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Jüdische Rundschau · 1934-02-20 · Heft 15 (20.2.1934) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 15 (20.2.1934)
Date
1934-02-20
Page
– (sequence 7)
Language
German
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' lioffeiitlicli . .... ״Oie fffiditet• uas (>ll uinl lioffeiitlicli mit Vergnügen aus der folgenden «d(|1 riclit (he Gutherzigkeit und edle Wohltätigkeit bc- ^cikon, mit welcher diese^Nation ihre Armen versorgt; wo- 1,fV nrcfrt 7n vergessen ist, daß die Juden zu manchen üliimciis.iminhingeii, die den Christen zu gute kommen, das!},flje freiwillig und oft sehr freygiebig beytragen. Die im heu theils öffentliche Armcnanstalten i,fdie י׳י״י-ש' Gemeinde, theils eine Anzahl frcywllliger sohlt!tätiger (i e s 0 11 s c 11 a f t c n, welche zum Theile der Religion verbunden sind, iiidem sie die Versorgung jfr Armen als eine gottesdienstliche Handlung verrichte».“ Vit 51 % Seifen werden dann die hauptsächlichst en (״vor* ״dimdrii1‘) I inriclitungcn dieser Art aufgczählt und ein- •thcnd gewiirdigt. Es j.t sicher interessant, dieses tut befangene Urteil aus f;,fr /eit zu hören, in der die luden noch als Scliiitrjüdcn 1(111(5. Pas erste Jiidcnprivilcg rührt bekanntlich vom Großen Lfurden her (51. 5. 1671), wahrend das erste Generalrrivilegium und Reglement für die Judenschaft in allen gKjrliihcn bändern am 29. 1. 1730 erteilt wurde. — Im Todesjahr Friedrichs des Großen bestand die Judeneiult in Berlin :ms etwa 400-500 Familien; ihre Kopfzahl (,!,ft sieh 1781 auf 3372 Personen (Nicolai, Bd. II S. 604/5). jeder llaimvatcr halte die Freiheit, eines seiner Kinder im iVnle sich setzen und verheiraten zu lassen; unter gewissen K.fticmigr■11 .־imli rill zweites Kind; jedoch haben versohledene der reichen Häuser H.iupiprivilcgieti für ihre sämmt-!;htn Kimicr“ gehabt (das. Bd. 1 S. 258). Wo imitier der Verfasser die Juden erwähnt, spricht er tw ihnen mit der!größten Achtung lind Unparteilichkeit; »i,-|1tig erscheint, daß er betont, es hätten ״von den ältesten Inten an die Juden in Berlin“, namentlich in der Gegend der jydrmtialk (heute: Jüdenstraße) gewohnt. — Uebrigens genossen die Juden auch in Potsdam Schutz,!wie freie Rclii'innsühung usw., wie sic denn auch dort eint Synagoge halten. Vielleicht reuen diese kurzen Andeutungen dazu an, In ft(trängter Kurze eine Geschichte der Juden gerade in l'tflin zu schreiben! Zionistische feransZaliungcn Bnirkijruppc Bayerischer Plitz! 20. Februar, 20.30 Uhr, Logenhaus, Klektstr, 10, ״Die neue Assimilation", Dr. David Schloßberg. Bedrlugruppe Ciruncwaldt 20. Februar, 20,30 Uhr, OrunewaM, Ifum• boldtsir. Ob, bei R.-A. Uoclim, ״Der Weg der jüdischen Jugend", tif(»״ P.ipe. Bczlrkißruppc Schniarßcndnrt-Steglltii 21. Februar, 20.30 Uhr, Re• ligionsverein Friedenau, Stier,*;1 ,21 .״, Dr. Gliieksmann, ״Di« An• fange (lei poliliM-hen /,imimmm“. Bcitrlugruppc Jaimowltibrtlekei 22. Februar, 80.30 Uhr, Heim, Btllk• k*n«lr. 6״, Dr. David Schloßberg, ״Die neue Assimilation — ein neuer Sclledirlnig“. Veranstaltungen der Junggruppen• Jugeiulgmppc Zentrum! 20. Felirusr, 20.30 Uhr, bei Gerecht, um Ktjnigagrnbei» 2, Gruppenabend, ״Lmniizipalion und Assimilxtion". —■ Juuggruppe Bayeriaeher Fl» 11! 