Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 32 (20.4.1934)
- Date
- 1934-04-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Fr war ein Schulet'führte des Bruders. Als Kind schonte sic ihn wie alle Knaben. — Als man sie aus der Missionsschule nehmen und in die, jüdische Volksschule Reben wollte, lief sie davon, weil sie es nicht ertrug, neben Junten zu sitzen. — Aber sie kannte ihn, hatte ihn gern, sie wählten sich, spra* dien sich oft allein in der Verlolaungszcit. Jetzt aber hat sie iim acht Tape nicht mehr gesehen — 30 will es die Sitte. Das Paar steht unter der Chuppe. Sic ist im Freien aufgestellt, auf der Dachterrasse des Hotels. Zur Finken geht der Blick auf die Stadt und den See, zur Rechten auf die braunen geschwungenen Berge von Galiläa. Der ״Chacham“ gingt den Segen, wechselt die Ringe, breitet einen Gebet• mnntel über die beiden gesenkten Kopfe, reicht den Wein. Die Zeremonie ist schnell vollzogen. Wieder füllt sieh der Saal. Die Musiker spielen, Eine sehr dicke Frau tan/t in dem engen freien Gang allein vor der Braut; trippelnd bewegt sie die Fülle. Der ruhige Körper gleitet. Dann faßt sie die Braut an der Hand, tanzt mit ihr. Wieder beginnt die Musilr, jetzt tanzen Braut mul Bräutigam. Er tanzt modern, führt sie sicher; völlige Harmonie ist in den Bewegungen der Beiden. Neue Musikstücke, neue Tänze, immer nur von einzelnen Frauen oder von zwei Frauen gc* tanzt. Dazwischen dröhnen Gliiekwunschsclircie, reichen Männer auf Riesentnhletls rosenfnrbone Fitnonnde, Kuchen, gezuckerte Pomeranzen, Mnmlolmarmcladc herum. Wer immer Kain, 11m zu sehen, wird bewirtet. Sechs Uhr. Die liueli/eit ist ans. Das Paar fährt für drei 'Tage nach Haifa. Aeiit Tage lang wird der Mann jetzt nicht arbeiten, nur bei seiner Frau sein. Mindestens diese acht Tage lang darf die Frau ihr Elternhaus nicht betreten. Erst wenn die Eltern ein Fest bereitet haben, um die Tochter zu empfangen, darf sie zu den ihren zurück. Früher richtete man nach der Trauung das Essen, mit vielen orientalischen Gängen, bei dem Männer und Frauen in getrennten Raumen speisen. Jetzt verzichten viele darauf, verreisen. Es ist modern so. Zu Hause geht der Vater der Braut in seinem langen ara* bischen Rock mit beschwertem Herzen hin und her. 60״ Pfund gebe icli ihr Mitgift, 100 Pfund kostet mich dieser Tag, mit Schrank und Truhe, Kleidern und Wäsche“. ״Aber es ist ein guter Mann. Sic wird es gut haben.“ ״Gut?" mit einem Achzcl/urkcn tiefsten Zweifels an jedem Menschen und einer Bewegung nach oben. ״Das Glück, das liegt doch mir bei dem da oben.“ M. T. Keine Neueinsiellunß zut’elassener nichtarischer Beamter Urbcr die Dauer der Wirksamkeit der Aus 11 a h m e b c Stimmungen 11 es i! c r 11 f s b c a 1111 e 11 g e s e t 7 e s für bestimmte Kategorien von Nicht ariern (Frontkämpfer usw.) hat der R 0 i c 11 s a r h e i t s m i 1! i s t e r eine grund* sät/liche Stellungnahme in einem Erlaß an das Reichsversichcrimgsamt it. ״Frankf. Zeitung“ vom 19. 