Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 27-28 (5.4.1934)
- Date
- 1934-04-05
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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PALÄSTINA - WIRTSCHAFT ״—"'״׳״<: . .- ■-.—.-.-.-.-----.-.־■■ .— ..-.״..׳“׳׳״״* .. ' "" ׳—;. Nr. 57/28. 8. APRIL 1*34 durch 1!:־> '.In <11• uuhc. fi'ulirir t ist, ׳rage: j uv- Jrhetj! m1 ׳kärhst, il< in lüge* ־'< iü-\ siel! etwa Irena t 11t*r mten, ageu, י-זז״1:ו t und1 uni׳ chaft, rialcn eiegt. _win| sentierden nnen, «raus, wird, i es ein deut- Jiireli rgeti- ,״•< .׳1 s pora eines r den 1 des 'yp!!s inten.! jclien ‘ml ett (iahe Nut׳- egenvom vom 'rieh״ 1/nrt, 1. a.;!riegt Spiel; stellt V״r- Un- : mir Zu-, mini[׳, •laute genes ■Puhls sucht! 1isiker stellt, He- [!c- »dies Solin, Un- Uten »ige״ hach Idee“ 1 der A׳cisc rund• 11. t Los• c o [c 6. Neues Leben am Toten Meer Kali-Indusirie und Badeort pas März-Heft der englischen ״Empire Review“ hfinct (״־if1׳ interessanten Aufsatz von Harold I. Slicnstoue• wird lebendig am Toten Meer“. Der Autor!*schreibt darin seine freudige Ueberrasdumg beim Anblick modernen Kurortes Kallia, der an dem bisher verfilctcn Ufer erstände״ sei mul besonders zur Zeit des Voll-!•andrs einen bezaubernden Anblick biete. Ungemein iutergeint sei schon die I ahrt von Jerusalem dorthin; man fahrt!1r billiges (ield in einem Omnibus an viele״ berühmte״ Drtcn vorbei: am Oelberg und am (!arten ('leihscmaneh, an p.jhuiieii und durch die Wildnis von Judäa, die im Som• pir als unfriiclitbnic Fclscngegerid erscheint, aber im Winter von Ultimen übersät ist. Kallia liegt an der Nordwcstcckc j(s Toten Meeres, neben den Anlagen der Palästinensischen [j|i -(1 e s e 11 se h a f t, di(1 heule schon 500;ures umfasseii pd praktisch die ganze Nurdseitc des Sees in Anspnieh nehncn. Die 1 ntstehiing _ des Kurortes Kallia sei, so meint riicjistore, eigentlich eine Folge der Errichtung dieser allen Ansprüchen der modenien Technik genügenden Industriewerke. Die (irsellsdiaft habe ursprünglich die ganze Nordleiste für ihre Anlagen haben wollen, einscliliolllich der «idle, die von Palästinensern zur Erholung aufgesucht zu werden pflegte. Ein unternehmender Araber hatte dort ein Obdach eingerichtet und ein paar Ruderboote augeschafft. Nun heschloll man, einen Teil des Strandes an der Nordostecke fiir Vcrgmiguugsuml Erholungszwecke zu rcscrvicren. Dies führte, so sagt Shcpstonc, ״zur Schaffung eines nadirneii Udos mit tatsächlich allen Annehmlichkeiten“ In den gut eingerichteten Pavillons könne man für billiges Geld speisen, uml zwar ein bescheidenes Butterbrot ebensogut wie ein Diner von sieben (längen! Dort im Freien unter Bigmlainpen zu sitzen und im Anblick des überragenden• llirpcs Nebo, von dessen (lipfel Moses das Gelobte Fand sab, dm llailehetrieb zu beobachieu, — nun, das sei jedenfalls dos Neues! In der Badeanstalt habe jede Zelle eigene Ittwlic usw. — Eine Rundreise mit dein Motornoot biete Anblicke von gewaltiger Schönheit, besonders angc-i hts der malerischen rosa und dunkelroten Fclsklipncn. Jetzt hätten jmisalemer einen Yachtklub gebildet, und bald würden sich mlc Honte auf dem Wasser tummeln. Auch ein schöner Golfrlh/ werde angelegt. — Sliepstone schildert dann mit engisdicm Spoi'fintcresse alle Besonderheiten des Schwimmens im Toten Meer, das bekanntlich die tiefste Wasserfläche der Welt darstellt und in dessen Wasser man, wegen des (imrmcn Salzgehaltes, kaum untergehen kann. Wenn man hi'hrr diese erstaunliche (legend, so fährt der Autor fort, fur viel zu heilt fiir Europäer gehalten habe, so zeige die jatigde Lrfaliriing die Unrichtigkeit dieser Ansicht, da [lim-!!"