22, t־'et«1 «rar, 20 Uhr, Münchener Sir. 37, Gruppenabend, ״Die er׳.!; Reiclisvcrtreiung der deutschen Juden 1 Joselin von Ros• heim. Fine F.trallele.״ — Junggruppe Jannowitihrtickc: 28. Februar, 20,30 Uhr, Brückenstr. 6 a, I. Fresse, II. Wir disku• tiereri ülier Zinimmus. — Junggruppe Sil dl 20, Februar, 20,30 Uhr, Oranicristr170 ״, I. Die neuesten Ereignisse, II. Ifsclischarah »tatt Berufiuii'schii htung. — Junggruppe Nord: 21. Februar, 20.30 Uhr, Brunnens115 .״, bet Dr. Arndt, ״Neue» •u» der jüdischen Welt", ״Die Judenfrage, Ciescliidite des Zionismus“, — Junggruppe Tier* garten — W i 11 e n b c r g p 1 a t M 22. Februar, 20.30 Uhr, Mel* nekestr. 10, ״Bcrufsuimrlüdttung oder Hartucliariih“. — Junggruppc Wilmersdorf: 21. Februar, 20.30 IJhf Meinckestr. 10, I. ״Die letiten Nudirirhlcn mit der jüdischen Welt. II. Nationale oder pri• vate Kolonisation — die Bedeutung von Organisation und Fonds iür das Aufbauwerk in l’aliist irm“, Fraucnarbcitsgcmeinschatt Iür PalSatlna. Gruppe Lichter felde! 20. Februar, 4.30 Uhr, bei Frau < ■oldsrhmidt, Drakeitr. 40, Fort- Setzung der Ausspraehe. — Gmppe Wettend! 20, Februar hei Frau Goldstern, Lindenallee 28, Arbeitsgemeinschaft 1 Entwicklung de» Zionismus. — Gruppe Bayer!*eher Flat»! 20. Februar, 4,30 Uhr. hei Fr.m Srlmialinskl, Am I’nrk 20, Arbeitsgemeinschaft 1 Entwicklung des Zionismus. HcbrSischc Siclioth. Nächste Sieliah am 24. Februar, um 20 Uhr. Näheres wird hckaiintgogrlvn. Hcbrlltche Kurse der B.Z.V. Nächste Woche beginnt *in Anfänger- Kursus am Olivaer l’lat*. Neue Anmeldungen werden noch entgegengenonimen. Außerdem werden in nächster Zelt folgende Kur e eingerichtet: Am Bayerischen Flut», am Alexanderplat* und in Neukölln. Der Unterricht ist zweimal wöchentlich, je D/g Std. Uhterrirhl gebühr 3—4 RM. in Kursen mit kleiner Teilnehmer*»!!!, 2 RM. in Kursen mit 20 -25 Teilnclmiern. Aufnahmemöglichkeit für Ifrluäischlcrnende. die bereits Vorkennlnisso besitzen, besteht in folgenrten Kursen! Kurse, die ah Mai 1933 bestehen! Brunnenatraße, .Ntegllla:, K.int'lnße; «h Juni: Schönhauser Allee, 1 Johenzollenidamm, Kantstraße; ab Juli: Charlnttenburg, Wedding, Ifansaplali, Datuige» Straße, Rlidesheimer I’lalz; ab August: Neukölln, Brunnenstraß«, lltinchener Straße, Katitsiraßc; ab ^eptrmben Wilmersdorf, Cbarlotterdiurg: ub ()ktijber: Sieglitz, lfansaplatz, Wilmersdorf. Charlottenburg, Neukölln, Zentrum, Teinpclhofj ab November! Cliarlottenbürg, Norden, Alexanderplatz, Bayerischer Platz, Brunnenstmße. Kottbus.cr Ufer: ab Dezember: Alesanderplat*. Kantstraße. Anmeldungen an die Kulturabtcilung der B.Z.V., Meinckestr. 10, IV. Stock. ״Temunah", Photoßruppc der BZV. ln der Palii'dina-AusstelliinR hatten sich zum ersten Male die zionistischen Photo-Amateure Berlins gdroffen. Nach einem Rrntiganp, hei welchem der übliche F'ülirniicsvortraq׳ durch Hinweis auf die Besonderheiten, Schwierigkeiten und Fehler in jungen Pakistina-Biklbcrichterstathmg ergänzt wurde, fand fi« Aussprache statt, die von Dr. Groß mann eingelötet wurde. Fr berichtete, daß sich auf den kürzlich in unserem Bätt erfolgten Aufruf von Dr. P. S. M c