4. bekanntgegeben. Dem Minister war ein Fall zur Entscheidung vorgelegt worden, bei dem die Frage entstand, ob ein Nichtaricr, der auf Grund der Ausnahmebestimmungen des Berufsbeamtcngesetzes in seinem bisherigen Amte als Reichsbeamter helassen blieb, nunmehr als Beamter bei einer Körperschaft des öitentlu'hcn Rechts äugest eilt werden könne. Der Minister erklärt, er habe diese Frage verneinen müssen, weil der Anstellung als Beamter bei einer Körperschaft des öffentlichen Rechts das Ausscheiden des Beamten aus seinem bisherigen Bennitenverhiiitnis voraus/ugehen hätte. Seine Neuanstellung sei aber nach den Bestimmungen des Reichsbeamtengesetzes usw. dann nicht mein־ möglich gewesen. Dieser Ansicht habe sich auch der Reichsminister angeschlossen. Damit erscheine n!s geklärt, daß die auf Grund von Ausnahmebcstimmtmgen des Iknifsbeamtengcsctzcs im Amte Belassenen nur bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Bea m t c 11 d i c n s t diese Ausnahmcbcrcchtigung genießen. Auch für sie käme aber eine Ncueinstellung nicht mehr in Betracht, weil in solchen Fällen das neue Rcidisbeamtcngesetz Geltung hätte, Die Schließung eines Warenhauses Der ״Preußische Pressedienst der NSDAP.“ veröffentlicht einen Hinweis auf die vor einiger Zeit erfolgte Schließung des Warenhauses der Wronker A.-G. in Frankfurt a. M., u׳cii hierin ein treffendes Beispiel dafür zu erblicken sei, wie die Warenhausfrage gelost werden könne. Bei dieser Gelegenheit werden Angaben darüber gemacht, inwieweit für die 415 Angestellten und Arbeiter dieses Warenhauses neue Beschäftigung geschaffen werden konnte. Die genannte Korrespondenz teilt darüber folgendes mit: ״Mit großer Tatkraft liat sich die NS.-liago für die arbeitslos werdenden Volksgenossen eingesetzt, und es ist ihr gelungen, sofort 335 Angestellte und Arbeiter in anderen Stellungen untcr/ubritigcn. Ein Teil der älteren Angestellten konnte sich selbständig machen, da der Garanticvcrband der Handelskammer die Bürgschaft für die aufgenommenen Kredite übernahm. Der Rest der nicht in Arbeit gebrachten Angestellten besteht größtenteils aus jüdischen Abteilungsleitern des Warenhauses. Ein Ausverkauf der Warenbestände fand nichtstatt, vielmehr wurden diese von den einzelnen Berufszweigeh übernommen.“ Wie der Reichsverband deuvscher Makler (RDM.) 1t. ״Frankf. Zeitung“ vom 18. 4. mittcilt, ist auch in Köln nach dem Vorbild von Hamburg durch die Kölner Ortsgruppe des RDM. in Verbindung mit der Industrie- und Handelskammer eine 1 m in o b i l i e 11 - und H ypotheken•־ börse gegründet worden. Zugelassen sind hur arische Makler mit erbrachtem Befähigungsnachweis. Hierzu bemerkt die ״Frankf. Zeitung“, daß also offenbar nicht einmal solche Nichtarier zugelasscn sind, für die nach dem Berufsbeamt engesetz Ausnahmen zu machen wären. 1£ ״yj1 ta«if noch bis ax. Aprii# 10 — •3 Uhr 1׳ VcrcinsSiau• RelcIuprUiidentenatr• 9 vom 6. -13• Mai 2934 r1־ j M ו n $*r~- ■‘׳ Ein Erl <lcs preußischen UiterrlcMsialiilstcrs /"•ן׳*•* •־ tי-“■ *״־| f " , (p— ן״״ Vfcw1> •*-4 Ls! ifcL •»uil 1 \J £1u| Lu Der Preußische Uiiierriditsministcr hat am 7. April 1934 an die zuständigen Behörden einen neuen Erlaß zur Durchfühnmg de» Gesetzes gegen die Ucbcrfüüung deutscher Schuien und Hochschulen gerichtet. In diesem heißt cs zur Frage der n i c 111 a r i s c h c ת Schüler: .Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, daß die üur Amiiihmiig de• Krifhigpiet*« gegen die Uelierililiung douUclier Sehn- 1c» und ilorhiclmlm cig-mgencn Erlasse Iielrrffenil die Aufnahme von Niehiaricm in höhere und mittlere Schulen (U. 11. G. 900, U. II. C. 1. vom 0. Mal 1033, U. II. G. 1418, U. II,C. vom 10. Juni 1033 mul IJ. II. G. 1572, U. II. C, vom 20. 7. 