Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 20 (9.3.1934)
- Date
- 1934-03-09
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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ו Seite 12 Die Fortschritte der Motorisierung In Palästina und seinen Nachbarländern war das Aldo-!mobil vor dem Kriege so;:nt wie unbekannt. Sie alle sind Inzwischen vom Motor erobert worden, keines aber in gleichem (irado wie Palästina. Hier ist das Auto liereils 711m b e11 e rf s c h e n 11 e 11 V 0 r k e h r s 111 i 11 c I geworden. Wenn auch 2111 Wnmiüaiisporl die KamclEaiawnnc noch Immer eine gewisse Bedeutung lu־ibchnlt, so wird sie doch schon in zu- »dtinenden! Maße vom Lastauto abgclöst, mul der Passagierverkehr wird bereits völlig vom Automobil In seinen vorschied eiten Abarten beherrscht. So sehr, daß selbst die Eisenbahn ihren Zugverkehr mit einem Antobusvcrkchr kombinieren muß, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Ende 1032 gab es '11 Palästina 3627 Automobile, d. h. ein Auto auf je 300 Einwohner, Damit hat Palästina den Standard einer ganzen Reibe von europäischen Ländern er• reicht wie Oesterreich, Ungarn und die Tschechoslowakei, während es Polen mit 950 Einwohner auf ein Automobil weit hinter sich lallt. Inzwischen ist die Zahl der Automobile in Palästina sicherlich stark gewachsen, im Verhältnis wohl stärker als die irgendeines anderen Landes, Allein die Zahl der aus Deutschland ״emigrierten'׳ Wagen ist sicherlich nicht unbedeutend. Palästina importierte im Jahre 1032 nicht weniger als 665 Automobile im Gesamtwert von £ 1(11000. hn gleichen Jahr betrug die Einfuhr des weit größeren Syrien mir £ 127000, Im ganzen Vorderen Orient steht Palästina als Auto-Einfuhrland an zweiter Stelle und wird nur von dem so viel reicheren Aegypten uhertroffen. Seit 1025 hat sich die Zahl der palästinensischen Automobile verdoppelt, im gleichen Zeitraum stieg der Verbrauch an Brennstoff von 5 Millionen auf 20 Millionen Liter. Sehr interessant ist eine Analyse der in Palästina vorhandelten Kategorien von Kraftwagen und der Vergleich mit einer nur wenige Jahre zurückliegenden Periode. Von je 100 palästinensischen Auto! waren: 1928 1932 Privatwagen 21 30 Taxis 41 28 Autobusse 19 35 Lastwagen 13 17 Diese Statistik zeigt eine sehr starke Zunahme der Autobusse mut eine bedeutende Vermehrung der Privat- Wagen, während die Zahl der Mietwagen stark zurückgegangen ist, Sic beweist, daß der Autobus zum beherrschenden Verkehrsmittel der palästinensischen Landstraßen geworden ist und daß die Zahl derjenigen int Lande steigt, die in der Lage sind, einen eigenen Wagen 7.11 unterhalte», Es steht außer allem Zweifel, daß die Entwicklung des Autoiaohiiisinns in Palästina eine direkte Folge der Entwich• hing des jüdischen Aufbauwerkes ist. Insbesondere trifft das für die fast wöchentlich nachweisbare Ausdehnung des öffeiltliehen Verkehrs zu. So ist die größte Autocigcntiimcriu im lande die jüdische Verkehr׳*kooperative ״Eli( 1 El)'׳, die den Dienst zwischen Haifa, Tel-Awivv, Jerusalem und Tiberias versieht und zurzeit 85 moderne Autobusse mit einer Fassungskraft bis zu 30 Personen im Betrieb erhält. Hinzu kommen ähnliche Kooperativen in Tel-Awiw, Jerusalem und Haifa für den lokalen Dienst und ein großes Netz von Linien zwischen den einzelnen Kolonien, Kwttzoih