Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 9 (30.1.1934)
- Date
- 1934-01-30
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 jüdische Rundschau 9. 30. U934 Buefe an die Redaktion Die Neutralität des Kulturbundes Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin W 15, Mcinekestr. 10. Berlin, 26. 1. 1934. Sehr geehrte Redaktion, mehrere Zeitungsartikel mul Interviews, die in der letzten Zen über den Kulturhuiul Deutscher Juden erschienen sind, veranlassen mich zu der Erklärung, daß die Richtlinien unserer kulturellen Arbeit, nicht von einzelnen Vorständen und künstlerischen Mitarbeitern fixiert wer• den k ö 11 n e n u n d d ti r f c n. Ich habe Veranlassung genommen, Acußerungcn, Auf- Sätze und Interviews über den Kulturbund allen meinen Mitarbeitern in Zukunft zu untersagen, wenn nicht meine Eimvilligung und Gegenzeichnung vorliegt. Sollte es der Wunsch einer Redaktion sein, von einem bestimmten. Mitarbeiter des Kulttirbimdes Aeuliertmgcn zu erhalten; so. ist das mir möglich, wenn die Anfrage über mich geleitet wird. Mit vorzüglicher Hochachtung Kulturbund Deutscher Juden. Singer. V Diese Zuschrift des Vorsitzenden des Kulturbundes Deutscher Juden bezieht sicli auf einen Aufsatz, der im ״Schild", dem Organ des ״Reichshundes Jüdischer Front- Soldaten“, am 26. Januar erschienen ist und worin ein Interviewer berichtet, er habe von dem dramaturgischen Leiter des Kulturbundes, Herrn Julius Bah, eine Erklärung über die Ziele des Kulturbundes erhalten, worin es hieß: ״Wir wolh’ii so ailx'iien, als ob wir ein deutsches Theater, eine (Uulsrhe Kullm(:e1)1ei11M׳l1aft wären, die Wahl der Stücke, die Themen der Vorträge beweisen cs. Und daß dabei heute jiidlsehe Dinge eine große Rolle spielen, ist nur notwendig, da soviele zu uns kommen, denen ihr Jude-Sein mir ein äußeres Gewund in, das erst mit Leben crltiilt werden muß." Der Verfasser fügt hinzu: ״AU 1)1 ul «eher zu schallen, ist Julius Babs Ziel und aller derer, die mit ihm arbeiten.“ Der Zweck dieses Aufsatzes im ״Schild“ ist, wie unverhohlen zugegeben wird, die Zionisten aus dem K u 1 t u r b u n d 11 in auszudrängen. Der Verfasser sagt im AnschiuH an die Darlegung der von ihm befürworteten Kulturpolitik: ״Vielleicht, wahrstheiitlirh kann solche entschiedene Haltung (iizu iiihren, daß der Kulturbund aus den Kreisen der Zionisten an »Mitgliedern verliert, aber et muß diesen Verlust dann durch erhöhten Einsatz der Kralle innerhalb dir d! utseh-jiidiselien (;nippen wcttmachcii. ln sozinlcn Und wirtschaftlichen!•’tagen sind alle deutschen Juden gleich, in geistigen alter i-t eine schade Scheidung vonnöten." Wir haben keinen Anlaß, auf diese Bemerkungen näher cinzugehen, da ja die prompte Desavouierung durch den Vorsitzenden des Kulturbundes jede wehere Erörterung unnötig macht. Es dürfte aber doch für das jüdische Publikum interessant sein, in welcher Weise der Frieden im deutschen Judentum, den wir für die elemcnfare Voraussetzung jeder konstruktiven kulturellen Aufbau• arbeit halten, selbst auf völlig unpolitischen Gebieten ge• stört wird. * Mendelsolm und Lessing An die Bern, 21. 1. 34. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ lei! erlaube mir hiermit, zu dem von Ihnen in Nr. 6, S. 6 veröffentlichten Aufsatz: ״Dokumente einer Freundschaft“ eine kleine Berichtigung und Ergänzung zu übersenden. F. H. Jacohi war kein ״glühender Spinozist“. Das bezeugt u. a. das berühmte Gespräch mit Lcssing, das nach Jacobis Darstellung folgenden Wortlaut hatte (hier sei nur ein Teil wiedergeguben): Jacohi: ״Ich war größtenteils hergekommen, um von Ihnen jetzt Hilfe gegen den Spinoza zu bekommen.