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Jüdische Rundschau · 1934-04-17 · Heft 31 (17.4.1934) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 31 (17.4.1934)
Date
1934-04-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHE RUNDSCHAU \*י^ TI , •n j ׳,'• #1 I <b *..״'»*> y» *»— Auch ia den letzten Wochen haben die zionistischen Ortsgruppen Im Reich ein« rege Tätigkeit entfaltet. Da es bei der Fülle des Materials nickt möglich Ist, über Jede einzelne Veranstaltung so eingehend zubcrichtcn, wie cs eigentlich wünschenswert wäre, so geben wir im folgenden,wie in den letzten Monaten, einen zusammcufasscndcnüberblick. (Red.) Schlesien In Be ul hen sprach am 26. März Fritz Tau über das Thema ״Nationale Kolonisation oder Privatinitiative‘*. — In (lleiwitz veranstaltete die Ortsgruppe ein Purimfest, bet dem eine Kurzoper von Günther Ucko aufgdiihrt wurde. f:in r.lternaheml der Werklcute am 17. März vereinigte eine große Anzahl der CiemeiiHletnitglieder. Am 21. März hielt Fritz Tau einen Vortrag über ״Nationale Kolonisation oder Privatinitiative"; Irl. Dr. Goldstern setzte ihren Palästina-Kursus fort. — In Glogati sprachen Frau Nothmann, Breslau, über ״Frauenarbeit in Palästina“; Dr. Sintonsolm, Breslau, über seine Palüstinaeindriicke und Dr. Lttcas, Glogati, über die luden in Spanien, lieber ״alte und neue Assimilation" reteriertc l>r. Schloltbeig. Zu Purim führte der lleehalttz, Liegiiilz, eine Revue ״Masken über Tei-Awiw“ au!. - - Am 6. Februar iand in Hindi: 1t b 11 r g eine Iä.-Stinvath-1'eier statt, in deren Mittelpunkt der Bildstreifen ״Tel-Awiw und die Orangenkiiste“ stand. I'rilz Tau referierte am 22. März über aktuelle zionistische Fragen. -- In L i e g 11 i t z veranstaltete die O.O. am 3. März eine stark besuchte Purimfeier, die Leo Kauffmaun arrangiert hatte. — In Neustadt sprach Fritz Tati über den Weg des deutschen Juden; am 17. Februar sprach Dr. .Schloßberg über ״bnicticning oder Untergang des Judentums". z\11t 17. März führte Fritz Tau den Bildstreifen ״Tei-Awiw lind tiic Oraiigcnkiiste“ vor. Die Jugend hat sieh zu einem jüdischen Arbeitskreis zusammeiigesdilosseii; daneben wurde ein Snil des licclialuz gegründet. — Die 0.0. O p ין e I n feierte Purim in einer Veranstaltung, die Margarete 1 totstem vorbereitet batte. — In R o s e 11 b e r g gab Dr. PreitS einen Dcbcrblick über den ״Zionismus von ller/i bis zur Balfour-Dcklaration“. Dr. Mat/dorf gab eine Finführtmg in das Buch von Prinz ״Wir Juden"; Prediger Lcwin hielt einen nationalökonomiseben Vortrag über ״Palästina, wie es ist". Am 24. März zeigte Fritz Tau den Filmstreifen ״Tcl-Awiw“ und ״Neue Wälder in Ercz Israel". — In Striegnu sprach am 28. Februar Dr. Licht über ״Wege im Judentum“. Ostdeutschland - Ostpreußen Am 2. März fand anläßlich des Purimfcstcs in Deutsch- Krone eine Feier der 0.0. statt. — Bei einer Veranstaltung der zionistischen Jugend in F I b i 11 g führte Heinz Nelken die beiden Filme ״Adlojada" und ״Das Jordantal hinab“ vor. — In F 1 a t o w veranstaltete der J.P. D. am 3. und ■1, März ein Fiilircrtreffen, bei dem eine Intensivierung der Arbeit he- .schlossen wurde. — 111 Lands berg sprach Naftalie Uiiger über die Leistlingen der bisherigen deutschen Alijali um( über die Einordnung der letzten deutschen Olim. — 111 Scheidem ii 11 1 fand am 11. März eine außerordentlich stark besuchte Arbeitstagung der Zionisten für die