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Jüdische Rundschau · 1934-02-16 · Heft 14 (16.2.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 14 (16.2.1934)
Date
1934-02-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 jüdische Rundschau i rann Ti ך•׳*״, «-־ ז•׳־{ ir %י"־'׳• ׳-־•־'־י׳/ י־־•׳'־״״) זי־ ־;ך. l! U f 1! ז ■ ן י י־־1 : ־! ־ 1 י I! _ 1 1 ן f ן r.“' . י """■ן i! t I 1״Sfaa.■.! ü&'M'Jtttt V׳׳׳׳״״ kt«*! Mrai '*«*». ן׳מן ן־ ״ ־"ן p«| y <■«!>' i J 1 L ־.. hi ץי■•"" gr׳m,t1| p-1״»W| \־־״“"׳/ ן־"־ --׳ן ף־--.! /*»״« ***4 Im««4 t« ■-Jut tt״sL1i (O, n . . , t , rirn י--וי׳י״ח 1 i! :! M; I I! j \ , ן : י;; / . »ä C~ ,1 L.J fc»— X, 11 \äwt «■ •t Rechtsanwalt Prof, Dr. 0 1 i 111 m, M. d. R., einer der Vcrteidfgcr in dein vielbesprochenen Kairo-Prozeß, gibt jetzt in der ״Deutschen J u r i s t e n z e i 11111 g“ vom 15. Februar 143-1 eine interessante Darstellung des Prozesses (Umberto Jalles gegen den Deutschen Verein in Kairo). *Ks ging um die gruntLiitzliclic Fnipe", so sagt ,Grimm u. «., 011״ bei iineeblirber lSclr!<ll״un;; des Well jmknt ums jeder ein• *eine Jude, in welchem Luml* es uurl» sei, ein selbständiges Klageteclit Itnlx׳; es ging ferner um die Gienzen des Keclils der fteien Moiniingsütiß'.'rilng, das di« Deutschen in Kairo für sich in Anspruch «lahmen. Iler Deulselie Verein |x׳st ritt dem Kluger das Kltigcrcclit, weil einmal die Jlros! hüte nur die Juden in Deutschland he• treffe, also den jüdischen Wceliu!,igeiite״ italienischer .Sluntsaiigcliörig• keil, wohnhaft in Kairo, nljerliutipl niebis tmgdir, sodann aber auch deshalb, weil, selbst wenn mau dem Kläger darin folge, daß in der llrosrluin• .alle Juden der Well1 gemeint seien, der Kläger als Kinzelniitglicil einer Kidlcktivitül von 15 Millionen Menschen immer «loch kein 1 n 11 i v i 11 u a 1 r e c U t aui Klage habe. llosonders die letztere 1*' rage wurde vor dem Gemischten Gericht in aller Ausiiibili( libeil verbumlch,*1 Aus den Urteils grün den teilt Prof, Orimm foldendes mit: ״Kcchlswissonsclinft uml Rechtsprechung aller Länder haben atiinclig an <lem (!rundsalz tcslgeballen, daß ein zivilrechtlicher tichadeneisatztuispruch nur dann gegolten ist, warn eine Person in ihrem physischen, moralischen oder wit Ist'liiiltliclicn liestand verletzt ist; ferner, daß hei llcleidiguiig einer Kollektivität die Imlividualldnge nur dann zulässig ist, wenn der Klager persönlich Irerührt wird oder *11 einer eng umgrenzten be.tiiumlen Kollektivität gehört, deren samtliehe Mitglieder ohne Ausnahme Opfer der beleidigenden Actißerungen .sind. Im vorliegenden Kalle ist keine dieser Voraussetzungen verwhklicht. Denn utiixslicilh.ir schließt die Ycrtritligting-absirhl, von der die Urheber der llrosehiirc beseelt waren, die Ab.icht aus, den Juden Aegyptens etwas Anzutun. Desgleichen haben die Broschüre und die Schriftsätze der Verteidiger lediglich gewisse Felder und Tendenzen der jüdischen Rasse lierau-gestellt, die ihren Mitgliedern in Deutschland zugeschriclicn werden, ohne daß auch nur mit einem einzigen Wort auf die Juden in Aegypten und den Kläge r Jähes und seine Genassen im besonderen ungespiell wird. Die Venillenll!<׳Innig in Aegypten hat mir statlgofnmlc», um dem Angriff cnlgrgenziitretcn, der am Anlaß der deutschen Politik in mehreren örtlichen Zeitungen statt- ' gefunden hat. Alles dies beweist, daßjalxH Und (Icnov.'ii, tiirhidetUsrhc Juden, wohnhaft i 11 Aegypten, keineswegs durch die litosrlit'irc persönlich hei!