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Jüdische Rundschau · 1934-04-17 · Heft 31 (17.4.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 31 (17.4.1934)
Date
1934-04-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Ohne daß wir uns mit den vom Verfasser vertretenen Ansichten identifizieren, glauben wir doch, daß es wichtig ist, die hier vertretene Anschauung zu Wort kommen ' su lassen. IVir werden unsererseits diese Diskussion /ortführen. (Red.) Vtn die Auseinandersetzung über die Frage der Gnluth fruchtbar zu gestalten, sei die These an den Anfang gestellt, daß mir fiir die Zukunft, der Weltjmlenlicit, ihr existentielles Sein und die Erfüllung ihres Sinns, eine pnsitive Wertung der Diaspora imerbilllidi erscheint. Wenn sich hier ein teils scheinbarer, teils wirklicher Gegensatz, zur ״Gescliichtsbctraditung und Arbeitsweise des Zionismus" zu erkennen gibt, so kann dies der Verständigung mir dienlich sein. Scheinbar ist die Gegensätzlichkeit, falls angenommen werden sollte, daß hier an der determinierenden Bedeutung von Ercz Israel fiir alle Voll-Judcn in der Welt gerüttelt werde. Lin echter Widerspruch aber tut not, da sich im Kreise des Zionismus auch jetzt und gerade jetzt die Neigiing zeigt, den ״Wiederaufbau der üolali in irgendeinem Sinne der Endgültigkeit" zu verneinen, anders ausgedrückt: die ״Galiith-Bejahung“ abztilchueii. Wenn wir uns dagegen wenden, so liegt nicht Bequemlichkeit vor, die zur radikalen Entscheidung des Zionismus unfähig wäre. Noch weniger wird einer neuen, zeitgemäßeren Art von ״Assimilation" das Wort geredet. Wir meinen vielmehr, daß unsere glücklichen Brüder drüben im Lande Israels und viele von denen, die in absehbarer Zeit ihr Leben ״clius laarcz" aufzugeben in der Lage sind, den Maß stab zur rechten Wertung der Oolah eingebüßt haben. Nur wer das deutsch ׳jüdische Schicksal des Ict/ten Jahres erlebte, ohne sich ihm durch Abwanderung entziehen zu wollen oder zu können, vermag ganz für Unwert und Wert der Galuth cinzustchcn. Wir verstehen heute durchaus jenen Seufzer unserer Altvordem mul mancher Frommen unserer Tage, wenn sie vieles mit ihrem: ״Man lebt im Golus" abreagierten. Wir wissen jetzt, daß Jude-Sein außerhalb Crez Israels wohl bis zu den messi,־mischen Zeiten einen Zustand der Exponierthcit, des Abgehoben- und Abgegrenzt-Scins bedeutet. Aber wir wissen jetzt auch, daß wir älteren deutschen Juden und auch die große Mehrheit der über die Erde verteilten jüdischen Gruppen das L> i a s p 0 r a - S c hi c k s a 1 in Kraft und Würde auf uns zu nehmen und darum — zu bejahe n haben. Doch dies ״Ja“ verlangt Deutung, wenn es nicht doch als Schwäche milhienlct werden soll. Auch im Lager des Zionismus bat man unter der gewaltigen Belastungsprobe Palästinas durch die Alijah aus Deutschland erkannt, daß seihst bei freundlichster Förderung durch die Machte der Welt auch nach Jahren nur der kleinere Teil der in der Welt lebenden Juden im Lande der Väter Lebensraum haben kann. Bei dieser Gemeinsamkeit der Einsicht sollte doch wohl die Möglichkeit gegeben sein, die Golah für die hier lebenden jüdischen Menschen auch gemeinsam