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Jüdische Rundschau · 1934-04-05 · Heft 27-28 (5.4.1934) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 27-28 (5.4.1934)
Date
1934-04-05
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 16 jüDntmr t?זזntv^cttati Nr. 27/28. 5 IV.!934 H f ך- :1314 i •־■־־׳א^ ץ"*- יי׳־ן ***p י fc-J Va ץ״-״/ | ‘"J Li pp jr*""׳ ^*־־ ןדןp r_\ ף f x i;; ן ין ן p -ץ I : ';; i 1 imi fcaJ LmI Wii IbJ i ■' 1; kä -4׳ t״) f•* k l f '' **”^ r** •״, Lj Lä Li Zementröhren sind kartelliert Entziehung des Kartells Die Industrie Palästinas hat sich um eine neue Form der modernen Produktionsweise bereichert: uni ein Kartell, zu dem sieh die Zcmcntrohrcnfabrikautcn zusammcngeschiossen haben. Oie Herstellung von Zementröhren in Palästina wurde hervorgerufen durch die Entwicklung des Zitrusbaus, der wichtigsten Industrie des Landes, Der Umfang der gesamten Anbaufläche, die mit Zitrusbäumen bepflanzt ist, wird gegenwärtig auf 200 000 Dun.am geschätzt. Hei völliger Dtireliführung der Röhrenbewässerung würde dies einem Röhrennetz: von •1—5 Millionen Meter Länge entsprechen. Dieses Netz besteht zum überwiegenden Teil aus Lisciirührcn. Die Verwendung der Zcmeiitröhren in Palästina ist jüngeren Datums. Der erste lk'trieb, der sie fabrikmäßig!!erstellte, erschien 1028 rnit einer Jahresproduktion von 5000 m auf dem Markt. Die Fabrik wuchs, es entstanden bald Konkurrenzimtcrnehmen. Heute bestehen fünfzehn Fabriken mit einer (ic- Bamtjnhresproduktion (1033) von 32 500 m, Diese Zunahme entsprach nicht der inneren Aufnahmefähigkeit des Marktes. Die Zcmeiitrölimi finden fast nur bei ncuangeiegien Pfian- Zungen Verwendung. Wo Kiscnröhrcn sind, bleiben sie in Gebrauch und können allenfalls gemäß der Abnutzung nach und nach ersetzt werden, was aber wegen der Verschiedenheit der Röhrenweitcn technische Schwierigkeiten bietet. 1 )as Mißverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage hatte die üblichen Folgen: erst Preisschlcttderei, dann Verschlechterung der Qualität, die die Zementröhre gegenüber der wesentlich teureren F.iscnröhrc konkiirrcii/fähig machte. Ferner machte sich die Konkurrenz deutscher Lisenröhmi fühlbar. Die I age wurde unhaltbar. So sahen sieli die Beteiligten zum Zusammenschluß ge/.wungen und gründeten die ״Hitachduth jazrane zinoroth harnelct“ oder wie der registrierte Firmenname lautet: ״The Palesfinc Concreto Pipe Manufacturcrs association“. Aufbau des Kartells Der Vereinigung fehlt kehl Merkmal eines Kartells. Sie Ist straff organisiert. Die Leitung liegt in Händen des Vor- Standes, der wöchentlich zusamincnkommt. Seine Befugnisse reichen weit: jederzeitige Inspektion der Betriebe. Einsichtnähme in die Bücher, Verhängung von Disziplinarstrafen bei Uchcrtretimg der Vereinbarungen, für welche Fälle jedes Kartellmitglied eine Kaution von fünfzig״ Pfund zu!unterlegen hatte. Die Kontrolle des Kartells erstreckt sieh nicht mir auf die Imiehaltuiig der Preise, sondern auch aut Wahrnehmung der Qualität, die unter der Konkurrenz besonders gelitten hatte. Für die von Mitgliedern gelieferte Arbeit leistet das Kartell den Abnehmern eine Garantie von ein bis z.wel Jahren. Die Aufträge werden vom Kartollhüro hearbeitet und «len Mitgliedern hn Turnus und auf Oriutd einen Schlüssels zur Ausführung überwiesen. Die Verteilung beruht auf der Leistungsfähigkeit der Maschinen, die für diesen Zweck in zwei Gruppen von je 1 und lv> Einheiten ein geteilt sind. Das Kartell ist für ein Jahr abgeschlossen. Sind auch nur zwei kleinere Werke draußen geblichen, so gibt cs immer noch genug innere Widerstände, z. B. haben die Fabriken, die außer den Z.cmeutröhicn auch' Betonrühren hcrstcllcn, diese