1033) sclixtvcrMiimilich mich lernerhin, und zwar sowohl für öffentliche wie für private Anstalten in Geltung bleiben. Zur weiteren Durchführung des genannten Gesepes bestimme ich sodann, daß auch bei der Neuaufnahme von Nicht,ariern, die den Beschränkungen des Gesetze» vom 25. April 1933 unterworfen sind, die Abstammung angemessene Berücksichtigung m finden hat, Unter den Anmeldungen iit, soweit die hinreichende licg.dmng fiir einen erfolgreichen Besuch einer höheren oder mittleron Lehranstalt tinruerkenncn Ist, den Nlehtnrirrn mit narhgewie•;et־,ein arischen lihtlrliuching der Vorzug vor Nlchtnricrn und den Kindern aus seit liingorcr Zeit; in Deutschland angesessenen l'iimi• iien der Vorzug vor den Kindern erst seit kurzer Zeit, insbesondere seit 1914, eingewanderter nichtarischcr Familien zu geben. Ich gebe der Erwartung Ausdruck, daß die Anstaltsleiter in aachgcmüOer Anwendung der hiermit gegebenen Richtlinie dafür Sorge tragen, daß von den Anmeldungen der unter die Beschränkung des Gesetrei fallenden Nichtaricr in erster Linie diejenigen Berücksichtigung finden, denen vom Standpunkt einer im nationaBorinlistischen Geiste geführten Gemeinschaftserziehung die verhältnismäßig geringsten Be• (lenken cntgcgcnstchen. Dabei ist darauf zu achten, daß dort, wo die Zahl der nngcmcklctcn aufnahniereifen Schüler größer als die. Zahl der ^verfügbaren Piiitzo ist, Kinder arischer Abstammung auf keinen!•all hinter solche nichtarischer Abstammung zurück- Die Anfechtung von Mischehen Mit der Frage der Behandlung von Mischehen bcsch.iftigt sich Rechtsanwalt Herbert Schneider (Karlsruhe) in Heft 15 der ״Juristischen Wochenschrift". Er erklärt, die Feststellung des Rcichsinnenministers Dr. Frick vor den Diplomaten, daß Rassen verschieden heit als solche keinen Grund zur Anfechtung der Eile bilde, verhindere!lieht, daß die Anfechtung wegen Irrtums über die Bed e 11 tuti g der Rassen trage möglich sei. Den Standpunkt, den z, B. das Kanimcrgericht vertreten hat, dnß der Wandel in den Anschauungen über die Rassenfrage gar keinen Irrtum im Zeitpunkt der Eheschließung bedeute, der damals einen der Ehegatten von der Heirat «()gehalten hätte, lehnt Schneider entschieden nb, Eine Kenntnis des Anfcchtungsgrundcs liege erst mit der Einsicht in die volle Bedeutung des Rnsscnunterschicdcs vor. Was Schneider dnbei als Voraussetzung einer solchen Erkenntnis beispielhaft fornuiliert, ist nach dem Bericht der ״Frankfurter Zeitung“ vom 17. 4. so gehalten, daß man den Eindruck erhält, es werde dem Ehegatten, der eine Mischehe nnfcchtcn will, schon dadurch noch auf lange Zeit hinaus möglieh sein, die vom Gcsdz vorgesrhrirhene Frist von sechs Monaten h 1 n a 11 s 7.11 s c h i e h en, indem er vorbringt, er habe seine Einsicht in die Bedeutung der Rassenfrage eben erst neuerdiugs .aus der Lektüre dieses oder jenes Werkes gewonnen. Dies ist um so ernster zu bewerten, als Schneider den anfechtenden Ehegatten überdies davon befreien will, den Bcweis zu führen, daß er sich bislang in Unkenntnis über Wesen und Bedeutung der Rasse befunden habe. Denn, so sagt er, daß ein Deutscher bei Kenntnis des Wesens und der Bedeutung der Rasse eine Mischehe mit einer Fremdrassigen eingehe, sei eine so unmögliche Annahme, daß schon aus diesem Grunde das Gericht davon ausgelien könne, daß er sich damals im Irrtum bcfuiiücn habe. Es werde nach Schneiders Ansicht