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Jüdische Rundschau · 1934-02-23 · Heft 16 (23.2.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 16 (23.2.1934)
Date
1934-02-23
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU jetzt nach einem Jahre 11 e u a u f t a u c h c 11 d c n Fragen begreifen Und nult mit Schnelligkeit und Treffsicher*- heit tun, was zu geschehen hat. Die Aufgabe, die uns gestellt ist, bleibt eine ״zionistisch e“. Mehr als je erkennen wir die man• gclndc Bereitschaft und Fähigkeit der übrigen Judcnheit, ideologisch liiu/ulcriteu und in der l’rasis »len Erfinder* nif.Kcn gereelit zu werden, Da« Beispiel des Joint sagt genug. Damit will ich nicht die Leistungen aller Nicht- Zionisten als gering hinsiellen oder «alles zionistische Tun glorifizieren, Es ist genug und übergenug an Versagen fcuf unserer zionistischen Seite zu konstatieren״ Eren Israels M i 11 e I p 11 n k t s t e 1 i 1111 g braucht heute nicht hervorgelioben zu werden. Fs hat sich selbst in das Zentrum gestellt durch seine Kapazität. Fs ist durch die (iolali, die mir änderst bedingt leistungs- und aufnahmefähig ist — letzteres in einem würdigen Sinn.- zum Mittelpunkt erlichen worden. Gerade diese Erkenntnis von der konkreten immensen Bedeutung Palästinas darf uns nicht zu ausschweifenden, 111101 füiibnfeti Hoffnungen verleiten. Die Funktion Palästinas ist nach der zionistischen Theorie für eine geraume Zeit der Aufbau des Nationalheims als eine kontinuierliche ruhige Leistung, als eine prophylaktische Tat: das Lehen eines gesund gegliederten Organismus in der Volksheimat unter den optimalen beruflichen, gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen, getragen von allen grollen Kriif* ten, die uns eignen, mul von starkem Willen und groll er Opferfähigkeit. Ein breites landwirtschaftliches Fumla* ment, eine tmbe/wcifelbare Herrschaft unserer Sprache und unserer grollen kulturellen .Schätze, unter denen die aus der religiösen Sphäre stammenden besonders bewährt Rind, so war das Werk gedacht. Die Wirklich* ׳ keit hat in keinem Stadium den idealen Konstruktioneil entsprochen. Aber in manchen Zeiten gefährdet bis zu einem gewissen Grad die aus höchster Not geborene Massenimmigration, die durch keine Instanz mul Kraft gelenkt wird, vorübergehend den Sinn des Aufbauwerkes. Alles dies ist 11 i c 111 etwa gegen eine w e i * tere grolle A! i j a I! g e s a g t. Fs ist nur so deutlich auf die Schwierigkeiten hiitgcwieseu worden, um die künftige Immigration besser v o r 1 u h c r e i t c 11 und damit dem Lande mehr Daucrgewinn zu sichern. Für die Zukunft muH eine weit größere landwirtschaftliche Siedlung und eine bessere kulturelle Schulung vorbereitet werden. Diese Forderungen lenken auf eine noch umfassendere Inangriffnahme des ganzen Fragen• und Aufgaben* komplexes. Wanderung ist mit Gnltitlilcbcn fast iinutcf verbunden gewesen. Die Einigratiousbewcgung aus Rullland vor dem Kriege fand in Amerika ein fast unhcgrenztes Becken. Der Krieg staute diesen Prozeß, die Nachkriegszeit Heß ihn wieder in Gang kommen, aber zögernd und ohne ihn sich nussclnviiigcn ZU lassen. Vorläufige Stationen statt endgültiger boten sich nur dar. Außer denen, die nach Palästina gelangten, hat