y c r-Mannheim in mehreren Städten Photopruppen gebildet und daß einige (Mann• Mm, Frankfurt, Breslau) bereits mit der aktiven Arbeit begonum hätten. Am Beispiel unserer Umwelt können wir lernen, wie das Ausdniekstnittol der Photographie auch in den Dienst &r jüdisch-nationalen Erziehung gestellt werden kann. So wie die scheinen!.eiltßabcti zu dieser Ausstellung können z. B. auch ändere Schätze des jüdischen Museums Berlin durch die pliotographische Wiedergabe weiteren Kreisen stark bekanntgcinacht wrden, wobei schon für den Photographen die Beschäftigung mit den jüdischen Altertümern ein Stück jüdische Weiterbildung Nfutct. An der Diskussion beteiligte sicli Herr Franken- •reim mit intcresssmten Bemerkungen zu der Frage, wieweit ׳״an, vom Stoff .־tbpcseheii, von jüdischer Photographie als einer »n den Ausdrucksforincn des jüdischen Mensche״ sprechen könne. Dr. Wein ha 11 tn rückte ilini pepemiber wieder die Bcklthltigung mit dem jüdischen Motiv in den Vordergrund. Zum Schluß arbeitete Dr. M c c h n c r die Leitlinien lier.uis, die sich «ne Vereinigung jüdischer Photofreunde in dieser Zeit vor* «hreihen!mißte. Line solche Gruiipe wäre gänzlich uninterf'unt, wenn sic nichts anderes als ein Sammelpunkt tür die Nischen Amateure bleiben würde. Das erste Vierteljahr 1933 •>t virlen Juden die Augen für die Beschäftigung mit 81!cm, Ms jüdisch ist, geöffnet. Den jüdischen Menschentypus, das M1Hurger.it, das Fest, Dokumente der jüdischen Vergangen* fit in Deutschland, die jüdische Soziologie. Und als Krönung “ls neue jüdische Lehen, das man hier an den liaehschnrahfunkten und überall in Palästina mit der Kamera studieren kann. Ausstellung ״Wir Juden in Deutschland und Palästina ׳״!!nie als Fmlziel fiir das erste Jahr der Zusammenarbeit zio* ״Mischer Photoamateurc In Aussicht genommen werden. — י!ך Bonnerstag konstituierte sich die Gruppe unter dem Namen »״׳m 11 na 11“ als Abteilung der BZV, Vorstand ^r. Groß- |«״n, Onrtenslr. 1, Stellvertreter und technische!'Leiter Herr ״rankcniicim Schriftführer Fräulein Meyer und Df• Wem* hium. Nächstes /usammentreifen, 21. Fcbr., Meinckestr. 10, «Mn allwöchentlich. —■״»׳■■׳ 1 וי.■״ ׳׳• Fumilien - Nachrichton 28, F(hfuar Jjpjjiht Herr Siegfried Nathanson, NW 21, Havel* ז״8ז Sit, 6, den 80. Geburtstag. _N I S TISCH E3 SEMINAR DER BZV Sonderveranstaltung Dr. Alfred Bonn© UüUe ria. Wlrt*eh«M»arehlv. •Br 4•» VarBifW 0rl»«6 •n «>•* Unlv.rallBI J.ru.at»״. «prleM «bar Hi Oonnaratag« d«n 22. Ftbruar, BH Uhr flbds. ״״» Im Großen Saal d. CafA Leon, Lehnlner Platz Inlclnilgungeii ׳ r Künitlerhlltc der JÜdiichcn Gemeind«. Am 6. Mürz in der Neuen Synagoge, Oranienburger Str. 30, Auffiibiung des MemieUsolmschen Oratoriums ״Elia■“. Titrlparlie singt Alexander Kipnia. Vokal• und ImtrumentaUeil: Jüdische Chorvereinigiing und Jüdische Orchester- Vereinigung unter Leitung von Leo Kopf. Wdnbaumicher a ciprella-Chor. Erste« Konzert im Män: Alte und neue Madrigale und Lieder a cappella. Zweite* Konzert Voraussicht• lieh im Juni: Die neue Freitagabend-Liturgie von Heinrich Schalit, iür Kantor, Chor und Orgel und *1« Erstaufführung für DeutiehUnd ein SnbbAthvorniittag-Gotresdienst von Ernest Bloch fUr Kantor, Chor und großes Orche -ter. Lehranstalt für die Wissenschaft de* Judentum*. Am 20. Februar, abends 8 Uhr. In der Aula der Lehrsnstalt, N 24, Artillerie»14 .