usw. Inzwischen entwickelt sich auch ein arabisches Verkehrsnetz, das nicht unbedeutend ist, indessen mit dem jüdischen vorläufig nicht konkurrieren kann. Von Bedeutung für die Entwicklung des palästinensischen Aiitoniohilismus ist der geplante Aushau der Straßen in verschiedenen Nachbarländern. So soll demnächst eine direkte Straße Jerusalem Amman—Rutha Bagdad ansgebaut werden und eine zweite, die durch die Wüste Sinai nach Aegypten führt. C. Z. K. Das Bahnprojcki Haifa ~ Bagdad In der ״Zeitung des Vereins mittcleuropiiisclicr Eisenbahnvcrwaltungen‘' vom 8. Februar schreibt Reichsbahn* oberrat i. R. Dieckmann über ״Pie früheren und jetzigen B a g d a d b ah n - P I ä 11 c“, Im Rahmen dieses Aufsatzes behandelt er 11. a. die Pläne für eine Bahn von Haifa nach Bagdad. Er führt hierzu u. a. folgendes aus: ״Bie technischen Vorarbeiten, d, 11. die Festlegung der l.inienführung ainl die Baukosietilirrrcimtmg für die Haifa—llngdiidhalin sind auf KngUit.ds Kodon bereifs im Frühjahr vorigen Jahres Ix•, endet worden. Pie Baukosten werden uif 12—5נ Miß. Pfund Sterling berechnet. Die beteiligten Staaten, INlüstfna, Tiansjordanlen und der Irak, denen die Halm wiit-rlvaftlieh zjigntc kommen viril, sind zu schwach, um wescnllieh zu den Kosten heil ragen zu können. Die Aufbringung des bedeuten den Kapitals kann nur mit Englands Hilfe erfolgen, etwa in der Weise, daß England die Garantie für des.cn ■Verzinsung und Tilgung übernimmt. Das bedeutet eine starke finanziehe Belastung Knglands, um so mehr, als die mifkonmicrulen VerkehrseinnaInnen wohl kaum zur Deckung der Betriebskosten ausreichen werden. Nach den leehniM־hcn Vorn!beiten wird die Länge der Balm Haifa—Bagdad 1100 km heitagen. Es müssen Hüben von 1000 m über dem Meeresspiegel überwunden werden. Dabei muß der Jordan nn einer Stelle überquert werden, die 250 in unter dem Meeresspiegel liegt. Der Kimabsrhm'lt am Jordan wird allein 7T1mncl, 10 Viadukte und eine Brücke über den Jordan von 238 m I.üngc erfordern. Auf eine Länge von 700 km wird die Balm ln der tutbewohnten und völlig; iinkultivicrliuren Wüste liegen. Nur an den beiden Enden wird sie durch bebautes frueli(bares' Land gehen. Sie wird also eine ausgesprochene Wiistonbalm werden, wie es die frühere. IIedschnsbalm von Damaskus nach Medina war. Bitte Ren- Ubilität ist für die Bahn Haifa—Bagdad nicht zu rrvmten. Die aus dem Irak zur Ausfuhr koinmenden hrnrl« irtsrhufilichcn Erzeug, ni.'.se, (ictreide, Datteln, etwas Baumwolle worden die Vorfrucht Uuf der mehr als 1000 km luitgen Strecke bis zum Ausfuhrhafen nicht vertragen können. Sic weiden immer den viel billigeren Wasserweg tmf dem Tigris zum Halen Basra nehmen. Das Ocl aus den neu erschlossenen Quellen int Irak bekommt eine eigene Rohrleitung nach Haifa, deren Bau schon ungefangen ist und im midisten Jahr fertig sein wird. Auch auf diese Transporte kann die Bahn nicht rechnen. Der Personenverkehr nach dem Irak, Persien und Indien wird allerdings einen gewissen Aufschwung durch die Bahnverbindung nehmen, Bei Vorhandensein moderner R0Eel1o(|uemUrl1kri!en wird der Ton. ristenvcrkcör nach «lern Hak, wo die allen Kalifenstädte Bagdad, Babylon und die Reste der ältesten menschlichen Kultur Anziehen, gefordert werden. Auch I’ersien wird auf diesem Wege iiiihergcrtickl. Aber wie cs schon überall