Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 31 (17.4.1934)
- Date
- 1934-04-17
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCH E RUNDS CH AU 1?! Hacii der A•-׳-•€ ׳ SltsiiBfj \J0 Von unserem Berichterstatter. Jerusalem, 8. April. Die Sitzung des Zionistischen Aktions-Corndcs in Jeitt- Mlem hat zwar nicht, wie manche erwartet hatten, eine neue 1 poche der zionistischen Arbeit eüigoleitet, aber sie war in mancher Hinsicht interessant. Diese erste größere zionistische T agtmg in Palästina selbst unterschied sich zunächst hu IS erlieh von ihren Vorgängern durch die hebräische Sprache. Ls war eine fast durchweg hebräische Sitzung und nur ausnahmsweise bediente sieb ein Redner einer anderen Sprache. Die I lauptaufgahe, die der Sitzung gestellt worden war, winde ficilich nicht erreicht. Die l׳!\ekutivc bemühte sich lim eine Befriedung der Bewegung, und zu diesem /weck war die Erweiterung der Exekutive gedacht, die jedoch nicht zustande kam. Die ganze Tagung stand im Zeichen dieser Verhandlungen; die Exekutive versuchte, eine sachliche programmatische Basis für eine Koalition zuslamle/ubrüigen, Die Schwierigkeiten waren aber zu groß. Fs blieb nichts anderes übrig, als unter Verzieht auf die Verbreiterung die Stellung der Exekutive zu k 011 ־ solidi er cu tirnl zu festigen. Das kt nach Meinung zahlreicher objektiver Sitzungsteilnehmer' tatsächlich geschehen. Die (iruppc A der ״Allgem. Zionisten", die mit den Arbeitern zusammen die Mehrheit bildet, hat auf dieser Sitzung eine große^ Bedeutung erlangt. Unter der führenden Einwirkung von Kurt B 111 ine 11 f e i d hat diese (iruppc eine klare und geschlossene Haltung in allen Fragen eingenommen. Das Stimmenverhältnis zwischen den Gruppen A und B der Allg. Zionisten war 7:6. Die Konlitionsverluimllungeii mit dem Misraelii führten zur Atifidllmig der religiösen Fragen. In dieser Hinsicht kt ein großer Fortschritt erzielt worden. Die Arbeiter, die überhaupt eine entgegenkommende Haltung einnahmen, haben die religiösen Hauptforderungen (Seliabbatlirulie und Kaschruth der Arbeiterküchcn) akzeptiert. Dies war keineswegs Zwang, sondern man merkte diesen Auseinandersetzungen an, daß die Arbeiter selbst den Weg zu einer Foruieuwclt suchen, da die Uiiziil.ingliclikeit der formlosen Welt tief empfunden wird. Die Annahme der religiösen Forderungen war der ״große Moment" der Tagung. Leider zeigte sieli liier, daß der Mis• rachi sich mehr von politischen als von religiösen Gesichtspunkten ]eiten killt, Demi auch nach diesem Sieg verließ er die Sitzung, wahrscheinlich weil seine Personalforderiingen nicht erfüllt wurden. Es muß noch hervorgehohen werden, daß die deutschen Misrachistcn, die dem Weltverband des Misraelii nicht augehüren, einen günstigen Einfluß auf die Verhandlungen «nsgciibt haben. In der Behandlung der Frage der Revisionisten hat das A.-C. versagt. Die alten Unklarheiten, unter denen die Organisation so leidet, bleiben weiter bestehen. Die aus einem Mann bestellende ,,Staatspartei" spielt keine nennenswerte Rolle. Der Versuch, bezüglich der Arbeitsämter zu einer Einigung zu kommen, ist mißlungen. Und «loch müssen liier die Bemühungen erneut einsetzen. Denn die Arbeitsfragen droben das ganze palästinensische Leben zu spalten. Das A.