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Jüdische Rundschau · 1934-04-13 · Heft 30 (13.4.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 30 (13.4.1934)
Date
1934-04-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
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i Seite 2 fälligen Bedürfnisse und Neigungen des Menschen suchen liier ihre Befriedigung, finden sie oder entbehren sie. Die Realität des Lehens ist nicht in Formeln ein* zufangen, sie hat ihre eigenen Gesetze. Nah bei einander wohnen die Gedanken, aber hart im Raume Stollen sich die Dinge. Daher sehen wir notwendigerweise Palästina heute mit anderen Augen. Jede Wirklichkeit ist starker als die schönste Romantik. Wir behalten im Auge, daß wir In Palästina etwas Bestimmtes walken und wollen, daß wir von diesem Lande und von seinen Juden etwas für das Judentum erwarten; daß wir daher auch in diesem Land und für es ein jüdisches Gemeinschaftsgefühl höherer Art brauchen. Dies vergessen wir nicht, und wie wir in die Vergangenheit zurück in Jahrtausende blichen, so schauen wir auch in lange Zeiträume vor uns. Aber heute .st ja dieses Land, in dem nun ein stetig wachsender Teil des jüdischen Volkes lebt und sich festsetzt, ein Ort des natürlichen Getriebes und des Spiels der Interessen. Palästina ist nicht mehr das ״leere“ unbekannte Land, in dem man von Grund auf anfangen muß. Als die ersten jüdischen Kolonisten aus Rußland etwa um 1882 (gleichzeitig mit dem Erscheinen von Pinskcrs ״Autonnnn/ipation“) herkamen, hatten sie mit den primitivstcu Verhältnissen zu kämpfen. In einem Land von Sümpfen und Felsen, ohne Straßen und Verkehrsmittel, ohne moderne Einrichtungen und europäische Vcrwal* tung, versuchten sie als isolierte Siedlergruppen sich zu behaupten. Viele der ersten Kolonien mußten mehrinals wieder verlassen werden, nachdem die Menschen Gesundheit und Kräfte dort eingebüßt hatten; erst nach mehrmaligen opferreichen Versuchen gelang es, sic zu halten. Eine Kolonie wie Gliedern, berühmt durch ihre schrecklichen Leiden, immer wieder aufgegeben und aus Beharrlichkeit neu besetzt, ist heute eines der schönsten, blühendsten Dörfer im Lande, schon landschaftiich durch seine Wälder (die zur Austrocknung der Sümpfe von Baron Rothschild gepflanzt wurden) ausgezeichnet, rings umgeben, so weit das Auge reicht, von grünen Oraiigcngärtcn, deren Duft in dieser Jahreszeit berauschend wirkt; zugleich eine Quelle des Reichtuiiis für alle, die ausharrten, und neuerdings sogar für Viele, die später kamen. Die meisten neuen Einwanderer und Siedler wissen nicht, von dieser jüngsten Geschichte des Landes, sie interessiert sic kaum, sic halten sich an das Gegebene. Denn heute hat zwar der Einwanderer, besonders einer mit wenig oder keinem Geld und ohne Spezialkeniitiiissc, cs noch immer schwer, aber es ist doch clwas ganz anderes, sich in ein mm einmal bestehendes Wirtschaftsleben cinzugliedcrn als alles neu zu schaffen. Nur aus der Unkenntnis der ganzen Genesis des Paiästiim-Werkes ist es zu verstellen, daß manche Neuankönmilinge sich über Unzulänglichkeiten beklagen und erstaunt sind, nicht alle ihre Ansprüche befriedigt zu finden. Was wäre, wem! die russisch-jüdische Inmtigration nicht zufällig vorangcg,•tilgen und einen so beachtliehen Anfang geschaffen hätte? Dann wäre doch heute erst von Grund ans anzufangcii! Jede neue Schicht von Einwanderern muß dankbar sein, daß vor ihr schon die gröbste