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Jüdische Rundschau · 1934-04-20 · Heft 32 (20.4.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 32 (20.4.1934)
Date
1934-04-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 32, 20. IV Nt 191! tragen. Audi diejenigen, die von bestimmten historischen und!gesellschaftlichen Voraussetzungen aus zu einer Ablelumng konkreter an ein zukünftiges jüdisches Volksleben zu stellender Forderungen kommen, akzeptieren die Voraussetzung seiner Entstehung aus Geist und Haltung des jüdischen Menschen. Und hierbei wird es klar, daß wir iür die Zukunft des jüdischen Volkes in allen seinen Teilen — in Palästina wie auch in der Galutli — die Tatsache als bestimmend fest/ustellen haben, daß sein nationales Streben im wesentlichen nach innen orientiert ist. Aus der seelischen Haltung des einzelnen Juden kann das Erbe der Jahrtausende nicht fortgedacht werden, das ihn selbst stets an einer übergeordneten Macht orientierte und mit dieser konfrontierte, uni dcretwillen er geschaffen wurde und durch deren Willen dieses Judentum besteht. a0 sehr der Jude auch in der Sphäre seines Volkes ׳ lebt und von den nationalen Werten des Judentums erfüllt sein mag, so wenig können diese Werte die letzte Instanz für ihn sein. Wenn also der Einzelne unter uns und das jüdische Volk als ganzes in ihrem Wesen in sich noch so geschlossen waren oder es einst wieder sein werden — der Blick des Juden und des Volkes mu*ß für Instanzen geöffnet bleiben, die außerhalb des nationalen Kreises bestellen und die — nicht im Widerspruch mit jenem, sondern im Grunde in ihn! und durch ihn wirkend — das oberste Prinzip des Handelns regeln. So wird die Frage nach dem Wesen dessen, was die jüdische Zukunft bedeuten soll, zum Zenfralprobiem. Sie überschattet bei weitem den Streit, der sieb an der Frage der Bewertung der Galutli entzündet. Dort mögen Temperament und persönliche Lebenserfahrung maßgebend sein — hier aber geht es um die letzten Werte, die das jüdische Volk zu vertreten hat, und denen gegenüber der Zionismus sich bewähren muß. In einer Welt, in der das nationale Prinzip die verschiedenartigsten Ausprägungen gefunden hat, müssen wir Juden, die wir unsere eigene Zukunft als Volk gestalten wollen, mehr denn je den Blick darauf richten, daß wir den Weg einhalten, der uns von unserer Geschichte und von den Kräften, die in uns liegen, vorgezeichnet ist. Diese Kräfte aufzuspüren, auf die leisen Laute in uns zu horchen, die von ihnen Kunde geben, ist eine der vordringlichsten Aufgaben des Zionismus in unseren Tagen. K. L. Das Hauplverfahren im Ariosorolf- Mordprozcfj beginnt am 23. April 1 e r u s a 1 e 111, 18. April. (J. T. A.) Wie mitgeteilt wird, Ist «ic Eröffnung des Hauptvcrfahrcns im Arlosoroff- Mordprozeß nunmehr auf den 23. April festgesetzt worden. Am ^19, April wird der Oberste Gerichtshof darüber ent* scheiden, ob der Prozeß, der vermutlich etwa zwei Monate dauern wird, in Jaffa oder in Jerusalem durchgeführt werden soll. In einem vom Staatsanwalt unterstützten Schriftsatz, hat der Kommandant der Palästina-Polizei, Major Spiccr, die Verlegung des Prozesses nach Jerusalem mit der Ikgrün düng ־beantragt, daß das Jaffaer Gefängnis keine Gewähr für die sichere Verwahrung der