Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 37 (8.5.1934)
- Date
- 1934-05-08
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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0 ן DI SC H E RUNDSCHAU Seite 11 ( 19“ t -’llt he!, י־ C 1• ,1. ml!■ f)r, niiiiente u׳rr'.s(.״ ־■iiini;tlT ■r II,!11. ml des יי wird, (1«'׳;ו11ח ’s nicht lkfurter Mit. nuder *Inrtli eU'j■(’!!. lie i’״•. (nnli's: :11, daß vas Taulb'n 1 Mattt ICCg ־י o m einen obw ו1ו־ j an sic, haben, ut mul 1 s hat *atikan s zu• e. Arch die haben, len zu (liehen sulche tveisen!teilten g ei er tu er• ziiisen at ist g bc• Ver• ,rieht• diese esetz• RJF. reises umles :aufstau 11• mmg h eil rr״nt ihre aufs- Neututen 111,111 ikeit, 11׳ rdie ״Iler iirhe iiiem auch zuni Mai .lein, dien teilt, der b c" 11 res h r t Aus• [:״t* Ver• tien, len letzt lenb ä״K des eser 1'" den den dclt ,־ ft. 37, 8. V• 1934 f . I “׳< i? 1 4 I ייי י׳יי■ f •■p't H»«•* jkjüi » iävi י a5 ־ **T"?rß f '8די>י ä U «4•» 4# 4« ui lA 1A Von unserem palästinensischen Korrespondenten. Nothilfe in Die transjordanische Regierung hat bc- Ttansiordanien sch ossen, £ 15 IKK) für Hilfe unter die 11 ’ notleidende Bevölkerung zu verteilen. Diese Summe ist nett budgetiert, nachdem vor kurzem £ 24000 für dieselben Zwecke bestimmt waren. Der größere Teil des Oeldes wird für öffentliche Arbeiten verwendet, so cU8 täglich!חיייו Arbeiter bei Cliatissccarbcitcn beschäftigt ״•erden. Der Arbeitslohn soll von 70 Mit, wie er bis heute ftand, auf H>0 erhöht werden (in Palästina beträgt der 1.01m eines Arabers in der Kolonie heute vielfach 150 Mil pro Tag). Für diejenigen, die für die Wege,arbeiten nicht in Betracht kommen, sollen Schafherden angekauft werden. — Die Notläge in Tratisjordainen ist bekanntlich eine Folge der sinken• den Oetmdcprcisc im Zusammenhang mit; der Wdtwirtjchaftskrise. Sie ist in den letzten Jahren noch besonders durch eine Jangdaucriulc Dürre verstärkt worden. Industrie- und Das statistische Departement der Jew- Handwerker- >SJ> Agency hat im Jahre 1033 eine Zahlung Zahlung der bestehenden Handwerk• 1 i c 11 e 11 und industriellen Be- (riebe yorgenommen (eine strenge Scheidung der beiden Betrriffc ist bisher unter den bestehenden palästinensischen Bedingungen nicht immer möglich). Am Stichtag wurden 31% Unternehmungen gezählt, die 19 510 Arbeiter bc• scliäftigten. In diesen Betrieben waren gegen יד'! Millionen Pfund investiert und sic batten eine Durchschnitt,sproduktion von 5 Millionen Pfund pro Jahr. Im Laufe des Jahres 4033 zählte die Abteilung 568 neue Betriebe mit 3200 Ar• heitern. Man muß jedoch im Auge behalten, daß bei der jetzigen raschen Fnlwickliing jede Zählung schon nach wenigen Monaten überholt ist, da immer wieder neue Be• triebe hinzukommen und bestellende sich erweitern. krankenhausbau In Ramat-Qan bei Tcl-Awiw wird der in Ramai-Gan Hau eines Krankenhauses in Angriff genommen, zu dessen Gründung sich mehrere aus Deutschland cingewnmlerte Acrzte mit einem eingesessenen Arzt ztisamniciigesdziosscn haben. Die Anfinit soll allen Erfordernissen eines modernen Betriebes entsprechen. Sie umfaßt 