!יו von Arbeitern, die aus den verschiedensten europäischen!.indem stammten, ohne irgendwelche gesundheitlichen Scliäiligiingeii, ja ohne einen einzigen Fall von Malaria, hier rf.irln'itct liäileii. Nachträglich habe man dann auch die «i.sriiscliaftliclicn Erklärungen hierfür gefunden, die vor iHrm auf den erhöhten Saiicrstoffgeholt der 1.11 ft infolge der bodiKkreii Ticfenlage, aber auch auf «len starken Radiumerhalt des dortigen Wassers und auf ähnliche Faktoren Isrmisen. Das ״Tute Meer“ werde jedenfalls zu einem Ort des Lebens und der Gesundheit! Aber das werde viel- Hdit sogar noch in einem anderen Sinne wahr werden. Denn der hohe Gehalt des Toten Meeres an Salzen mul »crtvnllcu Chemikalien sei das Ergebnis eines Jahrtausende!™lassenden Prozesses, in dein das Tote Meer von den Wassern des Jordan gespeist wurde, ohne irgendeinen Ab- DB zu haben. Die ungeheure Verdunstung absorbierte aber nur das Wasser selbst, und ließ die Salze zurück, wodurch der Salzgehalt immer mehr wuchs, so «laß schon in bib- 1sclirn Zeiten kein Fisch oder sonstiges Tier im Toten Meer Wien konnte. Jetzt aber würde, durch die chemischen Anfägen, der Reichtum an Salzen usw. ausgebcutet und stark '״mindert werden, — so daß vielleicht die Zeit kommen »erde, _ wo die erstaunliche Prophezeiung Ezechiels (47, Ml) ln Erfüllung ginge, daß die Fischer noch einmal ihre Ntlrc im Toten Meer zu reichem Fang ausbreiten würden! A. P. Im ״Berliner Börsen-Couricr“, dem Wirtschaftsblatt der .Berliner liorsen-Zciitiiig“ vom 2t. März 1934, finden wir eine Vk'it über: ״Die Wirtschaftskräfte der ausländischen Kali- Industrie“ von Bergassessor a. IT. Emst Schorfig, und Regierungsrat a. I). I.udwig Sclioen, die sich 11. a. auch mit Pa- ,*stiii .י beschäftigt. Der sehr umfangreiche Aufsatz behandelt zunächst die tntstclmng der palästinensischen Kaliiiulustrie, ihre natürlichen «mitslH-dingmigcn und die Frage der Verkehrsmittel. Er »endet sich dann dem Problem der Kraftwirtschaft Palästinas 'u> behandelt die Arbeiterfrage, die rechtlichen Verhältnisse Jtr k'nli-Gcwimiungskonzessioii und die technischen Anlagen “fr l’alcstine Potasli Co. Eid. am Toten Meer.?1•r Frage der Zukunftsaussichten wird dann fol- Itudvs gesagt: -A.trh «1111־ wFonschabürhen 1rn|(.f־^t1r־|tun|g{־r1 muß als festfG'ell!;mgc-t'hen werden, 11.1 iS da. Tote Meer Kalbabe in einem ‘׳1״tun Aiematic enthält. daß der Weltl.edarf an Kuli daraus die״• [“''di fiir lange Zeit hindurch befriedigt werden konnte. hie Gr!1 siel! in der Praxis indes die Gcwinnung-koslcn stellen, ist Mer niclii einwandfrei zu klaren gewesen. Ks muß aber mit •idierlitii angenommen werden, daß das Erzeugung-verfahren für j« palästinensische Kali, das — wie oben geschildert aut ״ G’id.tmpfimji des .M״-!,!!־! ,״ rtreniht. für große Mas.cn ׳c- ־'"cö1|־g'ko.|en crinrdert, die in keiner Weise mit den t.ewrnnungs mlibrl rfcilaü; 5818 nlr.29 en hn» eld nditr• »rr'1. ®fern!*•# .K'-noeu erinrnen. ine!11 seiner!vc.su ...