Gefangenen biete, und daß die Verlegung im Interesse der öffentlichen Sicherheit geboten sei, In einer Gegeneingabe erlicht der Verteidiger 1 ioraee Samuel Einspruch gegen die Verlegung des Prozesses nach Jerusalem. Er macht geltem^ daß hierdurch die Arbeit der Verteidigung in ihrer Kontinuität gestört werden würde. Die Anklageschrift wurde am 18. April den Angeklagten Abraham Sfnvsky, Zwi Rosenblalt und Abba Aehi-Mcir zugestellt. Die Anklage lautet auf vorbedachten Mord und gründet sieh auf Artikel 170 des ottomnnisclicn Strafgcsctzbuclis. Von der Staatsanwaltschaft werden in dem Prozeß 45, von der Verteidigung 79 Zeugen geführt. Zehn Millionen Pfund Depositen ln den Palästina •Banken Jerusalem, 17. April. (J. T. A.) Die Gesamtsumme der Depositen, die in Palästina-Hauken hinterlegt Kind, beträgt, jetzt zehn Millionen Pfund und übersteigt die Summe von Ende 1932 um das Doppelte. Es handelt sich liier um Qcldcr, die noch nicht ln die palästinensische Wirtschaft investiert sind. Landeskonferenz der österreichischen Zionisten Wien, 17. April. (J.T. A.) Am 17. April wurde die Landes- Konferenz des Zionistischen Landesverbandes für Oesterreich unter Teilnahme zahlreicher Delegierter und Gäste aus allen Teilen Oesterreichs eröffnet. Im Mittelpunkt der Erüffntings- Sitzung stand ein politisches Referat des Mitglieds der Zion. Exekutive, Prof. Brodetsky. Er schilderte den außerordentlichen Aufschwung, den der palästinensische Jischuw in letzter Zeit genommen hat und die anhaltend günstige Entwicklung in Palästina. Gegenüber den gegen die gegenwärtige Exekutive erliobcncn Angriffen stellte er fest, daß die Exekutive in ihrer Tätigkeit jede Partcjpolitik vermeide. Der Redner wies sodann auf die Gefahren des Rruderkanipfcs zwischen den einzelnen zionistischen Gruppen in und außerhalb Palästinas hin und bczeiehnete als wichtigste politische Aufgaben für die nächste Zeit den Kampf um die •Wahrung des Prinzips jüdischer Arbeit ln Palästina, die Unterdrückung der Bodenspekulation und die Herstellung der Einigkeit unter den verschiedenen zionistischen Gruppen, _ Der ״Berliner L o k al-An t eig er“ vom 15. 4. veröffentlicht einen Bericht von H. J. von Bassewitz aus Jaffa: ״Inf Lande der Goldorangen“, der die Ent- Wicklung der palästinensischen Zitruskulturen ausfülulich schildert und auch auf den jüdischen Anteil an dieser Entwicklung tingcht. Die Palästina-Regierung hat Schulden arabischer Land* wirte «1 Steuern und Raten für Landwirtschaftsdarlehcn in der Gesamtsumme von rund 96 000 Pfund gelöscht. ך — ר c X. n es וך u ך r~ ■ i V* «J Lwdi ו»« **! ץיי-־׳"•*^ וי“־', 4> '"*־־• י׳w w', Von Dr. Walter Fischer, Haifa. Dem palästinensischen Gesetz vom 4. 4. 1934 über Eigent iim er und Mieter ist der Untersuchungshcricht einer K o m m I 8 s i o n vormisgegaugcn, die vom 1 ligh Cominissioner eingesetzt war zu dem Zwecke, die Bewegungen der Mieten von Wohnungen und Läden zu untersuchen mul Vorschläge für gesct/liche Maßnahmen zu machen. Dieser Bericht, der in der Palestine Gazette vom 26. März 1014 veröffentlicht ist, bietet außerordentlich interessantes Material fiir das Verständnis des (ieselzcH selbst und seines wirtschaftlichen Hintergrundes, Die Kommission hat im Laufe ries Moiials Februar 1934 In Tel-Awiw, Jaffa