Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 40 (18.5.1934)
- Date
- 1934-05-18
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr• 40, 18. V, 1934 fit!14( ein Mißverständnis unterlaufen zu sein. Wir haben eingesehen, daß wir, als deutsche Juden in Deutschland lebend, eine stärkere Distanz, von dem deutschen Volks־ tum beobachten müssen als die Juden des vorigen Jahrhunderts meinten; aber gerade wenn wir uns als Juden bejahen, vermögen wir auch das Wertvolle, was durch das Zusammenleben mit dem deutschen Volk auf dcutsehen! Boden in uns gekommen ist, unbefangen zu bcjähen. Niemand kann Teile seines Ich ablöscn. Es haudclt sich aber um eine innere, geistige Neuorientierung unseres Seins als deutsche Juden. Wir müssen uns he* w׳ußt werden, dafS alles, was wir erleben, von jiidischein Boden aus fruchtbar gemacht wird. Ja-Sagen zum Judentum bedeutet den Willen, das jüdische Bewußtsein und die jüdischen Inhalte unseres Lebens zu stärken und unser Judentum als das zu nehmen, was es ist: Die maßgebende, schicksalbestimmende Basis unseres Seins. Gemeinsam erlittenes Schicksal hat uns deutsche Juden enger zusammcngeschmiedet, über alle Anschauungsuntcrschicde hinweg. Werden auch da und dort auf dem Papier noch unhaltbare Theorien verfochten, weil eben Juden manchmal so hartnäckig sind, an Theorien festzuhalten, so ist doch bei den meisten deutschen Juden die Bereitschaft für etwas Neues vorhanden. Palästina, vor wenigen Jahren als ״Parteisache“ bc* kämpft, ist für den deutschen Juden heute nicht nur der Ort eines möglichen Neuaufbaus persönlicher Existenz, sondern die stärkste Stütze in dem alle Juden angehenden Ringen um das neue Judentum. Zugleich aber erkennen wir, daß überall eine große Aufgabe der Judaisicrung vor uns liegt. Schawuoth, das Fest der Zehn Gebote, ermahnt uns an die geistigen und ethisehen Werte unseres großen geistigen Erbes. "־'X ,<r * Vw. T־f ר־ ר״יס r ץ*־"׳ וי—-^ י: 1 ו'" . ל \ /( י. ♦״י״*״f von Regengüssen zerstört ךy^ ץ-״ 1 )'v ^ייייו*'^ 29 Tote Dia Stadt Tiberlas Es bedarf der praktischen Arbeit. Wir haben jetzt einen Anfang zu verzeichnen. In Herrlingen versammelte sich vorige Woche eine Gruppe jüdischer Menschen, um im Aufträge der Rcichsvcrtrctung praktische Fragen der jüdischen Bildung zu erörtern. Ich kam jüngst aus Palästina, und diese Tagung in Herrlingen rührte un* mittelbar daran. Man fand sich dort wieder in der Selbstverständlichkeit einer jüdischen Atmosphäre. Was geredet und beschlossen wurde, darüber wird noch berichtet werden. Aber über diese sachliche Arbeit der Konferenz hinweg waren diese Tage des Zusammen- Icbens ein Beweis für eine große Gemeinsamkeit; für die Erfülltheit von dem Bewußtsein, daß wir vor einer großen Chance des jüdischen Lebens stehen. Palästina und ein das Judentum, bejahendes Galuth, zwei Seiten des jüdischen Lebens, die nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander stehen, einander helfend, un* sichtbar über alles Trennende hinweg verbunden durch ein einigendes Band. Die Teilnehmer der Konferenz verlebten einen Sabbat im Kreise der Kinder des Landschulheims, dessen Leiter, Hugo Roscnthal, den Lesern der ״Jüd. Rundschau“ bekannt ist. Dieser Tag hatte etwas von dem alten Glanz der Sabbat-Freude, die unsere Vater auch in den schwersten Zeiten über den rauhen und feind* liehen Alltag erhob. Welch ein symbolhaftes Bild war es, wenn Bubcr am Abend im Kreise der Kinder