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Jüdische Rundschau · 1934-05-08 · Heft 37 (8.5.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 37 (8.5.1934)
Date
1934-05-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
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19' ",1‘ר! ciij tuen!q ,11,'־r Uic 'c11 mir k׳r dem. Aller!. «. , a *־ r ןיץ» ןק€ ^יץ״^ ^־יץ iri A tTmm״״i ־*^ #»■«• י^י י״׳®״ Unsere heutige Sondcrbeilagc zur Levante-Messe gibt einen ersten Ucberblick über wesentliche Teile dieser Veranstaltung. Es ist naturgemäß unmöglich, bei dem großen Umfang, den die Messe besitzt, über alle Teile zusammenhängend zu berichten. Aus diesem Grunde beschränken wir uns zunächst darauf, neben einer Anzahl von Abbildungen vom Messcgcländc eine Beschreibung zweier wicJdigcr Gebäude zu geben, nämlich des Pavillons der palästinensischen Landesprodukte und des Gebäudes der englischen Mandatsverwaltung. Ferner schließen wir Aufsätze über das künstlerische Bild der Ausstellung, über die technischen Probleme bei ihrer Errichtung und über eine Reihe wirtschaftlicher Fragen an. Wir werden in weiteren Berichten die übrigen Teile der Veranstaltung eingehend würdigen. Red. sm niif llidu( |)j msi: ,.״,'ן st. Ah(:. •n vi’Ci'• bereit* o völlig!!gerade asclieml letzten •nliiirh• können, ivclim't, dreimal ,/MV i bis SU! hein |,1I1• ie Zahl zeiclien gehen ie vor• en sei« cinliclic;t, eine ,'Ofail'll•!ekdf'tc 113■ ' ’ X f־\> ך י 1*,.S ״i x'i- «V * ' ׳ ■X pnu מלרווזן י י . מוויו \ W v. N, ' X fr■ v % 4»- \ . j \ r \ ד׳י7> . ¥ > i ■■***. ff 1 ' N י / iL ״״*Ji jLi׳.״.■-«»׳! ו P, *.,!׳ ״ ' . \ f % i־ _ 9 1 ׳ t V v\u I 1 \ \ \ V"' t^Ahh «W* . t »MM S' > 1 ׳ *» *1* ' *.' * 4 ^adrCSä‘*''■ 1 1'»׳*n .«ar j, r־1׳״s f 1־ ׳ י*,••** tum.. י י f׳*־y > ,״ \ ״ - י s י*•‘* / .» i. r -#1 d•' *WL.*, * ■*yX־ ״# #י *♦ X 1 / / K . V׳ t** * t 1!;. . ״i ׳ ,׳. /. Dir Fahnen der beteiligten Kationen. — 2. Werbcsehild der ,Jüdischen Rundschau''. — J. Verirrter der religiösen Gemeinschaften bei der F.röffnungs/eier, van rechts nach Hubs: Obettahbiner Kook, ein Chaham, ein hoher Geistlicher der griechisch-orthodoxen Kirche. — 4, High Commisioner Sir Arthur Watte hop« besichtigt im Tozereth Haaret-Haus Erzeugnisse der palästinensischen Lederindustrie. — 5, Filrgepmcistrr Dizrngoff eröffnet die /Hesse. — 6. Flieh vom 2$ m hohen Turm auf einen Teil des Messegeländes mit dem, Restaurant, — 7. Flieh vorn Turm auf einen Teil des großen Forittons und auf den Hau fleingang. Im. Vordergrund das Denkmal der Arbeit, das von der Arbeiter-Kooperative, die die Gebäude ausgefuhrt hat, errichtet wurde. — A'. Mahkab't-Sportier mit der Messefahne. Foto: Z. Klueer und Dr. E. M«gou», Tel-Awiw icrifcä 3'(•!