Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 36 (4.5.1934)
- Date
- 1934-05-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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% Seite 4 Entlassung eines Bürovorstehers Zwei .'lußcrorilcutlirii wichtige arliritsreclitliche Fragen haben soeben vor dein R c i c 11 s a r b e i t s g e r i c ii t ihre tut- Scheidung gefunden, und zwar in einem Prozeß, den ein Bürovorsteher gegen einen j ii d i s r h e n Rechts;1 n w a i tt der zugleich Notar war, wegen seiner Entlassung führte. In der VorhaiKliuii^ vor dem Reichsarbcitsgeridit ging es um die Erörterung folgender Punkte: Hat ein jüdischer An- Walt, der auf ürund des Berufsbenmtengesetzes sein Notariat verloren hat, aber weiter Anwalt geblieben ist, ein besonderes Kündigungsreeht gegenüber seinem Bürovorsteher oder muß er ihm vertragsgemäß kündigen? Die zweite Frage lautet: Inwieweit kann ein entlassener Angestellter in dem Arbcitsgcrichtsnrozeß Ausführungen über Einkommens- und Vermogcnsvcrliältnissc seines Arbeitgebers machen, die ihm durch seine Tätigkeit im Büro bekannt geworden sind? Das Ergebnis dieses Prozesses war: Der Bürovorsteher darf, ohne seine Verschwiegenheitspflicht zu verletzen, nähere Ausführungen über die Einkoininensvcrhaltnisse im Prozeß machen, soweit dies zur Klärung der Sach- und Rechtslage dienlich ist. — Im allgcmc neu kann der Angestellte des jüdischen Anwalts fristgemäße Kündigung verlangen, wenn der Anwalt das Notariat ve loren hat und daraus nur der kleinere Teil seiner beruflichen Einnahmen floß. Der Sachverhalt war im einzelnen folgender: Der Rechts• amvalt hatte im Jahre 1032 Einnahmen aus dem Notariat in Höhe vtm 7001) RM.,;ms der Anwaltspravis in Höhe von 31000 RM. Als er auf (iiuiul des Bernfsheandcugesetzes das Notariat verlor, entließ er seinen Bürovorsteher fristlos. Dieser machte in dem l’rozeß geltend, die fristlose Kündigung sei im Hinblick auf die Eiukommeusverhältnisse des Anwalts, bc* sonders des Verhältnisses der Anwaltszu den Notariats-Einnahmen, nicht gerechtfertigt. In den von dem Bürovorsteher vorgetrageneu Angaben erblickte der Anwalt eine besondere Verletzung Her Treupflicht. Demgegenüber hat das Reichsnrbcitsgericht erklärt, es bedeute eine Ucberspaiumng der Treupflicht, wem! man hier dem Bürovorsteher hätte verbieten wollen, die zu seinen (umstell sprechenden Einkommcnsverhältnissc dem Gericht darzulegen. 1111 Gegenteil sei dies zur sachgemäßen Durchführung des Prozesses durchaus erforderlieh. In ihrer Verwertung vor Gericht liege keine Verletzung der Vertragspflieliten. Daß der Bürovorsteher sieh diese Einkommenzahleii im Büro zusanniumgestellt habe, um sie in diesem Prozeß zu verwerten, sei kein Grund Zur fristlosen Entlassung. Aber auch der Verlust des Notariats könne die fristlose Entlassung nicht rechtfertigen, so erklärt das Reichs- Arbeitsgericht im Gegensatz zu der Vorinstanz, dem Landesarhcitsgcricht in Darmsiadt. Die besonderen Ki'mdiguiigsbe- Stimmungen für Aerzte, Zahnärzte und Zahntechniker ebenso tvie für Rechtsanwälte dürfen nicht auf andere Berutszweigc ausgedehnt werden, Eine fristlose