Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 29 (10.4.1934)
- Date
- 1934-04-10
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Anx»!2«11Urt(t Dl• 12**•palten* M()llm*!*r-Z#lW RM. — ,20, für S1«llfn**m1rjh• UM» —,10, lilr Pamiljennachrich!*!» UM. —45» E4nr*1«n?*ln*n nur («geti Vnrau•״ zahlun* •ul Poatachrrk-Kooto Berlin 7! 61*״ י,*!«•r In d*r AnrriRen-Alt nahm• Mont•*!»1• Freit•* 9-*B Uhr. AnnthmewchUifc für dl• Dienstag-Aua* ab• Monts* 10 Ubr liir di• Freltag-AuagaH• Mittwoch 13 Uhr (F«mlher1anr«iß*r1 bia Donner•(•* 10 Ubr) ,lasoUr Programm** °Ojl ״ 1 {-—׳) ך '•j ^g—-ך—ן ך—} ק .*-»T \ //J! i 111 j ] C QJ V \ CS JJi •■JlC. O} W. Exekutive bleibt im Amt — Gegen Störungen des Aufbnus Finanz- und Efnwanderungffragen Jerusalem, *!.April. (J.T. A.) Am 3. April fand wieder 1(;te Plenarsitzung des Akiions-Conütes statt, nachdem zwei ה! ׳)/ו.ז ן";/ die Kommissionen;!<1•,)׳t;t linlten. In! Mittelpunkt!h-r ßcr.iiungcn starnl das kiinitige Schicksal 4les Jewish 01011 in I Trust, der 1931 seine Bankgeschäfte der Anglo- Palestino Bank iibertraj;ert hat. ln dem Bericht der hierfür iir.cesct/te» Krimniissioii wurde festgestellt, daß die Entliucklwn: der Aiigin-Pnlcstinc Bank ^iiiistiu ist und daß die eine Dividende aus- Bank Jahr 1933 Inen aranti^rt »ftihnni! IV.« t I M rsÖ* ׳W);usuiaiii rntup- «stau leldr. rieb ttr.191 «Ctl!2(31 rStr.60 154 *4555 plw, trieb ehne (/ogIHpl Wen.׳! «!־«Wtlhl jslr. 3ל «• 6033 ligtine. ihn rr״ 1115« ai.1s f. 1W5 1 wir nfifnir• hl<h»rh* irct• lljy.i.rf iler flank 7um erstenmal für das fchiiften wird. Um einen rechtzeitigen Abschluß der Aktions-Comitd- Ta:uiig zu ermöglichen, wurde in der Nacht vom 3. 7.11m ן April eine Sit71111p eingeschaltet, die der Beratung der pm Leiter 41er Einwanderungs-Abteilung der Agcncy-Exc- Imüvc J. (i Hin bäum vorgelegten Resolutionen zu ״Ein• »■uni e 1ח 11־ g s pr 0 hl c m c n gewidmet war. Es wurde be- •dib'Sfn, daß 1. diejenigen, die die hebräische Sprache beherrschen iiml beitrage iiir den Keren llajesstnl und den Jüdischen Nüuiialfomls geleistet 11aben, bei der Verteilung der Ein- «awlmingszertifikate bevorzugt werden sollen; 2. daß die C h a 1 u /. i m, die Zertifikate erhalten, nicht eilir 1א und nicht über 27 Jahre alt sein dürfen und eine Hacliscli.1!•;111 absolviert haben müssen; 3. daß bei der Zcrtifikate-Verteilung qualifizierte Ar• brilcr uml Handwerker bevorzugt werden sollen, die zionisti• shtn (huppen angeboren, in denen das Studium des He• brauchen betrieben wird; 4. daß Kleinhändler Einwandcrungszertifikate nur dann!ilnlH'ii sollen, wenn sic ein Miiulestkapital von 230 Pfund nach l'.ilislina bringen; 5 daß als Verwamlte palästinensischer Bürger Anspruch 13 7rrlifik.de nur deren Sölme, Töchter, Brüder, Schwestern und l'raiirn haben; fi. dal! wirtschaftlich selbständige verheiratete Trauen brrivliligt sein sollen, auf (irund ihres Zertifikates Angc• bri/e mitzubringen. Bio f" 1111 k t i o 11 e n der Pa 1 ä s t i n a - A c m t er wurcn durch Annahme eines von der llinwandcnmgsabteihing!!ז,.