Fabrikate von der Wirkung des Kartells ausgenommen. Das Kartell in Funktion Die bei der Gründung des Kartells in Aussicht jfenommenen Preiserhöhungen hat man vermieden. Man ist zunächst zufrieden, daß man den bisherigen offiziellen Listenpreisen wieder Geltung verschaffen kann, die 7,5 bis 1(1!,inster je Meter ab Fabrik betragen. Transport und Installntion (Legen der Köhren, Montage, Lieferung der Wasserhiihne) sind nicht inbegriffen, und kosten, wenn man pro Diiiiam rechnet, ca. 50 <0׳,י des Röhrenprciscs. Auch von den statutarisch vorgesehenen Stillegungen einzelner Betriebe hofft man ahsehen zu können. Jetzt zu Beginn seiner Tätigkeit liegen heim Kartell Aufträge auf fast •to ״> der Jahrcskapa/Hät vor. Weitere Fortschritte erwartet man von der Qualitätskontrolle. Interessant sind die Abmachungen, die das Kartell als solches nach außen trifft. Die Garantie gegenüber den Ahmännern ist bereits erwähnt. Aber es bestellt ein zweiseitiger Monopolvertrag mit der Fabrik für Wasserhähne ״Beres“, wonach das Kartell seinen ganzen Bedarf an Wasserhähnen vom ״Bercs“ bezieht, während dieser für keinen anderen Kunden im Lande arbeiten darf. Dem ,,Borcs“ tst damit die Sorge um den Markt abgenommen, das Kartell aber ,gewährt einen zusätzlichen Schutz, gegenüber der Konkurrenz von Outsidern. — Auch mit der Arbeitergewerkschaft Ist ein Generalvertrag in Aussicht. Vorläufig werden die Arbeiten von den einzelnen Fabriken an die lokalen Gruppen der Oewcrkschaft übergehen. Die Fabriken liegen nämlich über die Zitrus/one verstreut und arbeiten für die benachbarten Pfian- Zungen, was Transportkosten erspart. Die Arbeiter, die der ״Ilistadruth״ angcschlosscn sind, führen die Aufträge nicht im Lohn aus, sondern als Unternehmer und leisten demgemäß für ihre Arbeit eine Garantie von mehreren Monaten. Der Zusammenschluß wird nötigenfalls die Inansprurhnähme von Bankkrediten ermöglichen, die den einzelnen, meist kapiialsehwnchcn Firmen bisher nicht zur Verfügung standen, jedenfalls nicht in genügendem Maße. Aussichten Solange der Aufschwung währt, erscheinen die Aussiebten der ZnncntrühreiihidiiMrle günstig. Der innere Markt ist erweiterungsfähig, nurh außerhalb der Grenzen des Zitrushaus. Regierung und Gemeinden vergeben viele Aufträge: für Wasserleitungen, Kanalisation, Telephon u. a. an die konkurrierenden Industrien des Auslands. Auch die arabischen Pflanzer spielen vorläufig als Abnehmer eine geringe Rolle; an sic wurde 1031 noch nicht für 5000 Pfund verkauft. Sie verwenden fast nur handgearbeitete Röhren aus den kleinen arabischen Werkstätten. Dr. Ahron El las borg, Tcl-Awiw. «ff gr*״•a U;1 1 f\ O J M" u\j<J N W Am 20. April wird die diesjährige Td-Awiwer Levantemesse auf dem neuen Ausstdiungsgel.inde eröffnet werden. Am großen Platz im Zentrum Tcl-Awiws verkündet auf dem Dach des Lekhauscs Allimhy- und Nachlatli-Beiijnmiu-Strnßo ein Ricserik,ulender hei Tag und Nacht, wieviel Tage uns noch von der .Messe-Eröffnung trennen. Die kommende Messe ist das ständige Gesprächsthema aller im Wirtschaftsleben Stellenden. Für die rechtzeitige Fertigstellung der 35 Hallen und Pavillons der ״Messest,•ult“ bürgt der Einsatz eines Arbeiterheorcs von gegenwärtig 1200 Mann, wobei nach dem Ab- *,chliilt der eigentlichen Bau,arbeiten nunmehr die Vollendung der Straßen und Plätze und die Innen,lusslnlttuig der Messebauten im Vordergründe stehen. Da der Zustrom der Ausstelleranmeldiingen weiter anhält, mußten noch in den letzten Wochen verschiedene Erweiterungen des Gesamtbau• )laues erfolgen, insbesondere der Bau einer zweiten Auslands-!alle, die die Kollektivausstellungen Oesterreichs, Ungarns und Jugoslawiens aufnehmen wird. Neben der