Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 29 (10.4.1934)
- Date
- 1934-04-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ו 1 1 f % \ i .?/׳ Seite 4 jüdische Rundschau יי׳יב*. ״/ ך•,*׳ י״/ י"׳* .# «%>!» ifciti:.*■1 «MaM^ ־״> .ו׳""/ ך־׳ Dio ״Jüdische Rundschau“ hat bereits mehrfach über Rechtsprechung timi Schrifttum zu der Frage berichtet, in- Wieweit der 1‘iniiciirusntz ״deutsch" nach eien veränderten politischen Anschauungen noch zulässig ist. (Vgl. ״Jüdische KumEcli.m" Nr. Kt vom 2t. 2. 3t und Nr. 20 Vom 0. 3. 31.) Von Hcdrnliiiit׳ ist insbesondere der In Nr. 20 erwähnte _ BeselilulS des K a 111 in e r זן e r i c 111 s, nach dem die Weiterführüng des Firinen/usat/cs ״deutseh" für nichtarlsclvc Firmen unbeanstandet gelassen worden ist. Entgegengesetztes ergibt ein jetzt in der ״Juristischen Wochenschrift" — lieft 11 vom 7. April 103t — veröffent* lichter Beschluß des Landgerichts Berlin vom 10. 2. 193! (KW. T. ♦J16 31׳.). Darin heißt es 11. a.: ״Nach festslehrndt r RerliKprcelnmg gilt «1er GrtmdmU der ]'iinirmvidnlieit (t>§ 1B 23 11(111.) auch tiir die Firma einer ('•midi. (§ 4 (Imlilltl.), Dieser GruiuKnU ist. nicht nur hei der (!riin>|1111|> zu iHsichion, .sondern gilt oiieli. wenn später die Finna!.ins( bend wird! ... inieti na< htriigliehe Löschung einer Firma wegen Täuschung ist rilliissig und geboten. < l|1 eine Tuii-i'lmn;; ■.gef,1t1r vorUcgt, eiUsclivuV't «lie Verkehrs- Hilf(,!«-,!!׳;:״, Diese ist dem Wandel untciwiiii« 11, und hat sieh in leider /•eil bedeutend gewaiideli. Hesomlers gilt «lies von lli'gntf■ ״ Und Symbol(■״, welche ein«: gtoik• Volk.ge.vimlhi■it t>e1eirlm«׳n, wie ״deiilseh, nalioiml, cvangcliscli, Ualholiseli", bei diesen llegrilten ist die Entwicklung iler Veikcliis.iufl.issung folgemlc gewesen; Die fiüherc litieralisdsehe AuHasMiug vom Staat und Volk sah im Staate gewisM'iinalJen einen Vciein seiner Staatsbürger, in welchem jedem Staatsbürger die Brmitoing der KUatseimiehttingin für .seinen eigenen f 1 1, , ■׳!■-!׳■ :■!. Ebenso konnte jeder die der Volksgesiimtbeit 711- ״: 1;ן > '• ,1 '׳■ sieb selbst verwenden. So konnte jeder Oe- ׳׳ ... ,;.!im «Ins Wml ״deulseli1* in die J'itmu seines <•■ ' '1 '■■■ 0 e'.ie■ . ו!inebmeii, wenn dieser seilten Sitz, in Dculschlund e.n; A1■ in.!1 ס,-r trat ein Wcehsel ein. — — —־ * AA■: auch sonst wurde «las «kutsche Volk immer t’.i1 1:0 1 ׳ i.a'nr!1, ,in duiehdrungcn, daß seine Volkheit im ganzen und in seinen Stämmen keine zuliiMigc Zusammengehörigkeit, sondern eine heilige, von (toll |1<:>׳ch1dlc1)t5 Und gewollt« Gemeinschaft ist, Demnil .11<ן ■rheinl wamlellc sieh mich «11« Vorstellung, «lie «las drin.ein■ Volk mit den <!io Volksgeaimthrit l*־*! sehmmden Worten ve ן hu 1111. Mit dem VVorlo ״driitsch" verhau«! iiitiu nunmehr die Vorrn-||n1tj., <|,!1ן «lic so ticieiclmete Saclio ihr «I i 0 G «11 ׳ m I heil der J) c! u l *< c 11«' n w c t! 1* n 11 ie 11 •ei. Das gleiche gilt von 111 ■11 Symhnlrii der Volksgcsumlhcit; auch siq , sind ein hctirea Gut «ier Volksgesamilieilj der eiiuclm• darf sich ihrer nur unter besonderen Ibnslündcn bedienen. — — — Zur l'est'iti■llmig dieser Wandlung in der Vcrkchrsauffassung ist da« He .