■״, Vortrag von Rabbiner Dr. Max Wiener Uber: ״König David und *eine Zeit“. Vom Stollen - Mark! Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arhellinachwel•#. (Kaufmännische Abteilung, llmispersonal und freie Berufe, Berlin SW 19, Lindern!raßo 48-50. Telephon: A 7 Dönhoff 307-308. Abteilung fiir gewrrtiliehes Personal, Berufsberatung, Lcbrstellenvermittlung, Berlin C 2, Rosen»2-4 .״. Telephon: Norden D 1 8711.) Gestiebt werden Iür Bert int (Niir fiir Berliner Arbeitsuchende.)!,erleGc Mfl1zenstc|«pcrin, Kn«bcns|T0rthemden-Nilhcri״nen f. Beim• arbeit, Hilfsdireklrirc für Konfektionskleider mit langjährigen Zeug• nissen, perfekte Da mertrork nähe rinnen für Betrieb und Ifcimsrbeit, erfahrene Mamsells fiir Damenmiinlel und •kostiime, geübte Gummimantelklcberinnen für Betrieb, erste und zweite llnmlnäherinnen für Herrenkonfektion, 11errfn-IIosenstepperinnen, Strohhutmasrhlnennähe• rinnen, perfekte Näherinnen für kunstseid. Damenwäsche, für Zick• jaek, für konfekt. Weißwaren, Zuschneiderin Iür Sehürze״, die mustein, entwerfen und kalkulieren kann, perfekte Arbeiterin für Intcrlok- und Knt>|>IIorhn1Mscl1ine in Betrieb, Giirdincnnäherin für ciektr. Betrieb, geübte Stepperin fiir Sclireibmappcn, gut ausgebildete Frise״.e. Heima’rbeiier (Sattler) auf Schulmappen, Stepper für Le• Hrrsebreibniappen. ganz junger Fleischer (Wurstmacher, Radfahrer), Sehiiftemacber, der sleppcn, vorrichteti, Modelle «!schneiden und I.ei ten chauv-icren kann, Handschuhmacher, Maurer, Maler und Tapezierer. Gesucht werden für auswärts! Damenkonfektion«• miherinnen, Korscltdirektrire, Handwelzerin, ruttmacliermcislerin für Kleinstadt, Direktrice liir Schürzen• und Hauskleider. Wir benötiget» dringend Arbeit für gut empfohlene llausschneiderinnen, Wäsrhc. »usbesserinnen, Farhktäfle oller Art, Insbesondere au» dem Bekleb dtingsgewerbe. Berufsberatung und Lehrstellonvcrmlttlung: Wir suchen handwerkliche Lehrstellen für Knaben und Mädchen m sofort und Ostern. Für besonders gute Lehrstellen können kleine Beihilfen ge. zahlt werden. Außerdem suchen wir Paten, die bereit sind, die Jugendlichen durch Zuzählung von Lehrbeihilfcn bei der Durchfilhrung der Lehrzeit zu unterstützen. Diejenigen Scbiller(innen), die Ostern die Schule verlassen, bitten wir, »ich schon in der nächsten Zeit bet der Berti über» tung der Jüdischen Gemeinde cU melden. Sprechstunden finden statt! Montag bis Freitag, außer Mittwoch, 0.30 bis 12.30 Uhr, RoscnsU. 2-4, und Donnerstag nachm. 4—7 Uhr, Bleihtreustr. 2, Sondersprechstunde für die zu Ostern abgehenden Schüler: Montag bis Mittwoch von 3—4.30 Uhr, Roten»2-4 .