Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 30 (13.4.1934)
- Date
- 1934-04-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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15 4.1Ü31 C 1934 30 / Jahrgang 39 *ר f~1«r1 1— ־?v ׳ ■! t; ץ. \ j i d (U EL«..—. וייד־"/ f .,.\j V N 1י 1 r 1 f\ ) \ V v.*,, /q ‘ 1 , , '61 ׳! ׳ / / ״ t t > L—נ I Preis RM —.25 \ V An*«lK«m*.rw*ltan([ 1 lUrlln W15, M*,tn.l<».tT.10 ((jmn.l1S.1nmfl-Nr. J1 Hi.m.rck 318I/B2,7165/70, 7240/42. - B«״,;,pr,l* pro Mon.< ל,-. rro Q"■״"' RM 5,75. — I’o«1»cliKrk - Kmnen dar Abonn*m«n1•• Ahiollune זיי1) 573 71 "",,ן Gro5 ■ Berlin), B.rlln 17 3% (für .1.. (,!״■(«. rUlch). A1.״»n.l.- ln |fw»illt«r Lnmlnnwähriin(;. — Erscheint jeden Dienet«! nn.l Freitag, פ׳ח ניסן תרצ״ד FREITAG, 13. APRIL 1934 «3 In, dJi A«xe!ljj*nt »rlf 1 Die I2*e11p*11«»ne Mi)Sim«frr*Z#׳i1• RM —-,20, fflr Sieflengpj»3Mrh• HM —,10, für F*r״i!t»*nnic־hrkhff־rt HM —,IS. F.inr»Jsnreigrn nur (egen Voran*• tahhing «ui |’oa!arh«*ck׳KmH0 Berlin 71 Alfl mler in Her AnfHgfn-AnnaHaae Montag Hl• Freitag 9—1B Uhr, Annahmp*rHI1tf> für die Dlen*t»t«Aueg«He Montag 10 Uhr lüf die FrcHtag'Au'eaHe Mittwoch 13 Uhr (Famihrntniaigan bis Donnerstag 10 Uhr) pgr Zionismus erstrebt für das JQdlscha Volk die Schaltung einer Stfentllch - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ,Baseler Programm" 4 X ךח וי—■—ן ץ•1■*■"־־׳ tj ä, 1 1 fc* m«4 י*»« . , p \י' ך־־־ין ך״ין q ןך*ן ךץ ן ן-/ I 'W.-eJ r1 * i,i «af3 E" < J HON!()IIN mtrorl B IVctfip, I •m/r-j., Wirt mit ./enlra!»,., .,evU.Tüt. lhm.653Q i'iclir.g. nmlilirrt, 1 /,ז׳״״״, ehe, (י הוי, *n, N״he er, rtili!?• *rnlcii t an 3946. mi'ihlirrt, ivil. Voll-, »!•mietet!rano 9, ■Itrru mi LZ1m~ XII vor- Inch ■uf ׳Zeit. Leipzig. dr. :H III Ls ist fine selbstverständliche Folge der starken Wand• 11;t1p'!'( die im deutschen Judentum vnr sieh gegangen sind, diß in allen Kreisen, die am innerjüilischcn Lehen aktiven Anteil nehmen, die Ndhvemligkcit empfunden wird, daß dieses Lehen in seinen verschiedenen Beziehungen neu gcformt wird. Hie Frörtorungcn, die über diese Fr.igc in der jüdischen Oeffenllichkcit, in vier!,resse und in den Gemeinden geführt wurden, Italien jedoch eine Begleiterscheinung heraufgeführt, die vielleicht nicht zu umgehen, ab .7 desto nachdiiiddicher 711 bekämpfen ist: Zahlreiche Projektenmach er sind;uifgestaiidcn und haben sich dabei in erster Linie damit 7u beschäftigen begonnen, was Minen am 11 and• {reiflichsten erscheint, nämlich mit der Frage der orj<anisatorlscI1cn Neugestaltung der verscblcdencn tUr das deutsche Judentum wichtigen Institutionen. I's soll nun gewiß nicht geleugnet werden, daß diese ornanisalnrisehcn Fragen von erheblicher Bedeutung sind; vnr;1111־ wissen, daß es in den Gemeinden und in den anderen großen Organisationen des deutschen Judentums so manches orjanis.'dorisrh 711 bessern gibt, lind daß unser Blick vielleicht heute gerade für diese Dinge Schürfer geworden ist als in finiteren Jahren. Trotzdem darf man nicht verkennen, daß die Bfniiiliiuigeii um rein organisatorische Reformen die Gefahr in