׳ Exekutive entworfenen Statuts endgültig geregelt. Dieses 1t sieht u. a. vor, daß jedes Palästina-Amt aus Vertretern )'•!er (kuppen, die beim letzten Kongreß vorhanden waren, stellen muH und daß die Jewish Agency berechtigt ist, Mislina-Aemter, die die ihnen erteilten Instruktionen nicht teadUen, aufzulösen. der am 4. April abgehaltciicn Sitzung ermächfigte bs AKtians-Coinitc die Exekutive, Verhandlungen zwecks ',ifiialiinc einer großen Anleihe zum Abschluß zu bringen, 'breh die die Sehuldenfreiheit der Jewish Agency wieder• : r/fsh'llt ״m| die Siedlungen der Agency wirtschaftlich '•׳ abhängig gemacht werden sollen. Der Exekutive wurde zu ',׳ocin Zweck Vollmacht erteilt, alle hierfür notwendigen 1'«ntien uml Verpflichtungen zu unterzeichnen, auch solche, flc die budgetären Rechte des Kongresses berühren. Exekutfve unverändert Jerusalem, 5. April. (J.T.A.) Nach zwölftllgiger Vcr- ׳imlhmgsdaucr wurde die Tagung des Zionistischen Ak* l'Wis-Cnniites heute geschlossen. Die Nachtsitznng vom 4. [,»5 ח. April hatte die Einigung zwischen allen Parteigruppen ■brdi Einbeziehung von Vertretern der Opposition in die 1'hktitive nicht gebracht. Auch die Neuwahl des Prlisijkiifim des Aktiiins-Comites wurde nicht vorgenommen, in |An frühen Morgenstunden wurde ein Antrag der Misrachil'Afion, die gegenwärtige Exekutive ahz.11sctz.cn und an Ihrer ■die eine neue zu wählen, mit 30 gegen 12 Stimmen abp’ldmt. Bis zum letzten Augenblick wurden mit dem Misj'ädil Verhandlungen geführt mit dem Ziele, ein Komprojüß dadurch zu erreiciicn, daß dem Misrachi die Entsendung jr.Ms Vertreters in die Exekutive durch teilweise Annahme JV mkraclüslischcn Forderungen ermöglicht werde. Die Vcr- 4,■inillungen scheiterten jedoch an dein Fcstiialtcn des Mis- ||,äfW 1m allen seinen Bedingungen.;3, Z״f Irragc der Neuwahl des Präsidenten des I#,*'סיn s — Com i t«5 s wurde beschlossen, das Andenken '1.11*0 1'lotzkins dadurch zu ehren, daß vor Ablauf des 11'äucrjnhrcs nach seinem Tode eine Neuwahl nicht vor- /i'ncmmcn wird. Demgemäß wurde die Neuwahl des Prasi- I;;״kn bis zur nächsten Tagung des Aktions-Comitds vcr-!|V״״־bcn. 13; I» einer seiner letzten Sitzungen hat das Aktioiis-Comitd 1*!וי n 1~ s.1’"’ <lc״ Kampf gegen Bodenspekulation ||1 ׳ »lästina aufzunchmcn. In einein weiteren Beschluß wurde II״׳'?csprociicu, daß l’ropagaiula zur Sab4>tagc von Keren 11a- und Keren Kajcmetli Bruch der zionistischen Disziplin, «■1deutet und demeutsprechciu! geahndet werden soll. Eerner ,י . lH'M:I1l:)ss(*n, dafi kiinfii^hiu die Vertreter des Hechji- :0Lll\!*alastina-Aemtern nicht nur wie bisher bl01} ni (K'chaluz betreffenden Fragen, sondern in allen if W1111'^ ״«recht haben sollen. | Auflösung des revisionistischen Sonderverbandes bestätigt;!״ der letzten Nachtsitr.ung wurde der Beschluß der Exe- 7> den rcvisionistisciicn Sonderverband aufzulosen, mit 1,50l\,זו Stimmen bestätigt. , ,t;m, Verlauf der Aussprache erklärte der Führer der ',׳'»״?