<!meid! geriehl auf Gnmd seiner vielfältigen Beziehungen zu «kn vcr-ehiedeiisleu Kreisen des (!csehäftsIvU'iia in «1er large, l'.miU‘!• hin.1111 hat es eine dienstliche Aeußermij» der mit diesen Fugen hclnltlcn Herliner Kcgisterrieliter cingeholt. Danach ist bi« rum J’.ckaiuilwenk'ii des kammerge.ricliUiehcii Itesehluss«• in IbX 640, 337/33 die oben ausgesprochene Auffassung von der Bedeutung des. Wortes ״deutsch“ nicht. nur von den Anmeldern neuer Firmen, sondeni :Hielt von «len Inhabern alter Firmen, die dieses Wort enthieben, ab richtig anerkannt., worden; der Inhaber einer aoklien eingetingenen Firma hat sogar von .sich aus die Firma entsprechend g! ämleil, mit «1er Begründung, daß «lies jetzt selbst verständlich sei. Die e Arußertmg liest,iiigt also die eigenen Feststellungen des He- Jscliweolegerieiit'i, Das Wort ״deutsch“ ln einer Firma Ist demnach, wem! das Geschäft nicht tiir die Gesamtheit der Deutschen wesentlich ist, jetzt täuschend und naeti «len!!״geführten Gesetzesbestimmungen unzulässig. Ist aller ein Firmcnbi’slandlcil unzulässig, so ist die ganze Finna unzulässig (KG.: JW. 1032, 2622).“ In diesem Beschlüsse hat «Ins Landgericht zu der Ent- Scheidung des K.unmergcrichts vom 21. 12. 1933 (J. W. 1931, '191) nicht Stellung genommen. Diese dürfte zur Zeit der BesdilulHassung des Land Berichts noch nicht veröffentlicht gewesen .sein, wie die ״Juristische Wochenschrift“ in einer Anmerkung des Aintsgericlitsrals Dr. Karl-August Crisolli (Berlin) hervorhebt. I/k* Abwanderung von Nichtariern S1.1:0.1 im•!,rf,!eh haben sieh die Fiiianzbehörden mit der .'!.׳ ׳' n w 1 n (11111 g «ler R eic 11 s f I u c 11 ts t cu c r- ׳ י•, o , ,: n ס n 1; 1) 1• i d e r A u s w a 11 <t c r u 11(! v o n Nicht- .! r 1 e r 11 befald. 1:1 einer grundlegenden Entscheidung vom ״:״!),,i nner 1*;1 (Reichssteucrblatt 1931 S. 90) hatte der R i i ־,!׳.,3.1■3׳.!■ '•> •eits entschieden, daß die Rassczngehörtgkc.1 «״'!:.: Stein!pflichtigen im Rahmen der Reielisfluchtstcuer- V«״׳־׳ di.tiu,:;1:1•■ je,'er Erörterung aus scheiden müsse.! t11,1 >׳ «ier!Ticlisfinanzliuf eine neue Entscheidung ge1־ 1, ־u i!". '!/3,1 .)1 .,)! _ (!,!׳ und wiederum darauf in, 1,:*',«! :: «!;di ,ine Entsclicidimg darüber, oh die Ans- ׳ ׳! t;, c t 3 :׳ ׳ eines Nichtariers im deutschen i , i 1 ״ e •י: ־ e;; 1 je, nur von Fall zu F a 1 k w i c 1> e i 11 י! ח ■> ’׳ ׳ ן t: ־ h s t ä m m i g e!1 Steuerpflichtig c 11 > t , ׳> f! e u v «rden könne. Es komme weder auf die < ׳; trn'r <tn, du «i11׳׳ Ahwandernden zur Aufgabe seines in- 1>1׳׳!! r'.ii'i! \V11i.1 •itzes bestimmt haben, noch auf die Frage, ׳•b s« i 1 v, 1 m ־1,״u der inländischen Besteuerung lmtcrworieii!•Vtbo Ihn (1׳,13 ׳i'hes Interesse an «Ier Auswanderung von Nie!!*,1 ס 1 1■ ס , «me iH'rtondere steuerliche Beliandlung hei ucr IG i« 1■ 11.1!!׳■ I'11er rechtfertigen kann, könne im allgemei- *זיזי!, w ׳׳■ au«'׳ d!«■ Rcicfisfiuanzminister ausgvfiihrt hat, nicht ,111, 1 ',;limt VVl't'ihlt. In \1',(׳i.11־.־:׳d11-׳ Fall war für die Frage der Befreiung von v׳׳r Ru di׳ ßtieb; •teuer von Bedeutung, oh hei den Export-!d1r.1t’ ׳! I’a* 1 ׳•!i:1a-A11swm1dercrs ein deutsches Interesse an 11,1 M!