Arbeit getan worden ist. Und welche Fortschritte liier gemacht wurden, kann der ermessen, der im Laufe der letzten 12 Jahre etwa — wie Schreiber dieser Zeilen — viermal im Laude war. Vor 12 Jahren war nicht mir vieles überhaupt nicht vorhanden, sondern schon der äußere Komfort des Lebens war fast mibekaunt. Man lebte sozusagen ״fcldmäßig“ und empfand vielfach die Zustände hier als eine Fortsetzung kriegsmäßiger Entbehrungen. Als in Jerusalem die Frauen in der Soimeuglut stundenlang um ein Gefäß Wasser anstelien mußten, die Straßen staubig und holprig waren, in den Kolonien primitive hygienische Einrichtungen fehlten, konnte mau sich kaum verstellen, daß nicht nur in Jerusalem, sondern auch in kleinen Dörfern gekachelte Badezimmer mit Wasserleitung sein werden, daß eine unübersehbare Zahl von Autobus-Linien in und zwischen den Städten auf asphaltierten Straßen verkehren wird, daß man in gut ausgestatteten Ocschäften alle Bedürfnisse decken kann. Mag sein, daß da und dort die handwerkliche Arbeit noch nicht so gut ist wie in den entwickeltesten Ländern Europas, oder daß sonst einmal etwas nicht klappt. Aber wie wäre es gewesen, wenn überhaupt nichts dagewesen wäre, alles neu geschaffen werden müßte! Die Einwanderer von heute sollten das überlegen und sollten die Geschichte der Palästina-Siedlung lernen. Dies könnte stimmmigsinäßig dazu beitragen, die Eingliederung zu erleichtern. Wir wollen dabei die Vergangenbeit keineswegs idealisieren. Die ersten Einwanderer kamen zwar, weil sie, statt Zuflucht in A in e - r i k a zu suchen, die Zukunft ihres Volkes im Land seiner Väter aufzubnucn beginnen wollten, aber bald gab cs auch andere Motive, und schon 1889, also vor 45 Jahren, mußte Achad Haam, der damals den historisch gewordenen Mahnruf ״Nicht dies ist der Weg!“ erschallen ließ, vor ״dem Teufel Eigennutz“ warnen, der das Werk der ״Zionsliebe“ zu untergraben droht. Zu jener Zeit schon blühte die Bodenspekulation mit allen ihren Gefahren. Aber wer heute nach Palästina kommt, darf nicht meinen, daß er einfach als Emigrant Ubcrsicdelt; er muß, auch wenn er er, ursprünglich nicht mitbringt, wissen, daß er ein Glied in einer Kette ist, und nur als solches ein Anrecht auf das Interesse und den Beistand der Allgemeinheit hat• jüdische Rundschau Nr■ 30- »■ IV. ח “?ן* *•-ז-■״ rי*®״*! ,ך־ ך•■ ״! Wi *»( bw׳/ sii'i!*״,:J ״*,ja - m 71 . ר־......f.,יי וי• *יין ך rך״״׳־• ץ״■”״/ 1־״ j״**t ך:*,"■׳ j י! *** *׳* ו; ך ־ יזדץץ ך״ - j'״. -/ *j W ■+* k* v 6• .-*rf W* - fl m . §j im; ' f > י Eröffnung des Forschungsinstituts in Rcchowoih Von unserem palästinensischen Korrespondenten. g I, Tcl-Awiw, 4, April 1934. Der lligli CommUsiouer, die hohe englische Beamten• Schaft, die politischen Führer der palästinensischen Judenheit, die Professoren der I iehräisclien Universität, Wissenschaftler, Männer <1 er Wirtschaft und bekannte Figuren des öffentliehen Lehens fanden sieh auf den Ruf Cliaim Wci/mamis am 3. April in der Landwirtschaftlichen Versuchs- Station in kccliowoth ein, um die Eröffnung des Forschungsinstituts auf den Namen Daniel Sie ff zu feiern. Die Geschichte des InslÜuis geht, wie Wei/mann in seiner Rede erzählte, in das Jahr 1018 zurück, als er mit Wilk a 11 s k i, dem jetzigen Direktor der Versuchsstation, in Palästina die Pläne zu einer vorbedachten planmäßigen Be- Siedlung des Landes entwarf. Schon damals träumte er davon, daß einmal der Tag für ihn käme, zu seiner chemischen