Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 29 (10.4.1934)
- Date
- 1934-04-10
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 29, 10. IV. 1934 lilemnnd, der einmal in der Zelt das Land bereist, soll lieh als S״cl1ver'.tümli(׳er betrachten. Hei früheren Palästinai'clscn konnte man ein einigermaßen vollständiges Bild der jüdischen Position im Lande erwerben. Man kannte sozusagen jedes neue Haus und fast jeden neuen Baum, jedes Stück jüdischen Bodens und seine Geschichte. Ls war auch möglich, jeden Bekannten auf/usueiicn und zu sprechen. Heute wäre das ein wahnwitziges Beginnen. Eine Hille von Unternehmungen aller Art schießen aus dem Boden, Einzelpersonen und Gesellschaften arbeiten auf eigene Laust, es gibt keine zentrale Regelung oder Kontrolle, keinen Punkt, von dem aus man alles überschauen und in das Gewogc des Lebens eine schematische Ordnung bringen könnte. Natürlich ist cs auch ausgeschlossen, mit allen Bekannten zu sprechen. Schon ist es auf den Boulevards von Tcl-Awiw oder in dem neuen Straßennetz von I ladar 1 lakarmcl so wie auf def Straße der Großstadt, wo man grüßend aneinander vorbeihastet. Die Freunde int Lande wissen cs, sie verübeln es nicht mehr (wie vor einigen Jahren), wenn man sie nicht aufsucht. Wer z. B. als deutscher Zionist jetzt alle dcut* sehen Zionisten im Lande nufsuchen Wollte, wäre in arger Verlegenheit. Und weder die neuen. Häuser der Städte noch alle neuen Siedliingspunkte auf dem Lande kann man jetzt behalten. Es ist ein neues, größeres Palästina, mit dem wir cs heute zu tun haben. Manche charakteristischen Züge fallen sofort ins Auge. Die Einwanderer aus Deutschland treten im Bild der Städte stark hervor. Auch wer darauf vorbereitet war, ist erstaunt über das Ausmaß ihres Einflusses. Die deutsche Sprache ist in den Städten, besonders in den Geschäftsstraßen des Einzelhandels, geradezu vorher!•- sehend. Viele Ladcniuliabcr sprechen mit größter Selbst- Verständlichkeit deutsch, oft erhält man aut hebräische Fragen deutsche Antwort. Die ״Jüdische Rundschau“ ist überall zu sehen und wird in den Straßen und Restaurants sofort nach Eintreffen mit Ungeduld ü ,, Händler entrissen. Sic ist, so wurde mir versichert. < 1,1■ der meistgelesenen Zeitungen in Palästina, und für \i.h- Neo-Palastinenscr deutscher Herkunft ist sic auch <ü« wichtigste Quelle von Palästina-Informationen. Der!1 1 ־d in Tel-Awiw gleicht zuweilen einem deutsche״ ן >?chad, mul manche Cafes und Restaurants haben ■ י laus mitteleuropäischen Charakter, Fine große Zahl \ ׳ Anekdoten über deutsche Einwanderer gehen von ‘ '011:1 zu Mund, am liebsten werden sic von diesen ■ t verbreitet. Dies alles sind natürlich nur Erschcin eil der Oberfläche, hinter denen sich die wahren 1׳ Meine verbergen. Man sieht viele glückliche Gesichter, und trotz der Senkung des Lebensniveaus und der Schwere eines neuen Anfangs in der Lcbeiisinittc sind die meisten zufrieden, ihr Leben hier gestalten zu können. Vor allem die Kinder sind es, für die all das geschieht, und sic sind cs auch, die sich am leichtesten cinleben. Auch die Jugendlichen in En Charod, die vor kurzem mit der ״Jugeiul-Alijah“ ankamen und dieser Tage vom .stellvertretenden High Commissioncr besucht wurden, sind, wie