stand, ihnen das Sabbat-Gebot der Bibel und seinen sozialen Sinn erklärte: wie der Text schon durch Wortwahl an* deutet, daß Gott dem Knecht nahe ist, dem abhängigen und unterdrückten Menschen; wo Menschen sicli be* drückt fühlen, da ist Gott nahe. Die Kinder verstanden es. Und als die Kinder ihre hebräischen Lieder und Sabbat-Gesänge sangen, da waren alle Anwesenden, ob sic sich nun deutsch-jüdisch oder zionistisch, orthodox oder liberal nennen, von einem Geiste umfangen. Seitsam: Im hebräischen Wcchselgesang stieg plötzlich die Einzelstimme eines kleinen Mädchens auf: ״Wer ist wie unser Gott, Wer ist wie unser Herr, Wer ist wie unser König, Wer ist wie unser Retter?“ Diese rührende kleine Stimme inmitten der lautlosen Stille — klingt sie nicht geschwisterlich an die Stimme des Knaben, der in der hercinbrcchcndcn Dunkelheit des großen Saals von Ohel Schein in der Oncg Schab* bath-Fcier von Tcl-Awhv sein Solo singt, dein der Kinderchor antwortet, jene ganz tief ans Herz greifende, geradezu überirdische glockenhelle Stimme des kleinen Jemeniten? Sie wissen nichts voneinander, die beiden, vielleicht träumen sie voneinander wie Fichtenbaum und Palme in Heines bekanntem Gedicht, — und doch ist es eine einheitliche Welt. Ein Klang voll Unschuld und Reinheit, der — hier ebenso wie dort — für einen Augen* blick das Schlechte, das vor den Toren des Saales im Getriebe des wiederkehrenden Werktags wartet, ver* gessen läßt. Man weiß nicht recht, wie es zugeht, daß man plötzlich erfüllt ist von einer großen inneren Sicher* heit. Es ist, als ob wir den Trost des Prophetenwortes hörten, und wir nehmen ihn an: ״Noch gibt es eine Hoffnung für deine Zukunft . . .״ Wir bauen eine Welt und eine Zukunft. Der An״ ruf, der unseren Vätern vom Sinai her aus Donner und Wolke ihre Bestimmung verkündete: ״Ihr sollt mir sein ein Reich von Priestern, ein heiliges Volk“, ist noch lange nicht erfüllt. Wir sind ein sehr unheiliges Volk geworden. Aber wir wollen zunächst erst wieder emp* linden lernen, daß wir als Volk eine Bestimmung haben. Dies ist der Sinn des Festes, das wir in diesen Tagen begehen. Donncrwort befiehlt, Kindcrstinimen antwor* ten; sie beide machen uns zu einer Einheit, führen uns zu alten, zu neuen Zielen. R, W, von einer furchtbaren Naturkatastrophe Iielmgesiiclit worden. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen, 14. und IS. Mal, trat um die Mittagsstunde ein Wolkenbrucli auf, begleitet von einem furchtbaren Orkan. Riesige Wassermengen stürzten nieder, ergossen sich in die Stadt, zerstörten Häuser, schwemmten Kinder, Tiere, Ciebrauchss'egcnstiindc mit!Ich fort. Zahlreiche fliliiRcr sind eingestürzt. Die Gesamtzahl der Toten beträgt nach den letzten vorliegenden Meldungen 29, davon 9 Juden, dazu kommt eine große Zahl von Verwundeten, abgesehen vom Sachschaden. Es Ist möglich, daß die Zahl der Verluste an Menschenleben sich noch erhöhen wird. Allgemein wird erklärt, daß die Gegend noch niemals von einer Wetterkatastrophe solchen Ausmaßes helmgesticht worden Ist. Nachdem am 14. Mai die ersten Rcgcmnassen nieder* gegangen waren und die gesamte Altstadt überflutet haben, wurde mit Reiilingsarbeüen begonnen, zu denen Polizei und Militär* Abtei- 11111 g c 11 kommandiert wurden. 