׳offen sind, und daran•) folgt, (laß der Schmerz, den sie als Mitglieder des WcHjudentums durch die Anschuldigungen gegen die Rasse in der Broschüre erlitten haben mögen, nicht einer licleidigung gleichgestellt werden kann, die sie selbst in ihrer Klire uml iliiem Aachen Hilft. Aus allen diesen Gründen werde die Klage des llenn Umhcitn Jalx's Und die Nelieiiinlcrventioiien auf Kosten de» K läget s und der Nebenintervenienten für unzulässig erklärt und nhgewie .ein" Die Ausführungen von Prof. Grimm werden <1.1/11 beifragen, verschiedene Irrt» 111 e r, <lie in bezug auf diesen Pro/eli in Deutschland verbreitet waren, rlclitig/ustcllcn. Wir 11 abo 11 bereits in Nr. 0 der ״Jüdischen Rundschau“ darauf hiitgrwieseii, daß die juristisch unhaltbare Klage des Herrn Jähes ein auch von uns mißbilligter Fehlgriff war uml daß die Klagt* wegen mangelnder Aktlvlrgitimation des Klagers nbgewicsei! wurde. Der Berichterstatter der Iondimer ״Times“ Hob damals hervor, daß im Falle der Verurteihiiige des Angeklagten mm jeder einzelne Jude das Rieht gehallt hätte, von Herrn von Mcctcrcn dieselbe Summe wie Jähes zu fordern. Durch die Ausführungen von Prob (nimm wird auch eine Bemerkung von Dr. Krug in der Zeilsclirift ״Deutsche Justiz“ riclitiggcstcllt, worin cs hieß: Insbesondere ging hierbei die Erörterung um den zersetzenden Einfluß, den regclmäUi״ die Juden in allen Slnnlcn nuslihen. Gerade insoweit konnte ober der Nachweis erbracht werden, daß zu allen Zeiten und!111 allen Orten die gleiche Meinung über das Judentum bcslaiidrii hat. Damit ist ein großer Erfolg filz die deutsche Auf. fa simg errungen worden. Uml daß gerade in Kairo, in einem inter. nationalen Zcnltum, trotz größten Aufgebots den Welt jugendtuins (ollcnbar l)1u< kiehlcr fiir ״Wcltjiulenluim“), diese! »ich bescheinigen lassen mußte, daß die deutsche Auffassung Ulxrr die Gefährlichkeit mul die zoisctzeiule Art des Judentums berechtigt sei, hat dieses in der ganzen (Veit einmal gründlich gekennzeichnet. Das Kairoer Gericht hat in Wahrheit nicht darüber gcurteilt, oh diese oder jette Auffassung bezüglich des Judentuins ״berechtigt“ sei, sondern lediglich darüber, ob Herr altes persönlich klageberechtigt ist und auf eine persöniclic Entschädigung Anspruch hat. Diese juristische Vorfrage hat das Gericht — wie wir glauben, mit Recht — vcr• »eint. In tlie Materie selbst konnte infolgedessen nicht ein• gegangen werden. Die Stellung zur Warenhausfrage Der Stabslciter des Stellvertreters des Führers, Reichs- Iciter Martin Bor 111,11111, gibt laut ״Berliner Tageblatt“ Vom 14. 2. bekannt: ״Der Stellvertreter des Führers hat mich beauftragt, Jn der War c 1111 a n sf rn g 0 noch einmal die Stellungnahme der Rciclisleitnng der NSDAP, zu uinreißen und zur Veröffentiiehung zu bringen. 