Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 12 (9.2.1934)
- Date
- 1934-02-09
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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9. II. 1934;JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 15 |11״ז1:י' '"'Dil,.!, >־׳ t'iir, -,ר■ ו י' י u 5, '"1׳ '"I >, 1..!!״. tc )״,,ויי eil•!! |llr "! ' '׳ ''t- 0■ 1'1'hr,, .-!llll•• a|j n Mnln! *’!», i״ r A!«;_!״ ׳'s nnj-U C. l’r״|. H יך>זח tf'towir( 20 t'hr; ׳ ,.Knllt. 3.30 (0\t, 1» Ehr, ,riänlirh- 8׳ Tf־tä. 1in. Prof, ־. Fink, 'gf. t'i. 1» ,.Der orlirifiiii, Vctcml. ״Grund, k, ,,l'i.« .׳!11״ ,!־ ulwcrk", ).30 t'hr. >r. Splt. ׳ ird von 9. l>hr, beginnt ge. Der «• Voll״. 111*. 1X1» ogi •1'lion Hi/clmtcrliriicn hsfili, he 3.30 lii» eh'Jiidi- und An ihr o ״m. riio 1111• äVrrM, *er•!Inf. Jhr, im ht «w ebrunr I. Ft• tiaft 1. IV. *!"'"י,זו m *r. 4au.Hn» יי■ •6.ז יי '-7'"־■-. , W''\0^ K✓ r^/f• n/ft, \y' v■• w■»׳' Hm n n Von Dr. Alircd Marcus, Haifa Oer Vertrag, den die Irnq Petroleum Co. nach jahrelangen Verhandlungen mit der Regierung des Irak im März 1931 ab- ,cliloO, sah vor, dall die beiden grollen Erdölleitungen, die das Kimrfsdoiixgebict der 1. P. C. östlich des Tigris mit den beiden Mitlcln eerhrifen Haifa (Palästina) tmd Tripoli (Syrien) verhütjft) *ollen, bis spätestens /um 31. Dezember 1933 fcrtit7.u־ ,teilen seien. I'.s zeigt sich jetzt, daß mau sehr viel schneller rchaiit hat. Die beiden Leitungen sind schon jetzt praktisch ledig, die ilaifa-I.inie ist bis zu einem Punkt fortgeführt, der «ur noch 5 Kilometer von der Stadt Haifa entfernt ließt, die Iripoli-Linie ist ebenfalls in ihren Hauptarbeiten vollendet. Es |»t nur noch eine Frage weniger Monate, daß das I.P.C.־Oel nach den Mittelmcerhäfen zu fließen beginnen kann. Es wäre einigermaßen auffällig, wenn die Verwaltung der | P C., die in ihrem lngenicurstab sehr geschulte und kenntnlsreiche pipc-line-Fachlciite besitzt, sich derartig In den Bau■ friden verrechnet haben sollte. Immerhin bedeutet der Ver* l>uf der Bmiarbeiten nicht mehr tmd nicht weniger als eine Untersclirciimtg der ursprünglich für nötig gehaltenen Zeiträume »m etwa die Hälfte. Hat man wirklich so falsch gereclt- «et oder hat man sehr viel intensiver gebaut, als dies ur- »primßlieh beabsichtigt war, und aus welchen Oründcn hat man das getan? Das auffallende Mißverhältnis zwischen den veranschlagten 1m,| den technischen Baufristcn Ijffidit zweifellos nicht auf ff• ״em Rechenfehler. Die Antwort ml die oben gestellte Frage liegt tatsächlich darin, daß man mit rinern viel größeren Einsatz von technischer und menschlicher Kraft an die Arbeit heranging, als dies ursprünglich beabsichtigt war. Mm Bau kannte man keinen Sonntag und keinen Feiertag, ln den großen Haifacr Reparatur• Werkstätten für den Wagen• und Maschinenpark ebensowenig. Aus den Technikern, Ingenieuren und Arbeitern wurde das Letzte her• wsgcholt, aber auch der Per• »onalkrcis war viel größer als ursprünglich beabsichtigt war. Nun muß man auf der anderen Seile die Tatsache in Rechnung!