Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 10 (2.2.1934)
- Date
- 1934-02-02
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 ,JÜDISCH E RUNDSCHAU 1! Nr. 10, 2, M. »34 ץ*י/ ך׳״ו ץ־""^ ך" ־־־ן Ihi Ui WjU 11• W "4*,»^ 11 r״t, ץ׳׳״.-»ין p ךן ךץ*ץ , 4«i* ifiu i ׳4 ^w ף—׳*א , ] ן־׳^ןך״יי״» ** 4i 4 ^*taa "'< L 011 d o 11, 31. Januar. (J. T. A.) Die Londoner Tagung des Eniigrantcnhilfswcrks wurde am 30. Januar mit einer gemeinsamen öffentlichen Sitzung der ständi|;e11 Exekutive des Vcrwaltungsrats und des Büros der IMvatorganisationen im Beirat des I loclikoniiniss.irs für Emigrantenfiirsorge eröffnet. Den Vorsitz führte der Präsident der ständigen Exc• kutive. Lord Cecil, Neben ihm und dein l'migranteiilioehkommissnr James O. MatDonald nahm eu an der Tagung noch der Vertreter Fiankrciclis im Vmvaltungsrat des Eniigrantonhilfswerks, Senator Henri Berengcr, und der Vertreter Hollands, Douds van Troostvijk, ferner vom Büro _ der Privatorganisnlioneii der Direktor der Jcwisli Colonisntion Association (JCA.) Louis Ouugrc, der Ehren- Präsident des American lewisli Joint Distrilnition Committee relix M. W a r b 11 r g, als Vertreter der Jewisli Agency for Pakstine Dr. Cliaim \V c i 7 in a 1111, Herr Box vom Intcriudinnalen Rat der Kirchen und Professor William Rappard als Vertreter des akademischen llilfsaussdmsses teil. Außerdem wohnten den Beratungen d’Avigdor (joldsmid, der Vizepräsideut des Joint Distribution Committee James N. Rosenborg, der europäische Direktor dieser Organisation Dr. Bernhnrd Knlui und Professor Nnrinan!!entwich bei. Nach der öflentllchen Sitzung wurde eine geschlossene Sitzung des Verwaltungsrats abgchaltcn. Lord Cecils Eröffnungsrede Viscount Cecil erklärte in seiner Eröffnungsansprache, die Zeit sei gekommen, eine Ciesaiutlösung des Problems der aus Deutschland Ausgewanderten ins Auge 7u fassen. Es Rebe derzeit etwa 60 00() Menschen, die ihre Heimat bcreits verlassen haben.!Man könne nicht wissen, wie viele noch liiiizukommeii würden. Von den Ausgewanderten seien etwa 7000 nach Palästina mul rund 6000 nach Polen gegangen, blieben also noch 000 17׳ Emigranten. Man hoffe, daß von diesen 10 000 bis 15 000 in der Lage sein würden, durch eigene Anstrengung oder mit Hilfe eigener Mittel seihst für sich zu sorgen. Von den übrigen seien 17 000 Frauen und Kinder und SIMM) junge Menschen, die geschult oder mugescluilt werden können. Für die restlichen 10 000 Menschen mußten neue Ervverbsmögliclikciten gefunden werden. Zur Behandlung des Problems gäbe es drei Wege: a) Oe- Währung von Unterstützung, also von Verpflegung mul Unterkunft, wie dies in Frankreich durch öffentliche Wohltätigkeit in erheblichem Ausmaß geschehen sei. Es würde schwer fallen, diese Maßnahmen unbegrenzt fortzusetzen; zum Schluß würde das Problem mit derselben Dringlichkeit fortbestehen wie früher, die Geldmittel aber würden ausgegeben sein. Deshalb sei es von größter Bedeutung, die Emigranten in die Enge zu versetzen, ihren Lebensunterhalt seihst verdienen zu können. Die beiden anderen in Betracht kommenden Wege seien; b) Ausnutzung von Möglichkeiten in besiedelten Ländern. Gewisse Kategorien von Auswanderern konnten auf diese Weise untergebracht werden. So sei es gelungen, für Akademiker Beschäftigung an den Universitäten zu finten. Möglichcrwcise könnten auch neue Industrien geschaffen werden, im all gerne in eu sei es heutzutage außerordentlich schwer, in besiedelten Ländern dauernde Erwerbsmöqiichkcitcn zu finden. Somit bliebe als einzige Möglichkeit c) die Kolonisation. Palästina bähe den ungeheuren Vorteil, einen Kolnmsntionsplnn