Kündigung sei höchstens dann möglich, wenn der Rückgang der wirtschaftlichen Vcrhältnissc überhaupt nicht mehr dem Arbeitgeber die weitere Beschäftigung ermögliche, wenn die gesamte Existenz des Arbeitgebers auf dein Spiele stelle. Hiervon könne aber unter den gegebenen Umständen überhaupt keine Rode sein, denn auch nach dem Verlust des Notariats bestünde noch immer die Möglichkeit der Fortführung der Anwaltspraxis. Unter diesen Umständen käme nur eine fristgemäße Entl a s s u 11 g des Bürovorstehers in Frage. Ausscheidung von Trägem iüdischer oder farbiger Blufsfeilc im ״Völkischen Beobachter'' vom '27. •I. veröffentlicht , Walter Busch, Reiehsleitcr der NSDAP., einen Aufsatz über: ״Die Parteigeiichfsbarkcit der NSDAP.", in dem er u. a. ausführf: ״•Vor allen Dingen harrt des Obersten I’arteigerichts noch eine be-ondors w i 1 h 1 ige und verantw ortungsreii ■he AulgaU■: Die Ausstiieldniig von Trägern jüdischer ober farbiger Hluisteilc. Dir NM» U’. hat von ihre! Gründung ab deutheli genug hek.irmt gcmuelil, daß sie eine (b'iueinseliatt bilden will von Menschen dculseben lllun-,. Sie beschrankt daher in ihrer Satzung die Aufnähme auf A n gehörige des den Ischen Volkes rein arischer Abkunft, Als rein arisch gilt der, dem Vorlahrcn farbigen oder jüdischen Blutes nicht nachzuweisen sind. Dieser Nach«eis kann amtlich erst seit, der Machtübernahme geprüft werden. Der liberal! ■tische Staat hatte ■alle fnssenntiißigen (wdanken ahgeleimt. Dadurch konnte es geschehen, <1,115 schon vor der Macht- Übernahme einzelne, später viele Menschen in die Bewegung kamen, die keim׳ Ahnung davon halten, d.rlS sie Träger jüdischer lllutsteilc waren. Deren Aulnuhme muß jetzt mangels der geforderten Voraussetznn״ für die Aufnahme als ungültig erklärt werden. Dadurch entstehen häufig ungewollte Härten, die aller nicht vermeidbar sind. Wer Weltgeschichte auf Jahrtausende machen will, darf unter keinen Umständen vor Harten im Kinzellall zurtiekseheuen. Die Geschichte hat uns klar und eindeutig vor Angen geführt, daß eine Mischung von jüdischem und deutschem Itlut zum Untergang des ilouuclicii führt. Der llengott hat uns zu Deutschen gemacht, damit wir ganze־ Deutsche seien. Von diesem Glauben sind wir Nationalsozialisten ganz und gar durelidtungen. Darum sollen sich mit der Führung, Erziehung und Bildung des deutschen Mensehen keine Träger jiibischer oder farbiger Blutsteile befassen dürfen. Diese uncrsehüUer* liehe Kordelung wird nie von einem lebenden Nationalsozialisten autgegebcn weiden. Hierfür kämpfen kann nur der deutsche Mensch. Deshalb ist cs auch unsinnig, einem Judenstiimmlinp zuzumuten, dafür cinzutretclr. Wir wollen reinliche Schcidüng, darum dulden wir keinen Judenstämmling in der Bewegung. Die Ausscheidung in Unkenntnis ihrer judenbliitlgen Vorfahren zur Bewegung Cc»lol5cncr darf unter keinen Umständen in verletzender Form geschehen. Darum werden sie auch nicht mus der Bewegung ausgeschlossen. Ausschluß ist Strafe, ist hatte Strafe. Strafe verdienen aber jene nicht, viele von ihnen eher Mitleid, Mit der Nichtigkeit.