sich bergen, daß sic von der Hauptsache ablcnkcn: Das sind der Geist und die Menschen, die insbesondere in den Gemeinden als den wich• tigsten Trägern des jüdischen Lebens In Deutschland maßgebend sind. Es besieh( 711mindest der Verdacht, daß Kreise, die bisher in vielen Gemeinden führend waren, deren Haltung jedoch den Aufgaben unserer Zeit nicht immer voll entspricht, sich mit großem l'ifer diesen organisatorischen Problemen zu* wenden und dadurch den Blick der deutschen Juden, die an der Neugestaltung des jüdischen Lehens brennend interessiert lind, vom eigentlichen Thema ablcnkcn. Nicht verkannt soll werden, daß bis weit in die Kreise hinein, die noch bis vor einem Jahre jede, jüdische Betätigung außerhalb des engeren religiösen Bezirkes ableimten, heute die!Erkenntnis besteht, daß alle oder fast alle Lebcnsgebieic, die überhaupt für den einzelnen Juden wesentliclt sind und die zugleich ein Feld der Gemeinschaftsarbeit darstrllcn, von den jüdischen Gemeinden und Gemeindeverbänden bearbeitet werden müssen, Sa ist man heute vielfach dazu geneigt, all die Arbeitsgebiete an zu* beten, die mail früher verketzert hat, ja £1111111* h׳, mit u, , r.'hr je• nuwVtftU eiet 13332 ima lÜrin g©# w. Kom* rqmann, ■Hembro l״v.U". חסיון iwlnnl IIHMIlim!» »0 mancher, der noch vor gar nicht langer Zelt die Ausdehnung der Gemeimlearbcit in dieser Richtung heftig bekämpfte, kann sich heute mit der Betonung ihres Wertes gar nicht genug tun. Tir, die seit Jahren und Jahrzehnten darauf hingewiesen Habe״, daß cs nicht möglich ist, einen hermetisch ahge- Klilosscncn religiösen Lchenshezirk für das Judentum ahntptnzcn, sondern daß auch kulturelle und religiöse Werte wir dann lebendig sein können, wenn sie in den Rahmen eines möglichst umfassenden Lebens hinemgcstellt dnd, begrüßen cs, daß andere Gruppen des deutschen Judentunis mngelcrnt und einen Weg beschriften haben, auf dem Vorarbeiten in früheren Jahren von denen geleistet "™rden, die diese Erkenntnis nicht erst unter dem Lindnick der Frcignissc des Jahres 1933 gewannen. Wenn heute daher auf vielen Gebieten der praktischen Arbeit eine Einheitsfront der überwiegenden Mehrheit der deutschen Juden besteht, so ist hierin ein Fortschritt von großer Tragweite zu sehen. Trotzdem wäre es verfehlt, wenn wir ghnben wollten, daß alle Aufgaben, die den jüdischen Gemeinden gestellt sind, damit erfüllt wären. Die junge Generation des deutschen Judentums, deren Haltung unserer Zeit entspricht und deren Schicksal in erster Linie von den jüdischen Instanzen gestaltet werden muß, drängt zur Mita r h c i t und Führung. Ihr geht es weniger um Fragen organisatorischer Neugcsialtung als um den jüdischen Geist, der in den Oenteinden zum Ausdruck gelangt, und um die Menschen, die die Träger dieser Haltung sind. Die menschliche Wand- Imig, die im deutschen Judentum vor sich gegangen ist, verlangt nach einem sichtbaren Ausdruck in den Kreisen, die in den Gemeinden und sonstwo repräsentativ für die deutschen Juden wirken. So sehr auch die Mitarbeit derer zu schätzen ist, die umgclcrnt haben und mit der