Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1934-04-24 · Heft 33 (24.4.1934) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 33 (24.4.1934)
Date
1934-04-24
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2651273-2653452-2653482--25121-2682239
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 4 jüdische Rundschau Der Arierpar«(*raph bei Anwälten und Notaren Ueber die Ausw irlatngeti der A r i c r g e s e t / g e b u 11 g auf einem wesentlichen Teilgebiet äußert sieb das Aul* k I ä r u!1 g s a m t für li 0 v ״ I k c r 1111 g s p o I i t i k 1111cl R a s s e n p f I v g c. Ls handelt sieb dabei um die Verrinne- Tunf׳ der Zahl der 11 i e 111 a r i s c h e 11 Rechtsanwälte und Notare in den preußischen Oberlandesgerirlitshc/irken. Dabei wird festgestellt, dal) am 1. April F)Ji die Zahl der rieht,־iriseben Re< htsaiiwiilie gegenüber dem 7, April 10 J! uni 38,81 Prozent nh::er1i<1!11nen hatte, die der nichtarischen Notare um 50,70 Prozent, Insgesamt waren in «len erwähnten Oberlandesgcriehtsbezirken am 1, April 1031 noch /«gelassen 2066 nichtarische Rechtsanwälte (gegenüber 3378 am 7. April 1933) und 88 t nicht,arische Notare (gegenüber einem Bestände von 2016 am 7. April 1033). Im April 1033 stand der Anteil der niditnrischen Rechtsanwälte an der Anwaltschaft in Preußen überhaupt auf etwa '■20,57 Prozent, Das (iesetz vom 7. April 1033 hat diesen Anteil aut 17,5 Prozent herabgemindert. Was die e i 11 z e 111 c 11 O b e r 1 a n d c s g e r i c 111 s b e - zirke angehf, so ist der Rückgang der jüdischen - Rechtsanwälte am stärksten im Bezirk Hamm i. W., wo er ■10,1 v. H. ,msmaclit. Ls folgen die Bezirke Düsseldorf mit ■18,23 v. II., Königsberg i. Pr. mit ■17,78 v. II., Köln mit ■17,20 v. II., Mnricmverdcr mit •17,0(1 v. II., Frankfurt a. M. mit H v. 11., Naumburg mit 10,71 v. II., Breslau mit 30,38 v. li., Celle mit 38,10 v. II., Berlin mit 35,70 v. II., Kassel mit 32,3(» v. 11., Kiel mit 32,35 v. II. und schließlich Stettin mit 31,03 v. II. Bei den Notaren ist die Abnahme der Juden am stärksten im Bezirk Kassel mit 73,33 v. 11.; es folgen Düsseldorf mit (18,18 v. H., 1 lamm i. W. 63,37 v. H., Königsberg i. Pr. 62,26 v. H., Naumburg 57,80 v. H., Breslau 57,■11 v. II., Berlin 56,45 v. U., Frankfurt a. M. 55,20 v. H., Stettin 52,17 v. 11., Kiel 52 v. II., Celle ■12,86 v. 11. und Marienwerder mit •11,67 v. FI. Im Oherlamlcsgcrichtshe/irk Köln war bei Erlaß des Berufsbenmtengesetz.es nur ein nichtarischer Notar zugelassen, der inzwischen auf Ciruml des Gesetzes aus* geschieden ist, so daß in diesem Bezirk als einzigem preußisehen Oberiamlesgerichtsbezirk überhaupt kein nichtarischer Notar mehr vorhanden ist. Die Titellfüirunjj eines früheren Rechtsawvalls Wegen unlauteren Wettbewerbs und unbefugter Titelfiihrung wurde It. ״Frankf. Zeitung׳'‘ vom 21. ■I. vom Berliner Amtsgericht der frühere Rechtsanwalt Georg Israel zu 100 Mark (icklstrafc verurteilt. Israel