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Jüdische Rundschau · 1934-03-28 · Heft 25-26 (28.3.1934) · page 20

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 25-26 (28.3.1934)
Date
1934-03-28
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 20 ]0 Dl :'.1!:י E RUNDSCHAU N28 ,25/26 .־׳. m, 1934 der füdisdi - spanischen Literatur Mit «ler Verschiebung ili's Schwerpunkte* der Wissen■ Schaft des Judentums 11,uh I’aläsiinn, deren Zeugen wir in den Ict/Icii lalircu sind, erstanden neue Aufgabe«. Palast I nn und vor allem Jerusalem bietet breite Mb!׳- lielikeiten f 11 r das Studium der orientalischen judcnlieit. Lin weites Feld, das bisher noch kaum beackert wurde, öffnet sieh der!•«)rselnwig: 1 >ie Rasseiikumle, der Folklore, die Musik, die Sprache, die Rsyeltologie der sepliardischeii, persischen, hurharisehen, grusinischen, jeincnitisrlicn Juden usw. In den letzten Jahren sind verheißungsvolle Anfänge auf diesem l'oisehungsgehiet zu verzeichnen, die von (leiehrlen in Jerusalem auj;eslellt worden sind. Ilieiher geholt atieh die Bibliographie, über die in den folgenden Zeilen gesprochen werden soll. Der durch zahlreiche Arbeiten hekannte junge Bibliograph Ahraliain Yaari legt einen Katalog \pr, der das wichtigste bibliographische Hiiismittel lür die Erforschung einer der interessantesten Judensprachen wer■ den wird, des Jüdischs p a 11 i sc h c 11 (Spaniolischcn) oder des Ladino, der Sprache der aus Spanien 1492 vertriebenen Julien, ■die sich im Mumie ihrer Nachkommen in Afrika, auf dem Balkan und im Nahen Osten erhalten hat. Die Jüdische National■ und Universitätsbibliothek in Jerusalem besdzt eine?11111 1 eil mit llilfe der seph,'irdischen ( ich!ein den in Palästina zustande gekommene reiche Sammlung von llüchcrn in diesem sprachlich und kwilurgcselii.htlich wichtigen jiidiseht'1! Dialekt, und Yaari. veröffentlicht nunmelrr den Katalog dieser Samm• 11mg, der jetzt, als Beilage der bibliographischen Vierteljahres• Schrift ״Kirjatli S e p ii e r", zur Vollendung des zehnten Jahrganges der Zeitschrift im Verlage der Hebräischen Uni* vermint erschienen ist (Rcsehimat sifre Inditio, Jerusalem, 1931 , 125 S., ■1 sh). Die Bibliographie der jüdisch-spanischen I iteratur lag bisher sehr im argen, Nur der bekannte Forscher Meier K a y s e r I i 11 g hat in sein bibliographisches Wörterbuch ״Bibliotcca espanoln-poitugueza-judnica“, das 1890 erschien, eine Anzahl von Büchern in Ladino autgennnunen, aber die Absicht seines Buches war nicht die Registrierung der Ladino-Literatur, sondern der spanischen und portugiesischen Literatur über die Juden; das Ladino erschien liier also als Annex des Spanischen, was scho# da rin /tun Ausdruck kam, dalt Keyserling für die Aufnahme der Biichcrtitcl nicht die hebräische Schrift bcihehielt, sondern in die lateinische Schrift transkribierte. Von den $bf» Üüchertileln, welche Yaari verzeichnet, sind 295 vor dem Jahre 1899, dem Frschciuungsjahr von Keyserlings Wörterbuch, erschienen und von diesen sinn mir (>5 in dem Buche Keyserlings