Grenzmark statt. F. l.iobenstein, Berlin, sprach über die heutige Lage in Palästina; in einer öffentlichen Kundgebung nach der Tagung sprach er über das Thema ״Zionismus — unser Weg in die Zukunft". - In S t a 1111 p ö 11 e 11 sprach am 10. März. Prediger C0I111, Gumbinnen, über den Weg des Zionismus; am 26. März, führte er den Film ״Adlojada“ vor. — In Stettin sprach in sechs gut besuchten Veranstaltungen Dr. Elk über nationales Judentum tun) Religion. Am 24. Februar referierte Heinz Foule über das arabische Problem. Am 2(>. März berichtete in einer stark besuchten Versammlung Dr. L. Peritz über seine Palästina- Reise: der KKL-Liclilbiklstreifen ״Adlojada" fand allseitigen Beifall. — Der l.iclitbildorvortrag ״Tcl-Awiw und die Orangenkiiste“ vereinigte in St 01p ani 22. Februar eine große Anzahl (iemeimlemitglieder; Herr Kopidlowskv, Stettin, erläuterte den Bildstreifen in sehr anschaulicher Weise. Mitteldeutschland, Sachsen und Thüringen In Bern bürg veranstaltete die O.G. am 27. Februar eine Versammlung, bei der Dr. Scliloßberg über ״Untergang oder Lnieueriuig" referierte und mit seinen Ausführungen großen Beifall erntete. — In Beverungen a. W. tauet am 11. März eine Veranstaltung statt, bei der Lehrer Buxbäum über ״Geschichte und Leistung des Zionismus" sprach. Die Versammlung zeigte, daß auch die Lniuljudcnsehaft immer mehr vom zionistischen Gedanken erfaßt wird. — In Eschwoge herrscht ein reges zionistisches Leben. Eine gesprochene Zeitung und die KKI.-Bildstreifen fanden bei großen Zuhörerschäften lebhaften Anklang. -- In Eisenach fand am 17. und 18. März eine Tagung aller thüringischen Ortsgruppen des J.P. I). statt, in deren Mittelpunkt ein Referat von llardi Swarsensky, Berlin, über Erziehung im J.P. D. stand. — Am 25. Februar fand in clor 0.0. Halle eine Veranstaltung statt, bei der Frau Rose Josef einen Vortrag über jüdische Geschichte hielt. Am 2(1. Februar sprach Dr. Grtüibnum, Morsebürg, vor der Jugemlgemeiusclialt über die Araberlrage. Am *1. März, veranstaltete der licclialuz eine gut gelungene Purim• feier. Am 5. März hielt Prof. Dr. Wcrllieimer vor dem lugemlbiiml und der O.G. einen Vortrag über ״Rasselrcimtheit als biologisches Prinzip“. Am 12. März sprach Dr. Screni vor der Jtigcudgemcinseliaft über die palästinensische Arbeiterschaft in der nationalen Kolonisation. — In 11 a n - 110 ver wurde vom Jüdischen Jugemlring eine Ausstellung ״Kirnst und Handfertigkeit" veranstaltet. Alle zionistischen JttgeiKlbiuide haben sieh unter dem Namen Jüdisch-nationale Jugend zu einer engeren Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. — ln Kassel herrschte in den letzten Monaten eine intensive zionistische Tätigkeit. ZalilreHie _ Vorträge wurden im Jahre 1033 gehalten. U. a. sprach E. I.!ebenstem, Berlin, über landwirtschaftliche Kolonisation. — In Marburg spracli Georg Guthmann über ״Zionismus, Idee und Wirklielikeit"; eine lebhafte Diskussion schloß sich an. — Am 18. März war in Oberhof ein Treffen der Zionisten '11111ringens. Walter Heinemann sprach über die Situation des deutschen Judentums, die inncrjiidischc I laltung und die ziouistischcn Aufgaben. Fs wurde beschlossen, eleu zionistischen Urtippenverband Thüringen wieder ins Leben zu rillen; die Leitung haben Heinz Gabbc, Ilmenau, Werner Domiiiskv, Gotha, und Siegfried Rittberg, Ohrdruf, hmc. —■■ Die O.G. Plauen veranstaltete am I. März eine Ptirimfcier, bei der ti. a. ein Spiel von S.iinmv Gronemann zur Aufführung kam. Am 1. April wurde der Filmstreifen ״Adlojada" vorgeführt, der starken Eindruck!unterließ. Süd- und Südwcstdeutsckland In Fried berg (Hessen) sprach bei einer gutbcsuchien Llclitbildervorführung Dr. Sulke, Hannover, über seine Reisecindriicke in Palästina. — In Heuleih erg sprachen R.