neu zu werten und zu beinhalten. Es muß der Gefahr begegnet wrrden, den Begriff Golah für Verstand und Gefühl auf die Dauer zu etwas im wesentlichen Negativem zu formm und sic damit zugleich inhaltlich für die in ihr Lebenden und Wirkenden zu einem Notbehelf, einer Halbheit, zur Ursaclie von seelischen ,,Verdrängungen" zu machen. Droht «loch bei einer dauernden Haltung des Verzichts, wie sie bei einer scillieiigen Wertung der Galuth sieh ergeben müßte, die Untminickimg des jedem gesunden Menschen eingeborenen Geltimgsbediirfnisses, damit die Verkümmerung der Seele, Krankheit, Neurose. Fiir den Juden, in seiner besonders atisgepriigten Individualität, ist beim Verlangen, daß er dauernd auf die: volle Lutfaltung seiner Fälligkeiten verzichte, diese Bedrohung doppelt groß. Die Beschränkung unserer großen Wirtschaftler, Lehrer, Künstler im Gestalten ist heute schon Verlust an Span n* kraft fiir die Jmienheit über Deutschlands Grenzen hinaus. Da mutet es fast ungeheuerlich an, wenn man von dem Diaspora-Juden verlangt, er solle sieh vorwiegend oder ausschließlich mit ״rezeptiver“ 1 laltung bescheiden und auf schöpferische Haltung verzichten, da schöpferisch ״im wesentlieben der palästinensische Jisdiuw sein würde“! Nicht nur der genialische Mensch mit ausgeprägtem Schöpferdrange, auch die ״nur Talentierten" werden cs auf lange Sicht als Lebenskur/img empfinden und ablohnen, wenn man ihnen als Acußersles an formfrolier Haltung das Lauschen und Schauen auf das in Schönheit erstrahlende neue Judenlaiid preist. Soleher Hinweis kann in Notzeiten Halt gewähren; als seclischt Dauerkost ist er unzulänglich fiir Menschen, die Ercz Israel bestenfalls für kurze Zeit betreten und schauen durften. Wenn wir so den Ruf vieler Zionisten an die Juden der Diaspora, sich künftighin ganz auf ״Ercz“ auszuriclitcn, glauben ablchnon zu sollen, so geht es noch um weit mehr als uni das schöpferische Tun einer Oberschicht: Hier steht vielmehr die ganze jüdische Kultur der Diaspora in Finge, Gewiß, ״der Blick jedes Ein/chicn, wo er auch in Kunst ״der Wissenschaft tätig sei, muß zum Jüdischen hin sieh neu orientieren״. Aber wenn unser so orientiertes Schaffeil dem Lehen gehorchen, wirklich ״organisch" sein soll, wird es durch die Atmosphäre, in der wir atmen, bedingt sein. Landschaft, Klima, Ausstrahlung der gesellschaftlichen Umwelt und ihrer Gestaltungen wird uns hei aller gepflegten ״Jüdischkeil" beeinflussen, — zur Aufnahme, zur echten ״Assimi• I i c r 11!1 g“ au unser jüdisches Sein und Wirken. So drängen denn gerade die Erlebnisse dieses Jahres zu einer P 0 s i t i v i e r 1111 g der Diaspora auf der ganzen Linie, begrifflich, kulturpolitisch, räumlich. Das Abgeschiedensrin vom heiligen Boden der Väter und beschwingten Tun der jetzt dort wirkenden ״Enkel" mag in Feierstunden als wehe Erinnerung uns durchzucken; aber es darf nicht als lähmendes Gefühl der Verbannung (,,Galuth“) unsere gestalfendeii Kräfte hemmen. Solcher gesunden, tatfrohen Haltung der Dinspora-Judcn wird darum künftighin statt des negativieremlon Begriffs eher ein Wort entsprechen, das die Golah als ״k 1111 u r c 11 e