- 1 lcl> Iiueliprozent iger Kali -alze im bergbaulichen Betriebe <ler ('"''111:11 und franziid-ebrn Kaliiiidii-Iiie konkurrieren konmn.!l״™ kommt, daß die «terzeiligen Arbeitertm«l TT.insportvcr. ,dini-,(• einer ernslliehen Konkurrenz des l’.ilä-tina-K.ilis auf «lein Gin.nUc noch hemniend im Wege sieben. Hierbei ist mili'Mn *" Kitiuksieluigen, daß die englische Mamtals-Regieiung im Laufe '״ i'.ii'loten Jahre alles daran setzen wird, die V erkchrsiinttel *"1»Min,■1s aus politischen uml strategischen ('.runden weitestgehend ,"'ml.,ו!!,■!!! die Nutznirßei in dieser Hemiilnmgen wird bis *« "!"■'״ gewissen Cr ade auch die Kaliimlustiic Palästinas sein. *'-» abdann viellrieht damit gerechnet werden müssen, daß (he ״ hdästina erzeugten Kalisalze in stärkerem Maße als bisher in lfr E־'gc sein werden, sieh im Wettbewerb um die \crs״1״u״g 1'1kbiuls und seines wi! tseliafdich von ihm abhängigen Koloma - LVtes mit Kali-Düngesalzen gegen die an sieh überlegene deut- ״nc Und französische Kaliindustrie zu behaupten.״ in Hifraut folgen Ausführungen über die Finanz- und KamfelDlinissc der ״Palestine8 Potash Ca“, an die sich d e ״«rterung der Rentabilitätsaussichten des Unter "‘""1'ns knüpft. Zl>n1 Schluß des Artikels wird gesagt: ml """'c Befruchtend übrigens die junge Kainndustric •»tji ‘״i •mlere gcwcrhliehe Zweige l’ala.simai gewirkt hat, erhell mm *1״Umstande, daß unmittelbar bei den Kahgew.nnungsmiDgcn *׳ PP.Co. «m Toten Meer ein moderner Kurort 1m Lntr—*x p ך f ״,J rt. I! ,י• >r1״? *""I Atts Haifa wird uns geschrieben: In Nr. 20 der ״Jüdischen Rundschau" Ist ganz allgemein die gegenwärtige Lage des palästinensischen Arbeitsmarktes ski/zieit worden. Dabei wurde auf die Knappheit an gelernten Arbeitern hingewiesen, die in den gewerbliehen Berulen herrscht. Nun liegen die Dinge so, daß sich in der Galuth sehr viele junge und auch ältere Menschen als l adiarheiter ausbtklcn wollen. Aus diesen Kreisen gelaugt hierher sehr oft die Anfrage, welcher Beruf dieser Art gerade am ״aussichtsreichsten“ sei, wobei als ״aussichtsreich“ im Sinne einer solchen Fragestellung meistens solche Berufe betrachtet werden, in denen noch verhältnismäßig wenig MeiiMlicn ausgebildet und tätig sind, Gie I׳rage״,tcllung in der soeben gekcim/elchiielcit Art ist grtimlsäl/licli betrachtet falsch. Sie ist es deshalb, weil cs in einer so jungen Wirtschaft wie der tmsrigen zunächst noch gar nicht darauf nnkommt, wie v i e'l e Menschen gerade in einem Fach tätig sind, sondern darauf, was der einzelne von ihnen kann. Deshalb sollte auch von vornherein von den Stellen, die sich mit der Berufsberatung innerhalb und außerhalb tles Landes befassen, nicht der Versuch gemacht werden, solche!Tagen in dem ״!!gedeuteten Sinne zu beantworten. V/ormif cs heute fiir uns ganz entscheidend ankommt, das ist 11 i e Qualität unserer Facharbeiterschaft. Denn wir haben noch in keinem Zweige von Industrie und Handwerk genug qualifizierte Arbeitskräfte. Gewiß, wir haben liier im Laude bereits qualifizierte Kräfte. Aber größer ist die Anzahl derjenigen, die sieh dafür halten, ohne cs zu s c i n. Gerade hierin, in dem Halbgelernten mit dem Anspruch des Qualifizierten, besteht eine gewisse Gefahr. Dem! dieser Zustand ist nicht als vorübergelieml zu he Ir;teilten. Die Menschen, die heute als Halbgelernte mit dem Anspruch wirklicher Qualifikation tätig sind, lernen ja auch eine neue Generation an. Diese hat aber damit nicht die wirkliche und richtige Lehre in Ihrem Fach. Das Halbwissen pflanzt sich also fort. Das sei liier nur