111 einer Verfügung vom 7. Juni 1933 hat der Stellvertreter des Führers betont, daß die Einstellung der NSDAP, zur Warenhausfrage nach wie vor unverändert ist, und daß tlie Lösung dieser Frage zu geeigneter Zeit im Sinne des NS-Programnics erfolgen wird. Mit Rücksicht aut die allgemeine Wirtschaftslage und das Bcmühen, jedem Volksgenossen Arbeit und Brot zu schaffen und zu sichern, muß vorerst ein aktives Vorgehen gegen!Warenhäuser und ähnliche Betriebe mit dem Ziel, sie zum Erliegen zu bringen, unterbleiben. Bei Erlaß der Verfügung ging die Reichsieitung von der eigentlich selbstverständlichen Voraussetzung aus, daß die Inhaber bzw. Leiter der Warenhäuser und waren 11 ausähnlich er Betriebe sowie jiidi• sehe Firmen unsere Haltung damit beant* Worten würden, daß sic sich ihrerseits äußerster Zurückhaltung und Takt in ihrer Geschäftsführung, Werbung und sonstigem Auftreten au f c r I c g c 11. Hierzu gehört, daß tlie oben gekennzeichneten Geschäfte Symbole der nationalen Bcwegung weder zeigen, nnbictcn, noch verkaufen. Außer llakenKrcuzfalineu gehören hierzu Bilder unserer Führer,!Uniformen und Unifornistücke, sowie alle auf die nationale Bewegung Bezug habenden Gegenstände, wie z. B. auch Kindcruniforincn, SA-Puppen und dergleichen. Die betlauerliehe Feststellung, daß gegen diese und andere selbstver- 1ütändliche Gebote von Zurückhaltung sehr häufig verstoßen wird, ist der Anlaß zu dieser erneuten ausdrücklichen Bcjkanntgabe der Stellung tler NSDAP, ztim Warcnhausprohlem, Bei dieser Gelegenheit sei wiederum betont, daß es 1Mitgliedern der NSDAP, nicht gestattet ist, für Warenhäuscr zu werben oder diese etwa in Uniform zu betreten.“ Die Verpachtung eines jüdischen Unternehmens Das Oberlandesgericht in Königsberg hat, wie die ״Voss. Ztg.“ vom 10. 2. berichtet, in einem Falle entschieden, daß ein Unternehmen, das einem Juden gehört und an einen N i c 111 j 1111 e n verpachtet ist, nicht als ein jüdisches Unt cr 11 c 11 m e n an7.11 sc 11 cn scL Der Ent- Scheidung liegt folgender Tatbestand zugrunde: Der Inhalier eines Konkurrenzunternehmens hatte wieder• holt gesagt, die Firma des Pächters sei ein jüdisches Unternehmen, der Pächter sei nur ein vorgeschobener Strohmann. Daraufhin hat der Pächter im Prozeßwege verlangt, dem Beklagten zu untersagen, derartige Behauptungen über die Firma des Klägers zu verbreiten, weil sie nicht erweislich wahre Tatsachen in bezug auf das Erwerbsgeschäft und die Person des Klägers als Inhabers oder Leiters darstcllcn und geeignet seien, seinen Betrieb zu schädigen (jjtj 1, 14 des Reichsgesetz.es gegen den unlauteren Wettbewerb). i>as Landgericht hatte den Antrag des Klägers abgewieseii, weil tlie Behauptungen des beklagten zutiiifen. Auf die Berufung des Klägers hat das Oberiaiidesgericlit dem Antrag des Klagers entsprochen. Wären die Behauptungen des Beklagten zum Rassenpunkte wahr, so heißt cs in der Begründung, dann würden sie einen Untcrlassungsanspruch des Klägers nicht begründen. Die Behauptungen, die der Kläger beanstandet, seien aber unrichtig. Sein Pachtvertrag mit dem jüdischen Eigentümer sei ernstlich gemeint. Der Kläger habe in tler Rechtsstellung als Pächter volle Selbständigkeit in dem Unternehmen, sei bei dessen Betrieb in keiner Weise von Vorschriften des Verpächters abhängig. Möge er auch vom Gewinn seines Erwerbsgeschäfts einen beträchtlichen Teil als Pachtzins an_ den jüdischen Verpächter abführen müssen, so lindert das nichts an der Tatsache, daß er das Erwerbsgeschärt leite und im eigenen Namen und für eigene Rechnung Die Juden im europäischen Mindcrheitcnkongref) Vorbercflunji eines jüdischen WcUkonkrcsse• Prag, 12. Februar. (J.T.A.) Am 10, Februar abends begann i!1 Prag eine Sitzung tles Exekutivkomitees für die Vorbereitung tles Jüdischen