zur Beruhigung der in Deutschland lebenden Eltern versichert sei, in allerbester äußerer und innerer Verfassung. Das Wachstum der Städte ist verblüffend. Tel- A w i w dehnt sich nach allen Richtungen ans, ist mit seinen einstmals weilabgelegcncn Vororten bereits eng verbunden, streckt sicli nach Norden zum Jarkon, wo das Messegeländc mit seinen rapid errichteten großen Ausstellungshallen liegt, überflutet längst die Bahnstrecke Jaffa—Jerusalem mit seinem ״Handels-Zentrum“; wahrend die alten Straßen planlos angelegt lind z.tl eng waren, sieht mau jetzt schon deutlicher städtebauliche Tendenzen. Der große Rothschild-Boulevard mit seinen Alleen gestaltet sich zu einer ״Ring-Straße“, die im weifen Bogen die inneren Bezirke umspannt. Der Vcrkehr ist sehr lebhaft, eine große Zahl von Autobus- Linien führt in alle Richtungen; und der westliche Teil der Stadt hat den Charakter eines Seebads, am Schahbath ist der Strand von einer unabsehbaren Menschen* menge besät. In Jerusalem ist die ständig wachsende Vorstadt Reliavija das Haupt/cntrinn der jüdischen Bautätigkeit, in Haifa klimmt das jüdische Viertel Hadnr Hakarmel den Bergabhaug immer höher aufwärts und aus dein Steingeröll entstehen moderne Straßen;!eitler wird das gerade hier unvergleichliche Laiulscliaftsbild durch die modernen Hochhäuser beeinträchtigt. Es muß hinzugefiigt werden, daß auch die arabischen Städte wachsen, und in dein internationalen Jerusalem Weiden von christlicher und arabischer Seite bedeutende Bauten errichtet; man denke nur an den Riesenbau der Yotmg Men’s Christian Association oder an das neue Rockefcllcr-Muscunt, das unmittelbar neben dem Tempelplatz freilich sehr störend wirkt. Die Entwicklung der jüdischen Städte und Stadtteile ist eine Angelegenheit der Privat-Initiative und die zionistischen Wirtschafts-Institutionen haben dabei so gut wie keinen Einfluß. Trotzdem soll man nie vergessen, daß ohne die Hilfe der Zionistischen Organisation das meiste davon nicht hätte entstehen können« Die Gründung Tel-Awiws wurde durch ein Darlehen des Jüdischen Nationalfo ids ermöglicht, und der Erwerb der Boden in Jerusalem und Haifa wurde von nationalen Instituten eingeleitet. Wenn die Stadtverwaltung Tel- Awiw, heute eine der mächtigsten wirtschaftlichen Körpcrschaftcn des Landes, sich ihrer Unabhängigkeit rühmt, so mußte sic sich mit Recht von Dr. Wcizmann in aller ’ p-n? ' r;1׳ . •M W«, p-wj ף»■•׳" 41׳׳ * ,wi j '"״ן V׳־1״■. **״ן ן*—ן 4•.« .. יוו• r 1 r~ **ץ r.י׳״■ י־ ' ץ I , י _ ׳ ״■•י׳.*» •»-׳*>»״! .nJ 1 t ' « *«-I j 4 *.ד. - r lu*l fc-4 fc.,1 ךיו ז ץ־'"~C j f I •*•־־■'י Jerusalem, 8. April. (J.T. A.) Nach dem jetzt vorliegenden Sii/uugsprofokoli hat Dr. Weizmaim im Verlaut seiner grüßen Rede vor dem Aktions-Oomitee, der ersten, die er seit drei Jahren vor einer der zentralen zionistischen 111stanzen hielt, u.a. aiisgefülirt: Nach einem Hinweis darauf, daß er sich schon seit drei Jahren au einer Generaldebatte dos A.