Eröffnungsfeier der Gcsamtmcssc wer* den. auch für verschiedene ausländische Pavillons und Kollektivgruppeii offizielle Weiheakte stattfiuden. Zur Eröffnung des f r a n z ö s i s c h e n P a v i 11 o 11 s hat sich eine Regierungsdelegation Frankreichs angesagt, die der frühere Minister Justin Godart fuhren wird, lieber den belgischen Pavillon hat König Leopold IIL, ein großer Freund des! Palästina-Aufbauwerks, persönlich das Protektorat übernom* men. Während der Messe selbst werden zahlreiche offizielle Persönlichkeiten in 3'el-Awiw erwartet. So verlautet, daß Marschall P i 1 s 11 d s k i auf seiner demnächst geplanten Aegypteurcisc die Gelegenheit nicht versäumen wird, den Polnischen Pavillon, eines der bemerkenswertesten Bauwerke der 'I el-Awiwer Messe, hei einem Abstecher nach Palästina zu besichtigen. Zur Eröffnung der während der Messe im Tel-Awiwer Makkabi-Stadion stattfindcudcn internationalen Leichtathletik- und Fußball-Wettbewerbe wird Lord Melch et t nach Palästina kommen. Aus zahlreichen Ländern werden kaufmännische Studienreisen zum Besuch der Levantemesse organisiert. In Oesterreich, Ungarn, Jugoslawien, Polen, Italien, Rumänien geht die Initiative hierzu unmittelbar von den Handelskammern aus. Die von Eisenbalmverwaltiiiigen, Schiffnhrtslinicn und Luftverkehrsgesellschaften vorgesehenen Reiscvergiinstiginigcn ,für Mcsseausstellcr und Messebesucher haben sich in letzter Zeit wieder um eine ganze Anzahl vermehrt. In Tcl-Awiw selbst sind zur Unterbringung der Messegäste umfassende Vorkehrungen im Gange. Neue Hotels und Penfdonen entstehen allenthalben, und vermutlich wird cs in Tel-Awiw kaum eine Familie geben, die nicht mindestens einen Messebesuciier aufnehmeu wird. Auch in den Nachharorten Tel-Awiws, wie Ramath-Gan usw,, werden Unterkiinftc für Mcssegiiste gesichert werden; Autobus-Soiuler* linien werden eine bequeme Verbindung mit dem Messegelände hersteilen. Wie aus Europa, so darf die Messe auch auf außerordentlich starken Besuch aus Aegypten und Syrien, dem Irak, Persien, der Türkei und Cypern rechnen. Die Presse dieser Länder hat sieh noch nie so lebhaft mit Palästina- Problemen beschäftigt wie mit den Vorarbeiten und Aussichten der Tcl-Awiwer Messe. Dabei dominiert, jenseits aller Politik, der praktisch-wirtschaftliche Standpunkt. Man erblickt in der Levantemesse eine hervorragende Chance auch für den Ausbau der eigenen Außenhandelsbeziehungen. A. Die Beteiligung Englands an der levanfe-Messe London, 26. März. (J.T. A.) Im Unterhaus richtete der Abgeordnete Barnett Jänner an den Staatssekretär für Uebcrsechandcl, Colonel Colville, die Frage, wie die neuesten .Informationen über die offizielle Beteiligung .׳umhindiseber Staaten an der Tel-Awiwer Lcvantc-Mosse, die im nächsten Monat eröffnet werden soll, lauteten, wie hoch «He Investitionen seien, die Jeder dieser Staaten zu diesem Zwecke vornehmen muß, und welchen Raum die Ausstellungen der ein- /einen Staaten auf _ dem Aussfellungsgchüule einnähmen. Staatssekretär Colville erwiderte, nach den letzten von den Messebchärden gegebenen Informationen werden außer dem Vereinigten Königreich folgende Staaten offiziell an der Messe tcilneluncn; Oesterreich, Belgien, Bulgarien, Frankreich, Italien, Japan, Polen, Schweden und die Schweiz. Fs besteht Grund zur Annahme, daß die offizielle oder andersartige Beteiligung ferner noch in Aussicht genommen ist seitens der Tschechoslowakei, Cyperns, Dänemarks, Finnlands, Hollands, Litauens, Norwegens, Rumäniens und Jugoslawiens. Betreffend das Ausmaß der Beteiligung der einzelnen Staaten und der hierfür aufgewandten Mittel liegen sehr wenige Einzclmitteilungcn der Messebchärden vor. Oesterreich aut der Levante