Wissenschaft zurückzukelircn, und zwar im Lande selbst und im Zusammenhang mit den wissenschaftlichen Arbeiten, die für eine moderne Siedlung notwendig sind. Im Jahre 1021 entstand dann ■ in bescheidenem Rahmen und unter großen Opfern der Mitarbeiter unter der Direktion Wille,anskis - die landwirtschaftliche Versuchsstation in kccliowoth. Sic wuchs trotz allen finanziellen und organisatorischen Schwierigkeiten, und seit seinem Amtsantritt hat Sir Arthur Waurhopc, der jetzige ()berkommissar, der sich stark für die Hebung der Landwirtschaft Palästinas einsetzt, der Station sein lebendiges Interesse zugewamlt. Jetzt stellt auf dem Gelände der Station ein neues Gebäude, daß das neue Wei/nimmsche!■ o r s c 11 11 n g s i n s t i t 111 f ii 1' C 11 e 111 i c beherbergen soll. Sacher, Sieff und Marx in London haben die Mittel für den Bau, der den Namen des verstorbenen Sohnes von Sieff trägt, zur Verfügung gestellt, und Professor Willsiättcr, der Nobel- Preisträger, war gekommen, um die Eröffnungsrede zu halten. Das Institut ist der Intensivierung der Landwirtschaft gewidmet. F.s soll sieli insbesondere mit der Untersuchung von!11dustricpfln!1/en beschäftigen, mit Heilpflanzen, den Nebenprodukten in der Milchwirtschaft, den Pflänzlingen, Seide, Tabak usw., mit der Untersuchung van Baustoffen. Fs soll also lier ökonomischen Arbeit im Lande die wissenschafUichcn Grundlagen liefern. Aber darüber hinaus ist diese Anstalt der freien Forschung gewidmet, nicht auf den unmittelbaren Nutzen abgcstcllt, sondern auf die unabhängige Untersuchung der Naturprodukte und ihres Wesens. Wie vollendet cs diesen Zwecken entspricht, bezeugte Professor Will statt er, der die äußere Einfachheit des Gebäudes seiner vollkommenen Innenausstattung und der M.in1 ,),.•״ kdt und Vollendung seiner Apparatur pegem1bmHj|!e: *' 4 Die Eröffn 11 n g war ein Fest für das [,and ,י ן v I ln Rcchowoth eine unvergleichliche (,melle jUr' t { wissenschaftliche Werke und f!־Kenntnisse erhalt. t'$ v * | Fest für Wilkanskl, den langjährigen Dirddnr ,י״'.ן/ I suclisstatioii, 11 er auf dem Grund und Boden M:i!u;j''^jj J ein neues wichtiges Institut entstehen sicht, niit dem 1 eine enge Kooperation hoffen darf. Und es war v׳or V 1 ein Fest für Welz in a 11 n, der die VcrwirklMii!״., * j Traumes erlebte, der für ihn eine ganz besondere Hrj1״'', T hat. Hier hat er sieh ein Arbeitsfeld geschaffen, aui I eigensten Fehle der chemischen Wissenschaft. 1 Blumcnfcld -Voriraß in Tel-Awhy Vor einem grollen Kreise von Einwanderern ans [)r״, land gab Kurt HhimenfeH! in einem Vortrag eine Un1j,‘;;'' Analyse der Entwicklung 11er westlichen Judenheii un'il',' , I die Wege auf, in denen sich die Evolution in der hep׳ schaffend! Situation bewegen müsse. 'D' Er führte aus, daß die hideniieit bis in die m!f״! zehnte dieses Jahrhunderts hinein sieh für völlig j gehalten hätte. Dieses Trugbild der Verschmelzung c1״... aus einer Verwechslung des Denkens mit dnn Sein \ fand der Jude seinen Weg in die Welt der Hmher n:!,■ r. ideen seiner Zeit, er assimilierte sieli an Literatur ״r', Gesinnungen. Die Menschen, die dieses Leben t.,1gen, diesen Juden, die sich in ihren Zirkeln unbewußt verborgen. Während sie glaubten, daß sic mit der wesensgleich seien, kam es doch zu keiner Vcrseliuiclnmj.. eigentlichen Wesens. Die Ereignisse des letzten Jahres deckten (li,>,ftl D bestand auch den Uneingeweihten aut und wiesen die J!!