praktischen Arbeit mit jenen Zusammengehen, die den Ablauf der Ereignisse voraussahen und dementsprechend schon stets eine lebendige jüdische Gemeinde anstrebten — so muß doch in ganz anderer Weise als bisher die Führung des Gemeimlek'bens auf diejenigen übergehen, die von den deutselten Juden heute als ihre Repräsentanten empfunden werden. Man hat an einigen Orten versucht, die Gemeinde- Körperschaften teils neu 7.11sa m in cn nuctz.cn, teils in unveränderter Form weiter /11 führen. Gewiß streben die meisten deutschen Juden keine innerjüdischen Wahlkämpfe an, sondern begrüßen es, wenn die Auseinandersetzungen auf ein Minimum ׳ziiriickgcsrhraiibt werden. Es gellt aber nicht an, daß derartige für die Zu* kunft der einzelnen Gemeinde bedeutsame Reglungen zu Akten der Willkür gestempelt werden, und es geht noch weniger an, daß diejenigen, die auf Grund früherer Wahlergebnisse im Besitze der Macht sind, diese unverändert konservieren, ohne auf den heutigen Willen der Oemcinde,ingehörigen Rücksicht zu nehmen. Wir sind gegen inncrjüdische Auseinandersetzungen in dieser Zeit, die die Einheit und Einigkeit aller deutschen Juden erfordert, aber wir sind auch Gegner von Maßnahmen, die die Willkür an die Stelle de« Rechtes und die Unterdrückung der Im deutschen Judentum vorhandenen lebendigen Kräfte an die Stelle der Erneuerung des gesamten jüdischen Lebens setzen. Es wird die Aufgabe all derer sein, die — unbeschadet ihrer organisatorischen Zugehörigkeit zu einzelnen jüdischen Gruppen — darauf hin/iclcn, die junge, um ihre Existenz ringende Generation in den jüdischen Gemeinden maßgebenden Anteil nehmen zu lassen, auf diese Vorgänge mit Sorgf;dt zu achten; sonst könnten wir eine Stunde versäumen, die geeignet ist, die Führung des deutschen Judentums nicht durch kleine organisatorische Mittrichcn auf eine neue Basis zu stellen, sondern durch den Geist und die Menschen, die in ihm maßgebend tätig sind, dem gesamten jüdischen Leben einen neuen Aufschwung zu geben. y,;j» ■ . .!«■M קי וי H 1 ־י*״ י״-יץ ןיץין*ל | ^ריי־/ jl'־pq r ך ף \ f ||W4 j* tvj Jk4111^11111 iij.e:lä.;a<1äili lk w 11 «olitH י» *51s »u *mp׳״», ff'׳ *kk lüg•«» ןייייי/ ןןייייין ■5 C ן® ןיןו ן*ין f»qg| f cucn 3ehnndi» .«.Bild SiTRth. tfic 2 ן!, mit h*4* חי!r »«nuhnR Uri 1U י>י״11ץ,ו *.*AM••; Mr. jftj 13s!Hn<L 1 kann. Fttfdf» dtt• h. Njj- MtifH•« «B tirin Turne» Off••״ en 1 Iflhf*. 1,0** 19er ständige Delegierte Polens beim Völkerbund, Graf "*czvnski, hat dem Generalsekretär des Völkerbundes C|,;en Brief übergeben, der folgendermaßen lautet: dni Namen meiner Regierung habe ich die Ehre, Sie zu ‘,1ס;׳!, auf (yc Tagesordnung vier nächsten Völkerbundsvcr- Utiimliing den folgenden Resolutionsentwurf zu setzen: Im Hinblick darauf, daß die gegenwärtig in Kraft befind- Wen Mimlerheitenverträge, ebenso wie die Erklärungen über ״fI» internationalen Schutz der Minderheiten, die von einigen Maaten vor dem Rat a!!gegeben worden sind, nur einen 1eil ,r Mitglieder des Völkerbundes binden, während andere Mitpietler (les Völkerbundes von jeder juristischen Verpflichtung »ach dieser Hinsicht befreit bleiben, , überzeugt davon, daß diese Lage nur gewissen Minder■ Wien eine internationale Garantie gibt, dagegen die anderen °""c. Schutz läßt, |n der Erwägung, daß ein derartiger Unterschied zwischen «Schützten und nicht geschützten Minderheiten im Wider-!Weh mit dem Gefühl der Gleichheit und der üercchtig- «1t ist, , und der Tatsache Rechnung tragend, daß die Minder- «itcn der Rasse, der Sprache und der Religion, die durch den!dSemvärtigen Minderheitenschutz nicht gedeckt werden, sich m ]Giern europäischen und außereuropäischen Lande befinden, spricht die Völkerbundsvcrsammiung die Ucberzcugung ״S daß die gegenwärtigen Bedingungen des internationalen Minderheitenschutzes nicht im Einklang stehen mit den gruml- Ecndcn Prinzipien der internationalen Moral und glaubt, daß ״ ״otig ist, hier abzuhclfcn durch den Abschluß eines allgemeinen Abkommens über den Schutz der Minderheiten. Diese Konvention müßte allen Mitgliedern des Völkerbundes dieselben V e r ־ p f i i c 11111 n g e n a 11 f c r I e g e n und gleichzeitig den internationalen Schutz auf alle Minder- 11 e i t e 11 der Sprache, der Rasse und der R e I i - g i 0 n a 11 s d c 11 n c n. Die Versammlung beschließt, zu diesem Zweck efne inter nationale Konferenz 0 i n zu h c r u f c n, an der alle Mitglieder des Völkerbundes teilnehmrn, eine Konferenz, die den Auftrag erhält, ein allgemeines Abkommen über den internationalen Schutz, der Minderheiten auszuarbeiten. Die Versammlung bittet den Völkerbund, geeignete Mittel zu er- 'greifen, um diese Konferenz bald und auf jeden Fall innerhalb von sechs Monaten nach Schluß der gegenwärtigen Tagung der Völkcrliumisvcrsammlmig ciuniberufcn.“ Amerikareise Dr. Weizmanns Jerusalem, 9. April. (J.T.A.) Der Kanzler der Hebräischen Universität, Dr. Magnes, und Professor Schicsinger begaben sich am 8. April nach Amerika, um an der am 12. Mai in New York beginnenden Konferenz der amerikamsche» Freunde der Hebräischen Universität tcilzunchmen. Dieser Tagung wird auch Dr. Wcizmann beiwohnen, der sich in einiger Zeit ebenfalls nach Amerika begibt. Wandlungen und Wanderungen Bericht von einer Pal&tiina •Reise RW, Tel-Awiw, Anfang April 1934. Palästina war Jahrzehnte hindurch für die Zionisten nicht viel mehr als ein Begriff; das Symbol für einen erträumten und erstreiken Zustand jüdischen Lebens, der nicht mit den Schlacken behaftet ist, die das jiklisehe Leben in dem langen Zeitabschnitt, den wir Galuth nennen, charakterisieren. Juden haben durch Jahrhunderte da und dort wcchsclvollc Schicksale gehabt, sie wurden allmählich des langen Wandcrns und Herum* geworfcnscins überdrüssig und waren bereit, sich das bißchen Ruhe, das Menschen brauchen, mit Opfern zu erkaufen; sic waren hierfür auch bereit, aufzuhören, Juden zu sein. Das war gar kein so absurder Oedanke, denn die Geschichte der Völker kennt viele Beispiele der Assimilation, und sogar vom jüdischen Baum sind viele Aeste nbgefallen; aber die so dachten, hatten des Wesens und des Ursprungs Israels vergessen, die Juden Die Eröffnung des