Sache des Beklagten sein, das Gegenteil zu beweisen. Audi in der Frage des Erlöschens des Anfechtun gs rechtes gibt Schneider den früheren ablehnenden Entscheidungen mehrerer Gerichte eine neue Wendung, indem er erklärt, es handele sich dabei um eine irrtümliche Rechtsprechung, meint er zugleich, die Anfechtnngsfrist könne gar nicht verstreichen, solange eine solche irrtümliche Rechtsprcchung den Anfechtungsgrund noch nicht anerkenne. Voraussetzungen der Eheschließung? Das Problem einer Gesunderhaltung des deutschen Volkes wird It. ״Frankfurter Zeitung“ vom 18. April In bezug auf die Förderung nur gesunder Ellen im Zcntralorgan des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen zur Debatte gestellt. 1111 Rahmen der einzelnen Betrachtungen macht dabei Amtsgerichtsrat Borst den Vorschlag, ein Verehe- 11 g 11 u n gs z eu g 111 s einzufiihreu. Generell solle in Zukunft die Eingehung einer Ehe von der Erfüllung bestimmter Vornussetzungen abhängig gemacht werden; der Verfasser nennt, wie eine Korrespondenz mitteilt, fünf Voraussetzungen, darunter. die eidesstattliche Versicherung jedes Ehegatten, daß er kein rassefremder Mensch ist, kein Jude, Neger u.dgl,; Ausnahmen hiervon sollen der Genehmigung bedürfen, Kleine Nachrichten Der Adelsinarschall der Deutschen Ad eis gesell• Schaft hat lt. ״Frankf, Zeitung“ vom 15, 4. nach Rück• spräche mit dem Reichskanzler die Vorlegung von Ahnentafeln bis zum Jahre 1750 zurück augeordnet. Im Zuge dieser Anordnung haben diejenigen Mitglieder der Adelsgenossenschaff ausscheiden müssen, die selbst oder deren Ehegatten den neuen Bestimmungen der Deutschen Adclsgcnossenschaft in bezug aut Rein blutig keit nicht entsprechen. Von der Anordnung sollen etwa 1..5 v. H. der Mitglieder der Adclsgcnossenschaft betroffen sein. Das Stnaisprcsscaint in Darm stadt gibt It. ״Frankf. Zeitung“ vom 18. 4, bekannt: ״Der 27j״hrige jüdische Kaufmann Willi Bendorf aus Obcr-Rmustadt wurde zum Schutze seiner eigenen Person am 11. April dem Staatspoiizeigefängnis zugeführt, well er mit der 17jährigen Deutsehen Emma Katharina Kehr aus Obcr-Ramstadt geschlccht•!ich verkehrt hatte. Der Name der Kehr wird deshalb veröftentlicht, weil sie dem Begehren des Juden keinerlei Widerstand entgegensetzte und damit ihre Pflichtvergessen• heit gegenüber ihrer Rasse zum Ausdruck brachte." Wie der ״Würzburger Generalanzeiger" aus Kitzingen meldet, ist die Familie des I üd i s e h c n W c l n g r 0 ß h ä n d I e r s M a x Stern auf Veranlassung des Sonderkommissars in Schutzhaft genommen worden, well Max Stern und sein Sohn Arthur die SA. verächtlich gemacht haben. Nr• 32, 20, IV. 1934 » nm ff 1ך־• - ך״ ־ ■ (Lil'il Lsfoii/ ן r־g r 1' .ן יי 11J < jj » gewot werden. Zum Be,״, he der höheren und mittlereז ״ geeignete Kinder arischer Abstammung vc " '11 rüg bei der Aufnahme, seit״( wenn dann (!' . ' ’ *'V liUCUV, ,y™* V1r||״l'är (len kommenden Nicht,uier hinter der Vethaltttc/al,'! ' Allln:1U- Neuaufnahmen an lautieren und mittleren Lehranstalt,,»,! besonderen Zwcckbr.limmung nach gciade iiir den I!c5־'ל ין,״ '!: sdicn Schülrr(innrn) bestimmt sind, dürfera in diesem!,1, יל ob « sich um öffentliche oder private Lehranstalten handelt m «rtolge Dieser Erlaß großes Interesse. . .. .. nirhtarischcr Schüler hat uu ״gemäß für uns außerordentl:., ist aufiaihg, daß für die Berücksicht' , , ,. hei der Neuaufnahme in höhere*״"': mittlere Schulen die Tatsache eines arischen B ״, :,i sch hiß es positiv gewertet wird. Weiter ist bede ־״'-״ daß die Verhaltmszahl, die für die Aufnahme nichta;11 ׳ Schüler festgesetzt ist, keinen Anspruch auf At f 'ל dieser Schüler geben soll, wenn die Zahl der zur Amt '!