Weltkongresses, sowie auch der Exekutive tles Comite des Delegations Juivcs, die bis Sonn• tag über Mitternacht hinaus dauerte. An den Sitzungen, die vom Vorsitzenden des Comitfi tles Delegation» Juivcs, Dr. N. Goidinami, geleitet wurden, beteiligten sich die Vertreter aus Polen, Rumänien, Oesterreich, Tschechoslowakei, Lctt• lind, Bulgarien mul Palästina. Eingehend besprochen wurde tlie Frage der Beziehungen der jüdischen Minoritäten zum F u r 0 ין i» i s c h c 11 M i 11 d e r h c i t c n k o 11 g r c ß. Der Priifident tles Mintlerheilenkougresses, Dr. Wilfan, war z.ti diesem Teil tler Besprechungen nach Prag gekommen und legte den Standpunkt des Ausschusses des Mlnoritätenkongrosses bezüglich tler weiteren Mitarbeit derjüdisclien Minoritäten dar. Es wurde beschlossen, die Frage durch die Instanzen der verschiedenen jüdisclien Minoritäten erörtern zu lassen, damit in einer für Mai in Aussicht genommenen neuen Sitzung definitiv Beschluß gefaßt werden kann. Fin großer Teil der Verhandlungen galt den Fragen der Vorbereitung des Jüdischen Weltkongresses, der im' Sommer dieses Jahres, vermutlich im August, stattfinden soll. New York, 12, Februar. (J. T. A.) Nach stürmischer Debatte hat die Exekutive der Zionistischen Or■ g a n i s a t i o n Amerikas einen Entschlicßmigsnntrag, durch den sieb die Zionistische Organisation Amerikas für die Einberufung des Jüdischen Weltkongresses aussprechen sollte, abgelehnt. Die Frage wurde durch Zuweisung an. eine Sonderkommission erledigt. Aus den Erträgnissen tles Appells tler englischen Kirchen für die Auswanderer-Hilfsaktion wurden jetzt, als erster Beitrag, 800 Pfund für praktische Hilfs.irbcit verwandt. 150 Pfund wurden an den International Student Service, 100 Pfund an das Britische Komitee zur Unterstützung von Angehörigen freier Berufe, 100 Pfund an die Schule für Auswandererkinder in Haslemerc, 400 Pfund an die ״Entr’Aide“ in Paris, die für Berufsausbildung haupt* sächlich nichtjiklischer Auswanderer sorgt, und 250 Pfund an _ ״Agriculture et Artisanat“, eine jüdische Organisation gleichen Charakters, überwiesen. Vielfachen WOnsdicn unserer Inserenten folgend, haben wir im Zeüungsvferfel von Gro& •Berlin Schüi>z€4tsi^c^c> Z? eine zweite Annahme-Stelle für Anzeigen eingerichtet, GeichKft ss I unden 1 9-78 UU4. u. Twitag. mdäufig v, 9-75 Antelgen ״ Schlug 1 Für die Dienstag-Ausgabe! Monlag 10 Uhr Für die Freitag ־ Ausgabe! Mittwoch 13 Uhr Für Famillen-Anzelgen: Donnerstag 10 Uhr Das bayerische Unterrichtsministerium hat, laut ״Frankf. Ztg.“ vom 15. Z, angeordnet, daß künftig jüdische Reif.?j,oa*. "r,er. nur *» den Sitzungen des Lehrerrates tcilzitnelimcn haben, wenn über jüdische Schüler beraten wird. Anzolaon « Verwaltung Nr. 14, 16.![. 1934 und die *״Weisen von Zion׳ Nicht nur von jüdischer Seite Ist häutig darauf hi!״״ . sen worden, tlail es sich bei den sogenannten pr1״,T, ״ tler Weisen von Zion“ um eine Fälschung handelt (0 1יז äugst entdeckt ist. Die Londoner ,,Times" h-a ־ ־ “av seiner« .. 1'11'1״״, ״״-,״l'H und findet bei vielen Menschen Glauben. |n in den, wogegen übrigens Quelle 1,tilgst eiuuccia ist. me uonuotier ,,limes" hat«' zeit; die Geschichte dieser Fälschung ausführlich hcbanl'n Trotzdem taucht m allen Landern immer wieder dieses u ' auf und findet bei vielen Menschen Glauben. |n der let^ Zeit ist (las Buch 1:1 der Schweiz viel(,■11׳״ verbrriM? t!l die Schweizer Behörden ז״" י ״״' n1da_ ist itiu^ so seltsamer, 11׳ ■ se in tler Schweiz meist jn Oeffentiicbkeit st;1tt״efumlen habn1' Verliaudlmi geil tler Kongrc!