׳.«, a<t• rutj; vorliege. Der jetzt 'ttjiilirige ehemalige I’ ' 1 1 \ralt tmd Notar mußte seinen Beruf auf Gnmd «ier At!!י; re: tniimutigui aufgcbei! und wauilerte nach Palästina חדיי .׳■׳ווי .'t! 1;׳׳rpfiichtiges Vermögen betrug am entscheiden- iu; Mi׳ Id.tg i M! üt M. und war nach seiner Angabe auf , hvj :..1oho n. ziirückgegangen. Sein Einkommen belief sieli ׳׳1>!סn!• 1'׳■rj.uiren 1929 bis 1931 auf mehr als je 20 000 M. 'י m orv!״י c dafür, daß seine Auswanderung im Volkswiit .1; 1ich 11, ätschen Interesse liege, hatte «Jer_ frühere tu «״!׳■ .uu.״׳lt v׳u getragen, er beabsichtige in Pa- 13 ׳ ' , n j, d 1;• 111 ׳׳; h e Waren e i 11 zu f i'111 r e 11. Zum Bev,׳,״.,.!» ׳1■ 1 1׳ h.it 1 zwei SiliiT'ihen deutselier Firmen beigclcgt, .111; «t1׳,1׳i d. 1 ,:11 Bereitschaft hervorgeht, dem früheren Ansv,dt die Vei ,e:t.1׳g für «len Absatz ihrer Waren, landwirt- M initldi l!,׳r Mas■ Innen und Zuckerware״ zu übertragen. I'■ 1 düsen; S:h hvcrhalt, so sagt der Reichsfinatizhof, kann iu vr,:!1;־.!,׳!׳׳ ׳״ l-'.iUe nicht als erwiesen angesehen werden, dir .V1v,׳1 :.1.׳.r(1ng in deutschem Interesse liegt oder Volksvet.«.hi.itheh ״••reihtfertigt ist, ״Die Pläne des Anwalts sind ׳ח h s1 <׳m!n .!.,mat und ohne feste Grundlage, «lall eine «\1>- der hier widerstreitenden Interessen — auf der einen ^i'it■' 0■r ‘iilon Verlust eines inländischen Stciierzatüers und \’1״i׳׳;'׳ :0• 1׳! , .!nt der anderen Seite nur unverbürgte Zusag» n nt׳«! I tot ׳״.lugen auf Förderung der' deutschen Ausf:!i 1 r -- niehi zu einem dem Beschwerdeführer günstigen 1 1.!m'•. führt, u!,■■11116. Würden schon die liier vorgebrachten tinoide ,111׳ i rl 'id.iig der begehrten Bescheinigung für die Id1', ,'iitii{; füll 1.11׳ müssen, so ist kaum ein Fall denkbar, in <'׳' ׳' ’ i' ',,:;1׳. «..:nlen!«'imile. Der Gesetzgeber wollte aber . ס. ״ •'ie l'iät ■ :1111:. von einer einschneidenden Steuer so leicht 1 * 11,11 ,׳ 10 סי יTu11׳, wie der Antragsteller hier offenbar äuge- ):0 ״ ן ׳ l״11׳ « d־. der Gesetzgeber bei Erlaß der Verordnung : 11 1 0׳ ׳׳1׳! v«1! liegenden Art gedacht hat und, verneinendenfalls, welchen Inhalt er der Verordnung gegeben hätte, wenn die Frage der Abwanderung von Niciitariern schon Ende des Jahres 1931 — Erlaß der Verordnung — brennend gewesen wäre, hat das Gericht nicht zu untersuchen, denn es hat das geltende Recht auzuwcudeu und 1 liii'tcausgleicli sei Sache der Verwaltungsbehörden und nicht des Reichsfinanzhofs. Eine Strafen *׳ Umbenennung Die ״Deutsche Allgcm. Zeitung“ vom 7. April meldet; ״In Bmunsvhwcig waiun vyriiUeigehoiu! die Nimu־n5«.׳i11l!11T <kr Jcn1',alew!.11a(Sc mit der AuKcUnd ״Baldiir-vui'-Seliirach-Hiiftuc vvrdrrkl Worden. Nachdem inzwKcticn in «irr OottrnUu'likvil «Inrauf 11ir1g!