-C. nicht beteiligt habe, wandte sich I >r. Weizmaim der Besprechung einzelner Fragen der An Siedlung deutscher Juden zu, wobei er 11ervorhoh, daß die zusammenhängende Darstellung dieses Gegen- Standes dem Referat Dr. Kuppins Vorbehalten geblieben sei. Schwierigkeiten der Ansicdlung Wenn man wie ich, erklärte Dr. Wcizniann, die Frage an Ort und Stelle studiert, dann sieht man, wie schwierig diese Aufgabe ist. Diese Schwierigkeiten ergehen sieh nicht bei der Äiisiedlung junger Menschen. Wie Ihnen bekannt ist, sind in Frez-lsrnel schon i800 junge Menschen aus Deutsch- I,iml aiigesiedelt worden. Diese Ansiedluug wurde mit ganz, bescheidenen Mitteln diirciigefüliri. Groß sind dagegen die Schwierigkeiten da, wo es sich um den Mittelstand handelt, um Menschen in reiferem Alter, die mit einem Kapital von 1500 Iris 2000 Pfund ins Land kommen. Die Schwierigkeit bestellt nicht etwa darin, daß cs sieh um minderwertigere Menschen handelt, sondern sie ergibt sielt daraus, daß zwischen ihnen und ihrer schweren Not das kleine, von ihnen mitgebrachte Vermögen stellt. Diese Menschen sind von einer milk'i'gewöltniicltcu Vorsichtigkeit. Sie riskieren den liebergang zur Landwirtschaft nicht, weil er ihnen als ein Sprung ins Unbekannte erscheint. Besondere Kodenrcscrvcn müssen für sie hcreitgestelit werden. Man hat sicli bemüht, Boden hei Risclion le Zion fiir sie zu erwerben. Damals ist cs zu einem Kaufabschluß nicht gekommen. Augenblicklich wieder sichen keine entsprechenden Ländereien fiir diese Mensehen zur Verfügung, Außer der Bodenreserve ist aber mich noch eine Kreditreserve nötig, und zwar nicht nur fiir diejenigen, die aufs Land gehen wollen, sondern auch für diejenigo״, die etwa in der Industrie ein Unterkommen suchen. Ls wird notwendig sein, in nächster Zukunft zwei Kreditiiistihite, eines für die Ausnutzung landwirtschaftlicher Mögliclikciten, das andere fiir industrielle Zwecke, zu gründen. Möglicherweise wird mich die Schaffung einer Wasservcrsorguugs-tiesellschaft nötig sein. Ideal wäre cs natürlich, wenn dieser Bode״ Eigentum des Keren Kajemcth wäre, damit durch diese Bodenreserve Bodenspekulation verhindert werde. Wenn die Kolonisation deutscher Juden langsam fortschreitet, so liegt der Grund hierfür in den schwierigen Verhältnissen des Landes. Die Beseitigung dieser Schwierigkeiten wird viel Zeit erfordern. Palästina Ist überhaupt ein ״langsames Land“, das viel Geduld erfordert. Einwanderungsfragen . Dr. Weizmamt ging sodann zur Besprechung der allgemeinen Lage in Palästina und zur Erörterung der Einwiuuleruugsfvageu über. Er führte ans; Um zunächst etwas Allgemeines zu sagen, will ich meiner tiefen IJehcrzcugting Ausdruck geben, daß wir vor ungeheuren Möglichkeiten stehen. Sie wissen, daß ich in dem guten — oder eigentlich dem schlechten — Rufe stehe, alles stets nur in kleinen Ausmaßen zu seiten. Daran sind meine Augen schuld. Und deshalb hin ich überzeugt, wenn es uns .gelingt, in demselben Tempo wie heute weilerztiarheilen uiui in den nächsten lünt Jahren jährlich weitere 10׳ (KM) bis 45 000 Menschen im Lande uuterzuhriiigeii, daß wir dann Ungeheures erreichen werden. Wäre die Regierung großm! tiger, so könnten wir, glaube ich, leicht zu Zahlen gelangen, wie ich sie eben genannt habe, und dies ohne Gefaiir für die Wirtschaft des Landes. Man kann sich vorstellen, daß in diesem Fall, wenn keine unvorhergesehene Katastrophe ehitritt, unsere Zahl im Lande nach f ii n t Jahren eine halbe Million sein wird. Diese halbe Million würde im l