Forschungsinstituts In Rechowoth — Jüdische Ansiedlung ln Syrien? — Von der Hitachduth Oie Germania — ״Hoffmanns Erzählungen" 1m Kulturbund (mit Bildern) — Religiös-zionistische Chaluzarbcit in Deutsch- Land (mit Bildern vom Gchrlngshof) Beilagen: Die jüdische "Schule (mit Beiträgen von Prot Otto Tocplltz, F.rlch Sonn, Anselm Bing und Julius Stern) —< Berliner Rundschau (u. a. Vortrag von Dr. Joachim Prinz) —< Sport-Rundschau liat'.en ihre Pcßach-Hnggadah schlecht gelernt, in einer vci flachten Zeit war der Sinn für. historische Gabun« denheit und Bestimmung geschwunden. Die Wirklichkeit mußte die Juden neu erwecken, ihnen zeigen, daß Israel zu leben hat, auch wenn es ihm schwer fällt. Und in unserer letzten Periode, als die wir etwa die letzten 50 Jahre betrachten können, entstand der be* wußte Wille, als Juden ein neues Leben aufzubauen. Da erkannten wir, was unser Leben im Galuth so bedenklich macht, und da stellten wir dem Dunkel der Gegenwart ein leuchtendes Symbol der Zukunft gegenüber, eines Lebens der Freiheit, das zugleich Bewährung unseres besten Menschentums und Judentums sein sollte. Damals entstand der Zionismus, der — nach seinem Programm —■ ״für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina“ erstrebt. In Palästina? Was wußten wir davon anderes, als daß es für uns der Gegensatz zu ״Galuth" war? Die großartige Geschichte dieses Landes und seiner Vorbundenheit mit dem jüdischen Volke ist bekannt, aber was ist diese Vergangenheit für unser Heute? Wie baut man ein neues l eben in einem Lande, in dem man nicht sitzt und dessen Bedingungen man kaum kennt? Wie sollen Juden, die durch Jahrhunderte in enger Verbindung mit dein Wirtschaftskörper anderer Völker gelebt haben, plötzlich ein durch Jahrhunderte vornachlässigtes, hinter der modernen europäischen Wirt- Schaftsentwicklung weit zurückgebliebenes armes Land für ihr neues, als ideal gedachtes und gewünschtes Leben cinrichtcn? AU das war nicht wuchtig für die Träumer und Schwärmer, die damals leidenschaftlich sich des Gedankens bemächtigten. Die Sehnsucht war alles, und sie ward schöpferisch. Einer der liebens* wertesten Künder des Gedankens der ״jüdischen Re* naissaucc" sagte damals (1901) von den ״Ersten", die sich ״dem Volk geweiht": ״Ihr müßt cs liehen, lieben euer Leid, Daraus die Sehnsucht wuchs, die euer Volk befreit." Während die anderen Juden, die damals noch satten und zufriedenen, an ihre jüdische Gebundenheit nicht glaubten und sich 11111 Palästina gar nicht kümmerten, war für die anderen, die ״Ersten", Palästina eine Idee, ein Gegenstand leid voller Sehnsucht, das Bild eines erfüllten jüdischen Lebens. Und heute? Palästina 1934? Es ist kein Traum mehr, es ist eine Realität geworden, und damit ist nicht etwa bloß ein ״neues Stadium" erreicht, sondern etwas ganz Neues, Grundverschiedenes. Ein Geistiges gehört allen, die sich dazu bekennen; seine Bejahung ist ein innerer seelischer Vorgang. Ein Materielles aber ist greifbar, und nicht nur die Liebe umfaßt es, auch die Hand streckt sich danach aus, und alle die unzähligen, viel«