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Jüdische Rundschau · 1934-05-01 · Heft 35 (1.5.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 35 (1.5.1934)
Date
1934-05-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 35. 1. V. 1934 ,jüdische Rundschau Seite 3 93•' Hilfe 1(111! c n b!'״k H kt, ' 1',1, •י ׳; •her & ■'־''Kvc י Teil (iifint iT.mt. '!!(!י־-ןח 1 ff e 1ז Seiten JgCIKj inr;en ' Bild ehe. sehen it mit /um 41 eint 61 /u it/en, l 1 ה• sehen 3. .111 1 b c * vor• über• diese ver• lieses tigen wir leiern ulen• darin nicht h e n hircli Icsitz nicht gen lerer liner r!t ד L כ. o Inhalte und Formen Wir _ zahlen die Tage /wischen Pr(!,ich und Scbawuoth, tim damit zu bekunden, daß diese beiden Feste innerlich zu* einander gehören, daß äußere Freiheit sinnlos sein würde wenn sie meid zu einer inneren Bindtnu׳, eben zu der tJeheriiaiiine des Gesetzes, fuhren würde. First später wurde diese Zeit durch die t׳reig״i־se des Bar Kochb.vKrieges und die Verfolgungen 111 den Kreu/ziigo״ /!! einer /eit der Trauer Mach der I radilion starben durch eine gefährliche Krankheit viele Schiller Kabln Akihas, und erst am l ag B’omer dein 33. Tag des Zaldens, hörte das Sterben seiner Schiller auf. Daher wurde seit jeher dieser Tag festlich begangen, alle Feierlichkeiten und Freuden, die man sonst in diesem Monat der Trauer vermeidet, verlegt man auf ihn. Wie das Channkkahfest uns in die Zeit der Makkabäerkriege fuhrt, fuhrt uns Lag B’omer in die Zeit des Bar Koeldia-Aufstandfs, Doch ist es bezeichnend für die Figenart jüdischen Oeschichtscrlebeiis, daß nicht die Hehlen des Kampfes, mich nicht die damaligen Schlachten und Siege gefeiert werden, sondern scheinbar zulällipe Nebenf r ei g nisse. Die kriegerischen Ereignisse des'׳Makkahäer- Aufstandes verblassen am Chanukka!!, statt dessen feiert man (Ien Mut und die Aufopferung der wenigen jüdischen Menschen, <|ic sich weigerten, ihre Eigenart aufz.ugcben und den freui- <1011 Götzen der Syrer zu opfern.!Man feiert das Wunder des winzigen Ocilämpchcus, das Symbol des Geistes, das acht Tage lang brannte. Ganz ähnlich stehen auch bei der Feier des Lag B’omer nicht Bar Kochha, nicht der Kampf um Bdhar im Vordergründe, sondern Rabbi Akiba mul seine Schüler und besonders auch der Mischnalehrer Rabbi S c h i 111 o n bar Joel. ai. Die Römer hatten damals den Juden verboten, sich mit der Thora zu beschäftigen, den Schahhat zu halten und die jünger im Gesetz zu unterweisen. Der Fortbestand der Thora, die ununterbrochene, immer erneuerte Weitergabe der Tradition von Geschlecht zu Geschlecht waren damit bedroht. Rabbi Schimon bar Jocliai kehrte sich nicht daran, er sammelte überaß Alter und Jugend um sich und unterwies sie in der Thora. Schließlich erfuhren es die Römer und wollten ihn Riten. Doch gelang es ihm zu fliehen, und er mußte sich viele Jahre lang in einer Dohle verbergen; neben der Höhle war ein Wasscrquell und wuchs Johannisbrot, und von diesen beiden nährte er sielt nach 11er Dehcrlieferung die ganze Zeit. Lag B’omer gilt als sein Todestag. Ihm zu F.hrcn wallfahren viele Tausende nach dem Galil, dem Norden des Landes, wo man an seinem Grabe, in Meron bei Safcd ein großes Feuer entzündet, im allgemeinen vermeidet man cs ja, die Gräber unserer großen Männer der Geschichte aufzusucheu und sie zu verehren. Es ist kein Zufall, daß das Grab unseres größten Lehrers, Mosche, uns unbekannt geblieben ist. Die Feier am Grabe Rabbi Schimon har Jochais bildet eine der wenigen Ausnahmen, wahrscheinlich infolge kabbalistischen und chassidisclien Einflusses, da Rabbi Schimon als Verfasser des Haupt- Werkes der