-C. hatte Gelegenheit, zum erstenmal in einen akuten Arbeitskonflikt in Kfar Saba einzugreifen. Das Gutachten der entsandten Kommission fiel sehr zu ungunstcn der Pflanzer aus. Die Sitzung war eine Vorbereitung. Die jetzt folgende Zeit muß dazu genutzt werden, um auf Grund der Erfahrung die Organisationsformcn umzugestnlten und der Jcwish Agency ihre etwas verblaßte Autorität wiederzugeben. * Die Ergebnisse der A.~ C.-Sitzunö Erklärungen Sokolows, Brodchkys und Bert Locker* Jerusalem. 12. April. (J.T. A.) Auf einer in Jerusalem veranstalteten P r e s s e k o 11 f e r c n z. besprachen der Präsident «ler Zionistischen Organisation Nalium So ko low, der politische Referent der Londoner Exekutive Prof. Brodetsky und der Orgauisationsrcfcreiit Bcrl Locker die Ergebnisse der letzten Tagung des Aktions-Comitces und «iie Bläue der Exekutive zur Durchführung der auf dieser Tagung gcfnßien Beschlüsse. Berl Locker erklärte, die Aktions-Comitee-Tngung habe die Siebung der Exekutive außerordentlich gefestigt. Was die politische Arbeit der Exekutive beireffe, so hätten Prof. Brodetsky und Mosche Shertok sieh keiner Siege gerühmt, sondern Tatsachen «largestcllt und Erfolge angeführt, ohne Mißerfolge «)der Gefahrcnmoniente zu verheimlichen. Die Debatte 1111 Aktiims-Gomitce sei nicht darüber geführt worden, wie zionistische Politik gemacht werden solle, sondern wer sie machen soll. Zur E i 11 w a n «1 e r ti n g s - trage erklärte Locker, «las letzte Halbjahr vom September 1033 bis E'ebiuar 103-1 habe einen Ei11u׳uudcni11gs/ckord gebracht. Doch hege die Exekutive Besorgnis, «laß die Chancen einer noch größeren Einwanderung inlolgc der rcvisionistl- 'sehen Politik versäumt werden könnten•, die Exekutive sei entschlossen, ihren Kampf um verstärkte Einwanderung fortzusetzen. Sodann setzte Berl Locker die Bedeutung des Plans auseinander, durch Aufnahme einer großen Anleihe die Schuldenfreiheit der Jcwish Agencv und «Iie vollständige wirtschaftliche Unabhängigkeit der Siedlungen zu sichern. Zu den Problemen der i 1111 e r z i o n i s t i s c 11 e 11 A u s c i 11 - a 11 d e r 8 c t z 1111 g e n bemerkte Locker, der Grund für «las Scheitern des Planes, eine Koalitions-Exekutive zu bilden, liege in den übertriebenen Forderungen, die die Opposition gestellt hätte, Die Exekutive sei bereit gewesen, je einen Vertreter des Misraelii und der B-Grtippe der Allgemeinen Zionisten zu kooptieren, doch Italic die Opposition darauf bestanden, «laß man ihr vier Vertreter in der Exekutive zuhilligc; dadurch wäre die Zahl der Exekutive-Mitglieder aut 17 erhöht worden. Angesichts der Unmöglichkeit, eine so starke Vergrößerung der Exekutive vorzunchmcn, habe die Opposition den weiteren Vorschlag gemacht, daß zwei der bisherigen Mitglieder der Exekutive zunicktreten. Dieser Vorschlag sei unannehmbar gewesen, da durch ihn die Autorität des Kongresses, von dem die Exekutive gewäliit wurde, untergraben worden wäre. Die Revisionisten, fuhr Locker fort, seien auf der Tagung völlig isoliert gewesen, und die übrigen Oppositionsgruppcn hätten nicht «Iie Möglichkeit gefunden, irgendeine Ein/dhaudUmg der Exekutive aus Gründen allgemeiner zionistischer Verantwortung anzugreifen. Die Exekutive werde sieli demnach auch weiterhin als vorantwortlich für die Ciesanvtbewegung fühlen; sie richte an alle aufbauenden Kräfte in der Bewegung den Appell, sie zu unterstützen. Nalium S o k o 1 o w befaßte sich mit der A r a b e r f r a g c. Da das Mandat, nicht unbegrenzt aufrecht erhalten werden könne, müsse ein Weg zur Annäherung an die