[ ןsehen Fraktion, Jacob!, wenn die Exekutive den 7 ״ wolle, dann müsse sic alle gegen die Revision,sten laclii« ־י" Anordnungen widerrufen. M. M. LJsslsdükin *1”«u Vcrmittlungsvorschlag. Er bcantTagtc, der ßc• * *f Exekutive solle zwar in Kraft bleiben, jedoch m ■ V m I tiiclit vor einem halben Jahre durchgcfßhrt werden, damit in der Zwischenzeit den Revisionisten Gelegenheit geboten *ci, ihre Haltung den F.rtordcmisscn der Organisation anzupassen. Dieser Vermllthmgsvorsciilag stieß bei der Exekutive auf energischen Widerstand. Sicherung des inneren Friedens und Vermeidung von Arbeitskonflikten Wichtige Beschlüsse wurden sodann gefaßt betreffend Sicherung des inneren Friedens in der Organisatbn und zwecks Vermeidung von Arbeitskonflikten. Einer dieser Be- Schlüsse gellt dahin, daß jede Aufreizung zu Gewalt innerhalb der zionistischen Reihen, von wem immer sie nusgehen möge,.strengstens bestraft werden soll. Für besonders schwere Fälle ist auch Ausschluß aus der Organisation vorgesehen. Ferner wurde die ohligntorisclieSchicdsgcrichtsb a r k e i t für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in allen das Arbeitsverhnltuis betreffenden Streitfällen cingeführt. Auch stillen Arbeitsvennitlliingsstellcn geschaffen werden, in denen Arbeitgeber- und Arheitiiehmerverbüudc paritätisch vertreten sein sollen. Dem allen rliescn Stellen übergeordneten Zentralhiiro sollen zu einem Drittel unparteiische Personen angehören. Die Arheitsznteihmg soll ausschließlich nach der Reihenfolge der Eintragung in die Eiste der Arbeitssuchen• de« ohne Beriicksichtigung der Parteizugehörigkeit des Be• Werbers erfolgen. Die politischen Resolutionen Das Akfinns-Comite hat folgende Resolutionen betreffend politische Fragen gefaßt; t. Gegen die geplante Einführung der Einkommensteuer ln Palästina ist Widerstand zu leisten. 2. Die Zionistische Exekutive hat gemeinsam mit dem Waad l.cumi eine sofortige intensive Propaganda dafür zu eröffnen, daß die ln Palästina -wohnhaften Juden sich um die palästinensische Landesange• Ilöripkeit bewerben. 3. Für die politische Arbeit In London und Jerusalem wird ein weiterer Betrag von 9000 Pfund zur Verfügung gestellt. 4. An die Palästina-Regierung ist die Forderung zu richten, den Aufenthalt der als Touristen ins Land gekommenen Juden, die sich zu dauernder Niederlassung eingerichtet haben, zu׳ legalisieren. 5. Ferner wird von der Regierung gefordert, den bisher von Handwerkern für die Zulassung zur Einwanderung geforderten Mindestbetrag von 2S0 Pfund als Kapitalbesitz, hcrabz.usctzen; 6. die den Touristenverkehr hemmenden Schwierigkeiten zu beseitigen; 7. die Zahl der Einwandcrungszertifikate der Aufnahmefähigkeit der jüdischen Wirtschaft entsprechend zu erhöhen und sic nicht nach politischen Erwägungen zu bestimmen; 8. Touristen in Ucbcrelnstimmiing mit den bestehenden Gesetzen Erlaubnis zu dauernder Niederlassung zu gewähren; 9. die Altersgrenze für die Zuteilung von Elmvanderungsz.ertlliknten von 35 au! 45 Jahre 11ina11tzusetz.cn; 10. formelle Hindernisse für die Zuleitung der jetzt in Mittelasien wellenden Flüchtlinge aus Sowjetrußland, denen Helmbefürdcrung In die Sowjetunion droht, zu beseitigen. Innerpoliüsche Fragen — Sabbatichuiz Eine Resolution des Aktions-Count,1* heißt die Stellung• nähme der Exekutive zur revisionistischen Petitions• Bewegung gut. Die Forderung der Revisionisten, den Beschluß 