-A. Moses, Karlsruhe, über exotische Judentypen; Dr. Otto Simon, Mannheim, über ״Was will der Oruppcnverband?"; Dr. Lauer, Mannheim, über ״Palästina-Reisen im Mittelalter"; am 28. März hielt Lehrer Trauslaletir einen Vortrag über die llagadah. — Das Purimfest brachte für die Mitglieder der O.G. Heilb r n 1111 ein angenehmes Beisammensein. — In Külshetm (Baden) hielt Lehrer Sichel, Wcrthciin, ein ausführliches Re- (erat über den Sabbat; W. Wertheimer, Buchen, hielt einen Vortrag ״Wir Juden und Erez. Israel". — In Königheim (Baden) sprach Lehrer Liclitcnstätter über das Thema ״Was!״'deutet uns die hebräische Sprache?" — A111 20. Februar hielten die chaiuzischen Bünde und der licclialuz in Mannheim eine Gedenkfeier zum 14. Todestag Trumpehlors ab. Am 27. März veranstaltete die Z.O.G. einen Abschiedsabend für den nach Palästina übersiedclmlcn Vorsteher der Gemeinde, Prof, Dr. Moses, der sich viele Verdienste um das kulturelle, geistige und soziale Leben der Gemeinde Mannheim in jahrclanger Arbeit erworben hat. Am 25. März fanden zwei Veraiistaltinigeii statt, in denen der Vorsitzende der Z. O.O., Dr. Steinfeld, auf die Bedeutung der Jugendarbeit hinwies. Unter der Regie von Rieh. Hirsch wurde in 5 Bildern die Sehnsucht der Jugend nach Palästina dargestellt. — Der Verbimltmg von zionistischer Arbeit und Erholung dient das Fruhjahrslager in Gronau a. d. Bergstraße, in dem sich zirka 120 Jugendliche befinden. — In Merchingen i. B, sprach Lehrer Bravmau über Mciulelsohn und die Einanzipation der Juden. — In Rex in gen referierte Dr. Paul Tänzer, Stuttgart, über jüdisches Leben in Palästina. — In Stuttgart referierten Dr. Siegfried Köstcrich über liberales uml Dr. Bninherger über orthodoxes Judentum in Jugendveranstaltungen. Die O.G. hielt eine Mitgliederversammlung am 22. März ab, bei der Heinz Pawel über die neuesten jüdischen Ereignisse in der Welt berichtete. Am 26. März begann im Lchrliaus ein Kursus zur Einführung in den Zionismus, den Dr. Martin (irüneberg abhält. -- In Worms hielt am 10. März Lilly Kahn, Mannheim, den Bcgleitvortrag zum Bildstreiten über Tcl-Awiw. Bei einer vom Keren Kaicincth cinbcrufcncn Versammlung sprach Georg Guthmann, Frankfurt, über die Schicksalswende des deutschen Judentums. Rheinland und Westfalen In Andern ach wurde zu Purim der Film ״Tel-Awlw und die Orangcnküstc" vorgeführt. — In B i e I c t e I d fand am 4, März eine Kreistag 1111 g der zionistischen Gruppen jenes Bezirks statt; Dr. Schloßberg referierte über die zionistische Situation, Dr. Capcll über die zionistische Arbeit im Bielefelder Bezirk und Hans Scideiiberg über die nationalen und sozialen Aufgaben des KKL. Fine öffentliche Kundgebung der Z.O.G. bildete den Höhepunkt; Dr. Schloßborg sprach über das Thema ״An der Wende zweier Epochen". — In Bochum sprach am 7. März Dr. Scliloßberg über aktuelle jüdische Fragen. — In Bottrop sprach Dr. Capeli über ״Zionismus in der Gegenwart“. Es wurde eine neue Ortsgruppe gegründet, die mit der 0.0. Gladbeck zu einer einheitlichen Ortsgruppe