Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 14 (16.2.1934)
- Date
- 1934-02-16
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 MODISCHE RUNDSCHAU Nr. 14, 16. n. BERICHTE AUS DEM REICH 1 (Ven unstrn Berichterstattern) KALENDARIUM Braunscliwdp׳ Am 11. Febr. fand du Synagogenkonzert statt. 111 diesem wirkte Kammersänger Hermann Sclicy (Berlin) mit seinem Begleiter Dr. 1 ichoiithal mit. Fs wurden Gesänge von Men• delssohn, Schubert, lliindel mul Dvorak zu Gehör gchracht. Liebcnthal brachte Intcrine/zo op. Nr. 2 und Ballade op. Nr. 3 von Brahms zum Vortrag. J.T. Elberfeld Dr. Georg Kinsky, Köln, sprach am 28. Januar fm Kasinosaal über ״Goethe und der junge Felix Mendelssohn“. Zur Illustrierung des Vortrages saug Alice Schwarz Lieder von Mendelssohn. Hilde Silberbach begleitete am Flügeh Das ״Goethe-Klavicr-Quartctt“ spielte. Hilde Silber־ bach (Klavier), Fugen Briinnel (Geige), lda Oppenheim er (Bratsche) und Dr. Artur Samuel (Cello). Erfurt Die vierte Veranstaltung der Gemeinde brachte ein Konzert. Fräulein Hanna Brand (Berlin) sang Lieder von Schubert und Brahms, Arien von Verdi, Puceim und Weber. Kantor Schachers Bariton erfreute durch mehrere Lieder. Die Begleitung lag in Manfred Malschs bewährten Händen. C. S. Frciburß i. Br. Der vom Lchrhaus am 28. Jan. veranstaltete Gesangslind Re/itations-Ahend war ein voller Erfolg. Als Mitwirkende hatte man Kotvzerfsäitgcrin Ine Marx (Karlsruhe) und Alfred Auerbach (Frankfurt a. M.) gewonnen. Die Beglcitnng hatte Frau Fanny Nathanson (Freiburg) übernommen. Jülich Am f>. Febr. hielt der Jüdische Jugendbund seine General- Versammlung ab. Der Vorsitzende, Mittclschulichrcr Emanncl, hielt ein Referat über das Geschehen des letzten Jahres. Es ist dem Jugendbund gelungen, fast alle jungen jüdischen Leute restlos zu erfassen. Das von catitl. jur. Alfred Mendel geleitete Zionistische Seminar soll auch weiterhin fortgesetzt werden. Zu dem ncuerriclitctcn zweiten hebräischen Kursus meldeten sich 15 Personen. Kiel Am 10. Febr. sprach im Rahmen der Ocmciiulcvcranstaltungen Alfons Jonas über seine Erlebnisse in Palästina. Der Vortrag hat viel dazu beigetragen, den Palästinagedanken auch in niciitzionistische Kreise hineinzutragen. Mannheim Die CIa 11 s s t i f t u n g hält regelmäßig nach Schluß des Sabbats Vorträge ab. Diesmal behandelte Professor Darm- Städter c'.ts tiahithschicksal des jüdischen Volkes. Er zeigte das Irrationale und Wunderbare im Gcschicldsgangc des jüdischen Volkes, wobei er sich eingehend mit Ercz Israel befaßte. Rabbiner Dr. Unna sprach das Schlußwort. Dr.O.S. Neidenstein Lehrer Bloch aus Neckarbiscbofshcim hält auf Vcranlassung des Svnngogcnrates alle 1t Tage Lelirvorträge ab. Ebenso hielt Oberkantor Kramer (Heidelberg) einen Vortrag über ״Vergangenheit und Gegenwart“. Starßard Potnm. Wie stark gerade in den Kieingcmcinden das Bedürfnis nach geistiger Kost ist, bewies die erste Veranstaltung dieser Art, die am 11. Februar in der Synagoge stattfand. Es war gelungen, Mcinliart Maur dafür zu gewinnen. Aus der gesamten Umgegend und aus unserer Gemeinde selbst füllten die Hörer die Synagoge bis auf den letzten Platz. Höhepunkte