25 Betten. Die Baukosten betragen £ 4500. Die Errichtung einer solchen Anstalt kommt einem heute in der wachsenden Stadt Tel-Awiw stark gefühlten Bedürfnis entgegen, da die vorhandenen Hospitalisicrungs• möglichkeiten nicht ntisrcichcn und dringend eine größere Bcttcnzahl für die Einwohnerschaft erforderlich wird. literaturpreise Der diesjährige Preis der Stadt Telder Stadt Awiw für wissenschaftliche und litcrari- Tel-Awiw sc'lc Arbeiten ist folgendermaßen ver• teilt worden: Jechcskcl Kaufmann für sein Werk ״Golah wcncker“; Dcborah Baron für ihre Sammlung ״Kctanoth“; Schoham für die Dichtung ״Zur wcjcruschalajim“, /Imgrabung Fine amerikanische Expedition unter einer Synagoge der Leitung von Hopkins hat am Ufer des Euphrat eins Synagoge aus dem dritten Jahrhundert nach Christi ausgegraben und dabei wertvolle Entdeckungen gemacht. Sie fand unter anderem zum Teil beschriftete Darstellungen von Esther, Moses und Sa• ״ miitl. Einige der Funde wurden an die Hebräische Univcrsi- 1 tat in Jerusalem gegeben. 6 Verwertung der 1 lie Regierung eröffnet in Haifa ein ״rcclaimedarea" Hiiro für die Verwertung der ״rcclaimccl in Haifa area“, jener Böden, die beim Bau des Haifacr Hafens durch Znscliülttmg sciclitcr Mccresstrcckcn gewonnen worden sind. Das Gelände ist durch seine Lage dicht am Hafen von höchstem Wert. Verfehiedene Stellen verhandeln bereits mit der Regierung wegen Uebcrlasstmg von Bodcnfläclien. Die Regierung beabsichtigt, das Gelände nicht zu verkaufen, sondern für eine längere Zeit (75 Jahre) in Pacht zu geben, mit der Bestimmung, daß die darauf errichteten Bauten nach Ablauf dieser Periode an sie fallen. Neues Die Regierung hat anschließend an die Postgebäude Bahnstation in Tel-Awiw ein Gebinde in Tel-Awiw f',r den Bau eines neuen Postgebäudes erworben. Die Errichtung entsprechender Baulichkeiten für diesen Zweck wird in der Stadt als ן äußerst dringend empfunden, da mit dem wachsenden Verkehr * das jetzt in Betrieb befindliche Gebäude keineswegs ausreicht , und die herrschende Enge viel Aergcr und Verzögerungen verursacht. Brief aus Holland ® Amsterdam, Anfang Mai. ■ Dr, Jakob Klnizkin sprach auf einer Vortragstourncc 1i w Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht über ״Hie Judcnfragc in ihrer aktuellen Bedeutung‘'. Ls war gerade | Iw die holländischen Zionisten, deren Führer den Gc- I; jja״lu11׳gängc11 Dr. Klatzkins immer besonders nahe gestanden i nahen, interessant zu hören, was Dr. Klatzkin zur gegenfl "artigen Situation zu sagen hatte. Seine Ausführungen gipfel- ,| kn m der Feststellung, daß eine Lösung der Judcnfragc nur fl ייי Palästina möglich ist, und daß daher alle Kräfte auf den Ü Auftvnu des Landes konzentriert werden müßten. Jedoch ין "ill Dr. Klatzkin seine bekannte Theorie der üolusverncimmg U nicht dahin mißverstanden wissen, di.ß man etwa nicht die Si Bemühungen um eine Sicherung der Juden in der Galuth 1• unterstützen solle. — Zur Erinnerung an die erste Makkabiah 3 '׳on 1932 und als Einleitung der zweiten Makkabiati verl| wstattctc der niederländische Makkabi drei Festabende in is Groningen, Den Haag und Rotterdam. Das Interesse der!»