Kabbala betrachtet w׳ird und die Chassiditn ganz besonders ihre großen Führer verehren. Es ist auch eigenartig, daß im Judentum der Todestag unserer großen Lehrer, sei es der 7. Aciar, der Todestag Mosches, oder der Lag B'omcr, als Tage der Freude begangen werden. Erst der Tod läßt das Leben der Zacklikim den Nachkommen als ein gcschlossem־s Ganzes, als Einheit erscheinen und bringt ihnen das זכות צדיקים» die verdienstvollen Leistungen der Gerechten, zum Bewußtsein. Daher bildet auch heute der I.ag B’omer einen wichtigen Feiertag in Frez Israel. Safcd und Meron, sonst verlassen, sind an diesem einen Tage übervölkert. Von allen Seifen des Landes strömen die Menschen hin, Chassiditn und Chaluzim, Juden ans Persien, Marokko, Algier kommen in Karawanen an. Auf allen Seiten der zwischen Bergen liegenden Stadt Safcd werden auf den Dächern Feuer angeziinäet, die alle hinweisen zu dem benachbarten Ort, dem Grabe Rabbi Schimon bar Jochais, wo bis tief in die Nacht ein riesiges Feuer brennt, um das herum in Begeisterung und immer leidenschaftlicher werdendem Rhythmus getanzt wird. E. R. Die Ansleöltutg deutscher Juden Jerusalem, 26. April. (J.T.A.) Das Hauptbüro des Keren Kajemeth hat großzügige PHi.ne zur An- Siedlung deutscher Juden auf Nationalton dsboden ausgearbeitet. Mit der Durchführung dieser Pläne wurde zum Teil schon begonnen. Abgesehen von der An- Siedlung von hundert Familien auf einem 2000 Dunam umfassenden Gebiet in Wadi Hawarith wurden jetzt aut dem dem Nationalfonds gehörenden Bodenkomplex an vier Haifa-Ray Parzellen für die Ansiedlung weiterer 125 jii* discher Familien aus Deutschland bereitgestellt. Die ersten hundert Familien erhalten je ein Dunam für Haus und Garten, die übrigen 25 sollen größere Parzellen zur Anlage intensiver Wirtschaften bekommen. Die Siedlung an der Haifa-Bav ist vor allem als Wohnsiedlung gedacht, die Siedler sollen Ge* legenheit haben, in der benachbarten Stadt einer Beschäftigung nachzugehen. 15 Dunam wurden im Haifa-Bay-Ocländc für das nach Palästina zu verlegende Kinderheim ״A h a w a h“ bestimmt, jn dem etwa hundert Kinder untergebracht sein werden. Die Ucbersiedlung des Heims soll noch im lautenden Jahr beendet werden. Wie das Hauptbüro des Keren Kajemeth niitteilt, haben über tausend jüdische Familien aus Deutschland in den alten Kolonien auf Nationalfondsbodcn Bcschäftigung gefunden. Ein Teil von diesen wird sich in den Ko• lonicn dauernd niederlassen, ein anderer Teil wird nach griindlieber landwirtschaftlicher Ausbildung an neuen Siedlungspunkten seßhaft gemacht werden. »f. r 111 M ־״' “ l; ״*. .,•/ \ 3 ■:י־׳■׳ * V• ז I l % ] 4 i V \ l 2« Lag B'omer sammeln die Frauen in Palästina »u Gunsten des Keren Kajemeth Loff B'omcr*״feiicr in Meron Meron — ein hochgelegenes, winziges g.1l!l;ii«chc8 Dörfchen im Umkreis der Safeder Berge. Still und einsam ist cs während des Jahres um die heiligen Gräberstätten, und nur betende Greise und einige Safeder Talmudsclüiler erinnern an eine jüdische Siedlung. Am Todestag des Rabbi Schimon Bar-Jocliai aber wird Meron zu einer nach 1 atiseihleu zählenden Stadt. In Massen strömen sie von allen Ecken des L;indes, von Aegypten, Syrien, Marokko, Tunis, Arabien, Bagdad und Persien zusammen. Aschkenasisehe Juden im Kaftan, vornehme Scphardim, orientalische Rabbiner in weißen Turbanen und roten Gürteln, schwarzbraune Jemeniten und hucharisch-grusinische Juden in farbig Schill er ml eil Sei den ge w ändern. Hier tun das Grab Bar-Jochais und seines Sohnes lernt man das heilige Buch ,,Schar" und betet die Psalmen; hier fleht man zu Gott und seinen Heiligen um die Erlösung aus