* ul '־1‘‘OIKi; r'״׳) n ף lap n.irl' icbcf ,ver1i('n ie׳, **etzte Die Pavillons der Regierung und des Industriellenverbandes Von unserem palästinensischen Korrespondenten. pl. Tel-Awiw, 20. April 103t. , N1׳l't1 den ersten Versuchen muH man cinselicii, dal! es Jiclit so eintacli ist, auf der Levante-Messe in die einzelnen »'illons hiiici 11 zlikoininen. Man erführt jedesmal, wenn mau "1Muskotmnt, dasselbe: man wird gefan/teii von dem schonen “n(1 lebhaften allj:emei1u׳n Bild, wandert zuerst einmal ziellos 1״‘Uh das Gelände, freut sieh hier an einer besonders ge- ™Renen Fassade, dort an einer schönen Uebersebneidun״, i” ^C(״ Ztisnmmenlvlrm־״ der Fayencen, sielit zu dem riesigen ״ctoninaun hinauf, der das ,,Misrad ltakablani“, die Baukooperative, symbolisiert, die die. (icbiiude der Messe auf- Refiihrt hat, stolpert über einen Kakteengarten, widersteht 1'״t Erfolg dem Impuls, sieh auf einer der grünen Rasen- 1 (acHcn aiis/ustreeken, die für Palästina eine wahre Sensation *״״[. nascht an einer Ecke ein Eis und sieht sehnsüchtig 1 ,, dem Jarkon hinunter, wo man in Stille, Kühle und! ,'1,״'Isclieiit Boot fahren kann. Erinnert man sieh dann daran, ךיי die Dinge aber auch von innen besehen werden '*°1lcn, so entdeckt man, daß cs nicht viel Sinn bat, sieh mit cr Menge durch die einzelnen Pavillons zu schieben, denn Jan sielit dann vor den Besuctiermasscn nicht viel von dem ״usRestcllten. Man muß sich eine stille Zeit aussuchen, wo .״ Betrieb der Messe nicht zur vollen Höhe ansteigt, uin; “bCfhaupt von den einzelnen Pavillons einen Begriff zu ״'kommen.! . per große, ausgezeichnet aufgeteilte und dekorierte Pa•; יי on der Palästinaregierung verdient ganz be- •pjlcre Beachtung. Sicht man von dem ״internationalen“; '» der Ausstellung ab und versucht, sich ein Bild des k'Rtnwärtlgcn Palästina zu machen, so hat man »rk• jSfnt*e Gelegenheit, dessen jüdischen Tci! von ver• •«ucdcntn Seiten aus zu studieren. •Wir haben die Pavillons der ״Nationalen Institutionen", Jcwish Agency, Keren Hajes* sod, Keren Kajcmeth. Wir haben die Pavillons der Pica, der Sicdlungsgesellseliaft des Baron Rothschild; die Ausstellung der Stadt Tel-Awiw, der Arbeiterorganisation, der Pflanzergcsellschaft (I litacluluth I laikarim), der ״Wizo". Dazu die Ztisainmeiifasstnig aller Imliistrieerzciignisse im Zentralpavil•' Ion des lmliistiicllnivcrbaiides, von <len ein/einen l'rivatuiilcrnelimiingeii zu seliweigeii. Wer aufmerksam durch die vorsehiedciien Anlagen geht, bekommt ein recht lebendiges Bild vom Stand des jüdischen Werkes in l’a• liistina. Im Pavillon der Regierung jedoch öffnet sieh ilun ein Blick auf den Hintergrund, auf dem dieser Aufbau erfolgt, ein Blick in das 11 i c 111 j ü d i s c h e Palästina, in der Art, wie es beute Aussicht lind wie cs verwaltet wird. Es wird durch diese Teilnahme der Regierung eine Lücke ausgefüllt, die durch die Nichtbcteiligimg der paliistincnsisehen Araber an der l.cvnntc-Mcssc in der Darstellung des. gesamten Landes entsteht. Die Mandat:irmacht zeigt in Rildcrn, Sammlungen, Din• grammen und Produkten die Arbeit ihrer verschiedenen De• parte m e 111 s. Sie zeigt zuerst die vom Departement für öffentliche Arbeiten aiisgefülirten Bauten in Photographien: das Schloß des High Commissioners in Jerusalem, das neue Postgehäiule in׳ Jaffa (der