Araber gchinden werden. Die Juden Palästinas müßten orientalischer Kr. 31, 17. IV, m rtn f! k*1 i J -»*׳ ץ“S (-ןי״י■׳; S y ״. , <־־־״ r ( י ו i iw y וד־ז, // « Von C, Z. Klötzel, 3erusa!e1n ‘Die Strnfie zum Meer Jerusalem liegt achthundert Meter über dem Meeres- Spiegel, das gibt dm Tel-Awiwern «len Anlaß, zu beliaunfcn, daß wir achthundert Meier über «lern ״Aufbau“ leben, wahr ist, daß wir ab und zu hinunter müssen aus unserer Höhe, au die Küsie, und mitten hinein in den Trubel. Und wahr ist, daß wir keine Straße im Lande 90 girt kennen, wie die von Jcrusalem himmlcr zum Meer. Ein jüdischer Autobus auf «Ueser Straße gleicht in manchem seineinem Berliner Vorortzug: die l.eule sitzen da 11ml lesen. Sie keimen jede Kurve, jede Wegkreuzung, jede Steigung aus־ wendig. Wenn jemand jedes Kamel, jeden Esel, jeden Araber anstaunt, weiß man sofort: das ist ein Neuer. Es gibt Leute, die bringen es fertig, heim Diskinsehcn Waisenhaus hinter Jerusalem eiu/uschlnfeii und bei der Zigarettenfabrik Maspcro Freres kurz, vor Tel-Awiw pünktlich wieder auf zu• wachen. Sie werden sehr bewundert, 111 diesen Tagen kurz vor Peltach liest niemand und schläft niemand, wenn er auf der Straße zwischen Jerusalem mul Tel-Awiw fährt. Denn diese Straße hat sieh sozusagen über Nacht völlig verwanden. Ein holdes Wunder ist geschehen: es ist E r u h I i n g geworden. Ich weiß, daß «lic Zusammen• Stellung von ״Frühling“ und ״hold“ des Kitsches verdächtig ist. Aber sic nagt in diesem Falle genau das, was zu sagen ist. Wie soll man es Menschen, «iie In Deutschland leben, schildern? Jeder Vergleich ist falsch. Die klaren und spröden I inieu des Gebirges Juda sind fließend mul weich geworden, «Iie heroische l.amlschaft hat idyllische Züge angenommen. Das ieiei lieh-unbarmherzige Weiß und Grau der Steinwüste hat sich in ein Grün von tausend Schattierungen verwandelt: vom zartesten Smaragd auf den Höhen, wo jeder Grashalm sich seinen Weg zuin licht zwischen Schutt mul Geröll bahnen muß, bis zum tiefsten, satten Grün.. lieber Nacht emporgcschosseue Mais- und Getreidefekler in den . tiefen Talern. Die alten arabischen Friedhöfe am Wege sind in Märcheiigii 1 ton verwandelt. Zwischen «len steinernen,, weißgekalkten Sarkophagen blüht es in den leuchtendsten Farben; rote Anemonen, gelbe Sternblumen — ein ganz uiilxitnnischer Ausdruck, aber sie sehen so aus — weiße Margeriten. Die riesigen weilten und schwarzen Röhren tler künftigen Jcrusalcmcr Wasserleitung, die neben «ler Straße liegen,, beginnen im hohen Gras zu versinken. Die schmalen Gräben sind hcvölkert von schwarzen Ziegen, bräunlichen Schafen, grauen Eseln, von Rindern und Kamelen: freie, saftige Weide für «Iie sonst so genügsamen Tiere «lieses Landes. Es gibt einen Punkt den Straße, von wo man zwischen Bergklippen aus der Hölle hiininteiblickt auf «las Meer und auf die Ebene. Sie ist ein einziger grüner Teppich, aus «lern Dörfer und Städte liervorlcuchten. Niemaml versäumt jetzt diese״ Blick, auch wer ihn seit Jahrzehnten kamt. Denn das Frülilingswunder Palästinas dauert nur wenige Wochen, eigentlich nur eine Reihe von Tagen. Die Sonne wird heißer mit jedem Tag, sie bringt die Reife fast immittelhar nach der Blüte — und dann versengt sie erbarmungslos jedes Blatt mul jeden Halm. Jiiiurne .... In Tel-Awiw i*.t ein Mann auf den hübschen Gedanken < gekommen, mitten 1111 Geschäftszentrum einen Kaktecngarteii zu pflanzen. Kakteen