41er Exekutive, daß dem Britli Truinpeldor der Kollcklivanspruch auf Zuteilung von Zertifikaten aberkannt wird, auf/uheben, wurde vom AkliouK-Comit4; ahgclchnt. Zur S i c d I ti 11 g s a kt i o 11 für deutsche Juden wurde festgesetzt, daß 4las aus den Mitteln dieser Aktion erworbene Vermögen eventuell an den Keren Hajcssod überzugehen hat. Ein Drittel der für Ansiedlung deutscher Juden bestimmten Gehler soll zum Kauf von Grund und Boden verwendet wer4len. Im Mittelpunkt der Beratungen standen in der Schluß- Sitzung der A.-C.-Tagung die religiösen Forderungen 41 e s Misrachi. Das Aktions-Comitö beschloß, daß in alle Verträge mit Siedlern auf Beulen der Jewish Agency oder des Jüdischen Nafionalfomls eine Klausel cingeführt werden soll, durch die der Siedler sich verpflichtet, die Sah hat ruhe zu 110 oh ach ten. Da dieser Beschluß dem Misrachi nicht weitgehend genug erschien, lehnte er cs ab, einen Vertreter in die Exekutive zu entsenden. Beratung der Exekutive Jerusalem, 8. April. (J.T.A.) Die sonst in London ansässigen Mitglieder der Zionistischen Exekutive haben mit den Mitgliedern der Palästina-Exekutive eine gemeinsamc Beratung abgehalten, in 41er besprochen wurde, wie die Beschlüsse des Aktions-Coinitees ausgeführt werden sollen. ________ EröHnung des Agrikultur ־ Instituts in Rccliobolli Jerusalem, 1, April. (J.T.A.) Am 3. April nachmittags fana in Rechoboth die feierliche Eröffnung des von Herrn und Frau Israel Sieff zum Andenken an ihren Sohn gestifteten Daniel S i c f f -1 nst i t u 18 für Agrikultur• chemic statt, dessen Leitung Prof. Dr. Wcizmann übertragen wurde. Bei der Eiröffmmgsfcier hielten der Chemiker 111141 Nobelpreisträger Prof. Richard Willstätter, der High Com• missioncr Sir Arthur Wauchope, Dr. Wcizmann, Elarry Sacher, Simon Marks, Nahum Sokolow und Dr. wilLanskv An* sprachen. Der High Conunissioncr iibcrbraclite Dr. Wcizmann 4lic Glückwünsche des Kolonienministcrs Sir Philip Cunliffc- Lister und des Oberkommissars für Emigrantenfürsorge James G. MacDonald. Der Eröffnungsfeier wohnten über 500 Per• sönlichkcitcn des wissenschaftlichen und politischen Lebens aus ganz Palästina bei. RW, Jerusal cm, Ende März. Einige Tage Im Lande erscheinen wie unendliche Zeit; so voll und bunt sind sic von Bildern, Szenen und Ereignissen. Nach mehreren Jahren die alten Plätze wieder/usehen, läßt erst ganz begreifen, was man theo• retisclt wußte: welche unermeßlichen Veränderungen sich inzwischen vollzogen haben. Land im Werden, Volk int Werden, — dies ״im Werden“ empfindet man ganz tief, . aiier man muß cs sich immer wieder seihst vorsagen, denn wie leicht wird es von vielen vergessen! Das Stärkste (und das mußte auch auf den Unbeteiligten Eindruck machen) ist die Dynamik eines Lebens, das Wcizmann* und Blumenfetds Reden auf der A.-C.-Sltzung — Glossen zur A.-C.