Dominions" wertet. Positivicrung der Diaspora bedeutet aber neben solcher Wandlung der begriffliehen Haltung das entscheidende Streben, in den Ländern der Zerstreuung jüdisches Sein und Wirken zu einem dem!.eben in F.rcz Israel ebenbürtigen zu machen. Im Konkreten heißt dies: Das kulturelle Leben der Diaspora-Judenhcit künftighin ganz aus j ii d I s c 11 e r D y n a in I k zu gestalten. Da aber diese Dynamik, wie wir darzutun versuchten, durch örtlich-atmosphärische Bedingtheiten (״Milieu“) in den verschiedenen Ländern irgendwie verschieden sein wird, so ergibt sieh fiir die jüdische Gesamtkultur voraussichtlich eine Buntheit, die hinzunchmcn ist. Zur Auslösung dieser jüdischen ״Kraft“ dürften sich die an dieser Stelle gemachten Vorschläge von Dr. Wolfsbcrg als fruchtbar erweisen; nur eben umschlicßen sic fiir die Diaspora weit mehr als für Ercz Israel die Gefahr, daß dergestalt erneuerte jüdische Kultur doch zu intdlcktualistisch getönt wäre, und bedürfen daher der Ergänzung ,aus der Fülle des landschaftlich bedingten Lebens: aus Kunst, Wirtschaft und nicht zuletzt aus einer vom Leben 11er wahrhaft zu erneuenden Metaphysik und Religion. Es scheint uns echte Krnfterneuimg und nicht Intcllcktiialisierung, wenn wir als wesentliches Element für die Positivierung der Diaspora eine bewußte und tunlichst weit zu treibende 11 e b r a i s i e r 11 n g des Lebens betrachten und verlangen. Diese ist erforderlich, weil eine recht verstandene ״J u d a i s i c r 11 ng“ unseres Lebens ohne all die unwägbaren Antriebe aus der hebräischen Sprache nicht möglich ist. Die Hehrnisierung soll aber auch die Brücke der Zukunft bilden zwischen den einzelnen jüdischen Gruppen in den Ländern der Golah und wiederum zwischen diesen und Erez Israel. Die für das künftige Wirken in Judcnhcit und Judentum notwendige stete Wechselwirkung zwischen Erez Israel u 11 d D i a s p o r a ist nur im Medium der hebräischen Sprache denkbar. Darum durften auch in Zukunft jüdische Kongresse allenthalben in hebräischer Sprache nbzuli,alten sein. Hebralsicrting, so verstanden, bedeutet keinen ״logischen Bruch‘‘ mit der Idee einer ihren Eigengesetzen gehorchenden Diaspora. Positivierung der Diaspora verlangt aber über das Band des llebraismus hinaus eine engere Verknüpfung der jiidischeu Diaspora-״Landsmannschaften". Hinter diesem Gedanken stellt das Gefühl, daß das Gesetz, unserer Zeit für die Judenbeit die Schaffung eines zweiten jüdischen Zent rums, neben Erez Israel, fordert. Dieses sollte ein ״tatales" jüdisches Lehen führen. Nur niidciitcm! sei zur historischen Rcchtfcrtfgung auf die Tatsache verwiesen, daß es doch offenbar schon in der klassischen Zeit jüdischer Eigenstaatlichkeit eine Diaspora gab, und daß insbesondere nach der Beendigung des ersten Exils trotz gegenteiliger Möglichkeit ein großer Teil der Juden außerhalb des Stammlandes blieb. Freilich batte gerade die damalige Diaspora eine aufsaugende und auf die Dauer vernichtende Wirkung auf die Massen außerhalb des Mutterlandes. Dem muß durch unser historisch geschultes Geschlecht durch Maßnahmen, wie sic hier skizziert sind, diesmal vorgebeugt werden. Dies scheint