der Diaspora und um die Befreiung des ״gefesselten Messias“.. Alles, was ein jüdisches Herz, bedrückt, wird in Meron zum Ausdruck gebracht; man weint um Gesundheit und um Heilung von Krankheiten, man bittet ums tägliche Brot und 1111! die Gnade, Kinder und Kindeskinder ״zur Thora, zum Traiihaldachin und zu gulen Taten" erziehen zu können. Ein erhebender Anblick war es, als ich des Nachts das Grab betrat und in dem engen Raum Dutzende von Männern und Frauen nniraf. An der Decke brannten sil- Berne Ewigkeifslichter, das Grab war von brennenden und schmelzenden Kerzen übersät, und im Raum herrschte eine stickig-heiße und rauchgefüllte Atmosphäre, die den Atem beklemmte. So standen sic stundenlang dichtgedrängt um das Grab 11ml sagten Psalmen und Soliar vor sich her. Auf der Erde in den Winkeln kauerten alte Mütterchen, halb wachend, halb schlafend, murmelten mit blassen Up* neu ihre Sorgen und Wünsche und sogen die heilige Orabes־ luft in sich ein. Wenn man einige Rundgänge durch all die Plätze, Höfe mul Räume, die stell tun die Gräbcrstättcn konzentrieren, macht, und die msanimcngcpferchtcn Wnllfnhrerniasscn auf dem nackten Erdboden, den kalten Stciutreppcn und in den stickigen Zimmerchcn hingestreekt sicht, so erfaßt einen Erbarmen mit diesen von Leid und Not verdüsterten Ciestallen. Man fühlt sich glücklich, wenn man nach einem solchen Rumigang nicht auf Mcnschcnlcibcr getreten ist und die vielen Kinder schonen konnte, denen hier nach uralter Sitte das Haar zum erstenmal geschnitten wird. Draußen im Freien aber ist das Bild ein anderes; Fliegende Teehallen und Restaurants, provisorische Nachtruhestätten, allerlei Verkaufshuden, lärmende Marketenderinnen, Bewegung in allen Ecken und Enden, ein Lager mitten im heiligen Meron! Gegen Mitternacht wird cs initiier lebendiger, denn alles ist in Erwartung des großen Feuerwerks, der heiligen ״Hadlakah". Reihenweise kommen alte und junge Frauen mit iiirer Opfcrgabc — dem Seidenschal und der Flasche Oliven- Die Arbelter-Einwanderungsquote für das kämmende nalbjatir Jerusalem, 27. April. (J.T. A.) Die Leiter des politisehen Departements der Palästina-Exekutive der Jewish Agency, Ben G11 r i o n und Mosche Shertok, haben am 27. April in einer Audienz beim High Coinmissioner Sir Arthur Wauchope anläßlich der bevorstehenden Festsetzung der Arbeitereinwanderungs-Sclicdulc für das kommende Halbjalir nochmals auf Grund der von der Palästina-Exekutive durchgcführtcn Erhebungen über den Arbeiterbedarf in den städtischen und ländlichen jüdischen Siedlungen die Forder ungen derjewish Agency betreffend Verstärkung der jüdischen Einwanderung vorgeiegt. Es wird erwartet, daß der umfang der nächsten Schedule im Lauf der kommenden Woche amtlich bckanntgcgcbcn werden wird. Prozcnfnorm für ausländische Aerzte In Palästina? Jerusalem, 26• April. (J. T. A.) Wie aus Kreisen der Paläsiinaregicrung mitgetcilt wird, sollen mit Rücksicht auf die Uebcrfüllung des Aerztestandes in Palästina vom September an neue einschränkende Bestimmungen für die Zulassung zur ärztlichen Praxis in Kraft gesetzt werden. Den neuen Bestimmungen zufolge darf die Zahl neu zuzulassender Acrzfe nichtpalästiiicnsischer Staatsangehörigkeit nur 25 Prozent aller neu Zuzulassenden betragen. Diese Be* Stimmung erstreckt sich auch auf diejenigen Aerzte, die als Kapitalisten mit einem Eigenkapital von mindestens 1000 Plnnd eiinvanclern. Da zur Erwerbung der palästinensischen Landesangehörigkeit ein mindestens zweijähriger ununterbrochener Aufenthalt im l ande erforderlich ist, werden somit neu einwandernde Aerzte im allgemeinen zwei Jahre warten müssen, bis