war bis zum Juni 1033 als Rechtsanwalt in Berlin zugelassen, daun aber auf Grund des Gesetzes über die Nichtzulassung nichtarischer Rechtsanwälte in der Anwaltsliste gelöscht worden. Im Sepfern her, Oktober und November 1033 hatte er an eine Reihe früherer Mandanten und auch an andere Personen Rundschreiben gerichtet, in denen er sich zur Ucbernahme von Hausverwaltungen, Reditsberatungen und Steuerberatungen empfahl. Für diese Rundschreiben hatte er seine alten Briefbogen benutzt, die den Kopf trugen ״Georg Israel, Rechtsanwall". In mehreren Fällen hatte er bei diesen Rundschreiben seiner Unterschrift auch den Titel ,,Reelusanwalt‘‘ beigefiigt. Das Gericht sah aber auch in den Schreiben, die er mit ״bisheriger R e r 11 t s a n w a 11" imieizeiclinet hatte, den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbes als erfüllt an, weil diese Schreiben den Fimlmck hätten erwecken müssen, als sei Israel nach wie vor in der Lage, als Rechtsanwalt zu wirken. Der Arierparagraph in der Wehrmacht Zu der vom Reichswchrminister angeordneten Durchführung des A r i e r p a r a g r a p h e 11 in der Wehrmacht sind inzwischen die nolw,endigen Feststellungen getroffen wurden. Insgesamt weiden davon betroffen: im Rcichshccr 5 Offiziere, 2 Offiziersanwärter, 1 Sanitätsoffiziersauwärter, 31 Unteroffiziere mul Mannschaften. In der R c i c 11 s tu a r i n c: 2 Offiziere, 4 Offiziersanwärter, 5 Unteroffiziere und Mannschäften. Sie scheiden bestimmungsgemäß aus der Wehrmacht aus. Ein aufgelöster Klub Im Flaust־ Unter den Linden 3 hatten früher der ״Klub von 1880", eine nichtarische gesellschaftliche Vereinigung Berlins, und die Ressource von 1781 ihr Heim. Hier befand sich, nach dem Bericht des ״Berliner Tageblattes“ vom 20. 4,, einst das Spielerdorado gewisser nächtlicher Kreise der Reichshauptstadt. Unter dem neuen Regime wurde diesem Betrieb ein Ende gemacht. Der Klub von 1880 wurde nach der Viktorinstraßc 27 verlegt, aber der Polizeipräsident verfügte die Schließung der Klubräume und beantragte die Rücknahme der Schankerlaubnis. 111 der Sitzung des Stadt- Verwaltungsgerichts Berlin-Mitte, wo am 15. März diese Angelegenheit zur ersten Verhandlung kam, betonte der Verfreier der Klubleittmg, daß sich der Klub von 1880 nur noch und ״ausschließlich mit geselligen und wohltätigen Aufgaben“ befasse und jedes Glücksspiel unterbleibe. Das Stadtverwaltuiigsgericht lehnte den Antrag, die polizeilich verfügte .Schließung aufzuhcben, ab, ״weil ein großer Teil der Mitcliccler des, Klub von 18S0 nach den Anschauungen im Dritten Reich nicht einwandfrei sei“. Die Entscheidung über die Konzessionscntzielumg wurde niisgesetzt, um weitere Beweise zu erheben. In der zweiten Verhandlung, die jetzt vor dem Stadtverwaltungsgcricht Berlin-Mitte stattfand, wurde ein Schreiben des Polizeipräsidenten verlesen, wonach der Klub von 18S0 und 'die Ressource von 1784 unter dem 16. d. M. aufgelöst worden