Tel-Awiwer seufzt beiin Anblick dieser Bilder und sehnt den Tag herbei, wo er auch ein auf seine Bedürfnisse /!!geschnittenes Postamt erhält), Gipsmodelle geplanter und vollendeter Bauten. Dann kommt eine Mineralsammluiig zur Darstellung der in Palästina gefundenen Gesteinsarten, unter denen eine besonders schöne und vielfaltige Ausstellung von Marmorarten auffallt. Ein großer und eindrucksvoller Saal ist dem landwirtschaftlichen Departement mit seinen verschiedenen Abteilungen gewidmet. Es folgt die Abteilung für Post, Telegraph und Telephon. Der Besucher wundert sich liier über die reiche Zahl der gezeigten Telephonapparate. Wenn man nämlich im Lande einen bestellt, so dauert es endlos, bis ein Apparat angeschlossen wird; und es heißt, die Nachfrage übersteige bei weitem das Angebot. Es schließt sich die sanitäre Abteilung an mit besonderer Betonung der Malariabrkämpfung und Säuglingspflege. Bei dieser Art der Einteilung und der Art der Illustrationen erweisen sieh zwei fundamentale Tatsachen, die man bei der Betrachtung der übrigen Ausstellung sehr leicht vergessen kann: Palästina ist heute in der Mehrheit seiner Bevölkerung noch ein agrarisches La 11 d, und zwar eines der primi• tiven Agrarwirtschaft; und der Apparat der Regierung ist zu einem beträchtlichen Teile mit diesem Sektor des Landes be• sehäftigt. Wenn man die Abteilung des Post-, Telegraphen* und T ׳lephondienstes aiisnimmt, so erkennt man, daß die innere Politik der Regierung, soweit sic progressive Arbeit leistet, sich der Erforschung und Entwicklung dieser primitiven I. a 11 d w i r t s c 11 a f t widmet. Sic macht 'Versuche zu Aiifforstungsarbeitcn; demonstriert in Modellen die Wirkung eines Baumbestandes auf den Bergen für die in der Ebene liegenden Dörfer. Sie bemüht sieh urn die Einführung der Seidenraupenzucht, um eine Hebung der Eierwirtschaft, der Viehzucht, der Fruchtpflaimmgen. Ver• scliiedcne Karten demonstrieren die Lage der einzelnen Ver• suchsstationen und -feldcr. Es ist bekannt, daß der gegen• wärtige Obcrkommissür Sir Arthur Watieliope sieh besonders für die Lage der Fellachen und die Versuchsstationen, die der Hebung ihrer Wirtschaft dienen sollen, interessiert. Und auch in diesem Pavillon sind diese Tendenzen besonders deutlich. Auch auf anderen Gebieten erhält man einen Ein• druck in die primitive soziale Struktur und das niedrige Lebensniveau des Landes. In der sanitären Abteilung werden Grundtatsachen der Hygiene in Modellen, Bildern und Dia• grammen gezeigt, von Malariabekämpfung und Mückenschutz an bis zur Anlage entsprechender Latrinen und der Wirkung der Blatternimpfung. Dinge, die dem Europäer Selbsfverständ* lichkciten scheinen, müssen hier erst erklärt, erkämpft, gegen uralte Vorurteile durchgeset/t werden. Da ist zum Beispiel neben einer modernen Apotheke eine Vitrine mit Im Lande gebräuchlichen Hausmitteln sonderbarster Art, mit uralten chirurgisch« Instrumenten und einer ganzen Kollektion von f

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