Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 37 (8.5.1934)
- Date
- 1934-05-08
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 modische Rundschau BERICHTE AUS DEM (Von unatm Berich ters ta ttem) R. E I C H Mannheim Unter Zustimmung aller Organe der Gemeinde und durch die Initiative von Rabbiner Dr. Max Grün wald konnte eine jüdische Volksschule gegründet werden. Sie besteht aus einer einzigen Klasse für Schulanfänger, ist also keine mchrklassigc Aufbauschule, wie sie zur gleichen Zeit in Stuttgart ins Leben gerufen wurde, Daß für die Schule im Mittelpunkt die Erzirhting eines jüdischen Menschen stehen wird, hat l>r. < )tun• Wald in einer Kundgebung bei einer Klternvcrsammlung unter allseitig er Billigung dargclegt. Ein jüdischer Schulvcrcin soll die Belange der Schule wahren und ihr weitere Freunde gcwinnen. In den Ausschuß wurden gewählt; Dr. Stcinfcld (für die Z. O. G.), Dr. Kronstein (für den C.-V.), Dr. Steiner (für die |ib. Gruppe), Prof. Darmstädter (für die orthodoxe Gruppe). Dr. O. S. Maricnlwrg J, Wcstpr. Herr Dr. Kurt Licht, Königsberg, sprach fiber das Thema ״Palästina und die deutschen Juden" und führte einen I.irhthildstrcifcn vor. Anschließend sprach Herr Freudenberger kurz über die Bedeutung des Keren Hajcssod. München Iber ״Jiid, Kulfiirhimd in Bayern“ veranstaltete am 2. Mai im großen Museumssaal einen bunten Abend, der, eine alte Lag-B'omer-Tradition aufgreifend, iin Zeichen der Heiterkeit stehen sollte, aber im Zeichen der Würde- und Nivcaulosigkeit stand. Nach den durchaus erfreulichen Lcistun* gen der zehnjährigen Pianistin Ruth Weinschcl, die man vom Münchener Sender her kannte, und der anmutigen Spitzentiinzerin Inge Tcutsch, langweilte der stimmlich indiskutable Erich Rosenthal mit kitschigen Ailcrwcltssehlagern, die dem jüdischen Publikum in geschlossenen Vorstellungen zu scrvieren nicht das geringste Bedürfnis bestellt. Die stimmlich beachtlichere Opcrettcnsängcrin Irene Veliscli verabreichte das Abgedroschenste, was die Operettenmusik überhaupt zu bieten hat. Der ehemalige Spielleiter des Münchener ״Gärtnertlicatcrs“, H. L a n g h o f c r, besorgte das Amt des Ansagers in geistlosester und humorlosester Weise. Fs ist bedaucrlicli, daß in München, der Stadt einer klassischen Kabarett-Tradition, Derartiges dem jüdischen Publikum vorgesetzt wird. Den Vogel der geisttötenden ״Volksbelustigiuig“ schoß der Einakter von N. Bernstein ״Das Akzept“, die Verballhornung eines an sich äußerst schwachen Skctsclis von Tschechow, ab. Nachdem sich der Vorhang schloß, machte sich der Unwille des Publikums über eine solche Taktlosigkeit, wie sie dieser auf clor ganzen Linie mißlungene Abend darstellt, spontan Luft. Man pfiff, rief ״Pfui“ und ״Es lebe der Schund“ und gab seinem Unwillen über diese widerwärtige Orgie der Assimilation noch in demonstrativen Gcsprächen in den Gängen und in der Garderobe Ausdruck. Herr I.anghofcr, der diesen ebenso kulturlosen wie 11 n jüdischen Abend auf dem Gewissen hafte, zog cs vor, sich dem entrüsteten Publikum nicht mehr zu zeigen. B e n C h o r i n. Offenbach am Main Am 17. April fand im großen Fcsfsaal des Gemeindehaitscs die Eröffnung der. neu errichteten jüdischen Schule für Offenbach a.M. und Umgebung statt. Erschienen waren Rabbiner und Vorstand der Gemeinde, der Vertreter der Schulbehörde, das Lehrerkollegium, Eltern und