bei den Eisenbahnen der Fall ist, auch diese Wiislcnbahn wird unter dein We ttbewerbe der Autos stark zu leiden haben. Schon jetzt werden regelmäßige Autolinien ziviselten Damaskus ttrtd Bagdad und von Nisibin über Mosstrl nach Bagdad betrieben, In der syrischen Wüste können lange Strecken ohne jede Vorbereitung von Autos mit größerer Geschwindigkeit befahren wer* den. Wenn dann noch gar eine Kunststraße anilntt der Eisenbahn gebaut werden würde, wie es bereits ernstlich in Erwägung gezogen worden ist, so würde der an sich doch geringe öffentliche Verkehr unschwer mit den Autos bewältigt werden können. Bestimmend für England1» Festhalten an dem Projekt der Eisenbahn von Haifa nach Bagdad sind nicht wirtschaftliche Gründe, sondern politische und strategische Erwägungen." 1 j jüdische Rundschau Nf-30, 9.IU, W34 p-ן»י־ץ »״ f*‘- ןך . \ 1 j ' j ‘. ") i«,'«| Ww «*,Jß U: A . A F .3 ך** ■״־*'*׳/ ' ' f ü ד'■*׳ ך״ו r*.s ך'״/ ' ' 1 ־“^״־׳ ־ j f ■| . 1 •“* >1V. 'J L"-J j ־ ז ■ י , : '־ ,s '•■. J ifc-dj ״JzJ? Um (Von unserem pnURtlncnsIsdien Korrespondenten) Pb ■f | 1,' 1 , I. ßl Tcl-Awiw, Ende Februar 1031־. Eindringen des Kapitals in die Produktion Bei Beginn des großen Kapitnlstromc« wurde er vielfach ein Strom der Depositen genannt, Die ()eitler häuften sich in den Hanken mul stauten sich dort. Vielfach fürchtete inan, daß eine Produküviernng dieses (leides sehr lange auf sich warten lassen werde; tltiß der Inunigrnnt sielt damit he- [:ttügc, seine (leider sicher tuif/uhcbou, dagegen das Wagnis einer Investition scheite, In vielen Fällen hatte man mich den Verdacht, <lafl Palästina nur eine D11 r c h g n 11 g s 9 t a t i o 11 in der G c I d ti b e r w c is tt n g sei tnni der Oeldstrom weife! fließen würde, sobald sieh irgendwo anders stabilere Verhältnisse und damit AnlagcniOgliclikeitci! zeigten. Alle diese Brfmchumgeii liahen sich nur zu einem sehr kleinen Teile bcslätigl. Die (ieltler finden langsam, aber sicher ihren Weg in <1 i e p a I;i s 1111 e n 9 i s c I! e P r o d 11 k t i o n. Sie wandern auch nicht wieder ins Ausland ab. ln der Regel vergeht eine gewisse Zeit, bis der Immigrant sich!ungesehen und zu einer Aktion entschlossen hat, cs verläuft eine weitere Periode mit der Bearbeitung von Projekten, aber nach dieser Karenzzeit findet das Kapital in der Regel seinen Weg zur In- \ estilion. Dafi dieser Weg gefunden und ein Abfließen ins Ausland kaum bemerkbar wird, liegt ah den Schwierigkeiten in den mcistcti der europäischen Länder und der Konjunktur Palästinas. Trotz dem starken Entwicklungstempo (oder vielleicht gerade deswegen) werden immer neue Möglichkeiten gefunden mul misgenüt/l. Die Investitionen verteilen sieh auf drei große Felder: Bauwesen, 1. a n d w i r t s e h a f t, Industrie und Handwerk. Im Jahre 1933 11:1t das Baugewerbe seinen ersten Platz als Im estitionsfdd ungeschmälert gehalten. Von der gesamten liivestitionssiiiiniu' von 6 7 Millionen hat der Ban ungefähr die Hälfte geschluckt. Der Grund für die imincr noch so starke Anziehungskraft dieses Wirtschaftszweiges liegt einerseits darin, <1:111 er einen! Bedürfnis dient, dem unbedingt abgehoifen werden muß (jeder neue Mensch muß ein f lach über den! Kopfe haben, und mau kann timte Däuser noch nicht so importieren wie Mehl oder Büclisenniileh) und daß er ־ besonders hei den