., iwll,indischen Juden zeigte sieh überall sehr stark, so daß f der Maccabi Ncderland mit dem Erfolg dieser Tage durchaus ״* יfrieden sein kann. — Einen l)r. Nathan Birnbaum- 4':; Aticml veranstaltete der ״Joodsclie Club‘' in Scbcvcningen |" anläßlich des 70. Geburtstages Birnbaums. Dr. M. Landau *vigte die Entwicklung, die Birnbaum in einem Leben des I 2* Cell fl wSm W l/i״ Ä Jk i jj W cl Am 30, April fand in Berlin eine Arbeitstagung d e r U n a b h äugigen M i s r a e h i -1 andesorganisation Deutschlands statt, 22 Ortsgruppen hatten zu «lieser Tagung ihre Vertreter entsandt. Die Tagesordnung brachte Referate über sämtliche Gebiete misrachistischcr Tätigkeit in Deutschland und in Erez. Israel. Im Mittelpunkt stand das Referat von Rabbiner Dr. II off mann. Frankfurt a. M., über die Ideologie der Unabhängigen Misrachi- Lamlesorgaiiisation Deutschlands, über das wir nachstehend berichten. Au den , Anfang seiner Ausführungen stellte Rabbiner Dr. II off m an n die These, daß der Misrachi Anspruch erbebt, der _ Vertreter des historischen Judentums zu sein. Lr ist die einzige Richtung im Judentum, der ajlc jüdischen Fragen in ihrer Totalität zu erfassen sucht. Der Misrachi hat vom Zionismus die Analyse der’Judcnfragc übernommen und sieht in ihm den Weg, zu einer Lösung der Judcnfragc zu kommen. Der Aufbau Erez Israels ist für ihn jedoch kein Selbstzweck. Erez Israel ist für ihn, neben der Stätte, wo der jüdische Volkskörper regeneriert werden kann, auch der Ort für die Renaissance der Volksseele. 1 ׳s hat den Anschein, daß der Misrachi sich in einer Krise befindet. Fs ist jedoch nicht so, daß der Misrachi Schiffbruch erlitten hat, sondern die Misrachi - P o 1 i t i k ist cs, die viele Schlage erlitten hat. Nach diesen einleitenden Ausführungen bcfatSte sich der Referent mit den konkreten politischen Problemen. Fr warf dem allgemeinen Misrachi vor, daß er das Ansehen der Bewegung durch seine Bündnispolitik mit dem Revisionismus geschädigt habe. Gerade ein Bümlnis mit den Revisionisten ist für den Misrachi ans idcologischeu (irüiujen unverständlich. Wir lehnen diese Art Zionismus aus nnsraeliislisclicn Gründen ab, vor allen Dingen die revisionistisclie Jugenderziehung. Andererseits können wir lins in politischer Hinsicht nicht mit dem Kurs der Arbeitersebaft vollkommen identifizieren. Der Misrachi darf sich überhaupt allgemein wirtschaftlich und politisch nicht festlegen, sondern soll das geistige Moment in den Vordergrund stellen. Dr. Hoffmann sprach dann über die Frage des Zusammengehens des Misrachi mit der A g 11 d a h. Ein Zusammengehen des Misrachi mit der Agudah ist in manchen Punkten möglich und wünschenswert. Die Agudah darf aber nicht dem Misrachi die Bedingung des Austritts aus der Zionistischen Organisation stellen. Ein Austritt aus dem Zionismus kann aus ideologischen Gründen nicht in Frage kommen, <1:1 der Misrachi seine Aufgaben im jüdischen Volksganzc״ sicht, das heute in seinem lebendigen Teil durch die Zionistische Organisation repräsentiert wird. Aber auch aus realpolitisclicu Gründen kann