1500 Soldaten wurden nach Tihcrias entsandt. Auch jüdisch c Freiwillige aus der Umgehung von Tiberlas halfen bei den Rcttmigsarbciten mit. Die Rettungsabteilungen hatten nicht nur die Einwohner der überschwemmten Stadtteile und soweit es ging auch deren Habe in Sicherheit zu bringen, sondern mußten auch eine Anzahl von Häusern, deren Grundmauern unterwaschen waren, demolieren, lim Ungliicksfällen bei dem zu erwartenden Einsturz vorzuheugen. Die aus den überschwemmten Stadtteilen Flüchtenden wurden z. T. in dem jetzt der Verwaltung der jüdischen ArbcitcrkrankcnkaSsc unterstehenden Peter Schweizer-Hospital und in! Rabbi Mcir Baal Hess- Armenhaus untergebracht. Die Zahl der obdachlos Cicwardenen ist außerordentlich groß. Wasser- und Lichtleitung wurden behördlich ab^esperrt, so daß die grauenhaft verwüstete Stadt abends in tiefes Dunkel gehüllt war. Ein weiterer Bericht besagt: Die Rettungsarbeiten werden unter der Leitung des Distriktsgouverneurs Major Keith Ra ach fortgeführt. Viele Ijnwohner von Tihcrias haben in den benachbarten jüdischen Kolonien Zuflucht gefunden. Die Flut hatte so rasch eingesetzt, daß ein großer Teil der Bcvülkcrimg sich nicht mehr in Sicherheit bringen konnte. Da die meisten Häuser der Altstadt keinen Zementiintcrh#« naben, wurden sie vollkommen unterwaschen. Die gesamte Habe vieler hunderte Einwohner wurde von den reißenden Fluten foitgcspiilt. Polizei und Militär sucht unter den Trümmern eingestürzter Häuser nach Toten lind Verletzten. Der Umfang des angerichteten Sachschadens konnte noch nicht fcstgcstcllt werden. Er ist jedenfalls sehr groß. Die Schätzungen bewegen sich um 30 000 Pfund. Im Schweizer-Hospital wurden 78 Verletzte behandelt, 27 Schwerverletzte wurden in den Abteilungen aufgenommen. Unter den von der Katastrophe Betroffenen herrschf unbeschreibliche Not. Die Lebensmittelversorgung wurde durch Zufuhr auf Last* kraftwagen aus Jerusalem und Tel-Awiw organisiert. Während des Begräbnisses von 23 Opfern der Unwetterkatastrophe am 15. Mal setzte dann plötzlich der zweite Wolkcnbruch ein. Hicrdurcli wurde die Fortsetzung der Rctiungsarbeiten ungemein erschwert. Bel diesem zw׳citen Wolkenbruch hat die Bevölkerung, durch die Erfahrung des vorangegangenen Tages gewarnt, bei den ersten Anzeichen der sich zusamrocnballcnden Wolken in die höher gelegenen Stadtteile zu fliehen versuch*. Der dann einsetzende Oewittersturm und Regenguß machte das am vergangenen Tag begonnene Bergungswerk so gut wie zunichte. Die Stadt liegt voll von Trümmern und von verfsulcnden Kadavern getöteten Viehs und Qcllügcls, 10 daß die Gefahr von Seuchen nnhellegt. Der Bürgermeister von Tiberla* schützt die Zahl der durch die Katastrophe obdachlos Gewordenen auf $000 und den angcrichtctcn Schaden unter Berücksichtigung der Zerstörung öffentlicher Verkehrswege auf 100 000 Pfund. In einem Communi<|Ue der Regierung wird miUetrilt! . Vorbereitungen zur Speisung von 20(X) Menschen 8 werden. High Commbsioner W a u c h a p c ist an der'11 gliicksstätte eiugetroffcn und hat Regierimgshilfe ־״ ״ ,״ sicht gestellt, ׳"*** Von den j ii d i s c 11 e n Opfern wurden bisher 1 ״ bestattet, und zwar der siebzigjährige Rabbiner Mosche II!'f uiid seine sech/igjalirige Gattin, die während des \y״ csscns von den Fluten überrascht und fortgcri«cn w>ri waren. Ferner der sephardisclic Rabbiner Chaim w‘? Josef Cohen, Clianah Schriebet und Abu Chassid [L j;11׳ samte Bevölkerung der Altsladt ist obdachlos, in den Stril sicht das Wasser noch immer 17 cm hoch. Die '1.,.:7 Agency läßt durch eine besondere Kommission die f'rforH״f mssc für die