“ . Lcssing: ״Es gibt keine andere Philosophie als die des Spinoza.“ Mctulelsohn, der einen pantheistischen Lcssing nicht wahr haben wollte, entfremdete sich dem spinozafrcundlichen Weintarcr Kreis. (Goetiie: ״Der Riß war so gewaltsam, daß wir darüber einen unser würdigsten Männer, Mendelsohn, ver• loren.“) Gerhard Fuchs. Hierzu schreibt uns die Verfasserin des erwähnten Aufsatzes: Die Jaeobische Wiedergabe seines Gesprächs mit Lessing wird bis heute bestritten, ln Jacobi. den nach Goethes Wort ״Gott mit der Metaphysik gestraft hat“, war ein Widerstreit zwischen rationaler Denkweise und dem Suchen nach einem übcrweltlichen Gott. Aus diesem Suchen ist sein antaugliches Sich-Sträuben gegen Spinozas Lehre erklärbar. Er kam jedoch zu der Auffassung, daß konsequentes Den• ken zum Spinozismus führen müßte und hat intuitiv er• kannt, daß die spinozistischc Ethik eine neue Metaphysik eröffne. Aus diesem Begleiten heraus hat er Herder und Goethe für Spinoza begeistern können. Die angeführten Worte Goethes (15. Buch ״Dichtung und Wahrheit“) über den Verlust Mendeisohns beziehen sich auf Mendclsolins Tod. An anderer Stelle spricht Goethe noch einmal von der ״unglücklichen Entdeckung von Lessiiigs geheimer spinozistischer Sinnesart durch Jacobi, worüber Mendelsohn sich in buchstäblichem Sinne den Tod holte". Else Nathan. Die Danzigcr Gemeinde Zu dem in Nr. 7 vom 23. Jan. erschienenen Bericht ״Die Danzigcr Gemeinde“ teilt uns die Jüdische Volkspartei, Danzig, folgendes mit: Die Angaben über die künftige Zusammensetzung der Repräsentanteuvcrsaminhmg der Danzigcr Jüdischen Gemeinde bedürfen der Richtigstellung. Der veröffentlichte Bericht kann so verstanden werden, daß die künftige Repräscnlantcnvcr- Sammlung, wie sie auf Grund eines Kompromisses der maßgeblichen Parteien zusammengesetzt sein wird, zu einem Drittel aus Vertretern der Jüdischen Volkspartei, zu zwei Dritteln aus Vertretern anderer Parteien bestehen soll. Tatsachlich wird sich die künftige Rcpräsentantenvcrsammiung, che aus 15 Repräsentanten besteht, aus 7 Vertretern der Volkspartei, 7 Vertretern der Liberalen und einem Agudisten zusainmensctzen. In der bisherigen Repräsentantenversammlung Ständen 6 Vertretern der Volkspartei 9 Vertreter des ״Liberal-orthodoxen Blocks“ gegenüber. Zionistische Organisation Danzig. 4. Fel ,X*9 Uhr, 1m Festsaal des Danzigcr Hol, Vortrag Dr. Lik (Stettin): Von Jugend und Zukunft Jugend und Zukunft. Februar, abends von Rabbiner KJcdertassiiiiffsniijjlicKiCücn 1» Dalmatien Wir erhalten folgende Zuschriit: fn einer Sitzung des Senats des Königreiches Jttgoslawiett haben die Regierung tmcl alle vertretenen Richtungen betont, daß Emigranten Gastfreundschaft gewährt wird. Es wäre allerdings abwegig, wenn sich n׳m eine Flut von Menschen in das Land ergießen würde, die mittellos sind und der öffentlichen oder privaten Wohlfahrt zur Last fallen. Wohl aber gibt es den einen oder anderen Wirtschaflszwcig, der für Fachkundige mit einigem Kapital gute 1:\isten/nioggliehkeiten bietet. Dazu gehört z. B. das Hotelge werbe in Dal m a t i e 11. Dalmatien, das sonnige Land an der Adria, ist infolge seiner außerordentlich reizvollen Landschaft und seines hervorragend günstigen Klimas ein aufhliihcndcs Fremdenverkehrsgebiet. Die Billigkeit der Laiidescr/ctignissc läßt eine sehr billige Lebenshaltung zu. So hatte Dalmatien I9J3 eine Rckordsaisoii. Diese bedeutet aber keineswegs den auch in Zukunft mir erreichbaren