ande die Mehrheit bilden, freilich keine numerische, wohl aber eine dynamische. Diese hallte Million Menschen könnten ihren Weg allein gelten, auch ohne 1ms. Somit könnte ich mir vorsiellcn, ich, der Pedant, der keinen falschen Phrasen glaubt, daß wir nach fünf Jahren einen Schritt tun könnten, der dazu führen würde, daß wir über das bloß formelle Nntionalltcim hlnniiswacliscn. Es wird zwar nicht der Juden stant sein, bestimmt nicht der Juden- Staat zu beiden Sellen des Jordan, mir aber würde doch diese Aussicht, dieser Horizont für unsere weitere Entwicklung ge- •lügen• Und diese Liitwicklung wäre das Ergebnis weiteren Bevölkerungszuwachses. Ich könnte mir vorsiellcn, fuhr Dr. Wcizmann f״r(. {!י j diese Zunahme unserer Bevölkerung nicht nur die s'tä׳'!' sondern auch — und vor allem — das f I a c ii e L a nJ T׳! treffen würde. Ich sage es ganz offen: Mit dem Z1nVva in den Städten allein ist nicht geholfen, wenn ich auch Slj.,g Bedeutung nicht unterschätze. Diese Entwicklung hat mcjn; Meinung nach aber mir daun wirklichen Wert, wenn ״ip.•.' zeitig mich die Dörfer sicli entwickeln. Auch in diesem sehe Ich vor uns Möglichkeiten großer kolonisatorischer L-' stung. Ich könnte mir 7. B. vorstellen, daß der Keren Kajenig; noch in diesem Jahre in unseren Händen zu einem |l)3i!!,' vollen bi'dimmenl wird. Einem Inslnmieiit, geeignet, ,!je gaben zu verwirklichen, zu denen der Eomls cigeiitikl/.," srhaffen wurde. Es schwebt mir dabei die Entwickln״״ Jg II u I e 11 - und B e i s a n - G e l> i e t e s vor, wo alles micli •«' den Anfängen stock t und genügend Anzeichen dnliir Vorhand,- sind, daß Möglichkeiten für die Äiisiedlung von Tausend■•• von Juden geschaffen werden könnten. Ich sehe diese ui■׳ amlere Möglichkeiten und iclt weiß, daß in diesem (anj!., dank unserer Arbeit ein Organismus entstanden ist, der" g. die Welt und für uns selbst eine Leistung darstdlt, O Organismus der wachsen, mul eine Leistung, die noch ׳;!״■;! heuer gesteigert werden kann. Wurde man midi irrigen, w!• ich mir für das Ende meines Lebens wünsche, daun hatte jg keine niulcrc Antwort als diese: N o c 11 fünf Jahre so B i eher Entwicklung zu erleben, wie ich sie so. eben skizziert habe. Auch daun würden wir sicher ut> Schwierigkeiten auf verschiedenen Gebieten haben, doch w«. den diese Schwierigkeiten uns nie so erschüttern können,(יבי I wir in unserer Arbeit gelähmt würden, ln unserer Arbeit kan: 1 gewiß eine Pause eintreten, aber ich kenne keine Kraft, di; imstande wäre, uns auf unserem Weg aiif/uh;!!teil. Gegen den Inneren Kampf An diese Darlegungen schloß Weizmaim den dringende! Appell, den inneren Streit in der f) r g a 11 i s a t i nj zu beenden. Er sagte 11. a.: Das war die eine Seite du Bildes. Oie andere sieht einigermaßen anders aus. Ich inöd.!