־\virscn worden ial, daß «Vic SlraU«־. duon annu zu Khi'Cii do, Abtes Jerusalem trngi und ihre Vh1111:״'״1׳m»>g ,lidirr «lern Willen des Ueieliskanztera zur Frludliuig gesclm'.ttln'i! hrgriimleler Straßennamen wiilersprcclie, sind ■die AufsclinlUn wieder entfernt worden. Dvf Abt Jerusalem hut ■ über SO Jnlire in Hr.umsdiwcijj gelebt. Fr ist der Schöpfer der Icc 1* niachcn Hochschule. Die Familie Jerusalem sctmitH urspsiingUcSv in llodand ansässig gewesen zu sein und dort ucn Namen Wessel gdiilill zu haben." Auch wir haben in Nr. 25/26 vom 28. März darauf hingewiesen, daß der Name dieser Straße nichts mit der Stadt Jerusalem 2u tun hat, sondern auf don. Begründer der Braunschweiger Technischen Hochschule hinweist. ״Völkische Europäer" und Judenfrage Die ״Germania" vom 4. April veröffentlicht einen Aufsatz von Baron Robert Fabrc-Luce, dem Präsidenten des ״Bundes völkischer Europäer", in dem dieser die Frage beantwortet: ״Was ist völkisch?" In diesem Artikel wird zur Frage des Antisemitismus folgendes gesagt: ״Vor allem müssen wir Völkischen 11ns dagegen wenden, daß der Anliseiniii.sinua lediglich ein Ausdruck des I laste» gegen di«! jii.li-ihi: K.! •! sei, eines willkürlichen Parlikularisiniis, der einem linderen Volke drslinlb das Menschliche abspricht, weit es orientidischer Abstammung ist. Jeder, der chrlsllicli-viilkisehe Hüelier gelesen )ml, weiß (ich iiiiichtc liier nur erwähnenI ״Das Königreich Christi iu Europa", von Pro(. Zic.tchf, Breslau), «laß die Auseinandcrselzmig mit «lern jüdischen Geist, wie sie sogar alte katholische Tradition in Kuropa ist, nur ein Ausdruck des völkischen Selhsterludtungs- Iriebe« ist, der tief im einzelnen und in den Völkern liegt, und die die Kirche mit theologischer Begründung veredelt. Warum .sollte siel! die Kirche gegen den völkischen .Solbslerliitllungslricl) wehren, da f,r, an , und..lür *i<;h ein gottgewollter Tjficl) ist? liier liaiiilcU «■! sich nicht um di« Verherrlichung oder Vrrgiiltliiluing «les K,1 .v.,:11i״»üuUt.v ,sumjern . unt diß, Aucrkeniiting der Notwehr, die Gott «len , .Meuscheu gi'getu'11 liat.,. Da« ist gottgcwollli׳ Natur, und die christliche Lehre stellt «ich nicht gegen die Natur, t01)dcrn c r 11 ö h t sie. Dazu .kommt die theologische Begründung: das Judentum, «las au-.erwübll«־ Volk des Alten Hundes, hat seine Stunde verkannt, in- «lein c« sich von Colt abwundtc und Christus, den verhoißrneu Friöscr, uns Kreuz sclilug. Ka hat sich dadurch mit einem Fhu'h bei,ulen, «Ier ihm prophezeit wurde, und «ler »ich iu der Geschichte mit ■len! Tode Christi in verschiedenen Merkmalen finden läßt. Wie at«o könnte inan ihn leugnen? Uml ist es gerechtfertigt, daß das, was uns einerseits die Natur, und andererseits die katholische Theologie sagt, weggeletignet wird, damit die Gefahr heratifzubeschwör,■11, daß der Katholizismus in eine enge und ihm schädliche Berührung mit dem neuzeitlichen Liberalismus kam? . , . Ich will mich hier nicht in Argumentationen verlieren, eine Kt'sisU'llung mag genügen. F,s gibt auch unter den Juden «•ine Giuppr, die sich zur eigenen Art bekennt, die den Begriff der Hodenstündigkeil in ihr politisches Programm autgenommen hat und niit der Entwurzelung ein Ende machen will. Es sind die Zionisten. Nie proklamieren seihst: in ihrem Organ ״Die jüdische Rundschau“, auf völkischem Hoden zu stellen. Ist das nicht eine Lehre für diejenigen, die sieh politisch betiitigen, aber Land und Rasse geleugnet haben und «ich andere Bindungen internationaler Art gesucht haben?