Konjimklitrpreiscn — eine hohe Rente abwilft, und zwar sofort bei Beendigung den Baues. Die zweite Stelle der Investition hält — mich darin hat sich nichts geändert — die L :111 d w i r ts c I1 a f t, worunter in der I launtsaehe das P 1 a 111 a g c 11 \v es e 11 zu verstehen Ist. Von der (iesamtsmiime entfallen im letzten Jahre atif diesen Teil über 2 Millionen Df mul. Es wurden 35 0!») Dmiam neue Pflauzungen angelegt. Es zeigt sieh bereits die Tendenz, (leider auch in gemischte l.imlwir!schädliche Unternehmen bzw. in andere /.wrige (t iefli1|׳el, Gemüse) zu lenken, jedoch handelt e« sieh dabei bisher nicht um grolle Summen, und die meisten dieser Projekte sind noch in Vorbereitung und wirken sielt ln der Bilanz des Jahres 1933 noch nicht aus. einen hinter beträchtlichen Aufstieg, wenn sie auch mm1,T;״. den Anlagen in dm vorher genannten Zwei■7 ״•)׳,, bleiben, Ls entfallt auf dieses (lebiet über 1/., Min’״,״ r״K־ Auch liier werden sielt manche Projekte, die im letzten 1T' vorbereitet wurden, bilanzmäßig erst «pater auswirken, Btl Die Konsumtion Der Kapitalimport und die damit Verbund,•ne [!״.״״״, rimg!111 vergangenen Jalue sind auf dem (iclm-te ,״ן V'f smution noch starker zu spüren gewesen als in (|(T pt( ,',’י tion, Dali dem so sein muß, ergibt sieh aus der TaB-riY'(" der Immigrant von dem Momente, wo er lande( Y'or't ׳' Konsument auftriit, Wolmmig, Essen, öffentliche lij״״^ Kleidung, Vcrgmigeii in Anspruch nimmt. Auch wem, Y׳ längere Zeit Vergeht, bevor er als Produzent in der \V׳it(v1, spürbar wird, mul) er seine BrdurfnLse votn ersten '!Vי״' ״׳ lieftiedigen und lieht damit den Konsum. '51 ״ Die Knpit allsten ei 11 Wanderung, von der wir hier spred!■ hat jedoch noch eine besonders starke Einwirkung 11״f Yj Verbrauch gehabt, weil sie mit A 11 s p r ü eben licrkam 0» für Palästina als ungewöhnlich hoch anzitspreelien sind. S״Y■■ in der Unterkunft (moderner Wohnungsbau) als auch im f\,» (bessere, bequemere und daher kostspieligere Restaurant’,' in den kleinen Anikeln des täglichen Bedarfs siel gen die Sprüche. Es entstellt ein Markt für bessere Erzeugnisse. |!)fY Markt wird zu einem Teil von derselben Einwanderung deckt, die in den Handel geht und Met 111x1011 mul <tcseiuu'act formen Mitteleuropa« einfuhrt, die bisher hier selten Die Lüden ändern stell in ihrer Aufmachung timl j״ g. Waren, die sie führen. Sie wirke״ zurück auf die f'abriY an die. andere mul größere Ansprüche gestellt werden, h,j ״palästinensische“, also eingesessene Publikum gewöhnt «A an diese neuen Artikel mul Verkauf-formell, cs werde״ ne!״ Bedürfnisse geschaffen, der Standard steigt nid!* nur durch die Einwanderung von < )nippen, die auf ein,4' höheren materiellen Niveau im Auslände ztt lebe» gnvY; waren, sondern dadurch, daß im allgemeinen neue Bedurf• nisse geschaffen werden. Der allgemeine Standard hebt siet durch den Einfluß de» neuen importierte» Kapital«, IJllanz Für die jüdische Wirtschaft schließt das Jahr 19D mit folgenden Resultaten ab: Neyes Eiiipmnpen von Kapitalien,die sich zuerst in den Banken stauen; langsamer Dchergang diesff Depositen in die jüdische Wirtschaft, ihre Verteilung in ,lg verschiedenen oben genannten Zweige der Produktion, zur Seite steht eine gewaltige Ankurbelung und Verstärk״״; des Verbrauches, die zu neuen Bedürfnissen, zu tieuen