ziisamineugesclilossen wurde. -~ ln Düsseldorf veranstaltete die O.G. am 8. Februar einen Vortragsabend ״Palästina-Querschnitt" und am 22. Februar eine gesprochene Zeitung zur imierjiidischen Situation. Am 5. März haben sich die Anhänger des Misraclu-Gedankens zu einer Misraelii-Ortsgruppc zusaminengcschlossen. Siegmund Szobol sprach über ״Religiösen Nationalismus". — In Essen spracli am 7. März Dr. Josef Neuberger, Düsseldorf, in der O.G. über deutsches Judentum vor der Entscheidung. — In ,Euskirchen wurde, da der bisherige erste Vorsitzende Dr. Leo Heilberg fortzielit, Alfred Lion zum ersten Vorsitzenden der O.G. gewählt. — 111 Detmold sprach Dr. Capell, Düsseldorf, über Palästina als Einwaiulcrungslaiid. — Am 21. März zeigte Dr. Capcll, Düsseldorf, in Gelscnkirchcn den Lichlhildstreileu des KKL vom Purimfest 1934 in Tel- Awiw. Fine von den zionistischen Jiigemlbünden und dem Makkahi veranstaltete Purimfeier war von über 300 Personen besucht, — 111 Gladbeck veranstaltete die O.G. gemeinsam mit den Jiigcndbüiulcn am 4. März eine Piirimfeicr, bei der hebräische mul deutsche Ansprachen gehalten wurden. — In H a 111 h o r 11 referierte am 18. Januar Hans Scideitbcrg, Düsse!- dorf, über die letzten 150 Jahre jüdischer Geschichte; am 17. Februar Dr. Capcll, Düsseldorf, über das Thema ״Palästina — Asvl oder Heimat". — In H a 111 m fand am 4. März eine Ptirimfcier des liceltaliiz statt. Am 6. März sprach Dr. Scliloßberg über das Thema ״A11 der Wende zweier Epochen". — Am 1. April .spr.ieh in Jülich Georg Horn über ״Leben und Treiben in Palästina". — 111 Mayen berichtete Erich Loch über seine Palästinneindnicke iii der Zion. Arbcitsgemeinseliaft am 8. April. — In Mülheim reierlcrte am 21. Februar Dr. Neuberger, Düsseldorf, über Fragen der zionistischen Politik. Am 6. März sprach Siegmund Szobcl, Dortmund, über ״Jüdische Geschichte als Wegweiser". — Am 2. April fand in Osnabrück eine Pcgischnli des J. P. I). statt; Hans Sicrnberg referierte über Weg und Ziele des Bundes. — 111 Paderborn sprach am 25. März Dr, Capeli, Düsseldorf, über ״Palästina — Asyl oder Heimat?“ — R.-A. Siiiiineiiaiier, Herten, gab vor der O.G. Recklinghausen seine Palästiuaeimlriickc wieder. Der vor kurzem gegründete lleehalu/ entfaltet eine rege Tätigkeit. -- In Saarbrücken veranstaltete der Jugendbuml Aussprachen über aktuelle ji'tdische Fragen. Am 15. Februar spracli Frau Dr. Edingcr über palästinensische Reiseerlebnisse und am 21. März Dr. Issetiin über deutsche Juden in Palästina. — 111 Trier hielt in der Z.O.G. Georg Guthmann, Frankfurt, ein Rclerat über Palästina. Nord- und Nordwestdeutschland In Au rieb fand am 17. März eine Aussprache über das Thema ״Ist Palästina Erez Israel?" statt. —• Am 4. März, veranstaltetc der J.P. D. Bremen eine Tratierfcicr zum cmjährigen Todestag des Oberkailtors Mehrgut. Am 5. März fand eine Aussprache der Mitglieder des J.P. D, mit Dr. Uaiiehacli, Altona, statt. -- In D c I in c 1111 o r s t veranstaltete der J.P. 1). am 4. März, einen Werhennclimitlng, bei dein Herbert Riiif ein Referat hielt. — In Emden sprach Dr. Rudolf Midier, 1 lamlHirg, am 17. und 18. Februar über zionislische Gegenwartsfragen. — In Hamburg sprach im Zioiiistiseh-Akadcniiseheii Klub Dr. Scliloßberg über ״Des deutsehen Juden Ziikniifisweg". Ludwig Hardt veranstaltete In der II.Z. V. einen Re/itationsabcnd am 25. März, — In Kiel sprach am 11. März Adoit