Messe Wien, 26. März. (J.T. A.) Die Vorbereitungen für die Beteiligung der österreichischen Industrie an der I. c v a n t e - M c ss c in Tcl-Awiw sind nahezu beendet. Das Interesse der maßgebenden Wirtschaftskrise war ein überraschend großes. Dieses steigende Interesse Oesterreichs für die Levante-Messe ist vor allem darauf zuriickzufiihren, daß der Export Oesterreichs nach Palästina in den letzten Monaten rapid zugenommen hat. Im Monat Januar d. J. hatte die österreichische Ausfuhr nach Palästina mit S. 77t סייס Warenwert das Vierfache der gleichen Zeit des Jahres 1932 und das Doppelte des Vorjahres erreicht. * Der Beschluß, einen tschechoslowakischen Pavillon auf der Levante-Messe in Tel-Awiw zu errichten, ist endgültig gefaßt worden. Es .wurde in Prag ein Komitee gegründet, an dessen Spitze der Präsident der Handelskammor, Trobicky, stellt und dem U. a. auch Abg. Dr. Angelo Goldstern und Sekretär Ing. Egon Stein als Messe- Vertreter angeboren. Die jugoslawische Regierung hat dem Jugoslawisch-Palästincnslsclien Wirischaltskomitec die Stimme von 100 00b Dinar .zur. Errichtung eines jugoslawischen Pavillons auf der Levante-Messe in Tel-Awiw im Frühjahr 1934 zur Verfügung gestellt. Die Handelskammer von Konstantinopel hat die Organisierung einer Reise türkischer Kauflcute zur I. c - va ute-Messe In Tel-Awiw übernommen. Bisher haben sich zu dieser Exkursion etwa 300 Teilnehmer «)gemeldet. Der Palästina - Markt Von Dr. J. Adler || Tcl-Awiw, Ende März 1034. t§ Geld- und Kapitalmarkt |f Der starke Touristenverkehr, insbesondere aus Amerika ־׳• und Südafrika, hat den palästinensischen Banken neue IW ä sitcn zugeführt, deren Eigentümer inzwischen nach Anlage :l mftgiiflikcitcn im Lande Ausschau halten. Die Nachfrage n.,c|, | Pfandbriefen gestaltet .sich sehr lebhaft; ebenso nimmt «!י: ״ private Kapitalangebot für erste Hypotheken auf gute Zu», f häuscr in Tel-Awiw und Haifa ständig zu.;ן Citrus - Fruchte Die palästinensische O r a ת g e n - A u 8f u h t hat bis Mitte März schätzungsweise die Zahl von vier Millionen Kisten übe(. schritten. Infolge ruhigeren Wetters konnten wieder größere Verschiffungen ab Jaffa erfolgen. Da in Großbritannien von! 1. April an wieder der höhere Zollsatz cintritt. häufen »ich gegenwärtig die Transporte nach London, Liverpool und Glasgow, um noch möglichst vor dem genannten Termin 'י• dort cinzutreffen. Die Tendenz ist weiterhin sehr fest, die Preise befinden siel) nach wie vor im Steigen. Auf dem englischen Markte notiert gegenwärtig die Kiste bis zu 17 rt Auch der deutsche Markt liegt günstig (Hamburg: 11,50 Rn( pro Kiste). ׳ ’ י Der G r a p c f r u i t - M a r k t befestigt sich. In England! werden bis 23 sh pro Kiste gezahlt. Mehl ״ Der palästinensische Mchlmarkt verkehrt zurzeit In »b. זי geschwächter Haltung. Bei bedeutenden Vorräten bleibt du Jf Geschäft ruhig. Die Preise bröckeln langsam ab. Pur ameti- 1 kanisches Weizenmehl erster Qualität werden loko EP 14 I pro Tonne, für australisches Weizenmehl erster Qualität i £P 111/a notiert, Die Umsätze in Roggenmehl sind gering. •־: Zucker Die Tendenz auf «!ein palästinensischen Zuckermarktr in 1 augenblicklich sehr matt. I >ie Preise sind stark gesunken, j Gemahlene Raffinade ägyptischer Provenienz verkehrt loko mit •CP 17 pro Tonne. Die ägyptische Ware, deren Export durch! Gratisbeförderung auf den ägyptischen Bahnen stark begiinstigt wird, verdrängt den Java-Zucker immer mehr. Der enjlisehe Zucker ist gegenwärtig für den p,׳ri.i*riinr1H<uhrn Mutt ■ zu teuer. Die pniäsiinen ,1 u׳in־n Zucker-Importeure Indien in ■ letzter Zelt durch den Preisrückgang erhebliche Verluste an 1 ihren noch zu höheren Preisen eingekauften Vorräten