aufgczählt. Man kann also sagen, ilall Yaari hier die'erste umfassende Bibliographie des Spanioliselien geliefert hat. Der gröiite Teil der ,•ungezählten Werke ist in der Türkei, in Kleinasien, in den Baikaitläiidern und in Palästina gedruckt worden. Der dankenswerterweise angcfügle Schlüssel nach Druck orten läfit erkennen, da II Saloniki in erster Reihe sicht, dann folgen Konstantinnpci, Smyrna, Jerusalem. Von westeuropäischen Orlen hat allein Wien eine hervorragende Stelle. Interessant ist, daß, wie Yaari nnchwcist, zahlreiche Bücher den Dnickvermcrk Cairo tragen, obwohl sic in Jerusalem gedruckt worden •sind. Dies geschah, 11111 der türkischen Zensur zu entgehen, welche für weltliche Bücher die Vorlage des Manuskriptes verlangte, die sic die Druckbewiiligung erteilte. Der Verfasser hat die Bücher nach farblichen Gesichts* punkten geordnet uml am Schlüsse noch einmal ein Gesamtregister der Autoren nngefügt. Auf diese Weise gibt das Buch zugleich eine Ucbcrsicht der verschiedenen (icbietc, in welchem jüdisch-spanische Bücher gedruckt worden sind, S;> gibt es z. H. ein spezielles Kapitel:!,iteratur über Zionismus und nationale Bewegung (danach existiert von itcr/ls ,,Allneulaiul“ eine Lndino-t!ebersetz 1111g, während eine Heiiciset/ung des ,,Jmlenstantes“ nicht angeführt ist"); die Abteilung ״Christentum und Mission" zeigt, daß die Judenmissinn sich vielfach der spaniolischcn Sprache bedient hat. Im allgemeinen erhellt aus dein Katalog, dalt die spaniolisehc Literatur, bis zur Mitte des 1'). Jahrhunderts fast ganz sittlich-rcligiösen (',Inlrakter hat und daher meist Dchcrset/ungcn und eine Auswahl aus vier hebräischen Literatur enthält. Im letzten halben Jahrhundert erst entwickelte sich eine starke weltliche Literatur, vor allem die Belletristik. Fast die Hälfte des Katalogs, gegen •100 Nummern, sind Bücher der sciiüncn Literatur. Darunter gibt cs viele IJcbersct/ungcn. Unter den Sprachen, aus denen übersetzt wurde, nimmt — was. wohl aut den kulturellen F.infhill der ״Alliance IsraGitc“ /uriiek/uführen sein dürfte — «las Französische die erste Stelle ein. Man findet Bücher von Dumas Vater und Sohn, Hugo, Lmiinrtinc, Prevost, St. Pierre, Snc, Zola. Aber auch die russische Literatur mit Büchern von Dostojetvski, (iorki, Jtishkcvieh ist gut vertreten; von Engländern Swift und von Amerikanern Sinclair, Oocthcs Weither ist!,*Ob in Saloniki in spmiiolisclier Sprache erschienen. Auch von Ludwig« Philippsoll ist eine Erzählung■ ins Ladino übertragen worden. Die nicht unbeträchtliche Anzahl von 22 Dramen bildet ein eigenes Kapitel des Buches, darunter drei Shakespeare-Dramen, Molicrcs ״Eingebildeter Kranker“, Bernsteins ,,Israel". Einzelne fast ganz, unbekannte Persönlichkeiten treten, wie die Bibliographie zeigt, als fruchtbare Schriftsteller des Ladino hervor. So Ahraham bei! Jizelmk Assa, der die Bibel,^ das (icbcthiidi, den Scbulchan artteli, den Josippou, den Schewet Mtissnr und die Meuorath Hamnor übersetzt hat; Alexander heu Giat, Verfasser von mehr als 50 Büchern, der in Smyrna durch 30 Jahre eine Zeitung herausgab. ln der Abteilung' ״Bi1• '"׳bersetzungen“ nimmt einen bcsonderen Abschnitt •das B.i'h ,,Meaau Ln,1s" ein, eine große religiöse I n/vklopädii׳, der Bibel entsprechend aiigcordnet, die a!