die besondere Sinngebting des Neuen. Die ״Normalisierung" des jüdischen Volkes, deren Forderung aus den Reihen des Zionismus wir vielleicht nie so begreifen konnten wie heute, wird doch wohl nur durch einen gleichzeitigen, arbeitsteiligen Aufbaiiprozeß in Erez Israel und in der Diaspora möglich werden. Der Konflikt in Arabien Durch die Presse der ganzen Welt gehen in den letzten Wochen ständig Nachrichten über den neuesten Krieg i b n Sauds in Arabien. Die englische Zeitschrift ״The Nenr East and I 11 di a“ bemerkt in ihrer Nummer vom 12. April ju dm Ereignissen, daß man die Nachrichten von dem Aus- »nieli der Feindlichkeiten mit Vorbehalt auf nehmen müsse, besonders da von dritter Seite Bemühungen im 1 Dange seien, eine freu 11 d s c h a f 11 i c h e R e g e i 1111 g der bestellenden Differenzen herhei/uführen. Wahr ist walirschcin- "fl> mir, daß König Ihn Saud, der sich mit dem Imam von 'einen nur schwer befreunden zu können scheint, seinen Puppen den Befehl zum Vormarsch gegeben hat, und daß ״>e Armee diesen Befehl ausgeführt hat. Da das Ziel Ihn Muds nur dies ist, Ncdschran vom yemcuitischcn Einfluß zu *?«freien, so hat er keine Veranlassung, sich mehr als nötig : jn dieser Angelegenheit zu engagieren. Die langen Verband- 1 ״י"!!««, die dem augenblicklichen Zustand varangegangen sind, f ״Recken jetzt bei beiden Partnern den Wunsch, alles;zu ver-; ^׳aen, was zu einem Kriege führen könnte. Im übrigen, so | ",1]erkt die Zeitschrift, ist Ncdschran gewiß nicht von so « L®, r Wichtigkeit, daß ein Streit darum einen Krieg recht- 1 Kro n wilrdc, und Ihn Saud hätte auch getan, was in seinen ״> ןten stand, um ihn zu verhindern. J * J ' I!״® ,,״f°l!gc. eines telegraphischen Friedensangebotes des 0 *״״>«* von Jemen an König Ibn Saud, in dem der Npf'r Zurückziehung der Truppen aus dein Gebiet von j R« 1 rin zus»gt und Verhandlungen vorschlägt, ist, laut j(.־‘״ Tageblatt“ vom 14. 4., voraussichtlich mit einer Eini üinimT der Feindseligkeiten zu rechnen. König Ibn Saud ■ י Du To• Un*er gewissen Bedingungen den Vorschlägen zu. {:i (jts Ti dsgerichtsabordnung untcr Führung des Präsidenten י : Su,., ,lscl1en Kongresses ist am Freitag zu Schiff von « F^ehidda abgercist. Die Einigungsvcrhandlungen; 'trde״ in Mekka stattfFnden. Die Rechtslage staatenloser Auswanderer London, 11. April. (J. T. A.) In Beantwortung einer vom liberalen Abgeordneten H. Graham White gestellten Anfrage über die Zahl der Länder, die bereits das Abkommen über den internationalen Status staatenloser Auswanderer unterzeichnet hätten, erklärte Außen* minister Sir J0I111 Simon in der am II. April abgclialtcneu Sitzung des Unterhauses, nach den am 30. März, eiiigetrofteiien Mitteilungen des Völkcrbimdsckrctatiats sei das Abkommen bis dahin noch von keinem Staat unterzeichnet worden. Der Inhalt dieses Abkommens ist vor einigen Tagen von Prof. Norman Beut wich in einem Artikel ziisammcngc• faßt worden. Das Abkommen sieht vor, daß die Zivil• rechte der Staatenlosen gesichert werden, daß sie die Gerichte ihrer Woluiläiuler in Anspruch nehmen können und daß ihnen Sicherungen für berufliche Niederlassung und