sie zur Praxis zugclasscn werden. Flclscherslrelk ln Tel-Awiw Tel-Awiw, 25. April. (J.T. A.) Zum Zeichen des Pro* festes gegen die von der Jüdischen Gemeinde erhobene Schach ttaxe sind die Fleischer von Tel-Awiw in den Streik getreten. Die Jüdische Gemeinde lehnt die Aufnahme von Verhandlungen vor Abbruch des Streiks ab. Sie erklärt, sic werde sich durch das Vorgehen der Fleischer nicht einschüchtern lassen. Gerüchte um Emir Abdulla J c r u s a I e m, 26. April. (J. T. A.) Emir A h d u 11 a von Transjordanien empfing in Amman den politischen Refcreuten der Palästina-Exekutive der Jewish Agency Mosche Shertok und erklärte bei dieser Gelegenheit, alle Mitteilungen der Auslandsprcssc, er wolle in London Verhandlungen befr. seine Proklamiertmg zum König von Palästina und Transjordanien führen, seien lächerlich; er habe nie auf diese Königswürde prätendiert. Aniiffldisclie Exzesse 11 Bialystok Bialystok, 26■ April. (J.T.A.) In den Abendstunden wurden zahlreiche jüdische Passanten in Bialystok von nationaklcmokratisciicn ״Blauhemden“ überfallen und mit Eisen- Stäben bearbeitet. Mehr als zehn jüdische junge Leute blieben blutüberströmt liegen und wurden von der RettungsgcscU« schaff ins Hospital eingclicfert. Einschränkung der Einwanderung Bich Brasilien Rio de Janeiro, 27. April. (J. T. A.) Der konstitukraulen Nationalversammlung ist cm Gesetzentwurf vorgelegt worden, .der die Einschränkung der Einwanderung nach Brasilien auf 5 ס/י der Bevölkerungszahl jeder in Brasilien ansässigen Nationalität nach dem Stande der Volke- Zahlung vom Jahre 1920 vorsieht. öl — in der Hand; der Diener hat viel zu tun, die Seide in den hierfür bestimmten Schlund 711 werfen, und das Oti darüber zu schütten. 1־ ng ist der I lachranm um den bien* in-nden Schlund, doch noch enger schließen sich die Leiber *״!einander, und mit unglaublicher Ekstase und den immer wicderkchrcnden Worten ״Bar-Jochai, Bar-Iochai" huldigen sie tanzend und singend dem Toten, Blitzartig überträgt sich die Stimmung auf alle Anwesende11 ,״ml in den verschiedenen Höfen und Platzen beginnen die 'Hinze und Freuden* gesänge, die sich bis zum frühen Morgen hinziehen. In einem der Hofe ließ sieh ein |mu:!i״g auf die Schultern heben und dirigierte mit einem schweren Stock stunden* lang tanzende und singende Männer und Greise. Ihm gegenüber in der anderen Lrke befehligte ein orientalischer lüde, eine Weidenrute in der llatul, eine Gruppe scphariiischjemenitischer Jünglinge, die ein jüdisches Volkslied in arabischer Sprache sangen. In einem zweiten Hof stand ein europäisch gekleideter Sepharde, einen roten Fez auf dem Kopf, und sang chassidisrli-aschkenasischc Volkslieder. Seine Augen glühten, seine Stimme war heiser und die Glieder schwebten in der Luft. Wahrem! ich mich in dieses ckstatische Antlitz vertiefte, bot mir ein Safeder Jude ein Buch zuin Kauf an; offenbar hielt er diesen Moment für den geeignetsten. Als ich aber ablehnte, suchte er mich durch die folgende Erzählung zu gewinnen: ״Vor ungefähr achtzig Jahren kam eine reiche Bagdadrr Jüdin mit ihrem einzigen; Sohndien nach Meron. Wahrend eines Gedränges fiel das1 Kind von einer hohen Treppe in den Hof und blich tat' liegen. Die Kunst der Aerzte versagte, und die Mutter j.im-j merte verzweifelt; da nahmen fromme Juden den Leichnam‘ und legten ihn auf das Grab Bar-Jochais. Nach einer Weile hörte man plötzlich ״Mutter, Mutter" rufen, und das tote Kind ward wieder lebendig." Ich schüttelte bedenklich mein! Haupt, worauf mein Gewährsmann erregt antwortete: ״Wenn‘ Sie cs mir nicht glauben wollen, lesen Sie es in diesem Buch, schwarz auf