>er auch Erzählungen und religiöse Vorschriften enthält, das immer wieder aufgelegte Licblingsbuch der Sc• piinrilim. Lin besonderes Kapitel hat Yaari der Presse gewidmet. Er verzeichnet 84 Nummern. Besonders nach der türkischen Revolution entwickelte sich eine reiche Zcitschriftcnlitcrafur in Ladino, auch. in Palästina, Die Blüte war freilich von kurzer Dauer. Die Tätigkeit der Alliance einerseits, welche für die orientalischen luden französische Schulen cmrichtctc, das Erstarken des Hebräischen in Palästina, endlich in den letzten Jahren die Naiioiialisierungsbestrcbimgcn der Völker, unter denen die sephnrdischeu Juden leben, drängen die spaniolisclie Sprache mehr und mehr zurück, So «liirfte das Buch von Ynori ein Denkmal sein für eine Judenspräche die sich unter widrigen Umständen durch viele Jahrhunderte fern von ihrer ursprünglichen Heimat erhalten hat und nunmehr doch wohl dem Untergang geweiht ist, Hugo Bergmann, Jerusalem. Ooldmann, M.t Hebräisch. 1. Aufl. Bcrlin-Charlottcnburg, Tel• Awiw 1933/31. 8״. Fs ist unsere» Wissens das erste Buch, «las vom Verlage Scfatheuu Inn au!.gegeben wird. Aber mit die .cm Werk« führt sieh der junge Vnlag gut ein. Denn (i<>1«Im,11111, der sich «I» ein vorzüglicher Lehrer an der I lebräisclicu Lehranstalt «ler jüdischen (lemciiule zu Berlin bewährt hat, der ein umfassendes und tiefe.» Wissen auf «lern Gebiete der ganzen Scinitintik besitzt, zeigt in diesem Buche, daß er es versteht, seinen Schülern die Arbeit des Lernens zu erleichtern. Er ist ein Meister der Methode. Er weiß cs leicht und zu gleich intcressnnt zu niachcn. Zuerst einmal nennt C'ioldmami *ein Buch ״llebriiisch“. Das kann bescheiden klingen und;»uh unbescheiden, Beides ist nicht der Fall, Ooldmann will die Ausdrücke ״Neuhebräisch“ und ״Modcrn-I Icbriiisch“ vermeiden. Mit Neuhebräisch bezeichnet man in der europäischen Wissenschaft jene Sprache, die wir als Sprache der Misehna und der zeitgenössischen Schriften besser als eine /.weite Periode des Ältlich! äisclu'ii bezeichnen sollten. Deshalb soll man diese miß* verständliche Bezeichnung nach Möglichkeit vermelden. Aber auch der Name Moiicrn-Ilebräisch ist ungeeignet, schon darum, weil die Sprache sich zurzeit begrifflich erweitert und aus• dehnt, so daß morgen sich das unmodern erweist, was uns wclleieht als die neueste Entwicklung erscheinen will. Dann aller steht das jetzige Hebräisch, das in Palästina zur Geltung gekommen ist, in einem so engen Zusammenhänge mit dem Allliehräischen, daß zwischen dem biblischen und «icm heutigeu Spraeiim.itcrial ein viel geringerer Unterschied ist, ah zwischen zwei Perioden des Neuhochdeutschen, Denn einen ähnlichen Unterschied wie zwischen dem Mittelhochdeutschen und dem NeulimiidfiiBeiien gibt cs im ganzen I1cliräi»ehen Sprachgebiete