״. Kleine Nachrichten Schul« Klopitockstraße! Dia Sprechstunde der Leiterin DtensUg und Donnerstag von 1a bi» X Uhr an» Ktiierdamm muß wegen des Umbaus tusisUcn. Sprechstunden finden nur noch in der Klop* itockstraßc statt: Montag, Mittwoch, Freitag von 12 bis 1 Uhr. ¥i1I1i|0 1111 Konzerte Orcficsterkonzert Im Kultnrburu!. Die Synngoge!n der Prinzrcgentenstraße. in der die imisikalbchtu Februar-Vcr* «nslaltur1(vcn des Kulturbundes stattfamlcti, ist für Konzerte (besonders für solche mit bewegter, stimmiger Musik) weniger Recignct als die in der JoliannDsiraße. Die hohe und breite Kuppel (die durch Vorhänge vom Saal ahgefrennt werden müßte) begünstigt Echrmirkunpcu, die das Streben des Dtri* Renten Michael Taube nach knmtnertmtsikalischer Lebendig• keit kaum ln Frschelmtnp■ treten lassen. Gerade die zarten Umrisse, die stillen Wirklingen, durch die Taube früher «ln Kenncrptiblikum an zog, müssen In dem hallenden Raum wesenlos werden. Die prächtige Strcichertliematik Vivaldis (Concerto grosso e-nioll), die grnndiose Poiyphonie Joh. Sek Bach* (Konzert fiir zwei Violinen; Solisten: Charlotte Rosen und Jadwigfl Flsfier-Frominer), der kindliche Lritsl und die Frische Mozarts (Kleine Nachtmusik),' die humorvolle Hurtigkeit Haydns (Violinkonzert; Solistin: Chafl, Rosen), das stürmische, romantisch gefärbte, Slawentum Dvorak« mußten mehr erraten werden, als ׳daß »ic direkt zu entnehmen waren. Die künst• lerisclicn Leistungen sind von jedem Platz aus ander» zu beurteilen. Finne Nathan. Für die bildenden Künstler veranstaltete die Künstler* nilfe der Jüdischen Gemeinde am Sonntag einen Nachmittag, hei dem sich eine zahlreiche interessierte Zu* hörerschaft einfatid. Die Veranstaltung vermittelte die Bekanntschaft mit der Malerin und Graphikerin Meta Cohn- Hendel, die in einem Vortrag Uber ihre Reisen, Erlebnisse, Gestaltungskraft und ihre Technik berichtete und hierfür »in Lichtbild ein reiches Belegniatcrial bot. Besonders Interessant ist bei dieser Künstlerin die seltene Mischung von Malerei und Musik. Es scheint bei ihr kein Kunstwerk zu entstehen, ohne daß zuvor ihr künstlerisches Erlebnis nicht durch eine be* stimmte Melodie vorbereitet und mitgestaltct worden Ist, So zeigte sie Radierungen über ein Werk von Tschaikowsky, die diese enge Verbindung und das tiefe MHcrlebett der Kirnst* lerin mit der musikalischen Schöpfung in vorzüglicher Welse erkennen ließen. Auch die Radierungen zu Christian Morgen* Stern» ernsten Gedichten bewiesen eine starke Elnfülthings* fähigkeit und das Bestreben, die Stimmung dieser Gediente In knappen wesentlichen Strichen wicderziigeben. Von den Ocmüldcn der Künstlerin, die Insbesondere das Hochgebirge als Vorwurf haben, konnten die Lichtbilder allerdings nur eine schwache Vorstellung vermitteln. N. Lofte Schwarz-Roscnbaum sprach In der ״Jüdischen Volkshochschule“ aus Werken von Stefan Zweig (״Rahel rechtet mit Gott“, Legende und Schlußszene aus ״Jeremias“). Die Künstlerin setzte ihr klangvolles, technisch gut geschul* tes Organ und ihre lebendige Darstellung mit Erfolg für die Dichtungen ein. Hans Baer. In der Freien Jüdischen Volkshochschule hielt Dr. W. Nuß bäum seine zweite Vorlesung über ״Das Individuum Jm Lebe,, der Familie“. Gemeinsam mit den Hörern wurde ein Psychogramm besprochen. Julius Walter. Aus den Vereinen Chcwra Ktdlsch* GroB-t»«rlln. Am 22, Fr bruar, 10 Uhr, religiös« Feier des 7. Adar auf dem Friedhof Weißen •ec. (Treffpunkt! Alt« Hslle.) 