Pollak, Berlin, über ״Juden uml Araber in Palästina". Am 18. März sprach Josci Horowitz, Frankfurt, über das Thema ״Schicksalsfragen der jüdischen Jugend Deutschlands". In der Misrnchi-O.O. sprach am 3, April isi Iiisner, Berlin, über ״Unser Zionismus heute". Am 7. April veranstaltete die Misrachi-O O. einen Oneg-Jomtow, zu dem alle Mitglieder und die Kieler zionistische Jugend eingeladen waren. N*17 ,31 •־. IV. 1934 JÜD1S Die jüdische Buch -Vereinigung Redaktion der ״Jüdischen Rundschau" Berlin WI5, 16. April 1934; Seiir geehrte Redaktion! Berlin W Der scharfe Protest der Herren M. Poppciauer, M. fim,״ » Benedikt Laclimaim, den sie, beauftragt von jüdische h1?״ bamllern Berlins und der Provinz, gegen die Jüdische;• T - Vereinigung erheben zu müssen glaubten, entspringt I nicht sachlichen Motiven. Denn was sie gegen die ]״.,;ן,״ [ Buch-Vcrcimgung anfülircn können, ist mit einer Handte״? gung zu erledigen. ”e’ : . , Ww,.!,i!Hl (lc״" die großen Schwierigkeiten, unter d«״, sich jüdische Sortimenter für die!,[!ege des jüdischen 15 ™! eingesetzt haben? Uns sind sie nicht bekannt; vielmehr‘?■! I fcst/ustcllcn, daß die jüdischen Sortimenter durch *.1 * erwachte Interesse für jüdische Literatur mir gewoniten'hate i!ebenso absurd berührt die weitere Behauptung die E? '1 Stenz der Jüdischen Buch-Vereinigung sei als eine seine,? Schädigung sowie als eine Gefahr für das jüdische B?k < überhaupt zu bezeichnen. Kann man solche Behaupt!•״-״ I überhaupt ernst nehmen? Die Jüdische Buch-Vcrcinigung bum I ihren Mitgliedern jährlich vier wertvolle Bücher, deren [.!, j scheinen allein durch die Organisation der gemeinnützig arhi ‘ tcmlen Buch-Vereinigung möglich ist. Wie kann dadurch n־׳ I Gefahr für das jüdische Buch erwachsen? Das ist keine sj;i j liehe Kritik an einem Unternehmen, das nach sorgfältig?!« I Prüfung seiner Notwendigkeit auigebaut wurde. I Doch hören wir weiter: ״Träger der Verbreitung dt, 1 jüdischen Buches können heute nur die jüdischen Bticlihand’r: i und Verleger sein.“ Wenn aber die Verleger bestimmte Buche! nicht bringen können oder wollen? Zum Beispiel den neun Roman von Georg Hermann, der soeben in der jmlischn Bueli-Vcreiiiiguiig erschienen ist? Muß da nicht die Jüdisch! Bucli-Vcrciniguiig in die Bresche springen? Oder sollen solch! Bücher liegen bleiben, weil sieh ein kleiner Teil des Swti• ments einbildet, er werde dadurch in seiner Existenz gevhädigt? Es gibt nämlich, um das einmal zu sagen, noch höhere Instanzen als die Ladenkasse. Denn der Widerstand dieser Art von Buchhändlern rührt allein daher, daß die Bücher der Judi• sehen Buch-Vcreinigung mir den Mitgliedern geliefert werte und das Sortiment, wenigstens vorläufig, auf dieses Gescheit verzichten muß. Sonst würde man nicht zu Argumenten seine Zuflucht nehmen müssen wie; ״Das gute jüdische Buch wird stets seinen Verleger und damit seinen Weg zur Gesamtheit finden!" Ein .schallendes Gelächter der jüdischen Autoren wird die Antwort sein. - Oder: ״Jeder Buchkäufer weiß, daß er auch ohne die Jüdische Buch-Vereinigung wertvolle ßiicher für 3,— RM. und darunter in den üuchhnmllmigcn findet.