gedeihen in Palästina prächtig und sind große Mode. Nur brauchen sie viel Sonne, alle Sonne, die Palästina zu bieten hat. Und der Kakteengärtner hat sielt einen Platz ausgesucht, der hu Schatten liegt, weil ein paar Etikalvpltisbäume darauf stehen. Infolgedessen frieren die Kakteen mul wollen nicht wachsen. Und der Mann stellte den Antrag, die Bäume — ganz gewöhnliche Eiikalyptushaume, wie gesagt — fällen zu dürfen. Er bekam ein schroffes ״Nein!" zur Antwort. Denn «lic Bäume sind ein Heiligtum Erez Israels. Die Bäume Palästinas sind, von Eukalyptus «ml Fichte abgesehen, lauier Aristokraten und Individualisten. Jeder steht für' sieh durch weite •Zwischenräume vom Nachbarn getrennt, seine Silhouette hebt sieh klar und unverwechselbar gegen «len Horizont ab. Es gibt kaum ״Wald“ im nordeuropaiselieii Sinne hier, aber es gibt wundervolle Bäume. Zypressen, die an die Engel Gottes am Tor des Paradieses gemahnen. Oclbäume, alt und knorrig, mit einer Krone so wirr und silbern wie das Haupt König l.cars. Eukalyptusriesen, die 1111t ihrem hängenden, in jedem I uftzug /iltermlen Laub an schwedtsehe Birken erinnern. Gewaltige Kiefern, mit tiefhängemlcn, über Wege greifenden Zweigen. Es blühen jetzt die Mandeln, die Apfel- und <li,■ pg־ ״! bäume. Das Wunder «lieser Tage aber ist der Eei׳׳v!1|y!",י : Der Feigenbaum Lst einer der «■eiligen Baume p’,| ,M ‘! die im Winter das Laub völlig abwerfen. Er steht dana't'b ‘ *am nackt da. Stamm und Zweige haben eine scliimir,., Zimmllarbe, und wo Feigenbäume in größerer Ann'iU einander stellen, liegt über der Landschaft ein imbes'd,? ־ lieh zarter, blaiigraiier Hauch. Daß die Feigenbäume ■!•’'■־, letzten Zeit geblüht haben müssen, ist mir völlig ,.י,״״,'״!״ ' " Jetzt haben sie plötzlich auf einmal beides; junge' Hl.iHer‘״’- - jung■(• Früchte. Wenn man. ein Naturwunder beob.K'lm■;, ״* •'; muß mau in «io 11 Gipfel eines Feigenbaums sehen uml ' 1 y: gegen das Eicht. Noch ist das skurrile und tlorli’so •,.,י־4.״ mäßige l.iniengewirr der Zweige und Aestc völlig fmj /' E binnen wenigen Tagen von den breiten, bandförmigen Butl!c> 5 gau/hcli verdeckt sein wird. Aber an allen Zweigemü , •׳ jeder Astspitze lodern grüne Einminen im tlurchsclieim.’ < Sonnenlicht: die jungen Blätter. Daneben aber, in 4 Silhouette, kleine, zierliche, herzförmige Knollen: die 'm'"' &!׳'eigen. : Orangen•liamsin || In Tel-Awiw herrscht liamsin. Der heiße Wü«it1w;,.! ',t bläst durch die Stadt und verdrängt die kühle MecrbrV?! Wenn liamsin ist, wird diese laute, nervöse Stabt noch Ir■? ■ und noch nervöser. Die Nerven sind gespannt wie Sgj! f Nachts sinkt man erschöpft aufs Lager, bei geöffneten ru•! ’I und Fenstern. “ |f Aber «licsmal. macht der liamsin die Menschen toll, s, |, werden nachts nicht milde, sie sind in einem überwach■:!• $ höchst empfindlichen Zustand, in einer Art Aetherraiiseli. ly'! «Iie ganze Stadt ist erfüllt von einem seltsam schwere׳* I süßen, narkotischen Duft. Man atmet ihn mit vollen א"•!!-;- f ein, es riecht wie in einen; Keller mit riesigen Fässern eine! j! alten, starken, unbekannten Weines. Er benimmt und ert■•- i gleichzeitig. '־׳ Es ist «ler Duft der blühenden Orangen, Noch h,in״r: überall schwere, goldene Früchte an den Bäumen. Aber (|3. neben glänzen weiß die Blüten. Das ganze Land ist voll « i ihrem Duft, Und «las ganze I and hat seine Bienen in de, 1 ״Oiangcr.