(dien, daß die Verhältnisse in der intern,ntiounleti Frdölwirtschaft im laufe der letzten Jahre alles andere als glänzend waren. F.s itf ja bekannt genug, welch ein Kampf um die einzelnen Absatzmarkte gerade auf diesem Gebiet geherrscht bat. Die Lrdölkonfc* renren konnten zur Hebung des Marktes nicht sehr viel beitragen. Die Preise lagen unter einem' mu so wie an den anderen much gesehen war es also direkt an das Mittelmeer hcrangchcn, Mußte man das OeJ der Anglo Pcrsian bisher durch den Persischen Golf hindurch um die arabische Halbinsel herum, durch das Rote Meer und den Stic/kanal transportieren, um es für die Sccstreitkrüftc im Mittelmeer und für Landstreitkräfte, die in Aegypten oder mn Suezkaiial operieren, verwenden z.u können, so fällt diese Notwendigkeit nunmehr fort. Das Oc| ist im Haifacr Hafen tmd in dom von Tripoli verschlffungshcreit und kann dort getankt werden. Sein Transport erfolgt in unterirdischen Leitungen, deren Störung sehr schwierig wäre, ln der Schaffung dieser beiden großen Leitungen liegt demnach nicht nur ein ölpolitischer, sondern auch du all• gemeinstrntegiseher Gesichtspunkt von größter Bedeutung. Bei irgendwelchen künftigen Verwicklungen im Mittleren Osten müssen die Engländer Wert darauf legen, da* ganze Gebiet, durch welches die Leitungen fließen, zu sichern. Das heißt: diese Sicherung kann sich nicht nur auf die Oeblcte der eigentlichen Erdölkonzessionen erstrecken, sondern sie muß auch diejenigen Oebicte erfassen, durch welche das Oel Im unterirdischen Transit fließt. Die Karte läßt erkennen, daß die großen pipe Iines eine Reihe von Pumpstationen aufzu* weisen halten, von denen auch die Kontrolle der betreffenden Unterabschnitte In technischer Hinsicht ausgeht. Diese Pump• Stationen sind sehr leicht so weit auszubaucn, daß sie als TÜRKEI unerhörten Druck, ge• Warenmärkten. Gekono• war es also zum mindesten ein gewag• *es Experiment, den Bau der beiden großen Leitungen so zu beschleunigen, daß das I. P. C.-Oel noch mitten In der Krise )um Fließen gebracht werden konnte und auch mußte, denn Wfnn einmal die Leitungen komplett sind, wird man sie auch benutzen. Das heißt mit anderen Worten: Ockonoinisclte Gründe hätten eher dafür gesprochen, den Bau der Leitun• fen noch über die Vertragsfristen hinaus zu verzögern Und nicht in der oben angegebenen Weise zu beschleunigen. Weilten als Erklärung lediglich politische Motive! Betrachtet man die beigegebene kleine Karte, so wird auf הסס ersten Blick klar, daß man die Tätigkeit der I, P. C. nicht Mieit behandeln kamt, sondern nur im Zusammenhang mit der British Oil Development Co., die westlich des Tigris eine humlich noch viel größere Erdölkonzession besitzt als die l'P.C, aut der Ostseite des Stromes. (Das Kon/essionsgebict der I, P, C. hat eine Fläche von 32 000 englischen Quadrat• 1״Hen, das der B. O. D. eine solche von 40000.) Aber damit *Hein ist es auch noch nicht getan. Die Riesenkonzession der Anglo Pcrsian Oil Co. gehört ebenfalls in diesen Komplex hin- *'"• Mit ihr zusammen stellt die neue britische Oelposition 'm Iräk die Basis für die Erdölversorgtmg der Mittelinecrfiotle, der gesamten west- und mittelasiatischen Flotte und jeder englischen Armee dar. die bei irgendwelchen Konflikten iin mittleren und nahen Osten kämpfen wird: denn man darf ja *«eh nicht außer acht lassen, daß das Erdöl nicht mir für Hanoels- und Kriegsschiffe, sondern auch für motorisierte Landstreit• *fdte ein unentbehrlicher Faktor geworden ist. Nun lagen zwar mr die Engländer die Dinge so, daß quantitativ die Anglo f'rsian Oil Co. allein als Basis hätte dienen können, ״ntr sie ijegt, strategisch betrachtet, bei weitem nicht so pnshg wie das Mossulgcbiet mit seinen Röhrcnleiitingen, die Forts wirken können, von denen aus die Verteidigung der Leitungen dirigiert werden kann. Nun haben wir es aber hier nicht nur mit der Leitung Kerkuk—Haifa zu tun, sondern nördlich hiervon noch mH der, die ebenfalls von Kerkuk ausgeht, dann aber bei Hadita ab• zweigt, um auf