seien. Das Vermögen der beiden Klubs ist cschlngnahmt worden. Unter diesen Umständen wurde das Entzichungsvcrbot als gegenstandslos eingestellt. Jüdisches Piliascha ffen ״La DoiaUIe" Wenn heute die wichtigsten großen Filme dieses Jahre« genannt werden, steht ״La' Bataille‘‘ mit an vorderster Stelle. Fis ist, um ein Wort aus der Sphäre des I lamlels und der Technik zu gebrauchen, eine ״Spitzenleistung‘‘. Alles, was die Industrie und die Kunst in den letzten Jahren im Tonfilm produziert haben, findet sieh hier gesteigert, ja überboten. Fs ist kein Werk von so großartiger Originalität wie etwa ״M;11 e r n c 11 e" von Jean B c 11 o i t -1. e v y. Fs ist alter auch noch ganz, fern von Routine und Raffinement. Fs ist die erste oder eine der ersten Rcgiclcistungcn von Nicolas Farkas, einem ungarischen Juden, der Vorjahren Kameramann in Berlin war und später in Rußland als Kamcratcchniker gearbeitet hat. Der französische Film erscheint in ״La Bataille‘‘ in neuer Gestalt. Bisher bestand sein Wesen in seinem heiteren Realismus, in seiner erregenden Mimik, in der erquickenden Frische des Fabulicrciis. In ״La Bataille“ nähert sich der französischc Film zum erstenmal der Technik. Das heißt, er ist etwas amerikanisier t. Und doch trennt ihn noch eine Welt von Hollywood, und man kamt hoffen, daß der Sinn des französischen Volkes für das Maßhaltcn ihn vor einer Ucbersättigung mit ״Technik“ bewahren wird. Aber es verdient vermerkt zu werden, daß in ״La Bataille‘‘ zum erstenmal eine große, monströse Mnschinenszene dem Zuschauer׳ mit überwältigender Macht entgegentritt. Die große technische Sensation dieses Films ist die Seeschlacht, die Japan einem ungenannten Gegner liefert. Sie ist von erdrückender Spannung und garantiert allein schon (len Erfolg des Filmes. Aber das ist nun das Entscheidende an diesem Film. Wenn man die Seeschlacht herausniinmt, fehlt dem Film nichts als ein populärer Einschlag. Künstlerisch hat er genau dasselbe Niveau. Denn das, was diesen Film zu einem großen Erlebnis macht, ist die mimische Kunst von A n n a bell a und Charles B o y e r. Sic beide sind aber in diesem Film geformt und geschaffen von dem R c gisse 11 r, was man gerade bei Annahclla am besten nachweisen kann, da man sie ja bereits unter anderen Regisseuren gesehen hat: in den Volksstiickcn von Rend Clair und in einer mißglückten Legende ״Marie" unter der Regie von Paul Fejos. Was Annahclla zum Liebling einiger Erdteile gemacht hat: ihre wunderbare Stille, ihre seelische Noblesse, ihre keusche Scheu vor jeder Berührung mit dem Unreinen, — das alles erscheint hier unter der Regie von Nicolas Farkas neu geformt und durch einen bildhaft großen Stil zusamniengcfafU, der sich zwingend aus dein japanischen Milieu der Erzählung ergibt. ״La Bataille" hat schon viele Wandlungen erlebt. Der berühmte Roman von Claude Farrbrc war bereits ein Bühnenstück, das auch von Japanern gespielt worden ist, ein slummer