Schüler sowie Freunde und Gönner des neuen Scludwerks. Der erste Vorsitzende, Dr. Gtiggcnhcim, cröffnctc die Feier lind wi'irdigte die Bedeutung der Errichtung dieser jüdischen Schule. Der Leiter der Schule, Dr. Manfred Strauß, entwickelte in großen Zügen die Erziehiings- und Bildtingszielc. Die Schule wird zurzeit von 75 Schülern besucht, die in drei Klassen ziisammcngcfaßt sind. Die religiöse Weihe wurde dem Werke durch Rabbiner Dr. Dienemann gegeben. Worms Die Hauptsynagoge, die älteste Synagoge Deutsch- Lands, feiert in diesem Jahre ihr OOOjährigcs Bestehen. Sic wurde 1031 vom Wormser Dombaumeister errichtet der Münnerbau romanisch mit Kreuzgewölbe, der 1213 angebaute Frauenteil gotisch, ebenfalls mit Kreuzgewölbe. Das Gotteshaus ist äußerlich einfacher, im Innern jedoch in geschmackvoller Farbigkeit gehalten. Im Atoii hakodcsch werden 30 alte Thora rollen auf bewahrt, die älteste davon schreibt man Rabbi Mc'ir von Rothenburg (gestorben 13מ) zu. In der Raschika pelle sieht man den steinernen Stuhl Raschis. Eine Gedenkfeier wird am 3. Juni stattfinden. Kulturelles Leben in den Gemeinden Süd- und Südwestdeulscfaland In Bayreuth veranstaltete der Verein für jüdische Gcschichte und Literatur eine Reihe von Vorträgen. Rabbiner Dr. Salomon sprach über ״Momente in der jüdischen Gcschichte", Dr. Escliwcge, Frankfurt, über ״Wie icli Palästina sah" und Mcinliart Maur trug aus der Bibel und jüdischen Dichtungen vor.'— In Darnistadt entfaltete die Arbeitsgemeinscliaft jüdischer Jugend eine rege Tätigkeit während der letzten AAonatc; u. a. wurde eine Vortragsreihe ״Der Jude iin deutschen Rechtskreise" abgchaltcn, bei der Dr. Blach, Julius Sichel und Hans Sondcrtnann sprachen. Dr. Spitzer sprach über die Aufgaben der deutsch-jüdischen Literatur, über ähnliche Fragen sprach Bernhard David. — Der Wiesbadener Synagogenchor unter Leitung von S. Lilientlial veranstaltete ein sehr gut besuchtes Konzert in 11er Hauptsyuagoge. Bei einem Kammcrmusikabcnd am 10. März, wirkten Oskar Kleinberg (Violine) und Erna Mann (Klavier) mit. — Ain 15. April wurde in Darmstadt die jüdische Schule mit einer akademischen Feier eröffnet, bei der Rabbiner Dr. Merzbach die Festrede hielt. — In Frankfurt a. M. veranstaltetc der Kulturbund eine Vortragsreihe über deutschjüdische Dichter der Gegenwart. Die Gesellschaft für jtidisclie Volksbildung konnte besonders zu Pessach mit ihrer Veranstaltung, bei der Rabbiner Ludwig Melder mitwirkte, einen vollen Erfolg für sich buchen. Die jüdische Chor- Vereinigung unter Leitung von Dr. Nathan Ehrenreich brachte in einem Konzert Mcndelsohn und Schubert zu Gehör. — In Freiburg veranstaltete der jüdische Jugc/idbund am 11. März eine Purimfeier mit einem teils ernsten, teils heiteren Programm. Das letzte Abonnementskonzert der Vcranstaltungcn des Freiburger jüdischen Lchrhauses war ein Lieder- und Arienabend mit Benno Ziegler, Rolf Sander und ,Dr. Willy Salomon. — ln Haigcrloch (Hohenzollern) sprach am 10. März Dr. Tänzer. Stuttgart, über das Thema ״Die deutschen Juden und der Zionismus". Im jüdischen Frauenverein hielt am 21. März Lehrer Spier einen Vortrag ״Gedanken zur Pessachhagadah". — Das letzte Abonnementskonzert in Heidelberg stand im Zeichen zweier lebender jüdischer Komponisten: Rcn6 Frank und Julius Krämer, Um die künstlerische Gestaltung bemühten sich Hilde Rothschild, Lene I