nngcdcutot, um zu zeigen, daß wir es hier nicht mir mit einem Gegenwartsproblem, .sondern auch mit einem Zukunfts- Problem ersten Ranges zu tun haben. l's muß fernerhin berücksichtigt werden, daß das lieberwiegen der Halbgelernten gleichbedeutend1 ist mit einer bcträchtlicheii volkswirtschaftlichen Verschwendung nach zwei Richtungen hin: F.iumat mit einer Verschwendung an Zeit, also auch an Lolin, die durch eine entsprechende Bemessung des Föhnes niemals ganz kompensiert werden kann, zweitens mit einer Verschwendung an Werkstoffen und Werkzeugen. Fs ist unmöglich 711 berechnen, in welchem Grade unsere junge Wirtschaft in ihrem gewerblichen Sektor durch diese beiden Faktoren vorbelastet ist, wie weit hierdurch ihre Konkurrenzfähigkeit herahgemindert wird, und vor allem, wie weit das sich noch fortsetzeit kann. Aber die Tatsache ist wold heute schon festziistetlen, daß diese Volkswir t s c 11 a f 11 i c 11 c Verschwendung den Jischuw e r 11 e b I i c h c S 11111 men kostet. Wir können uns das nicht leisten, volkswirtschaftlich gesehen und damit auch nicht iin nationalen Interesse. Das heißt: Fs muß in der Durchbildung unserer Facharbeiterschaff eine größere Planmäßigkeit cinsctzcn als bis- 11er, Planmäßigkeit in der Richtung der F.rz.ielung eines höberen Qualilätsdurclisclinittcs, erst in zweiter Linie Planmäßigkeit in bezug auf die Verteilung auf die einzelnen Fächer. Die Tatsache, daß der bisherige Aufbau Palästinas in jeder Hinsicht ein Notbau gewesen ist, liegt vor, und sic macht sich auf allen Zweigen unseres wirtschaftlichen Lebens be* merkbar, auch auf dem Gebiet der fachlichen Qualifiüation in der Arbeiterschaft. Aber es scheint doch allmählich die Zeit zu kämmen, in der wir dafür Sorge tragen müssen, daß dieser Notbau allmählich in ein festes Gebäude verwandelt wird, und ein solches kann man im Sinne des Wortes nicht mit ftehclfskräftcn errichten, sondern nur mit Leuten, die ihr Handwerk verstellen ■— mit einer ausreichenden An- 1 a 11 I 9 o 1 c 11 c r L e 1! t e! , Diese Anzahl ist sogar fiir die gegenwärtigen Dirnensinnen des Aufbauwerkes zu klein. Die Lncrgien, die dieses Aufbauwerk fördern uml dirigieren, müssen in stärkerem (Rade als bisher auf diesen Punkt gelenkt werden. Der Begtiff ״Kihlnisi 11 Awodah" hat nicht mir einen quantitativen Sinn. Er hat auch einen q 11 a I i t a f i v e n, aber dieser ist bisher — aus Gründen, denn Berechtigung gar nicht angezweifelt werden soll - - sehr im Hintergrund gebliehen. Ls handelt sich hei all dem vor allem un! eine Geldfrage, nicht 11111 eine Mensclienfrage, Menschen, die gewillt uml imstande sind, sich fachlich zu qualifizieren und in allen mögliehen Facharbeiterberufeu Wertvolles zu leisten, wenn man ihnen nur die Mittel dafür in die Hand gibt, um ihre Tätigkeit auch wirklich von Grund auf zu lernen, haben wir genug. Aber diese Mittel fehlen, und sie sind nicht gering, wenn sic ihren Zweck erfüllen sollen. Die Dinge liegen so, daß der Lehrling in Europa im allgemeinen eine Lehrzeit von drei bis vier Jahren zu absolvieren hat, che er zum Geseilen oder Gehilfen im Handwerk oder zum Jungarbeiter in der Industrie wird. Nun ist es zweifellos richtig, daß im allgemeinen das erste Jahr dieser t elirzeit fur die Ausbildung des jungen Menschen nicht viel bedeutet. Vielfach beschränkt sich seine Tätigkeit in dieser Zeit auf Botengänge und auf sonstige Hilfe int