weif! geschrieben, nach!" Im llof der Talmiidschulc bot sich wieder ein anderes Bild. Ein Jerusalemer Jude in farbigem Gewand tanzte, von Neugierigen umringt, ganz allein. Die frommen Safeder Musikanten, die in dieser Nacht ihr Jahresgeschäft machen, spielten immer ein neues Lied auf, während der Tänzer jedes* mal in die Taschen griff und die letzten Münzen bergab. Das Wesen des Tänzers, der seine Augen halb geschlossen hielt, war in sich gekehrt, und mit seinen Blicken und Bewegungen schien er etwas Unfaßbares zu suchen. Endlich zog er ein Taschentuch hervor, schwang cs in die Hohe und begann sieh immer wilder im Kreise zu drehen, bis er erschöpft zusammenbrach, unverständliche Laute!nur• nt eind. Es ist ungewiß, ob nach einem Mcnsclicnalter das große Feuerwerk aus Oelflammen und brennender Seide am Grabe Bar-Jochais, begleitet von all den seltsamen Zeremonien und Umzügen, noch zu sehen sein wird, aber Meron wird doch ein an Erinnerungen gesättigter Ort bleiben, den das konimende Geschlecht sich zum Zentrum großer Volksveranstaltungcn erwählen wird. Dann wird auch das Andenken Bar-Jochais, von dem eine Sage zu melden weiß, daß er auf der Flucht vor den Römern dreizehn Jahre seines Lebens in einer der Höhlen Mcrons zubringen mußte, gefeiert werden, Simon Mcnczer, Tel-Awiw, Palästina •Regierung und Tei-Awlwer Messe London, 25. April. (J. T. A.) 1111 Unterhause fragte der Abgeordnete Jänner den Minister für die Kolonien, in welcher Art die Palästinnrcgierung die erweiterte Levantemesse in Tel-Awiw gefördert habe. Kolonicnministcr Sir Philip C u n I i f f e- L i s t e r antwortete: Die Palästiriaregicrung gewährt dieselben Erleichte• rungen betreffend Zölle, Bahntransport, Post-, Telefon- und Tclcgrammverkchr wie anläßlich der Levantemesse i. J. 1932. Sie hat ferner 700 Pfund zur Bestreitung der Kosten einer Sonderansstellung der Regierung im Rahmen der Messe einschließlich der Miete für den von der Mcsseleitung zur Ver• fligung gestellten Regierungs-Pavillon ausgeworlcn. Die weiteren Fragen Barnett Jänners, ob der britische Pavillon auf der Levantemesse in Tel-Awiw׳ rechtzeitig zum Messebeginn am 26. April fertiggestellt sein werde, wieviele britische Firmen auf der Messe ausstellcn, lind was bezüglich jener Bewerbungen um Ausstcllungsplätzc geschehen solle, die infolge der Begrenztheit des noch freien Messegcländcs im Rahmen der britischen Sonderschau nicht berücksichtigt werden können, wurden vom Staatssekretär für Ucberscchandel, Coloncll Colville, folgendermaßen beantwortet: Laut den Informationen der Federation of British Industries wird der britische Pavillon zum Eröffnungstage fertig sein. Es haben bis jetzt 164 Firmen des Vereinigten Königreichs Plätze im Pavillon belegt. Sollte kein Ausstellungsraum mehr im Pavillon verfügbar sein, so werden die Messebehörden für weitere britische Aussteller in den angrenzenden Oebäuden Raum schaffen. Oeslcrrelchlsche Zlonlstcn-Konterenz beendet Wien, 27. April. (J, T. A.) Am 26. April ging die dies• jährige Landeskonferenz des Zionistischen Landesverbandes' für Oesterreich zu Ende. Mit allen gegen eine Stimme wurde Dr. Oscar Orünbaum zum Präsidenten des Zionistischen Landesverbandes für Oesterreich wiedergewählt. Die Landeskonferenz sprach in ihrer Schlußsitzung dem Präsidenten der Wiener Jüdischen Oemclnde, Dr. Dcsider Friedmann, für seine im Interesse der österreichischen Juden geleistete Arbeit den Dank und die Anerkennung aus. Leo Motzkins Beerdigung u 4 י Der Trauersug auf dem jüdischen Friedhof am ölberg in Jerusalem Foto: H. Oruohke», Ttrutalem

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