dar/11stvllen, der bereits in Durchfülmmg begriffen ist, doch stünden einer unbegrenzten Er* hölumg der Einwanderung Schwierigkeiten entgegen. Es gebe vielleicht auch noch andere Koloiiisnfionspiiine, und solche ausfindig zu machen, sei die Aufgabe des H o c 11 k o m in i s s a r s. Die Methode bloßer Unterstützung, schloß Lord Cecil, sei dagegen der schlechteste Weg zur Behandlung des Problems. Er würde cs begrüßen, wenn aus dem Kreise der Anwesenden Vorschläge kämen für einen Plan zur Beseitigung der gegeinviirligen Mißsfümie von Grund auf. Es sei von höchster Bedeutung, so bald als möglich einen bestimmten Plan aus/.uarbeiten, und es sei Aufgabe dieser Tagung, gcwisse allgemeine Richtlinien für die Arbeit aufz.ustcllcn. Weizmanm Rede Dr. Cliaim Weizmann, der als nächster Redner das Wort ergriff, warnte vor zeitraubenden und kostspieligen neuen Kolonisationsexpcriincnten. Er führte u. a. aus: Wir alle stimmen der Ansicht zu, daß bloße Unterstützung, so dringlich sie erscheinen möge, aufhören und daß an ihre Stelle sofort eine Arbeit mehr konstruktiven Oharakters treten muß. Denn die Anstrengungen, die inan bisher nach dieser Richtung hin gemacht hat, können nicht fortgesetzt werden. Ich will versuchen, das Problem zu umreißen unter der Vorauss! tzung, daß die Verhältnisse die gleichen blciben wie heute ur kein neues ungünstiges Moment hinzutritt, —■ eine Annahme, die nur unter großer Reserve gemacht werden kann, da angesichts der Entwicklung der Lage in Oesterrcicli mit der Möglichkeit eines neuen Äuswandcrerstroms gcrechnet werden muß — haben wir es mit einer fluktuierenden Bevölkerung von etwa 60 000 Menschern zu tun. Von diesen sind etwa 4(100 auf Unterstützung aus allgemeinen Mitteln angewiesen. Daß diese 4000 Menschen allmählich in Palästina absorhiert werden oder anderswo, sagen wir in Frankreich oder England, Arbeit finden, halte icl» nicht für ein unlösbares Problcm, wenn auch der High Coinmissiouer hierzu jegliche Unter- Stützung, die er finden kann, brauchen wird. Neben diesem Problem, fuhr Dr. Weizmann fort, besteht aber noch ein anderes. Auf Grund zuverlässiger Informationen muß ich aniH'hmen, daß die in Deutschland erzielte Gleichfcwiclitslage für ihre Erhaltung tlic jährliche Auswanerung von 15000 bis 20000 Menschen, zum überwiegenden Teil Juden, erfordern wird. Es ist schwer, ein gcnaucs Bild der sozialen Struktur dieses für die Auswanderung in Betracht kommenden Bevölkerungskreises zu geben. Die jährliehe Auswanderungsquote wird 4000 bis 5000 i,u n g c Mensehen umfassen. Gegenwärtig machen etwa 15 000 bis 16 000 junge Menschen eine Arbeitsschulung in der bestimmten Absicht, nach Palästina zu gehen, durch. Ein anderer Teil der deutsch-jüdischen Jugend erklärt: wir wollen dafür arbeiten, uns hier behaupten zu können; wenn wir aber!uiswamlcrn müssen, dann wollen wir nach P a 1 ä s t i n a auswaiidern. Dieser Entschluß geht nicht auf zionistische Beweggründe zurück, sondem auf eien Wunsch, ein neues Leben und eine mit dem Boden verwurzelte Existenz, dort anfzuhauen, wo die moralisclie Atmosphäre hierfür gegeben ist. Wenn die Einwanderung nach Palästina, führte Dr. Welzmann weiter aus, auf derselben Höhe bleibt wie im letzten Jahr, d. 11. .18 600 bis •10 0(10 Menschen betrifft, und nach Ansicht von Sachverständigen Ist nicht anzunehtnen, daß diese Einwanderung sich verringern wird, werden wir In der Lage sein, etwa zwei Drittel der jährlichen Auswanderimg aus Deutschland aulzimehmen, also 10 000 Juden aus Deutschland In jedem Jahr nach Palästina zu bringen. Von diesen werden 5000 junge Menschen sein, die gewillt