überhaupt nicht, von der Verschiedenheit gegenüber dem Althochdeutschen gar nicht zu rc.tcu. Ja, ähnliche Hut(!schiede, wie solche zwischen verschiedenen lebenden deutschen Mundarten existieren, klaffen nirgends zwischen dem ältesten bekannten Hebräisch und der modernen gcsprochciten und geschriebenen palästinensischen Judcnspraiiic. Der innige Zusammenhang mit der geschriebenen Sprache und der tägliche Oehrauch im Gottesdienste haben dem Hrbräischai eine Konsistenz verliehen, wie sic außer ihm keine Sprache hat, die nicht liingsl erloschen ist, Darum sagt Gold• mann mit Recht mir ״I i c b r ii i s c 11“. Aber seine Methode ist geeignet, in das Gefüge der hebräisdicn Sprache so einztiführen, daß er das Verständnis für die biblische liier,stur nnbahnt und doch in «lie lebendige Sprache des Landes Israel cinführt. Wer das Buch fleißig dtirchge,arbeitet hat, besitzt das Material, um sieh ebenso in «Iic biblische und andere hebräische Literatur eiimiarbeiten, wie schon leichte hebräische Gespräche zu verstehen und selbst zu führen. Damit aber hat «ler Lernende bereits alle Schwierigkeiten überwunden, die ihm die Sprache bieten könnte. Galdmann legt großen Wert darauf, die Hilfsmittel aus• /»nutzen, die eine methodische Erfassung des Sprachbaues bieten. Er weiß, daß die Mehrzahl der deutsch sprechenden Schüler eine grammatische Schulung hat, die «lein Unterricht zugute kommt, der diese Vorkenntnisse in geeigneter Weise benutzt. Diese Methode ist für eine semitische Sprache viel wichtiger als fiir eine Indogermanische. Es ist «lies derselbe Grund, wnnim mich die hebräische Konsoiumlensehrift dem Lernenden die Arbeit erleichtert, während die lateinische Um• schriff, die dem Türkischen zugute kommt, das Friemen send• tisfhrr Sprachen erschwert. Das hebräische Wortbild wird durch die drei Wurzel- oder Stammcskonsonanteu bestimmt. Das mag im ersten Anfang dem Schüler, gegenüber den euro päisclieri Sprachen und Schriften, eine Erschwerung bedeuten. zUrer doch nur lür den allerersten Anfang, Nachher, und zwar sehr bald, trägt die Schreibung mit semitischen Schriften reiche Früchte. Ebenso ist es mit der Lehre von den Lauten der Sprache, die anfangs eine unnötige Belastung mit Theorie zu sein scheint, aber im Laufe der Zeit die weitere Arbeit immer mehr erleichtert. Fs ist hierbei wie in der talmudiscben Anekdote vom nahen und weiten Weg; Ein Wanderer will nach Jerusalem und fragt an einem Kreuzweg einen Knaben nach dem kürzesten Wege. Der Knabe sagt ihm: Beide Wege führen nach Jerusalem. Aber der eine sei kurz aber lang, «ler andere dagegen lang aber kurz. Der Wanderer schlägt den Weg ein, den das Kind kurz aber lang genannt hatte. Es dauert auch nicht lange, da sieht er schon die Stadt vor sich liegen. Aber dann geht es durch endlose Wege zwischen Gärten und Hecken hin und her, so daß er lange wandert, ohne seinem Ziel nähcrzukonimen und sich endlich zur Rückkehr entschließt. Fr trifft an «ler gleichen Steile wieder den Knaben, dem er Vorwürfe über seine Auskunft macht. Der aber sngt