‘. auf sich selbst, auf ihr eigenes Wesen zurück. 11 tut w«!,:• 1 Deutschland seinem eigenen Gesetz, folgte, standen die je:״ I vor der Aufgabe, zu ihrem eigenen Gesetz, Sein und i׳;׳- zurürkzufinden. Der Vortragende ging dann im zweiten Teil seines \v״ trags aut die palästinensischen Verhältnis»» tr, verlangte eine Ucherprüfmig der politischen Maximen r, Methoden durch das Denken und die Vernunft mul warnte ׳״ einer Politik der Sentimcnte und Ressentiments, die mir einer Verwirrung »Ser öffentlichen Dinge führen kfinn׳! Blumcnfcld beschäftigte sich /tun Schluß ausführlich mit d״ l.age und dein geistigen Zustand der Einwanderer aus 1)111!;׳• land, ging auf die Schwierigkeiten des Einlebens ein 1!r: malmte eindringlich daran, daß die neuen Glieder des Jischn dazu berufen seien, an der Renaissance des jüdischen Volle in Palästina, die ja nicht vollendet, sondern im Werden be griffen sei, mit Treue und Hingabe mifzti,arbeiten. Das Publikum folgte »lern geistreichen und umfassende: Vorträge mit stärkstem Interesse. j Will man Vergleiche mit der Vergangenheit anstellen, kommt man ans dem Staunen nicht heraus. In Tcl-Awiw entstehen fast ״über Nacht“ neue Straßenzüge, und man hört in maßgcbeiyJcu Kreisen immer neue hochfliegcndc Pliinc. An der Stätte, wo jetzt mit rasender Geschwindigkeit die Ausstellungshallen für die Messe errichtet wurden, soll eine Kursfadt entstehen, für die bereits ein Komitee eingesetzt wurde, dem auch einige noch kürzlich in Berlin wirkciulc Personen angehören, z. B. ein Professor und So/ialpoiilikcr. Die Stadtverwaltung errichtet ein neues Verwaltungsgebäude. Große Hotels mit vorzüglichen Einrichtungen werden fast allwöchentlich eröffnet. Das deutsche Dorf Sarona, einst ziemlich weit von Tel- Awiw entfernt, ist bereits unmittelbare Nachbarschaft, und jenseits von Sarona schließen sich die ״Vororte“ an: Scldchunat Boruchov, Ramat Gnn, Bne Brak und so fort, ein riesiges Häusermecr und Baugelände. Charaktcristisch ist, daß Orangengärten, darunter auch solche, die erst vor kurzem, z. B. vor zwei Jahren, neu angelegt wurden, einfach niedergclegt und als Bauplätze parzelliert werden; für solchen vorstädtischen Pardes* Boden fordert und zahlt inan bereits 500—600 Pfund pro Dunam. In diesen Vorstädten jenseits von Sarona sind eine große Zahl von Fabriken aller Art errichtet worden, daneben gibt es Woimterrains, wo wohlhabende Tcl-Awiwer Bürger ihre Häuser und Villen bauen. Teil* weise ist auch der ״gartenstädtische“ Charakter beibehalten; Arbeiter und sonstige in der Stadt Beschäftigte haben hier Häuschen und Gcmüscgärtchen. Die Verbindüng mit der Stadt ist durch den dichten Oinnibttsverkehr ausgezeichnet. Die Fahrt bis Pctnch Tikwah, der größten und ältesten jüdischen Pflnnzuiigskolonie (gegründet 187S bzw. 1882), war noch vor einigen Jahren ein physisches Martyrium, das über eine Stunde dauerte; heute fährt man in 10—15 Minuten auf spiegelglatter Chaussee. Und wenn man dann nördlich von Pctnch Tikwah, heim Eindringen in den neu erschlossenen, teilweise noch straßcnloscn und unwegsamen Komplex der ״Sc 11 a ro E b c n c, wieder ins Wackeln und Schütteln gerät, so weiß man, daß nach einigen wenigen Jahren auch hier das Auto auf gebahnter Straße dahinsausen wird, tmd wahrscheinlich werden die dann hier Fahrenden nichts davon ahnen, wie man sich früher plagen mußte. Die eindrucksvollste Tatsache des heutigen Palästina Ist die Geschlossenheit des Jüdischen Gebietes. Während