12,30 Uhr Gottesdienst in der Alte!» Synagoge, Ileidereuter* Gasse. Syn»jogen־V«reIn Osten, Rigaer Str. 3, Täglich morgens und abend» GotfeselienU. Ahendgeliet täglich wnchentag» 8 Uhr. All« 14 Tage am Sabbat Predigt, durch Rabb, Dr. Ro*enwa««Cf. Jeden Dienüag vor dem Abendgebet Vortrag: Erklärung de» Buche* Daniel. —• Zweigbibliothek Osten, Sonntag von 11 bi» 12 Uhr vorm., Diensiag von 7 bis 8 Uhr nachm. Bücherswgshe. SchSnebcrger Synsgogen-V«reln, Münchener Str. 37. Täglich n*eti dem Abciidgotlrsdienst Lehrverträge »us dem Gersmtgehlet jüdischen Wissen». Die Doicnlen: Rsbb. B, Pcssen, Dr. S. Ksinsky, Rabb. ,Dr. Rosenwasser. J.S.C, Hsglbor. Purim-Ball am 25. Februar in den Musiker-Fest• sllen, Kaiser-Wilhelm-Str. 31. Bileßadm deb JUdaldim M- P., Berlin. Die Behauptung, daß Willi Müntcnberg Jude ist, ist u rt r i c 1111 g. Leo Schönmann, Frankfurt a. M. Für die von Ihnen dargclcgtcn Ocdankerigiiiigc haben wir weitgebendea Ver* atäudnis. Es wird Ihnen auch nicht entgangen sein, daß wir selbst bereits eine Reihe von Ariikcln veröffentlicht haben, die sich mit der Notwendigkeit einer aktiven Hilfe für die von Ihnen gekennzeichneten Kategorien der deutschen Juden beschäftigen. Wenn wir trotzdem in der von Ihnen bc.1nsf.1n• deten Welse Stellung nahmen, so können Sie versichert «ein, daft wir damit sagen wollten, cs handle sich hier um dert Mißbrauch von Parolen zu versteckten innerpolitischen Zwecken. Wir bekämpfen es, daß durch eine solche Haltung innerhalb der Hilfsarbeit unsachliche Elemente hereingetragen werden, die die notwendige harmonische Zusammen* arbeit aller Gruppen erschweren. Frau B. Thon, Berlin. Sarona und Wilhelm» sind nicht jüdische, sondern deutsche Templer-Siedlungen In Palästina. Polnische Textilbetriebe nach Palästina. Die ״Frankfurter Zeitung“ vom 15. 2. berichtet: ln den letzten beiden Jahren ist bereits eine ganze Reibe kleinerer Unternehmen der ver• arbeitenden Textilindustrie in Lodz und Umgegend, die sich in jüdischem Besitz befinden, samt Maschinenpark und F'achleuten nach Palästina ausgewandert. Neuerdings beginnen auch jüdische Heimweber aus Kongreß polen mit ihren Wehstiililen nach Palästina übcrzusiedcln. In Lodz haben jetzt 50 H'tdische Heimweber mit je einem Webstuhl eine Genossenschaft gegründet, zu deren Kapital jeder Genossenschattier C 100, zuin kleineren Teile in bar, zum größeren in der Form der Anrechnung »eines Wcbsttihls, ein zahlt und die demnächst nach Palästina iibcrsiedeln wird. Mehrere andere Genossenschaften dieser Art befinden sich im Gründungsstadium. Mitteilung des K. J. V. Das K.J. V. veranstaltet zu Pcßach eine Gesellschaftsreise nach Palästina. Die Reise wird mit dem Ozeandampfer ״Vulcanla“ gemacht. Sie he• ginnt am 19. März in Berlin und endet in Berlin am 23. April. In Palästina findet eine Kttägigc Gesellschaftsreise statt. Anschließend an die Gesellschaftsreise ist ein Aufenthalt von 13 Tagen zur freien Verfügung vorgesehen. Während des Aufenthaltes, den die ״Vulcanla“ In Athen hat, besteht die Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt unter ein* heimischer Führung zu besichtigen. Prospekte über diese Reise bitten wir anzufordem beim Präsidium de* Kartell* JM. Verbindungen, Berlin-Charlottenburg, Bleihtreustr. 50. 1 |4

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