lessc-Sinzheimer, Mannheim, und Grdcl Sommer, Pforzheim, unter der Leitung von Max Siiuhcimcr. — ln Konstanz gab Else Haymnnn ein Konzert, bei dem auch Emmy Josef und Max Lipmann, Mannheim, mitwirkten, — in Limburg konzertierte am 15. April der Frankfurter Kammerclmr unter Leitung von Dr, Flircnrclrh, — In Mainz gab Ohcrkanfor Jonas ln einem Vortragsabend Aufschluß über jüdische I laiisgcsängc. Die jüdische Trio-Vereinigung brachte m einem Kammerkonzert 11. a. ein Opus von Bernhard Scklcs zu Gehör. — Es wurde in Mainz eine jüdische Bezirksschule gegründet. — In Mannheim veranstaltete das I.elirhaus eine Sclilußfcier für das Wintersemester, bei der die Dichtung ״Hiob" von Is. Orüncwald zum Vortrag kam. Das Sommcrscmcster wurde mit einein Vortrag von Dr. Ernst Simon über den Sinn der jüdischen Erziehung und Bildung eröffnet. — tu München gab Lotte Leonard einen Liederabend. Im Rahmen der Veranstaltungen des Kulturbundes sprach bei einer Abentlfcier Dr. Leo Bneck über den Sinn der Geschichte. — Dr. Aisik Pcrsicowitsch, der seit fünf Jahren die Münchener hebräischen Sprachkurse leitet, ist nach Palästina übcrgcsicdclt. — In Neide 11 stein hielt Bczirksrabbincr Dr. ■ Pinkuss, Heidelberg, einen Vortrag über aktuelle Fragen. — In Pirmasens wurde am 22. März von Rabbiner Dr. Ncllliaus ein Vortrag über die jüdische Gemeinde in der Gegenwart gehalten. Zu Purim gab Mcinliart Maur einen Rezitationsabend. — In Stuttgart fand Anfang April die Dclcgicrtcntagung des Landesverbands der jüdisehen Jugendvereine statt, he! der Dr. Walter Einstein, Stuttgart, Dr. Hcrzfcld, Essen, und Dr. Hermann Ocrson, Berlin, spraciicn. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein Vortrag von Dr. Bacck, Berlin, über ״Jüdische Echensgestaltung". — Die zweite Veranstaltung der Stuttgarter jüdischen Kunstgemcm- Schaft gestaltete sich durch die Mitwirkung von Stefan Frcnkcl, Berlin, zu einem Ereignis für die Gemeinde. — In Ulm rezitierte am 11. März Alfred Auerbach aus deutsch-jüdisehen Dichtungen. — In Wiesbaden fand am 10. März unter Leitung von S. Lilicnthal ein geistliches Konzert statt, dessen Programm sechs Uraufführungen aufvvics. — In Würz hu rg veranstaltete der Kulturbund Mitte März einen musikalisch-deklamatorischen Abend. Es wirkten mit: Frau Schfanimc-Sprinz (Violine), Hertha Gotthilf (Klavier), Else Rypiuski-Buchhinder (Sopran) und Eise Frank (Rezitation). — In Worms hielt Dr. Eduard Strauß, Frankfurt a. M., einen Vortrag über die Geschichte der heiligen Schrift. Aus dem Leben einer Kieingemeinde Brief an* Ocl* (Schlesien) Die mannigfachen Veränderungen, die die Ereignisse des Jahres 1933 im jüdischen Leben hervorgerufen haben, treten nirgends so sichtbar in Erscheinung wie in den jüdischen Klein gemeind en. Denn die Kleingcmeinden Deutschlands befinden sich schon seit fahren in einem Krisenzustand, so daß die geringste Erschütterung sie empfindlich treffen muß. Kaum war die Tendenz ■zur Abwanderung in die Großstadt etwas geringer geworden, als im vergangenen Jahre eine neue Abwandcmngswclle aus den Klcingemeinden in die Großstädte eingesetzt hat, die heute noch andauert. Die Ursaehcn sind in den meisten Fällen wirtschaftlicher und kultureller Natur. So hat die hiesige Gemeinde innerhalb des letzten Jahres 25 <y# ihrer Scclcnzahl und damit auch 20 ״;# ihrer Stcucrkrnft eingebüßt. Aber auch im positiven Sinne