ihm: Ich habe dir doch gesagt, der eine Weg sei kurz aber lang, der andere lang aber kurz. Du hättest eben den Weg cinschlagen sollen, der zwar lang, aber kurz ist. Der Wanderer geht tum* diesen Weg. F>n dauert es einige Zeit, bis er die Stadt vor sieh liegen sieht. Aber gleich darauf steht er auch schon am Stadftorc, weil hier der Weg trotz der anfänglichen Mühen eben der direkte Weg ist. So ist cs mit der Methode für den hebräischen Unterricht, Es gibt einen Weg, der ist kurz, aber dafür lang. Der sicht von phonetischen und überhaupt theoretischen Auseinander- Setzungen ah und geht nur von 1101׳ praktischen Sprache aus, Da scheint es, daß der Schüler schnell eine Menge von der Sprache lernt. Aber. die Schwierigkeiten wachsen, je weiter der Lernende vordringt. Das System, der gerade Weg zuin Ziel fehlt ihm. Dagegen ist der andere Weg zwar lang, indem er auf das theoretische Gefüge der Sprache hinweisf, dafür ist er aber kurz, wenn man erst die Stadt vor sich liegen sieht. Diesen Weg führt uns Goldmann. Man kann über das Mehr oder Weniger in der Theorie mit j|,m s(r . vielleicht davon absehen, die Bedeutung «!0$ p!״ *' Lautgesetzes so zu betonen, wie er es tut, alu.f J sät z lieh geht er den richtigen Weg, und d,,“1"5■ Hauptsache, Lr crlcichtcit dem Schiller durch die the 1 Belehrungen das praktische I rlern«11 «ler Sprache, ”! Das Buch ist so gut, daß mal» KU'iuigkcileii s״ ״ setzen dar f, ohne 711 I»! tun Ilten, «lall die Vert'ndi, ־'|(י Buches darunter leidet, Nur an einem wirklich J"י!',״ 1* .,""ו•,:"“"" tu! :W jy, acht.. Gt Die Jüdische Buch-VcrcInlgung teilt mit, daß ihre erste Jahmgabe, der Roman von Georg I!ermann, ״Fine Zeit stirbt'*, in Ganzleinen gebunden erschienen ist und den Mitgliedern zugesaudt wird. Auf Grund zahlreicher Anfragen wird bckaimtgegchen, daß der Ein/elbeziig dieses Romans ausgeschlossen ist, daß vielmehr nur Mitglieder ihn erhalten können. Das Buch kann aber all denjenigen, die sich noch als Mitglied anmelden, nachgelicfert werden. IM dwt> 5. Yä&4« 1933 beginnt dl• Artlkalatrf• der ״Jüdischen Rundaohau", dl• in dem Buch zu einem Sammelwerk zusammengefaßt l*t. Dieses Buch Ist unbestritten das maß• gebende Dokument des deutscher« «Judentuma Im Schickeaisjahre 1033 geworden. Wer das Buch noch nicht besitzt• bestell© ©s sofort! Preis RM 0,03 VERLAG ״JÜDISCHE RUNDSCHAU", BERLIN W13 Auillafirung •Ur Buahhtndltri JÜdliahir Virlig, Borllfi W6C, BudtpttWf Straft• 1t darf man solch(.' Lin/cllieiten aussetzen Das Buch hat zwar verhältnismäßig sehr wenö fehler. Einige sind;!her doch -stellcn g׳-«‘bli«.h,.י.״* Jpjtl• Zeile 7 und 8 von unten sind die Wörter im I )ruck ,1 Dasselbe ist der Fall auf S. 91 Z. 7 und 8 von tinir״ ist ענתה mit ח Statt mit ה gesell 1 irlicn, Der 1׳l,j,^ fehler ist S, 102 in! Worte ,בכי. S. 91 Z. 3 vי»־׳,‘ ״ ״״ ם statt ם S. tkä Z. 5 vor! unten אחד statt אחר. s‘מ O; ״Adjektiva“. S. 143 Z. 11 unten fehlt beim W(>rtr\rhirhl;t;* Akzent über dem Zischlaut. שישנה heißt nicht ,,'/י Lilie. Das Wort für Rose ist TM ,,־irain .tisch Wardt, dem F.bersschen Roman Uarda.