״ das folgendermaßen atisdrüekeii: Wenn man uns sagen sollte: Ihr sollt fünf Jahre laug arbeiten und dam! wird diese ofe jene Struktur entstehen — Ich würde in unserer jetzigen Lag einen solchen Vorschlag ans dem einfachen Grunde ab• lehnen, weil ich so viele zentrifugale Tendenzen in dieser fc Aufbau befindlichen Welt sehe. Oft überkommt mich Furcht, daß wir das, was wir mit eigenen Händen bauen, auch durch uns selbst wieder zerstören werden. Wenn es so ist, dann ist ■\ besser, zu warten, bis unsere Generation ausgestorben skr wird und ein neues jüdisches Geschlecht lierangewachscn k das imstande sein wird, das zu tun, was wir nicht tun kan!:• teil. Ich will es vermeiden, Dinge zu berühren, die ,1״. einem, bitteren Gefühl kommen. Was ich sage, ist die Wirklichkrit, wie sie sich im Kopfe eines Menschen spiegelt der das Bitterste erlebt und erlitten hat und der je:;: spürt, daß alles auf des Messers Schneide stellt. Es ist sclve so, daß auf das Häufchen Menschen, die in diesem Lau.!: leben und arbeiten, die Blicke und Hoffnungen von Million(־, gerichtet sind. Noch nie war unsere Verantwortung ״ groß wie jetzt. Vielleicht hat cs In unserer Geschichte nu einen Augenblick gegeben, der so schicksalsschwer w.1 wie dieser: die Zeit der Belagerung Jerusalems. Dr. Weizmaim behandelte sodann ausführlich Fragen dr Verhältnisses zwischen Arbeitgebern und Arbeit lieh m er 11, die Gegensätze zwischen den verschiedene־■, Gruppen der Arbeiterschaft sowie Kulturprobleme. Er schloß■ Wir führen einen verzweifelten Kampf um unsere Existenz Alles ist beute so grau, so düster, wie noch nie in unserer Geschichte. Noch niemals war die Gnluth-I age der linli: so missichislos wie jetzt. Früher gab es Amerika. Heute haben wir mir dieses kleine Land, diesen kleinen Punkt, den ihm wirklich noch nicht als den archimedischen bezeichnen kann Gleichzeitig sehe ich den schrecklichen Kampf der Seihe• zerflciscluing in unserem eigenen Lager. Es wäre eine große Leistung, wenn das Aktions-Comitee ein Grs: an schüfe, eine Kommission von drei oder fünf Mitgliedern, die all; diese Fragen, die unser Leben bedrohen, behandeln sollt( Diese Körperschaft sollte in ruhiger, ernsthafter Arbeit eim : Bericht an den nächsten Kongreß ausarbeiten. Die laiifcmh״ Angelegenheiten soll die Exekutive erledigen. Ich halte es In: nötig und möglich, ein solches Organ zu schaffen. Noch mgab cs eine Zeit, die fiir diese Aufgabe geeigneter geweso wäre. Wenn wir die Aufgabe zu bewältigen haben, 1זו; von den Schulden zu befreien, 2000 Menschen neu zu ko!׳!1!״ stieren, neue wirtschaftliche und politische Ziele zu .erreichet, dann müssen wir mich imstande sein, die E i 11 i g k c i t i n tif' Bewegung her/ttslcllen. Werden wir dazu fähig *ein, »o werden wir vielleicht zu einer Erneuerung der Zionist!• sehen Organisation gelangen. Freundschaft daran erinnern lassen, daß auch sic ein Werk der Zionistischen Organisation Ist, und erst durch deren Pionierarbeit der Entwicklung der Stadt der Weg geebnet wurde. Dies ist nicht eine nebensächliche hi• »torische Reminiszenz; denn die große politische Spannung, die heute durch den Jischuvv gellt, hat eine ihrer Hauptursachen in der Vergeßlichkeit derer, die durch öffentliche Hilfe groß geworden sind, Auch für die Zukauft wird cs noch unendliche öffentliche Aufgaben geben, ganz abgesehen von der Möglichkeit eines Rück■ Schlags, mul dann werden die Institutionell der Agency aktiiuisfäliig sein müssen. Darum ist die im Jisclmw heute erkennbare Neigung, ihr Prestige und ihren Einfluf) herabzusetzen, ein bedenkliches Symptom. Es ist aber sinnlos, das Rad der Geschichte zurückdrehen zu wollen. Es ist ein anderes Palästina, das jetzt wird