*ל' kommenden mischen Schüler so groß ist, daß die 7111?’ verfügbaren Platze bereits von ihnen besetzt wird, df( Von besonderer Wichtigkeit ist der letzte Absd, s, Erlasses, der sich mit de jüdischen höheren'ל״‘ mittleren Schulen in l'rcuiicn beschäftigt A״- wenn das Verbot von Neuaufnahmen von Schulen?in d«, Schulen nu'r für dieses Jahr ausgesprochen wird, kann .״ doch nicht verkennen, daß cs sich hierbei um eine für weitere Entwicklung dieser Anstalten schwerwiegende M nähme handelt. Fs ist daher zu wünschen, daß eine Regelung aller mit dem jüdischen höheren Schulwesen ל ■ammenhängenden Fragen erfolgt, da trotz der notwendig Betonung des Wertes der jüdischen Volksschulen 111+ verkannt werden darf, daß auch der Bestand mittlerer t? höherer Schulen für die geistige Entwicklung unserer jur׳!?׳, Generation — nicht zuletzt nach der Seite eines vertieften jüdischen Wissens hin — bedeutungsvoll ist. Der zionistische Informationsdienst über Palästina, seit dem April vorigen Jahres in einem immer steigendem »Male vom jüdischen Publikum sehr begehrt, ist in den letzten Mo- *taten durch eine rege Biidpropaganda nach verschiedenen Seiten ergänzt worden. Die Palästina •Ausstellung der ZVfD, mit ihren fast 1090 Photos hat in Berlin und Lcinrij großen Anklang gefunden und nun auch in Hamburg ein« starken Besuch auf/mvoisen. Die ״Jüdische Ruinbclnn* brachte anläßlich der großen Feste die P a 1 ä s t i 11 a - ßi Id■ beilage, die sich, wie wir aus vielen Zuschriften entnehmen, großer Beliebtheit erfreut. Inzwischen hat die Rundschau ein beachtliches Niveau auch in der Reproduktion von Bildern im Texttcil erreicht, die ebenfalls fortgesetzt wird. Ein Biid sagt mehr als tausend Worte — das wird k• sonders deutlich hei der freundlichen Aufnahme, die de: L i c 11 t b i I d e r d i e 11 s t des KK1. gefunden hat, der seit Beginn dieses Jahres von Dr. Ernst Mecliiicr organisiert wurde. Die l.ichihildcrserie ״Tel-Awiw und die OrangeiikustC1 ist bisher 280mal gezeigt worden. Das Programm der Feiere zum 15. Sclnvat hatte fast überall als H.iiiplimmmer die Bildreihe ״Neue Wälder in Palästina“. Und bei der neuester, Serie ״Adlojada“ — Purim in Tcl-Awiw — haben die Actilk• rungen aus einer Unzahl von Gemeinden gezeigt, daß neben der Vermittlung des Fcsterlcbnisses durch diesen Bildstreifen die Tatsache besonders angenehm empfunden wurde, dtä dieser Bericht 14 Tage nach dem palästinensischen Ereignis schon in der kleinsten Gemeinde Deutschlands gezeigt werden konnte. Ein Vortrag ״Reise durch das Jordaiital“, zum erden Male vor zwei Jahren publiziert und durch einige neue Bildet ergänzt, wird besonders in Schulen verwendet. Das Programm dieses Bilderdienstes sieht weitere Publikationen allmotut■ lieh vor. Ohne die objektive Leistung schmäh-ru zu wollen, sei bemerkt, daß die Qualität der einzelnen Bildserien nicht gleich hoch ist. ״Neue Wälder“ z. B. enthält neben der wirklich guten Gegenüberstellung der Entwicklung im Balfourwald meist mir ältere Bilder, die die einzelnen Kapitel wie Ben Schemen oder Kirjath Anawini