kaum eine nennenswerte Zahl in einem bescheidenen Sinn, etwa dem der Vorkriegszeit, irgendwo Heimat gefunden. Die russische Auswanderung ist seit Jahren Zinn Abschluß gelangt; aber wieviele russische Juden, die schon Jahr* zehnte hindurch wandern, sind noch unterwegs. In Polen und Rumänien bestellt unausgesetzt der Drang zur Emi* gration. Nim aber hat dieser Prozeß nach Mitteleuropa übergegriffeu, Die Judcnheit ist in Bewegung gekommenI!Was ist zu tun? Dieses Geschehen muß zionistisch ergriffen und gelenkt werden, Iis ist keine Untreue gegen über früheren Anschauungen, die Palästina ganz in den Mittelpunkt stellten, wenn heute die Arbeit in der Golah an Bedenhing gewinnt, Wenn ich heute von Palästina aus diesen Standpunkt cinnelimc, so kann kein Mißverständnis auf• kommen. Es wird verstanden werden, daß gerade auch die palästino/cntrisclic Auffassung dabei mitbcstimmt. Ich rede keiner Erneuerung der ״Landespolitik“ das Wort, Mitarbeit ln Parlamenten, Stadtverwaltungen usw., wo das noch möglich ist, gehört nicht zum Umkreise der Aufgaben, für die ich hier cintrctc. Es gellt für mich um nicht mehr und nicht weniger als die Zionlsicrung der Golah (nicht der G a1111hI), um einen letzten heroischen Versuch, die Diaspora für die Geschichtsbetrachtung und die Arbeitsweise des Zionisnius zu gewinnen. Nicht der Wiederaufbau der Golah in irgendeinen! Sinne der Endgültigkeit ist das Ziel. Es übersteigt unsere Kraft, und wir glauben nicht an die Möglichkeit. Es widerspricht unserer Einsicht in den Gcscliichtsprozcß; wir werden nicht in Widerspruch mit unserer Voraussetzung geraten. Aber eine provisorische Wiederaufrichtung des zusanmicnbreclicnden Diaspora- Judentums Ist notwendig. Das kamt nicht auf der Basis irgendeiner Ideologie geschehen, die die Gallith bejaht (״Oaluth״ ist die Diaspora als Bekenntnis zilni Werte der Zerstreuung, ״Golah“ die schlichte Tatsache des Exils). Weder die assimiiatorischc noch die nationale Affirmation kann von uns gebilligt werden. Es sollte jetzt in der ganzen Diaspora ernst gemacht werden mit dem, was in Deutschland wenige weitsichtige Zionisten längst gefordert hatten und was, freiwillig oder unfreiwillig, jetzt viele dort begreifen; daß die jüdische Existenz auf ihre eigenen Werte gestellt werden muß, daß nicht kulturelle und soziale Infiltration und Entsclbstung, daß kein zentrifugaler Prozeß, sondern ein zentripetaler auf die eigene Seele, die eigene Gemeinschaft und die eigene historische Vergangenheit und Zukunft hin einen relativ gesunden Modus vivendi schaffen. Wird dieser Prozeß rechtzeitig eingclcitet und erweist er sich als ein freiwilliger, so wird er viel z.ur Verminderung von Konflikten und Explosionen beitragen. Er wird die Oricn* tfcrung auf Palästina als Ziel nie aus dem Auge verlieren. ÜLÜÜ193 .