Betrieb, die mit dem zu erlernenden Fach gar nichts zu tun hat. Man kann also vielleicht die normalen Lehrzeiten, die junge Menschen im allgemeinen in Europa diircfiziimacben haben, als übertrieben lange bezeichnen. After auf der anderen Seite kann man doch wiederum nicht innerhalt» von so kurzen Fristen eine I.elirzeit absolvieren, w׳ic sie bei uns in der Hadiseliarah außerhalb des Landes aus bekannten Gründen bisher üblich waren. Als Norm für die zeitliche Begrenzung eines Lehrlingsausbildung wird man durchschnittlich mindestens zwei J'alirc ntiztisd/eii haben, nicht aber mir einige Monate, wie das bisher meistens der Fall war. Und auch tl,11111 ist der Lehrling noch kein fertiger Facharbeiter. Auch dann brniirht er noch einige Jahre praktnclicr intensiver Arbeit unter geschulter Anleitimg, um auf die Hohe seiner individuellen Qualifikation zu kommen. Bei uns aber liegen die Dinge im allgemeinen zurzeit so, daß der Lehrling nur ein paar Monate auf I iadiseharah tätig ist, und daß ihm auch nachher in der Praxis vielfach der Meister oder Vorarbeiter nicht die notige weitere Scliulung geben kann. Die Tatsache, daß für solche junge Menschen, die hier Im Lande von der Schule kommen uml eine Ausbildung als Facharbeiter erlangen wollen, entsprechende F a e I! s c!1 u I e n bestehen, muß in diesem Zusammenhänge erwähnt werden. Aber es scheint, als ob die bestehenden Institutionen dieser Art nicht zahlreich genug sind. Sie müssen eine Vernichriing erfahren, die nicht zu engherzig bemessen werden darf, damit wir von hier aus unseren Teil zur Lösung des Problcrns beitragen können. Aber mindestens ebenso wichtig ist die Angreifurig des Problems von der Galnth her. A. M. stehen begriffen Dt. der dtirrb ein tlnternelinirn' ״Kidliah" fininziert!voi.len Kt, 11 ic Criindntig erinnert umvilikiirlirli nn einen Vorgang, der in den letzten Jahren am Milteldeiilsehlaiid Ix'kannt gewindelt kl. Hier ist in Slaljlurl-l,c0|!o!ddndl, dem Ursprung«• ort der ili'ttt■״ Iien KaliiiidifUrir, nach weitblickenden Plänen clr» (llierliiirgertne■kters der Stadt ein Unternehmen verwirklicht worden, wrlrlicx einzig in seiner Art' ist. In einer riesigen Bodenspalte, die sieh durch das Kin-inkcn des (!olandcs eines ersoffenen Kalihetgweiks gebildet hat, kt ein See entstanden, dessen Wassermeng( 11 mit «len (;rubenbauon «les Kalil!erg!verks in uninlllelbnrer \'< rbindiing stehen lind daher einen höheren Salz- und Schwefelgehalt als vetgleichxwckc die Nordsee mifweken. Das modern nngelegte Sole-Srhsvinnn- 11ml Strandbad hat nach den Feststellungen der Kaliior-rhimgsiinstalt Berlin und •les Hygienischen Inslituti Dessau einen hohe״ gesundheitlichen Wert. I'k erscheint durrhnu* «lenkbar, daß man sieh in Palästina in Krkrnntnh der in Staßfurt- Leopold׳.hall gemai bien Erfahrungen zur Ausführung eine» iihnlichcn Planes entschlossen hat.“ * Aul eine Anfrage des Oberstleutnants Todd Im Unterhaus betreffend die Gültigkeit 11er von M. Novomcjsky erworhcneii Konzession zur Gewinnung von Kali aus dem Toten Meer im Hinblick darauf, daß die türkische Regierung noch vor dem Kriege eine ähnliche Konzession nn eine Gruppe erteilt hat, erwiderte der Koloiiienmiiiistcr Sir Philip Cun- I i f t e - L i s t c r, die Angelegenheit bilde Gegenstand eines Verfahrens vor einem englischen Gericht; vor Abschluß des Verfahrens sei die Regierung nicht in der Lage, Erklärimgcn abzugeben. MöHtaty-D&HHetätofrv, 9-78 UU1 und Titit&fy hui 9-76 UUa> An teilten Schluß 1 Fflr die Dlcnstag-Ausflabc Montag 10 Uhr für Jede Art von Anzeigen Fflr «Ile Frettag-Auzgabe Mittwoch 13 Uhr für allgemeine Anzeigen Donnerztag 10 Uhr für Familien-Anzeigen Anzeigen •Verwaltung t Botin kl 75, tHähekuhafk70 ׳ Zweite Annahme• Sielte 1 Botin Sk/68, ScluUzcMUaße Z? Neue Palästina - Zölle Die palästinensische Regierung veröffentlichte in der ״Palestine Gazelle“ vom 12. 