Höchststand, sondern der Fremdenverkehr ist noch sehr sa־igcrtiHRsf;'ii!ig. Die einheimischen Hoteliers haben in den letzten Jahren und besonders im vergangenen ihre Häuser auf die modernsten hygienischen Bedürfnisse ihrer Gäste eingestellt, doch verhindert der Kapitalmangel größere Neubauten, die ausgezeichnete Rentabilitütsmögliehkeiicn bieten. Die Behörden unterstützen vielerorts die Unternehmer von größeren und aussichtsreichen Bauvorhaben durch langjährige Befreiung von der Grund- Stücks- und Gcbüudesteuer, durch verbilligte Strom- und Wassertarife und sogar durch Bereitstellung von Grund und Boden. Die Eröffnung des Betriebes einer Gaststätte erlordert eine Konzession, die Fachleute ohne Schwierigkeiten bekommen. Unbedingt notwendig aber ist es, daß man sich vorher über die Verhältnisse an Ort und Stelle genau unterrichtet. Sprnclischwierigkciten bestehen für Deutsche nicht, weil sehr viele Dalmatiner deutsch verstehen. Dr. A. O. Jung-Wizo in Haifa. Ende Dezember ist von ehemaligen lung-Wiz.o-Mitglicdcrn aus Oesterreich, Polen und Deutsch- Fand eine Jung-Wizo-Gruppe in Haifa gebildet worden. Diese hat als eine der ersten Aufgaben die Schaffung eines ״Jung- Wizo-Hcimes“ in Angriff genommen, das in den nächsten Wochen fertiggestcllt sein wird, fn diesem Heim sollen alleinankommciidc Frauen mit Kindern und junge Mädchen in den ersten Tagen nach ihrer Ankunft im Lande Unterkunft finden. Ferner ist von der Jung-Wizo Haifa ein Hafendienst cingerichtet worden, dessen Aufgabe es ist, den ankotntnenden Frauen und Mädchen mit Beschaffung von Unterkunft; in Gepäck- und Zollangclcgcnhcitcn sowie in allen sonstigen Dingen in den ersten Stunden nach ihrer Ankunft helfend zur Seite zu stehen. Allcinreisende Frauen und Mädchen wollen sich also bei ihrer Ankunft in Haifa an die diensttuenden Mädchen der Jung-Wizo 1111 Hafen wenden. Augenarzt gesucht. Wir machen Interessenten auf eine Veröffentlichung des Vorstandes der Hamburgischen Acrztekammcr aufmerksam, worin mitgctcilt wird, daß dieser Stelle ein Schreiben aus Funchal-Madeira zugegangen ist, wonach dort ein deutscher Augenarzt, vdcher gleichzeitig Augcnopcratioiicn vornehmen kann, als Mit arbeiter benötigt wird, wobei in dein Ausschrcihen hinzugefügt wird ״Religion wird nicht beanstandet“, womit wohl gemeint sein soll, daß auch deutsche Juden steh um diesen rosten bcwerben können, Angebote sind zu richten .״;־. Benno Paulini, Funchal-Madeira, ״venda Americana“, Estrada Conde Corvalhal, Das Tcl-Awiwcr Verlagshaus Massadah bereitet für den Monat März die Herausgabe eines hebräischen Taschenlexikons vor. Das Werk wird im wesentlichen eine Art von internationalem jüdischen ״Who’s Who“ darstellen. Der Leiter der Gesamtausgabe ist der hebräische Dichter Saul Tschcrnichowsky. Wie die Warschauer Presse meldet, werden sich Ministernräsident ledrzejewicz und Handeisminister Zarzvcki nach Palästina begeben, um an der feierlichen Eröffnung des polnischen Pavillons auf der Tel-Awiwer Messe teilzunehmcn. ןייייי־׳ייי) da* Land dm•Jitdm Land / Bevölkerung / Landwirtschaft Städte, Bauwesen I Industrie / Verwaltung Gesundheitswesen / Erziehung / Einwan• dorung / Deutsch-palästinensische Wirt• Schafts ■ Beziehungen / Keren Hsjeesod Keren Kajemeih LeJIsrael l Zionismus Eröffnung Sonntag, den 4. Februar r Einlaß ab 13 Uhr Bis 11. Februar, tSgl. § •%% Uhr, Sämtliche Itifuitto lat . Logenltaus, Kleiststraße Nr* 10 Eintritt RM 0,50, für Mitglieder der BZV im BZV-Büro u. den Bezirkegruppen RM 0,40 Berliner ZionSstlscSio Vereinigung Von EScliern und Zeitschriften .... ., 4‘,,“'* * ׳׳ ״ki viricn Der Verfasser, der durch sein Buch ״Zeitgenosse״ן״ ״, Hcrzl“ bekannt geworden ist, beschäftigt sich auch in d Veröflenfliclmiig mit der Frühzeit des Zionismus «ml ך 1 lj־rzl_ und die junge zionistische Bewegung in ihrem Kr״!