syrisches Gebiet überzugehen und in dem syrischen Hafen T ripoli ihr Ende zu finden. Diese Leitung ist in ihrem Funktionieren natürlich davon abhängig, daß über• haupt im Kon/essionsgebict der I. P, C, von Kerkuk und dem ganzen Gebiet östlich des Tigris die Bohrtürme ungehindert arbeiten können. Aber auch sie hat eine strategische Neben- Wirkung. Sie bildet nämlich nach Norden Mn ein Glacis der englischen llaupflinie Kerkuk—Haifa, durch das diese Hauptlinie in einem sehr weiten Teile gegen Störungen von Norden her gedeckt wird. Vielleicht erscheint es als verfrüht, das System von Erdölleitungen, das sich jetzt hier aufbaut, auch in Beziehung zu setzen zu der dritten großen Linie, die nördlich von den Leitungen der 1.1*. C. unmittelbar an der türkischen Südgrenze verlaufen wird. Diese Leitung ist von der British Oil Development € 0. geplant, und sie soll das eigentliche Mossulöl nach dein Mittclincer bringen, und zwar nach dem nordsyrischen Hafen Alexandretta. (Die südlichen Teile des der B. O. D. konzessionierten Ocbictcs werden, wenn sic einmal ölwirtschaftlich erschlossen sein wer• den, zweifellos nicht an diese nördliche Hauptleitung angeschlossen, sondern an die beiden südlichen Leitungen der I. P. C.) Unter den gleichen Gesichtspunkten, wie sie bereits an* geführt wurden, wird diese Leitung noch als weiterer Aushau der strategischen Positionen anzusehen sein, die sich als Neben• Wirkung der öfwirtschaftlichen Aufschlicßtmg des Irak-Oc• bietes in der äußeren Form von Erdölleitungen jetzt Im Mittlcren Osten zu entwickeln beginnen. niiiiii. nBra fcßfj ,IcMlr.W immer*, •tu•"?־ ncH*׳ jTöH* •יו8וזוו •קח 2 , f. Zu• Ir.1.1״ Oie Handelsbilanz Palästinas , Der Import nach Palästina ist In den Monaten Juli, ״“Rust und September 1933 gegenüber dem gleichen Zeit• ״schnitt des Vorjahres bedeutend gestiegen, der Export ™Regen um etwa 50 ״> gefallen. Diese Erscheinung wird j“t8l|f zuriiekgeführt, daß einerseits die starke Ncucinwaitl“trunF i. j,!033 eine bedeutende Einfuhr von Ucbcrstod- ,ul'K5Cut mit sielt gebracht hat, andererseits ein großer Teil 11״'her dein Export zur Verfügung gestandenen waren “ Binnenmarkt aufgenommen wurde. Dies bezieht sich ז allem auf landwirtschaftliche Produkte, die im Lande 'Mt einen günstigeren Markt fanden als im Ausland. Im ״״d September 1933 betrug der Palästina-Import b7w• 037 572 und 1011 182 Pfund gegenüber 554 947, V1,״ L Und 899 011 Pfund in den gleichen Monaten des ,־״ Die entsprechenden Exportziffern lautcnfur 1933 ünrt 1U5989״ und 107891 Pfund gegenüber 234 170, 216 873 m *87 831 Pfund i. J. 1932. : 1״ Pic lebhafte Bautätigkeit in Palästina hä ßiJ.'TU.Mitm ist man im Oegensatz zu . aUlCR in rlnnnn kJ* ־r\a/#»l«t0rkiD־f* fMlO ir"uu* zu «rnemen. 4ng George V. Avenue im Bau, hält weiter an. den übrigen zu stellen, falls bleiben. eine eingehende Versuch organi* Genossenschaften Ein Bericht der Hilachdulh Olef׳ Germania Seit September 1933 gibt die Hitnchduth Olej Oerntania in Tel-Awiw in monatlicher Folge in deutscher und hebräischer Sprache Mitteilungsblätter heraus, die interessante Berichte über ihre Arbeit enthalten. Das neue, Mitte De•?einher 1913 erschienene Mitteilungsblatt hctiandctt eingangs die Zcrtlflkatszuteilung au das Palästina-Amt Be ז• lin, die im Hinblick auf die große Anzahl der vorliegenden Bewerbungen als zu gering zu befrachten ist. Weiter werden dann mit Rücksicht auf die Verschärfung der Lage der illegal nach Palästina Eingewamlertcu Vcrbaltungsmaß• regeln angegeben; insbesondere wird den