״( ',־I1 וך ״r *׳ J ר י, ־ «...V. .) k ־.S',' taiiaiil v * I i k■ sss LJ xJ l ccr jyu:ä Wien 10, Februar, (J. T. A.) Die österreichische Hundes• 1111(׳ hat durch den Mliml des Rttmlesknn/Ier* und des Vizekanzlers ihre Stellung zur Judeiifrngc dahin präzisiert, daß an der Gleichberechtigung der österreichischen Bürger ohne tbitefsrhh'd der Hasse oder de* Glauben» nicht gerüttelt werden soll. Bundeskanzler Dr. 1)011111)1 erklärte, die Autorität uml Macht des österreichischen Staates werde hl vollem Maße für den Schutz aller Bürger, die sich dem Staat gegenüber loyal verhalten, in Anspruch genommen werden, ohne Ri'icksieht auf F rwägungen, die sich auf Kasse oder Glan heu beziehen. Der Bundeskanzler (ugte hinzu, du 11 die Bundesregierung nicht beabsichtige, diskriminierende Maßnahmen gegen irgendeinen Teil der Be• Völkerung zu ergrelteu. In einer vom Vizekanzler Major Fey, dem Führer der licgiertiiigs.iktimi anlii(Hielt der letzten Unruhen, abgegebenen Erklärung wird betaut, daß eine Verbindung der Regierung mit den Gruppen, die eine spezifisch antiiüdischc <T c 8 c t z, g e 1) 11 n g programmatisch (ordern, nicht beabsichtigt ist. London, 1<). Februar. (J.T.A.) Die Enge der oster• feie hi sehen Juden bildete detl Gegenstand einer Bcrafmig des Board of Dcputics. Leonard G. Monte• f i o r e, der den Bericht des Joint Foreign Committee erstattete, betonte, daß die Frage der österreichischen Juden• heit ungemein helkfl sei und mit größter Sorgfalt behandelt werden müsse. Flu <111 sieh unliedciitemlca Ereignis könne in Oesterreich Entwickelungen Volt schwerwiegendster Beden• lüttg nuslösett, In ähnlichem Sinne äußerte sich der Prä• *ahnt de* Boni'd, Nevilie La» kl, Beide Redner *teilten fest, daß die ästemTchlsehc Jtnlcuftdmft, wenigstens bisher, ■I* solche nicht itt dl« Wimm der letzten Zelt , worden ist. , Die ״Frankfurter Zeitung״ vom 21, Februar k, ׳ über eine Aeußenuig des Vizekanzlers Fev dein יין ■!" eistatter der Bmlnprater ״Fiiggcnbleuseg" gegenüber *0, I sagte er U. a., es gebe beim Hehnatschutz keinen Ar 1'‘‘}1ן die Kasse 11 (rage «ei b ht. Wenn er die chmtr״1״ ' her nicht #ttf getautnt. wenn er die ehm(lkt״,'T'| ne Ilse 111» ft und die christliche Kultur betörte, so vmlrh,, , I Iciiii.itschiitz in erster Linie die Nächstenliebe, das. Zusammenleben und vor allem die Vaterlandsliebe /51 , ״ unabhängigen Oesterreich. Der oberste HnmwdiryT'. Starhemberg äußerte sich dem Soudi-rbrnehtmtW * Pariser ״Journal" (regenuher dahin, daß der National»״ ״k ״■•“״ Und die lleiuiwelirbewogung u, #. getrennt in 7* tun« Rassenfrige seien. Taul-Propagandi ... Wien, 18. Februar. (J.T.A.) ln einer Flugschrift..(, men ein Jesuitenpater, ein getaufter Jude und ein Lrcidtnk״ zu den möglichen politischen F.ntwiekhmgcn in Ocdcrf(j.j, Stellung. Der iibergefretene Jude richtet einen /Ujitl't an die katholische Kirche, V o r k e h r u n ״ c״ trc f l en, daß d i e Rechtsstellung der zum K t h o I i / i s m 1t s ii b 0 r g c t r e t e 11 c 11 Juden nicht t ׳ *e buttert werde, Der jesuitenpater schlägt den ]yd» ab beste Lösung des Problem« Ihrer Rechtsstellung #, j Ucliertntt zum Katholizismu* vor. Die Wiener Israelitische KtiltusgcniGiuh! nlmiiit In einer Verlautbarung gegen alle derartigen UW,, versuche Stellung und warnt die österreichischen Juden v»' unbcftoimencn Sehritten, Per Firmenzusatz ״deuisdi" ln der ״Juristischen R u!1 d s c h a tt“ Nr. 3 beschältigt sich Auitsgeriehtsrat Clroticltnff, Berlin, mit der Frage, wie nach der herrschenden Verkeltraansehatumg »1er Firmen« zusatz ,,deutsch" zu beurteilen sei. Fr untersucht dabei zunächst die Frage, was imter ״V c t k e 1118« U f f a s s 1111 g" zu ver• stehen sei, Dazu führt ef #11*! ״Ab um 1, April 11)33 der llnvlnut jlldhclief flrsrliittie *uf Abwehr <!.