■‘־״־ eiz die Legende Gläubige «timt. Ja die teil sind. Diese Prop.ig tneisL’ii Zionistcnkuiigia Im vollen Licht der _ ... . Schweizer Udientlichkeit und alle Schweizer Zei't'utiKen'h-m stets über die Verhandlungen tler Kongresse berichtet hi trotzdem auch in der Schweiz die I egende von den y/"*, 1• 1 . . , , ״ , . ״ hndet, gibt ein״״ cde.״ liehen Autor Anlaß zu einem Leitartikel in der B1ccU׳r v tional-Zc itung“ vom 12. Februar unter ,|cr üeh Schrift ״Das Ungeheuer von Loch Ness“. Der Autor zunächst darauf hin, daß es keine Absonderlich fr*(: e,׳iö'ä, d »lebt bei Menschen Glauben finden Würde uml fahrt in bezug auf die ״Weisen von Zirm“ folgeiulennntlrn fog, ״Viele werden sich k חס grosse erinnern, m »11!m die ersten welche in Basel la: Zi 1 0 n 1s1.cn, ,, t c n. Lf, ״ innere mich jedenfalls noch sehr klar, wie uns Selmlcm von (;r,' unserer Lehrer der Zwei I; dieser Vcrnn.-Unliuiig erklärt wunle. sagte uns, 1ms allen Landern kämen die Juden zus.irimint g-, ihrem in aller Welt verstreuten Volk wieder die alte 1'!,;״,'( zu erkämpfen. Rührt d׳־r Gedanke und die Vorstellung an eine,״, lorenc Heimat Iiii'ht lief an jedes Meiiselienlierz'Z So vrrkri!»!׳. d11 ׳ mit den zianiai״ In n Kimgn ..eit tiir in» 11 ein Gi fnuVi Milleides mil dem jiidi׳,( hei! Volk. Was auf diesen Tilg!״,״,, gesprochen, diskutiert und verhandelt wurde, war aller iv'fl( bekannt, niemand aber wohl so offenbar *f, den Menschen unserer •Stadl. Zweck und S«,tge *יי,,, dieser Kongre •sc war, das jüdische Volk vor dem Auti•emitf״!,y, also vor der Verfolgung zu schützen und ihm deshalb eine Hei*;' *!! gcfien. Ist׳ es nicht eine tiefe Tragik, daß die alte Hfinu׳, l’al.isiinn, welche die Zionisten fliehen, dem jüdischen Volle elxuiso streitig gema! I!t wird, wie die neue Heimat, tlie es n!h seiner Staat!!! her! Auüß ung in den eu!op.iex heu Slaaten gefun!i»a hatte? Alier der Ilaß anerkenn! ni׳ l!t tlie Tragik eitles Ynäru,!hi mit tler Entstehung d!׳•, ('hristenttiuH auf unauilüsbarf Weise vt!c bunden Ist, lind so entstand jene Lälsehuug, welche in Luro׳n selton zu einer Legende geworden ist: 1 tu zarististhen Rnihwi tau! htc eine Schritt auf, von welcher in geheimnisvoller Wc»! behauptet wurde, sie enthielte die Protokolle einer geheimen Sitrtir.- des Zionistenkongresses in Basel. In diesen ,Protokollen‘ beschäh tigen sich die Juden, welche durch eine Geheimorganisation die ganze Welt Ixdierrstdien, mit dem Plane der Vernichtung aile! europäischen Völker und mit dt r Umwandlung tler Und!:hthatett Weltltoherrselmiig in die sirhtbari• Welrherr .׳ hall tles Judentums,., Sehr sclimdl gelang tlie Liitlnillimg der 1׳.!!-! Iiiingt diese tingcb. liehen geheimen Protokolle eilte׳! Basier Zionislen-Kongrtssfs waren , Abschriften eines in F r a 11 k r c i e 11 ersthienrnttt Buches, in dem Napoleon der!!ritte an geklagt wurde, eine despotische Weltherrschaft ttntu• stieben. Trotzdem diese ,Protokolle* als eine lüilsrliung ent• larvt sind, und obwohl die Geschichte dieser Fälschung bis ia alle Einzelheiten enthüllt ist, erscheinen sie unentwegt weiter.,, Man hnt im Mittelalter »ueli in ttn -erer Stadt die Juden, .