״ (19 ,8) גושרf.illt’ab*^ »׳j);t von Blättern und Früchten, ist zu unterschritten von'sf״ פולים (S. 109) bedeutet nicht Bohnen (i'hascolus) Saubohnen (Faha).שמש (S. (19) wirst nach (1. ebenso wie בגד• Das gilt aber nur von der l.in/nhl, ,ו" Daneben, sind einzelne melluxlisehe Kleinigkeiten n y. mangeln: Bei den Wörtern wie Bajit laßt (i. d;o |ן,״ , Umschrift fort. Die Umschrift ist verhcsserungd.il!;., \'*,y auch im Ganzen gut. Die Umschritt des Sclnv;t punkt ist ungeeignet. Die Wiedergabe der Au-sprud,, nicht schlechter als in andern Büchern, aber sie wie diese eine scfaradischc Aussprache vor, wahrend ^’"f1 unechte scfaradischc Aussprache wiedergiht, wie 8b // Asclikenasim aus F.uropa gesprochen wird, dir die p8".״ schiede von ע und א nicht hören; ebenso wenig wie die כ und ח, von p' tmd 3• Das hat Goldinann, «ler di« kennt, nicht nötig. Auch «lie Aussprache von nanten wird nach dieser Richtung hin ungenau klu •4 In lobenswerter Weise hat GoUimann' das Ihradigmj"<ד Verbums gewählt und (lau,ich die Nomin.ilhihlung nt,4• und ihre Erlernung erleichtert. Dagegen hat sieh sein .Vhw mit XYZ vielleicht in seinem eigenen Unterricht hn!w! aber das hängt ganz vom Lehrer und seinem i»ersönhchni Unterricht ab. Aber diese kleinen Ausstellungen bedeuten tur «las p. Samte Buch keinen Tadel. Fs sind nur Erinnerungen für & neue Auflage, die das Buch reichlich verdient. Dabei tja auch die Geschichte fortfallen, wo «ler Bauer entspredrrü’i nordischem Volksmnnde als der ״dumme Bauer“ erseht nt. Das entspricht nicht den jüdischen Verhä'ümsen in Palwi-i Aber itn allgemeinen muß man andern Lehrbüchern gegenüber gerade auch die gute Auswahl und Bearbeitung der Ucbmn. stücke anerkennen. Kurzum, cs ist ein gutes Buch, das Goldinann da vor• gelegt hat, ein Buch, das inhaltlich mul methodisch ein voll« Lob verdient, und das für den Unterricht durch den Lehm ausgezeichnet ist, aber auch für den Seihstunterricht miülick sein kann. Heinrich Loewt. M. Patron und H. Kaufmann: ״Hebräisch — klebt!5• l macht“. Verlag Ludwig Nath, Wien, III, Rcmiwcg 01, 2. Aul• I läge 1914. — Wieder ist der hebräische Büchermarkt im ein neues Lehrbuch vermehrt worden. Die Autoren haben sics j ihre Aufgabe allerdings zu leicht gemacht. Sie versucht: hier, ein hcbräDchcs Lehrbuch in lateinischer Traiiskriptia zu geben und berufen sich dabei, wie alle solche Versuch!, auf Bcn-Avi. Nun soll liier aut diese I'.vperimentc, die late!׳ niscltc Schrift eiu/nfiilircii, nicht näher eingegangen werden(!. ״Jüdische Rundschau“ v;>111 12, Jan. 10 ft, wo diese Fra/! im einzelnen behandelt wird), ln den wenigen Zeilen, die uns /ur Verfügung stehen, soll mir «ler Nachweis geführt werden, d.nlS dieses Buch au» sprachlichen und p.'itlngogisdieit Gründe» ab zu lehnen ist. Die Autoren gehen in lateinischer Transkription geschriebene Texte und übersetzen sie wärt• lieh, ohne den Schüler die Formen auch nur cinigermaßc» zu erklären, was durch die Umschrift'sehr erschwert wird, Audi der Laie, der nur die