•;• erklärung ihrer Aufnahme ist kein Werturteil verbunden• Verhindern soll er nur, dutS künilig sich solche Mischung lortsetr.t." Die Rassenmischung Staatsrat Dr. L. Conti veröffentlicht im ״Volk. Reob* achter“ vom 1. 5. einen Aufsatz über: ״Rasscnpflcge im nationalsozialistischcn Staat“, in diesem heißt es u. a.: ״Die Gefahr der Rassenmischung ist heute wcitgcliend gebannt. Ohne daß hierin ein Werturteil zu liegen braucht, wissen wir aus den Erfahrungen der Vererbungslehre, daß Vcrmisehung allzu rassenfremder Bestandteile seelisch und körperlieh unglückliche und nicht hochwertige Menschen ergibt. Das B c a in t e n r e c 111, das eine Sonderstellung für Nichtarier bcdeutet, und die neue Ellegesetzgebung verhindern weitgehend rassenschädliche Rassemmschung,“ Neue Industrieunternehmen in Rischon Ic-Zion. Demnächt wird eine Fabrik für Bi cc 11 erzcu gnis se und Spiel• zeug eröffnet. Die Fabrik wird zirka 30 Arbeiter beschäftigen. Ferner wird der Bau einer Olasfabrik vollendet. Ein Teil der Facharbeiter aus dem Auslande ist bereits eingetroffen. Die Fabrik ist mit Aufträgen für die erste Zeit versorgt. 11t der Nahe dieser Fabrik sind Grundstücke für 14 weitere Fahrtken vorhanden. Ein Teil dieser Grundstücke ist bereits verpachtet, unter anderem für eine Spinnerei. Die Bauarbeiten für die geplante Schuhfabrik schreiten fort. In der Nähe der Fabrik sind 20׳ Dunam für die Arbeiterwohnungen erworben worden. Der Gemeinderat bestätigte die Erlaubnis zum Bau einer Keramilefabrik. Die Eigentümerin der Fabrik stammt aus Deutschland. יין I jüdische Rundschau Nr. 36, 4. V. 1934 ■י«•"■—** , f Ml I fc.J i kJ E ך*- V ,:J H מ וון r ^י״״י\ r ן i וי i. j | I 11 <<־׳׳־׳• (L»ä Iäw יו־׳ ii**»*׳ 3■ וי י! n י: » 40* *S EW Iwtf MH Bä•*"״ W / / Die Arbeitstagung der zionistischen Ortsgruppen ׳ am Sonntag, dem 29. April Der Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Deutschiaml, Dr. Siegfried Moses, cröffnete die auch gerade aus dem Reich glanzend besuchte Tagung, bei der man sehr viele neue Gesichter sah, mit herzlichen Worten der Begrüßung, insbesontlerc für Professor Warburg und Dr, l.escynski, bcwährten Vorkämpfern unserer Bewegung, und Kurt Blu men- (cid, den langjährigen Führer des deutschen Zionismus, der jetzt seinen Wohnsitz in Erez Israel hat und sich mir vorübergehend in Deutschland aufhält. Dann hielt Dr. Franz Meyer (Berlin) ein Referat über ״Die Probleme des deutschen Judentums". Er führte'darin aus, daß erst jetzt das deutsche Judentum die Aktualität der Juticnfragc und der darin beschlossenen ProbleniC'erkannt habe. Die Forderungen, die wir Zionisten schon seit vielen Jahren aufstellen, werden jetzt unter dem Zwang der Verhältnisse auch von den anderen als notwendig erkannt, doch fehlt vielfach noch das richtige Verständnis’ für die geistigen Voraussetzungen unserer Forderungen. Fs hat sich eindeutig gezeigt, daß eine planmäßige Auswanderung fast nur nach Palästina möglich ist und daß auch die Berufs- Umschichtung sich ernsthaft und erfolgreich nur durchsetzen laßt im Hinblick auf Palästina. Die Wirklichkeit Palästinas wird jetzt von weitesten Schichten des deutschen Judentums als segensreiche Tatsache begriffen, cs wird