der'Misrachi die Basis der Zionistischen Weltorganisation nicht verlassen. Trotz manchen Mißerfolgen hat der Misrachi als Fraktion innerhalb der Zionistischen Organisation seit seiner Gründung vieles geleistet. Das iiiisracliisiisclie Schulwcrk, die Institution des Oberrabhinats, die Schaffung religiöser Einrichtungen, die Organisierung der religiösen Arbeiterschaft sind misrachisfische Leistungen. Wenn die Agudah für manche Fälle eine Einheitsfront mit dein Misrachi wünsche, so ist der deutsche Misrachi dazu bereit. Der Beschluß der litauischen Rabbiner, eine Einheit des religiösen Judentums für den Palästina-Aufhau zu schaffen, ist begrüßenswert. Von großer prinzipieller Bedeutung für die Beeinflussung des zionistischen Aufbaus ist die S e 11 a 111) a t h k i a 11 s c I des K K L. Dr. Hoffmann hob dann die Ergebnisse der letzten A.-C. •S i t z u n g hervor, die dadurch bedeutsam sei, daß in ihr zum ersten Male über religiöse Fragen diskutiert wurde. Kurt Biumciifelds Rede in der A.-C.-Sitzung ist vom misraebistiseben Standpunkte bcsoliderer Bedeutung beiztuuessen. Fs ist zu hoffen, daß diese positive Stellung zur Tradition sieh auch in der Praxis auswirken wird. Bhimenfeld hat insofern recht, als er die Mcimmg vertritt, daß man religiöse Ucbcrzcugiing nicht durch politische Mittel erzwingen könne, man darf aber nicht so weit gehen, dem einzelnen in religiöser Hinsicht vollkommene Israeli Freiheit zti lassen. Gewisse Mindestforderungen in religiöser Umsicht müssen gestellt werden. . Der Redner wandte sich dann gegen die Ansicht von einer zu erstrebenden freien Religiosität in Erez־ Israel. Der Begriff freie Religiosität ist verschwommen. Freie Religiosität kann entweder bedeuten, frei von Bindungen oder frei in dein Sinne sein, daß die Arbeiterschaft sieh neue Mizwotli macht. Zu i n 11 e r j ii d i s c h e 11 Fragen in Deutschland übergehend, sprach Dr. Hoffmann zunächst über die Reichsvertrdung der deutschen Juden. Der Misrachi steht hinter der Rciclisvcrtreiuug, trotz der von der Trcnmmgsnrtliodoxie a״ ihr geübten Kritik. Audi die Schulpolitik der Reiehsvertrejimg muß als gut bc/cichnd werden; wenn man berücksichtigt, daß von ihr eine Politik geübt werden muß, die alle Richtungen in gleicher Weise berücksichtigt, sind die von der Reichsvertretung hcrausgegebeiicn Richtlinien ein erheblicher Erfolg. In seinem Referat über: ״Die Situation des ge* s e t z e st r c \1 c 11 Judentums in Erez Israel“ übte Alexander A d I e r, Berlin, in manchen Punkten Kritik an der inisraeliistiscben Arbeit. Der Misrachi bat nicht alle Möghrhkriteii, das Leben in Erez Israel religiös zu beeinflussen, ausgeniitzt. Die misrachistischen Schulen, die in fachlicher Hinsicht gut sind, wurden von dem Misrachi nur als Macht- Position und nicht als Mittel, den Jischuw religiös zu hecinflussen, betrachtet. Einfluß auf den Jischuw ist nur durch die misrachistische Arbeiterschaft möglich, die sich in der allgemeinen Arbeiterschaft größter Achtum* erfreut. Dein allgemeinen Misrachi ist vorzuwerfen, daß er gerade die Bedeutung der misraehistiselien Arbeiterschaft und des Kibbuz