sind, sich der Landarbeit ziizuwcmlcn, und 5000 andere Mensehen. Wir holten, daß die Mandatarmacht durch Bclstellung der erforderlichen Zertifikate mitlielfcn wird, die Absorblerung dieser 10 000 Menschen Im Jahr 7.11 ermöglichen. Ein etwas schwierigeres Problem stellt die Unterbringung der restlichen 5000 bis 10 000 Menschen dar, die vermutlich jährlich aus Deutschland ausw,־indem werden. Mit dem 11 - n a n z I e 11 c n Problem will ich mich nicht befassen. Unter der Voraussetzung, daß keine neue Krise clntrltt, und daß die wirtschaftliche Lage in Palästina unverändert bleibt, habe kn jeden Grund zur Annahme, daß jährlich 10 000 Menschen, davon 5000 geschulte Jugendliche, aufgenommen werden können. Vor dem Versuch, i r g e 11 <1 e i 11 neues u 11 11 e s i c d c 1 tes Land etwa in Afrika oder Amerika für die Aufnahme von Emigranten ausfindig zu machen, möchte fcli dagegen warnen, fuhr Dr. Weizmann fort. Theoretisch besteht zwar die Möglichkeit für die Durchführung solcher Projekte, vornusgesetzt, daß es Land und Geld hierfür gibt. Aber ein Land!miß erst vorbereitet werden, bevor Menschen wie die deutschen Juden sich 1n ihm nicdcrlassen können. Es würde zumindest fünf bis sechs Jahre in Anspruch nehmen, ehe ein solches Land so weif wäre, daß mit der Aufnahme von Einwanderern auch mir begonnen werden könnte. Allerdings gibt es In dieser Beziehung die eine oder die andere Ausnahme. Eine solche stellt etwa Argentinien dar, wo die JCA 50 Jahre lang erfolgreich gearbeitet hat. Dieses Land konnte eine beträchtliche Zahl von Einwanderern aufnehmen, denn dort hat die JCA bereits Pionierarbeit gcleistet und den Grund vorbereitet. Hier scheinen noch Mög- Iichkeiten gegeben zu sein. Ich glaube somit, schloß Dr. Weizmann seine Ausfiili- .rungen, daß das Problem nicht unlösbar ist. Unorganisierte Auswanderung ist eine weit weniger dankbare Angelegenheit, aber auch mit ihr muß man sieh befassen. Audi ihr muß der High Cotnmissloner sein Augenmerk zuwenden, denn auch nur 100 oder sogar nur 50 Emigranten augesicdelt zu haben, bedeutet schon etwas. Weitere Reden 1111 Namen der amerikanischen luden heit erklärte Felix M. War bürg, er stimme mit Dr, Weizmann vollständig darin iiherein, daß unorganisierte Verteilung von Auswanderern keine Lösung für große Massen darstcilen könne. In Argentinien sei wohl Land genug vorhanden, aber nicht die Bereitschaft,׳ Einwanderer •/Uzuliissen. Man müsse diesem Lande die Zusicherung geben, daß die Fan- Wanderer der ()Öffentlichkeit nicht zur Last fallen werden. Die Frage sei, wie die Tore der Einwanderung geöffnet werden könnten. Der . einzig mögliche Weg hierzu scheine der zu sein, daß den in Befracht kommenden Ländern zugesichert wird, die Einwanderer würden keine Belastung für die öffentliche Wohlfahrt darstcilen. Im Hinblick darauf müsse ausfindig gemacht werden, welche lndiislrien iu den betreffenden Ländern iiires Aushaus harren. Auf diese Weise, durch Schaffung neuer Industrien und durch Mithilfe bei der Entwicklung ungenügend nusgebnuter fndustriezweige könne seiner Meinung nach in Argentinien und in anderen Ländern sehr viel getan werden. Was die Vereinigten Staaten betreffe, fuhr Felix War bürg fort, so sei man bemüht gewesen, die gesetzlichen Möglichkeiten ausfindig zu machen für die Zulassung von Kindern und anderen Personen, die keinen Druck auf den Arbeiismarkt atisiiben würden. Der Kommission, die die hetreffenden Verhandlungen führte, sei seitens der maßgebenden Stellen eine wohlwollende Haltung gegenüber diesen Fragen zum Ausdruck gebracht worden. Er zweifle nicht daran, daß der 'High Commissioncr