3. 31 eine Verordnung, durch welche eine Anzahl von Nummern des Zolltarifs eine Aendcriing erfahren und einige Nummern neu ci!1gcfü!1rt werden. Der Einfuhrzoll auf Kartoffeln, der bisher I Mil je Kilogram in betrug, wird künftig in der Zeit vom t. 4. bis zum 31. 8. 3 Mils betragen, während der alte Zollsatz in den übrigen Monaten bestehen bleibt. Für P c r I m 1111 c r k 11 ö p f c uml andere nicht an anderer Sudle des Zolltarifs spezifizierte Artikel wird ein neuer Zoll eingefiihrt, der bei ersteren 35 Mils pro Kilogramm, hoi letzteren 20״״ «les Wertes beträgt. An Stelle des in Tarif-Nr. 1(1(1 (0) vorgesehenen Gewichts- /olles fiir Rechenmaschinen und deren Bestandteile treten zum Teil niedrigere, zum Teil höhere Zölle je nach Type der Rechenmaschine ein; ferner sind zu verzollen Pos t s t e!11 p c I k o 111 r o 11111 a s c 11 i 11 e n, Registrierkassen usw. Bei Miedern, Korsetts usw. treten an die Stelle «les bisherigen 15pmz. Wertzolls verschiedene Zölle fiir seidene uml kiiustseidene Fr/cugnisse dieser Art einerseits uml solche aus sonstigem Material andererseits, wobei erstere eine wesentliche Fritöhmig erfahren. Für Dam e 11 h a 11 (I t a se h e n, die weder aus Leder mrch aus Kunstleder hergestellt sind, wird ein Finfuhr/1!״ von 150 Mais je Kilogramm eingefiihrt. Der bisherige Dproz. Wertzoll fiir Handtaschen und I edcr-Nnti/hücher usw. wird auf* gehoben. Fiir Leder wäre 11, wie Hand-, Gehl- und Brieflaschen, wird ein Gewicht</011 von!5(1 bis 300 Mils je Kilogratnrn eingefiihrt. Die übrigen I cderwnrcu werden mit 20 0,״ nach dem Worte (statt bisher 15 *«) verzollt. Die Entwicklung des Autoverkehrs in Palästina Die Entwicklung des Autoverkehrs geht aus dem statistischen Material hervor, «las vom Getier,ilinspektor der Palästina-Polizei, RovGodfrev Spieer, veröffentlicht wurde. Danach ist die Zahl der in Palästina in Bcimt/ung stellenden Motorfahrzeuge von 100 i. J. 1022 auf (>126 i. J. 103'J gestiegen. Während 102! nur 150 km Autostraßen in Palästina vorhanden waren, betrug die Gesamtlänge der Auto- Straßen im Jahre BLL) 1015 km. Die Einkünfte aus Lizenzgebühren betrugen 1022 bis 1033, abgesehen von den eiltsprechenden städtischen Abgaben, 1S2 0H) Pfund; die Einkünfte aus Zöllen für die Einfuhr von Automobilen und Betrichsstoff 1 715 000 Pfund. Für den Bau neuer Straßen und die Verbesserung alter Straßen wurden 056(DO Pfund verausgabt. Die Frlialtuiigskosteii betrugen 800 260 Pfund. Der unter dem Vorsitz des Direktors der öffentlichen Arbeiten stehende Straßenausschuß ist gegenwärtig mit der Ausarbeitun? eines neuen Drcijahrcsplans für die Vcrbcsscrung des Autoverkehrs und Straßenwesens beschäftigt. Bis zum 4. März sind aus Palästina Im Laufe der fm November 1933 begonnenen diesjährigen Citrusexport-Saison fast vier Millionen Kisten ausgcfiibrt worden, im Hafen von Jaffa wurden etwa doppelt soviel Kisten verladen wie im Hafen von Haifa. 1 I