hat sich hier in den letzten Monaten eine Wandlung vollzogen: Das Interesse an jüdischen Fragen ist unter den Gemcindemitglicdern hedeutend gewachsen und kommt vor allem in einer gesteigerten Opferfreudigkeit zum Ausdruck. Mit Selbstverständlichkeit Zionistische Arbeit in Lettland Riga, Anfang Mai. Das letiländische Judentum nimmt eine Sonderstellung ein. Es steht auf der Grenze zwischen Osten und Westen. Ein großer Teil der Juden Lettlands gleicht in seiner Schiebtuug und in seinen Bcstrclnmgcn beinahe vollkommen den luden West- und Mitteleuropas. Er ist in Sprache und Kultur kaum weniger assimiliert als diese, nur daß die Assimilation, der Geschichte und Entwicklung dieses Landes entsprechend, sich an zwei Völker anlchnt: in einigen Teilen des Landes an das russische, in anderen fast vollständig an das deutsche Volk. Daneben steht die jüdische Masse, und sie stellt, wenn man einmal so sagen darf, das ״östliche‘* Element dar. Von assimilatorischen Bestrebungen ist auch sic nicht verschont geblieben. Sie spricht — dieses als Charakteristikum —■ auch russisch oder deutsch und neuerdiugs natürlich auch lettisch, aber ihre Muttersprache ist das Jiddische. Entsprechend dieser Schichtung waren und sind die Probleme zionistischer Arbeit in Lettland doppelter Natur. Fs gilt, die Palästinastimmung, die m der Masse latent verborgen liegt, in Energien umz.usetzcn und sic für den Palästinaaufbau nutzbar zu machen, es gilt aber gleichzeitig, den Kampf mit den assimilatorischen Ten• denzen durchzuführen. Nach beiden Fronten ist der entscheidende Durchbruch gelungen. Die Masse ist unser und zu einem großen Teil bereits zionistisch organisiert. Die Jugend ist fast geschlossen in die chaluzischc Bewegung cingcgiiedert. An den Assimilanten sind die Erfahrungen der letzten Jahre nicht ohne Erschütterung vorühergegangen, zumal in Lettland selbst eine antisemitische Gruppe eine lebhafte Arbeit entfaltete, bis die Regierung vor kurzem gegen sic vorgegangen ist. Allein auch hier ist die Erfahrung zu verzeichnen, daß die Assimilation geneigt ist, die ernstesten Warnungszeichen sehr schnell zu vergessen und sich damit tröstet, daß die judenfeimllichen Tendenzen in Lettland vorläufig keinen großen Anklang finden werden. Die zionistische Arbeit des letzten Jahres steht ganz unter dem Zeichen eines sehr großen Fortschrittes der Allgemeinen Zionisten und eines starken Rück- Schrittes der Revisionisten. In Zahlen ausgeclrückt: beirrt letzten Kongreß fiel die Zahl revisionistischer Stimmen von beinahe 70 «0 auf wenig mehr als 25 0/0, die der Allgemeinen Zionisten stieg von 6 0/0 auf 24 0/0. Der Kongreß-Wahlkampf wurde in Lettland mit einer Erbitterung ikirchgeführt, von der man sich kaum eine Vorstellung machen kann, und die im wesentlichen hervorgerufen wurde durch die verzweifelten Anstrengungen der Revisionisten, ihre bisherige absolute Majorilät zu erhalten. Die gründliche Niederlage nach zwei Jahren revisionistischer ״Alleinherrschaft“ läßt verstehen, daß die Revisionisten durch noch verstärkte Anstrengungen nach dem Kongreß das verlorene Terrain wiederzugewinnen bestrebt sind, Daß hierdurch die ungeheure Spannung, die über!1 _ Nr. 37, 8. V, 1934 haben alle Gemcimlemitgiicdcr die Erhöhung der Gent», ahgahen auf 35 ״/״ der Einkommensteuer hingenonimcn h über hinaus sind die Chewra Kadischa und der Frauenvr״ bemüht, überall in der Gemeinde Not und Elend zu lind!.!111 Schließlich haben auch Sammlungen für das jüdische werk in Breslau und für den Keren Hajcssod liier sehr , Erfolge erzielen können.!ral« Audi das kulturelle l eben innerhalb der ocm ■ , ♦! hat sielt wesentlich gehoben. Die Gottesdienste erfreuen sV f besonders an den Feiertagen, eines stärkeren Besuches ah Q früheren Jahren. Ebenso bringen die Eitern dem Religion”1 unterricht ihrer Kinder viel mehr Beachtung entgegen ן früher. Fast in jedem jüdischen Hause wird eine juilivt5 ij Zeitung gelesen, Erwähnenswert ist auch, daß ein von tu "I zirksrahbincr Dr. Wöhrmann geleiteter hebräischer Kur1- ״״ für Erwachsene sich eines guten Besuches erfreut. Seht vhi haben zur Hebung des judiseh-kulturdlen Lebens in;1 Gemeinde die Gcmcimlcahcmlc beigetragen, die dank ui 11 Initiative von Rabl). Dr. Wahrmann und der Mithilfe d׳ •f Verbandes der Synagogcngcmrimlrn der Provinz Nied«! 1 Schlesien und der Breslauer Zionistischen Vereinigung I diesem Winter in größerer Zahl veranstaltet werden konnte^ % Im November sprach im Rahmen einer religiösen Fei». 1 stunde Dozent Dr. f. cwkowitz, Breslau, über: ״Rcli״j<״J 1 und Volk im Judentum“. Die Ausführungen, die von Vje» 1! sängen des Kantors l.achrnann, Breslau, und Klaviervortnb« 1 von Manfred Freund, Gels, umrahmt waren, haben ein« 11 nachhaltigen Eindruck )unterlassen. Im Januar sprach Dr. ״,וו, i Prinz, Breslau, über: ״Palästina als Finwanderungsland1* & und zeigte im Anschluß au den beifällig angenommen« Jf Vortrag den Film ״Tel-Awiw und die Orangenküste״. |m I März hielt Dozent Dr. S p c v e r, Breslau, einen Vortrag m über das Thema: ״Der Ewige Jude in der Literatur“, der 9 von Gesängen von Dr. Brieger, Oels, und Klaviervorträ11 »״ von Manfred Freund, Oels, begleitet war. Den Abschluß der 9 Veranstaltungen dieses Winters bildete ein Vortrag von Hab. I hincr Dr. Simonsoiin, Breslau, über: ״Palästinensische Sj Rcisccindriickc“ und die Aufführung des Films ״Adlojada 1 Purim 1931 in Tcl-Awiw“, zu dein Dr. Hans PTinz, Br«! 1 lau, die begleitenden Worte sprach. Wie stark das Interesse 1 für Palästina vorhanden ist. zeigte die außerordentlich starke 1 Teilnahme aus den Nachhargcmcindcn Bernstadt, Groß, Wartenberg, Festenberg, Miliisch und Namslau. Dr. W, ff trh er» z« 11, Wie t I L ו AtoltÜHdUjUtofyett Dortmund! Am 10. Mai, nbctuU 20.30 t'br, Gcmfindrhäui), Sitf■ briirker Sir» Be, 1.einer J. Kiiplmel, llci-kiim: ״Freiheit tm!) > Erncucning — wo/ui'“. -- Emden 1 Am 9. Mai, Jlid. JiigMiHbmd, Eco v. d. Walde: ״Die jiidisrlic l’rc-sc in Vergangenheit und Grjifn• t wart". Am 10. Mai: Slchah. Am 12. Mai, nachm. 3 Ehr: 0ן-ח jj Sfhablwth. Am IS. Mai: llebr. Sprachkursus. —. Frankfurt *. M.1 K Jüdischer Volkslieder• Abend. Der ll.isöst Heinrich Hornstein gibt am 8 14. Mai. abends 20.15 Ehr, einen Jüdischen Volkslieder-Abend im 1« großen Saal der l'r.mkfurl-Loge. Am Eliigel Dr. Willy Salomon, — H KOnlßrbcrßi Am 13. Mai, abends 20 t'ltr, sprüht Rabbiner Pr, ■ Joaebim Prinz in der Neuen Synagoge, EindrtiUr. 11-15, ülvu I ״l’aliisiina und die jüdische /.ukunff‘. Karten nur im Vorverkauf, Jf Schrift liehe Bestellungen aus der Provinz niimut das Büro der 7 in. E ni.stisrbcn Vereinigung, (ituckstr. 