ihr aber vielfach noch nicht die gebührende zentrale Stellung eingeräumt. Palästin,ו wäre aber niemals das geworden, was es heute ist, wenn es nicht schon Jahrzehnte lang Juden gegeben hätte, tlie ihre ganze jüdische Hingabe darauf konzentriert hätten. Wir begrüßen tlie stärkeren Zusammenfassungen des deutschen Judentums in unseren Tagen, auch wenn sie gelegentlich eine Stärkung unserer iniierjmlisclicn Gegner bedeuten. Fs werde dadurch der größte Feind des Judentums überwunden, seine Atomisic* rung. Die praktischen Folgerungen und Forderungen, die sich aus unseren Grunderkeimtnisscii ergeben, behandelte Adler- R n (I c I in seinem Referat ״Di c wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben tl es tl c 111 s c h cn Judent u m s“. Während die Mehrheit der deutschen Juden unsere soziale Lage nur als eine Funktion der allgemeinen Wirtschaft*- hewegung in ihrem Auf mul Ab aufgefaßt hälfe, hätten wir schon seit langem die besondere jüdische Wirtschaftsproblernatik erkannt. Soweit deshalb Vorarbeiten für eine umfassen* derc soziale Tätigkeit außerhalb der reinen Philanthropie geleistet worden seien, sei das von zionistischer Seite geschehen. So habe der Hcchaluz die heute allgemein als dringlieh erkannte Berufsumscliichtimg unserer Jugend schon vor Jahren in Angriff genommen, ohne dabei hinreichende Unterstiifzung der weiteren deutsch-jüdischen ()Öffentlichkeit zu finden. Der Referent behandelte dann eingehend die Tätigkeit des Zcntral-Aussclmsses für Hilfe und ,Aufbau und die Erfahrangen, welche die soziale Arbeit dieses Jahres gebracht hätte. Fs sei ganz, deutlich geworden, daß tlie wesentlichste produktive Leistling die auf Palästina gerichtete sei. In der anschließenden Aussprache unterstrich auch Dr. L 11 b i 11 s k i, Avie gering die Hilfsmögliclikeiten außerhalb Pnlästuins seien. Liebe 11 stcln beleuchtete die Bctleutmig, die Palästina für unsere Jugend hätte durch die Gegenüberstellung, daß ein Sclmljalirgang der jüdischen Jugend Deutschlands etwa 4000 Jugendliche umfasse, während sich auf Haclischarali zirka 3000 Jugendliche befänden. Dr. Ra bau, tler Präsident des Deutschen Makkabikreises, behandelte den zwischen den! Makkabi und dem R. J. F. ausgebrochenen Konflikt. Die von ihm mitgctciltcn, in der letzten Nummer des ״Makkabi" wiedergegebenen, das jüdische Solidarilütsgefiihl aufs stärkste verletzenden Actißcrungen führender Stellen des Reichsbumles Jüdischer Frontsoldaten weckten die lebhafte Ent* rüstung der Versammlung. Dr. Leschnitzer legte dar, wie wohl die Einrichtung jüdischer Schulen betrieben, vielfach aber dem eiitgegcngcarticitct würde, diese Schulen wirklich zu Lcljrstältcn jüdischen Geistes zu machen. Die Aussprache, in der noch Kritik an der Arbeit des Jüdischen Kulturh und es geübt wurde, fand ihren Höhepunkt in einer kurzen Rede von Kurt B I u m c n f'e I tl, der die bestimmenden Leitgedanken einer zionistischen Politik in der Gegenwart knapp umriß. . ־ Die Nachmittagsstundcn waren nusgofiillt von cingehcnden Beratungen der einzelnen Kommissionen (Ortsgruppen-Arbcit, Nationnlfomls, Keren Hnjcssod, Schulfragen, Haclischarali und