bildeten die Vorträge mit biblischem Inhalt (״Durchgang durch das Rote Meer“, ״Jcsaia“ in der Ucbcrsetzung von Luther), ferner von Heine das Gedicht ״Prinzessin Sabbat“. Trier Fs ist Anfang Februar geworden, bis der Jüdische Kultur kreis Trier mit seiner ersten Veranstaltung hervortrat. Mit nichts Passenderem konnte begonnen werden als mit diesem Kautoren-Kouzcrt. Rabbiner Dr. Altinann hat mit seinen einleitenden Worten den Wert der jüdischen Musik klar Umrissen. Das Programm des Abends wurde von den beiden Oberkautoren Hermann J. Fieischmami und Nicolai Naumow Fleischmann (Frankfurt) bestritten. Der Beifall galt auch dein feinsinnigen Pianisten Kurt Hcincmaiin. E.S.-1. Worms Der Gemcindevorstnnd beabsichtigt die Errichtung einer privaten jüdischen Volksschule mit vier Grundsduilklasscn. OegebeiH'iifalk soll die Schule mit Beginn des neuen Schul- Jahres eröffnet werden. — Die zweite Veranstaltung des ״Biltlimgswerks“, ״Melodramen aus drei Jahrhunderten“, gestaltete sich zu einem großen Erfolg. Die Künstler, Kapcll* meister Sinaltcinicr (Mannheim) am Flügel und Franz Oppenlicimer (Mannheim) als Sprecher wurden sehr gefeiert. Chemnitz 1 15. VYhrimr in <11־n Kimmen der /.ionr-ti'trhen Ottagr11|>|1r, Amtiere KloUerstr, 13, 20.3t» Uhr, GfsrhichNktir'-tm von la-hrer GoMIktj»: ״lö1mnzi|nU ioiwperioile“, 1• Alieml. 17. Februar, 20.30 Uhr, Meiiih.irl Mmir rezitiert Deulscli und Ikliraiscli. — Dresden! 26. FYbrti.ir, 18 Uhr, Z1 irr MLrm'hi und Hrith litinimr, d, lliiiitlcsfeier im Tri.unm (Volkswohl ■itul, Tmlmillettgassc (וווו der Ostr.i-Aiiir). — Emden 1 Zim1i:.ii111.׳e Ortsgruppe. 17. Februar, nbctids 8.30 Uhr, im oberen Zimmer der Schuh׳: Dr. Rudolf Möller, 1 f sin 11 ni rg, ZionLn <che Gegenwartsfragen. Arbeit sgcinciiischnft (Kilt- <le1״ruppe), nuebmit In;.;4 :׳ Uhr, Oneg SelmlibiUh. 18. F'cbrnnr iin Wuiseidiatu: Jיr. Rudolf Möller, llamliurg: ״Zuiiiik *um Judentum", L'iir alle (icmeiiidemilelieder. 10. Fohr,: 1 k'liriiiscbcr Sprachkursus. — Frankfurl a. M.t jüdisches Lehthnus. Am 18. FVIuuar: Hauptsynayoec, lie1|-׳rlici1e, 20 Uhr; Wcstcndiyimgogo, I)r. Salnmon: ,,Das nui-ik.di'.ehe Kunstwerk“, 20 Uhr. 10. Felnuur: Weste nihytiagige, l'roi. Ihnidy: ״l’iill.igogisvhc McmelK’yktindc", 10 Uhr; l'rol. Kautnrowii'i: .,Die Funktion des Rechts im gesclkehafllichen Leben“, 20 Uhr; l’inl;1n(r1’|>in. J’rof. Werner: ,,Mnise“, 10 l)hr; Dr. Leilxr• vvtlz: ״Knbelet“. 20,30 Uhr; 1111t1[>hy11iH:"f;rp Prof. Weil: ״Malmonides“, 20.30 Uhr. 20. Februar: J'liita ntlrropin, Dr. Salzburger: ,,Altes Testament und deutscher (!eist20 ,״ lihr; I.eopoM Merrlnteh: ״Die Mm,11 des Kutifiiiuimstutidr.s“, 20 Uhr; Unlcrliiid.itt, Dr. llorovitr,: ״Midr:1M-htexte", 10 (ihr; Timnmplutz 17, Dr. Merzbach: ״Pu•!v!täl׳.kn׳;c und lVr-äiiilielikeitsbilthing“, 20.30 Uhr. 21• Februar: I’hüanihropiu, Prof. Wrideureieb: ,,Anthropologie", 19 Uhr: Prof. Wimm u. Dr. Fink: ״fioaindhcitliche Verantwortung", 20.30 Uhr; Tlatiptsvnagoee, Dr. Djcnemumit ״jüdische Geschichte, 20 Uhr; Dr. Mntrdorl: ״Der Jude nk Arbeitnehmet in Deulschlmid", 21 Uhr; Untcilindaii, Dr. Holtmann: ,,Viitcr.sprilrhe“, 21 Uhr, 22. Februar: Westcmkvn.tgoge, Dr. Kd. Strnuß: ,,Das Buch Könige“, 19 Uhr! ״Grundbegriffe der Philosophie“, 20 Uhr; Dr. Wolf ti. Dr. Soudek: ״Die Juden in der Wirtschaft“, 20 Uhr; Angelika Recke ndorf: ״Die Fnrhe“, 19 Uhr; Dr. Gtmderdteimer! ״Kunst und Kunsthandvvcrk“, 20.30 Uhr; Jugendheim, Fritz Studberg: ״tlelir. Stngkrels", 20.30 Uhr, 24. Februar: We-.n׳ndsytmgoge, Onoj» Sei 111 bat, 10,30 Uhr; I>r. Spitzer: ״Das iliich Kicbtrr“, 10 Uhr; ]’ml'. Huber: ״l.chrgrhal! der rlumidisrhen Legende“, 20 Uhr; ״Jüdischer und cbtkllieltrr Glaube", 21 Uhr. — Pal äst! na in JM1 <1 und Ton tun 21. Februar, 20.30 Uhr, im ״roßen Saal der Frankfurt-Loge,!׳ischerdieitner Land- Straße 27. Brugia mint Orrhesterstilcke, Lieder, I.ichtbildersrrio «113 l'aläslina. Mitwiikende: Kammerorchrstcr der l'rankfuttcr Z.iotiisli. sehen Vereinigung, (lehr. Chor, Jüdisches Streich-Trio; (iesang:!,'raut Morgen-(■•!!)-Lorsch. — Gemeindeversammlung am 24. F'cbritar, 20.30 Uhr, im großen Saal der Frimkfurt-I.oge, ITchci dicimcr . I.umKlr. 27. F. sprechen; Ministerialrat a. 1). Dr, Otto Hirsch, Stuttgart, und (leiaeimlerabbiner Dr, Jacob llothnann, Finnkfiirt n. M., über ״Die Uoichsvortrcltiog 11er deutschen Juden“. Heit hsvertretung <1 ■r deutschen Juden. Vorstand der Israelitischen Gemeinde. —׳ Köln! Kölner Zionistische Vereinigung: Beginn der Stlmlungskur.se 20. Februar. Jeden Dienstag, abend:) 8.30 Uhr, voraussichtlich stets im Sitzungssaal 2 der Gemeinde, Keimt st ra Ce. 20. Febr,: Dr. Ernst I.yon, ״Geschichte des Zionismus“ (14!ügig). 27. Februar: Otto May, ״Jüdische Geschichte seit, der Emanzipation" (14tiigig). Anmeldungen im Sekretariat der K.Z.V., Breite Str. 02-98, Tel.: 22 03 32: »0wie am Kursusalwnd. — Mannheim! ״Wizo“. Vortrag Prot. Dr. Moses, 24. Februar, 20.30 Uhr, im ״l.ietlcrkrnnz“, ülx־r: ״Gcsundhcitsfiirsorgc in Paliistina“, — Stettin» 17. Februar, abends 8.45 Uhr, ita Iiar Kochba-lleim, Kloslcrhof 3, I, letzter Vortrag von Rabbiner Dr. Klk über: , ,Nationales Judentum und Religion“. — Stuttgart י Schulungskurs des Grttppenvcrbandcs, 18. Februar, vorm. 10 Uhr, im Siegle-]Iaas iiher: ״Geschichte der Assimilation“. Referent: Assessor Cuthmnnn (Frankfurt). — C• nippenverband Württemberg-Baden, 18. Februar, vorm. 10 Uhr, Geschichtlicher Sclutlungskutsus über die Geschichte der Assimilation in Deutschland. Referent: Georg Guthmann (Frankfurt-M.). Anfragen an R.-A. Dr. Paul Tänzer, Stuttgart. Familien - Nachrichten 'Am 15. Februar beging Herr Alex Cohn! Göttingen, den 60.Ce• burtstag. Kurt Blumenfeld in Hamburg Kurz vor seiner Rückkehr nach Ercz Israel sprach am 5. Februar im großen Saal des Ctirio-Hauses Kurt Blumenfcld über: ״Die Bedeutung׳ Palästinas für die deutschen Juden“. Blumen fcld zeigte in seinem Vortrag, der die besonders zahlreiche Zuhörerschaft wie stets zu fesseln verstand, wie seit Generationen der Weg der deutschen Jtidcnlicit aus dem Judentum heraus in eine Welt der leeren Begriffe gcführt!tat; ein Irrweg, vor dem der Zionismus nicht erst seit gestern, sondern seit Jahrzehnten gewarnt habe. Als der Referent im letzten Teil seines Vortrages mit eindringlicher Klarheit auseinandersetzte, welche Bedeutung das jüdische Palästina für uns hat, wurden die Ausführungen vielfach durch spontane Beifallskundgebungen der Vcrsanunlung unterbrochen. Der Vorsitzende der H. Z. V. verband im Schlußwort mit dem Dank an den Referenten den Wunsch, daß Blnmenfeld, wie hier, auch in F.rez Israel, der Wegbereiter der deutschen Zionisten bei ihrer Eingliederung in den Jischuw bleiben möge. BERLIN *W16. Kommandantonstr. 