Hilfsaktion an Ort und Stelle erlichen 1' ganzen Lande hat die Hilfsaktion für die Opfer der'kö tastronlic eingesetzt. Von der A g u U a in Jerusalem sind |m11, 2000 Laib Brot, 0000 Eier und eine Sendung von Klddnnrv Stücken für die von dem Unglück Betroffenen nach Tihcrm gebracht worden. Der aggudistische Oberrabbincr Duschinskt hat die Abhaltung eines einstiindigen Gebets für die (w,, der Katastrophe angeordnet. Die Tclephanverhin düng mit Tihcrias wurde für den allgemeinen Verkehr sperrt. Nur Amtsgespräche können auf der Linie geführt werden. London, 16. Mai. Der Minister für die Kolonien, Sit Philip C 11 n 11 f f e -1. is t e r, hat an den High C001miss»ner von Palästina, Sir Arthur Wauehope, folgendes Telegramm gerichtet: ״Mit großem Bedauern habe icli von dem Verlust von Menschenleben und den Schäden infolge des Walken, brticlis in Tihcrias erfahren. Fiebermitteln Sic bitte dein Bur• gcrmcister und der Bevölkerung von Tihcrias den Ausdruck meines tiefen Mitgefühls mit den Hinterbliebenen der Opfer und den Notleidenden.“ Warschau, 16. Mai. (J. T. A.) Die Exekutive der Agudas Jisrocl in Polen bat beschlossen, eine großzügige Hillsaktion für die Opfer der Unwetterkatastrophe in Tihni« dtircliztiführcn. Ein entsprechender Aufruf an die Bcvölkerung wurde erlasse״ Die ״Jüdische Rundschau“ hat in ihrer Ausgabe vom 10. April 1934 einen Aufsatz über Tihcrias von Margarete T u r 11 0 ws ky P i n u c r veröffentlicht unter der lieber• schrift ״Ein Ort wartet auf Erschließung“. In der Tat hat Tihcrias bisher nur relativ wenig teilgehabt an dem neuen wirtschaftlichen Aufschwung Palästinas. Ucbcr das äußere Bild der $tndt wiederholen wir aus dem erwähnten Artikel folgenden Abschnitt: ״Tihcrias hat eine jüdische Mehrheit. Von etwa 8000 Ein• wohnern sind mehr als 5000 Juden. Ihre Stellung zu den arabischen Einwohnern ist gut: der Bürgermeister ist seit langern ein Jude. Aber die meisten dieser Juden sind, ara bi• siert in Haltung und Lebensart, mit arabischer Umgangsspräche, dein Nctieinvvandercr kaum als Juden erkennbar. Auch die Scphardcn erscheinen ihm als Fremde, und von der Mehrheit, der aus Osteuropa gekommenen luden trennt ihn die religiöse Einstellung. Es bleibt ein kleiner Kreis von nicht mehr als 200 Familien europäischer luden, die in Ihrer Mehrheit in dem schönen Kirjath-Schmucf, oberhalb der Altstadt, wohnen und im Bild der eigentlichen Stadt fast verschwinden. Auch das Stadtbild ist fremder als sonst irgendwo - schöner, leuchtender, südlich weicher, aber fremd: die engen Gassen mit ihren offenen Läden und dem Gewirr von en? bevölkerten Höfen, die alles überragende Kuppel einer Moschee, die Palmen vor dem wunderbar blauen Sec mit seinen kahlen, wie Stoffnltcn absinkenden Ramlbcrgcn, Reste der alten dunklen Stadtmauer, würfelförmige Häuser aus schwarzem Basalt, Dazu die seltsamste Bevölkerung: zwischen Juden und städtischen Arabern Fellachenfrauen in ganz schwarzen Kleidern, mit schwarzen Kopftüchern, aus denen dunkel tätowierte Gesichter hervorsehen.