Han• dclsforincrt führt. Das Jahr füll zeigt in sehr klarer Form den Fortschritt in der Kapitalisierung der jüdischen Wirt■ schaft in Palästina, die mit einer Europäisiermig seiner Ar• beits- und damit seiner Lebensformen verbunden ist. Rekordclnnahme des KKL. im Jaaaar Jerusalem, 2. Mürz, (J.T.A.) Wie eins Hauptbüro des Jüdischen Natumalfouds nuUeilt, waren die Im latuinr Eilt erzielten Eiuii.ihmen des Fonds, 21 627 Pfund, die liöchs t e 11, d i c jemals in einem laniurmonat erreicht wurden. Der im Vierteljahr November 1933 bis Januar EDI aufgebrachte Befrag von 58 172 Pfund ist tun fast 281',,o höher als das Sammclcrgchuis in dem gleichen Zeitabschnitt des Vorjahres, das 45180 Pfund betrug. Der Jahresabschluß des palästinensischen Budgets Wie die englische Zeitschrift ״Tbc Ncar East and I n d i a1‘ am 1. März berichtet, betrugen die Einnahmen der Palästina-Regierung von April—Dez. 1933 £P 2 725 230, das bedeutet £P (183 327 mehr als in der entsprechenden Zeit 1111 Jahre 1932. Der palästinensische Staatsschatz hatte am 31. Dezember einen Ucbcrsclmß von £P 2 M l 419, während er im Beginn des Finanzjahres £P 1 236 295 betrug. Die Zeitschrift fügt hinzu, daß inan allen Ormid habe, bis April einen ungefähren Ueberschnll von £P 2 500 000 zu erwarten. Probleme der Kolonisation Unter dem Gesichtspunkt einer erfolgreichen Kolonisation, wie sie das Ziel der jüdischen Arbeit in Palästina sein muß, verdient eine Zuschrift Beachtung, dieser Generalagent für S ü d a 11 s t r a I i e n, Lyoncll Hill, in der ״Times“ kiirzlioli veröffentlichte. Der Schreiber befaßt sich mit dem im Unterhaus erörterten Plan, englische Siedler in Australien nn- •/»siedeln.. Emigration, so schreibt Hill, darf nicht nur von dem Gesichtspunkt einer Milderung der englischen Arbeitslosenfngc und mit dem Schlagwort der Besiedlung der brachliegenden australischen Gebiete betrieben werden. Vielmehr muß man bedenken, (laß jedes landwirtschaftliche Produkt heute unter dem Mangel an Märkten und unter den niedrigen Freisen leidet. Fine Kolonisation kann nur erfolgreich sein, wenn die Marktlage, der Transport der Produktion und die Herabsetzung der Produktionskosten mit Rücksicht auf die niedrigen Weltpreise geregelt werden. Auch in Australien, so schreibt Hill, gibt es beute eine Menge Landwirte, die kaum ihre Schwierigkeiten bewältigen können; darum sei cs not* wendig, vor allein den erwähnten Fragen das Augenmerk ruzuwenden. Nächste Äbmhrlon nach Palästina (rnitgcicilt vom Palcstinc 6! Orient Lloyd, Berlin NW 7, Friedrichstr. 100, Tel. A6 Merkur 2915), Vienna Vienna Sphinx Aqiiiimiia (47000 t) Vuleatiia (000 24׳ t) Polonia Italia d’Artagnan (20 000 t) Espcria Espcria Gcrusalcmmc I lelouati 1 lelouan Patria Ausonia Ausonia Italia , Polonia Roma (330004) Sphinx 15. 3. ab Genua 16. 3. ab Neapel 17. 3. ab Marseille 18. 3. ab Nizza 21. 3. ab Neapel 21. 3. ab Konstanza 21. 3. ab Triest 23. 3. ab Marseille 21. 3. ab Genua 25. 3. ab Neapel 28. 3. ab Triest 29. 3. ab Genua 30. 3. ab Neapel 30. 3. ab Marseille 31. 3. ab Triest 1. 4. ab Brindisi 4. 4. ab Triest 5. 4. ab Konstanza 5. 4. ab Genua 6. 