-Giirlel“ geschickt, damit sie aus den Blut«! da 1 1 lonig saugen. Htjiiig mit dem wundervollen Aroma de! t Orange. f An der Orangen •front | In der schwülen 1 lamsin-Nacht standen die Leute in Tö• 1 Awivv vor den Anschlagfliichen und lasen zwei Plakate. Ih. I eine war eine Regierungskiunlgebung des Inhalts, dal! in da I nächsten י Tagen ein Gesetz zur Beschränkung des Mn, j Wuchers zu erwarten sei. Das zweite war ein Aufruf d>! I Arbeiter-Organisation an ihre Mitglieder: ״An die Oraig! t front!“ Es fehlt an ilämlen zum Pflücken, Sortieren!1::; 1 Packen «ler Ernte, zum Rrxlen und Hacken des Bodens 101 den neuen Fruchtansatz in den Bluten, In England droht b: 1 ׳ Erhöhung des Orangenzolls, man will, wenn irgend in׳•״!:;״;, noch eine Million Kisten vorher auf die britischen Maria.׳ werfen. Und deshalb mobilisiert mau «Iie Arbeiter, stellt, vt> es irgend möglich ist, «Iie Bauten ein, sogar aus den K\euzo!1 des Einck kommen l.eiite, obwohl dort in wenigen Tagei auch jede Hand gebraucht werdet! wird. In acbtimdvicr;;.: Stunden sind tausend Manu mobilisiert. Es darf nicht sä־, daß eine besonders gute Ernte nicht von jüdischer Arbo! allein bewältigt werden kann. In dein großen Packschuppen der Kooperative ״I,;irdeli“ kümmert mau sieh nicht um die blühende Welt drauih״, löcht einmal um den betäubenden Dult, «ler durch die l ein!!; dringt. Man sitzt auf dem Boden, zwischen wahren Gebirgen von Apfelsinen und Grapefruit, Jede Frucht glriM erst durch prüfende Hände, «Iie sachkundig feststen«, welcher Qualität sic ist. Dann fliegt sie auf «len entspreche!!- «Icn Haufen. Und von dort wird sie wieder aiilgeiioimnen, in ein Sliirk Seideimapicr gewickelt und fliegt daun mit i'in׳- dritten Halden, wenn man sie von dort nimmt, wandert s! in eine Kiste, ein kleines Steinchen in dem sorgfältig« zusanunengesetzten Mosaik. Die Kisten werden liinausgc-iliiipr‘, im Hol klingen die Hämmer, «Iie sie zimagehi, und vor (Im Tor rattert das Lastauto, «las sie hinunter an den Hafer• von Jaffa bringt. Die Leute im Schuppen arbeiten, als gelte es ihr Leb«• Wenn nicht bald die letzte Orange von den Baumen i«, werden sic von diesem wundervollen Frühling nichts hauen, als die Kopfschmerzen des Orangen-I lamsins. werden, um sich «1cm Leben im Mittleren Osten besser anztipasscn; eine Besserung der kulturellen und Gesellschaftliehen Beziehungen zu den Arabern sei eine gebieterische Not- Wendigkeit, Prof. Brodotskv ricldelo an «lic Pressevertreter das Ersuebeii, über die Enge in Palästina den Tätsaelien entsprechend zu berichten. Er wies auf die im Lande erzielten Erfolge und die für die Zukunft bestehenden Aussichten hin. Au «iie palästinensische Jugend richtete er «len Appell zum Frieden, nesonders in «len Schulen, da der Parteikampf auch schon unter die Schuljugend getragen sei. Kaschriitli fn den ArbcHcrkflchen Jerusalem, 13. April. (J.T. A.) Auf einer der letzten Sitzungen des Akfious-Comifes wurden durch den Vorsitzenden Beschlüsse der Histadruth llaowdim betreffend Kaschriitli in den öffentlichen Arbeiterküchcn verlesen. Der Vorsitzende betonte bei dieser Gelegenheit, daß diese Beschlüsse von der Histadruth ohne fremde Einflußnahme gefaßt worden sind. Die Beschlüsse lauten•. 1. Jede den Namen der Histadrutli llaowdim tragende öffentliche Küche muH allen Mitgliedern der I listadnitli ohne Unlersehicd ihrer religiösen Einstellung zugänglich sein. Jeder jüdische Arbeitende soll die Möglichkeit haben, »ich dieser Einrichtungen zu bedienen. 