״״ um einer Reihe bedeutender Persönlichkeiten jener Zeit!; Buch, das mit einem Geleitwort der Nichte Lord Balir״,״ Blanche II. Ci. Diigdale-Balfmir, versehen ist, bcsch if 1; I sich insbesondere mit der Beziehung Herzls zu den nid» jüdischen Kreisen, die sich damals in Wien gegen den Am׳' semitismus wandten. So finden wir einen Briefwechsel zig sehen 1 hemlor l lcrzl und Baron I.citenberger aus dem Iah״■ WB, terncr eine ausführliche Darstellung der Bezieh״״,, * Herzls zu Baron Arthur (iumlnccar von Suttner um] ־,ein״ 1' rau, der bekannten Baron in Bertha von Suttner. Gau/ k. sonders interessant ist die Schilderung von Herzls Bemüh״,,', gen aut der ersten Friedenskonferenz im Haag, in deren Verlaut er Gelegenheit hatte, für den Fortgang der Konferenz wichtige Dienste zu leisten. Alle diese Schilderungen wie 1 lerzl, der in der großen Welt angesehene Journalist und Schriftsteller, mit zahlreichen bedeutenden Menschen seiner Zeit in engem persönlichen und geistigen Kontakt stand, und wie er seine zionistischen Konzeptionen aus den persönlichen Erlebnissen heraus faßte und die einmal klar dar• gelegte Idee dann vertrat. Das Buch Nusscnhlatts wird lüj die Geschichte der Herzlschen Periode der zionistischen Be• wegung von bedeutendem Wert sein. oe, Wörterbuch der Antike. Von Prof. Dr. Hans Lamer, \ Alfred Kröner Verlag, Leipzig 1933. ' Als 96. Hand von ״Kröncrs Taschenausgabe", der Simm• '! hing _ von Dokumenten und Darstellungen zur Geistes• : geschiehte aller Zeiten und Kulturen, erschien dieses jedem Gebildeten zugängliche lexikalische Mcmumentalbiid der antiken Kultur, dessen eigenartige, durch zwei Jahrtausend!; ״durchlaufende Betrachtungsweise“ die Fortwirkung des klassischen Altertums auf die Nachwelt bis aut unsere Tage zeichnet. Vcrständigerwcisc umfaßt hier ״Antike“ nicht nur im klassischen Sinne das griech.-röm. Altertum, son■ dern darüber hinaus auch den vorderen Orient und die Mit• telmeerländer, soweit sie mit der klassischen Antike in Be■ rühruug gekommen sind. Uns interessierten liier nalur■ gemäß, von privaten klassizistischen Neigungen abgesenen, besonders diejenigen Artikel des Nachschlagewerkes, die das Judentum betreffen. Solcher Artikel enthält das Lexikon eine große Anzahl, die bei aller Kürze sachgemäß, unterrichtend und überaus unterhaltsam geschrieben sind. Unseren Historikern, Philologen, Lehrern, aber auch allen, die in ruhiger Stunde gern zu einer Lektüre greifen wollen, die den ununterbrochenen Kultur/usammcnhang der Zeilen beleuchtet, sei das Buch empfohlen. Zu Anmerkungen, die sich, nicht nur im jüdischen Betracht, hier und da autdrängen, ist hier nicht der Platz. Die Auswertung des - in den Literaturnachweisen unter den benutzten und empfohlcncn Enzyklopädien nicht aufgeführten — ״Jüdischen Lexikons“ würde die Verfasser (außer Lamer noch Ernst Bux und Wilhelm Schöne) zweifellos zu mancher auch ihnen erwünschten Bereicherung geführt haben. B. K, Dr. M. Goldmann, Hebräisch, ln Lieferungen von 5 Hef• tcn. Verlag Scfnthcuu, Berlin-Cliarlottenhurg/Tcl-Awiw. Bis jetzt erschienen Heft 1—3. — Dieses neue Lehrbuch hat ml׳ der in den letzten Monaten den hebräischen Büchermarkt ז überschwemmenden Konjunkturliteratur nichts Gemeinsames, i Es ist vielmehr das Ergebnis einer langjährigen Arbeit