er• ff litten. Was Würfelzucker betrifft, so wird die früher bevor- § zugte tschechoslowakische Ware heute stark durch ägyptische 1 Offerten zirrückgcdrängt; bei schwacher Tendenz verkehrt Würfelzucker loko gegenwärtig mit £P 21 pro Tonne, Kaffee Der palästinensische Katfeemarkt befindet sieh In kräftijrt Erholung. Die Preise ziehen weiter an. Loko zahlt man pro Tonne, je nach Qualität, CP 65 bis 85. Die geringeren Sorten sind ״Santo«“ und ״Rio“, während In höherer Preislage ״Aden“ (arabischer Kaffee) dominiert. Durch die neue Lin• Wanderung sind die Qualitätsansprüche im palästinensisches Kaffee-Konsum erheblich gestiegen. Tee Im Einklang mit dem Weltmarkt verkehrt auch der Tee■ Markt Palästinas in steigender Tendenz. Hauptsächlich wird Ceylon-Produkt (״Nr. 6 Orange Pecco") bezogen, während chinesische Ware für zu teuer und japnnischc Ware für zu geringwertig gilt. Für Ccylon-Tcc cif Jaffa zahlen die Imp«• teure gegenwärtig 1 sh 3 Pence pro englisches Gewichtspfuml. Da die m Palästina lagernden bedeutenden Vorräte noch auf billigerer Prcishasis cingckauft sind, folgen die Inlandspreise erst allmählich der internationalen Erhöhung, Kakao Der palästinensische Bedarf an Kakao wird heute bereits großenteils durch inländisches Fabrikat gedeckt, das in einer Tcl-Awiwcr Fabrik aus importierten Kakaobohnen hergestellt wird. Aus dem Auslände, namentlich Holland, bezogener Kakao notiert heute pro Tonne cif Jaffa'Haifa mit CP 22 bis 3! ic nach Qualität. Die Tendenz ist sinkend. Die starke Konkurrenz der Importeure untereinander trägt weiterhin zum Druck auf die Preise bei. Mandeln und Nüsse Da die letzte palästinensische Mandel- und Nnß-Emte sehr knapp nusfiel, verkehrt der Markt bei starker Nachfrage za festen Preisen. Getrocknete Pflaumen Die in Europa führende bosnische Trockcnpflaume tritt tu Palästina bisher nicht in Erscheinung. Hier beherrscht die kalifornische Pflaume den Markt. In letzter Zeit hat sieh 0״f gewisse Preissteigerung ergeben. Daraufhin haben neuerdings größere Importe eingesetzt und wieder etwas preisnivclliercnd gewirkt. Reis Der arabische Konsument Palästinas bevorzugt ägyptischen Reis und entsprechende billige indische Sorten, während der jüdische Verbrauch sich den besseren Qualitäten, niUtj״« Siam und Patna, zuwendet. Das Geschäft ist flott, j«1«״ in der Tendenz nicht ganz einheitlich, da zwar die geringere״ Sorten im Preis gestiegen sind, hingegen die besseren Sorten etwas nachgegeben haben. Man zahlt pro Sack loko W ״1ייו bis £P 2. Die Vorräte sind groß. Getreide und Futtermittel In Weizen ist die Marktlage unverändert, rechnet mit einer so günstigen Ernte, wie sic schon *a mehreren Jahren nicht mehr zu verzeichnen war. Für Gerste ziehen die Preise gegenwärtig an. stets vor der neuen Ernte. Ware russischer, türkischer rumänischer Provenienz wird loko mit £P 5>/a Pro Tonne « gesetzt. In Mais befestigt sich die Tendenz. Der Loko-P״■“ beträgt 6,250 bis 6,30(1 pro Tonne. Hauptsächlich wird ag׳r tische und rumänische Ware gehandelt. . Saubohnen (für Pferdefutter) verkehren zu steigen Preisen, Syrische Ware kostet auf dem palästinensisc Markte 10K0 heute etwa £P 9 pro Tonne. Den palästinensischen Schlachtviehmarkt beliefern Linie Rumänien und Bulgarien, ferner auch Cypern. «n dcutung gewinnt ständig das inländische Angebot; mdessn diese Ware hauptsächlich für den Ficischverkauf, wenigי ״ die Wursthorstcliung geeignet. Die Preise sind stabil■ jö beunruhigt wurde der Markt in letzter Zeit durch «1״ n tägigen Streik der Tci-Awiwer Engros-Schlächter, «er gegen die Höhe der Schäditgebühren richtete, ohne ״ eine Senkung derselben äurdui&ctzco.

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