“ Juden im Tscheljuskin-Lager M r> s k a tt, 4. April. (J, T. A.) Außer dem jungen Forscher Boris Mogilewitsch, der als einziges Mitglied der Schmidt- Expedition auf dein Eisbrecher ״Tscheljuskin" heim Bergen der Forschuiigsinstriimcnte des von den Eistnnsscn erdrückten Eisbrechers den Tod erlitt, befinden sich in der nun auf einer Eisscholle kampierenden Mannschaft des ״Tscheljuskin" nodi folgende vier Juden: der Klnoopcratcur Arkndi bchafran und die Wissenschaftler Qurewitsch, Raß und Schpakowski. Spanien will Septtardlm naturalisieren Madrid, 8. April. (J.T. A.) Der spanische Ministeriräsident Lcrroux erklärte Vertretern der Presse, die {t'gierung werde Vorkehrung treffen, daß der dem Parlament vorliegende Antrag, sephnrdisehc Juden, Abkömmlinge der im 15. Jahrhundert aus Spanien vertriebenen Juden, die jetzt im Ausland leben und sich um die spanische Staatsbürgerschaft bewerben, in Spanien zu naturalisieren, dringlich behandelt werde. Oslerbesacli des Bflrfiermelsters von Jerusalem bei der Jewlsh Aßency Jerusalem, 5. April. (J.T.A.) Der arabische B t't r g e r m e i s t e r von Jerusalem, Ragheb Bey Nasha* shibi, der seit Jahren keine E-ezielumjceti zur Jewish Agency unterhalten hat, stattete am 5. April" dem Leiter der politiselten Abteilung der Palästina-Exekutive, Mosche Scher* t o k, während der Tagung des Aktions-Comltös einen Osterbesuch im Gebäude der Jewish Agency ab, Von Frau Lena Sfcfn-Schneidet, die als Komnonistii! und durch dje Gründung des Berliner Ruhlnstein- Klubs belaiintgcwordcn ist und zurzeit in Rom wellt, wqrden am 12. April, ,17.30 Uhr (italienische Zeit), In einem Konzert in Rom Kompositionen gespielt und gesungen werden. Das Konzert wira durch Radio übertragen. Nr. 29, 10. IV. 1934 fr in 5. 11! «t, Den Haag, im April P/jg Die Juden Hollands zeichneten sich unter de״ *Juden Westeuropas von jeher durch ein starkes jüdi sch es Bewußtsein aus,!las Immer eine Stiit/e 1״ (w Religiosität und Toleranz der Holländer fand. Der Anteil «| Juden an der Gcs.imthrvolkeniug beträgt mir 1,1 ־׳״,. Jsjur Amsterdam erreichen sie einen Anteil von zirka 9״ dieser Stadt, «Ile als altes jiidiselieti Zentrum hik.mni wohnen allein über fiältitO von «len insgesamt etwa holländischen Juden. I >ie b e r 11 f I i c 11 e Schicht u!! g scheidet sieh wenig von «ler der anderen europäischen Landt'r' Nur gibt es hier eine jüdische Arbeiterschaft, die vor all(m in der Diamantimlustrie tätig ist, aber seit mehreren Jahre״ zum ithcrwiegemleti Teil ohne Arbeit ist. Das religift,. Leben vollzieht sieh 1'm Rahmen einer orthodoxen Einheit.!, gemeinde. Vcfsm'he, liberale Tendenzen «lurch/tiseRen, sjr1lj bisher über Vereinigungen mit verhältnismäßig geringer Mh. gliedcrznltl nicht hinausgckmiimen. Die holländischen Juden haben für die aus Deutlich. 