Rodges nicht anerkenne. Der Deutsche Misrachi hat sich in Erez Israel eine eigene Organisation für die Durchsetzung seines Ideals geschaffen, die allerdings nicht als Konkurrenz gegenüber der bestehenden Misraclii-Organisntion aufgefaßt werden darf. Sobald der allgemeine Misrachi den von den deutschen Misrachisten gestellten Forderungen näher komme, ist ein Zusammengehen und eine Wicdcrverschmel/ung des Deutschen Misrachi mit dem Weit-Misraclii möglich. Rudi Herz, Kibbuz Rodges, sprach' anschließend über die Situation des ILipoel I lamisraehi unter Berücksichtigung des Kibbuz Rodges. Er gab einen lJeherblick über die Cieschichte der misrachistischen Arbeiterschaft und über die Aussichten der zukünftigen Arbeit. Die darauf folgende Debatte stand auf einem hohen Niveau. Die in den Referaten angeschnittenen Probleme wurden von allen Seiten beleuchtet, insbesondere kam cs zu einer gründlichen ideologischen Klärung unserer Steilung zur Agudah. War der Vormittag mehr dein ideologischen Programm! gewidmet, so stand der Nachmittag im Zeichen der praktischen Arbeit. Isi Fisner berichtete über die Situation der UMLOD und ihre Stellung zur Z. V. f. D. lieber Methoden der Ortsgruppen;irbeit sprach Dr. Georg Lew y, Breslau, über Misrachi-Fraiieuarbeit referierten Frau Dr. Blau und Frau Dr. Z11 n t z, Hamburg, und die Probleme der gcsct/cstreiicn Hachscharah und Jugendbewegung wurden in Referaten von Leo Zitronen b a u in und S.1110111011־ G old* ni1a n - 11 o in b a e 11 behandelt, lieber den Stand der religiösen Jiigendalijali referierte Ismar Jeremias. In einem außerordentlich wirkungsvollen Schlußwort setzten sich die Hanptrefcrcntcn Rabbiner Dr. Hoffmann, Frankfurt a. M., und Alexander Adler, Berlin, mit der Generaldebatte auseinander; es gelang ihnen, die gesamte Tagung zu einer einheitlichen Zielrichtung zusanimcnztifassen. Die auf der Tagung anwesenden Clialuzim bchaiidclfen in gesonderten Besprechungen die ihnen eigenen Probleme, lieber die Erziehungsarbeit, die im Britli Hauoar zu leisten ist, um für den Hrith Chalii/im Dathiim ein gut vorbereiteten Nachwuchs zu sichern, fand eine Aussprache statt, zu der Eugen Michaelis, Hamburg, erschienen war. Kampfes für das jüdische Volk genommen hat. In einer Schlußaiisprachc gab Birnbaum selbst Rechenschaft über sein Streben, das immer auf die Verwirklichung der schöpferischen Idee des jüdischen Volkes gerichtet gewesen sei, als die er schließlich den jüdischen Gottesbegriff erkannt habe. Dr. R. Eröffnung der Palästina *״ Ausstellung in Breslau Die Palästina-Ausstellung wurde am 6. Mal mit einer Feier vor geladenen Gästen eröffnet. Nachdem die Feierlielikeit durch ein Quartett von Mozart eingelcitet worden war, ergriff R.