AQ ca65* 1204.25 f“f ▼X ft A / I Ld , \ f V, ' 03 LTU w ... ׳׳<..,* 4*...>״ . ״■-*־ ־ v ui ifo /. Verkauf nur Berlin CZSpandauerStr.32 für Auswanderer *eh allon Undtrn •teuer - technische und devijtcnrechtliche Beratung. Bearbeitung der Anträge. Durchführung sämtlicher Formalitäten. TREUHÄNDER -M . KAUFMANN Berlin-Wilmersdorf, Nassauische Str. 21 Fi 7Wilmersdorf 2856 Sprechst. 4-7 Uhr 11«.»,*”1*OMUNCEN billigt , T. :.,?•'״־״ O.M * Teilet 0.23 PE«ANN P- Sick. 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