Arbcitsmöglichkcitcn in freien Berufen in der Industrie und im Handel geboten werden. Den dauernd in einem Lande ansässigen Staatenlosen sollen Nansen-Pässe ausgcfolgt werden, die eine Klausel enthalten, durch die den Paßinhahern Aus- und Wictlereinreise ermöglicht wird. Die ver• tr,״(־schließende» Staaten verpflichten sieh, Staatenlose, denen auf ihrem Gebiet Aufeuthaltsrecht gewährt wurde, nicht aus• zuweisen, falls dies nicht aus Gründen der nationalen Sicherbeit und der öffentlichen Ordnung notwendig erscheint. Einschränkungen auf Grund von Gesetzen zum Schutz der Inlandsarbeit sollen dauernd ansässigen Staatenlosen gegen• über nicht in voller Strenge gchandhabt werden und für solche Staatenlose, die seit mindestens drei Jahren im Lande ansässig sind oder sich mit einer die Staatsangehörigkeit be■ sitzcndcii Person verheiratet haben oder im Weltkrieg mitge• kämpft haben, automatisch außer Kraft treten. Den Staaten• losen soll Anspruch atil Entschädigung bei Betriebsunfällen, Unterstützung im Fall von Krankheit oder Siechtum und Zutritt zu Schulen und Universitäten fn zumindest demselben Ausmaß gewährt werden wie Ausländern Im allgemeinen. Griechische laden in Palästina Griechenland, und besonders Saloniki, ist heute eiu wich• tigcs jüdisches Auswanderungslaml, und zwar richtet sich dia Auswanderung fast ganz nach Palästina. Im Laufe der etzten beiden Jahre haben sich fast (MX) Juden aus Griechen• land in Palästina niedergelassen, und zwar meistens in Tel- Awiw. Das Palästina-Amt in Saloniki arbeitet nun speziell darauf hin, die Auswanderung nach anderen palästinensischen Orten zu lenken, um eine Konzentration in Tcl-Awiw zu vermeiden; haben sich dort doch sogar schon Gruppen gebildet, die 8p,׳miolisch snrcchcn und außerhalb des allgemeinen Lehens des Jisehuw zu bleibe״ drohen. In Tel-Awiw entfaltet die Ge- Seilschaft Kadimah ihre Tätigkeit, um die Juden aus Saloniki richtig in die Grsamtslruktur des Jisdiuw cinzufügcu; dort o .,2• ,allc*' tlcr Vorkämpfer des griechischen Zionismus. Uavid LI o r c 111 i n, niedergelassen. . [,'יף״ g״״z hervorragenden Erfolg hatte ein Versuch der griechische״ Zionisten, mehrere Dutzend jüdische Hafen• a r b c i t c r aus Saloniki nach Haifa zu ver• pflanzen.. Abgesehen von Odessa ist Saloniki der einzige Ort in der Welt, wo cs jüdische Hafenarbeiter gibt. Die Zionistischc Organisation Griechenlands hatte tum schon seit langer Zeit versucht, solche jüdischen Hafenarbeiter nach Haifa zu bringen, wo bis dahin die Araber auf diesem Gebiete eine Monopolstellung rnncliattcu. Im Laufe der letzten acht Monate sind nun 130 jüdische Hafenarbeiter-Familien nach Haifa gekommen, und haben sich dort Arbeitsstellen als Gepäck• t r ä g e r, A u s I a d e r usw. erobert. Selbst arabische Unter• nehmer ziehen jetzt fiir die Spedition ihrer Güter diese jüdisehen Arbeiter vor. Der Versuch ist also gegluckt. Die Exckutive der Agency hat daraufhin dem Palästina-Amt in Salo• mki 500 neue Zertifikate /!!geteilt, um im Lauf des Jahres 5694 wiederum eine ebenso große Anzahl von Fa• milien aus Saloniki in Haifa ansässig zu machen. Lind der Keren Kajcmcth hat für die