und sich im Riesentempo entwickelt. Der erste Eindruck kann nichts Endgültiges geben. Aber man wird diesem neuen Palästina nur gerecht werden, wenn man es aus seinen eigenen, seinen heutigen Voraus- Setzungen begreift. Für die Äiisiedlung von mehr als hundert Familien deutscher Juden stellte der Keren Kajemcth kürzlieh 2000 Dimam Boden im Enick Chefer (Wadi Hawarith) zur Verfügung, von denen 1000 Dimain bereif» fruchttragend sind. Arbeitcrgruppen, denen dieser Boden früher versprochen worden war, hoben zugunsten der deutschen Juden auf ihn verzichtet. — im Emck Z.ebiiltm bei Haifa hat der Keren Kajemcth einige größere üodeuilächen zur Äiisiedlung von 170 jüdischen Familien aus Deutschland, sowie 150 Dunam für Kinderheime, in denen die Kinder landwirtschaftlich geschult werden sollen, bcreitgcstellt Kleine Nachrichten Als der Attentäter, der gegen die Synagoge und P disclie Schule in Kjüstendi! (Bulgarien) eine iw’•־ schleuderte, ist der Metallarbeiter Wassil Kresfcsc K>'• genommen worden. Er erklärte, die Bombe aus Hall KeÄc" die Juden geschleudert zu haben. Die Zionistische Landcsorgaiiisation B 111 g a f I c 11.י B " »1 Sofia eine Konferenz, ab: es wurde beschlossen, eine ״ג■ Gruppen umfassende einheitliche Landcsorganisation in 11 garien zu schaffen. Die Organisation der sep bardisch erי J ״* den in Belgrad hat für das beste Werk über das Th« ׳ ״Geschichte der Seph,irden in Jugoslawien“ .ein ' schreiben erlassen. Der Preis beträgt MDO Dinar. Pje ' beiten müssen bis zum 1. September 1933 abgcliefert^ den. Nähere Auskunft erteilt ^’Organisation des Juifs SCF״ diin de Beigrade, Belgrad. Das Comitd International d’Histoire des Sciences hat den jüdischen Gelehrten Prof. Dr. in cd. R|C! 3);ן Koch, Frankfurt a. M., zum korrespondierenden Mis׳ ernannt. Prof. Koch arbeitet auf dem Gebiete der uese der Medizin, Der Gesamtexport Palästinas an Zitrusfrüchte״' dieser Saison betrug bis zum 18. März 4 612/Jf ף.. , davon 280 000 Kisten Grapefruit, das übrige Orangen. Exportziffer ist um 150IKK) Kisten höher als die Gesa der während der gesamten Saison 1932/33 ausget Kisten mit Zitrusfrüchten. Im Hinblick auf die Tatsache, daß in!«Mer. jP‘njc*4• reiche jüdische Polizisten infolge der ungünstige״; bedingungen aus dem palästinensischen Polizcikorp 1)ן(; schieden sind, wurde in Jerusalem eine V ere1!11gu Förderung 11er Interessen jüdi»cner zistcii gebildet. Die Vereinigung will eine Re1״e, p0|!• richtungen schaffen, durch die die Lage der juuisci zisten verbessert werden soll. Nf« י•*»» JE Di< ptmkt in Reel die det kenswe der bis vorgetr Akt Pi Jahre ( haben. t<•!• in zeugen jii.ti el! dcututij [>i< sehen verlauf Pc Bach Aufgeb best-hei lirrcnd! de״ cn paer I juden, Platz enge \ füllt; Sabbat' zion »ti Sitzung De dk erhalte des Z zu Bc sind 1 selben, ren Ja in P a stellen, ring i längst samkei Die Z über c tins, a stellt, Judent Ei G• Denn von d her, g mit gi das A gen F ״utipol linfit, *wisch und 1 kann w eni im Ra not tu entspr Kmigr Formt kornpl Fiicrzi währe gesclii steiler trete!! wirk!! diesen Arbeil die S Jischu nisten, die r auch Ligen' den < D el Dazu den ״Alig sehe" mit c bcdiii Führt tische sind Einst■ Sin! £ a P v \ Sitzu: *iotis Vor! ten stellt, nicht wem, über Wcrd