׳r *Jr.iii-lpiDjiiig.iiid.i sehlagar l!g ciiiselito, sali die Stall• nrnde Weil, In «elehem Uminnge jlltlinehe Ue.ehtdui Irstanilen, Inn• sichtlich domi liikuhersehnft in weitesten Kreisen Unklarheit herrschte, l'lakale forderten die Allgemeinheit *11(! ״n.'llhche, kilUtt nur Itl drill• scheu (ie«ehiilt»>ul״ An den Fenstern lilrlnjtidhrher llescliitlU! *11* ge« ,lilngciie Zettel veikiliid.'teui ״ll.mlsebes (teM'hiifl״, Die• Ist ein bi«lo1 isrtier Vmgiing, *11 dem nielil (jcitiuelt werden kirnt», Die* Sir Ving,mg 11.11 z. Z1, noch nicht nlige.ehtosseiie He>.trelM1uge11 *n»■ getii'i, deiit».110 t!{'seh.ifte diiilernd «Is solche *11 lie/.clclineii, Ile* liierkeii»«׳■eit hl c-, ibitt «lief sehnn vleKat'li llt ReklniiieiiliMliidigilti* gm niif die di'iU'clm lterkunft der Waren I1lngewle»en wird. In iilmlieher Hieblung bewegt sich die »011 vielen Hechtamiwiiltrn *tlf A»»(j»’1im■■bildern «Iriiltieli hetvorgehoben« Beaeirhming ״Deutscher Rcclilsin»all". . Dahnis ngilit sid»! ,,Deut ach" lat tt « c 11 heut Iper Ver•• k e lir* a u ) (י ״ s 1111 g weder 1111 fsrirtdac* Fit 11 w 0 r t noch e i n J> I »1 Ii farbige• 8 n 1111111 ö k w o r t. Die daliiti nie« teiiilo tiillirre Hecht <|»1eelomg, Wooueli der Ztlsal* ״ileritseli“ reelit* lieh giinidsiilrtieh Iredeiiniug.kia Und daher voll jedem tlewerla'lrei• bointeu trei zur Fltinenbßdmig vmvenik't werden kann, ht aut )eilen Fall tiunlt die von der nationalen Krhehnng e i 11 g e 1 f 1 t e 1 0 Ln l w i e U 11» n g der V e r k e. Ir f« « 11 (( « 1« * י n g e » d g 0 U tig ii Ii e r b o 1 1. I lie-e I׳m!«ickl11ng hat »lainit insinvcit. unter der hidierigen Ueelu-pieeliung — — einen deutlichen Trcimnngs-trich ger.ogent der 2.11״ *)11־deutsch" hat —* den Massen vielleleht nur dumpi bewußt — Jetzt, ehieit besonderen Rinn Iteknmnten," Der Vertusser kommt zu »lern F.rgcbiil#, <l#ß Int Iteiitlgen DeHtuchlnnd und nuf (irtltul tle* iiathrnnhozlfllistischcti Pro* gratiinies »In* Wort ״deutsch" Im Sinne der R#»*et1zuge* höiigkeit zu verstehen sei. Dennocli spricht er sich g c g e 11 eine zu weitgehende Anerkennung des Firmenzusatzes ״cleiitsefi“ aus. Denn nach den gelunchten FrfnhruttFen glauben manche Finnen durch die Registereintragung eine Art pntcutreclitlidtcrt Schutz, auf diesen Zusatz zu erwerben; es bestehe »lic Gefahr, daß es in absehbarer Zeit kaum noch Firmen geben werde, die sich nicht als ״deutsch" bezeichnen. Eine ebensolche Oefahr sei die F.hitühriing von Strohmännern. Entscheidend *ei aber, daß hei juristischen P c r s o n c n, die lediglich versclbständigte Vermögen sind, der Gesichtspunkt der Deutschstämmigkeit ausschcidcn müsse. Der Verfasser kommt zu folgenden Ergebnissen: ״bimnrti kann in. E. schon jeir.t eine für sämtliche Firmen• Rrupjicu de• Itnmti'Kro^l.trrs einheitliche Verkehrsaiihassung wenigstoii•; (liiliin {cslge-ieUl Werden! eine Firma kann sich ab ״deutsches" Uniernrliim'n bezeichaeu, wenn »ie *Ich von glekiliatttgen mnlän• di.clicti t'nicrnrliimingcn im Inlnnda oder (ab Kupottgcsdiäft) tm Au.lmi.le iinlcr.ciii'ideo will, l)1um ht »weifello*!ler Zll!nt* ״ilciii-cli" nicht gi'ctgm'l, ״eine Tiiiisclnmg über die