2. Deshalb beschließt die Leitung der Histadruth, daß in allen öffentlichen Kuchen, ebenso wie dies schon früher für die Kupatli Cholim festgesetzt wurde, die Kaschruth gcwahrt werden soll. 3. Wenn Institutionen der Histadruth auf einen Sabhath oder Feiertag Veranstaltungen ansetzen, so sollen bei diesen öffentliche I landluiigen vermieden werden, die zu Mißachtung des Sabbatlis oder Feiertags führen. Die Beisetzung der aus Paris nach Palästina überführten sterblichen Ucberrcste des früheren Präsidenten des Zionistisehen Aktions - Comites, Dr. Leo Motzkin, ist für den 19. April festgesetzt worden. Im Verwaltungsgebäude der Jcwish Agency findet du üedenkgottesdienst statt Von tiort wird der Sarg auf den Oelberg getragen, ,wo er beigesetzt werden soll. Um das Fraucnwalilrcchl in Paliislina London, 13. April. (I.T.A.) Im Unterhaus I der Abgeordnete Rhvs-Davis an den _ Minister •'|f | Kolonien die Frage, ob es ihm bekannt sei, daß «״ס״ eJ; 1 kürzlich in Palästina erlassene Verordnung alle , mit Ausnahme der Einwohnerinnen von Tel-Awiw des ׳י-י.״י | reelils bei Gemeindewalileii beraubt wurden, ob der '',1"'j; | seine Zustimmung zu dieser Verordnung gegeben ־״ '>”״!׳;; I ob er die Lage zwecks Wiederaufhebimg der Verüfui!׳״•• I überprüfen wolle. , ■» 1 Sir Philip Ci! 11! i f f e - L i s t er antwortete: Es t» I nicht zu, daß Frauen im allgemeinen bei Gen1e1!Hlc\u■. I in Palästina das Ciemeimlcwablrccht besaßen. Die am 1׳, ״•j 1 Gesetz gewordene palästinensische Genidndcordiumß 1 ׳ I mit Ausnahme von Tel-Awiw, nur Mäimerwaldrwiit; I bietet aber gieiebzeitig «iie Möglichkeit, Aenderimgei | Bestimmungen über das aktive Wahlrecht, «lariuitcr .1 «ו Einführung des Eraiieinvahlrcebtes, vorzunelimcii, י>י. , , I dabingehciider Beschluß von dem betreffenden Genu'i 1 | mit Zweidrittcl-Mehrlieit angenommen wird. ... ■ i(; I Abg. R h y s - l> a v i s fragte weiter, ob es dem •, ". ן. | nicht bekannt sei, daß «Iie Erzielung einer 'T11 1 Mehrheit in einigen Stadtgemeimleu von vornheieiii | schlossen ist, und ob er es nicht als anormal betrau! I E'raneii in einer Stadt «les Landes «las WnhlreUd 11י׳!^ | sollen, nußcrbalb dieser Stadt jedoch nicht. _ Sir , 1 Gunlif fe-Llster erwiderte, er verstehe ״'c - c v0!ä; hier eine Anormalität gesehen werden könne. Ls «a ^0. lächerlich, tnohaimncdaniscben Distrikten das Era : recht aufzuzwingen, während seine Zulassung in «ler j Stadt Tel-Awiw durchaus am Platze sei. Ilauptverlatircn im ArlosoroH-Prozeß verschoß® Jerusalem, 13. April. (J. T. A.). ״ J 1•‘ll11’«'0״«!^ im Prozeß gegen die des Mordes an Dr. Gnaim ׳ ^cj. angeklagten Revisionisten Stavski, Rosenblatt ״,״ ךז״• ist dessen Beginn für den 16. April erwartet word aut unbestimmte Zeit verschoben worden. isionütis^f, Organs ״Chasith Haan“ ist für «iie Dauer eines behördlich verboten worden. Das Erscheinen des palästinensischen ׳״rc^j^״M0niU frit׳ daf Sri t u ein 5C11 ker Sc wei von wci Kre pur Sin: die wci Ent eim per drii bar situ geb letz ziel und vor! mit jetz mes Abf jetz gro. pen uns ״Ja‘ miß tige Lind die der raut sollt für neu net die men und sach bei seitt terd Jung heit, trn I volle dopj Klint k r a Da Dias Milli M'hö liehe geni die kurz Aeul auf eher Woc Sau E a s zu d bruel m u 1 Gant best« lieh Ycm Trur die Saud befrr in d; hing. erwe meid beim Kroß ferti, Kräf! Im an 'man N!־d* >,Ber ste)|v stimt Die des Suez werd t