und Haifa durch Befragung einer größeren Anzahl von Aiiskuiiftspcrsonen ihr Material zusammengestellt. Jerusalem wurde In die Untersuchung nicht ein* bezogen, weil dort die Mieten nicht so gestiegen sind wie in Tel-Awiw, Jaffa und Haifa, Während die Kommission in Tel-Awiw bei den Aiiskiiiiflspersoiion Verständnis fiir die soziale Seite des Problems fand, also insbesondere für die Wirkung der hohen Mieten auf die Lebens verhütt nisse der arbeitenden Bevölkerung, war in Jaffa und Haifa die Tendenz, vorherrschend, die Dinge in erster Linie unter Wirtschaftliehen Gesichtspunkten und erst in zweiter Linie unter sozialen zu betrachten. In Haifa war besonders der Eindruck zu verzeichnen, daß die von der Konjunktur begünstigteil Kreise von dem Wunsche geleitet waren, möglichst schnell reich zu werden, eine Vorstellung, die von der Kommission als typisch für eine ״unintclligeiit spcculatinn“ charakterisiert . wird, die das richtige Verständnis für die Bewertung des Immobiliarbesitzes vermissen läßt und im Gegensatz zu den Interessen der Allgemeinheit steht. Da in einem Lande, das einen Prozeß rapider wirtschaftlicher Entwicklung durchmaclit, leicht das Gefühl fiir eine den realen Tatsachen entsprechende Bewertung verloren geht, ist es In einem solchen Falle Aufgäbe der Regierung, eine übertriebene Preissteigerung zu zügeln. In T c I - A w i w begann die Aufwürlsbcwegung der Mieten im April und Mal 1933, stieg im Juli scharf an und setzte sich bis lüide Februar 1934, dem Zeitpunkt der Abfassung des Berichts, ununterbrochen fort. Die durchschnittliche Steigerung betrug 40—50 «,0, wobei die Grenze nach unten mit etwa 20 ״׳״, die Grenze nach oben mit etwa 80 ״/# anzunchmcn ist. Als Ursachen fiir die rasche Steigerung gibt der Bericht an: 1. Das Anwachsen der Bevölkerung Tel-Awhvs von 50000 Personen Ende 1931 auf 85 000 Anfang 1934. 2. Das Zurückbleiben der Wohnungszuiialime hinter der BevOlkerungs/unahmc, obwohl monatlich zirka 1000 neue Räume fcrtiggcstdlt werden. 3. Das Bedürfnis der Einwanderer mit Kapital nach Wobnungen, die den Lebensgcwohnheiten dieser Einwanderer entsprechen, und für die sie bereit sind, jede noch so übersteigerte Preisfordernng zu bewilligen. 4. Die rapide Boilciiwcrlsteigerung, die die Kosten der fertigen Gebäude in die Höhe treibt. 5. Der Mangel an gelernten Bauarbeitern und die dadurch , bedingte Lohnsteigerimg. Fiir Läden treten noch folgende besondere Ursachen hinzu: 1. Die Notwendigkeit für die neuen Einwanderer, sich selbst im Handel zu betätigen. 2. Das Gefühl für die wirtschaftliche Blüte Tel-Awiws, das die Preissteigerungen gerechtfertigt erscheinen läßt. 3. Die Vergrößerung des Stadtzentrums. Die Baukosten eines dreistöckigen Hauses in Tel- Awiw betragen zurzeit zwischen £P 200—250 pro Zimmer. Bei einer Vermietung zu ,CP 2V;> pro Zimmer verzinst sich nach Abzug von Stenern, Reparaturen usw. das investierte Kapital mit 8—9 0/0. Hat der Eigentümer den Boden besonders billig erworben und zu einer Zeit niedrigerer Baukosten gebaut, so ist seine Rente erheblich höher. Hierbei ist alleroiugs zu berücksichtigen, daß die Eigentümer alter Häuser Dcpressiouspcriodcii durchgcmacht haben. Verteilt man daher die Rente mit einen längeren Zeitraum, 90 muß man die Diirrhschnittshöhe