-A. Dr. Walter Lux als Vorsitzender der Brcslauer Zionistischen Vereinigung das Wort, lim die zahlreich erschienenen Gäste zu begrüßen und auf den der Ausstellung innewohnenden Sinn hinz.uwcisen. Er betonte, daß die Aus- Stellung nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erliche, sondern daß sie ihrer Aufgabe genüge, wenn sie einen Abglanz von dem jüdischen Leben in 'Palästina gäbe, der die Besucher zu einer freudigen Mitarbeit veranlassen solle. Rabbiner Dr. Joachim Prinz (Berlin) gab daraut ein die Zuhörer begeisterndes Bild von der Landschaft und den Menschen Palästinas. Mit wahrhaft dichterischen Worten schilderte er das Fluidum, das von dem Lande ausgeht und das jeden Menschen, auch wenn er sieh noch so dagegen wehre, umfängt. Zum Schluß sprach Stadtrat Georg Less als Vorsitzender der Synagogcngcmciiidc Breslau. Er iiberbrachtc die Grillte der Gemeinde und betonte, daß er aus innerstem Bedürfnisse tler Ausstellung und dem Werke selbst vollen Erfolg wünsche. Anschließend übernahm Seminar-Rabbiner Dr. J. Ra bin die Führung der Gäste durch die Ausstellung, in der er — aut Grumt seiner umfassenden Kenntnis des Landes — einen tiefen Einblick in alle Fragen und Probleme Erez Israels gab. Schon die Besucherzahl des ersten Ausstellungstages läßt vermuten, daß der Ausstellung auch in Breslau ein großer Erfolg bcschicdcn sein wird. , Nene Luflposl-Verliindnnflcn nach Palästina Die für den Flugverkehr wichtige englische Linie Lon* don- Singaporc hat vor einigen Tagen geringe Armierungen erfahren, die aber für den Postdienst von Deutschland nach Palästina von Wichtigkeit sind. Das Flugzeug startet in London am Sonnabend, in Brindisi Montag morgens ö Uhr. in Athen am Mittag, um nachmittags in Alexandrien iintl Kairo zu landen. Am Dienstag werden Gaza und Bagdad berührt. Die für diese Linie aufzugebenden Sendungen müssen den Lcitvermerk fragen: ״Mit Flugpost via Athen -Alexan* tlricn— Gaza". Sie sind aufzugeben in München am Sonn* abend, spätestens um 2(1 Uhr; in Breslau zur gleichen Zeit; in Berlin C2 (Zusatzvcrmerk ״Mit Reichsposlfliig Berlin— Athen“) am Sonnabend abend oder Sonntag früh 6 Uhr. Auch die Fluglinie London Kapstadt, die van Athen bis Alexandrien benutzt werden kann, erlitt einige Verände* rungcti. Die hier eingesetzten Flugzeuge starten in London am Mittwoch, in Brindisi Freitag früh, in Athen Freitag mittag, um am gleichen Nachmittag in Alexandrien und Kairo cinzutrefien. Deutsche Anschlüsse gibt es hier ab München Mitt* woclt früh, spätestens 7 Uhr, nach Brindisi; ab Berlin Dienstag vormittag. Ein passender Rcichsposiflug fehlt. Fine Luftpostlinie Kairo- Jaffa wurde arn 15. Februar in Hcliopolis eingeweiht. Diese Einrichtung erfolgte auf Veranlassung der Misr Airwork, deren Flugdienst Port Said, Gaza, Jaffa und Jerusalem berührt. Außerdem hat <Jie palästinensische Postverwaitung an! 19. März einen Luftpost-Z.iihringcdicnst von Haifa und Jcru* salcm nach Kairo eingerichtet. Die Flugzeuge verkehren jeden Montag und Donnerstag 11ml erreichen Kaira um 17.30 Uhr. Postschluß für eingeschriebene Sendungen in Haifa und Jerusalem ist 11.30 Uhr, fiir gewöhnliche 12 Uhr. Ei(1 Zu* schlag wird fiir die Benutzung dieser Fluglinie nicht erhoben. Allerdings handelt es sich hierbei hauptsächlich um Post nach Bestimmungsorten in Aegypten und im Sudan. (*Das cJß eztalhaus für cfioffe, OCLiJung, fyi)asQ1ef QarlmiYXf <^Jefipt[Let Ql^öbel 120 JAHREN QUALITATS WAREN 1• ■ ־1 l\ l■; 1 ־1 (Im I,, וזי¬! : ו ,, '1׳ IV i 1 i 1