Film, und erscheint jetzt als Tonfilm. Die Aulgabe des Regisseurs war cs also, ans französischen Kirnstlern Japaner zu machen, das heißt ein gespieltes Japan zu inszenieren. Der japanische Seeoffizier heuchelt den Fremden gegenüber den Verächter japanischer Tradition, um als Scheinetiropäer tiefer in ihre Geheimnisse cindringcn zu können, in diesem Fall in die überlegenen Kenntnisse des britischen Beobachtungsoffiziers, der besser als die japauisehen Offiziere die Fehler ihrer jungen Marine kennt und damit das Geheimnis ihres künftigen Sieges besitzt. Zwischen beiden Offizieren steht die Frau des Japaners, sic selbst ganz altes Japan, aber eben deswegen tjanz gehorsam gegen ihren Mann, ein Gehorsam, der so weit geht, daß sie fast den Wünschen des Engländers folgt. So gehen also drei Menschen durch diesen Film, umschleichen und umwerben sich, bclauern und umkreisen sich und ihren Schatten — und gerade das ist cs, was die Regie von Farkas wunderbar gestaltet hat. Farkas ist ein Meister In der Verwendung ries stummen Elements, die Tonpansen werden von einer Spannung niisgefiillt, deren Schweigen unheimlich in die japanischen Räume cintnucht. Annahclla und Charles Boyer sind wunderbar aufeinander abgestimmt. Sic spielt den Zweifel und die Verwirrung, in die sie das militärische Intrigenspiel des Mannes stürzt, er die Täuschung und, überwältigend, die stumm getragene Aufopferung der eigenen Frau auf dem Altar des Vaterlandes. X. R. Finnland und die Levantemesse. Es wird eine Informations־ halle für 12 der wichtigsten finnischen Industrien und seine Milchwirtschaft auf der Messe errichtet. Die finnische Regieruug entsendet einen Beobachter; die Informationshalle steht unter Leitung des Herrn Görnitz. K■ J. V.-Relso nach Palästina. Wir bitten die Interessenten, die die Reise bei uns gebucht haben, um sofortige Uchcr- Weisung der An- bzw. Restzahlungen auf das in unserem Prospekt angegebene Konto, damit die Festlegung der Kabiuen usw. keine Verzögerung erleidet. Ferner machen wir nochmals darauf aufmerksam, daß uns die Pässe und sonstige Unterlagen, wie Devisengenehmigung usw, aiicrschnellstcns zu übersenden sind, falls die Beschaffung des Visums durch uns gewünscht wird. Weitere Anmeldungen für unsere Palästinarcisc können wir nur noch unter Vorbehalt entgegennehmen und bitten evtl, um telegraphische oder telephonische Benachrichtigung. Präsidium des K. J.V., Berlin-Charlottcnburg, Blcibtreustr. 50; Tel.: Stcinpiatz 4736. Am 26. April vollendet der Dozent am Berliner Rabbinerseminar, Rabbiner Dr. Meier Hildesheimer, sein 70. Lebensjahr. Die in unserer vorigen Sport-Rundschau erschienenen Bilder vom Appell des Bar Koeliba-Hakoah Berlin stammten von dem Photographen H. S. Sonncnfeld. Nr• 3-י■ h 1v. M1( Auswanderung und Ilciclufludits :sicucr: huf hat zur Frage der Au•■1 ,״ driMcn 1 all eiiF.chii'dcn — n','!. 088.6 I). St. ׳,W 11); 1 um die Auswanderung cm,. Der Ar/t entschloß sich, im IIj!!!