nach dieser Richtung hin durchsetzen werde, was erreicht werden könne. Dies sei eine Sache, die ihm überlassen werden müsse. Professor William Rappard erklärte, namens der Intdkktuellen zu sprechen, die ztun Teil Niclitjuden seien. Wie er schon in Lausanne dargclegt habe, sei die Zahl der Intellektuellen unter den Auswanderern besonders hoch, was einerseits auf die Veranlagung der jüdischen Rasse, andererseits auf die Maßnahmen der dcut* sehen Regierung zuriickzufiiliren sei. Eine besondere Erselnvmmg der Krise, fuhr Prof. Rappard fort, läge darin, daß sie in einem Zeitpunkt atisgelirociicn sei, da unter der Akademikersehaft bereits starke Arbeitslosigkeit herrscht. In Genf sei ein besonderes internationales Komitee für Angehörige freier Berufe geschaffen worden. Die Unterbringung dieser Menschen sei außerordentlich schwierig. Was die Studeuten betreffe, so sei es am besten, ihnen zu raten, sich einem bescheideneren Berufe zuz uw enden; ausgenommen sollen nur die Begabtesten unter ihnen bleiben. Zum Schluß erklärte Rappard, es müsse darauf liingcwirkt werden, daß dieses Problem, das internationale Schwierigkeiteii verursacht habe, nicht durch Nachahmung der deutscheu Maßnahmen in anderen Ländern von neuem autgerollt werde. Der Bischof von Chic bester zitierte* den Aufruf des Erzbischofs von Cantcrbury, daß die gesammelten Gelder nicht nur Nichtjuden zugute kommen sollen und daß wir in einer Zeit der Not keinen Unterschied der _ Rasse keimen. Der Erzbischof und wir alle bednirr״ 1י¥'יי‘ den, Aufruf In mir recht b e s c 11 e i d c י‘ ״ ,,, M "r**׳'1' ־ I״.. J י1י r,oci| e u wurde. Fs scheint mir daß auch ״״ 's‘ '־!״ römisch-katholische Kirche der Appell gerichtet h 'י■׳• könnte, finanzielle Beihilfen Zit leisten, vielleicht unabhängigen Aufm(, der vom Papst oder von d!׳n g! e®" cr/biscliöfen der einzelnen Länder aiisgehcn sollte L)cr Vertreter der |CA,, Direktor Louis f) 11 י׳ ח r klärte, er stimme Dr. Weizmann in bezug auf Pahöq’ ז' Er glaube aber, daß in anderen Landern' in' (* es bereits Kolonien gibt, mich 11״r!1 Müulk-hkeitc’n sind, so 7. B. in Argentinien, Brasilien, Uruguay urut 01 g den Vereinigten Staaten, die das größte Ä’uff־mL*ite "" lug | jüdische Wanderung liiklen. Dort gebe es viele Mü1׳|jc|,ü■' einerseits infolge der Arbeitsgelegenheiten des Landes andererseits dadurch, daß jeder amerikanische Jude einen h grauten bei sich aufiu■ Innen konnte. All diese Luv "!דין״* seien jedoch wertlos, wenn man nicht darüber berate, wiVe : Ziele erreicht werden könnten. Sie erfordern größere \e': tel als die, die vor der Wirtschaftskrise hierfür notwele' gewesen wären. ״A .Als letzter Redner ergriff der F.migrantenkomtnissar O. M a c I)0 n a i d das Wort. Er verlas die R csohHionT die von der Versammlung einstimmig angenommen wurde! Die Resolutionen haben folgenden Wortlaut: 1. Das Ständige Komitee bringt die Hoffnung zum At I druck, daß der High Coinmissiouer, um es den verschiedet;I Organisationen und lokalen Komitees zu ermöglichen 6 Sammlung von Mitteln fortzusetzen, und um ihre Arbeit W‘• liehst wirksam zu gestalten, durch mündliche oder sehr׳״, liehe Erklärungen die eiiiznleitenden Sammelaktionen dir• seine Autorität decken wird. Alle Organisationen, Gesellschaften und Gruppen, die: einem Lande in der liiifsarbeit für die Emigranten tätig psollen zur Vermeidung von Doppelarbeit oder Ueberschnesli;-■ von Arbeitsgebieten eine Koordinieningskomtnisdon für V betreffende Land cinsetzen. ln dieser Kommission sollen y mit dem Problem befaßte״ Organisationen vertreten 5S gleichgültig, ob sie im lkirat des High Commissioncr \y. treten sind oder nicht. Zu dieser Resolution bemerkte High Commissioncr )זזו!;; G. MacDonald, ihr Hauptzweck sei der, darauf liinzmvcir daß die Privatorganisationen ihre Bemühungen fortseU;■ müssen, wenn das Problem nicht tragischen Umfang!