niedriger anuohmen. Den hohen Mieten, die kennzeichnend für eine Periode der Hochkonjunktur sind, entspricht nicht durchweg ein gesteigertes Einkommen den verschiedenen Bcvölkcrungsgruppen. Zwar sind die Löhne der ungelernten Arbeiter im Jahre 1933 von 250 Mils auf 350 Mils und mehr pro Tag gestiegen. Von geleinten Arbeitern haben alle Kategorien von Bauarh eitern eine beträchtliche Lohnsteigerimg aufzuwelscn, Zum Beispiel: 1932 Zimmcrleute und Schreiner 250—400 Maurer und Stcinmctzc 300—400 Maler 250—350 Vcrpufzer 350—400 Dachdecker 300—400 Denmarh sind die Arbeiter Lage, die gesteigerten Mieten zu bezahlen und laufen keine Gefahr, den Besitz ihrer Wohnung zu verlieren. Hingegen sind die Angehörigen der freien Berufe, die auf Gebühren und Honorare angewiesen sind, in ungi'instigerer Lage, Dies gilt besonders für den stark überfüllten Beruf der Aerztc. Ein verheirateter Arzt braucht für Wohn• um! Berufszweckc mindestens 3 Zimmer und muß hierfür etwa .CP UK) lahrcsmictc zahlen. Der Durchsduiittsverdienst der Aerzte in Tel-Awiw beträgt etwa CP 180 1111 Jahr. Beamte und Angestellte, soweit sie nicht in gehohener Stellung sind, haben keine solche Steigerung ihres Einkommens aul'zuweisen, daß sic eine um 40—50 ״/# höhere Miete tragen können. Das gleiche dürfte für zahlreiche selbs t ä n d i g e Geschäftsleute gelten, die über eine äußerst niedrige Verdienstspanne infolge scharfer Konkurrenz klagen, ln Jaffa und Haifa liegen die Verhältnisse nicht wesentlich anders wie in Tel-Awiw. 111 Haifa begannen die Mieten, die seit Ende 1929 nahezu stabil geblieben waren, Vom Juli 1933 ab sprunghaft Zit steigen, ltn (Vgensntz zu Tel- Awiw ״ahm die Stadtverwaltung, die überwiegend aus Grund- 1'igentiimern bestiht, hieran keinen Anstoß und überließ es dem Districts coinmissioner, bei der Regierung eine Miet•' bcschränkuug anzuregen. Hier ist im Zeitpunkt des Kommissionsberichts die monatliche Miete auf £P 2''3—י gestiegen. (In Hadar Haeartnel wird der Satz von £P 3 schon überschritten. Der Vcrf.) Die Eigentümer halten bei der gegenvviiriigen günstigen Konjunktur eine Rente von 12—15 ״/o für angemessen und machen geltend, daß sie auf eine Reihe von Jahren verteilt viel geringer Ist. Die Folge der hohen Mieten ist, daß die wirklich arme Bevölkerung sielt mit Notquarticren behilft, die aus 1101/abfällen und Petroleumkaiiistcrn im Laufe einer Nacht errichtet werden und vom sozialen und liygienisehen Standpunkt zu den schwersten Bedenken Anlaß gehen. Die Kommission empfiehlt daher die gesetzliche Einführung von Mlctbcschränkungcn, hält sie aber nicht anwendbar auf gewerbliche Räume, bei denen die Schwierigkeit, allgemeine Grundsätze aufzustellen und eine be» friedigende Lösung zu finden zu groß ist Die!/. .! erklärte weiter, daß sie siefi bewußt sei daß , i;׳ ״; Konti olle der Mieten allein das Wohnnroble״ ,״;,u!