■!1,“1■ 11 •־■CK n Der Reielr.fi11.111/ von Nicht,iricrit einet 8. März PH I 111 A. Falle handelt 'es sic den Rückgang seiner Privatpraxis, zur AuswanikVun1׳־ Dazu erklärt der Reichsfinati/hof: Der Arzt b'!, seihst nicht, daß er im Ausland eine besondere, 31,ן tlerung der deutschen Interessen gerichtete 1,'itj falten wolle. Daß er durch die Aufgabe seiner i״‘-,.',V ärztlichen Tätigkeit beitragt, für einen Ben1f.sgeno";״T Platz im Wirtschaftsleben trd/umachen, genügt nicht' ' Auch volkswirtschaftlich gerechtfertigt ist die An־., rung nicht, weil der Arzt dazu keineswegs gczwuiv״־ seine ärztliche ׳Tätigkeit weiter ausuben konnte, iid die Kassenpraxis nicht entzogen war. Fr behauptet nicht, daß er künftig durch die ärztliche Tätigkeit ni* seinen Lebensunterhalt hätte erwerben können, wob, j ,1■' nalinieminclcrung durch Verzicht auf die Kassenpraxis uv‘ Abbau der Privatpraxis außer Betracht bleiben muhte y•יי dem׳ besitzt er einiges Vermögen zum Schutz vor Not t' scheidend ist, daß die persönliche Steuerpflicht eriiei' die dadurch dem Reich entgehenden Steuern durch ci-H’ malige Abgabe nach dem Vermögen ausgeglichen Uf.׳ sollen. Hierbei kann nicht im Finzeifall untersucht wt-1 wie hoch jene Steuern sind und ob sic tatsächlich den tu der Rcichsfluchtstcucr erreicht hätten. v Die Staatssobvention lir die religiösen Gerichte in Palästina London, 18. April. (J.T. A.) Im Unterhaus r\ fctc der Abgeordnete Joel an den KobnicmninHer 1 Frage, ob er mittcilcn könne, aus welchen Gründen -1 arabischen religiösen Gerichten in Palästina finanzielle 1 hilfen gewährt werden, nicht aber den Rabbiniscf!■ Gerichten und den religiösen Gerichten anderer Rtli;' . gemeinschaftcn dieses Mandatsgebietes und ob der Mm• angesichts der Tatsache, daß die Angehörigen aller Rdg>- gemeinschaftcn zu den Staatseinkünften in Palästina briti!;• der Meinung sei, daß der gegenwärtige Zustand messen ist. ' ln schriftlicher Beantwortung dieser Anfrage crkl-f f der Kolonirnininister Sir Philip Cu n I i f f e-L i ster: Z:j ־ Zeit der Besetzung Palästinas durch England bildeten | mohammedanischen religiösen Gerichte einen Bestamltej :•! Gcriclitssystems des Landes; dieser Zustand wurde aulrc״, H erhalten, die Ausgaben für sic werden aus öffentlichen Mm־: l getragen und ihre Einkünfte den öffentlichen Fonds :i geführt. Zur Zeit des türkischen Regimes wurden die Rp J b in is dien Gerichte und die religiösen Gerichte der chr.v ־ liehen Kirchen trotz öffentlicher Anerkennung nicht vom Sn: ( erhalten; diese Verhältnisse blieben unter britischer Ve waltung bestehen. Gegenwärtig ist eine Korrespondenz r I dem lligli Cominissioncr für Palästina im Gange betreff(־: 'j das Ansuchen des Rats der Jüdischen Gemeinschaft um n>, j Währung eines Zuschusses zu den Kosten der Rabbim׳Tr j Gerichte. Ich werde diesem Germstaml volle Aufmcrkuz keit schenken, sobald die endgültigen Vorschläge des li!,: 's Commissioncr in dieser Sache vorlicgcn werden. 