Anf.mgsgriindc der hebräische« Sprache erlernt hat, weiß, daß «iic Konsonanten allein (ieti Charakter der Sprache bestimmen. Durch die Transkription geht dieses Charakteristikum gänzlich verloren. Der Schult: muß daher Worte, wie ״Dawar“, ,,Dibnr“, ,,!Mcil.ibcr'' oder Worte wie ״Kinuss", ״Hikanes“ und ״Machnis'1 als gänzlich neue lernen. Schon in den ersten Lektionen werden Vera■ und Suhstantivformcn verwandt, die der Schüler ohne jec״ Verständnis auswendig lernen muß, so daß er z. B. das wen ״Karati" (ich las) itiul ״Ekra“ (ich werde lesen) ltm! ohne zu ahnen, daß diese Worte in einem Ziisammem״? stehen. Es mag sein, «Infi diese Melhode für Mensch»,׳ ® sich als ״Ziel“ gesetzt haben, 300 bis 500 hebräische »•״י{ zu lernen, richtig ist und ihnen «las Erreichen dieses M־* erleichtert. Dagegen ist dieses Lehrbuch für «licicnicw. ® Hebräisch lernen, um nicht nur einige banale RcdeW“ ln der Sprache auszudrücken, sondern um unsere Kim׳ giitcr zu verstehen, ungeeignet. Wir müssen auch ׳״ den schweren Weg gehen, der sieh später oft a's “ leichtere erweist. J• 3'״r Zeitschriften Ehrung eines jüdischen Gelehrten. Am 20. Oberrabbinef Dr. Immanuel Löw in Szeged seinen W burtstag. Der unermüdlich schaffende Gelehrte^ hat S1CM״[, Ehrung verbeten und nur in das Erscheinen einer Festst.־1־' gewilligt, Diese Festschrift erscheint als ein Heft dcr ״;״ n a t s s c 11 r i f t f ii r (i c s e 11 i c I! t c und Wisse u sc 1 . des Judentums“, zu «Icrcn Mitarbeitern «Ier .),״ן' ®!y. Jahrzebnleii zählt. Angesehene (ielclirte dreier Lrdtctie, P | den und Niciitjudeu, hahen sich hier zur Ehrung!■י,״״ . j., bundeu; neben facbgclciirten Beiträgen finden sich auch "יי aus denen der Laie Belehrung ziehen kann. So ו'',שj!',:! Bernhard Heller die Stellung des Judentums zum “jj unter neuen Gesichtspunkten. Ueberhaupt enthalt der — sechsmal im Jahre ersdteinenden — »•'''0.״a‘sst,..j1a liehen gelehrten Ahhamllungen solche, die für einen Leserkreis bestimmt sind. ״Corona“. Zweimonatsschrift. Verlag R* ®Jlcllr°,U,ü• Miinehcn, Berlin, Zürich. Der Jahrgang M. 10,—, "ףי; jf! lieft M. 1,8(1. - Das eben erscheinende Frühiah«״‘״ K Zwciimmatsschrift ״Corona“ wird eröffnet (Ulfen : Schröders über ״Die norddeutsche Landschaft* und H. Zimmers ״Yogo und wir“, eine groß atifgebam ,י Stellung des Indischen Geistes• und Seelenlebens. Zw.c! Beiträge sjjreeheu vom Fernen Osten: eine dichten»'- ״ 1־ sophisebe Arbeit, in «ler Raul Valcry Orient und nt f( Abendland einander gegcnüberstellt und RuoolI ״ ״Gespräch des Btuidiis mit einem Rralunanen . ts Seiten aus den Jugendcriiiiirrimgeii einer Frau: , .׳.״,jjf• ,;Gespräch des Buddlia mit einem Seiten aus den lugendcriiinrrtmgcii . , .״חר.״ Kreisen durch ihre Frinnertmgcn an Rilke heisam'H* neu kürzlich verschiedenen Fürstin Marie Thtirn un I lohciilohe. Aus dem ferneren Inhalt des llcitcs ־ fj« nannt: Briefe von Goethes Freund Knebel an Aufsatz des Essayisten Fritz Ernst über Knebel und n des gleichen Verfassers auf Bücher. t

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