־׳ : werden könne. Man könne durch Mittel dieser A *׳ . Form der Ungerechtigkeit beseitigen und dafür 1',«״M gcrechtigkeitcn au ihre Stelle setzen. Trotzdem IV 1'־i* sie die vor geschlagenen Mictbcschränkimgen, von einen mäßigenden Einfluß aut den Wohmmgsmnrkt mV* t Schaltung des Gefühls für soziale Ungerechtigkeiten ,,rT Das auf. Grund des Kommissionsberichts erlass׳ •״״ vom 4. April 1931 schließt sich im wesentlichen י I schlagen der Kommission an. Ws׳ |יי? *i 1931 350—600 Mils pro Tag, 550—700 Mils pro Tag, 400—600 Mils pro Tag, 450—600 Mils pro Tag, 600—700 Mils pro Tag. im allgemeinen In der :$ Gesetzes f Von unserem palästinensischen Korrespondenten! rv ״ . , gh Tel-Awiw, 11. April 5! ־ Die Regierung hat, sozusagen in zwölfter Stunde r; vor dem Umzwgstcrmin dieses Jahres, ein Woluum hcrausgehracht, das die Mietcngeharung in den Vs1 regelt. Die Ausarbeitung eines solchen Gesetzes warVV d gänglich geworden, da die durch die Einwamlcnin? w- / sehende Wohnungsnot, zusammen mit dem Arbeitern״״!! und der Häuser- und Bodenspekulation zu den srlnvo'׳ * Mißsthndcn, vor allem 111 Tel-Awiw, das den I.öwoiV der Einwanderung aufnimmt, geführt hatte. Ein iingcheinr'״ Steigen der?.immer- und Wolmtmgsprcise, Forderungen j f lauge Vorauszahlungen in bar von seiten des liatisbe.4׳■' eine dadurch empfindlich fühlbare Steigerung der allgeiiV- ■ f Lchcnskoslcn, eine schwere Bedrückung der unbrmi::•׳• Kreise der Bevölkerung hatten schon lange zu einer t,:; wcgung geführt, die ein Eingreifen der städtischen und st-״ ’ liehen Institutionen verlangte. Erst vor kurzem machte die Verzweiflung der Arbeiter und kleinen Leute in zweistündige״ Proteststreik Luft, der das Geschäftdebcn •־ der Stadt für diese Zeit stillcgtc. Die Regierung hat vor fr/ gerer Zeit eine Kommission eingesetzt, um die Z. stände in Tel-Awiw zu untersuchen. Diese Kommission ״ Ihre Erhebungen gemacht und den Behörden Bericht erstatt■ Daraufhin wurde ein Gesetzentwurf fcrtiggcstdlt, i■ dem Kolonialamt _ in London zur Begutachtung vorgdr wurde, und vor einigen Tagen hat dann das Amtsblatt c: endgültigen Text der Verordnung publiziert. Die Formulierung dos Gesetzes mußte mit viel Von; vorgenommen werden, da ein doppeltes Ziel erreicht wert* sollte: nicht mir auf den Schutz der Mieter gegen/ Ucbergriffc der Hausbesitzer kam es an, sondern es «!,י zugleich vermieden werden, daß die B a u b e w c g 11 n g du: zu große Restriktionen inhibiert werde. Ist doch die I: vestition in Häusern heute immer noch das wichtigste A־ Ingefeld für die cimvandcrnden Kapitalien, verursacht dur; die großen Erträge, die hei dieser Art von Investitionen tue kurzer Zeit (im Gegensatz zu den Plantagen) etr. werden. Fine starke Rcsti ingiening der Banbcwegiutg wi'!: sieh jedoch nach jeder Richtung ungünstig attswirUcn. 1' wichtigste Anlagcgebiet für Kapitalien würde berührt und!1 . immer noch sehr stark fühlbare Bedürfnis nach Wohnung־ f|. . das mit der Immigration zusammenhängt, würde nicht in ci|| ' sprechendem Maße befriedigt werden. Man sieht dem Gesert seinem Aufbau und seiner Formulierung an, daß ein Mittel»:.Jg zwischen den beiden Möglichkeiten — Schutz der Mieter 1;■ jeden Preis und Sicherung einer notwendigen Gewinnspi; ,׳ fiir das Kapital — gesucht wurde. «יי Das Gesetz gilt fürs erste bis zum 31. März 1915, *•>» bei dem High Coinmissioner das Recht zustellt, es;•8! einem Zeitpunkt, der ihm entsprechend scheint, nufzultel ׳־ / Es wird ein M a x i m a 1 s a t z für Mieten f estges׳ f, und zwar auf .£ 2'3 pro Zimmer und Monat, wobei inי’!