“ Laut dem palästinensischen Zensus von 1931 hat Tiberia» insgesamt 8633 Einwohner, darunter 5260 Juden. Eine Erklärung Sokolow* Jerusalem, 13. Mal. (J. T. A.) Unmittelbar vor sei- 11er Abreise nach Südafrika, wo er die Leitung der diesjährigen Keren Hajcssod-Kampague übernimmt, äußerte sich der Präsident der Zionistischen Organisation und der Jcwish Agency, Naluun Sokolow, über einige aktuelle Fragen der zionistischen und Palästina-Politik, wobei er feststciltc: 1. daß die Gerüchte, die Zionistische Exekutive bereite die Herausgabe eines gegen die englische Palästina-Politik gerichteten ״B1 a u - W c 1 U - B u c h s" vor, grundlos sind: 2. daß die Meldungen Uber die Möglichkeit einer Ver* einigung Palästinas mit Transjordanlcn jeder Grundlage entbehren; 3. daß die Möglichkeit besteht, eine größere Zahl von Zertifikaten zu erlangen, falls dlo Exekutive an höhere Instanzen appellieren werde und 4. daß die Reise Emir Abdullahs nach London mit jüdischen Interessen nichts zu tun hat. ״Die Nachrichten über ein geplantes Blau-Weiß-Buch“, erklärte Sokolow, ״schießen recht weit ftbers Ziel hinaus. Die Exekutive ist nicht gesonnen, unter irgendwelchen Um* Ständen irgendwelche gegen die englische Regierung gericiiteten ״Bücher“ herauszugeben. Was wir wahrscheinlich tun werden, wird sich daraut beschränken, eine Broschüre zu veröffentlichen, in der das gesamte uns vorliegende sta* ־ ״■ « * erscheint In der nlchsten Woche unsere Zeitung nur einmal tistische Material über jüdische Einwanderung nach Palästmi ziisammcngcstcllt werden soll; damit soll jedermann Gel«• genheit geboten sein, das Problem der jüdischen Emigrati» nach Palästina zu studieren.“ ״Uebertriebcn“, fuhr Sokobw fort, ״sind auch die Md• düngen, daß irgendwelche Verhandlungen mit dem .Ziele, Palästina mit T ra n s j o r d a n i cn zu vereinigen, derzeit im Gange sind. Alle diese Meldungen stammen aus der arabischen Presse und sind nicht ernst zu nehmen• — Die Reise des Emirs Abdullah nach London stellt '׳ermutlich mit rein internen transjordanischen, nicht aber mit palästinensischen Problemen in Zusammenhang. Wahrscne«• lieh wird sich der Emir bemühen, in London eine An lei״* für T ransjordanien zu erwirken. Seine BcsprednirR™ in London durften sich wähl auf die angesichts der *1“י schaftlichcn Notlage in Transjordanien zu ergreifenden Maß* nahmen beziehen, möglicherweise werden sie auch einen P״• litischen Charakter insofern tragen, als bei ihnen die vt£ schärfte Lage auf der arabischen Halbinsel und ihre K'K ־ Wirkungen auf das an das Wahabitenreich grenzende 7r>״•‘ Jordanien zur Sprache kommen könnten. Keinesfalls nanu es sich um Erörterung eines Plans zur Vereinigung ץ tästinas mit Transjordanien.“ Schließlich äußerte sich Sokolow über die ungcnüfffn * Berücksichtigung der jüdischen Forderungen anläßlich a Festsetzung der letzten Arbeiter-Einwanderung ‘ Sch cd ule. ״Ich hin der Meinung“, sagte Sokolow, ״ für uns noch nicht alles verloren ist. Wir können a n holt« Instanzen appellieren, um mehr Zertifikate z Ausgleich zwischen der Zahl der angeforderten und der bewilligten zu erlangen.“ Im Anschluß hieran stellte 50 low fest, er habe während seines Aufenthalts in Palästina ״ ( obachtet, daß in letzter Zeit die städtische Kolonisation Kosten der Ansiediung auf dem flachen Lande zu in den Vordergrund gerückt worden sei. Anläßlich vorstehenden Kampagne in Südafrika werde er m« יט■ derem Nachdruck auf die Notwendigkeit hinwcisenjüdischen Besitzstand ln ländlichen Gebieten größem. zu In 0 f erweitertem Umfange 1914. .... , ... . . ... auf sehr der bc• ver• In Jerusalem sind die sterblichen Ueberrestc d« in Odessa verstorbenen Verfassers der ״Autoemanzipau ersten Präsidenten des Odcssaer Palästina-Komitees, Pi ns k er, eingetroffen. Che Wiederbeisetzung 80•י ** liebem Rahmen statt finden.