10 12, entgegen. — Stuttgart) Jj Am 13. Mai, abends 20 Ehr, Die biind. Jugend aus Mannheim spielt |׳; in Sprerhhören ״bin (an llanrez“, veranstaltet vom fJruppenTrrhand. || —׳ Trier 1 /Jtmi-ti d־ho OitKgruppr. I.itlithilticrvortraß ״A<IIojaHa"< |1 ein Bildbericht vom PurimlVst die cm Juhrr* in Tcl-Awiw, sowie JT ״TcLAwiw und die Oi.in^unkiistr am 10. Mni, abemh 8.30 Uhr, im ' / Sanlc <!ch Gas(h:m0e<j Wwc. Meyer, Trier-St, Matthii«• ־— * \ Bar Mizwah-Termine Am 12. Mai — 20. Ijar: Sigfried Wühl, Sohn von Frau Ww. NW Wühl, F.mdcn ((,hltncdund), Klaas-Tholen-Slr. 19. Am 28. Mai —• 12. Siwan: Fritz Selz, Sohn der verwitweten Fr»i Sophie Selz, Straubing. der ganzen zionistischen Arbeit lag, gemildert und die Atmo- Sphäre, in der die zionistische Auseinandersetzung vor sich geht, fühlbar entgiftet worden ist, kann nicht behauptet werden. Es ist seinerzeit durch die Presse aller Länder ge• 1 gangen, daß die Petitionsaktion in Lettland mit dem Um § schlagen der Fenster in der englischen Gesandtschaft in 1 Riga begonnen wurde. Der hemmungslosen Aktion für di« § Petition ist es zwar gelungen, eine nicht unerhebliche Anzahl 1 von Unterschriften zu sammeln, der lettische Staatspräsident 9 hat jedoch den Empfang der für ihn bestimmten Schreiben ■ verweigert und diese dem Vorsitzenden des Palästina-Amt« i übergeben, lieber die Erfolge der Revisionisten, mit Hill« | der a p u d i s t i s c h e n Parlamcntsabgcordnetcn eine Aendo 1 rttng in der Stellungnahme des Präsidenten hcrbcizuführffli jj ist bisher nichts bekannt. 1 Der Aufschwung der Allgemeinen Zionisten und I ihrer Jugendorganisation ״Herzliah" hat trotz, des groß«״ Jj Erfolges bei den Kongrcßwahlcn erst nach diesen in voller » Stärke begonnen. Die Allgemeinen Zionisten haben versucht, den Teil der ji'tdisclten Bevölkerung in ihre Organisahwj hcrcinzuführen, der jetzt allmählich beginnt, die Richtigkeit der zionistischen Thesen anz.uerkeunen. Es ist mit besonder« Genugtuung zu verzeichnen, daß dadurch der Gedanke vj״ KKL und K. I I. F.htgang in neue Kreise in dein Augenblick gefunden und diese für die Arbeit der Fonds nutzbar g«* macht hat, wo die Revisionisten nun auch den Kampf gR01 den Keren Kajemcth in aller Form aufgenommen haben. Für die hier cingcwandcrtcn deutschen Juden ist in Lftb land einiges getan worden, und wiederum war es die Orupp« der Allgemeinen Zionisten, die schon Ende April «*״*י'/* gangenen Jahres die Initiative zu einer produktiven Huts• tätigkeit auf sich nahm. Einen Monat später waren bereits etwa fünfzig junge Menschen, vorwiegend Studenten aus de״ Kreisen des K. J. V., auf der Hacliscltarah-Farm der Juffend' Organisation ״Herzliah" in der Nähe von Riga iintergcbraci'1־ Die letzten von ihnen schicken sich gerade an, die Ah.a״ anzutreten, und machen damit Platz für neue Menschen aus Deutschland, die die Hachscharah dtirchtnachen wollen, ti ״Emigrantcnprobfcm“ hat in nennenswertem Umfang nie nie bestanden, den wenigen, die kamen, ist, wenn auch nt« ohne Schwierigkeiten, geholfen worden. ז•a' ©er ßn2Gl©©n■ und EodsEstions»SsStiu! für dl© am Freitag, den 11• «erscheinend© Ausgabe ist iß* folge des Feiertags um einen t Tag vorveriegt. ן 1 1> ו!: Za * 1 .. ו *1; 1/ r, 1 V ers wii '׳ : bcs 1 I fer :'1 : Hä s , bei 1 J fer 5 los 4 sei :־, gei, 1 11־ hül; ma" Hü ,, fall 11 de!.;ו Ki'i 1־ gib t auP: dai * 1 Tel' . m ׳■: be! Di ein i, So' 1 dal; ' sei r'i lici •f1 kk. SUr.ü Bn- 1 Ue; sic I ה!י En Mi ־ lai ן ihr Dt: nie; un au La *tri ab> *cl wi, St ist /