״, Abweichungen entsprechend dem moslemischen, europm! ,, und gregorianischen Kalender in Rechnung gebracht wen! ־ / Wenn Verträge geschlossen worden sind, die dieses Maxim!,־ j| überschreiten, so müssen sie durch andere, die den Ocsct׳ h1'stim1m1u״c11 entsprechen, ersetzt werden. Sind auf (lif fl Verträge tun Gelder an den Wirt gezahlt worden, die u! c das Maximum hinausgclicii. so ist der I latisbcsiizer zur hu Zahlung verpflichtet. Hol Verträgen, die unter dem Maxim, liegen, ist eine Erhöhung der Miete zulässig, jedoch 1| ־«ז aut mehr als 26 ״,'« der jetzigen Quote. Die Bestimmung'!! gelten sowohl fiir Mieter als auch für Untermieter, flies!ן| seine besondere Bedeutung, da die Zahl der Untermietenןן׳ Tel-Awiw heute sehr groß Ist und gerade diese zum Trfjj exorbitante Preise zu zahlen lmben, ,11 Innerhalb der Stadt ist der Stadtverwaltung die Scham:/ ■jj verschiedener Bezirke überlassen worden. Nur in ״ bestgeiegenen gilt das Maximum von & 2','s pro zJiwrf;»! Je nach absteigender Güte der Bezirke werden Pf/‘n:/''/f Sätze fesigelegt. Bei allen diesen Beschränkungen bl tu Mm investierenden Kapital otine Zweifel noch eine betrachte : Gewinnspanne. Nach Berechnungen wird sich die Verzinsן ׳*׳| mich nach Anwendung des neuen Gesetzes zwischen ' ׳ |j 10 »,'# bewegen. Auf dieser Clrundlaj'C läßt sich nnf jy bewegung, die normale Gewinne und nicht Spckul«׳״»״;!g Profite sucht, ohne Frage nufrechterhalten. .;.,,Bf Obwohl somit eine gewisse Erleichterung durch .ן neuen Verordnungen geschaffen worden ist, bleibt sic Pf T für die Kreise, die nicht von den Konjunkturgewinne•׳^ .*z welcher Form auch immer, profitieren, ungenügend. D" :J hühung Von 20״/(» der Wolmungsmiete zum Beispiel T,/.״״ einem bescheidenen Budget stark fühlbar und muH p durch Ueberarbeit oder durch Boscliiiekhuig anderer g; hcrcingcbraclit werden. Immerhin ist eine Bescliränktins ־ || 20 3״ besser als gar keine. . 1.״,^ Es wird vielfach als ein schwerer Mangel cinpi י daß die Normen einfach für ״Zimmer“ gelten, °! Größe der Räume in Betracht zu ziehen. Es ist in;,,!ן zu fürchten, daß jetzt bei den Neubauten die Lende״״ ^ß zlge Räume zu hauen, noch beträchtlich verstärkt w! wäre eine größere Genauigkeit am Platze gewesen. . Das Gesetz umfaßt keine Baulichkeiten, ‘he h chatte benutzt werden, keine läden, Hotels. ' •:/ usw. Das wird als ein schwerer Mangel /111I!j1m gerade die kleinen Kaufleute bemühen sich mit alle״ jur{jc|| liier noch eine Aenderung zu erreichen, da gerade ... g schiittslokalc heute phantastische Preise gefordert Die Regierung hat diese Ausnahme fraglos gema > ן. ׳;; jh sic sich gefürchtet hat, in das Gcschäftslcheu c!!.', K pitsf,;. Ob sic damit recht gehabt hat, muß man be/wcil ■ R<: schließlich muß «ich ein Hinauftreibeu der m'w'/1 50n1itr! nicht nur bei den Besitzern dieser Lokale auswirk > p letzten Endes bei den Konsumenten. Die Unten Verkäufer werden und müssen versuchen, diese » das Publikum abzuwälzen. , , Mine«', 5V. Hat so das Gesetz vielfache Lücken und _J* ^f,ז ׳: Ist cs als solches doch' zu begrüßen. Es bricht ^ן״ו1,ן£ן miiigswuclicr die damit den alten die Festsetzung lieh zu unterdrücken die schlimmsten Spitzen an un -•n Einwohnern den Existenzkampf,J!'יקח״ ן in Palästina, ohne die Investition!!^ >ו.וז dci an K« hrr Mc art nei M< V0 W eir lb! ko Mi Sa ata lei eir At t

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