neuen T ouristen empfohlen, vor Ablauf der dreimonatigen Frist, für die üblicherweise das Touristenvisum erteilt wird, rechtzeitig die erforderlichen F.lnwaiulertm gsnnträge •le eine Möglichkeit finden, im Lande zu Das Wohnungsproblem findet Würdigung. Bemerkenswert erscheint der sierter Selbsthilfe, indem Interessenten zu zusammengeschlosscn werden, die die Errichtung von Häuser• Mocks In eigene Regie nehmen. Nach einem auf einer von zahlreichen Interessenten besuchten Versammlung gemachten Vorschlag ist daran gedacht, solche Kreise zu erfassen, die Beträge von etwa £ 250 auf einmal investieren können. Die Hitachduth Olej Germania bemerkt jedoch nachdrücklich, daß sie sich auch im Interesse de!; Unbemittelten, die diesen Betrag nicht aufbringen können, betätigt. Es sollen koopera* live Häuserblocks (üathim Mescliutalim) errichtet werden, wie sie In Tel-Awiw bereits an verschiedenen Stellen bestehen. Fs sollen sieh Kooperativen von je etwa 6 Personen bilden, die zusammen ein Haus erbauen, 111 dem jeder eine Wohnung zugctellt erhält. Jedes Mitglied der Kooperative hätte £ 250 eln/iizahlm und müßte dann im Laufe der nächsten 10 Jahre noch einmal £ 250—300 ab/ahlen, E* erhielte hierfür eine Dreizimmerwohnung mit Terrasse und allem Zubehör, Die Wohnung könnte unter bestimmten Bedittgungen untcrvermictct oder verkauft werden. Dieser Vor• •chlag soll vor allem auf solche Personen Anwendung finden, die in Tel-Awiw selbst wohnen, während für solche Interessenten, die zwar in Tel-Awiw ihrer Beschäftigung nachgelten aber in einer vorstädtischen Siedlung ihr Heim zu errichten gedenken, provisorisch gut ausgestattete Holzhäuser auf Plätzen der Stadt gebaut werden sollen. Nach Durch• fiihrung noch erforderlicher Erschließung*:irbeiten sollen diese Bauten dann auf einem etwa in 15 Minuten Autofahrt von Tel-Awiw erreichbaren Platz aufgestcllt werden. Als Preis für ein solches Holzhaus wird der Betrag von £ 200 genannt. Während der Plan der kooperativen Häuser kaum eher ats ,in einem Jahr durchführbar erscheint, könnten die Holzhäuser bald aufgestcllt werden. In Half a, wo die Wohnungsnot ein ebenso bedenklichcs Problem Ist, kann leichter Abhilfe geschaffen werden, weil Im Oegensatz zu Tel-Awiw dort in der Fläche der Haifa• Bay eine ausreichende Bodenreserve zur Verfügung steht. Von der Jcwish Agency wird gemeinsam mit der I liiachduth Olei Germania dort ein Bauprograinm verwirklicht, das zu• nächst die Schaffung von 175 vorstädtischen Siedlerstellen (Haus mit Garten) und 40 ländlichen Sicdlerslcllen vorsieht. Ein weiterer Abschnitt des Mitteilungsblattes beschäftigt sich mit der Gewährung von konstruktiven Dar• lelicn seitens des Waad Hameuchad, die auf Empfehlung der Hitachduth Olei Germania an solche Menschen vergeben werden, die sich mit finanzieller Unterstützung eine Existenz gründen können. Interessant erscheint der Hinweis, daß dem• nächst eine Darlehnskasse der Hitachduth Olej Oer• mania ihre Tätigkeit aufnehmen wird. Kurz gestreift wird die Arbeit auf dem Gebiet der ■0• zlalen Fürsorge, die in Gemeinschaft mit anderen palästinensischen Institutionen ausgeübt wird. Eine erfreuliche Tätigkeit entfaltet die Hitachduth Olej Germania auf dem Gebiet der Lehrstellen beschältung; jedoch konnte offenbar dem vorhandenen Bedürfnis noch nicht in wünschenswertem Maße genügt werden. Die Chawuroth, über die bereits früher hier be• richtet wurde, haben sich weiter entwickelt. Die Zahl der Mitglieder hat sich1 gehoben. Die Chawurah tn Chederah wohnt jetzt ln zwei