nicht erschöpfen. Bei Kirjath Anawiin z. B. hätten wir gern etwas über die überraschenden Experimente in den Obstgärten der Versuchsstation gesehen. ״Purim“ enthält neben einer Reihe ungewöhnlich schöner Bilder auch einige, die wohl nur deshalb unscharf geblieben sind, weil der Expreßdienst keine Zeit zu Retusche,arbeiten ließ• Mau muß sich einmal von der Bildredaktion etwas über du Schwierigkeiten erzählen lassen, unter denen die Bildbescnat• fung aus Palästina noch leidet. Dadurch bekommt man erst den Maßstab dafür, was für ein Fortschritt in den letzt«! Monaten erzielt worden ist. Das in Arbeit _ befindliche Do׳ gramm verspricht eine weitere Entwicklung in sachlicher und künstlerischer Beziehung. Neben diesen Lichthildcrreihcn sind in der letzten ’«t von privater Seite eine ganze Reihe von Schmalfilm* *'Jl Palästina gezeigt worden• Soweit wir sie sehen konnten, hatte» wir den Eindruck, daß cs sich fast durchwegs um *י״״ l“ recht hübsche private Aufnahmen von Amateuren hanae^ Der Film, der Palästina zeigt, wie es wirklich ist, scheint »w* nicht gedreht zu sein und ein Amateur wird aut eincr v 11 wocheu-Rcise diese Aufgabe auch wahrscheinlich me £ tigon können. Für die Information des breiten Publikum* deuten diese Amateurfilme gelegentlich eine gewisse wirrung, wenn z. B. nach dem Titel ״Die •״*tc "*11י י: prozentig jüdische Stadt“ nur ein paar fluchtige ßek!• Tel-Awiw sichtbar wird, dann aber ausführlich das araDu״ Jaffa. .1 Die offiziellen Stehen lassen uns schon sehr lang5 einen richtigen großen Palästina-Tonfilm wartet!( ' eine überwältigende Wirkung haben müßte. Daß SCI' J, kein neuer Film des Keren llajessod und Keren *Gl "L gedreht wurde, geht wohl darauf zurück, daß die h3״» Kräfte unserer Fonds gerade in diesen Jahren über v >־ angestrengt waren, und daß ein Tonfilm ungleich ך׳*'״ lerischcn, technischen und finanziellen Aufwand cr'or״\; h1rl| die Stummfilme, die wir in früheren Jahren aus l>* ׳ ji״J bekamen. Verschiedene private Filmgründungcn 111 ‘j ‘ yi haben im letzten Jahr nicht reüssiert. Wir hoffen, 1‘M1 ״,! •לn deutschen Zionisten gebildete Gesellschaft, die *eit k Wochen ihre Arbeit aufgenommen hat, uns zum ־ן, י Herbst einen Film bringt, der einen starken und umta_ Eindruck von Palästina gibt. Wir hatten in Nr. 30 unseres Blattes eine aut Grund einer Korrespondenznachricht £{י־! ^(t• welcher am Eingang des M a n n h e i m e r stadtiscn f> b«des beim Mannheimer Stadion eine Tafel nngenn den sei, die besage, daß Nichtariern der /-ut Luftbad nicht gestaltet sei. Hierzu meldet me >% Zeitung“ vom 19. 4., daß eine derartige Tafei w 0 {f städtischen Luft- und Sonnenbad, noch am ^a Stadion angebracht worden ist, und daß Nichtarier vor Zutritt zu dem Luftbad haben. .׳ 1 I Ali. sah mit Extrem furchtu' tefen *, »ereiflach einen (״ einer d« aus de» gung 1n jenigen* Juiinitt, wickelt (ic bilde echt ו? vcrsalft t gerade r, geistige Klaruiij־ AU' das Li! gesamt r u n g , Blick <1 wenige* waren , ständet t in der . verlöre Leben I Zuge Kultur getauK י scllschi, icgcuh׳ i bürget 1 weiche ׳' anschli , wöhnu waren, Di ״ ‘ r allui.ih l dem I ' als V *׳ . könnci ן desto * das L ן hoffen j I dien! •’ i'itnv*! Elnwu ’ Ei Tadel, Lcistu wird, Glas ei landv seine rrlcdi] zul.inf bildur und p niilun eine י die l drutsi warf« kfiter Et d« Dem man noch schaft »ch 1 und 1 gesicl in &1 Ql