«>»»! man ihrer hahhnft werden konnte, verbrannt unter der Ilc.rhuUi• gttng, sie hätten die Brunnen tler Stadt vergiftet und die Pc« im Land gebracht.,. Die Methoden tles Kampfes gegen tlie /tltfm sintl seit, dem Mittelaller ähnli!die geblieben. Unzählige Male sm׳\ die Juden verfolgt worden, alter eine unsichtbare!nichtige Hwl scheint ülter ihnen schlitzend zu ruhen. Ist es nicht die Hand Gottes selbst, dessen Verheißungen die Juden mit einer Kraft erfüllen, die größer ist als die Starke ihrer Verfolger und ihrer Unwihr• beiten?“ Aus diesem Artikel ist indirekt wohl zu entnehmen, da! auch in der Schweiz die antijüdische Propaganda eine rege Tätigkeit entfaltet. Fehlgehcnde Urteile über Palästina Wir entnehmen tler ״Bayerischen Volkszcitung“, Nürnberg, vom 22. Januar einen Bericht über einen Vortrag von Universitätsprofessor Gehcimrat Dr. Grad mann. Erlangen, den er in einer gemeinsamen Sitzung; der geographischen und der naturlüstorischcn Gesellschaft hielt, und der eine For• schunpsrcisenach Palästina zum Gegenstand hatte. In dem Bericht über diesen Vortrag wird u. a. gesagt, das der Vortragende folgendes ausfiilirte: ״Ebenso verfehlt i t es zu gktiilK ii, tlaß beute I'nlä tina durch jüdische Einwanderung gehoben werden könnte. 1י*י Experiment muß mißlingen, einerseits infolge der verändert« klimatischen Verhältnisse und andererseits, weil die eingesessenen Araber sieh das Land, das sic seit 1300 Jahren in Hcsitz nab« nicht wieder nehmen lassen. Auch hat sich gezeigt, d** der Versuch, 200 000 O s t j u <1 e n als Hauern a n 10 siedeln, f c h 1 g c s c h 1 a g c n, da diese an der sch*!‘ r c n Landarbeit keinen Geschmack finden, sotvfc'« in die Studie ziehen, wo sie mit Handel sich einen lckhlcn* Verdienst suchen.“ Fs scheint uns, daß diese Urteile nur auf einer sehr ober׳ fiäcliliclien Kenntnis des Landes beruhen, insbesondere »'J* die Frage der Beziehung der nach Palästina einwandcrmW Juden zur Landarbeit hat. Herr Professor Gradmann hat« auf seiner Palästina-Reise die großartigen Erfolge der land־ wirtschaftlichen jüdischen Betätigung in Palästina in Augen• schein nehmen können und wäre dann gewiß zu ei״em n‘ deren Urteil gekommen. Die suslllndisclie Beteiligung an der Tel Awlwer Mess* London. 5. Februar. (J.T.A.) Pn U nt er h a u s rieh* tete der Abgeordnete Louis Smith an den Staatssckrcta für Ucbcrscchandcl die Frage, wieviele Staaten außer ihre offizielle oder inoffizielle Beteiligung an der bevof• stehenden Levante-Messe Jn Tcl-Awiw angckunuife hätten, ob die Beteiligung Englands einen größeren Un1׳a,|k haben werde als die der übrigen Länder und in wek«1 Stärke diese Beteiligung bereits gesichert sei. — 1» lieber Beantwortung dieser Anfrage erklärte Cokmd L0P ville im Namen des Staatsamtes, daß nach den letzten W* formntionen außer dem Vereinigten Königreich acht St»*' ten beschlossen haben, an der Messe offiziell teilziincb’^eri■ Es sei bekannt, daß alle diese Staaten nationale P»V1I0T errichten werden. Was den relativen Umfang der €'.nzC'"ä. nationalen Ausstellungen anbetreffe, so seien zuverlässige A״ gaben hierüber derzeit noch nicht möglich, doch sei ״ Staatsamt dahin informiert, daß der britische p*v*i L wahrscheinlich das größte unter den Ausstcllungsgeba״“״ der: einzelnen Länder sein werde.

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