1 Kleine Nachrichten Der Sachverständige für Rassefragen im ReichsminWcri* des Innern, Dr. Gcrckc, sprach in Breslau vor samt״;™ Amtswaltern der Politischen Organisation Breslaus. Nach de: Bericht des ״Volk. Beobachters־' vom 20. 4. führte er 1 ■ע aus; ״Unser Volkstum verpflichtet uns zu einer scharfe- Abgrenzung gegenüber dem rassischen Frcmdtum. UcsU■ dart cs auch hinsichtlich der Judenfrage für uns kcim'T Kompromisse geben.“ Der Polizeipräsident in Kassel hat lt. ״Frank!. Zcte“ vom 13. 4. dem ״T a 1 m ud f o r sch er" Rosenthal aus fr(■ tingen, der seit mehr als Jahresfrist im Rcgicrun״sb(M Kassel Aufklärungsvorträge abhielt, jedes öffentliche E* treten als Redner verboten, weil die von Rosenthal gchaltff* Reden geeignet sind, Unruhe und Gegensätze innerhalb Bevölkerung hcrvorztirufen. In seinen letzten Kasseler U trägen hatte sich Rosenthal mit der katholischen Kirche «*' vor allem mit der katholischen Geistlichkeit auseinander? setzt. Dem Verbot des Polizeipräsidenten vorausgegangen *l eine Erklärung des Gausclmlungslcitcrs der NSDAP, ins^ durch welche die Vorträge Roscnthak für die Gliederungen״ NSDAP, ahgclchnt worden waren. Die Universität (Jöttmf״. auf die sich Rosenthal in seinen Vorträgen zu her־״ pflegte, hat auf Anfrage erklärt, daß ihr Rosenthal und Talmudforschungen unbekannt seien. Als Vertreter der Berliner Jüdischen Gemeinde wird H<* Dr, Aron Sandler, Mitglied des Gcmcindcvorstand«. ׳ den Jubiläumsfcicrlichkciten der Stadt Tcl-Awiw anlaoi׳ Ihres 25jährigen Bestehens tcilnehmcn. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß die R» + vcrsichcrungs-Anstah für Angestellte bei ihr Versicherte 8“, sehen Glaubens auf Wunsch in Häuser schickt, die (w״ geführt werden. Es ist hierfür nur notwendig, djß Antrags-Formular vorgesehene Rubrik betreffend Kau mit dem Zusatz versehen wird: ״Jüdisches Kurhaus mitJ1׳ clicr Verpflegung". In fast allen Teilen des Reichs 1 jüdische Kurhäuser, die von der R. V. A. belegt wcrcicfl■ /‘tis ן 1 ' Perser-YODPicho Herren-, Schlafzimmer Kleinmobei kauft hhchetzahlrnd Kalchholm Chlbg., KrummeSir.Wi C 4 Wilhelm 3100? Iß GGS p l מ ei o s gebraucht preiswert MUnzfttraOo &4. Pisnc3/F1r..]5i kouft z. SHchsIpr., audit repflrßburhi'tlurft« MKTSGSa NoHendor'ßtrrd’o US B7 Palla* 823a Ur-TiccCsDcCsCcndo 1 0"\ fn«’׳— IS—י «״—sf־*x *־■•״n 11 CU# W *maI kt W W*• W ■ W bl ■ Vulkan leier־ Anlapn 1. Autoreifen. Mml. 1932 tadell. orludien, st'lir abiageben• Anlmr«־n unter M 139 an die Anr.-Aht., Meinc'kratrefte 10. ׳•Perser fh י י״•״, | ־״*י C ,«WA* 1#י ״.1 j kauft borJut- מייי׳א-ןיי׳ס *ahlfnd -Kriech, Kur fי־■־—־» r*s 1 Irנח ן r! Lj V..J 13/<0, Kinsenrrnn KwDcl״ onö lllcläcraulfasii. Cinxelmöbel, Herren-, Speise• und Schlaf- *imm•• Klaviere,Tepntdte, Pelze uaw. Höchst־- *ahierHaichtlc», Krummestr-69. C 1,7455 Perser׳- Tcppicfiü dcuticba Teppiche, Schlaf-, Spei*#•, Hcirenzlrora., Klub* ntöbal kauU s}. Kaue Klein, Krumme Straße 92 C 4 W1U101m 7495 füretemlamm 45• J 1 Btamarck 951 und 2004 | ** ך־י־־«!