eines erfahrenen Pädagogen. Dr. Goldmann, der seit mehreren Jah• reu als Lehrer an der Hebräischen Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde z.u Berlin tätig ist, ist nicht nur ein ausgezcichnetcr Kenner des Hebräischen, sondern gehört zu den wenigen hebräischen Lehrern, die eine umfassende Sprachwissenschaft■ liehe Ausbildung besitzen. Daher ist es ihm auch gelungen, die hebräische Sprachlehre um ein sehr gutes und griindliebes Buch zti bereichern, das bestimmt von dauerhaftem Wert sein wird. Der Verfasser gibt auf wenigen Seiten einen; kurzen Abriß der hebräischen Grammatik und bemüht sich, , in einigen wenigen Regeln den Aufbau der hebräischen , Sprache logisch darzustellen. Diese neue Methode wird dem : Schüler manche Schwierigkeit der hebräischen Sprache leich-! ter verständlich machen und die Erlernung des Hebräischen ״:leichtern. Der Stil des Buches ist vorzüglich und die Lesestücke — hauptsächlich des 2. und 3. Heftes — sind im humorvollen Geiste gehalten und daher auch in pädagogischer Hinsicht vortrefflich. Besonders erwähnenswert ist der gute Druck des Buches. Das Lehrbuch kann daher jedem, der! in kurzer Zeit gründlich Hebräisch lernen will, empfohlen werden. J. ben J. : Hebräisches Lesebuch ״Nafiw“. Nachdem weite Teile des deutschen Judentums hebräisch lernen und die ersten Anfangsgründe der Sprache kennen, ist es an der Zeit, heute nochmals auf das vom Hechaluz, Deutscher Landesverband, herausgegebene Hebräische Lesebuch ״Natiw“ hi״• zuweisen. Die Anordnung der Stücke ist in vorbildlicher Weise getroffen. Ungefähr drei Viertel dieses Buches ist punktiert, während der letzte Teil unvokalisiert ist. Ein ״Ussischkin-Buch“ ist in Jerusalem erschienen, von R, Benjamin herausgegehen und mit einem Vorwort versehen• Es enthält eine Sammlung von Aufsätzen, Ansprachen und Anmerkungen des Vorsitzenden des Jüdischen Nationalfonds, Ing. Mcnachem Mendel Ussisehkin. Das Buch ist mit zahl■ reichen Reproduktionen von Photographien, Gemälden und Zeichnungen der Künstler Hermann Struck, Pasternak und Litwinowsky nusgestattet. Bnc-Midbar, hcrausgegeben vom Jüdischen Pfadfind־״ bunu Haschomcr Hazair als Führerschrift zu Theorie und Praxis der Erziehung seiner Jüngeren. — Diese kleine Schn״ stellt eine Einführung in die erzieherischen Grundlagen Bundes dar, beschäftigt sich mit der Organisierung ״ef Gruppe, mit den Zeichen und Symbolen und den Könner• 1 schäften, die im Mittelpunkt der Pfadfindererziehung stehen.! Sie ist auch für den Außenstehenden interessant, da [ zeigt, wie in einer charakteristischen Weise die allgemeinen . Pladfindcrgcdanken auf eine spezifisch nach Palästina gerimן ־ tete Jugenderziehung übernommen werden. ' Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Juden־ tums. Es dürfte eine in der Zeitschriftenliteratur äußerst seltene Erscheinung sein, daß die Wciterführung einer Arbeit ge״״ nach einem halben Jahrhundert erscheint. Dies ist der ra bei den ״Untersuchungen zur vergleichenden Sagenforschung י j die Dr. Moses Gaster in der ״Monatsschrift für j schichte und Wissenschaft des Judentum*׳ , 1883 zu veröffentlichen begann und 1933, als 7?jährig Greis, weiterführt. Auch sonst enthält das Dezemberheft י wertvolle Beiträge. Den Sprachforscher interessieren die un . Buchungen zur hebräischen Sprachgeschichte, weiche 1 Jerusalemer Gelehrte vortragen, darunter der soeben e® < Professor für Semitistik, Herr Dr. Torczyner. Der Lit; hlstorikcr wird sich freuet! ein unveröffentlichtes w : Salomo Ibn Gabirols hier zum‘ erstenmal abgedruckt zu «