1 an d n u8 g e vv a n d e r t «11 ־ J 11 «I e 11 von Anfang an v|cj getan. Bis zum Beginn dieses Jahres wurden 403 000 Gulden aufgebracht 'und von den I lilfskomitces ausgegeben. Nog! heute werden jn Amsterdam wöchentlich 7000 Gulden |ur diese Unterstützungen verausgabt. Immerhin ist es der Mehr• zahl allmählich gelungen, sich von der I Ulfe der Komitees unabhängig zu machen. Allerdings war cs mir einzelnen m«׳■. lieh, Anstellungen zu linden. Diitelt die neue Gesct/gcbtm■ wird dies in Zukunft noch erheblich erschwert werden, lin. gesamt waren nach einer Mitteilung des Sekretärs ״Comite voor hijzondoro Joodschc belangen“ in der Zeit vo;! April bis Dezember 1933 über 5000 Juden aus I31mtsciilamj nach Holland gekommen. Am 1. Januar 193t betrug «lie 2alti der cingcwnnderten deutschen Juden 1379. Neben der reinen Untmtiitimngsaklion ist jetzt mit Hilfe der holländischen Regierung und holländischer Juden ein produktives llilh. werk am W i c r i 11 g e r Meer zustande gekommen, uh« das liier (Nr. 23 vom 23. 3. 1031) bereits berichtet wurde, Die Einordnung der deutschen Juden kann naturgemäß nur allmählich vor sich gehen. Die ״Höhere Werkschule 8du.1,״> Hingen“ soll der Er/ielumg der jüdischen Kinder ans Deutsch•!and auf positiv-jüdischer Grundlage dienen. Die Sclnilc (rat kürzlich mit einer gut gelungenen Purimfcicr vor eine breitere Ocffeniliclikeit. Es werden auch Versuche gemacht, die Kn■ nähertiug der Juden verschiedener Herkunft und Rkhtur,; zu fördern. Das zionistische!..eben hat in Holland im Laufe des letzten Jahres einen erheblichen Aufschwung genommen. Die Mitglieder/,1111׳ des ״Ncderlaiidsdien Zionistenhoiui“ ist von 2000 in 1931/1932 auf 3230 in 1932 33 gestiegen. Die Nationalfondscinnahnien sind vor! 29 000 Gulden in 1931393' aut 36 000 Gulden in 1932 '19'3'i gestiegen. Für «len Keren Hajessod wurden im vergangenen Jahre über 80 000 Gulden gezeichnet, d. b, etwa 10 000 Gulden mehr als im Vorjahre. Die Zahl der Zeichner ist um 300 gestiegen. Im Fcbrusr dieses Jahres konnten 103 neue Zeichner geworben werden. Daraus geht hervor, wie stark das Interesse der holländischen Juden für den Palästina-Aufbau trotz der auch hier zunehmenden Krise und trotz den Anforderungen, die das Ernigranteniiilfswerk stellt, gewachsen ist. Besondere Aufmerksamkeit wird der C h a I u z - IIach• scharalr gcschenkl. Fs besteht eine ״Vereetiiging tot vakapleiding van Pnleslinapionii’rs“, deren Aufgabe es ist, durch Bc.sehaffuiig v«jt1 Geldmitteln sowie landwirtschaftlicher und icizt auch handwerklicher I Indisch,־irnlisti'llcn die erfordrr• liehen Voraussetzungen für eine gut!• Ausbildung zu r« baffen. Die Zahl der in Hnchscltarah befindlichen Chaluzlm stieg von 80 am 1. November 1912 auf 180 am 1. November 1933. Hier• von waren 90 iu der Landwirtschaft, 40 im Handwerk und 50 in Miidchcnherufen tätig. Die Anzahl der Chaluzim hat seitdem weiter /«genommen. Ei» großer Teil von ihnen kommt aus Deutschland. Die Ausbildung in der holländischen Landwirtschaft wird als hesomlers gut bezeichnet. Die Chaluzim gehören teils dem ״Hechaluz“ an, teils, soweit sie am der holländischen ״Jeugdfcdcratic“ kommen, der ״Chcwrath Olim“. Arbellcrverliaflungen in Klar Saba jeru salcm, 5. April. (J.T. A.) 28 jüdische Arbeiter wurden am 3. April naclimiltngs in K f a r" Salta von der Polizei verhaftet, als si«* vor jüdischen Oraiigen-PlantakTii, ln «lenen arabische Arbeiter hcseliäftigt werden, Posten standen. Die Verhafteten gehören allen jüdischen Arbeiter• gruppen, der Hisladrutli, dem revisionistischen Irgun, dein Poet Hamisrachi und der Agudath Israel, an. Die verbal• teteri Arbeiter sandten einen Appell an das in Jerusalem tagende Zionistische A k t i o n s- (', o nt i t e, daß esjx ihren Gunsten interveniere. Das A.