Zertifikate). Nachdem diese ihre Arbeiten beendet hatten, berichteten deren Leiter der gesamten Ver- Sammlung und legten mm Teil Resolutionen vor, die eintniitige Billigung fanden. Aus dem von Rechtsanwalt Benno Cohn erstatteten Bericht der Kommission für Ortsgruppenarbeit ist zu erwähnen, daß erhöhtes Gewicht auf die eingehende zionistische Schulung der Ortsgruppcn-Mitglicdcr gelegt werden solle, daß dessen ungeachtet die Propaganda* tätigkeit nach außen in unvermindertem Maße fortgesetzt werden soll. Die engste Verbindung unserer Ortsgruppen mit der Wirklichkeit Palästinas, eine vermehrte Beschäftigung mit der lichräischcn Sprache und eine intensive Zusammenarbeit unserer Ortsgruppen mit den Organisationen der zionistischen lugend sollen angestrebt werden. Allgemeine Billigung fand die Forderung der I i a c h s c 11 a r a 11 - K o rn m f s s i o n, daß alle mit der Haclischarali zusammenhängenden Fragen unsere intensivste Aufmerksamkeit erheischten. Dementsprechend wurde vom Vorsitzenden der ZVfD in Aussicht gestellt, daß diese Fragen den Hauptgcgcnstand der nächsten Arbeitstagung bilden würden. Der durch Herrn Adler erstattete Bericht der Zertifikats-Kommission gab ein eindringliches Bild davon, welche schwierige Aufgabe es bedeutet, die bcschränkte Zahl der Zertifikate mit den Wünschen der zahlreichen Antragsteller und den Erfordernissen des Landes in Einklang zu bringen. Herr Adler fand volles Verständnis, als er betonte, daß alle zionistischen Verdienste des Einzelnen und sonstige persönliche Momente unbedingt zurücktreten müßten hinter den Anforderungen Palästinas nach wirklich geschulten und zu produktiver Arbeit befähigten Kräften. Die um Objektivität bemühte Arbeit der mit der Prüfung der Zertifikats-Anträge betrauten Stellen wurde allgemein anerkarint. Die S c h 111 k o m m i s s 1 o n konnte einen nbsdilie* Bünden Bericht noch nicht ,vorlegen Uebef die Arbeiten der Nationalfon d 5• und K י׳ r e n Hajesiod-Kommissionen folgen besondere Berichte. Die Abendsitzung wurde durch das Referat von Kurt B i u m c n f e 1 d ausgefüllt. Die mehr als zweistündigen Darlegungen _ fanden die gespannteste Aufmerksamkeit allgr Sitzungsteilnehmer, Blumenfeld sprach über die Hauptfragen der Zionistischen Organisation und Bewegung, ln seinem Be- 'rieht über die Sitzung des Aktion*-Comit(s behandelte er besonders ein •pellend die Partci-Verhä'fmsse, das'Problem des Revisionismus, die Frage der BezMiungeii zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Palästina und den Wert der zu dieser Frage gefaßten Beschlüsse des Aktions-Comitds. Auch die Beschlüsse über die Sabbath-Ruhe und die Stellung der Arbeiterschaft behandelte er im Zusammenhang mit den Frapen nach Lebensstil und Lebensführung jm ״tu lä.stnia. *> Linen breiten Raum nahm die Darstellung der Bcj,.,, der nationalen Mittel für den Aufbau ein. Ohnet־■' und KKL., die• beide zu einem neuen Aufschwung '1..״ , werden müssen, kann die erforderliche Neuordmiru11 ׳‘? lästina nicht erfolgen. '*• BliimenfeUl behandelte daun die Haltung derF kutive gegenüber der palästinensischen Regiert!!!!