17 A 7 Dönhoff 6380 Fein-tc O'1-Biliten / BOHr-ic Preise / Beute* Bezugsquelle I. Wiiolervcrkäufer PECS&CH-ICAFFEE / ln Berlin Liolnrunß Irin llau■ / Po«tv«r*an4i franko 1934 — 8. Woche 5694 — 23. Woche Freitag 16. Februar 1. Adar י/יןא& חד® Ta« Nramoy •י ו^יונגה חם®?,* 4 Samstag 17. 1* ״ .2 Sonntag 18, יי 3. - Montag 19. * 4- « Dienstag 20. M 5. 0 Mittwoch 21. m 6. . Donnerstag 22, m "ז Ssbbat-Auiganj! Beritt» #®. Breilau 5״, Frankfurt a. M. »*, MJnAo!9 Sl. 1. 1077■!)•ruth Sjplnoxa getiorben. Jugend fährt nach Ercz Israel Am 12. i'cbninr, ahendx, verließ, wie wir 1ןי|)״ meldeten, die erste Gruppe von Jugendlichen, 4,e nach Ain Clmrod ge/it, Berlin, lieber die Abreise 4it. scr Gruppe erhallen wir nachsichenden Bericht. Red Um 84י Uhr auf dem Arth;11ter Bahnhof. I.anpssm füllt sich der Bahnsteig, auf dem der Zug um 0u. Uhr 45 j״n,, Chawerim auf den Weg nach Palästina bringen soll. Itisg's;-. gaben etwa 2000 Berliner Juden diesem Transport der Jugeng- Aliiah das Geleit — Litern, Freunde, Lehrer, Cltawertr-, dieser Jungen und Mädchen wollten ihnen noch ein letrtn : Lebewohl mitgeben. Deutlich ist die Einheit aller 45 ־ä fühlen. Jeder ist für jeden verantwortlich, jeder hilft de anderen seine Koffer tragen. Schließlich sind die Vorbnrs tungen getroffen, alles schaut vergnügt aus den Fen$t«n de8_ Sondcrwagcns heraus. Und nicht wie sonst beim Ab■ schied traurige licsicliter, keine Tränen, sondern überj',1 Freude. Wehmütig blicken nur die AbsehicdnchmcnJen, vor allem die Jugeiullichcn, die sellist gern in diesem Zur sitzen möchten. Immer mehr Menschen kommen, um sich diesen Abschied an/itsehcn. Auch viele Niehtjudcn sind dabei, die zum erstenmal hören, daß diese Jugend in Palästina ihr eigenes Land aufbaucn will. Es ist zwei Minuten vor Abgang des Zuges. Ein letzter Gruß — ein letzter Händedruck den Eltern und Freunden, Der Zug setzt sich in Bewegung. Fin dreifaches Schalom uni aus dem Zug hallt die Tcchcsakna wider.... L Anna Poiatzka, Cliarlottcnburg. Wir sind genau wie Sie der Ansicht, daß die Aufführung des Stückes ״Sonkin und der I lanpttreffer“ von Juschkcwitsch ein Fehlgriff war. Als gebürtige (nirhtji'ulische) Russin teilen Sie uns mit, daß dieser ״ganz mittelmäßige Autor, der cs nur auf Tendenz und Effekt abgesehen hat, ganz unjiklisch erzogen ist und dein Judentum sehr fern stand. In Rußland hat man ihn als K iin stkr nicht ernst genommen und als Typ des jüdischen Assimilnnten betrachtet.“ — Wir glauben trotzdem, daß man die Schauspieler, die auch in diesen Rollen ihr Bestes tun, diese Geringschätzung des Autors nicht entgelten lassen soll und darum die Aufführung als solche ruiiig loben konnte. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß am ersten Tag Rasch Chodesch Adar der Jahr/.dttag des Herrn Ahron S, Marcus ist, der als einer der ersten sieh zu Theodor lierzl bekannt hat. Marcus war eine streng orthodoxe fromme Persönlichkeit und Anhänger des Chassidismus. Er hat nach seiner Uebersiedlung nach Deutschland eine Reihe wichtiger jüdischer und philosophischer Werke verfaßt, die im Verlag seines Sohnes S. Marcus, Harburg, veröffentlicht wurden. Die Ausgabe seiner Rede über Theodor Herzls ״Judenstaat“ enthält auch ehrende Aeußcrungen Theodor Herzls über den Verfasser, sowie einen ausführlichen Nachruf der ״Frankfurter Zeitung“ anläßlich des HiuscheiUcns des merkwürdigen Afl «»1 n ive Brief aus Ungarn Budapest, 13. Februar, Das O r g a n I s a 11o n S s t a t u t der ungarischen 110310■ gen Judcnhcit stammt aus dem Jahre als der erste allgemein-jüdische Kongreß die ungarische Judcnheit in zwei bzw. drei selbständige Parteien spaltete. Geist und Gehi;: dieser Statuten sind heute reichlich veraltet. Wohl unter der, Eindruck der deutschen Ereignisse lmt Hofrat Samuel Stern, der vor Jahresfrist neiigewühlte Vorsitzende der israelitischer, Lmuk'skanzlei, die Neubearbeitung der Statuten beschlossen, Monatelang tagten die verschiedenen Ausschüsse, bis sic jetzt iltre Arbeit beendetet). Die Führer sämtlicher ucmcimlc distriktc haben nun beim Kultusminister Vorgesprächen und ihm den Entwurf vorgclegt. Zur Beschlußfassung über dieses wird in nächster Zeit der — freilich nur auf die liberale Judcnheit beschränkte — zweite Jmlcnkongrcß emberuta werden. Die neue Verfassung soll den Rabbinern größeren Einfluß auf die Leitung der Gemeinden sichern, auch in Schulwesen mehr Sicherungen für die konfessionelle Schule schaffen. Ebenfalls unter dem' Vorsitze von Hofrat S. Stern hit dieser Tage die Pcster I s r. K u 11 u s g c m e in d e, die zweitgrößte des Kontinents, ihre Generalversammlung abgehalten, in der der Etat für l')31 vorgelegt und angciiommn wurde. Die Zionistische Landesorganisation entfaltet kein besonders reges Leben, Aktivität Ist dagegen in den Jugendbünden zu beobachten, die eine Anzahl von Chaluzim bereits nach Palästina entsandt haben, wahrend andere in landwirtschaftlichen und gewerblichen Hachsclians stehen. Eine wichtige Rolle spielt die Pro Palästin»• Vereinigung. Dr.F, Die jüdische Han<lcl s ka m m er von Tel-Awl«׳ und Jaffa hat Herrn S. H 00f i en neuerlich zum Präsiden• ten gewählt. irauptschriftlciter: Dr. Robert W e 11 * c h, Bcrlin-CharloUenburg יי Stellvertreter: Kurt Loewenitein, Berlin VV 15. Verantwortliche Schriitleiter für den gesamten redaktionellen Teil: Kurt Loe*»«' teil), Berlin W15. Änicigenlciterin und verantwortlich ßt in Anzeigenteil: Ilclcne Chanciner, Berlin N 54, Verlag und äs׳ zeigenvcrwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Mcinckestr. 1י D.-A. Jan. 38 487 Expl, Druck: Siegfried Seholcrr, Berlin-Sfh<mrt*'S׳ deb dodettf&MU des Außau-MetlM• KEREN KAJEMETH LEJISRAEL JÜDISCHER NATIONALFONDSE.V. Berlin W ti, Melnckestr. 10. Tel.: Blsm.7165. Poslscheck-Koulo Berlta Postscheckkonto: Berlin Nr. 104951 Bankkonto! Droidnor Bank, Dspoiltsnkasi« Kurfilr»tendsw״ 181 für neueintretende Abonnenten ab sofort bis 31. März 1934 für Einsender dieses Streifens Q 3 f RM