4. ab Marseille Kleine Nachrichten Die palästinensische W a r e 11 c i n f u h r ist 1911 mengen* und jvertiiiällig weiter stark gestiegen. Sie befiel sich den! Wert nach auf 10,1 MHl. Pfund gegen 7,9 Milk 1032 und 5,9 Mill. BMI. Bemerkenswert ist, daß der Anteil der Ferfigwareueinfiilir weiter gesunken ist; er betrug 1031 noch 58 go der Gesamteinfuhr, 1932 52 ״/״ und 1933 rund 50 ״'״. Dies bedeutet, daß in einem steigenden Malle Fertig• 1 waren in Palästina selbst hergestellt werden. I Von etwa 50 Bewerbungen tun Grundstücke im Gchirt I der II a i f a - B11 c 111, auf denen Fabriken errichtet wer• I den sollen, wurde seitens des Jüdischen Nationalfiuuls 40 Bc• Werbungen stattgegeben; vier der Bewerber haben bereit* mit der Errichtung der Fabriken begonnen. In der Nähe von Risch 011 le Zion wurde vor kurzen feierlich der Grundstein zu einer neuen S c It tt h f a br i k ״Ko• rona“ gelegt. Es wurde hervorgehoheu, daß dies die erste Au* dcltming der Industrie-Zone nach dem Süden van Tel-Awiw darstellt. Bei den Vorbereitungsarbeitcii für die L c v an t e-Mei« i tt Tel-Awiw, die im nächsten Monat eröffnet wird, ww über tarnend jüdische Arbeiter beschäftigt. Die Hälfte w* ihnen arbeitet auf dem Messe-Gelände selbst, am Bau Pavillons und sonstigen Mcssegobnude. I Das italienische S t a a i s i tt s t i 1111 für! ן •י port bestätigt offiziell seine Teilnahme an der bevor• I stellenden Levante-Messe in Tel-Awivv. Die wirhti?'*™ | italienischen Industrien und Exportfirmen werden ihre 1 •°יי י dukte in einem besonderen Pavillon zur Schau stellen. | In einer Tagung der Aiißciihnndelsräte in der Marscilh* | Handelskammer hielt Ministerialdirektor Masnicr י»י | französischen Handelsministerium einen Vortrag '!^CT. ״ I französische Beteiligung an der palästinensisch'״ I Messe in Tcl-Awiw. Mosnicr betonte besonders, «״ Palästina dem Exporthandel Frankreichs einen großen Aw« eröffne. fn Naltalal, der ersten nach dem Kriege gegrtht1h־W | jüdischen Palästina-Siedlung, werden jetzt 35 neue ««0,י häuser für die bisher in Holzbaracken jmtcrgcbrachten ' ler errichtet. Die Kolonisntionskommission der Allgemeinen /•11’1]1'Y Palästinas hat mit der Anlage einer M i 11 e I s t an d*Hc 1 u n g auf ei n e tu G e b i e t v o 11 1000 Dun a min״ C 11 a w a r i t h begonnen. Die ersten Pioniere werden m ״ nächsten Tagen die Arbeit aufiiehmeti. Der südafrikanische Zionisteuverliaud hat beschlossen, יי Palästina eitle Kolonie zu gründen, die zu Ehren des ehern^ gen Ministerpräsidenten und bekannten Frettmles der ztonm sehen Bewegung, General Smuts, den Namen Kfa( 5n! I tragen soll. Einer Delegation, die dem General A״' E1 , י I von diesem Beschluß machte, sagte dieser, die Dienste, '1IC . I jüdische Volk der Menschheit geleistet halte, seien m׳ I glciclilich groß. Noch heute lebe die abendländische JV1 1 auf Grund der Visionen der jüdischen Propheten und •l ' I Das Jüdische Nationalbeim werde errichtet werden, einst würden wieder die Jesajas und Spinozas den 1״’S Menschengeschlechtes mit ihrem Licht erleuchten. Es sind jetzt 50 Jahre vergangen, seitdem <'lC| 11 '״nג jüdischen O r a 11 g c n p f I a!1 z tt ti g e n i n P » •;' * , angelegt worden sind, Aus diesem Anlaß fand eine ' *'er, ״ in deren Mittelpunkt Frau Sarah Ita Fellntan Mann s. Zt. den ersten Orangengarten in der Nähe ייי>י J angelegt hatte, , .; Im Unter hause kündigte Handelsminister BurpH* ״ j daß die derzeit in Bagdad stationierte britisch* ■ן deisvertretung f ür den Nahen Osten am '־ nach Haifa verlegt werden wird, k