׳ gegenüber den wesentlichsten Aufgaben der zionistischen pP tik. Seine offene und stark kritische Halturig gegenüber ii»•* Erscheinungen des gegenwärtigen Lebens wurden von ״kf zeugender 1 ioffimngsfrcudigkcit für die Zukunft be״!tiu Biunicnfckl zeigte den Weg zu einer Erneuerung ״!!ly; Stärkung der Zionistischen Organisation Frctjcj an tlie Möglichkeit einer starken Führung und erblickt V' ein wichtiges Mittel für den Neuaufbau in der Schaff•■»1, eines starken allgemeinen Zionismus, der nicht mir pro־״•׳ matisch, sondern auch tatsächlich zu einem Haupttra״tr i’ von Verantwortungsgefühl für alle Teile des Volkes getrae!•״ nationalen Aiifhjus werden soll. Mit Hilfe dieser Gruppe!״j dann die große Front derer geschaffen werden, die Ihre tierwünsche und Sonderintercxsen den Frforderni .sei! des 111:1 nalen Lebens tinfcr/tionlnen bereit und fähig sind. Das Referat von Bliimcnfcld enthielt eine erstaunliche F!■״. von Material und vermittelte in unvergleichlich hohem Mg, dem Hörer eine Vorstellung vom Zustand und von den ,(1 gaben der zionistischen Bewegung. Auf alle übertrug sich dl Gefühl für die einzigartige Größe der zionistischen Sacht•,!!-< der langandaucrndc stürmische Beifall, mit dem die Worte 151 mcnfdds aufgenmiimeti wurden, war ein Zeichen ftir die innert Erschuftciung der Hörer. Nach kurzen Schlußworten von Dr. Franz Mt•.,, schloß die überaus gegluckte Tagung. Sic hat ein cimlrucb volles Bild von der in starkem Aufschwung begriffenrzionistischen Bewegung in Deutschland gegeben, die htu•׳ einen großen Teil des deutschen Judentums und!eint,- Jugend erfaßt hat. Neue Menschen sind in großer ZiM gewonnen, die mit außerordentlicher Hingabe und starkem Opferwilleu sich in unsere Arbeit cingcrcilit haben. Die Tagung war von einem Geist stärkster Verantwortlich• keit und Geschlossenheit in Idee und Tat beseelt. : I Die KKL-Kommission auf der Arbeitstagung An der KKl-Kommisslons-Sitzung nahmen 53 Per»« teil. Dr. Meditier behandelte eingehend die Lage d« KKL bei der heutigen Aufwärtsentwicklung Palästinas, ik: ■ KKL hat in den letzten Jahren über 60 <1’׳> der gesamten 1 Bodenkäufe getätigt und cs sei heute notwendiger ah je, I : den nationalen Sektor in Palästina zu stärken. Das lebte I Halbjahr hat auch in Deutschland einen ungeahnten Aul• I Schwung gebracht, trotzdem zwei Drittel der aktiven Mit• | arbeiter zur Alijah gekommen sind. Es ist aber gelungen, ן wieder einen freiwilligen Hclferstab von 500 Vertraue«• j j leuten aufzubauen. Das Halbjahrcs-Ergcbnis ühertrifft die j gesamten Einnahmen der letzten Gcsamtjahrc. Die Büchsen• | zahl konnte trotz der starken Auswandcrungswellc auf über , j 27000 erhöht werden. j Das kommende Halbjahr wird der KKL dem Ausbau ן seines Mitarbeiterstabes und einer weiteren Vcrgrolleruitj ־ der Büchsen zahl und Gelegenticitsspcmlcn widmen. Insbeson• dere soll die Lcgatsvcrsichcrung, die in früheren Jahren *11 großem Erfolg durciigcKihrt worden ist, wieder aufgenom• j men werden. Außerdem empfiehlt der KKL eine starke j Propagierung der Nir-Anteihc. \ Ein enormes Feld für unsere Erziehungsarbeit, in'• : besondere aber für den Ausbau unserer Gcsamtorganisati»,; liegt