testen Häusern, während das Bauprogramm in Nacblath Jehuda in der Verwirklichung be• grillen ist. Das Mitteilungsblatt enthält machungen de* palästinensischen tragszyklus sowie Statistiken über stunden einen ausführlichen Nachweis über ׳Arbeitsstellen, Betätigungsmöglichkciten für Kapitalisten, Betriebserrichtungea usw. ferner neben Bekannt• K. J. V. über einen Vor• die Frequenz der Sprech- Der Illgh Commlssloner aal dem Tel-Awiwer Meßgelände (I. T. A.) High Commissfoner rtegl Die Kapifalseinwanderung nach Palästina Der soeben veröffentlichte Jahresbericht der Handels• kammer von Tel-Awiw bringt bemerkenswertes Material über die Zahl der jüdischen Einwanderer, die mit eigenem Kapital nach Palästina gekommen sind. In den ersten neun Monaten des Jahres 1933 sind 2025 jüdische Einwanderer mit einem Eigenvermögen von je mindestens 1000 Pfund ins Land gekommen. Durch diese Einwanderer wurden *omit min• destens zwei Millionen Pfund nach Palästina gebracht, Außerdem sind die Gelder zu berücksichtigen, die durch Institutionen ins Land gesandt wurden oder von Touristen investiert wurden, die später das Land verlassen haben. Palästina -Touristik und Regierung Der Verband zur Förderung des Fremdenverkehrs in Palästina hielt mit dem Chefsekretär der Palästina-Regierung eine Beratung ab und überreichte ihm ein Memorandum, in dem auf die den allgemeinen Touristenverkehr schwer be• nachtciligcuden Folgen des Regierungsdekrets gegen die sogenannten Touristcncinwandercr hingewiesen wir:}. Der Chefsekretär erwiderte, die Regierung werde demnächst eine Ver- Ordnung erlassen, die ״bona tide״-T0uri8ten, die nur zu vorübergehendem Besuch Palästina! eintreffen, Sicherheiten und Erleichterungen gewährt. Tel-Awiw, 6. Februar, Sir Arthur Wauchope hat in Begleitung seines Adjutanten, des Leiters der Zoll* tmd Handelsabtcilung K. W. Stead, des stellvertretenden Distriktskommissars J. H. H. Pollack lind des rangältesten Beamten des Distriktsamtes A. Epstein das Gelände der Levante-Messe in Tel-Awiw besichtigt. Der High Commissioner wurde vom Vorsitzenden der Messe« kommission, Bürgermeister Dizengoff, den Mitgliedern der Kommission, S. Tolkowsky, Präsident der Jaffacr Citrusbörse. E. Shelley Präsident der Jerusalemer Handelskammer, und Direktor Volcani von der landwirtschaftlichen Versuchssta• tlon ln Rechoboth, sowie von Mitgliedern der Messeleitung empfangen und durch das Aiisstciluiigsgcliimle geleitet. Bel seinem Besuch ließ sich der High Commissioner die Pläne der Zeichenabteilnng des technischen Büros vorlegen und besichtigte sämtliche im Bau befindlichen Pavillons. Be• sondere Aufmerksamkeit widmete er dem Hauptpavillon, der der Vollendung nahe ist und in dem die Palästina-Industrie Ihre Stände erhalten soll. Schweden hat seine offizielle Beteiligung an der Levante• Messe angekündigt. Die allgemeine Exportvcrcinigung Schwedens, in der die wichtigsten schwedischen Industrien ver• treten sind, hat Auftrag zur Errichtung eines schwedi• sehen Pavillons erteilt. Mit dem Bau des Pavillon», der als ständiges Ausstellungsgebäude gedacht ist, wurde bereits begonnen. Aut einer Sitzung des Mcsseaussehusses der Levante• Messe, die am 26. April in Tel-Awiw eröffnet werden und einen Monat dauern soll, teilte Bürgermeister Meir Dizengoff mit, daß für die Errichtung von Ausstellungsgebäuden zur Messe 140 000 Pfund aufgewandt werden sollen. Die eine Hälfte dieses Betrages wird von den Messebehörden, die andere Hälfte von ausländischen Regierungen und Firmen zur Verfügung gestellt.