-Sitzung — Der Fimunzusatz ״deutsch“ — Die Auswanderung von Nichtarlcrn — Brief ans Holland — Unbekanntes Palästina (Tibcrlas und Jericho) — 40 000 Palästinaclnwandcrcr Im Jahre 1933 — Jüdische Bevölkerung»• Statistik — Argentinien diskutiert die Judcnfraße. Beilagen; Sport-Rundschau (mit Bildern aus Berlin und Indien) — Berliner Rundschau Hebräischer Fernunterricht nicht von Bestehendem zehrt, sondern dauernd Neues schafft, und wo ein gestern noch kritisierter oder kritisierbarer Zustand morgen bereits überholt ist. Uchcrall im Lande wird gearbeitet, gebaut, gepflanzt. Menschen strömen herzu, die deutlichen Zeichen einer wirtschaftlichen Hochkonjunktur gehen dem (Jcsämtbild das Gepräge. Das alles ist dem Palästinakundigcn nichts Neues; und doch, wie anders wirkt d.15 persönliche Erlebnis als das gesprochene oder gedruckte Wort. Es ist wie mit der palästinensischen Landschaft, die seit Jahrhunderten von einer gewaltigen Literatur verherr• licht wird, seit den Tagen des Hohclicdcs bis auf die vielleicht mit David Frischmanns Palästinabuch beginnende — moderne Palästina-Journalistik und -Schriftstclicrci, und die doch jedem Reisenden, der zum ersten Mal neu ins Land kommt, eine gewaltige Ucbcrr.aschung ist. Wir müssen oft Vorwürfe hören, warum wir die einzigartige Schönheit dieser Landschaft verschwiegen haben, und sind uns doch bewußt, sic oft genug in würdiger Weise geschildert zu haben; aber das Wort ist wirkungslos bei dein, der das Bild nicht hat, um! jeder neue Tourist wird dieses neue Erlebnis immer wieder haben. So verschieden ist Wissen lind Schauen. Die T o 11 r i s t e n s a i s o n, die jetzt mit großem Schwung eingesetzt hat, bringt eine gewisse Unruhe ins Land. Es sind Festtage, ״außerordentliche“ Zeiten, und erschweren dem die Sicht, der das ״ordentliche“ Palästina zu sehen wünscht. Ist es doch schwer, sich dieser Stimmung der Freude und des Feicrns zu entziehen! Wir haben dies fast jedes Jahr um diese Zeit zwischen Purim und Pcssach, die Zeit der ״Wallfahrt“, die einen unerhörten Zug der Bewegtheit ins Land bringt und ruhiges Urteil erschwert. Nun haben wir in diesem Jahr noch den besonderen Kontrast zur Lage im Oaluth, das sich verfinstert und die freie Selbstverständlichkeit des Jude-Seins liier als ein unschätzbares Gut erkenne^ läßt. Der Touristenbesuch aus allen Ländern!st sehr groß, trotz den Erschwerungen, die die englische Regierung leider auferlcgt hat. Daß eine ganze Reihe von Gästen durch diese unzweckmäßigen Maßnahmen (Knutionszwang usw.) ferngchal• ten werden, ist eine bedeutende Schädigung des Landes, das vom Fremdenverkehr zusehends profitiert. Man kann Palästina mit verschiedenen Augen sehen. Die Touristen selten vor allem die Schönheit, den Aufstieg, das rapide Arbeitstempo; die Einheimisehen und Eingewanderten haben ilire ernsten Sorgen. Es ist nicht immer zu vermeiden, daß diese beiden Betrachtungsweisen in Widerspruch geraten. Man muß heute, will man über Palästina etwas aussagen, sehr vorsichtig sein, denn allzu leicht unterliegt jeder der Neigung zu Verallgemeinerungen von Einzel-Erfah* rungen. Palästina ist kein leicht übersehbares Ganzes mehr. Man kann anekdotisch Erlebnisse schildern, viele Merkwürdigkeiten begegnen täglich dem Reisenden, aber das Leben ist unendlich vielfältig und das Schicksal des Ganzen verzweigt sich in viele einzelne Acste. Es ist notwendig, dies immer wieder ■zu unterstreichen, denn