Errichtung eines besonderen Viertels fiir diese Arbeiter Gelände zur Verfügung gestellt. Die Gesellschaft Kadimah hat .C I5IW) erhalten, um dieses Viertel zu schaffen. Nach diesem Erfolg geht man jetzt daran, auch in Jaffa jüdische Ausladcr ansässig zu machen. e. y. Die Arbeit des Oberkommissars lör Auswandererlürsorge Genf, 11. April. (J.T. A.) Der Oberkommissar für Eml• grantenfürsorge, James O. Mac Dona Id, hat sich von London nach Paris begeben. Von Paris reist er nach Prag, Warschau und in die skandinavischen Länder. Der Ober• kommissar wird auf seiner Reise von Prof. Norman Bcnt• wich begleitet. Wien, 15. April. (J. T. A.) Der Oberkommissar für Auswandererfürsorge James G. MacDonald ist in Begleitung Prof. Norman B c n t w i c h 8 in Wien eiiigetroffcn, um mit Mitgliedern der österreichischen Regierung und den in Be• tracht kommenden Korporationen Fragen der Organisierung des Auswandererhilfswerks zu besprechen. Die Erteilung von Chaluz * Zertifikaten Anläßlich der Beschlüsse des A.-C. über Zcrtilikatscrtei• lung, die in der ״Jiid. Rundschau" vorn 10. 4. veröffentlicht wurden, sind mehrere Anfragen über das Alijah-Recht von Chal117im über 27 Jahren an uns gekommen. Das Palästina-Amt Berlin teilt, um Mißverständnisse zu vermeiden, mit, daß bis auf weiteres wie bisher an alle in den Clialuz-Verbändcn organisierten Chalu/iin, die von ihren Verbänden zur Alijah vorgesehlagcn werden, nach Maßgabe ihrer Ausbildung und der zur Verfügung stehenden Zertifikate im Rahmen der Gesamthcwilligungcn Zertifikate erteilt werden können. Eine Armierung in der Praxis der Zertifikatsverteilung ist bisher nicht beabsichtigt. P a I ä s t i 11 a A in t, Der Mcrkas Hcchaluz Berlin teilt allen seinen Chawerim mit, daß diese ohne Rücksicht auf ihr Alter das gleiche Recht aut Alijah und Zertilikatsvorschhigc haben. Mcrkas Hcchaluz, Berlin. Das polnische lusti/ministcrium berät über ein Gesetz, welches alle auf polnischem Territorium geschlossenen reli• giösen Ehen, die in das zivile Ehest,mdsregistcr nicht eingetragen sind, ein fiir allemal legalisiert und in Zukimft darauf achtet, daß religiöse Llicii ohne Eintragung aut dem Standesamt nicht mehr geschlossen werden sollen. Man schätzt, daß mindestens 5t)000 jüdische Ehen auf diese’ Weise legalisiert werden würden. Nach einer Mitteilung des ״Hamburger Fremdem blatts" hat der Vcrbandsfiihrcr des Zcntralausschusses Hamburger Bürger vereine den angrschlosscnen Bürgervercinen von einem Schreiben des Rcichsbundes für Volks• tum und Heimat Kenntnis gegeben, wonach der Arier• paragraph für alle angcschlosscnen Verbände verbindlich ist. Demgemäß wurde der Zcntralausschuß ersucht, für die Durchführung der neuen Satzungsbestiminung bis zum 15. Mai zu sorgen. v. 9-1B UL\. und?4eiUty hua■ 1/6H 9-16 UU\> Anleihen Schluß! Fflr die Dienstag-Ausgabe Moni#/ 10 Uhr fOr jede. Art von Anzeigen Fflr die Freltafi- Ausgabe Mittwoch 15 Uhr fflr allgemeine Anzeigen Donnerstag 10 Uhr fär Familien■nnzelgen Anzeigen •Verwaltung 1 BeiU*%> hi/15, ffUMtekethofe 10 Zweite Annahme• Stelle 1 BmUh $>V)6b, ScUübzeHsUaße■ 2?

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