“ ia, er weiß cs. Goethes Faust in der Reclamschen Ausgabe kostet sogar nur 40 Pf, Er weiß aber auch, und jeder Buch• liändler weiß es mit ihm, daß ein umfangreicher Roman einet bekannten Autors, als Neuerscheinung, 111 Leinen gebunden, nicht 3,— RM., wie bei der Jüdischen Buch-Vereinigung, sottdern im Btichladcn 6,— RM. kostet. Dieser billige Preis ist eben nur möglich, weil das Sortiment in diesem Fall nicht die großen Rabatte als Zwischenhändler bekommt. Und daiier kommt der!,rötest, dem sich übrigens der einsichtige Teil des Buchhandels nicht angeschloxseu hat. Viele Buchhändler arbeiten mit uns gemeinsam, werben für um, liefern für uns aus und freuen sich dieses risikoloscn ztn.iie■ liehen Verdienstes, durch den sie übrigens sich noch neue Kunden und Interessenten für ihre übrigen Bücher gewinnen. Hochachtungsvoll Jüdische Buch-Vereinigung. Dr. Lichtenstein, Erwin Locwe, Emden■ Jüdischer lugemlbund. Am 18. April: I.andnblte! Dr. Blum: Acliad Haums Kritik an Herds ״Altneiiland“. An 10. April, altrnds 8.30 tilir: Sieha, Am 21. April: Jugrt1dgn1|׳|’f, Oneg Sohabbuth, Am 24, April: Spr.irbkur-us. — Frankluft 1. M.1 Am 17. April: II auptsynagnge. 1 >r. Dirncmnun: ״Jüdische 6׳• schichte vom Itahvlnnisclicn Exil Bis zur Zerstörung des 2. 'I mipd'", 19 Uhr. Philanthrnpin: Dr. Philipp: ״Der Prophet Jcrrmn und seine Zeit", 20.30 l'lir. Am 18. April: Wcstcndsynagoge. Dr. Salemon: ״Das musikalische Knnsiwerk“, 20 Uhr. Dr. Schgmarm: ,.Du Geschichte der l'rnnkfuricr Juden seit 1824", 20.30 Uhr, Kump• wnrlcr Sir, 20. A, Höckendorf: ״I'ormgeslallung im tagliehen!,eben", 20 Uhr. Am 10. April: Westcndsynagnge. Dr. K. :^10א ״Das llurli Könige", 10 Uhr. Prof. Dr. Huber: ״('l1»s'i׳l''A־!,egenden", 20 Uhr, und ״Jüdische und christliche l'tlosiiog-leb™ 21 Uhr, Philnnlhrnpiii: I’rof, Dr. Werner: ״l'dmmtd l ieg' ״M״״t ׳ 10.30 Uhr. Dr. I.rilmwilz: ״Lektüre der liilchnt Mcl.'cbira de* Maimonidcs“, 21 Uhr. — Kanunerslreiehverrinigung und tej׳ gemeinseliaft der Musikfreunde (Leitung: Artur Holde). Am 26. ',י im großen Saal der Frankfurt •Loge: Konzert zugunsten des Dp•■ heims der erwerbslosen jüdischen Jugend. Solistin: Heul» Bff' manns-Holde. -׳- Jüdischer Kulturbund Rheln-Ruhri 19. April Heiterer Joseph-Plaut-Abcnd (Kruppsaal). Am 26׳ V1' Konzert Hermann Scliry (Kruppsiiul), Duisburg: Am 23. •M’( Heilerer Josepb-lMaul-Abend (Rheinischer llot). Köln: ,'111‘?",?ן. Konzert Hermann Scliry (Weißer Saal d. Bürgerges.). Kreif Am 22. April: Heilerer Joseph-Plaut-Abcnd (Tlicatersaal d. ■׳'ין halle). Recklinghausen: Am 21. April Heilerer Joseph•Pl.m!■ A*“^ Jüdisches (!cmciüdel! aus, Am Polizeipräsidium 3). Sämtliche * anstalhmgcn um 20,30 Uhr. nur in Recklinghausen um 21 •' — Karlsruhe! Am 21. April, abends 8.30 Uhr. im großen so.11, Walilstrnßf, Georg Guthimum über: ,,Jüdisches Gilk *u j״ schein Boden“. ־— Am 22. April, vorm. 10 Uhr, ״Nassauer Seminar über die Geschielt((• der Assimilation, L Teil: N°'f* ■ (leisolm und die Aufklärung, II. Teil: nachm. 2.30 Uhr Plin*1,1 ״ Theodor ilcrzl uml die nationale Bewegung. — Schwedti 26. P im Gemeindehaus l.iehlbildvorirag: Tcl-Awiw und die Or»«s ■ küstc, sowie Adlojada, Purim 5604 in Tcl-Awiw, Bar Mizwah-Tcrmine Am 21. April —- 3, ljuri N. Jahre, Solm des M. Jahre, Roß®11 Rheinische Str. 02. , Am 28. April — 13. ljar: Sicgbcrt Cohn, Sohn des M« Bremen, Hamburger Sir. 80. Am 28. April — 13. ljar: Jizchoc (Joachim) Groß, Sohn de* Groß, Haifa, Jaflaslr. P.O.li, 371. ׳״*■■ ■««י• w- ־ * Poatachackkonto; Berlin Nr. 104® Bankkonto: Draadnar Bank, «gi Dapoaltankasaa Kurfüra»• n°* _ ' ,miM"""1 ui 1■»ge, Ziwe( Frstl feiert Der' Günt r

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