-C. entsandte eine spezielle Abordnung nacli Kfar Saha, um die Angelegenheit an Ort und Stelle zt! prüfen. Die jüdischen Plarifageithesifzer erklären, sie seien RC• zwungen, arabische Arbeiter zu beschäftigen, weil ihnen Infolge der Eliiwandertingspolitik der Regierung nicht ge* n u g jüdische Arbeitskräfte zur V c r f ü gua»' stehen. Die gesamte jiidisebc Bevölkerung der weiteren Um• gebung von Kfar Saba hat sieh freiwillig zum Post«״• «lirnst vor den jüdischen Plantagen, die Araber beschäftigen, zur Verfügung gestellt. In Kfar Saba wurden weitere neuä Verhaftungen vorgenouuucn. Verfahren fjcßcn Brith Trumpeldor vor den! Koiißrcßgerlchl Jerusalem, 5. April. (J.T.A.) Am 5. April «f beim Kongrellgericht das Verfahren gegen Brith Trump™״[ eröffnet, das auf Veranlassung der Exekutive ciugelcit« worden war, weil Brith Trumpeldor ein Rundschreiben lassen hatte, in dem die Mitglieder aufgefordert wofuCj waren, s i c 11 E i 11 w a n d e r u n g s z e r t i f i k a t e auf *n* derem Wege als durch die Exekutive zu ״c' schaffen. Die Exekutive hatte daraufhin den Vc(trct,c[. des Brith Trumpeldor das Recht auf Mitwirkung ״ '״ Palästina-Acmtcrn abgesprochen. Im Verlauf der Verhanmun* vor dem Kongrellgericht stellten die Revisionisten «1 reu cjnes Ulliinatinns eine!teilte von Forderungen,_ die _ Gericht abgelelmt wurden. Daraufhin erklärten die nisten, sic würden weitere Aussagen vor dem Kongrcßgcr1*' verweigern. , Das Kongreßgericht hat angekündigt, daß die Vcriif licluing des Urteils im Verfahren gegen Brith Trump™‘״ im Lauf der nächsten Woche erfolgen wird. Wegen Teilnahme an den vor einiger Zeit an der U׳'״ versität D ehr ״״ •J alJ 5iCi,.v°r «migcr ״״!!״ - , sclireituneeii kt JJlv s<aJ(ffclundenen antisemitischen Auf Mt für infrner!״'!־!i ״f£r rCr dortige« philosophiselicn Eskc‘• Von der ttiefü,! ■‘1I1!* crC^- 1,“י i׳wc‘ Semester relegiert worden Grunde zwei St 1d^״(C״ 'vurden aus dem Stndenten erhiib! f',' •f״r c״> Semester relegiert. 29 ander« verwarnt. r" e^Ln kleinere Disziplinarstrafen und ward® B Nr. Tlb Dl diff «״ und H Tiber!) lnml zwei j all«*». Deuts( risten. rensis• Ti wohne bischci ge in < siert : sprach die S Mchrh die r« nicht Ihrer i Altstac verseil Al schönt Gassei bevülk Mosch seinen der a sdtwai Juden zen K tätowi l> tun: 1 Milieu sich a Seite, B( liegt i Meere und b Kurort Netilln er kle zu ge llitach cinwai man r Hitze ten Sc iiln׳rm wild,, gere starke zelten mien I Jahren stand gut, u Arbeit Kinde! Ei sind d liehen derer? r> Haupt sich t Obst, mittell die W Ktipfe Silber! werk über h! portic: teilwe?«1 ch in ver reu St beiten mogli( ו. ״! j n i s der!!, ■ D sam. ־ übers« die B Die 1 Schuh hillah W;1hr| (S 01,״, ausrei ",eitel meind "׳cseit *u ein D ",erke Bauer Geml, Wirts■ ",ar r A1tsie ^,erdc ״ewcf . N den; . [Jcr si Jetzt : führte Drda! follCt Bickg S וי9י nach ebene r r