Art oder »len Umfang des <'.e»clm!h hcrlicbufilhfcn". — — — Man mng »taue, treu iwh:S» dio Verwendung Voll K11|11tal und Material ilfilUeher Herkunft — — und die Mitarbeit drill ach»! *minlgcn IVrsmials und deinM'hsiiimmlijcr hitmlier Oder Gc«!lbvh»i1e( — was *ich am der Zcilslnimmig Unschwer versieht — mehr ödet weniger mitbeiilckdi 111׳ igelt: allein entscheidend Ist dies nicht. Das rtcsatnl• crgclmis scluäiit mir jedenfalls im Zuge der durch die unltnnate Kr• hetitiiig erlolggekruiiU’ii Aofkläruiigsiirlicit. der natiotmlsnnialiiitliehen Bewegung zu liegen. Die Entwicklung i»t noch im KlrtS.11 Die englische Zeitschrift ״The M e»r East and 11tdia“ verweist ht_Ihrem letzten Palästina-Bericht darauf, daß die im palästinensischen Amtsblatt ״Palestluc Gazette“ ständig veröffentlichten Neuelntfagungcn von F'rmeti, GcRdlschatieit, fienossenschalten, neuen ärztlichen Niederlassungen u*w. ein Zeichen dafür seien, wie Außerordentlich die wirtschaftliche und berufliche Aktivität in Palästina durch die Ein wandte• run r d c tt 18 c h e r Juden gesteigert wurde. Die meisten Neuankömmlinge gravitieren, wie das Blatt bemerkt, nach T e 1 A w i w, tUff a und deren Umgebung, während Je« rus «lern etwas vernachiiissigt bleibt. Die viel geftthmte Prosperität Palästinas, so wird weiter •iisgeftihrt. hat auch em loch. Am meisten profitiert davon der Staats• säckel, der einen Ueberschtiß von Über 1 Million Pfund für die eisten neun Monate de« Finanzjahre* aufwclst. Ebenso Roricrt die üraiigenduduRtfte und gewUse Teile de# lm* uml Lxport-1 taiulels. Dagegen bteibt die t.agc der Fellachen, der ackerbauenden Landwirte, sowohl Araber #18 auch jutien, gerjK mi katastrophal. Diese Lage findet jetzt die Sympathie und Fürsorge des High CommBsloiier*! aef «Ine Reihe von Darlehen füt; die besonder« betroffenen Gebiete ««ordnete. Die Vernehmung Abdul Medschlds beendet Jaffa, 1h. Febril,1r. (J.T.A.) 11t der Arlosorolf-Mani■ untersiuTning wurde die Vernehmung »Rs Amber«! AhduI Med sch Id, die sechs Verliandlnngslagc in Anspruch ן», n0111 inen hatte, durch »len Richter ßoililty ahgeschlo»!(«. Das Kreuzverhör, dem Abdul Medschid durch den Vn• teldlgcr lloracc Samuel tuitcrzogeii woriieii war. hat?11 dm Ergebnis geführt, daß Abdul Medschid eine Erklärung abiph, ht (der er bekannte, »lall der Anklagevertreter Km11n1i><j! Slntrect Hm bei seiner zweiten polizeilichen Vernehrmmj aut eine Anzahl von VtTderspriiclien /wischen .seinen Au»• »«gen und den Bekundungen Frau Arlosoroffs aulmerko.n gemacht hat. Ein hierauf von! V»׳rtei1llger Samuel gestellttf Äufrae, die «rablsclie Mittelsperson zu vernehnini, die die Verlnndung zwisclion »len Angeklagten mul dm aralilselicn Mitliiiflliiigeu I1׳.׳n!esle1lt hat, wurde von Richter Bodlllv nhgelchnt. Fs sollen nach »lein Vorschlag de» Ar• klagevertreter* zuuiiclist sämtliche voll der Anklagehchörft ge führten Zeugen und sodann noclimnl* »lic A ng c k 1 a gtt# Acht Mdr, Stavsky uml Rosenhlatt vernommen werden, Am W. Februar wurde Snleimsn Abu Sbaamm, ein Zellengenosse Abdul Medschid*, vernommen. Wie dieser behauptete auch der Zeuge, daß Stavsky versucht ' h * he, Abdul M e »1 * c 111 »I zu bestechen. Stavsky habe neunmal mit Abdul Medschid durch das Zellcnfcmto