ד Ü 11 'w'i io »ii ‘i,®׳־ '■*ad FiugcM;sr1nt3n.^c?j Hertinr 01S1 Koicnscrö. flKKnaffs■• a. WcrtzacaS*•• HI.——J Oolooonholion SUIu. moderne Zimmer, Teppiche, Eilige 1, *,dtvi.r•, Aullöeuni! moderner Wobnunücn Horxmann B10.W62, N.tt.lb«ckelr.SU BSBub-USS IfitäJcronlsaal tJnnie iiibiiotliekon. Frlta Cohn, Seydel- 1tr>2h Merkur 1318. n^jUl * | llUi.Maä ftW'H־. Her.en-, f-risa-a Suihdrlr'-Acr, :Vd-viö• Kieler־ Ei«s«f SEc'isme’fiai aaiiqssx. zt:.:;e An der Stcc!tl»äbn 1 (SchloOpl.).E Z 3131. assEu, syuctrtrc'.oo הי J & lileibtreu 0-170. bsl, Pc:':־r‘u”"־dche# kftuft b.-.n״׳.M״nd Krun'.Tfl• <lr. 60. sUircf l. 0202 13 13 Hcrren^ardcrob# Damen«ochen, l’c!1:e fitisc!, Ptr.r.as dring, ypsucht. Karfiol J 1 liUmarck 1485• 8־j " OuU":3' ,*!־:■;. .sh. •IraSai.Ksritit׳•!;;^ Goldeech״ SUbereact»., Zahnsebia. Zioneacii. k&atistzantsad. Edelmetall. Einkauftbüro IrtsailadU*, Wabaratr. 31 (Laddabargaratr.) SCHLESINGER SiimarcbelraOa 31. C4 WUh. 430$ «trianobo st @ unssra prfilsiittal ר* \ ft?. Dame tccht q«b tt, ür״.״An1!11tujch. 1ff.uAl 11 3 a d.An* sw. Olf. Aktie?., MHnrWetlr, 10 r: L;,,»־ i. UaUrrlefct fCulbert• ton)• Ü4 Bavc&ria 4629, Eav«?Ia33 c KC , ,! IN., n K., 1 ' . Esp&n 01 English Elicmtchtr Str« 10, H S. 1453, 7/1(0!״ c' 1 y» iiuticn Riedorno Art lehrt: H7 C0I2 nnas»iGGt3;.:;:3 &. SVJIHEV. Lr.B׳’nI>nterOtr. IS B 4 Bavaria 2.17«. iw.1׳. .־«t׳rr3.2w׳u*)., Uek*r«. - Unferrifhl J2 Oliv« SflSfi Karxschi’lit» ■ucJ! (remd«pr Metchlnen• «ch reiben, Budt^ühr., Sprachen. HAnrlel■• lehrerin )0»chImtlH»1er S\r. 12 Tel.1 J 1 Bi*m. 5S17 f J*יל 3יד p r י־ fr i ui dipi^rntJe undDP.^Ji lOftrOQ unterrichtcl tchnelllördcrnd HoaratreßQ 3311 ך■* ־ fl 4 wt p m W ■1■»»« ,/ ■ - y i־ä ■* .k־ aiUsUiO» W W il* Mi Wi y I*Mflf P ”ך? 3^;*״ו י״ן י | ä.i w 1ite Wi! j k נ i |J i..- *i#׳»wi Iwj fßr •!ne kl. Anrchl Kind, v» 3—10 Jehren * Eij. Haus In gr. O&rten *m S«•, modern U' d hygitn. «ingerleiltet Er*, u, Unterridit nacK der Mord.» Methode * Auch iür kör». Erholung wehrend de« ft• Jahr«• geelfnaia * Prospekt durat dl• Leitung ןי*.ןי-ין,1״י׳ז*\- lieeiiwefell RerUst«! |unR״ Freu nimmt 3-4 Schülr• rinnnn, Studierende -- Peneinru Gepflg. Heue, jcgl, Komlort. Honnrer )rmSßiguna für Aualender auf Gymnasien Und Univcraitlt. Auikunft: BERLIN BUmar&R S3S7 Kalercnreni Jüd. Gcnselndif Milano• ..Crznaeraer fj", Engliehclrets. O.SO — T.no.d- London J.wl.h 1״*'^־״ KaSasaa 19• 1״r Erlernung do» »I- Massenküche In Peneion• * en di« Anzriff Ahtlg . Slabr* Unterricht •chnellf. gründ!. Nah. J l Bismarck 5798 ■51 /,*״»ז«, -- S1.nl. ST'“״. ‘ Ennssscsi 1־״;y,״.'.“'■' Kloderfeoi« , icstdorf 8• Tes®*”• V•»!•»׳ '«01 »־ Für Sth»Untl•»«״״ ׳•״־ W.lt.rbiidunä, vL0,b,l״,*jliurb•1' A.ritL L«ilj : p׳■ {,.f ukbro^* T.I.I001 JZ Oll« 5354, inserieren .;"«"«יוון! SIS StP ץי״־״! ־1 t f

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.