- nehmen soll. Der High Commissioncr werde es sich zum Vc:• zug anrcchncn, diesen Organisationen direkt und indirekt bä stehen zu können. Fr hoffe, daß keine von ihnen in ihr;: Bemühungen nachlassen werde in der Annahme, die wb;•; des High Commissioncr mache Anstrengungen ihrerseits uk• flüssig. Nur durch Fortsetzung der Bemühungen von privat; Seite könne dieses außerordentlich schwere und viel Tray in sich bergende Problem gemeistert werden. 2. Jedes im V e r w a 11 u n g s r a t vertreten Land soll die Möglichkeit für die Schulung einer angenm־ neu Zahl von Emigranten in industriellen Unternehmungen d betreffenden Landes oder für ihre Unterbringung als Schule an technischen Lehranstalten gewähren. 3. Alle Organisationen, die zu dem Zweck gebildet wurde• B c r u f s ti m s c h ti 111 n g sp I ii 11 c aufzustellcn, sollen ein; laden werden, «lein High Commissioncr jegliche zweckin; 'Information betreffend ihre Arbeit mul ihre Pläne zu fick!־ Von Zeit zu Zeit möge vier High Commissioncr üesprechtin; rnit einigen oder allen tierartigen Organisationen zwecks E■ ratimg und Koordinierung ihrer Arbeit cinberufen, 4. Der Rat für Akademikerhilfe soll in engerh sammenarbeit mit allen übrigen Organisationen, die sich t: dem Problem der ihrer Stellen enthobenen deutschen Profe; Soren befassen, alle wichtigen Informationen betreffend dm:■ sehe Professoren und Gelehrte, die entlassen wurden, oder ihr,* Steilungen aufgegeben haben, sammeln, ä jour halten und de übrigen Organisationen zuleiten. Kleine Nachrichten Der zweite Kongreß der kanadischen Judenhti! in Toronto hat beschlossen, der kanadischen Regierung mi'׳ zuteiien, die kanadischen Juden seien bereit, die Vcranttvo׳■ tung für jüdische Einwanderer aus Deutschland zu übernehmen. Gleichzeitig wurde beschlossen, eine viert; Million Dollar für Hilfsarbeit atifzubringcn. Die nächste Tagung der A s s c f a t h N i wc 11 arlr (Dclcgiertenvcrsammhmg der palästinensischen Juden) so• nach einem Beschluß des Waad Leurni am 12. Februar 1: Tcl-Awiw zusammentreten. Die ״Frankf. Ztg.“ meldet: Der Leiter des ״Zeniri• komitces zur Abwehr der jüdischen Greuel• und Boykott• hetze“, Julius Streicher, gibt folgendes bekannt: ,,ft Doll ist nicht mehr befugt, im Namen des Zentralkomitee zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze r. unterzeichnen. Die von ihm in meinem Namen ausgefertigt•® ,Bestätigungen' werden hiermit als ungültig erklärt. V meinen Vertreter im Zentralkomitee ernenne ich nunfflC Rcichstagsahgeordneten Hanns König.“ Einer der russischen Weltrckordilieger, die nach der Er rcichung eines neuen Rekordes mit ihrem Stratosphären!:,ft ' tödlich verunglückten, war Moses Ussischkin. Ussisdnentstammte, wie wir hören, einer ukrainischen jüdischen Fr miiie, war ein bekannter Gelehrter und gleichzeitig I>irektof der militärischen Fliegcrakadcmic im Range־ eines Oberstes• Der so tragisch ums Leben Gekommene war der zweite i״־' rer des Ballons. In Warschau wurde eine neue Partei der polnisch?’ Faschisten gegründet, die ihre Mitglieder hauptsät"1״' aus _ den Reihen der von der Regierung aufgelösten an־״ semitischen Organisationen Rozwoj und Übwiepol rekruti!״• Die Beiruter Zeitungen melden, daß die Regierung & Staates Libanon sich offiziell an der Tel-Awiwer Levante Messe 1934 beteiligen wird. *ץ t 1 n w ' | J I ן r »Miinii m ***‘י . •* '///%} y y;<■;׳.<'׳׳ ...