gesprochen. Ein• oder zweimal sei er hierbei vom KmeiiMiü begleitet gewesen. Dagegen habe Rosenhlatt niemah »IW« mit Abdul Medschid verhandelt. Der nächste, von! Vor• sitzenden Richter Bmlillv selbst vorgehdeue Zeuge Stthhl Z a b I a w I, gestand, daß er lm Januar bei einer VcrnfltimnH fälschlich behauptet hat, Ahtlul Medschid sei an d« Ermordung Dr. Arlosoroffs mitschuldig. Fr habe geteuft, dflft »lies nicht der Fall sei. Zu seiner falschen Au»• sage #el er von Joseph U r p 11 a 11, einem im Zusammen• hang mit den Unruhen des Jahres D2<> verurteilten Jud!• scheu Mitgefangene«, verleitet worden, der Ihm (iegentliMüf Angeboten habe. Der auf Verlang»*!! »ler Ver(ei»ligtmg VorgelailetiC h»tf Chain Soui Irezriclmete Abdul Mcdscliiil als einen I׳-'• spitze! der Polizei. Fr habe wiederholt der Polizei Berichte gebracht und sei oft tiuter den Spaziergänger!! von Tel-Aw«’ gesehen worden, Sublri Zablawl, der ein zweites vernommen wurde, behauptete, zwei jüdische Ortmdstikk'■ trlaklee, Israel Avlvl und Jakob Hlllelsolm, hätten ihm Pfund versprochen, wenn cs Ihm gelänge, Abdul Medunia zu dem Geständnis zu bewegen, er habe Dr. Arlos3ron ermordet. Jerusalem, 2t). Februar. (J.T.A.) Der Geiieraldaah• anwslt von Palästina bat heim Obersten Gerichtshof St(M' antr«g gegen den Herausgeber der revisionistischen H«1״' monafsschrift ״Chasith H a ' A m“, Dr. Yevin, auf Grün des Abschnitts 4 der Verordnung gegen Mißachtung <•' Gerichts vom Jahre I02<) wegen Veröffentliclning vrm *ז■ tlkeitt, die geeignet scheinen, dem Verfahren In «ler soroif-Mor<lu11ter8u1׳lm1tg vorzttgreifeu, gestellt. Fht weito Verfahren lauft gegen die I icraiisgcbcr »ler Tagrsrfiw ״Dawar“ Und der einmaligen Sonderausgaben ״Basch»״ und ״Mlschpatlm“. In aller Kürze Der #uf so tragische Weise ums Lehen gekomm״* K »"> n i g Albert von Belgien hat »Ich Hei rnclrrcr Gelegeiihclteit als verständnisvoller Freund der Juden Erst inl Oktober vorigen Jahres hat er, wie seinerzeit < ״Jüdische Rundschau“ berichtete, 1 )r. wc׳i/m,1nn CI״P , h und sich von ihm ausführlich über die Jtidenfrage un« 1 bcgotulerc über den Patiistlnaaufbau Bericht erstatten *יי ' Bet dieser Gelegenheit gab er seiner Sympathie für die I dlschcn Erneucrungshestfehungctt in Palädina AttsdrucK. Der hebräische Schriftsteller Alexander Sößkitul R J *,L 1,°» wiet feiert dieser Tage ht TebAwiw seinen 8(י• Oemtrw je Au* diesem Anlaß wird er Gegenstand vieler Elirnnge# י ' Der Stadtrat von Tel-AwBv hat ihm das Ehrenhürjzcrrecnt liehen. Ein Komitee kündigt die Ausgabe der Werke de i .ן lar* *n. RnWnowkz steht der Arbeiterschaft nahe,?«(t1''״ (w er ein «treng religiöser Mann und tritt In *einen Sehrt״״ eine ethische Erneuerung in dem Geiste des »!«1י zu tum* ein. Zugleich mit der von jüdischer Seite geplante#1 j- VSflte •Messe in Tel-Awlw werden *tten ^,e,^At,Mt eine Arabische Meise veranstalten. Bereits >m 7 u8 1Ö33 hat eine Arnblsehe Messe *tattgcfuiiden. Diese so' ״( am 6, April nach Angabe der arabischen Zeitungen T erneuert werden, wobei eine arabische Zeitung, ״ ״.״'״, die Messe sollte diesmal weniger den Charakter ei#״ haben wie voriges Jahr, *ondWit dne wirkliche Aussrc *־»bischer Landesprodukte sein.

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