noch unheackert und die Zionisten müssen sich kla־ darüber sein, daß sie erst am Anfang der mühevollen, aber stolzen Aufgabe stellen, die Selbsthilfe des jüdischen Volk« auch durch das Instrument des KKL zu organisieren. Die Keren Hajessod-Kommission; auf der Arbeitstagung י Innerhalb der Arbeitstagung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland fand eine Sitzung der Mitarbeiter und Vertraucnslcutc des Keren Hajessod statt, die für die weitere Arbeit des Keren Flajcssod von besonderer Bedeut®; werden kann. Dr. Traub erstattete Bericht über die Ergehnissc des Jahres 1033 und der ersten drei Monate d« Jahres 1034. Aus diesem Bericht ging hervor, daß die &»• gange des Keren Hajessod im Jahre 1J33 eine Stcigcrun;; um etwa 33 «;״ erfahren haben, und daß sich die An/«• י der Zeichner fast um die Hälfte vermehrt hat. Die Haupt j Steigerung entfällt auf die letzten acht Monate des Jahre! 1 j die gegenüber dem Vorjahre eine Mchrcinnahme von c! 70 0,״ aufweisen. Dieser Tatsache kommt eine besondere »t; dcutung auch dadurch zu, daß sich die Struktur der Ker« . Hajessod-Zahlcr im vergangenen Jahr wesentlich veräruk״; hat. Während in den früheren Jahren die Eingänge des Kerf» Hajessod zu 7,1-־ aus Beiträgen zionistischer Mitglied« ן •״ , standen, sind die Eingänge des Jahres 1033 dadurch j ,* zeichnet, daß sic zu einem wesentlichen Teil aus einern;! neugewonnenen niclitzionistischcn Kreis herrülircn. Die 2»■ der nichtzionistischen Zeichner, die sich unter aff veränderten Verhältnissen entschlossen haben, ihr Intcre^ am Palästina-Aufbau durch eine Beteiligung am Keren!י י iessod zu bekunden, hat sich um mehr als 100״« , ': Der von den nichtzionistischen Zeichnern erzielte Bctrk,! hat eine prozentuell noch höhere Steigerung erfahren. In der Arbeitstagung referierte Dr. Traub über ® finanzielle Lage der Exekutive und die im Zusammenltan!, damit bei der letzten Tagung des Aktions-Comit« J ׳ \ tafiten Beschlüsse. Im Anschluß an die vom Aktions-uaw aufgcstclltcn Forderungen wurden von der Arbeitstag■״״!• die nachstehenden Resolutionen rinstimmig angena״״_ die aufs neue die unverbrüchliche Treue der Z.V.f. D. gV über den nationalen Fonds proklamieren: Resolution! , im Bewußtsein der zunehmenden Bedeutung Pal35'1", für die deutsche Judcnhcit und in Erkenntnis der wirtsc״ ■ liehen und kulturellen Interessen, die zahlreiche dcu!■ Juden mit Erez Israel verbinden, richtet die Arbc1W־Uu > der Zionistischen Vereinigung für Deutschland an , samt« deutsche Judentum den Appell, sich i״ .j‘״'־ L) Maße als bisher an den nationalen Fonds zu beteilig den Palästina-Aufbau in einer der Größe mul dem Ausm« der zu erfüllenden Aufgaben entsprechenden weise fördern. ... - *»״■'•*׳utimiiiuilg Mit( Uvil UU Vi*-• -. , des Aktions-Comitifs gefaßten Beschltisscn, die erneiu unverbrüchliche Treue gegenüber den nationalen Fon י Grundbedingung zionistisc.ier 1 i . inlin proklamieren u! “ Bevorzugung derjenigen Einwanderer, die ihre P״‘״' K1r1״ ,HaJcssod und Keren Kajemeth Lejisrael ge?״ a-fullt haben, zum Ausdruck zu bringen, beschließt bcitstagung der Zionistischen Vereinigung föc Deutsc %