vor 10 Jahren von Tcl-Awiw aus die jüdischen Sicdlungspunktc dünn gesät waren: Pctnch Tikwah mit seinen Anhängseln bis zu dem trostlos verlassenen Kefar Saba und dann nichts bis nach Chedera, —• haben wir heute einen breiten Gürtel Landes vom Meer bis etwa zu der nach Haifa führenden Eiscnbalinstreckc fast ausschließlich jüdischen Bodens, und was für Land! Wo früher mir Sumpf, Sand, Grasbüschel und Disteln zu scheu waren, ist ein riesiges Gebiet von Pflanzungen und Baumgärten, neue Dörfer, deren Namen man sich heute kaum mehr merken kann, die ganze Ebene isi verwandelt und zeigt, was aus Palästina werden kann! Ostwärts daneben liegt rein arabisches, geschienene! Gebiet mit den Städten Kalkilich und Tnl - Kcrcin; e. hat den Anschein, als ob das jetzt von den Juden bo arbeitete Gebiet, weit aliliegcnd von den arabischer!: Dörfern, für die arabischen Besitzer nicht sehr wcrtvNI gewesen ist. Man sieht jedenfalls hier die Umwand׳: lung von extensiver zu intensiver Boden•! Nutzung handgreiflich vor sich. Nur an einer Stellej in Wadi Chnwarith sitzen in ihren schwarzen Zd• ן ten die Beduinen, die sich weigern, den Boden zu ver•‘ lassen, und auch den Ersatzboden im Jordantal aus-« geschlagen haben. Im übrigen wird dort, wo frühe( Wcidevich getrieben worden sein mag, jetzt tief gc-! pflügt, gebaut und gepflanzt. Von Pctnch Tikwah, das, sich selbst ständig ausdclint und an das sich auch ein: Reihe von Arbeitersiedlungen tmd ״Kibbuzim" an , schließen (hier in ״Giwatli haschloschah" auch ein: Gruppe aus Deutschland, dann z. B. der deutsch-mi-m chistischc ״Kibbuz Rodges“), gelangt man nach Herzln, Magdiel, Kefar Saba, allerlei kleinere Punkte bis « Tel Mond, der großen Plantage der von dem ',erst ■• benen Lord Melchctt gegründeten Gesellschaft, k ihre Pflanzungsparzcllen bereits sämtlich atisverkaufthat; es werden für die nächste Zeit die ersten Siedler (׳׳• wartet. Westlich am Meer, vier Jahre alt, Nathar; Pflanzungskoionie der ״Bnc Benjamin“, der Ko•־ nistensöhne, zugleich Unternehmung der GcscISsck' Hanotaja, herrlich gelegen und schon heute tr1״ seines unfertigen Zustandes als kleiner Kurort bennkt■ auch ein Hotel steht hier schon auf dem Sind am M£lf Hier bauen sich amerikanische Juden aus Jerusalem >!* Villen neben der Siedlung, und auf den Dünen ץ eine ״Stadt“ geplant — man lächelt zuerst ungtaub’►• denkt an die verunglückten Phantasien der Afule, aber in diesem Lande ist alles möglich. U• anderes nahe gelegenes Dorf heißt ״Ewcn jebudaj dann kommt die Plantage und Siedlung der ehemalig Legionäre, und schließlich gelangen wir auf den Kc!‘״ Kajcmcth-Bodcu von Wadi Chawarith, der gr""^ Erwerbung aus öffentlichen Mitteln seit dem יש»“ Jcsreel. Im Norden sehen wir die Wälder von Clicdö• und von da an geht es über Renjamina, Sichron Ja3K“ (und seine Nachbardörfer), Atlith bis hart an «W heran. So zeichnet sich heute eine jüdische Zone 11 lieh ab. Ucbcrall wird fieberhaft gearbeitet. Ucheralj klagt man über das Fehlen ״arbeitender Hände (wie cs hier heißt); es geht alles in rasendem Te״T und doch ״zu langsam“, da viele Arbeiten wegen M3"״ an Arbeitern verschoben werden müssen. Aber aut Lande noch mehr als in der Stadt merkt man, da» arbeitende Jude hier seine Heimat gefunden Wir können nur in großen Zügen die Umrisse Arbeit schildern. Es wird der Zeitpunkt kommen, jeder Jude die Landkarte Palästinas wieder ken wird.

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